Ausgabe 
(19.4.1941) Nr. 108
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par^Liamiliclie Tageszeitung

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Nr. 108 / 11. Jahrgang

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkünüungsblatk des Veichsstatthalters in Oldenburg und vremen

Sonnabend, 19. flpril 1941

Linzelpreis 1S Nps.

tzfolgreich vorwärts in Nordgriechenland

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8 I'sincLdvmdsr ksULavktangriiHsn cn»E vsrnioktst

vor jugsosla«r»soko 8l»tLkr»ogf — v»n V4o»stor«rorlL «Los I'ülRrors

Berlin, 18. April

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie bereits durch Sondermeldnng bekanntgegeben, hat am 17. April abends die gesamte serbische Wehrmacht, soweit sie noch nicht entwaffnet war, kapituliert. Die Kampfe in Jugoslawien finden damit am 18. April — 12 Uhr — ihren Abschlug. Gefangenen- und Beutezahle» sind noch nicht annähernd zu ermitteln. Die Besetzung der letzten Teile des serbischen Gebiets durch deutsch­italienische Truppen steht vor der Vollendung. An der dalmatinischen Küste besetzten italienische Truppe» Ra - gusa (Dubrovnicj und Mostar, sowie im Vorgehen von Süden Cetinje.

In Nordgriechenland entwickelte» sich die Kämpfe trotz schwierigster Gelände- und Witterungsver­hältnisse sowie zahlreicher Ltrahenzerstörungen weiterhin erfolgreich. Es wurden über 17 llllv Gefangene gemacht und zahlreiche Geschütze, darunter 25 schwere, erbeutet. 12 englische Panzerspähwagen konnten vernichtet werden.

Bei einenr Vorstoß gegen die britische Südostküste ver­senkten Schnellboote, wie bereits bekanntgegeben, ans einem Geleitzug vier bewaffnete feindliche Handels­schiffe mit insgesamt 13 VVÜ BRT. und beschädigten ein weiteres Schiff schwer.

Die Luftwaffe führte in der letzten Nacht mit starken Kampffliegerkräften abermals einen harten Schlag gegen den Kriegshafen Portsmouth. Durch Abwurf vieler Tonnen von Spreng- und Brandbomben bei guter Sicht entstanden schwere Schäden im Hafengebiet und in den Dockanlagen. Volltreffer riefen viele Erohbrände und zahlreiche kleine Brände in der Staatswerft und in anderen kriegswichtigen Zielen der Stadt hervor. Flug­zeuge der bewaffneten Aufklärung belegten am Tage im Tiefangriff eine Fabrikanlage an der schottischen Ost- küste wirksam mit Bomben schweren Kalibers und ver­senkten in der Themsemündung einen Frachter von 2»«» BRT.

/ Jagdflieger schössen an der Kanalküste ein britisches Kampfflugzeug vom Muster Bristol-Beaufort ab. Flak­artillerie vernichtete zwei Jagdflugzeuge vom Muster Tpitsire.

"i'Jn Nordafrika wiesen die deutschen und italie­nischen Truppen mehrere feindliche Angriffe aus Sollum und Ausfallsversuche aus dem eingeschlossenen Tobruk ab. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in den Abendstunden den Hafen von La Valetta aus der Insel Malta.

Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten Nord-, West- und Mitteldeutsch­lands wahllos Spreng- und Brandbomben. Trotz der Tarnung, die die deutsche Luftwaffe in der vergangenen Nacht durch den gewaltigen Vergeltungsangrifs auf London gegeben hatte, drangen stärkere Kräfte wieder bis an die äußere Flaksperre Berlins vor. Es gelang jedoch nur einzelnen Flugzeugen, den Feuergürtel bis zum Ttadtinnern zu durchstoßen. Hier wurden sie durch starkes Abwehrfeuer am gezielten Bombenwurf gehin­dert. Vier öffentliche Gebäude, darunter erneut die Staatsbibliothek, sowie etwa zehn Wohnhäuser erlitten Schaden. Die Anzahl der Verletzten ist gering. Auch im übrigen Reichsgebiet sind die Schäden unerheb - l > ch. Bei diesen Angriffen wurden sechs feindliche Flug- zruge vernichtet, davon vier durch Flakartillerie» eins durch Nachtjäger und eins durch Marineartillerie.

In der Zeit vom 16. April bis zum Morgen des 18. April wurden 24 Flugzeuge der britischen Luftwaffe abgeschossen und eine größere Zahl weiterer Flugzeuge am Boden zerstört. Allein in Tagluftkämpfen am lt>. April über dem Kanalgebiet schössen deutsche Jäger neun britische Jagdflugzeuge ab. Während der gleichen Zeit wurden zehn eigene Flugzeuge vermißt.

Oberstleutnant Mölders errang am 18. April seinen 84. und 85., Oberstleutnant Galland am 15. April seinen 59. und 68. Luftsieg.

Bei dem Schnellbootvorstoß gegen die britische Südost­küste zeichneten sich Oberleutnant zur See Feldt als Chef einer Schnellbootflottille und Oberleutnant zur See Meentzen als Schnellbootkommandant besonders aus."

1180. Bremen, 19. April.

verschwundenes Des Führers Walten ist unfehlbar. - r. . Seine Feinde sind geschlagen, bevor Lpukgebllde sich dessen versehen, und seine Freunde erhoben und aus Nöten befreit, noch ehe sie es sich erhoffen können. Nun ist auch Jugoslawien, dieses weitere Spukgsbilde von Versailles, endgültig ausgelöscht von der Landkarte Europas, und erloschen ist mit ihm

flufruf -es fü-rers

zum zweiten kriegshilfswerk für das Veutsche Note Kreuz

Berlin» 18. April.

Der Führer erließ folgenden Aufruf zum zweiten Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz:

Deutsche Männer und Frauen! Ein schweres Kampsjahr steht vor uns. Es wird im größten Ringen des deutsche» Volkes um seine politische Freiheit und damit für seine wirtschaftliche Zu­kunft und Lebenshaltung als ein ebenso großes wie denkwürdiges Ereignis in die Geschichte ein­gehen. Historische Entscheidungen einmaligen Ausmaßes werden fallen. Die deutsche Heimat aber wird erneut mit stolzer Zuversicht und Dankbarkeit auf ihre Söhne blicken, die in unserer großen Zeit unter dem heroischen Einsatz ihres eigenen Lebens den kommenden deutschen Generationen das Leben sicherstellen. Wenn aber von den Männer» unseres Volkes, die als Soldaten im Kamps stehen, wieder Unermeßliches gefordert werden muß, dann wird die deutsche Heimat uicht weniger bereit sei», ihre Opfer zu bringen. Es gibt keinen besseren Dank für den Eins-tz unserer Soldaten als vor allem mitzuhelfen an der Heilung ihrer Wunden.

Das zweite Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz soll daher noch mehr als das erste alle Deutschen vereinigen in der freudigen Hilfsbereitschaft für unsere kämpfenden Helden. Ich er­neuere deshalb den Appell an das deutsche Volk, durch freiwillige Spenden zum 2. Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz den Verwundeten und Kranken, die als beste Soldaten der Welt sich für ihr Volk opferten, als Gabe der Heimat die beste Pflege zu schenken.

Berlin, den 18. April 1941.

A d o l f H i t l e r.

Nülkzug der -riechen aus Manien

Italienische lruppen in Moslar, Nagusa, letinie und lattaro

Rom, 18. April.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: „In Jugoslawien haben die motori­sierten Kolonnen der 2. Armee nach der Besetzung von Mostar und Ueberwindung der letzten feindlichen Widerstände bei Metkovic Ragusa erreicht und sich mit den von Albanien kommenden schnellen Truppen ver­einigt, die Cetinje und Cattaro besetzt haben.

An der griechischen Front ist das llmgehungs- manöver der zwischen dem Osum-Fluß und dem Meer stehenden feindlichen Armeen in vollem Gang. Pre- meti, Argirocastro und Porto Palermo sind in unseren Händen. Der von unseren Truppen überall verfolgte und von unseren Luftstreitkräften mit MG.- Feuer und Bomben belegte Feind zieht sich in Unord­nung zurück und läßt dabei viele Gefangene und Ma­terial aller Art in unseren Händen.

In der Nacht zum 18. April haben italienische und deutsche Flugzeuge den Flottenstützpunkt von La Va­letta aus Malta bombardiert.

In der Nacht zum 17. wurde einer unserer Geleit- züge, der Material nach Nordasrika brachte, von einem starken Verband feindlicher Kreuzer und Torpedojäger angegriffen. In dem dabei entstandenen Gefecht wurde der englische Torpedojäger „Mohawk" versenkt und weitere wahrscheinlich beschädigt. Pon unseren drei be­gleitenden Torpedobooten, die den Eeleitzug hartnäckig verteidigten, wurde eines versenkt, die beiden anderen

sind beschädigt. Zwei Dampfer find versenkt und die anderen beschädigt worden, ein großer Teil der Mann­schaft ist gerettet.

In Nordafrika geht die immer enger werdende Einschließung der Festung Tobruk weiter. Feindliche Flugzeuge haben Einslüge auf Derna und Tripo­lis durchgeführt; einige Verwundete und leichte Schä­den. Bei Derna haben unsere Jäger eine Vlenheim ab­geschossen.

In Ostafrika hat der Feind seinen Druck im Ab­schnitt südlich von Dessie verstärkt, dem unsere Trup­pen energischen Widerstand entgegensetzten. Versuche, längs der Ufer des Omo und im Gebiet von Dem- bidolloin unsere Linien einzudringen, wurden zurück­gewiesen."

„Wucht des deutschen flngriffs fielst"

Bukarest, 18. April

In einer Sendung des Athener Rundfunks wurde dem griechischen Volk mitgeteilt, daß die Nachrichten vom Kriegsschauplatz ungünstig seien. Die Wucht des deutschen Angriffs steigere sich von Stunde zu Stunde. Trotz hef­tigen Widerstandes halte der deutsche Vormarsch unver­mindert an. Das griechische Volk wird aufgefordert, die Ruhe zu bewahren. Jedermann solle an seinem Platz bleiben. In der Befolgung dieser Weisung solle das griechische Volk zeigen, daß es der veränderten Lage gewachsen ist. (Siehe auch Seite 2)

London eine mit Schutt übersäte Stadt

wettere kinzelizeiten über die Wirkung des deutschen Vergeltungsschlages

Newyork, 18. April.

ber den deutschen Vcrgeltungsschlag aus London bringen lgcnturen und Zeitungen weitere Einzelheiten. „Associa- öretz" meldet, daß Blocks brennender Gebäude imd em- r-tcr Häuser am Donnerstag die vernichtende Wirkung schlimmsten Luftangriffs zeigten, den die deutsche .Lus^ : je gegen London gerichtet habe. Zehn stunden hindurch Hunderte von Flugzeugen über London ge,logen und n ungezählte Tausende von Brand- und Erp oslvbombcii vorsen. Niemand habe auch nur -in- Vorstellung von stahl der Toten und Verwundeten oder »der den Rrcien- >ng von Schäden in dieser schwer heimgesuchten >rch die Schuttmassen aus den Straßen sei der Verehr 'dert. Tausende seien am Morgen zur Arbeit ub-r Glas

Trümmer gegangen. Eine große Bombe b"be «men >en Krater ans einem Platz im Londoner Westen gerifs Tonnen von Splitter und Schutt seien in der A>EÜe egend verstreut. Auch zahlreiche, Straßen des Londons end ssiian durch große Krater Egerissen. Die rmrM>en- Häuser seien erschüttert und ständen schieß Das Bom- ement sei ebenso heftig gewesen wie das auf Covent y. Londoner Angriff, so meint „Ahociated Preß "bschl e- . sei als „Rache für den Angriff auf Berlin durch die i " in der vergangenen Woche hingenommen worden, e Teutschen hätten versprochen, hundertfach zu vergelten, so stehe das alte London heute da als eine schwer ge­rne, mit Schutt übersäte Stadt. ... ...

fteß Association" spricht von dem schwersten Anglist W" 29. T-iember, als Lyndon-Efty angegrinen wurde, der. Ztiirzbomber und Kampfflugzeuge hätten am An- teilgenommen und alle Arten von Bomben von kleinsten rd- bis zu den größten Explosivbomben benutzt. BrM-

schen Quellen zufolge hätten die Deutschen alle Bomber ein­gesetzt die über London nur einsetzbar seien. Ueber London hätten keine weiteren Flugzeuge Platz gehabt. Der Angriff habe sich über rast jeden Teil Londons aus- aedchnt. Im Heulen und Krachen von Bomben und dem Gedröhn der Flakartillerie habe es kaum längere Pausen als zwei bis drei Minuten gegeben. Ein Lustschutzposten habe nicht weniger als 75 bis 169 Bomben in seinem Gebiet ge­zählt Diele Stadtteile seien heute abgesperrt wegen der Zeitbomben. Im Morgengrauen seien die Straßen, die über­sät waren mit Massen zerbrochenen Glases, zertrümmerten Möbeln und vernichteten Kleidern von zahllosen Menschen gestillt gewesen die vor den Bränden hätten ilüchten müssen, die sich von Haus zu Saus ausdehnten. Hunderte seien in der Untergrundbahn durcheinander geworfen worden, als eine Bombe in'der Näh« einschlug und den Zugverkehr unterbrach.

United Preß" berichtet, daß Tausende aus der Tuche nach Nnkrkunstsmöglichleiten hcrumirrten oder in den Ruinen nach Toten und Verwundeten suchten. Teile Londons sähen aus wie die zerstörten Teile von Plhmouth, Manchester, Bi-nftnghain oder koventrh. In Londons Wcstendgeschästs- viertel hätten am Morgen Tausende von Männern und Frauen in glasübcrsStcn Straßen vergeblich nach ihren Arbeitsstätten gesucht.

Stockholm, 18. April.

Die Jllusionsmack)« des Londoner Nachrichtendienstes sand nach dem zehnstündigen deutschen Luitangriss eine Ausdrucks- sorm die angesichts der iurchtbaren Zerstörungen ganz be­sonders zynisch anmutet. Es mutet wie blutiger Hohn an. wenn da ein Mann auftritt und erzählt, als er gegen sechs Ubr morgens die Stadt durchquerte, hätten sich die Rauch­wolken mit dem Rot des Sonnenausganges in den Wolken

am Himmel vermengt. Sogar sein Begleiter, der ein nüch- terner Schotte gewesen sei, sei plötzlich stehengcblicben und habe ausgerufen: „Wie jchönl" Trotz der Müdigkeit hätten die Londoner ihre Arbeit wie gewöhnlich aufgenommen. Eine tragische Stille habe über London gelegen, die nur durch den Laut strömenden Wassers unterbrochen worden sei. Ein alter rußgeichwärztcr Mann habe erklärt, er habe Schlimmeres er­lebt. Bis zum Abend würden die Spuren des Angriffs ver­wischt sein und London wieder in seiner alten Pracht er­stehen. — Das sagt dieser Illusionist ohne Scham von der heimgesuchten Stadt.

Der Londoner Berichterstatter der Madrider Zeitung „ABC", Calvo, schildert, noch niemals habe das Westend so ungeheure Zerstörungen erfahren. Bomben aller Kaliber hätten ganze Häuserblocks vernichtet. London sei wieder zu den gesperrten Straßen, zerborstetcn Fensterscheiben, halb zerstörten Häusern, zur Ucbcrmüdung und Schlaflosigkeit, zu rauchenden Trümmern und zu fieberhaften Arbeiten der Löschmannschaften und zu den durch die Straßen fahrenden Ambulanzen zurückgekehrt. Hotels, Läden, größere öffentliche Gebäude. Klubs seien zerstört und diele Ops-r zu beklagen. Viele Bomben seien in die noch nicht geschlossenen Krater und die kaum berheilten Wunden aus den letzten großen Bomben­angriffen im September und Oktober gefallen.

Der Berichterstatter der Zeitung „Da", Earringa, schreibt zu dem Großangriff auf London, die Stadt sei nach wie vor­der Gnade der Geschwader Hermann Sörings ausgeliefert. Die Bewohner der britischen Hauptstadt, denen die Propaganda eingeredet habe, daß die' deutschen Flugzeuge letzt im Mittelmeer gebraucht würden, hätten sich davon überzeugen können, daß der Kamps im Mittclmecr in keiner Weise ihr Los verbessere.

der Größenwahn, der, von außen genährt und gepflegt, die Staaten des Balkans und darüber hinaus Europas ständig bedroht und beunruhigt hat. Zwölf Tage waren nur nötig für die deutsche Wehrmacht, um serbische Großmannssucht zu demütigen, zwölf Tage, um auch die letzten Reste einer einst stolzen Armee zur Waffen- streckung zu bringen, nachdem bereits in der Hälfte der Zeit schon das Schicksal dieser Armee besiegelt war. Nahezu eineinhalb Millionen durchaus nicht schlecht bewaffneter und zum Teil bis zur Siedehitze im Haß gegen die Achsenmächte fanatisierte Soldaten hatte die Verschwörer- und Verräterclique um Simowitsch der deutschen Balkan-Armee entgegenzustellen, und mit der griechischen Armee zusammen glaubten die Wahnwitzigen wirklich, die nach des Schicksals Gesetz und des Führers Willen unaufhaltsam fortschreitende Neuordnung Euro­pas aushalten zu können — im Sinne Churchills und Roosevelts. Nun sitzt Simowitsch zitternd und zähneklappernd ob dem, Ivas er angestellt hat, in Athen und erwartet dort das ihm selbst nicht mehr zweifel­hafte Ergebnis der in Griechenland entbrannten Schlacht,-um dann sofort auf einem englischen Schiff auskneifen zu können, womit das geschichtliche Panop- tikum Londons, die Raritätenschau aus gestürzten Staatsgrößen, wieder einmal um eine tragikomische Figur bereichert würde. Zwetkowitsch, aber der frühere Ministerpräsident des gewesenen Jugoslawiens, konnte von deutschen Truppen aus einem Gefängnis in Bel­grad befreit werden. Während Serbien dem Untergang geweiht ist, konnte Kroatien, das von den Serben er­barmungslos unterdrückte Volk, durch das deutsche Schwert, aus der Versailler Knechtschaft erlöst, wieder­erstehen und wird innerhalb der neuen europäischen Völkergemeinschaft einen ebenso gesicherten wie ehren­vollen Platz einnehmen können. Das sind Tatsachen, die wahrlich für sich selber sprechen.

Wenn wir angesichts des wohlver- Ilie öHuiolgen dienten Endes eines unnatürlichen Zwitterstaates wie Jugoslawien der unmittelbar Schul­digen am jugoslawischen Schicksal gedenken, wollen wir keinesfalls die mittelbar Schuldigen vergessen. Meist sind Verführer noch größere Verbrecher als die Ver­führten, und wenn neben dem beiden Teilen gemeinsam innewohnenden verbrecherischen Hang bei dem Verführ­ten die Dummheit vorherrschend ist! so ist es bei dem Verführer in der Regel eine bodenlose Schlechtig­keit. Eine solche ruchlose und ohne jegliche Gewissens­bisse den Verführten sehend in das Verderben stoßende Schlechtigkeit waltete in London und Washington in gleichem Maße, als man von dort aus, wohl wissend, daß Jugoslawien niemals der deutschen Wehrmacht standhalten konnte, dennoch die dunklen „Ehrenmänner" in Belgrad in das Abenteuer trieb, in das Abenteuer, das sie verschlingen mußte. Daß dies alles innerhalb eines Zeitraumes von noch nicht einmal zwei Wochen der Fall sein würde, damit haben die Churchills und Roosevelts allerdings nicht gerechnet, und der eine bat sich genau so wie der andere vor aller Welt und seinem Volke blamiert. Roosevelts Telegramm vom 10. April an König Peter wird stets ein Dokument der Schande für die gesamte USA. bleiben, einer Schande, die nicht dadurch ausgelöscht ist, daß Roosevelt genau eine Woche nach Abscndung seines Telegramms (also am Tage, wo Jugoslawien aufgehört hatte zu bestehen), durch den Washingtoner Rundfunk verkünden ließ, mit der von USA. versprochenen Hilfe an Jugoslawien sei ja nur die Bereithaltung von Rote-Kreuz-Schecks ge­meint gewesen. Neben Churchill, an dessen Ruf als Staatsmann schon vorher nichts mehr zu verderben war, steht nun auch Roosevelt in der vorbersten Reihe der politisch kurzsichtigen und mit militärischen Fehlurteilen behafteten Menschen, und sein einziges Bemühen mag nach wie vor dahin gehen, die in ihm wohnenden Haß­gefühle gegen Deutschland, so wie es ihm bisher gelang, auch weiterhin im Empfinden des amerikanischen Volkes aufrechtzuerhalten. Deutschland dagegen ist sich dessen bewußt, daß es, bevor es zu dem vernichtenden Schlag gegen Jugoslawien schritt, wahrlich alles getan hat, eine dauernde Befriedung des jugoslawischen Rau­mes herbeizuführen und daß diese Aktion, als sie be­reits gelungen schien, geradezu satanisch von den angel­sächsischen Mächten zerstört worden ist.

Verurteilte Mit Hetzfilmen und durch hemdärmeli- pinrnilek.inn sies Auftreten vermag der geqenwär- LMMIIlyUNg tige Präsident von USA. noch eins weitere Zeit lang ohne bedeutenderen Widerspruch im amerikanischen Volke seine nicht gerade ehrenwerte Hal­tung gegen Deutschland aufrechtzuerhalten. Indes täte er gut, mit der für England durch dick und dünn ge­henden Stimmung nicht ewig zu rechnen. Es gibt Man-

Unser ^«yossnLsysL

Der deutsche W'chrmachtsbericht meldet ein heftiges Bom­bardement des britischen Kriegshascns Portsmouth.

Die Griechen ziehen sich aus Albanien zurück.

Roosevelt mutz §ur Durchführung seines Rüstungs- programms die Steuerschraube in Tätigkeit setzen.

Der Führer erließ einen Ausruf zum 2. Kriegshilsswerl sur das Deutsche Rote Kreuz.

,ung Mlremuyrung der Kriegswirtschai Verordnung „n Bereich des Handels erlassen.

Ein Höhepunkt der Lustlvassen-WerbeMochc in Brcu war die gestrige Großveranstaltung des NS.-Fliegcrkor Die Schul-Sommcrsericn 1941 wurden siir Bremen v 26. Juni bis >6. August festgesetzt.

Die Norddeutsche Hochseefischerei AG. konnte den Fii sang,m Jahre 1646 in befriedigendem Umfang ausüb