Issue 
(03/03/1942) Nr. 62
Page
1
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Ersckieint7malw5cbe n tli ck

Menaksbezug E 2,30 einschl. Zu­stellgebühr; Postbezugspieis monakl. 2^0 (einschl. 30,1 ^ Post­zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren ll'8. Fernspr. 21931, Nachtr. u.Sonntg. 2 47 65. Sprechz.: Verlag: werktl. 1213 Uhr; Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12V-13Vr Uhr,

ellmg

A n zei gen - Grundpreise:

Die 1 wna hohe und 22 mm breite Zeile lm Anzeigenteil 13 Die 78 nana breite und 1 mm hohe Zeile imTertteil75.^/. Ermüß. Trundpr. (für Klein- u. Famllienanzelg. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstaffel O. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6P. Ruf 2 19 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; Obernstr. 86, Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhosstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41>43, Ruf 88 u. 89

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

Nr. 82 , 12. Jalirgang

Dienstag, Z. März 1S42

der Nationalsozialisten vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattiialkers in Oldenburg und vremen

Linzelpreis 15 Npf.

Im stbnim 1947: ;r;409 VNI. versenkt

tliurchill und Noosevelt mußten wieder eine halbe Million rannen abschreiben / furchtbare Schlüge gegen Nachschub und NiistungsinSustrie der Sowjets / Pausenlos die Hölle über Vritenseste Malta

Aktivität an allen fronten

Aus dem Führerhanptquartier, 2. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Auf der Krim, an der Donez-Front und südostwärts des Jlmensees halten die schweren Abwehrkämpfe an. 2m Zusammenwirken mit der Luftwaffe wurden auf der Halbinsel Kertsch zahlreiche weitere Panzer ve^ nichtet. 2m Südostausgang der Straße von Kertsch wurde ein Transporter von 8990 BRT. durch Luft­torpedotreffer versenkt. Bei Nachtangriffen der Luft­waffe gegen das Flugmotorenwerk Woronesh wur­den Vombenoolltreffer in Fabrikhallen und Flugplatz­anlagen erzielt. Große Brände und heftige Explosionen waren zu beobachten. 2n der Zeit vom 24. Februar bis 1. März verlor der Gegner an der Ostfront ins­gesamt 294 Panzerkampfwagen.

2n Nordafrika beiderseitige Spähtrupptätigkeit. Deutsche Jäger schössen fünf britische Flugzeuge in Luft- kämpfen ab, fünf weitere wurden am Boden zerstört. Auf Malta belegte» deutsche Kampffliegerkräfte unter 2agdschutz den Hufen La Valetta mit Bomben schwer­sten Kalibers. Hierbei wurden Treffer auf llntersee- bootliegepliitze, in Docks und Bersorgungsbetrieben der Stadt erzielt.

Britische Schnellboote versuchten in der vergangenen Nacht einen einzeln fahrenden Dampfer im Kanal an­zugreifen. Durch eigene Schnellboote wurde bei der so­fort einsetzenden Abwehr ein britisches Schnellboot ver­senkt. Ferukampfbatterien der Kriegsmarine beschossen i« Kanal mit guter Wirkung zwei feindliche Geleit- züge. Die Geleitzüge wurden zersprengt. 2n der Zeit vom 21. bis 28. Februar verlor die britische Luft­waffe 82 Flugzeuge, davon 38 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 29 eigene Flugzeuge verloren.

2m Kampf gegen die Versorgungsschiffahrt Grog- britanniens und der Vereinigte, Staaten versenkten deutsche See- und Luftstreitkräfir im Monat Februar 79 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 525 490 BRT. An diesem Erfolg ist die deutsche llnterseebootwasfe durch die Versenkung von 86 Schiffen mit zusammen 448 499 BRT. hervorragend beteiügk. Außerdem wurden

Nlegrammwechsel des siihrers mit König Soris

Berlin, 2. März. Anläßlich des 2ahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt hat König Boris folgendes Telegramm air den Führer gesandt: Mit besonderer Freude ergreife ich die Gelegenheit anläßlich des 2ahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt, um Euer Exzellenz meine aller- herzlichsten Wünsche für 2hr persönliches Wohlergehen und das Gedeihen des großen und tapferen deutschen Volkes zu übermitteln. An diesem Tage gedenkt jeder Bulgare mit besonderer Dankbarkeit der unter Euer Exzellenz Führung kämpfen-«» siegreichen deutschen Waffen» die es ermöglichen, unsere nationalen Bestre­bungen zu verwirklichen, und die beste eine bessere Weltordnung und eine glücklichere Zukunft der Völker schmieden, gez.: Boris."

Der Führer hat hierauf mit nachstehendem Tele­gramm geantwortet:Eurer MaHtäl danke ich für dir mir anläßlich des 2ahrestages desBeitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt telegraphifchsübermittelten Glück­wünsche. 2m festen Vertrauen als den Sieg und die ihm nachfolgende gerechte Neuo-Hiung der Welt er­widere ich sie mit meinen aufrichtigen Wünschen für eine glückliche Zukunft des bnlgarthen Volkes und 2hr persönliches Wohlergehen, gez.: Molf Hitler."

Aus Anlaß des Jahrestages des izertritts Bulgariens zum Dreimächtepakt fand ebenfallSHwischen dem König­lich-Bulgarischen Ministerprafidente, Fikoff sowie dem bulgarischen Außenminister Popojf und dem Reichs­minister des Auswärtigen vonHibbentrop ein Telegrammwechsel statt.

44 Handelsschiffe des Feindes zum Teil schwer be-

Deutsche Truppen schlugen am 1. März feindliche An­griffe, die sich an beiden Fronten der Krim mit Schwer­punkt gegen die Front auf der Halbinsel Kertsch richteten, in harten Kämpfen zurück. Neben starken 2n- fanteriekräften setzte der Feind-wiederum starke Panzer­kräfte ein und bereitete >eine Angriffe durch anhalten­des Artilleriefeuer vor. An einer Stelle dieser Front ging der Gegner mit etwa zwei Divisionen von 40 bis 50 Panzern unterstützt gegen die Stellungen vor. Sämt­liche Angriffe wurden zurückgeschlagen. An der Ein- schließungsfront vor Sewastopol vernichteten die deutschen Truppen durch Gegenangriffe eine feindliche Kräftegruppe. Die Verluste des Gegners an diesem Kampfabschnitt find erheblich. Neben zahlreichen Toten, die vor den deutschen Linien lagen, konnte nach bis­herigen Meldungen auch eine Anzahl von Gefangenen eingebracht werden. Zahlreiche Maschinengewehre und Granatwerfer wurden sichergestellt. Kriegsschiffe der Bolschewisten versuchten in der Nacht vom 28. Februar zum 1. März die Landkämpfe durch Feuer auf ver­schiedene Küstenplätze zu unterstützen. Die sofort ein­setzende deutsche Abwehr zwang sie jedoch zum eiligen Abdrehen. Die deutsche Luftwaffe unterstützte erfolg­reich die Kämpfe des Heeres auf der Krim. Sturz­kampfflugzeuge' und Jäger vernichteten in schneidigen Tiefangriffen 14 feindliche Panzer und beschädigten fünf Panzerkampfwagen schwer.

Ueber die deutschen Luftangriffe auf das sowjetische Jndustriewerk in Woronesch, am oberen Lauf des Don, berichten die vom Einsatz zurückgekehrten deutschen Flieger noch folgende Einzelheiten: In zwei aufein­

anderfolgenden Nächten wurden die großen Werkanlagen im Tiefflug mit Bomben schweren Kalibers angegriffen. Beim ersten Angriff erhielt eine große Halle im Süd­ostteil der Fabrik Volltreffer von vier schweren Bom­ben. In der vergangenen Nacht griffen die deutschen Flieger in kühnem Tiefflua an. Schwere Bomben detonierten in einer Haupthalle des Werks und riefen Explosionen und weithin leuchtende Brände hervor. Weitere Einschläge lagen in den Hallen des Industrie- flugplatzes und richteten dort ausgedehnte Zerstörungen an. Ein weiteres Flugzeugwerk, nördkich Moskau, er­hielt ebenfalls bei einem Angriff in der vergangenen Nacht Volltreffer in Hallen und Werkanlagen. Die Be­satzungen der Kampfflugzeuge beobachteten im Abflug stärke Rauchentwicklungen und ausgedehnte Brände.

*

Woronesch ist die bedeutendste Stadt des süd­lichen Zentralrußland. am hohen Ufer des schiffbaxen Woronesch-Flusses gelegen. Die Sowjets haben diese Stadt, die zur zaristischen Zeit durch ihre Hochstehende Viehzucht und wertvollen Gestüte bekannt war. zu einem bedeutenden Industriezentrum ausgebaut. Die Einwoh­nerzahl hat sich dementsprechend von 95 000 im Jahre 1923 auf 327 000 im Jahre 1939 vermehrt. Es befinden sich dort groß« Fabriken, von denen die bedeutendsten die WaggonfabrikKaganowitsch", die Maschinenfabrik Komintern", eine Erdölraffinerie und dasKirow- Werk" zur Erzeugung von synthetischem Kautschuk dar­stellen. Die übrige vielgestaltige Industrie ist vorwie­gend auf Metallverarbeitung eingestellt. Ein Groß­kraftwerk speist die umliegenden Industrieanlagen. Der EetreidShandel ist bedeutend. Hauptverkehrsweg ist die Bahn Moskau Woronesch Rostow.

geller flufrulir In vurma

Bewaffnete flbteiliingen laufen über Siltang-sront erschüttert plündernde angeborene in kongun

Japanische Gruppen an der Vurma-Stroße

Drahibericbt unseres Vertreters

kv. Stockholm» 2. März. Die eingeborene Bevölke­rung Burmas ist, amerikanischen Angaben zufolge, streckenweise in vollem Aufruhr gegen die Engländer. Ei« Sonderbericht desNew Park Enquirer" meldet am Montag, daß die Eingeborenen sich im Aufstand befinden und in mehreren Fällen bereits Engländer getötet haben Die einheimische Bevölkerung sei zur Unterstützung der Japaner übergegangen. Hier und da seien sogar bewaff­nete Abteilungen, die zur Verteidigung des Landes ein­gesetzt waren, zum Feind übergelaufen.

Die Engländer sind, der gleichen amerikanischen Quelle zufolge, bei rascher Räumung Mandalays und wei­terer großer Städte begriffen. Die ansässigen Engländer sowie Teile der treugebliebenen Bevölkerung ' fliehen nach China oder Indien. In Rangun sei es bereits vollkommen unmöglich, Lebensmittel zu beschaffen. Die Stadt befinde sich in den Händen plündernder Eingebore­nenhaufen. Der amerikanische Bericht glaubt die Vermu­tung aussprechen zu können, daß die Japaner wahrschein­lich gar nicht erst den Nordteil Burmas erobern, sondern sich stattdessen direkt gegen die indische Grenze wenden würden.

Diese sensationellen amerikanischen Angaben machen erklärlich, warum die Engländer so außerordentlich stumm über Burma geworden sind. Ein Reuter-Bericht bestätigt die sachlichen Angaben der amerikanischen Dar­stellung weitgehend. Der Sonderberichterstatter des eng­lischen Büros meldet, die jetzt am Sittang tobende Schlacht sei eine der heftigsten des ganzen Krieges. Der Kampf gehe ja nicht nur um den ganzen unteren Teil der Burmastraße. Der Fluß bilde dabei das letzte Hindernis für das Vorrücken der Japaner nach Ran­gun. Von einer Sittang-Front im eigentlichen Sinne des Wortes könne man nicht mehr sprechen. Die Eng­länder geben zu. daß es den Japanern vorübergehend sogar bereits glückte, die Burmastraße nördlich Pegu zu unterbrechen. Einer Meldung aus Benares zufolge wurden die östlichen Distrikte der Vereinigten Pro­

vinzen (United Provinces) zu Ausnahmegebieten er­klärt. Die Verfügung schließt auch Benares und Um­gebung ein.

Der Kriegskorrespondent derAsahi Schimbun" be­richtet einer Domei-Meldung zufolge von der Burma- Frontz daß die Tschungking-Regierung mehr als fünf Divisionen bei Mandalaq und Lashio an der Grenze zwischen Burma und China zu einem letzten Versuch der Verteidigung der lebenswichtigen Burmastraße kon­zentriert habe. 29 999 Mann freiwilliger Tschungking- Truppen seien in Mandalaq konzentriert, die 93. Divi­sion bei Lashio und mehr als drei weitere Divisionen an einem anderen Abschnitt in der Nähe der Grenze. Die japanischen Streitkräfte seien mit diesen Truppen noch nicht zusammengestoßen.

sffailSnver jubeln Vase zu ^

Bangkok, 2. März. Die Nachricht von Subhas Lhandra Böses Manifest an das indische Volk schlug in indischen Kreisen Thailands wie ein Blitz ein. Die erste Nach­richt wurde in Bangkok über Radio Delhi am Sonntag empfangen und sofort einer indischen -Nassenversamm- lung, die zur selben Zeit tagte, mitgeteilt. Die Menge brach in Hochrufe auf Böse aus. Die gesamten thailändi­schen Inder sind begeistert, endlich ihren Führer wieder­gefunden zu haben. Der Jubel über sein Wiedererschei- nen und seine' klare Stellungnahme zum indischen'Fret- heitskampf ist groß. In der indischen Sendung von Radio Bangkok wurde die Nachricht bereits Sonnabend abend verbreitet. Der indische Sprecher hob hervor, daß in die­ser dunklen Schicksalsstunde des indischen Volkes das Ma­nifest wie ein Lichtstrahl durchbrach. Besonders wurde von hiesigen indischen Kreisen geschätzt, daß Böse erklärte, das indische Volk werde kein Kompromiß mit England eingehen, sondern bis zur Befreiung weiterkämpfen. Der Sieg . Subhas Lhandra Böses, so schloß der indische Rundfunksprecher, wird der Sieg ganz Indiens sein.

lapaniKe kmschließungsoperationen auf Java

Sie leine vastion Inlulindes in »wffnungs'.oser tage Wavell wieder einmal auf der flucht

Tokio, 2. MLxz. Zur Lage auf Java, wo am Sonntag au verschiedenen Stellen der Insel japanische Verbände gelandet waren, gab das Kaiserliche Haupt­quartier, laut Dometz am Montag um 12.29 Uhr japa­nischer Zeit eine amtliche Mitteilung heraus, die fol­genden Wortlaut hat:

Unter Deckung einer großen Flottenabttilung haben starke Einheiten japanischer Streitkräfte Landungen im östlichen, mittleren und westlichen Teil Javas gegen hartnäckigen Widerstand des Feindes zur See, in der Luft und auf dem Lande erzwungen. Die japanischen Streitkräfte dehnen den Umfang ib-er Operationen stän­dig aus. Die von den japanischen Streitkrasten erlitte­nen Berlu'ste, die bis jetzt festgestellt wurden, umfassen einen Transporter, der verienkt werde und drei wei­tere. die strandeten. Der Verlust an Truppen ist jedoch praktisch gleich Null. da dies« Scknffe nach der Landung der Truppen verlorengingen."

Java das Mirtelstück des Sundabog<ns. zwischen dem Jnd-'chen Ozean und dcr Java-See ge sgen. ist mit 126 000 Quadratkilometer zwar ^ie kleinst- der großen Lvnda:nieln, aber mit 40 Millionen Einvobnern die volkreichste und dank seiner außerordentlichen Frucht­barkeit der wertvollste Teil des nieder­

ländischen Kolonialbesitzes. Daher haben die Feinde auch den Versuch gemacht, die Insel mit See­streitkräften zu verteidigen, die jedoch von den japani­schen Fiotleneinheiten jum großen Teil versenkt oder doch ausser^ Gefecht geietzt wurden. Die langgestreckte Jniel, die sich in ostwestlicher Richtung erstreckt, ist von vulkanischen Gebirgsketten durchzogen, die bis über 3000 Meter ansteigen. An der Nordküste, wo die Ja­paner an verschiedenen Stellen gelandet sind, sind dem Gebirge breitere Tieftandebenen vorgelagert. Die Hauptmasse der Bevölkerung besteht aus Malaqen. Aus­fuhrprodukte der Insel, die hauptsächlich über die an der Nocdküste gelegenen Häfen Batavia. Soeraibaya und Semarang ausgeführt werden^ find Zucker, Gummi, Kaffee, Tee, Tabak und Gewürze. Neis, das Haupt- anbauprodukt, reicht kaum für den Inlandbedarf. Die Häfen Semarang und Rembang liegen den im Innern der Insel befindlichen Erdölguellen am nächsten.

VVieüer ein Lreurer unrl rvel Zerstörer . . .

Wie das Kaiserlich« Hauptquartier weiter meldet, versenkten japanisch« Marinestreitkräfte am Sonntag- morgen nördlich Kap Krawaug (östlich von Batavia) einen großen englischen Kreuzer und zwei Zerstörer.

Der Marinesprecher in Tokio richtete an alle feind­lichen Handelsschiffe, die sich in der Java-See befinden, die Aufforderung, sich den japanischen Streit- kräften zu ergeben, widrigenfalls sie die Folgen der Kriegsmaßnahmen tragen müßten. Durch die Versen­kung von fünf feindlichen Kreuzern und zehn Zer­störern und durch die Beschädigung von weiteren vier Kreuzern in den Seegefechten an der Küste von Java vom 27. Februar bis 1. März seien die feindlichen Seestreilkräfte im Südwestpazifik praktisch vernichtet, so daß die Handelsschiffe nur noch wenig Schutz hätten.

Der Sprecher versicherte, daß die Anwesenheit japani­scher Kriegsschiff« vor Batavia und Soerabaqa jeden Fluchtversuch zu einem Selbstmord stempelte. Wenn sich die Handelsschiff« jedoch ergeben würden, so werd« den Besatzungen eine human« Behandlung durch die japani­schen Behörden zuteil werden.

WieNitschi Nitschi Schimbun" berichtet, halben japanische Armeeflngzeuge, die am Sonnabend über West-Java operierten. Eisenbahnzüge und Waggons bei Serang. westlich von Batavia mit Bomben belegt, wodurch Bräirde entstanden. Es sind Anzeichen dafür - dj« japanische Luftüberlegenheit über (Fort>etzung auf Seite 2)

Esten, Letten und Litauer widerlegen Moskauer Lügen

Die neue Agrarordnung für die besetzten Ost- gebiete. die soeben veröffentlicht wurde, ist an sich schon Beweis genug für die Verlogenheit der bolschewistischen Erklärungen, nach denen die Bauern im Osten von der deutschen Verwaltung unterdrückt würden. Aus diesem Programm spricht der feste Wille des Reiches das so­wjetische Chaos abzulösen und die Völker des Ostraumes einer neuen Zukunft «nlgeaenzufükren. Um so grotesker wirkt es daher, wenn gerade in diesen Tagen von sowjetischer Seite verschiedentlich die Luge in die Welt hinausposaunt wurde, daß den Bauern m den Eeneralbezirken Estland, Lettland und Litauen der Grund und Boden, den sie von der sowjetischen Regie­rung erhalten hatten, wieder weggenommen worden sei. Es ist dies ein neuer plumper Versuch, die blutigen Spuren des Terrorregimes zu verwischen, die der Bol­schewismus in den früheren baltischen Staaten hinter­lassen hat.

Die verantwortliche Führung, die heute an der Spitze der Selbstverwaltung in Reval. Riga und Kauen steht, erhebt gegen diese Tendenzmache, die von dem Moskauer Juden Losowsky betrieben wird. den schärfften Protest und ruft das lettische, litauische und estnische Volk als Zeugen dafür an, daß das ein« Jahr der bolschewisti­schen Herrschaft in den Ostseestaaten eine einzige blutige Anklage gegen die Mord- und Greueltaten und Verhee­rungen der Juden und Bolschewisten gewesen ist.

Der Generaldirektor für die innere Verwaltung und Personalfragen im Generalbezirk Lettland. General Tankers, übergibt der Oeffentlichkett folgende Er­klärung im Original:Wer Augenzeuge zweier be­deutender Geschehnisse gewesen ist des Einbruchs der bolschewistischen Armee am 17. Juni 1940 und des siegreichen Einzuges der deutschen Wehrmacht, die im Juli 1941 Riga die Befreiung brachte der hat das lettische Volk und seine wahren Gefühle gesehen. Als die roten Tanks das erste Mal über lettischen Boden durch die ruhigen Straßen rollten, jubelten ihnen nur Juden und der Pöbel zu. denn sie fühlten, daß nun die Stunde gekommen war. in der sie ihren verbrecherischen Instinkten freien Lauf lassen konnten. Das lettische Volk dagegen wendete sich in Ekel und bangem Ahnen von diesem asiatcschen Triumph ab. Dieses Bangen erwies sich als nicht unbegründet. In der Bolschewiftenzeit hat das lettische Volk etwa 60 000 seiner Mitglieder verloren. darun>»r ca. 20 000 Frauen und an die 7300 Schüler und K^^nkinder. Es erwies sich, daß die von den Bolschewistckn deklarierteFrei­heit der Menschheit" nichts anderes als die fürchterlichste Lüge und Heuchelei war.

Auch im wirtfchaftlichev ^'.-«lturellen Leben be­gann der Bolschewismus seine vernichtende und

zerstörende Tätigkeit, um Oactz Letten eines der kul­turellsten und wohlhabei-bejen Völker Europas auf das gleiche Niveau mit Zen anderen von d«n Bolsche­wisten unterjochten Völkern zu bringen. In unglaub­lich kurzer Zeit war fast alles vernichtet. Das nationale Kulturleben, die vorbildliche Landwirtschaft, der Wohlstand der Arbeit. Die lebensfähigen Land­wirtschaften wurden in winzige Parzellen zerstückelt. Hier trat der teuflische Plan der Bölschewisten an den Tag, die Versklavung der Bauern inKolchose" genann­ten Kollektivwirtschaften zu erzwingen. Aus den Fa­briken wurden die besten Maschinen weggeführt, die Ersparnffse der Arbeiter und anderer kleiner Sparer in den Sparkassen wurden nationalisiert usw.

Dank dem freundschaftlichen Entgegenkommen deutscher Behörden ist heute das wirtschaftliche Leben wieder in normale Bahnen gelenkt und auf kulturellem Gebiet so­gar schon der vorbolschewistische Stand erreicht. Mit die« >em Schaffen und dieser Ueberzeugung hat das lettische Volk sein Schicksal vertrauensvoll in die Hände Adolf Hitlers gelegt und trägt seinen Teil zur Schaffung des neuen Europas bei. Lettische Männer und Jugendliche kämpfen freiwillia und begeistert an der Ostfront neben der deutschen Wehrmacht und anderen Völkern Europas.

«lINMIIIIMIIIIIIIIIIINIIIIMIIMIIIMIMIIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIMIIIMIIIIMMIIIMNM»

Vnssr

Auf der Krim wurden zahlreich« Angrisfsoersuche der Sowjets mit außergewöhnlich hohen Verluste« für den Feind zerschlagen.

Die deutsch« Luftwaffe richtet« schwer« Schläge gegen sowjetisch« Rüstungswerke und militärisch« Anlagen der Insel Malta.

2m Februar büßt« die USA.-britisch« Versorgungs­flott« über «ine halb« Million BRT. «in.

Nach der siegreich beendeten Seeschlacht um Java haben die Japaner bei der Eroberung der Jnsel bereits entscheidend« Fortschritte erzielt.

In Burma ist die eingeboren« Bevölkerung i« offenen Ausstand gegen die britischen Gewalthaber begriffen.

Zum Jahrestag« des Beitritts Bulgarirn« zum Dreimächtepakt fand zwischen dem Führer und Kö­nig Boris «in Telrgrammwrchsrl statt.

Durch Erlaß wurde das Berfahren bei der Zutei­lung besonder«, Lebensmittelznlagrn für Einzel­verbraucher vereinfacht.

Drr Standort Bremen fuhrt am kommenden Sonn­tag zum Besten drs Kriegs-WHW. «in -eeres- Großkonzert durch.