Ausgabe 
(17.4.1941) Nr. 106
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ApriUitz Nr. los / 11. Zaljrgang

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblalt des Neichsslatttjalters in Oldenburg und Meinen

Donnerstag. 1?. flpril 1941

Linzelpreis 15 Nps.

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Serbische zweite flrmee kapitulierte

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Sarajewo besetzt / InS lagen lZS feindliche Flugzeuge... / velfaster Nüftungsbetriebe bombardiert

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Berlin, 16 . April.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: Die jugoslawische zweite Armee hat in Sarajewo kapituliert und die Waffen gestreckt.

Der vorangegangene OKW.-Vericht oom 1«. April hat folgenden Wortlaut:

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Reste des serbischen Heeres gehen der Auflösung entgegen. Deutsche motorisierte Truppen stiegen bis Sarajewo vor und besetzten die Stadt. Tausende von Serben streckte» die Massen, Gefangenen- und Beute­zahlen wachsen stündlich. Die Luftwaffe bombardierte Bahnanlagen und militärische Stützpunkte der südliche» Herzegowina sowie einen Flottenstützpunkt an der Adria. Sturzkampfflugzeuge erzielten vor der dalmatinischen Küste Volltreffer auf einem großen bewaffneten Trans­porter, der nach dem Angriff mit Schlagseite liegen blieb. Ein weiteres großes Handelsschiff wurde bei der Insel Vrazza schwer beschädigt, ein Flugboot durch ME.-Veschutz zerstört.

In Griechenland habe» schnelle Truppen die zurück­gehenden britischen und griechischen Verbände durch scharfes Nachstoßen am Olymp und den Bergen westlich davon zum Kampf gestellt. An der griechischen Front fügten Sturzkampsverbände dem südlich Servia zurückgehenden Feinde schwere Verluste zu. In Lust- kämpfen wurden drei britische Flugzeuge zum Absturz gebracht, auf griechischen Flugplätzen 17 feindliche Flug­zeuge in Brand geschossen. Im Hafen von Piräus wurden weitere nenn große Schiffe durch Bombenwurf schwer beschädigt.

In Nordasrika wurde ein von Kriegsschiffen unter­stützter Vorstoß britischer Panzerkräste auf Sollum ab­gewiesen. -

In der letzten Nacht griffen starke Kampfsliegerver- bäude den wichtigen britischen Versorgungs- und Werst­hasen Belfast in Nordirland an. Schon die ersten Angriffswellen erzielte» Bombenvolltresfer im Hafen­gebiet und in Rüstungswerken der Stadt. Zahlreiche Spreng- und Brandbomben riefen in den Harland- und Wolsf-Wcrften ausgebreitete Brände hervor. Gleichzeitig glissen andere Verbände von Kampfflugzeugen kriegs­wichtige Ziele, vor allem Hafenstädte an der englischen Ost- und Siidkiiste mit guter Wirkung an.

Bei Einslugversuchen am Tage in die besetzten Gebiete und bei eigenen Jagdvorstößen gegen die britische Süd- küste verlor der Feind am 15. April im Lustkampf sechs Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug. Eigene Verluste traten hierbei nicht ein.

In der Nacht zum 16. April unternahm der Feind lediglich Störangrifse auf das norddeutsche Küsten­gebiet. Durch Bombenwurf entstand nur geringer Sach­schaden. Marineartillerie schoß ein feindliches Flugzeug ab.

In der Zeit vom 11. bis 15. April verlor der Feind M Flugzeuge und vier Sperrballone. Hiervon wurden 2t im Luftkampf, 11 durch Flakartillerie, drei durch die Kriegsmarine abgeschossen und 97 Flugzeuge am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 32 eigene Flugzeuge verloren.

Unübersehbare Leute in Serbien

Berlin, 16. April.

Von Tag zu Tag wächst die Beute, die deutsche Truppen in Serbien machen. Der flüchtende Fernd hat überall an den Straßen des Rückzuges unübersehbare Mengen Kriegsgerätes zurückgelassen. Panzerwagen, Krafträder, Personen- und Lastkraftwagen, Schlepper, MunitionsWagen, pferdebespannte Fahrzeuge u. a. stnd zu tausenden erbeutet worden.

An mehreren Stellen sind Ausrüstungsgegenstände aller Art in deutsche Hand gefallen, so zum Verspiel Uniformen, Gewehre, Infanterie- und Artilleriemuni­tion. Auch Pferde und Maultiere sind erbeutet worden. Ein beträchtlicher Teil des Kriegsgeräts sowie der Ausrüstungsgegenstände befindet sich in gutem, noch verwendbaren Zustand.

Der Leutnant Schntters eines Eebirgsjägerregi- ments zeichnete sich dadurch besonders aus, daß er mit einem schwachen Spähtrupp tief in die feindliche Stellung eindrang, einen feindlichen Divisionskommandeur und mehrere Offiziere gefangennahm und ohne Verluste zurückkehrte."

Zwei schwere Lustangrisfe sind über die im Pir 8 us ver­sammelte englische Transporterslotte hinwcggebraust. Am 14. April griff ein starker deutscher Kampfverband Schisfsan- sammtungen überraschend an, versenkte durch zahlreiche Voll­treffer vier große Transportdampfer mit zusammen 32- bis 4V 888 BRT. und beschädigte acht andere größere Dampfer schwer.

Am Tage daraus erfolgte bereits der mit gleicher Wucht durchgeführte zweite Angriff deutscher Kamps- und Sturz­

kampfflugzeuge. Nach Durchbrechung des heftigen englischen Flakseuers kamen die deutschen Flugzeugbcsahungen zu wir­kungsvollstem Bombenabwurf», auf die britische Transporter­slotte. Volltreffer und Naheinfchläge, die hart neben der Bord­wand niedergingen, riefen beträchtliche Zerstörungen hervor. Mehrere Schiffe standen in hellen Flammen, andere trieben mit schwerer Schlagseite ab. Auf den brennenden Dampfern fanden mehrfach heftige Explosionen statt, so daß hier zweifel­los verladene Munition zür Entzündung gebracht wurde.

Bei diesem zweiten Angriff wurden neun Transportdampfer mit zusammen 88- bis 78 888 BNT. durch Spreng- und Brand­bomben schwer beschädigt. Das Gesamtergebnis dieser beiden kraftvollen Angriffe aus die britische Transporterslotte in Süd- griechenland umfaßt den Totalverlust von vier großen Trans­portern und schwere Beschädigung und Inbrandsetzung von 17 Transportschiffen, deren schneller Ersatz für die in Vorbe­reitung befindliche Einschiffung der britischen Expebitions- armce ausgeschlossen erscheint.

Neuter leugnet vergeblich Vrttenflucht

Spießrutenlaufen ertappter Verbrecher USfl.-presse besser im Silbe

. Berlin, 18. April. (82."-WsenderioIit1 Die Enthüllungen der deutschen und der neutralen Presse über die eingeleitete Flucht der englischen Truppen aus Griechenland hat in aller Welt größtes Aufsehen erregt. London zeigte sich anfangs außerordentlich schweigsam, ver­suchte dann aber, die Tatsache der feigen Flucht in das Gegenteil zu verdrehen und ließ durch Reuter verkünden, daß britische Verstärkungen in Griechenland eingetroffen seien.Obwohl", so fügt Reuter hinzu,die allgemeine Lage im Mittelmeer als schwierig angesehen werden müsse, sei sie doch nicht als ernst zu behandeln. Es seien sogar gewisse befriedigende Ausblicke vorhanden". Die Entrüstung, die der neue Bubenstreich Englands auslöste, könnte, so möchten wir hinzufügen, die Briten sogar veranlaßt haben, einen Truppentransporter, der bereits die griechische Küste verlassen hatte, nach Athen zurückzubeordern, um dadurch die Landung frischer Truppen" vorzutäuschen.

Das typisch britische Taschenspielerkunststück hielt dem An­sturm der Tatsachenmelduugsn nicht lange stand: Es war unzweideutig klar, daß britische Transporter in die Häfen Griechenlands beordert worden sind. Es war durch einwand­freie Quellen erwiesen, daß die Engländer griechische Schisss- kapitäne unter brutalen Drohungen gezwungen haben, ihre Schiffe für den Transport britischer Truppen zur Verfügung zu stellen. Reuter selbst hatte zugeben müssen, daß sich das britische Expeditionskorps nicht in der vordersten Linie be­fände undvollkommen intakt wäre". Diese und andere Fest­stellungen, nicht zuletzt die Erfahrungen über die vorher­gegangenen englischen Rückzüge, zeigten aller Welt, daß England im Begriff war, auch diesmal seine Opfer nach be­währtem Muster im Stiche zu lassen.

Die schlagartige Beleuchtung der britischen Pläne hat das Konzept der Londoner Rückzngsstrategen gewaltig gestört.

Während noch Kontingente des britischen Expeditionskorps auf bereitgestellte Schisse flüchteten, verkündete Reuter, daß die Engländer nicht daran dächten, Griechenland zu verlassen, und daß die gegenteiligen Behauptungen nichts als Phanta­sien wären. Die Erfahrungen, die Englands Bundesgenossen in diesem Koiege bereits machen und mit dem Blute ihrer Söhne bezahlen mußten, ließen in diesem Dementi sofort die übliche Lüge eines ertappten Verbrechers erblicken. Wie soll denn irgend jemand in Europa diesem Dcrlegenheitsmanöver glauben schenken, wenn es selbst die Presse der besten Bundes­genossen Englands, der USA,, nicht int?!New Dork Times" haben es für durchaus möglich gehalten, daß die Engländer den Entschluß faßten, das griechische Unternehmen auszugeben. Das Blatt sprach sogar oiien davon, daß die Engländer die Lage in.Griechenland als hoffnungslos erkannt haben und diebeste verbleibende Lösung" vorzögen. Diese amerikanischen Freunde haben die Katze allerdings zu früh aus dem Sack gelassen, denn die Briten hätten ihre geplante Flucht gern unter Ausschluß der Oessentlichkeit durchgeführt.

Jetzt nützt sogar alle Vcrdrchungskunst eines Halifax nichts, der sich bemüht, den Eindruck der militärischen und morali­schen Niederlagen aus dem Balkan abzuschwächen. Er fügt Wider Willen nur neue Schuldbeweisc zu den alten. Alle Lügen Albions muten den objektiven Beschauer jedenfalls wie die Ausreden eines ertappten Verbrechers an, der sein Verhör über den neuesten Verrat wie eine Art Spießruten­laufen empfindet. Die deutsche Wehrmacht, die den flüchten­den Engländern hart auf den Fersen ist. wird dafür sorgen, daß dem verräterischen Krämervolk diesmal die Flucht arg gehemmt wird. Unsere Stukas haben bereits zahlreiche Trans­porter, also Fluchtschissc, auf den Meeresgrund geschickt. Unseren Truppen ist es inzwischen gelungen, Teile des engli­schen Expeditionskorps zu fassen. Es ist verständlich, daß unsere Soldaten keinen heißeren Wunsch kennen als die Tommics vor ihre Klinge zu bekommen.

fllbion: -Vor vunvesgenosse hat schuld"

Berlin, 18. April.

Reuter sieht sich zu folgendem Eingeständnis gezwungen: Nach einer Information, die. in London eingetroffen ist, kann die Lage in Jugoslawien nicht mehx allzu optimistisch betrachtet werden. Einen einheitlichen jugoslawischen Ober­

befehl'gibt es nicht mehr." Hierzu gibt Reuter «inen Kom­mentar, wie er schamloser lügenhafter^ und niederträchtiger

nicht sein kann. Es heißt in ihm:Wieder einmal hat es sich erwiesen, daß es für ein bedrohtes Land ungemein schwierig ist, Widerstand zu leisten, und noch schwieriger für einen anderen, ihm Unterstützung angedeihen zu lassen, wenn dieses Land bis zur 12. Stund« und bis zum letzten Augenblick sich weigert, einen anderen um eine solch« Unter­stützung anzugehen oder auch nur die allerprimitivsten Vor­sichtsmaßregeln zu ergreifen, daß es mit einem anderen in gemeinsame Generalstabsbefprechungen eintritt. In sol­chen Fällen kommt jede , Hilfe immer zu spät.

In dem Augenblick der Wut und Enttäuschung über die neue Niederlage, nicht zuletzt eine Niederlage Englands selbst zeigt der ewige Störenfried Europas seine brutale Fratze Wieder einmal hat es sich erwiesen, daß die skrupellose und zynische Art der Engländer sich gleichbleibt. So machten sie es mit Polen und Norwegen, mit Holland, Belgien und Frankreich. Und nun erlebt Jugoslawien dasselbe: Das

gleiche England, das Land aus Land in den Krieg trieb, bewiest den nun wertlos gewordenen Bundesgenossen mit Schmutz. Dieser Schmutz aber fällt nur aus England selbst zurück.

flegMlen sollte siir kngkand sterben

bn. Rom, 16 April (BZ. "-Eigenbericht) Das Eingeständnis Reuters, daß England keine genauen Nachrichten über den Fortgang der Operationen in Nord- afvika besitze und auf die deutschen und italienischen Wehr­machtsberichte angewiesen sei, wird in Rom als Gradmesser des Erfolges des deutschen Afrikakorps und der italienischen Nordasrikatruppen abwertet. Kür die Unterlegenheit der Eng­länder spreche außer der überstürzten Flucht aus Griechen­land auch noch das Ansinnen an die ägyptische Regierung, in den Krieg einzutreten und an den Kämpfen in West- Aoghpten mit ägyptischen Truppen teilzunehmen. Nach dem feigen Verrat Griechenlands und Jugoslawiens sieht sich Lon­

don also nach neuen Völkern um, die bereit sind, fürEreat Britain" zu sterben

Zur Gcheimsitzung des ägyptischen Parlaments über dieses echt englische Ansinnen, die am Montag im Beisem von Vertretern des ägyptischen Generalstabes stattfand, erfährt man in Rom, daß der ägyptische Ministerpräsident Sirri Pascha in einem langen Referat die Auffassung vertrat, daß Aeghpten sich angesichts des Eindringens deutscher Streit- kräste auf ägyptisches Gebiet genau so verhalten solle wie seinerzeit beim italienischen Vormarsch aus Sidi ei Daran«, das heißt, daß es jode Maßnahme zu vermeiden hat, die Aeghpten in den Krieg ziehen könnte. Wie weiter bekannt wird. hat die ägyptische Regierung im Einverständnis mit den britischen Militärbehörden die neuerliche Evakuier,,ng der Zivilbevölkerung aus den Orten westlich von Alexandria angeordnet.

Lord ljalifar siebtschwarze flecken

London entdeckt Sie Unwetterwolken am kriegslsimmel Düstere Stimmung auch an den Vörsen

lire. Stockholm, 16. April.

Wahrend London den geplanten Rückzug aus Griechenland üych zu dementieren sucht, machen sich Pessimismus und ^»rge um Aeghpten selbst in höchsten Kreisen breit. Der englische Botschafter in Washington, Lord Halifax, hielt aus einem Bankett in Newyork eine Rede. die geradezu ver- Z>veiselt klang. Lord Halifax erklärte, er spreche in einem schicksalsschweren Augenblick.Es hat leinen Zweck, die ern­sten und schweren Rückwirkungen der Ereignisse der letzten Tage aus dem Balkan und in Nordasrika zu unterschätzen. Wir müssen den Balkan und Nordafrika s- sth-n. wic fie stnd, als schwarze Flecken aus dem jetzigen Gemälde des Kric- ges. Um Griechenland und Jugoslawien zu helfen, schwach »n wir freiwillig unsere Strcitkräste in Nordafrika. Fvüft'w wußten wir in Libyen auf neue Positionen zurückgehen, so­wohl die jetzige Lage nicht des Anlasses f-ur Besorgnis er­mangelt. sindet sich doch auch «ein Grund zu der Annahme, faß die Stellung nicht geholten werden könnte. Ein -trom don Verstärkungen an Mannschaften und Material ist ständig nach diesem Kriegsschauplatz unterwegs." Halifax versuch! dann aus schwarz weiß zu machen, indem er scheinheilig ("/'"st. Jugoslawien sei angegriffen worden, bevor es mit der Mobilmachung fertig war und bevor die Besprechungen

zwischen dem jugoslawischen und dem britischen Gencralstab zu Ergebnissen sühren konnten.

Halifax brachte bei dieser Gelegenheit seinen pflichtschuldi­gen Dank für Roosevelts letzte Maßnahmen aus, besonders sür die Oefsnung des Roten Meeres sür amerikanische Schisse. Er beendete jedoch seine Ansprache wieder tiefdüster mit dem Hinweis, es handle sich gegenwärtig um die dunkelsten Tage, die die Menschheit je erlebt habe. ,

Wenn der fromme Halifax so pessimistisch Predigt, so kaun es nicht wunder nehmen, daß seine plutokratischen Gefährten ebenfalls von schlimmen Ahnungen ergriffen werden und zur Baisse übergehen. An der Londoner wie an der Newyorker Börse herrscht, wie die neutralen Berichte besagen,düstere

^Äuch"dtt General Gough, der militärische Sachverstän­dige des Rcuterbüros in London, schlägt sehr ernste Töne an.

Er schreibt, Unwetterwolken seien am englischen Horizont

heraufgezogen und würden sich wohl noch einige Wochen lang halten, sowohl aus dem Balkan wie über Libyen und Aegyp-, ten. Der wetterkundige General stellt empört sest, daß es den Teutschen in Libyen geglückt sei, Truppen und über i888 Tanks nach Tripolis übers Meer zu bringen und jetzt Agehv- ten zu bedrohen. Seine einzig« Hofsnung setzt Eough aus

das Versorgungs- und Reparaturproblem. Er tröstet die Engländer mit der Versicherung, daß die Deutschen wohl nicht mehr lange so wie bisher weiter voranstürmen könnten.

Das englisch« Hauptquartier in Kairo sucht im Gegensatz zu so hohen Prominenzen wie Lord Halliax und Gough die These zu vertreten, daßkein Anlaß zu englischer Unruhe" bestehe. Die Lage in Libyen sei jetzt stabilisiert, obwohl die Kämpfe noch weitergehen. Starke englische Abteilungen seien in Stellung gegangen, um den Kampf aufzunehmenin den vom englischen Oberkommando vorher ausgewählten, unter strategischen Gesichtspunkten günstigen Gebieten". Wer die englische Dialektik beherrscht, wird erkennen, daß diese Formel aus einen weiteren Rückzug vorbereitet.

Daß selbst aus Südafrika Truppen zur Verteidigung nach Aeghpten geworfen werden sollen, ergibt sich aus einer Er­klärung des südafrikanischen Kriegsministers auf einem Re­krutenappell. wonach die südafrikanischen Truppen in Airika eingesetzt würden,noch weiter nördlich, als in Ostasrika

und Abessinien". Bisher war ihre Verwendung ausdrücklich aus diese Gebiete beschränkt geblieben und eine Entsendung

nach anderen Kriegsschauplätzen als kritisch sür die Stim­mung innerhalb der südasrikonilchen Union stets ob,,«lehnt worden.

Von nnssrsm siünäiASn tnllitüriselisn Lliturstsitsr 8 s. n p t in s, n n 81 s p st » n

Der Versuch Churchills und seiner militärischen Be­rater, das mißglückte Balkanunternehmen durch eine rasche Flucht auf die Schiffe zu beenden, ist mißlungen. Vergeblich hat die große englische Presse zur Eile gemahnt. Die Griechen, nach dem frühzeitigen Aufbruch ihrer Bundesgenossen aus Saloniki ohnehin auf Schlim­mes gefaßt, waren mißtrauischer als vor einem Jahr Norweger und Holländer. Vor allem aber war das Tempo der deutschen schnellen Truppen, so rasch, daß sie im scharfen Nachdrängen an der Nordgrenze Thessaliens die Briten fassen und zum Kampfe stellen konnten. Es ist anzunehmen, daß der Zusammenstoß vor allem im Gebiete der beiden Straßen, die von Mazedonien in die griechische Halbinsel hineinführen, entbrannt ist. Einmal auf der schmalen Küstenstraße, die zusammen mit der Eisenbahn SalonikiAthen der einzigen, die von Europa zu dieser südöstlichen Halbinsel führt zwischen dem gewaltigen Eebirgsmassiv des Olymp und dem Meere von der Vardar-Mündung nach Süden führt, während die zweite Straße am Westabhang des alten Götterberges nach lleberquerung des Aliakmons in die thessalische Ebene vorstößt, nachdem sie eine steile Paß­höhe erklommen hat.

Der Wehrmachtsbericht fügt seiner Mitteilung vom ersten Zusammenstoß mit den zurückgehenden britischen Truppen in bekannter Kürze nur noch hinzu, daß aus dieser westlichen Gebirgsstraße, südlich der Stadt Servia, dem Feind durch Sturzkampfoerbände schwere Verluste zugefügt wurden. Aber auch die Tatsache, daß die Ver­nichtung von zwanzig feindlichen Flugzeugen im grie­chischen Raume gemeldet werden kann, unterstreicht, mit welchem Nachdruck die deutsche Luftwaffe den Kampf auf der hellenischen Halbinsel aufgenommen hat. Hier ist das letzte Stückchen kontinental-europäischer Erde, auf dem die Engländer noch zu fassen waren. Die deut­schen Flieger tun alles, um ihnen die feige Flucht un­möglich zu machen und die Bombardierung und schwere Beschädigung von neun weiteren großen Schiffen im Hafen von Piräus beweist, wie erfolgreich sie in den Kampf eingreifen. Gleichzeitig aber rücken auf dem albanischen Sektor die Italiener vor. Mit der Er­reichung des Vojusa-Abschnitts und der Einnahme von Herseg (Ersekej wurden auch im Westen der Halbinsel erhebliche Erfolge erzielt.

Während die Welt mit gespanntester Aufmerksamkeit diesem Kampf auf klassischem griechischen Boden verfolgt, ist die Vernichtung der letzten Reste des serbischen Heeres mit der Kapitulation der 2. serbischen Armee so gut wie vollendet. Durch die italienische Besetzung von Split (Spalato) und die Einnahme von Sarajewo, der alten Hauptstadt Bosniens, ist auch für das gesamte Gebiet des westlichen Eebirgslandes jeder weitere Widerstand unmöglich gemacht worden. Daß das Schicksal des ewig kriegslüsternen und Unruhe stiftenden Serbentums sich gerade bei dieser Stadt vollenden mußte, die vor 27 Jah­ren den Auftakt für den großen auch heute noch nicht beendeten Weltbrand sah, ist ein Akt der ausgleichenden Gerechtigkeit. Dieschwarze Hand", die sich damals von Belgrad her gegen die Ruhe Europas verschworen hatte und die verhängnisvollen Schüsse von Sarajewo ab­feuern ließ hat in diesem Frühjahr ihr letztes Komplott veranstaltet. Ihre britischen Hintermänner aber trifft die Vergeltung heute an der ganzen Front, an der ägyptischen Grenze bei Sollum ebenso wie in den Ha­fen- und Fabrikanlagen von Velfast, die gerade in der letzten Nacht wieder die unbarmherzigsten Schläge der deutschen Luftwaffe erhielten.

lila beglückwünschr paweMsch

Preß bürg, zg. April Der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso sandte anlätzh der Anerkennung der kroatischen Unabhängigkeit durch > Slowakei an den Ehcf der kroatischen Regierung Dr. Pak ' ' "Unsere Freude über den Endsi

des kroatischen Frcihcitskampscs ist jener ähnlich, die wir sei! vor zwei Jahren erlebten. Ich bitte Eure Exzellenz, me! aufrichtigen Glückwünsche für Ihre Person wie auch mci besten Wunsche siir die kroatische Nation die mit den SI Waken ,o eng befreundet ist, entgegenzunehmen".

einer Ansprache nahm der slowakische Jnnenmlnist und Ob-rbeiehlshaber der Hlinka-Eaide, Sano Mach z Gründung des sebbstandigen kroatischen Staates Stellun das kroatische Volk zu seiner Befreiun Kroatien, das damit in die Reihe der Staaten des nein Europa eintritt, könne in den Worten des Führers t ""d ^ien Entwicklung erblicke

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Annahme Sarajewos hat nun auch 2. serbische Armee kapituliert. ^

Die Italiener haben Spalato besetzt. U?t7n^,u'b°LW. die geplant- Flucht

Deutsche Bomber suchten Belsaster Riistungsbetricbe h Zn, der Schlacht im Atlantik" wurden der britis Kriegsflotte schwere Verluste zugefügt.

AUrn" der SA. mit den Wehrmannschaften bcg den Geburtstag des Führers mit aktivem Dünstet" Zur Eröffnung der Luftwaffcn-Werbewoche vcransh heute das N«.-Fl,°gerkorps eine Schau in der Bi Bei Vergebung von Vertretungen in den neuen V und Ostgebieten sollen Handelsvertreter im Wchrdi bevorzugt berücksichtigt werden. ^

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