Ausgabe 
(1.3.1942) Nr. 60
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vreimi jeiliW

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kjonsestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmliiches verkündungsblatt des Neichsstatttzalters in Oldenburg und Vremen

Nr. SO , 12. Zalzrgang

Sonntag, 1. Mar; 1942

kinzelpreis 15 Npf.

Deutsche krfolge an allen fronten

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Aus dem Führerhauptquartier, 28. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Krim griff der Feind gleichzeitig von Sewastopol und auf der Halbinsel Kertsch mit starken, von Panzern und Fliegern unterstützten Kräften an. In harten Kämpfen wurden die Angriffe unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Teilweise sind die Kämpfe noch im Gange. Vor Sewastopol wurden neun, aus der Halbinsel Kertsch 35 feindliche Panzer abge­schossen. An der Donez-Front scheiterte ein weiterer mit starken Kräften und Panzern durchgeführter Angriff des Feindes. Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wiederholte der Gegner seine erfolglosen und verlust­reichen Angriffe. Angrisfsunternehmungen von Verbän­de« des Heeres und der Waffen-ss waren erfolgreich. Insgesamt wurden allein am gestrigen Tage an der Oftfront 75 feindliche Panzer vernichtet.

In Nordafrika zersprengten deutsche und italienische Luftwaffenverbände britische Truppenansammlungen im Tiefangriff und griffen Flugplätze und Hafenanlagen des Feindes mit Bomben und Bordwaffen an. Fünf britische Flugzeuge wurden am Boden zerstört, zwei weitere in Luftkämpfen abgeschossen. Auf Malta wurden bei Angriffen deutscher Kampfflugzeuge aus den Hafen La Valetta Bombentreffer schwersten Kalibers in Lager­hallen und Magazinen erzielt. Ein britisches Untersee­boot wurde durch Beschuh mit Bordwaffen beschädigt.

Deutsche Unterseeboote versenkten im Atlantik fünf Schiffe mit 42 vüll BRT. Zwei weitere große Schiffe wurden durch Torpedotreffer beschädigt. Im Seegebiet um England befchädigten Bombentreffer deutscher Kampfflugzeuge zwei größere Handelsschiffe schwer. An der nordfranzösischen Küste landete in der letzten Nacht eine Anzahl britifcher Fallschirmjäger. Nachdem sie eine schwache Küstensicherung überfallen halten, zogen sie sich zwei Stunden später vor dem Druck der deutschen Gegenmaßnahmen wieder über See zurück. Bei Ein­singen britischer Bomber in der letzten Nacht in das deutsche Küstengebiet wurden drei der angreifenden Flug­zeuge abgeschossen."

englische „Siege"

Drahtbericht unseres Vertreters

kv. Stockholm, 28. Februar. Der englische Streifzug gegen ein weltentlegenes Stück nordfranzösischer Küste, den der deutsche Wehrmachtsbericht verzeichnet, hat pro­grammgemäß mit der raschen Verjagung der Eindring­linge geendet. London versucht trotzdem um dieses kleine Abenteuer großen'Rummel zu machen; da die Regierung Churchill-Cripps dringend etwas zur Ankurbelung der Stimmung benötigt, besonders nach der Kanal-Nieder­lage und dem allgemeinen Drängen, England müsse irgendwie zur Aktion schreiten. Unter das gleiche Ka­pitel fallen die Versuche, nachträglich die mißglückten Angriffe auf die deutschen Kriegsschisse, die den Kanal durchquerten, mit einem Heroenschein zu umgeben. Der bei dem Luftangriff aus die „Scharnhorst", „Gneisenau"

Vor der USff.-ftttantikküste torpediert

Stockholm, 28. Februar. Das USA.-Marine- mivisterium gibt bekannt, daß der Tanker „W. D. An- derson" (1V 227 VRT-1 vor der atlantischen Küste torpe­diert wurde. Ferner teilt das gleiche Ministerium mit, daß der Tanker „R. P. Resor" (7431 BRT.), der der Standard Oil Company gehört, am Donnerstagabend vor der atlantischen Küste torpediert wurde.

Britischer Zerstörer gesunken. Die britische Admirali­tät gibt zu, daß der frühere nordamerikanische Zer­störer „Belmont" gesunken ist.

und „Prinz Eugen" ums Leben gekommene Geschwader- führer Esmonde, der sechs Torpedoflugzeuge zum Ein­satz brachte, ist nachträglich durch das Viktoriakreuz ge­ehrt worden. Die englische Presse spricht von Selbst­mordfliegern. Von den 18 Beteiligten kamen nur fünf it dem Leben davon. Der Erfolg dieses verlustreichen insatzes war gleich null. Aber die englische Propa­ganda braucht solche Berichte wie über diesen Angriff und auch über den versuchten Handstreich an der nord- französischen Küste, um das eigene Volk und die Außen­welt über die völlige Passivität Englands hinwegzu­täuschen.

Tokio, 28. Februar. In der Java-See operierende japanische Marinestreitlräste kamen am Freitagnach­mittag gegen 18 Uhr im Südwestpazifik mit der Haupt­macht einer kombinierten feindlichen Flotte in Ge­fechtsberührung. Dabei wurden von den japanischen Marinestreitkräften ein Kreuzer und drei Zerstörer ver­senkt. Die übrigen Einheiten der feindlichen Flotte wandten sich zur Flucht und werden zur Zeit verfolgt.

VoMretter suk Lreurer üer „Lx6ter"-LIa886

Domei meldet von einem Luftstützpunkt: Japanische Marineflugzeuge, die mit dem Feind in Fühlung zu kommen suchten, trafen am 27. Februar in den Ge­wässern um Batavia aus einen britischen Flottenver- band, wobei sie zwei Bombenvolltre-ffer auf einem Kreuzer der „Exeter"-Klasse erzielten. Das Schiff wurde in Brand gesetzt und blieb manövrierunfähig liegen. Der japanische Flugzeugverband hatte am 27. Februar um 14.30 Uhr drei feindliche Kriegsschiffe etwa 30 Mei­len vom Hafen von Batavia entfernt gesichtet und griff sie sofort an. Nach den zwei Bombentreffern auf dem schweren, etwa 8000 To, großen Kreuzer der „Exeter"-

llSv. Bremen, 1. März.

ks war Es war einmal ein großes Weltreich. Es um- »inrnni faßte ein Fünftel der gesamten Erdoberfläche, e nnim beherrschte die Meere und beeinflußte kraft seiner Stärke und Ausdehnung ausschlaggebend jedes be­deutsame weltpolitische Geschehen. Dieses Weltreich nannte sich britisches Empire, und die hervor­stechende Eigenschaft aller seiner Lenker charakterisierte sich in dem Bestreben, um keinen Preis einem anderen Volke etwas zu gönnen oder gar ein anderes Reich als gleichwertigen und gleichberechtigten Partner anzuer-

Klasse, ergriffen die beiden begleitenden Leichten Kreu­zer die Flucht.

26 vsmpker nsck 8ckonsn eingedruckt

Eine Flotte von 2K britischen Schiffen wurde am Sonnabend von japanischen Zerstörern in den Hasen Seletar auf der Insel Schonan eingebracht. Es handelt sich um einen Teil der 84 Schiffe, die am 13. Februar aus dem Hasen Keppel entschlüpften, um nach Nieder- ländisch-Jndien zu entkommen. In der Nähe der Banka- Straße waren sie von japanischen Kriegsschiffen gestellt und aufgebracht worden.

Sämtliche Schiffe hatten Truppen und geflohene bri­tische Verwaltungsbeamte an Bord. In dem Gefecht zwischen dem Eeleitzug und den japanischen Kriegs­schiffen waren 38 bewaffnete feindliche Schiffe einschließ­lich des als Geleitschutz eingesetzten Zerstörers versenkt worden, worauf der Rest von 26 Dampfern die weiße Flagge hißte. „Wie eine Schafherde" so heißt es in dem Domei-Vericht, wurden die feindlichen Schiffe dann von japanischen Zerstörern nach Schonan zurückgetrieben.

(Weitere Meldungen aus Ostasien Seite 2)

Lagesbefelzl vörings zum 1 . Mrz

„Mit steigender Sonne wird Veutlchlands Lustwaffe in vielfacher Wucht den Segner treffen"

Berlin, 28. Februar. Der Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erließ folgenden Tages­befehl zum 1. März 1942: „Kameraden der Luftwaffe! An unserem Ehrentage grüße ich Euch, meine von un­erschütterlichem Kampfgeist beseelten Männer, mit Stolz und Dankbarkeit. In knappen sieben Jahren hat sich unsere junge Waffe eine Geschichte geschrieben, die den kühnsten Heldenliedern aller Zeiten gleichkommt. Aus den gewaltigen Siegen dieses Schicksalskampfes werden Euch immer neue Kräfte zufließen. Bald ist der harte

kicheniaub für Feldwebel köppen

Berlin, 28. Februar. Der Führer hat dem Feld­webel Koppen, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm nachstehendes Schreiben übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich ihres 69. bis 72. Luftsteges als 79. Sol­daten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. AdolsHitle r."

Schweres Seegefecht im Südwestpazifik

kin Kreuzer und drei Zerstörer von japanischen Marinestreikkrösten versenkt

Winter durchgestanden. Mit steigender Sonne wird Deutschlands Luftwaffe in vielfacher Wucht den Gegner treffen. Wir gedenken am heutigen Tage in Ehrfurcht und Liebe unserer toten Kameraden. Sie werden unter uns sein, auch bei jenem Einsatz, der dem letzten Feind die Waffe aus der Hand schlagen und die ewige Größe und Freiheit des Reiches Adolf Hitlers bekrönen wird. Heil dem Führer!

gez. Göring, Reichsmarschall des Eroßdeutschen Rei­ches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. 1. März 1942

Vrei Luftstege an einem Lage

Berlin, 28. Februar. Der Führer verlieh auf Bor­schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmar­schall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberfeldwebel Schulz, Flugzeugführer in einem Jagd­geschwader. An der nordasrikanischen Front ist es ihm gelungen» an einem Tage gegen zahlenmäßig überlegene britische Gegner seinen 48., 41. und 42. Luftsieg zu er­ringen. (Siehe auch Seite 2)

VrWcher Imperialismus teuflischster seind der sreilzeit

kennen. Tatsächlich waren es märchenhafte Zeiten füll die Politiker dieses Reiches, so lange sie in der Welt auf keinen ernsten Widerstand gegen ihre Absichten stießen. Aber wie im Märchen sind diese Zeiten nun! versunken, und was übrigblieb ist die Erinnerung: eS war einmal! Daß die Zeit von damals und von heute nur eine kurze Spanne von zweieinhalb Jahren ausmacht, — es sind heute auf den Tag 30 Monate, seit­dem Deutschland gegen das von dem britischen Weltreich aufgehetzte Polen marschieren mußte — das ist das schier Unglaubliche, das Einmalige in der Geschichte des Niederganges eines Volkes, das wähnte, sein Reich auf unerschütterliches Felsgestein gebaut zu haben, und nun erkennen muß, daß Schlick sein Fundament gewesen ist. Zweieinhalb Jahre haben genügt, aus dem britischen Empire einen Torso zu machen, der zwar immer noch wuchtig genug sich ausnimmt, aber nur noch ein plumpes, hilfloses Gebilde ist, ein Gebilde, besten Hoffnungen auf Selbsterhaltung sich lediglich auf die Aussicht auf fremdeHilfe gründen.

übertrumpfte Selbst Churchill mutzte zugeben, datz Triirnnkknrlo Großbritannien ohne fremde Hilfe den Krieg nicht mehr gewinnen könne. Die Hilfe aber. die man in London erhofft, soll von zwei Seiten kommen: von den Volschewisten im Osten, und von den Pankoes im Westen. Nun aber die Sowjets selbst durch den Mund ihres Sowjetjuden Finkelstein einen Hilferuf Stalins in die We>t sandten mit der Forde­rung der sofortigen Schaffung einer zweiten oder gar meh, rerer Fronten im Kampfe gegen Deutschland, weil das Ziel der Zermürbung der Offensivkraft der deutschen Wehrmacht nicht erreicht worden ist, dürften Englands Hoffnungen auf die Hilfe von dieser Seite ganz beträcht­lich gesunken sein. Es ist der polnische Strohmann Churchills, Sigovski, der dieser Tage ganz offen in Lon­don ausplauderte, datz man dort bestimmt mit einem deutschen Durchbruch von der Südukraine aus und von der Kvim rechne, was mit einer allenfalls zu erwarten­den gleichzeitigen Offensive der Achsenmächte in Nord­afrika eine derartige Störung der britisch-sowjetischen Zusammenarbeit zur Folge haben müßte, daß damit das Ende des Krieges für England gekommen wäre. Wie steht es aber mit der Pankee-Hilfe aus dem Westen? Sie war einmal die große Trumpfkarte, die man in Lon­don glaubte nur ausspielen zu müssen, um schon die ganze Kriegsgrundlage der Achsenmächte ins Wanken zu dringen. Die Karte wurde ausgespielt, aber sie hat nicht gestochen, weil gang sofort die Achsenmächte mit dem noch wertvolleren Trumpf des Eintritts Japans in den Krieg aufwarten konnten. Nun hält man zwar in London als auch in USA. schandenhalber nach wie vor die Meinung krampfhaft in der Welt aufrecht, als ob auch nach Japans Eintritt in den Krieg die USA.-Hilfs entscheidend für seinen Ausgang sein konnte, obwohl es gerade in USA. sehr sachverständige Männer gibt, die schon vor Eintritt Japans in den Krieg ernsthafte Zweifel gehabt haben, ob Großbritannien. Sowjetruß­land und die USA. zusammen in der Lage wären, den von den Achsenmächten in diesem Kriege längst errunge­nen gewaltigen Vorsprung jemals wieder einzuholen.

vielsagender „Deutschland, Italien und Japan stehen Lakrplan dicht vor dem Höchstmaß ihrer Er-

zeugungsmöglichkeiten. Die verbündeten Natronen aber nicht: unsere erste Aufgabe ist es, die Produktion so aufzubauen, daß die verbündeten Na- tionen die Herrschaft zur See behalten und eine über­wältigende Herrschaft in der Luft erlangen können." Das ist der Kernsatz des mit leeren Hoffnungen aus­wattierten Roosevelt'schen Abgesangs am Kamin, bei dem er zum Geburtstag Washingtons versucht hat, dem ob der Roosevelt'schen politischen und militärischen Fehlschlüge kopfscheu gewordenen us -amerikanischen Volk neue Zuversicht auf den Sieg einzuflößen- War es schon eine echt Roosevelt'sche Überheblichkeit, sich in dieser

kin stufruf des indischen Naiionalistenlichrers tkanSra vose an das unterdrückte indische Volk

MNN»IIUIIIII»MI»I»I»I»IIII»IIU»UII»»I»»»I»UIM»M»»»U»NUNMIMNN»

Berlin, 28. Februar Subhas Chandra Böse, einer der hervorragendsten Führer des indischen Nationalismus, der im Frühjahr aus einem britischen Gefängnis entkam, hat sich mit einem Freiheitsaufruf an das indische Volk gewandt. Das Manifest, das erstmalig am Freitag über einen ungenannten Sender gehört werden konnte, hat folgenden Wortlaut:

>'^.twa ein Jahr lang habe ich schweigend und ge­duldig den Lauf der Ereignisse abgewartet; nun, da die Stunde geschlagen hat, trete ich hervor und spreche. Der Fall Singapurs bedeutet den Zusammenbrach des briti­schen Reiches, das Ende des Regimes der Ungerechtigkeit, besten Symbol es war, und das Heraufdämmern einer neuen Aera der indischen Geschichte. Das indische Volk hat lange unter der Demütigung eines fremden Joches gelitten; es ist geistig, kulturell, politisch und wirtschaft­lich ruiniert worden, so lange es unter britischer Herr­schaft stand; jetzt mutz es dem Allmächtigen in Demut danken für das glückliche Ereignis, das Indien Leben und Freiheit verheißt.

Der britische Imperialismus ist in der modernen Ge­schichte der teuflischste Feind der Freiheit, das furcht­barste Hindernis des Fortschritts gewesen. Seinetwegen hat ein sehr großer Teil der Menschheit in Sklaverei ge­lebt; in Indien allein ist etwa ein Fünftel des Men­schengeschlechts rücksichtslos unterdrückt und verfolgt worden. Für andere Nationen mag der britische Jm- perralrsmus der Feind von heute sein — für Jndieu

ist er der ewige Feind. Zwischen beiden ist weder Frie­den möglich noch ein Kompromiß. Und die Feinde des britischen Imperialismus sind die natürlichen Verbün­deten Indiens, genau so wie die Verbündeten des bri­tischen Imperialismus heute unsere natürlichen Feinde sind.

Die Außenwelt vernimmt von Zeit zu Zeit Stim­men, die aus Indien kommen und den Anspruch erheben, entweder im Namen des Indischen Nationalkongresses oder in dem des indischen Volkes zu sprechen. Diese Stimmsn gehen aber durch die Kanäle der britischen Propaganda hindurch, und es sollte niemand den ver­hängnisvollen Fehler begehen, sie als charakteristisch für das freie Indien anzusehen. Wie es in einem Lande, das unter Fremdherrschaft steht, natürlich ist, haben die britischen Unterdrücker sich bemüht, im indi­schen Volk Spaltungen hervorzurufen. Infolgedessen gibt es in Indien Menschen, die den britischen Im­perialismus offen unterstützen, und andere, die, sei es absichtlich oder unabsichtlich, der britischen Sache helfen, ihre wahren Beweggründe aber oft dadurch verschlei­ern, daß sie von Zusammenarbeit mit Tschungking- China, Sowjetrußland und anderen Verbündeten Eng­lands sprechen. Diesen gegenüber steht aber die un­geheure Mehrheit des indischen Volkes, die kein Kompromiß mit dem britischen Imperialismus will, sondern weiterkämpfen wird, bis die volle Un­abhängigkeit erreicht ist. Wegen der Kriegsverhältnisse in Indien kann die Stimme dieser freiheitliebenden

Inder nicht über die Landesgrenzen hinausdringen; wir aber, die wir mehr als zwei Jahrzehnte um unsere nationale Emanzipation gekämpft haben, wissen genau, was die ungeheure Mehrheit unserer Landsleute heute denkt und empfindet.

An diesem Kreuzweg der Weltgeschichte, an dem wir stehen, erkläre ich feierlich im Namen aller sreiheit- liebenden Inder in Indien wie im Ausland, daß wir weiter gegen den britischen Imperialismus kämpfen werden, bis Indien wieder selbst Herr über seine Ge­schicke ist. In diesem Kampf und in der Zeit des Wie­deraufbaus, die daraus folgen wird, werden wir von ganzem Herzen mit all denen zusammenarbeiten, die uns helfen, den gemeinsamen Feind niederzuzwingen. Ich bin überzeugt, daß in diesem Kampf die ungeheure Mehrheit des indischen Volkes mit uns gehen wird. Keinerlei Machenschaften, Jntrigen oder Verschwörun­gen der Agenten des anglo-amerikanischen Imperialis­mus, an welch hervorragendem Platze sie auch stehen und welcher Nationalität sie auch angehören mögen, können dem indischen Volk Sand in die Augen streuen oder es vom Wege der patriotischen Pflicht abbringen. Die Stunde der Erlösung ist für Indien gekommen. Jetzt wird Indien aufstehen und die Ketten der Knecht­schaft zerbrechen, die es solange gefesselt hielten. Und durch die Befreiung Indiens werden auch Asien und die ganze Welt fortschreiten auf dem Wege zu dem größeren Ziel der Emanzipation der Menschheit."

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Im Atlantik versenkten deutsche U-Boote erneut 42 90« BRT.

Bolschewistische Angriffe auf der Krim wurde« unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen; die Sowjets büßten am Freitag insgesamt 75 Panzer ein.

Bei einem Seegefecht im Südwestpazifik versenkten japanische Streitkräfte einen Kreuzer und drei Zerstörer.

Der indische Nationalistensührer Chandra Böse wendet sich in einem flammende» Aufruf an das unterdrückte indische Volk.

Feldwebel Köppev wurde vom Führer mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Reichsmarschall Hermann Göring erläßt zum Tag der Luftwaffe einen Ausruf.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach in Berlin zu den Filmschaffenden über die Zukunftsaufgaben des deutschen Films.

In den Hauptsendestunden des Großdeutschen Rund­funks wird man in Zukunft wieder zwei Pro­grammfolgen — eine gehobene und eine unterhal, tende — hören können.

Der Präsident der bremischen Behörden für Verkehr, Eduard Grunow, ist in den Ruhestand getreten.