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parteialntUcliL Tageszeitung
Aas Amtsblatt des legierenden lkien»«-«,».,.- ^ ^ E
^ vurgermeisters der Zrcien Hansestadt vremen
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Zeile Im Anzeigenteil 13 73 mm breite und 1 mrn be^e Zeile im Terttekl 75 ^4 Ermüß. Grundpr. sfür Klein- u. Famlllenanzeig. u..a. sowie sonstige Beding. Prelsl. 9 NocklaMaff. 0. sfür Anzeigen durch Fernspr. keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. GeschZkksst.: Bremen: Teeren 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf u. sonntags: Fernspr. 51115; Obernstr. 86, Fernspr. 541 21. In Svke, Müklen- damm 2. In Hemelinaen Bahnhof- str. 6. Ecke Postltr., Fexnspr. 43458
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblatt des leichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Sonnabend, 26. April 1941
kinzetpreis 15 lps.
krneüt Z0 Iransporter erledigt
B Schiffe um öriechenland versenkt
weitere große erfolge unserer Luftwaffe gegen die britische Nuchlftotte in der ftgiiis
Berlin, 28. April.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe erzielte auch am 24. April bei unentwegten Angriffen gegen Schisfsziele iin Seegebiet um Ericchcnland große Erfolge. Durch Bombenwurf wurden 13 Handelsschiffe mit zusammen rund 50 000 VRT. vernichtet, 17 weitere Handelsschiffe schwer beschädigt. Außerdem gelang es, ein kleineres Kriegsschiff zu versenken und auf einem weiteren Kriegsschiff älterer Bauart Bombentreffer zu erzielen.
Die Zahl der in Griechenland am Bode» zerstörten Flugzeuge hat sich noch weiter erhöht. Es wurden aus verschiedenen Flugplätzen im Laufe des gestrigen Tages insgesamt 55 Flugzeuge zerstört.'
USA. bestätigt kriegsmaterialversenkting
vv. Stockholm, 25. April l„8. 2."-lliZsvbsiickk)
Die Versenkung zahlreicher Wassentransport«, die von den USA. nach England unterwegs waren, wird auch von amerikanischer Seile bestätigt. Die amerikanische Botschaft in London
teilt mit, datz eine große Sendung von Kriegsmaterial durch erung im Atlantik derlorengeganae^ist.
„Die amerikanische Regierung hat sich festgelegt, daß
Deutschland den Krieg nicht gewinnen darf. Kein Kompromiß und widerrufliche Identifizierung mit der Sache Englands." Mit solchen hektischen Schreien sucht die englische Propaganda in verständlicher Gerissenheit die neuesten Hetzreden und Hetz- artikel in Washington und Newyork zur Bekämpfung ihrer Sorgen auszuschlachten. Sämtliche Londoner Blätter veröffentlichen Hulls und Knox Reden in riesiger Aufmachung. „Daily Expreß" erklärt, es seien weitere amerikanische Aktionen zu erwarten. Es solle jetzt ermöglicht werden, daß die Liste aus USA. wirklich über den Atlantik gelangel Genau so bestätigt „Daily Mail" durch den Ausdruck „Vorsorge dafür, daß die amerikanischen Waffen nach England gelangen", wie sehr bisher der deutsche Seekrieg für erfolgreiche Unterbindung der amerikanischen Transporte gesorgt hat.
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Vei- Mhrvn und Oberste vekeblsbsber Ser VUebrmaebt bat, wie verteiltet, llunptmann cko pp i n, Oruppen- komnmnSsur in einem slsKäsesebrvaäer, uns Livlien- Innb rum kittvrlrrollL als 11. Okkirier der veutsellen zVshrmaellt anläüliel, seines 40. I-llktsiexss verlieben.
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„Unrted Preß" enthüllt in einer sensationellen Washingtoner Meldung den Hintergrund des ganzen jetzigen Rummels. Die amerikanische Agentur verzeichne Angaben aus Kongretzkreisen, wonach 40 Prozent der NSA.-Hilse für England durch U-Boote oder Bomber versenkt wurden.
öouoerneur Sibraliärs abserviert
brv. Stockholm, 25. April. (22.-bllAsnböriehk) Die Engländer haben einen aufsehenerregenden Wechsel im Oberkommando Gibraltars vorgenommen. Zum .Gouverneur der Festung wurde General Lord Gort ernannt, hinlänglich bekannt als ehemaliger Leiter der englischen Expeditirmsarmee in Frankreich. Der bisherige Gouverneur General Lidell wurde ehrenvoll abserviert unter Beförderung zum Inspektor des Ausbildungswesens der englischen Armee. Diese Maßnahme hängt zusammen mit den viel geäußerten englischen Befürchtungen um «inen angeblich unmittelbar bevorstehenden Angriff auf Gibraltar.
l,s Mttl.ro. S chi ffsraum aufgebracht
kretfthmer und Slhepke von U-Voot-feindfahrt nicht zurückgekehrt
Berlin, 25. April.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In Griechenland wurde der Termopylen- Paß durch umfassenden Angriff genommen, der Feind damit aus einer besonders starken und seit langem ausgebauten Verteidigungsstellung geworsen. An diesem Erfolge haben wieder Eebirgstruppen hervorragenden Anteil. Durch fortgesetzte Angriffe gegen Schifssansamm- lungen in den griechischen Gewässern fügten Kampfflieger- und Sturzkampfsliegerverbände auch gestern dem Feind schwere Verluste zu. Sie vernichteten westlich der Insel Thermia ein Handelsschiff von 8000 BNT. und erzielten an anderen Stellen auf drei großen Schiffen Bombenvolltrefser. Wie ^chon durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkte die Luftwaffe außerdem am 23. April fünf Transport- und Materialschiffe mit insgesamt 21600 BNT. und beschädigte els
offene kmpörung in den Vominions
Australien klagt Menzles an — lhurchM und kden schwerstens beschuldigt
Genf, 25. April
Die allgemein in Australien herrschende" Mißstimmung und offene Empörung über den verlustreichen Einsatz australischer und neuseeländischer Truppenteile in Griechenland hat zu einer Krise der Regierung MenzicS geführt, der man den Borwurf macht, den australischen Kriegsrat vorher nicht gehört zu haben. Die Kritik fordert vor allem eine Erklärung dafür, warum es sich als notwendig erwiesen hat, weit größere Kontingente australischer als britischer Truppen in Griechenland einzusetzen.
Diese Kritik ist so schwer, daß Ministerpräsident Menzies sich dagegen energisch zu verteidigen müssen glaubt, und zwar nicht in einer einfachen Erklärung, sondern bvmrrkenswerter- weise in einem Aufruf an das ganze australische Volk. Men- zies beschwört das Volk, stch jeder Kritik an den strategischen Entscheidungen und taktischen Maßnahmen zu enthalten, da dies iji diesem Augenblick keine gute Wirkung haben könnte. Man könne Griechenland, das England seit Monaten zum Kämpfe angetrieben habe, nicht plötzlich die kalte Schulter zeigen und es allein kämpfen lasten.. Menzies geht in seiner Rechtfertigung so weit, daß er Churchill und Eden die alleinige Verantwortung für das griechische Abenteuer gibt. Er läßt durchblicken, daß die entscheidenden Dinge nur zwischen Eden und der griechischen Regierung oder zwischen Churchill und Eden besprochen wurden.
Nach Meldungen aus London fürchtet man dort den Sturz des australischen Kabinetts. Zwischen dem in London weilenden australischen Premierminister Menzies und der britischen Regierung ist es, wie „Tokio Nitschi Nitschi" schreibt, bereits zu Auseinandersetzungen gekommen.
Die Ereignisse in Griechenland haben, wie aus den Berichten der Korrespondenten schwedischer Blätter in London hervorgeht, allgemein zu einer tiefen Mißstimmung nicht nur in England, ja sogar zu einer gewissen Verstimmung in den Vereinigten Staaten geführt. Die australische Presse kritisiert nach einer im. „Dagens Nhheter" wiedergegobenen United- Preß-Meldung aus Sydney offen die Entsendung der australischen Truppen nach Griechenland. Diese in der angelsächsischen Welt ausgebrochene Mißstimmung, so meint der Londoner Korrespondent von „Svenska Dagbladet", dürste, wenn auch nicht zu einem Sturz Churchills, vergleichbar dem Sturze Chamberlains nach der Norwegenkrise. so doch zum Sturz anderer führender Minister sowohl in England als auch Australien führen.
Es ist ein« bittere Ironie des Schicksals: Am 25. April 1915 begann das furchtbare Gallipoli-Abenteuer W-nston Churchills, dem Zehntausend« von Australiern und Neuseeländern zum Opfer sielen, und 28 Jahre später, in den gleichen Tagen, müssen wiederum zahllose Truppen dieser britischen Dominien durch die Schuld desselben Mannes im Hagel der deutschen Bomben verbluten.
In Erinnerung an die Toten von Gallipoli findet in S^rieh alljährlich am 25. April ein „Tag der Anzac-Tvup- pen" statt. Man kann sich die Gefühle der Australier vorstellen, mit denen sie heute diesen „Festtag" begehen, wo aists neue die Blüte ihrer Fugend von den . Londoner Machthabern sinnlos geopfert wird. Wenn Reuter zu melden weiß, daß „das Wetter für die Feierlichkeiten vor dem Ehrenmal in der frühen Morgenstunde sehr günstig" war. so wird dies wahrscheinlich das einzige sein, worüber man Günstiges berichten
konnte.v,.Usber die Worte der Verdammung, die so manche australische Btutter, die 1915 vielleicht ihren Mann und 1941 den Sohn verlor, jetzt an die Adresse Churchills richtet, wird Router gewiß nichts Erfreuliches zu melden wissen. Churchill aber und sein Handlanger Menzies werden diese unglückseligen Erinnerungen gerade heuw lästerlich verfluchen.
Sie wollen dle Wahrheit wissen
Stockholm, 25, April.
Die tiefe Besorgnis in England über die Mißstimmung in Australien klingt aus einem Artikel Hunnen Swassers im „Daily Herold" mit der Ueberschrist „Gebt der Oesfentlich- keit die Tatsachen bekannt". Ein Kabel aus Sydney habe von der Unbehaglichkeit gesprochen, die nicht nur in der Oesfent- lichkcit, sondern auch bei den Abgeordneten in Australien über den Verlaus des Krieges herrsche. In diesem DoNinion habe sich ein sensationelles Steigen und Fallen der öffentlichen. Stimmung bemerkbar gemacht.
Vor nicht mehr als zwei Monaten sei der Fall von Benghasi mit dem Läuten der Glocken in ganz Australien und Flaggenschmuck in allen Straßen begleitet gewesen. Menzies sei geradcwegs aus Libyen nach London gekommen vor natürlichen Stolzes über die Taten seiner Landsleute. Doch ein . paar Tage später habe Fadden, sein Stellvertreter, eine Rede gehalten, deren Erfolg, mit-den Worten der australischen Wochenzeitschrift „Trum' gewesen sei: „Sydney hat selten eine solche Bestürzung und Enttäuschung erlebt. Die Börsenpapiere stürzten, das Geschäft war auf dem toten Punkt, undurchdringliche Lüsternheit herrschte überall". Schlimmer als die Fadden-Rede seien die Ankündigungen über den libyschen Rückzug gewesen. Es sei ganz natürlich, daß die Furcht bestand, ein großer Sieg habe sich in einen panischen Schrecken verwandelt
„Daily Herold" beklagt sich dann über die Zurückhaltung der amtlichen Stellen, die auch den Grund der Rückschläge in Libyen, nämlich angeblich die Entsendung australischer Truppen nach Griechenland, nicht mitgeteilt haben. Auch jetzt wieder bekomme man aus Athen die spärlichsten Nachrichten. Das Blatt schließt: „So blieb nun Menzies hier auf Aufforderung Churchills, obgleich er wahrscheinlich einen guten Teil seiner Unterstützung daheim dadurch zu verlieren riskierte — und er hat ein« Majorität von n u"r einer Stimme. Er würde dem Empire einen großen Dienst erweisen wenn er in Downing-Street auf eine . größere Freimütigkeit besteht. Fadden sagte: „Die Rückschläge der britischen Empiretruppen dürfen nicht verkleinert werden: Menzies sollte dafür sorgen."
18 Ueberlebcnde eines torpedierten Fcindschisses. Der spanische Fischkutter „Gallu" hat, wie Stefani meldet, bei Kap Juki 18 Ueberlebende eines englischen, övv Meilen von Kap Bianca torpedierten Handelsdampsers aufgenommen und nach Las Palmas gebracht.
Alteisen und Waffen aus Bolivien. Die Zeitung „La Calla" in La Paz bringt interessante Enthüllungen über die englischen Nohstoffnöte. Nach Informationen des Blattes kaust England umfangreiches Alteisenmaterial und alte Waffen aus Bolivien aus.
vritischeVeMwörung invagdad aufgedeckt
Zahlreiche englische Agenten verhaftet — Sabotage als Vormund für militärische Aktionen
äi-.b. Vichh. 25. April. lSL.-LiLvnbsiieht) Die irakiickie Polizei hat eine englische Verschwörung aus- g-dcckt. die gegen die neue Regierung Kninlani gecichtet war Wie aus Beirut berichtet wird. wurden in Bagdad zahlreiche Verhaftungen englischer Agenten v°rg°n°mm°n D,° 'ra ,sch- Rcgicrung hat den Beschluß -maßt. ein -ondergericht zu schassen, das die englischen Vergehen gegen die irat„cy« Staatssicherheit aburteilen soll. „ > „„
Außerdem wird zur Zeit z -
lainmengestellt, welche die Au rechterhaltung fährden und daher ausgewiesen werden E r, g - a n^ r
und Juden, die zu Tarnungszwecken^!W„Otaoks angehörigkeit erworben haben, sollen diese Eigenschos
Grund der vorliegenden PolizeiberichtL ha^n die amt- Iichen Kreise in Bagdad Veoanlasiung,, englische D-boöageatke Segen die englischen Oelleitungen zu bepirchten. D-e englisl^n Agenten haben den Auftrag erhalten. S a b o t ° ge ° k t« an der Lelleitung nach Haifa zu unternehmen, damit London einen militärischen Eingriff in und kvfful
unter Berufung auf die bestehenden kerells
In den Händen der irakischen Pollzei beflnden sich bereits alle Unterlagen. Unter den Juden von Bagdad, die auf Wirt- ichastlichem Gebiet Monopolstellung innehaben, herrscht Panikstimmung. Viele jüdische Geschäfte werden l-guidie-t und zahlreich« Juden bereiten sich daraus vor, nach Aegyvten
und besonders nach Indien auszureisen. Infolgedessen hat die neue Regierung ein Dekret beschlossen, demzufolge ausreisende Juden nur bv irakische Dinar mitnehmen dürfen.
Araber-Protest gegen Sie luden
rä. Rom, 25. April. (82.-Lirs6ni>srici>i) Die illegale Judcneinwanderung in Palästina die von den britischen ' Behörden offenbar gefördert wird. erregt in der arabischen Bevölkerung steigende Empörung. Das Komitee der arabischen Frauen Palästinas hat eine Denkschrift gegen die Begünstigung der Juden ausgearbeitet, die demnächst dem britischen Lberkommisfar in Palästina überreicht werden soll. Was sich London von den Juden in Palästina verspricht, verrät ein Artikel der britisch-jüdischen „Palästine- Post" in dem behauptet wird, daß die zahlreichen im Lande lebenden Juden sich vielfach zum Waffendienst für England gemeldet hätten.
Vrltonsölbner in transjordanien
rd. Rom. 25. April. (KZ.-Lixenhsriohk) Der Emir Abdalla. von Transjordanien hat in dieser Woche in Jerusalem eine Besprechung mit dem britischen Oberkommissar für Palästina gehabt Nach in Rom vorliegenden Informationen soll dabei da» britische Begehren nach Er
höhung der sogenannten „Transjordanienlegion", einer vom Emir für General Wavell auf die Beine gebrachten Söldnertruppe, und nach der Neuanlage von Befestigungen an der Grenze Saudi Arabiens besprochen worden sein.
0 er Zensor wütet in Ägypten
Ankara, 25. April
Die ägyptische Regierung hat eine strenge Verordnung gegen die Not-ermittlung und Verbreitung von Meldungen über militärische Vorgänge erlassen. Die arabische Presse darf solche Meldungen nicht mehr ohne Genehmigung des britischen Zensors bringen. Verstöße gegen die neue Verordnung werden mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft. Die Verordnung wurde aus britischen Wunsch eviassen. weil die Engländer feststellen, daß ein« wahrheitsgemäß« Berichterstattung über die militärischen Vorgänge in Libyen katastrophale Wirkungen au: die ägyptische Bevölkerung gehabt und eine Minderung des militärischen Prestiges der Briten ergeben hat.
888» Inder verhaftet. 8N0» Personen sind. wie die italienische Presse aus Grund amtlicher „Stesnni"-Jnsorma- tivnen aus Kabul meldet, während der letzten Unruhen in Indien von den Engländern verhaftet worden. Tie Anklage lautet in allen Fällen aus „zivilen Ungehorsam".
weitere Schisse — darunter einen Zerstörer und zwei Hilfskriegsjchisse — so schwer, daß sie für die Einschiffung des britischen Expeditionskorps nicht mehr Verwendung finden werden.
Bei Ängrisfen gegen den Flugplatz Argos wurden zwei feindliche Flugzeuge im Lustkampf abgeschossen und 38 Flugzeuge sowie zahlreiche Kraftfahrzeuge am Boden zerstört. Ein viermotoriges britisches Flugboot wurde in einem Hafen der Insel Salamis in Brand geschossen.
Ein in überseeischen Gewässern operierendes Kriegsschiff, das bereits die Versenkung von 29080 VRT. gemeldet hatte, vernichtete weitere 30 000 VRT. feindlichen Handelsschiffsraumes.
(Fortsetzung aus Seite 2)
HewitteeliwKeff Aee item Lmffiee
Von
Uritr Lsidsvralrl
Das Griechenland-Abenteuer bringt England nicht nur den Verlust an Menschen, Material und Ansehen, drängt England nicht nur aus Europa hinaus, — eine unerwartete Wirkung stellt sich außerdem ein: offene Kritik innerhalb des Empire. Tradition der britischen Politik ist es gewesen, die Differenzen hinter verschlossenen Türen abzumachen, und so ist im Weltkriege und nachher verfahren worden. Dieses offizielle Schweigen, wenn London anders handelte, als den Dominien- Regierungen richtig zu sein schien, wurde auch in diesem Kriege durchgehalten,— bis zum Griechenland-Abenteuer Australien trat plötzlich zu vernehmlichem Protest an. Von dieser Seite hatte das Londoner Kabinett ursprünglich den geringsten Widerspruch erwartet. Denn Australien war das treueste Dominion, unentwegt pro- englisch, stets zum Einsatz für das Mutterland bereit, auch wenn London nicht immer die finanzielle und diplomatische Hilfe gewährte, die eine sich vereinsamt fühlende australische Bündesregierung erwartete.
Gerade'dieses Australien wird nun der erste Rebell im Empire. Australien suhlt sich mißbraucht. Willig hat es die erbetene Waffenhilfe geleistet, doch mit diesem skrupellosen Einsatz seiner Truppen ist es nicht zufrieden. Das geht gegen die Vereinbarung, wonach die Empire-Soldaten nur die Verbindungswege des britischen Weltreiches verteidigen sollen. Was kann schon Saloniki oder Ochrida-See für den Mann in Sidney und Melbourne bedeuten. Churchill hat geglaubt, sich über solche Bindungen hinwegsetzen zu können. Zu seiner Entlastung ließ er sich den Ministerpräswenten Menzies nach London kommen und nötigte ihm die Zustimmung zum Einsatz der australischen' Regimenter in Griechenland ab. Das Kabinett von Canberra wurde nicht unterrichtet.
Beschwichtigungsversuche, die Menzies jftzt per Kabel und Radio um die halbe Welt jagt, nützen einstweilen nichts, wie der Beschluß des Kriegsrates von Sidney zeigt, nicht nur eine öffentliche, sondern auch eine geheime Parlamentssitzung zuzulassen. Londons Einfluß- möglichkeiten find in dieser Stunde genug, aber die durch Menzies gegebenen Instruktionen lauten auf Herstellung einer Rotstandseinheitsregierung zum Schutze Australiens, also Ablenkungsmanöver.
London muß inzwischen handeln. Aergerliche Stimmen melden sich aus Reuseeland, das ebensowenig mit der Verwendung seiner Truppen zufrieden ist. Kanada aber entgleitet gefährlich schnell dem Lokdoner Einfluß. Der Besuch Mackenzie Kings in Washington war wohl un- aufschiebar. Ab'er in der Downing Street befürchtet man, daß die Kanadier allzu sehr dem lockenden Einfluß des reichen Nachbarn unterliegen werden. Mit Indien aber wird das Londoner Kabinett immer weniger fertig. Augenscheinlich erwägt man eine Aufteilung Indiens, indem man rein, innerpolitische Pläne zwischen den Moslems und den Hindus benutzt, um ein Verlangen der indischen BevöScrnng nach Teilung zu konstruieren. London greift damit zum letzten Mittel der Erhaltung seines Regimes, es konstruiert Gegensätze und möchte das indische Kaiserreich auseinanderreißen.
Die Regierung Churchill verliert offenbar die Ruhe, sie fühlt sich auf der bisher eingeschlagenen Tour nicht mehr ganz sicher und sucht deshalb eine politische Anlehnung dort, wo sie bisher peinlichst von ihr vermieden
Erneut wurden 38 Transporter der englischen Flucht, flotte versenkt b^w. schwer beschädigt.
Dentschc Secstreitkrästc haben im bisherigen Kricasverkaul 872 «chlsse Mit 1 88» »»» BNT. oder Lasten aufgebracht. Teutsche Truppen haben den Thermopylen-Paß durch Umsammg genommen.
Die Italiener überschritten den Kalamas.
Griechen griffen zur Selbsthilfe, indem sie von Briten gelegte «Prengkabcl durchschnitten.
USA. bestätigt Kriegsmaterialdersenkungen.
eine von britischen Agenten angezettelte Verschwörung aufgedeckt.
Die Ritterkreuzträger-: Krctschmcr und Schepke kehrten von ihren ruhmreichen U-Boot-Fahrtcn nicht zurück.
Laut Anordnung des R-ichswirtschastsministcrs werden Ee^Kohlenhändlcr der Ncichsvcreinigung Kohle angc.
Für Gcsolgschastsmitglieder im öffentlichen Dienst craine eine neue Urlaubsrcgelung I»4l.
Auf der Tagung der AuLcitskammer Wescr/Ems in Bre. men übergab Gauleiter Rövcr 37 Betrieben des Rordiee. gaucs das Eaudiplom.