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parlLiamilicke Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlfalters in Oldenburg und vremen
Nr. 112 / ll.Zakrgang
Mittwoch. 2Z. flpril 1941
Linzeipreis 15 Npf.
katastroplie im Sänge
Schneller deutscher Vormarsch nach Süden
Kriegstiafen Plgmoulli abermals von starken KampWegeroerbanden angegriffen
Berlin, 22. April.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe griff gestern in den griechischen Gewässern mit besonderem Erfolg feindliche Schiffe an, die zum Abtransport des vom griechischen Festland jliichtenden britischen Expeditionskorps eingesetzt waren. Kampsflugzeuge versenkten — wie zum Teil schon bekanntgegeben — sechs beladene Schiffe mit zusammen 31 Oliv BNT. und beschädigten außerdem mehrere Schiffe so schwer, daß mit dem Verlust weiteren Schiffsraumes gerechnet werden kann.
In Griechenland setzten die deutschen Truppen ihr Vorgehen über das Pindos-Gebirge nach Westen sort, erreichten die Stadt LoanNina und damit die Hauptrückzugsstraße des an der italienisch-griechischen Front lämpfenden Feindes. Italienische Kräfte verfolgten von Norden her den vielfach noch zäh kiimp- senden Feind. Ueber Larissa trotz zahlreicher Strahenzerstörungen weit nach Süden vorgestoßene deutsche Truppen nahmen die Stadt Lama (Lamms. Die südostwärts Larissa gelegene Hafenstadt Volos wurde nach Ueberwindung des Feindwiderstandes besetzt.
An der griechischen Front verlor der Feind elf britische Jagdflugzeuge vom Muster Hurrikane im Luftkamps und fünf weitere vom gleichen Muster durch Tiefangriffe auf den Flugplatz Agrinion.
JnNordafrika konnte ein feindlicher Vorstoß auf Tollnm und ein gleichzeitiges Landungsunternehmen bei Vardia unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen und eine Anzahl Gefangener gemacht werden. Erneute Ausfallsversuche feindlicher Panzerkampfwagen aus Tobruk scheiterten. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge bombardierten hier mit guter Wirkung drei große Handelsschiffe, von denen eines durch Brand vernichtet wurde.
Starke Kampffliegerverbände belegten in der letzten Nacht bei gutem Angriffswetter abermals den Kriegshafen Plnmouth mit Spreng- und Brandbomben. Es entstanden Eroßseuer in den Werftanlagen und Lagerhäusern sowie heftige Explosionen auf dem Gelände des Gaswerkes. Weitere erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen den Hasen Errat Aarmouth und gegen Flugplätze in Südengland. Hallen und Unterkünfte wurden zerstört. ^ ,
In Ostengland erzielten leichte und schwere Kampfflugzeuge in der Nacht zum 21. April auf füns Flugplätzen Vombenvolltreffer, die starke Brande hervor- riesen und abgestellte Flugzeuge zerstörten. ,
Kampfflugzeuge versenkten in der letzten Nacht im Bristol-Kanal aus einem Eeleitzug ein Handels- schiss von 8000 VRT, beschädigten ein zweites großes
Vor sichrer dankt
ir die Glückwünsche zu seinem 52. Geburtstag
Führerhauptquartier, 22. April Ser Führer gibt bekannt: Zu meinem 82. Geburtstag > mir auch in diesem Jahr aus allen Gauen des ahdeutschen Reiches und aus dem Auslande Gluck- nsche und andere Zeichen des Gedenkens m so über- ; großer Zahl zugegangen, daß ich auf diesem Wege :n, die meiner an diesem Tage gedacht haben, meinen richtigen Dank sage. gez. Adolf Hitler.
öras liano beim sichrer
Wien, 22. April
der Führer hat am 20. April den zu einem kurzen such in Wien weilenden Königlich-Italienischen ß-nminster Graf Ciano in Gegenwart des Re,chs- aisters des Auswärtigen empfangen. Graf Crano ist h den Besprechungen, die er in Wien m,t dem Reichs- zenminister hatte, Dienstag nachmittag wieder nach llien zurückgekehrt.
Handelsschiff schwer «nd vernichteten vor der briti- IHen Südwcstküste ein Vorpostenboot. Bei Jagdvorstößen gegen die britische Insel und Luftkämpfen im Kanalgebret verlor der Feind drei Jagdslugzeuge und einen Sperrballon. An der Kanalkiiste wurde ein britisches Kampsslugzeug vom Muster Bristol-Blenheim abgeschossen.
Ueber dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht Kampfhandlungen statt.
Bei den Kämpfen in Südserbien zeichnete sich Oberleutnant Ihn» Köfter bei der Gefechtslustaufklärung durch kühne Erkundungsflüge besonders aus.
Hanptmann Joppin errang seinen 40. Luftsieg.
Am 13. April hat sich der Leutnant in einem Krad- schützenbataillon Hornberg dadurch besonders ausgezeichnet, daß er im feindlichen Feuer die vom Gegner vorbereitete Sprengung von neun Brücken verhinderte."
Di« Meldung von dem erfolgreichen Angriff deutscher Kampffliegerverbände aus einen englischen Geleitzug im Seegebiet zwischen Euboea und Kreta hat in Ankara einen tiesen Eindruck hinterlassen.
Wie hierzu aus Athen gemeldet wird, handelt es sich bei diesem Gelcitzug um Transporte altenglischer Truppen. Diese englischen Regimenter wurden bereits in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag an der ostgriechischen Küste eingeschifft, als die australischen und griechischen Truppen an der Front von Larissa und am Pindos-Gebirge noch schwerste Kämpfe durchzusechten hatten.
Die Wirkung des Angrifses starker deutscher Kampfflieger- verbände auf den Kriegshosen Plhmouth war so durchschlagend, daß selbst Reuter einiges zugeben muß. Er meldet: Plhmouth im Südwesten von England war das Hauptziel der deutschen Angriffe aus Großbritannien in der Nacht zum Dienstag. Der Angriff aus Plhmouth erfolgt« mit großer Heftigkeit, und die ersten Berichte besagen, daß die Schäden beträchtlich sind. (Siehe unsere Karte auf Seite 2)
Die Bucht der Veiten aus vriechenland
„Schwieriger als aus Viinkirchen" — Ptianlafien über deutsche Verluste
»
Berlin. 22. April
Unser ständiger militärischer Mitarbeiter Hauptmann Stephan drahtet: Während die amtlichen englischen Meldungen den Anschein ausrechtzuerhalten suchen, daß die britischen Truppen in Griechenland mit allen Kräften das Vordringen der'-deutschen Divisionen auszuhalten versuchten, sieht das tatsächlich« Bild vollkommen anders aus. Reuter mag noch so viel erklären, daß der „Rückzug in Griechenland systematisch sei" und daß nrmmehr „neue Stellungen auf einem Gebiet bezogen wurden, daS sehr schwer für den Angreifer sein wird", ihre Gedanken gelten nur noch der Frage, wie möglichst viele von ihren Männern und ihrem Material aus die rettenden Schiffe gebracht werden könnten. Die Möglichkeiten, mit einigermaßen heiler Haut aus dem Balkanabenteuer herauszukommen, sind für die Briten ohnehin mit jedem Tage geringer geworden.
Schon ist die große Hasenstadt Volos, im Süden Thessa- ns am Aegäischcn Meer gelegen, von den deutschen For- itionen besetzt worden. Mit seinen öi> ööü Einwohnern war :se Stadt zwischen Saloniki und dem Piräus der weitaus chtigste Platz, und die angelsächsischen Zeitungen konnten cht oft genug darauf hinweisen, daß man sich hier — an- rs als in Saloniki — im sicheren Schuhe von besestigten wirgsstellungen besände. Daß die griechische Halbinsel wett ihres gebirgigen und unwegsamen Charakters jeder Ossen- >e große Hindernisse in- den Weg stellt, ist sicher. Wie ge- iltig sind aber unter diesen Umständen die Leistungen der titschen Soldaten, die trotzdem in einem geradezu unvor- llbarem Tempo vordringen und in den wenigen Tagen, : seit der Beendigung der Schlacht am Olymp vergangen ,d, nicht nur die Thessalische Ebene, sondern auch bereits s südlich angrenzende Othoys-Gebirge kämpfend durchritten haben. - - , , ,
Mit der Besetzung der Stadt Lamia (Lama) haben unsere -uppen seit dem Durchbruch durch/di« nordgriechischen Ee- cge nicht weniger als ISO Kilometer, seit Ueberschreitnng r griechisch-bulgarischen Grenze sogar 25» Kilometer zurücklegt. Es ist zwar richtig, daß nicht hier, südlich anschlie- nd gewaltige Gipfel emporragen; aber besorgt macht ein sonders englandsreundliches Blatt. „Goeteborgs Handels- w Schifsahrts-Zeitunq". daraus aufmerksam, „daß es dieser sellung an Diese fehle, denn bis zum Golf von Kovinth en es nur rund 5» Kilometer. Kein Wunder, das eine >rdamerikaniiche Agentur meldet, „die Engländer wappneten h für den offenbar unvermeidlichen Verlust Griechenlands . >r „Exchange Telegraph" möchte diese Flucht mit der „Ermü- ,ng" erklären, von der die griechisch-britischen Truppen ich neilntäaiqem Kampf besallen seien. Die deutschen sotten werden sicherlich nicht weniger durch das rasend« Tempo s Vormarsches angespannt worden sein als die Briten, e die gleiche Strecke in umgekehrter Richtung zurücklegen ußten. Aber sie werben sich dem -G-sühl der Ermüdung st nach endgültig gewonnenem Sieg hingeben Der einzige Trost, den di« angelsächsischen Zeitungsschreiber rem Publikum zu spenden vermögen, ist die Behauptung, ß die deutsche Wehrmacht bei dem Vorstoß nach Erieck^n- nd „zum . erstenmal riesig« Verluste" gehabt habe. Zum stenmal? Haben nicht die gleichen Agenturen, die gleichen lütter von den Leichenbergen geiaselt, die sich bei den deut
schen Angriffen gegen die polnischen Stellungen um Kutno angeblich auftürmten? Haben sie nicht ebenso gelogen, an der Maas, an der Aisn«, an der Marne seien solch« Massen von deutschen Soldaten im Angriss auf sranzösische Stellungen gefallen, daß ihre Beerdigung aus Mangel an Kräften nicht ordnungsgemäß hatte vorgenommen werden können? Haben sie nicht die deutschen Verluste der Flandernschlacht mit kvv ovo Mann um etwa das Hundertfache zu hoch angegeben? Immer, wenn die deutsck>«n Truppen ihre gewaltigen Siege in kürzestem Zeitraum vollendeten, tauchte das Märchen von riesigen Verlusten aus, weil Herr Churchill dringend «in Argument brauchte, um seine Anhänger zu beruhigen. Stets aber stellte sich bald heraus, daß die Zahl der Toten und Verletzten auf deutscher Seite — so schmerzlich sie auch nicht nur von den unmittelbar Betrosjenen, sondern vom ganzen Volk empfunden werden — unverhältnismäßig gering war.
Es gehört zu den Wundern dieses Krieges, das durch die musterhaft gute technische Ausstattung der deutschen Truppen, durch ihre glänzende Schulung und durch ihren sieghaften Angriffsgeist die blutigen Verluste auf ein Mindestmaß begrenzt werden konnten. Der Verzicht der deutschen Führung aus jeden Prestigeersolg und der umsichtige Einsatz haben gleichfalls zu diesem Ergebnis beträchtlich beigetragen. Jeder Weltkriegssoldat weiß, daß im raschen Vordringen die Zahl der Toten und Verletzten naturnotwendig gering bleibt. Wenn der Feind keine Gelegenheit hat, sich festzusetzen und sich einzubauen, fehlt es ihm auch an der Möglichkeit, seine Waffen entsprechend zur Geltung zu bringen. Die deutschen Truppen, die in raschem Tempo vorgestürmt sind, haben in Griechenland wie in Jugoslawien die Erfahrungen bestätigt gesunden, die man in allen früheren Feldzügen gemacht hatte. Auch diese Offensive hat wieder wie die in Polen, Norwegen und Frankreich das Höchstmaß von Erfolg mit einem Minimum an Opfern erreicht.
Die Engländer aber, die den vernichtenden Schlägen von Luftwaffe, Panzern und Geschützen auf ihrer Flucht erbarmungslos ausgesetzt sind, werden — wie stets die geschlagene Armee — ein Vielfaches an Opsern zu beklagen haben. Zwar versuchen sie so viel wie möglich Griechen, Australier und Neuseeländer für sich kämpfen zu lassen, aber die Bomben, die ihre Schiffe treffen, gelten den Tommies allein. Die amerikanische Agentur, die meint, daß der Abtransport aus Griechenland viel schwieriger sei als der aus Dünkirchen, wird sicherlich recht behalten.
Italiener versenkten SS SSS sonnen
bn. Rom, 22 . April. („L^/'-Mxenberielit)
In einer Note, die als Ergänzung der letzten italienischen Wehrmachtsberichte erscheint, gibt „Agenzia Stefani" bekannt, daß die italienische Luftwaffe am 18., 18. und 2». April im Ostmittclmccr durch Bomben und Lufttorpedos I insgesamt rund 5«»»» BRT. feindlichen Schiffsraum versenkt hat. Bei den versenkten Einheiten handelte es sich in den meisten Fällen um Tankschiffe, was die Verluste der Eng- I länder besonders empfindlich macht.
krriekuns stim soiSatischen Seist!
Sie NationalpoMifchen erziekungsanstatten in unmittelbare Neichsverwattung übernommen
Stuttgart, 22. April.
Anlaß der Uebernahme der nationalpolitischen Er- anstalten Anhalts. Sachsens und Württembergs m nttelbare R-ichoverwaltung und aus Anlag der Bc- >° der Ncucröfsnung von zehn nat,°nalpol,t>ichen Er- iamtalten fand am Dienstag um 11 Uyr in oer politischen Erziehungsanstalt Vacknang Wurttem- Festakt statt, bei dem Reichsministcr Anst und der beraiicke Ministerpräsident Mergenthaler und
iv-kteür der nationalpolitischen Er^ehungsanstalten.
ruppensührer Heitzmeher. sprachen.
NLer^übe7trag7n^w^e, e^ ÄrA
pekteurs der nattonalpolftischen BildungsanMten m
rgsanstalten Plön, Koblm «nd P°t-dam ms r-e°en ..Bei der Gründung dieser Anstalten '
er Redner u. a. aus. „zunächst nur
lsozialistisch« Grundsätze in der Eemelnschatt^ehu st cwirklichung zuzuführen. H>-rbe- konnten w^r ^ ichaftserziehungsstätten aus deutscher Bergan^n^ -j-nigen anderer Länder. w,e e^a England Amerika rankreich als Vorbilder dienen. Vielmehr wurde m
-lese der Jungmannen, in der Auslese der Erzieher.
in der Ausgestaltung der Gebäudeanlagen sowie in der Ausrichtung des Erziehungsweges selbst ein völlig neuer Weg beschriften.
Dieser Weg hat seine endgültige Form und Richtung erfahren aus dem Auftrag, in den die Anstalten hineinwuchsen. Dieser Auftrag aber lautet heute und wird immer lauten: -wrgt dafür daß das Reich Adolf Hitlers alle Zeit stark und kampfbereit bleibt, daß die Glieder unseres Volkes bis in lerne Zukunft in einer unzerstörbaren Gemeinschaft zusammengehalten werden. „ - . ^ -
Den ersten drei Anstalten solgten weitere. Noch im Jahre iS33 wurde das Potsdamsche Große Waisenhaus übernommen, allerdings im Jahre 18S7 im Sinne seines ursprünglichen Zweckes als Militärwaisenhaus dem Oberkommando der Wehrmacht zurückgegeben. Im gleichen Jahre wurde ferner noch die ehemalige Kadettenanstalt Wahlstatt als nationalsozialistisch« Erziehungsanstalt eröffnet. Wegen Raum- und Ge- ländeschwierigkeiten aber im Jahre 1937 wieder verlassen.
Im Jahr« 1934 wurden gegründet die Anstalten Berlin- Spandau. Naumburg/Saale. Jlfeld/Harz, Oranienstein, Diez a d Lahn und Stnhm, im heutigen Reichsgau Tanzig- Westvreußen. Im gleichen Jahr« wurden eröffnet: In
Württemberg die Anstalt Dacknang in Anhalt, die Anstalt Ballenftedt am Harz, in Sachsen die Anstalt Klotzlche bei Dresden Auch diese Anstalten begannen die Arbeit unter der gleichen Jd« wie die preußischen Anstalten.
Bensberg am Rhein.
eröffnete Ministerpräsident Mergenthaler im La Württemberg ein« zweite nationalpvlitische Erziehungsansi m Rottweil und der damalige anhaltifche Ministerpräsid Freyberg eine zweite Anstalt in Köthen.
1938 solgt« die Anstalt Neuzelle in der Mark Brandenbi als zehnte preußisch« Anstalt.
Sofort nach der Machtübernahme in der Ostmark wur> °se damaligen vier österreichischen Staatserziehungsanstal Wicn-Theresianum, Wien-Breitensee, Wien-Börhavcgasse. e Mädchenanstalt und Traisnkirchen bei Wien übernomr und ein Jnhr später, am Tage der Machtübernahme 1939, feierlicher Form als nationalpolitische Erziehungsanstalten -D* Madchenanstalt wurde zugleich äus Wien weg das beschlagnahmte Starhemberg-Schloß Hnbertendorf an Mbs verlegt.
Im Herbst 194» wurde die erste Anstalt des Sudetenga im Schloß Ploschkowitz bei Leitmeritz und die erste Ans des Wartheganes im ehemaligen Schloß des Fürsten Sulko» in Reisten bei Lisch eröffnet. Somit waren Ende des Vera genen Jahres 21 nationalpolitische Erziehungsanstalten deutschen Reichsgebiet in voller Arbeit. Im Sommer 1 wurde der Inspekteur der preußischen Anstalten auch den Ländern Anhalt, Sachsen und Württemberg ,um Ins teur ihrer Anstalten ernannt.
(Fortsetzung aus Seite S)
Das Latte Heer IWsiaae«
Der Balkanseldzug im Kriegsgeschehen
Von
llslinnb ZOllst-« rmullll,
8bs.1bslsftsr stss Rsidwxrssssosiscks
In dem Kriege, den es 1830 vom Zaune brach, hat England bisher nichts anderes als Enttäuschungen erlebt. Schon vor der Kriegserklärung war die Absage Rußlands an die Kriegsmacher eine empfindliche Störung im Programm. Der rasche Zusammenbruch der Polen in den ersten Septembertagen war die nächste bittere Erfahrung, und heute sind wohl alle Englandfreunde in der Welt der Auffassung, es wäre für London damals klüger gewesen, diesen Fingerzeig des Schicksals zu beachten und den Friedensvorschlag des Führers vom 6. Oktober 1839 anzunehmen. Die Briten freilich hatten dafür nur Spott und Hohn, sie wiegten sich im Glauben an die Unüberwindlichkeit der Maginot- linie, ihr Vertrauen auf die Wirkung der Blockade war unbegrenzt, und ihre Zuversicht, den Krieg „in aller Bequemlichkeit zu gewinnen" stand eisern fest.
Noch in das Jahr 1940 schritt der Durchschnittsengländer mit der sicheren Ueberzeugung, daß die Ereignisse den britischen Plänen gemäß ihren vorgesehenen Ablauf nähmen und daß es nur einer gewissen Zeit, vielleicht auch einiger Einzelaktionen auf Nebenkriegsschauplätzen bedürfe, um „mit wissenschaftlichen Methoden und mathematischer Genauigkeit" einen neuen Zusammenbruch Deutschlands herbeizuführen. Es war die große Zeit der Landkarten, auf denen aufgezeichnet wurde, in wie viel Staaten man das Reich zerlegen müsse, um das gewünschte Ziel der Vernichtung der deutschen Nation und der endgültigen Beseitigung dieses unangenehmen Konkurrenten nunmehr ohne alle „Ver- failler Sentimentalitäten" wirklich sicherzustellen. Diese Projekte wurden zum Sport der Briten, zum Zeitver- vertreib der Massen, über dem sie den Krieg zu vergessen suchten.
Die Kriegsurheber selbst freilich waren inmitten dieser allgemeinen fröhlichen Gewißheit über den Sieg im Bewußtsein ihrer Schuld doch etwas nervös, sie wollten die Dinge beschleunigen und Ereignisse sehen. (!) Ihre Blicke richteten sich nach Norwegen — und wenige Stun- den vor der beabsichtigten britischen Landung fuhren einige kühne deutsche Schiffe an der stolzen Britenflotte vorbei, vereitelten den Plan und setzten das Reich in den Besitz der nördlichen Flanke des Kontinents.
Und einen Monat später traten die deutschen Divisionen an, zerschlugen den Traum von der Maginotlinie und richteten ihre Flugplätze und U-Voot-Stationen an der ganzen Westküste Frankreichs ein. Damit waren die Würfel gefallen und die Schlacht um Europa war geschlagen. War Polen das Fehlschlagen einer Kalkulation, Norwegen das Mißlingen eines Abenteuers, so wurde Frankreich für England das Grab aller Hoffnungen auf einen Sieg. England hatte nur noch zu wählen zwischen dem Eingeständnis der Niederlage und dem Wea zur Katastrophe.
Es gehörte das ganze Schuldbewußtsein eines Churchill dazu, um diese zweite Wahl zu treffen und nach der auf dem Schlachtfeld gefallenen Entscheidung noch auf der Fortführung des Kriegsplanes zu beharren. Das alte England hatte schon manchen Krieg verloren und ist doch am Leben geblieben, es konnte die Niederlage sich nehmen, ohne zugrunde zu gehen. Die herrschende Kaste aber, die diesen Krieg angestiftet und entfesselt hatte — sie wußte, daß das Ende dieses ihres Krieges auch den Zusammenbruch ihrer Diktatur bedeuten wird. Ihr Volk war ihnen so gleichgültig wie je. ihren Krieg aber — den wollten sie sich erhalten.
- Jede nüchterne Beurteilung der Tatbestände mußte seit dem Ende des Frankreichfeldzuges zu einer vernichtenden Anklage gegen die britischen Kriegsverlängerer werden. So sahen sie ihr Heil nur noch in der Illusion, und mit ganzen Wolkengebirgen britischer Lügennebel n die Insel und alle leichtgläubigen Länder der Welt wahrend des Winters überzogen. Der Winter mag eine günstige Zeit für diese britische Phantasiekriegführung gewesen sein — die ersten Wochen des Frühlings haben ihr jetzt den Todesstoß versetzt! Wenn man vom Frnh;ahr 1940 sagen kann, daß es die letzte Stunde der englischen Hoffnungen brachte, so bezeichnen die Wochen des Balkankrieges das klägliche Ende der britischen Illusionen. Einem Spuk gleich zerrannen in Jugosla- und Griechenland die Phrasen von der „amerikanischen Hilfeleistung", und alle die schönen Prophezeiun- mit denen Churchill den ganzen Winter über so fleißig sein Volk und manche Leichtgläubige in der Welt getauscht hat, erwiesen sich als ebenso traurige Trug-
Unser DaFssspLoyol
Unsere Truppen erreichten in Griechenland Joannina. Lama und Volos.
Die Flucht der Briten aus Griechenland ist in vollem
wcuere jforr,ei,ritte.
Deutsche Bomber griffen erneut mit großem Erfolg d Kriegshafen Plhmouth an. "
Der Führer empfing Gras Ciano.
Im Zusammenhang mit den Vorgängen in Griechenlai wurde das australhche Parlament einberufen.
Futschau wurde von den Japaern beseht.
Anläßlich der Uebernahme der Nationalpolitischcn k ziichungsanstaltcn in unmittelbare Ncichsderwaltung spr, Reichsministcr Rüst.
Finnland hat 194» insgesamt S1,5 Prozent seiner At fuhr mit eigener Tonnage befördert.
Rußland liefert auch an Norwegen aus Grund des neu Handelsabkommens Brotgetreide.
In Bremen wurde die erst- deutsche B-russsachschule « Boot- und Schiffbau crössnet.