Ausgabe 
(13.4.1941) Nr. 103
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

srs chelnt7malwSchenkkfsA

MonaiSbezug E 2,30 einschl. Zu- slellliebübr: Postbezuasprels monotl. z.gg M (einschl. 28,7 Post. ^ikunqsqebübrl zuzügl. 42 Ltz-k Be- stellcield. Bezugspreis ist im voraus

abibar. Posticheck: Hamburg 17272.

§ine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NG.-Gouverlag Weser- Ems GmbH., Bremen. Geeren 6-8. Fernspr.: 541 21, Nachtr. u. Sonnig, zIIIS. 8 prech z.: Verlag: werkst. 12—13 Uhr? Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12'/-—13>/r Uhr.

vremer Zeitung

den An«,

n hjx

ibt sich

^e.

parteiamlliche Lageszeimng

Has Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

den,

^Nr. 105/11. Zastrgang

t>»»

Anzekgen - Grundpreise:

Die 1 mrv hohe und 22 u»w breite Zeile lm Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm h-'- steile Im Tertteil 75^4 Ermaß Grundpr. (für Mein- u. Familienanzeig. u. a. sowie sonstige Beding Preis!. 9 Nachlaßstaff. 0. Fiir Anzeigen durch Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschästsst.: Bremen: Geeren 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf u. sonn­tags: Fernspr. 51115: Obernstr. 86, F«rnspr. 541 21. r!n Svke Mühlen- damm 2. In Hemelinaen Dahnhof- str. 6, Ecke Doststr., Fernspr. 43458

der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatttzalters in Vldenburg und vremen

0stern1Z/14. flpril 1941

kinHelpreis 1^> Npf.

a l? ^ 'i»

'geschz

Ls«

NSi

laß-». mietenM^ der NL

>ung ei» ^

ts sälÜW, "»niinik ' Mich,^

. nicht Wj. "hördlist : und ^

Sm,» 'ssentlich«

Belgrad m der deutschen Zange

Ltarks Bampttl»oyorvorl»änäo ysAsn dr»t»s«ks Inssl

Berlin, 12. April

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche und italienische Truppen haben am 11. April mit der Säuberung des Laibacher Beckens begonnen, Gebirgstruppen und Infanterie-Divisionen . erreichten «ach Kämpfen mit serbischen Truppenteilen i im unwegsamen Vcrgland Kroatiens nordwestlich von z l Agram an mehreren Stellen die Dave. Schnelle Truppen ! 7 stiegen über Agram aus KarIstadt vor. Varazdin L > wurde genommen, den von dort aus nach Süden vor-

.^ > stoßenden Truppen ergab sich eine serbische Brigade mit

Frage, ojo t ihrem Kommandeur. Unter dem Eindruck des über- mg der i>,^ raschenden und schnellen Vordringens der deutschen k ' Kräfte ist der feindliche Widerstand in Kroatien zu- bn» -r,,-- sammengcbrochcn, die serbische Nordarmee in Auslösung begriffen.

Ungarische, Truppen haben zwischen Drau und Theiß die jugoslawische Grenze in südlicher Richtung überschritten.

valtungW hon ej»,s -nschast »z her im»«, 'betone» inuehm».

>sien. A» r, bei mz ^versehn»

Ttemmi

«j-ich- Ä ,urü«Iita.s

-chtssrzim», Bohl« i> TätiM k»lt

IMMd

-l- Ml-t' »s Mj

Arisits! mir» ihn

Verbände des deutschen Heeres gehen von mehreren -eiten her auf Belgrad vor. Die von Nisch angrei- scnden Truppen haben dabei in harten Kämpfen den feindlichen Widerstand gebrochen. Wie durch Sonder- > Meldung bereits bekanntgegeben, haben sich nördlich des iLchrida-Sees deutsche und italienische Verbände : die Hand gereicht.

Die Lustwaffe war mit Verbänden des Generals der Flieger Lshr im Südostraum gestern besonders erfolgreich. Auf mehreren feindlichen Flugplätzen in Nordbosnien sowie im Donau-Säve-Raum wurden Ka- K» l i fernen und Hallen zerstört und zehn aus dem Boden ab- ° : gestellte Flugzeuge vernichtet. Bombenangriffe gegen

Bahnhöfe und Transportziige im gleichen Gebiet hatte« gute Wirkung. Sturzkampfflugzeuge bombardierten wie­derholt feindliche Truppenansammlungen westlich Agram.

2m Kampf gegen das britische Mutter­land grifscn starke Kampssliegerverbände in der letzten Nacht kriegswichtige Anlagen in Süd- und Mitteleng­land mit guter Wirkung an. Aus die Hasen- und Indu­striestadt Bristol warfen die angreifenden Kampf­flugzeuge mehrere Stunden lang meist bei guter Sicht eine grotze Anzahl von Spreng- und Brandbomben. Zahl­reiche Erohseuer fügten der wiederholt angegriffenen Stadt neue schwere Schäden zu. Auch Portsmouth wurde mit zahlreichen Sprengbomben schweren Kalibers und Tausenden von Brandbomben belegt. 2n der Staats­werst, in einem Grogkraftwerk und in Kasernen konnten zahlreiche Bombeneinschläge beobachtet werden. Weitere Bombenangriffe richteten sich gegen Hasenanlagcn, Flug­plätze und Industricwerke in Süd- und Südostengland. 2m Tecgebiet der britischen Inseln versenkte die Luft­waffe gestern siinf feindliche Handelsschiffe mit zusammen 24 M0 VRT. und beschädigte ein weiteres großes Schiff schwer.

2n Nordafrika fetzten die deutschen und italie­nischen Divisionen die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Deutsche und italienische Sturzkampsver- iände belegten unter Jagdschutz die Hafenanlagen von Tobruk mit Bomben schweren Kalibers, warfen ein Transportschiff in Brand und beschädigten e,n werteres Schiff schwer. Begleitende Jäger schössen ein britisches Flugzeug oom Muster Hurricane ab.

, Bei einem Jagdvorstog gegen die Insel Mal t a ver- I lor der Feind im Lustkamps drei Flugzeuge von, Muster Hurricane. Eigene Verluste traten hierbei nicht ern.

IIM,

wiid di iP. wie», dul« lach mh»,

:s garkoza i srischi» >

md »>>i t etms kk > ber,

!j Pilllllp' mm SÄ- üll-i,

at, S-s»»'

!SSS»

m di->"

,o,

-tsM < >no>!s« '

olis» l*",. I,

wös 1so!ls) sbts. "

6!slSk> ^

sinsr nsn ^

a-cü-l

. B S'

;ss

°s

und.

B«

lelegrammwechlel zwischen sührer und Sure

Berlin, 12. April.

Der Führer hat folgendes Telegramm an den Duce ge­richtet: „Ducc! In dem Augenblick, da sich deutsche und ita­lienische Verbände zum ersten Male aus dem jugoslawischen Kriegsschauplatz die Hand reichen, grüße ich s'.e aus das herzlichste. In treuer Kameradschaft Adols Hitler.

Nom, 12. April.

Der Tue- hat aus das Telegramm des Führers anläßlich des Zusammcntresscns der deutschen und italienischen Trup­pen aus dem jugoslawischen Kriegsschauplatz wie >olgt geant­wortet: „Die Begegnung zwischen den italienischen und dcutr. scheu Abteilungen aus jugoslawischem Gebiet bildet erneut die seierlichc Bestätigung der Vereinigung unserer sur d,e Er­reichung des gemeinsamen Sieges eingesetzten Kräfte. Emp­fangen Sie meine herzlichen kameradschaftlichen Grütze.

Mussolini."

-Nachrichten völlig niederschmetternd

Stockholm. 12. April.

Die Ereignisse tn Nordafrika und auf dem Balkan haben in der englischen Oefsentlichkeit allgelne,i,e Bestür­zung hervorgerufen, Ter bekannte englische Publizist Bftck- ham Tteed erklärte im Rundsunk, daß die Deutschen in ihrer Kriegssührung zwei weitere bisher unbekannte Diniensioncn zu Hilie genommen hätten, nämlich die Dimensionen Schnelligkeit und Masse, Wenn man sich heute frage, wie die deutschen Erfolge zu erklären seien, so laute die An Wort daraus daß die Demokratien die Bedeutung der 4. und S, Dimension nicht genügend erkannt hätten. Ueber die sauten Au«reden Wickham Steeds, die Demokratien hätten nichts Böses im sinne gehabt würden allerdings sogar die Briten lachen, wenn ihnen die Lust zum Lachen nicht inzwischen vergangen wäre.

Die deprimierende Wirkung, die die Entwicklung aus dem Balkan in der britischen Hauptstadt auslöst, geht auch aus einem Leitartikel des „Dailt, Telegraph" hervor, in dem es wörtlich heißt: „Es ist sinnlos, zu behaupten, daß die in oer letzten Woche von den Fronten eingetrossenen Nach"'«"" nicht völlig niederschmetternd sind." Das Blatt sucht dann natürlich seine Leser zu trösten, indem es mit angeborener

Jagdflieger und Flakartillerie schössen gestern bei dem Versuch des Feindes, das norddeutsche Küstengebiet anzu­fliegen, fe ein britisches Kampfflugzeug ab. In der letzten Nacht flog der Feind in das Reichsgebiet nicht ein.

Bei dem Vorstoß einer Panzerdivision aus Ueskuep am K. und 7. April haben sich Oberst Apel, Kommandeur einer Schiitzenbrigade, und Oberstleutnant Boro- wiezt, Kommandeur einer Panzerjägerabteilnng, be­sonders ausgezeichnet."

Mindestens 14 serbische Vioistonen aufgerieben

Berlin, 12. April.

Bei den Kämpfen an der jugoslawischen Front sind bisher mindestens 14 serbische Divisionen aufgerieben worden.

LnsAswunüsr «ul äsn» Balkan, äsr I'anystol) Lür Vsrsaillss

1 . 8. 0. Bremen, 13. April.

„va ward, kaum begonnen, die Schlacht schon gewonnen"

Unaufhaltsam schreitet der deutsche Siegeszug auf dem Balkan und in Nordafrika weiter. 'Jeder Tag bringt neue deutsche Erfolge, und Jugoslawien, der in der angelsächsischen Welt mit so lautem Geschrei umjubelte neue Verbün­dete Englands, ist bereits in der ersten Woche dem unwiderstehlichen deutschen Angriff erlegen. Mit Recht kann hier das Wort stehen: „Da ward, kaum begonnen, die Schlacht schon gewonnen." Das fromme Vibelsprüch- lein aber, „Bittet und ihr werdet empfangen" usw., das Herr Churchill am Beginn der englischen Ost- afrika-Offensive vor Monaten General Wavell zu beten empfahl, hat sich anders, als der alte Kriegsver­brecher an der Themse annahm, bewahrheitet. Die Eng-

Mit unverminderter Kraft gegen ftlbion

kngliinder müssen neue heftige Schläge der deutschen Luftwaffe rugeben

Stockholm, 12. April.

Die Schläge gegen die Engländer aus der britischen Insel werden mit unverminderter Krast fortgesetzt. Wie der Lon­doner Nachrichtendienst am Sonnabend zugeben mutz. wurde in der vergangenen Nacht aus ein» Stadt in Westengland von deutschen Luststreitkrästcn ein schwerer Angriff durchge­führt. Bei diesem Angriss, der einige Zeit gewährt habe, feien beträchtliche Schäden angerichtet und eine ganze Anzahl von Lpsern gefordert worden. Ferner hätten an der Südkiiste vereinzelte Bombenabwürfe stattgefunden.

Das Kommunique des britischen Lustsahrtministeriums lautet: In der Nacht zum Sonnabend beschränkte sich die Tätigkeit der feindlichen Luststreltkräste säst ausschließlich an! den Westen, Süden und Südwester: Englands, Der An­griff war heftig im Westen, wo eine Anzahl von Bränden hervorgerufen und viel schaden angerichtet wurde. An anderer stelle waren die Angriffe von kleinerer Ausdehnung und wurden hauptiächlich auf Punkte an der südkiiste unter­nommen, Lbwohl an mehreren dieser stellen Schäden ent­standen, waren sie nirgends von großer Ausdehnung. Te Anzahl der Lpscr im Westen Englands war ziemlich groß, an anderen stellen waren sie jedoch iehr zahlreich.

Während sich der amtlich« Bericht des britischen Sustsahrt- ministeriums anfangs darauf beschränkt „den Westen" als Ziel heftiger deutscher Luftangriffe der vergangenen Nacht zu nennen, gibt der Nachrichtendienst später zu. daß Bri­stol es war, das besonders stark heimgesucht wurde. Eine ganze Reihe von Bränden sei hier ausgebrvchen und die Schä­den seien beträchtlich geiocien. Die Angriffe hätten einen sehr heftigen Charakter getragen.

Der Londoner Berichterstatter des schwedischen Blattes „Socialdcmocratcn" besuchte den Londoner Stadtteil Eastcnd, um sich persönlich ein Bild von den durch die schweren Schläge der deutschen Luftwaffe in den kriegswichtigen Dock­anlagen Eastends angerichteten Schäden zu machen. Außer

den Zerstörungen in den Docks liegen — wie der Korrespon­dent berichtet — ganze Gcbäudckomplcxe dieses Londoner Stadtteils in wirren Trümmern. Andere Gebäude, die nicht in Trümmer gingen, sind zum größten Teil schwer beschädigt. Eine ganze Reihe von Untergrundbahnstationen hat die Dä­cher verloren. Ein Beispiel für die Schonung, dir die deutsche Luftwaffe bei ihren Angriffen selbst bei so schwierig onzuslie- gcndcn Zielen wie dem Eastcnd den Kirchcngcbäuden angc- deihcn läßt, ist die Feststellung des schwedischen Korrespon­denten. daß u. a. die dänische Scemannskirche wie auch die finnische und die norwegische trotz der gewaltiger/ Angriffe aus Eastcnd erhtltcn blieben, während rund um diese Kir­chen herum alle Gebäude in ein Trümmerfeld verwandelt wurden.

Madrid. 12. April

Der Londoner Vertreter der spanischen Zeitung „ABC". Calvo. gibt ein höchst bezeichnendes Stimmungsbild aus t«r englischen Hauptstadt. Danach macht London während der Dsterseicrtage einen traurigen Eindruck. „In frühe­ren Zeiten verließ, wer es sich irgend leisten konnte, die Insel oder zumindest London für die Feiertage", schreibt Calvo. „Heute ist der einzige Weg, der die Engländer noch in die Außentnelt führt, die Lnstverbindung nach Lissabon. Dennoch ist London leer und öder. Die wenigen Menschen, die man sieht, sind alle übermüdet infolge der letzten ausgedehnten Luftangriffe. Alle Läden sind geschlossen. Die Zeitungen er­scheinen nicht. Die Nachrichten aus dem Balkan sind spärlich und lakonisch.

Ueberdies gab es am Karfreitag in England kaum Fisch zu essen, was in einem ganz vorn Meer umgebenen Land zu­mindest merkwürdig ist. Nach Angaben der Zeitungen sind die Fischprcise bis zu den Wolken gestiegen, von denen auch die deutschen Bonibcr in der letzten Nacht London, Birmingham. Coventrh und andere Städte angriffen.

Ungarns Lruppen rücken vor

Budapest, 12. April.

Der ungarische Generalstabschef teilt mit, daß die un­garischen Truppen im Laufe des Freitag im Varanqa- Dreiecke und am Sonnabend zwischen der Donau und der Theiß die jugoslawische Befestigungslinie an meh­reren Stellen durchbrochen haben. Der Vormarsch wird planmäßig fortgesetzt.

Irakische Lruppen besetzen britisches fort

Beirut, 12. April

Irakische Truppen haben das zwischen Bagdad und Da­maskus liegende und die dortige Wüste beherrschende englische Fort Rutbah besetzt. Die Kontrolle in dieser Zone wird also künftighin von irakischen Truppen ausgeübt.

Der neue irakisch« Ministerpräsident Ali El-Kaikoni hat in einer Rede an die rcligösen und Stammesoberhäupter des Landes betont, daß sich die ganze Nation einmütig um die neue Regierung schare. Die Armee sei entschlossen, über die Unabhängigkeit des Landes zu wachsn, den Thron zu vertei­digen, und der Nation gerecht zu dienen, so fuhr Kailani »ort und fügte hinzu, daß der Irak entschlossen sei, seine Kräfte und Güter ausschließlich dem Nutzen und Fortschritt der eigenen Nation dienlich zu machen.

Aus der ganzen arabischen Welt trafen Telegramme der Zustimmung und Bewunderung ein. Die Partei der äghpti- schen Nationalisten M!sr Al-Fattat bezeichnet die irakische Be­wegung als einen Sieg aller mohammedanischen Araber. Der Oberste Landesverteidigungsausschuß des Iraks hat sein« erste Sitzung abgehalten, in der wichtige Beschlüsse gesaht wurden. Die Zeitungen erklären, daß, die Nachbarstaaten des Irak die irakische Revolution als eine rein interne An­gelegenheit des Landes betrachten.

Von äor Süüostkrvnt. nnkdnltvn.

Unnukksltssm S'.'kit äor Vormsiscll unserer ftsnrer rveiter.

britisches „Bescheidenheit" erklärt, in Libhen und aus dem noch nichts Entscheidendes" ereignet.

Balkan habe sich

kein Hinäeruis ksnn iku (kftssss-Lokkoiniut)

länder haben auf ihr Verlangen empfangen, näm­lich Schläge auf Schläge in Nordafrika, von El Agheila über Agedabia bis Derna und Tobruk. Auf ihr Suchen haben sie auch gefunden, nämlich die neuer­dings ihre allgemeine Niederlage noch besiegelnde Zer­schmetterung Serbiens, und auf ihr Anklopfen in Athen, wo ihnen tatsächlich aufgetan worden war, sind sie mit­ten in den Zusammenbruch dieser zweiten achsenfeind- lichen Macht auf dem Balkan hineingeraten. Nun stehen die Churchills, Edens, Wavells und Dills wieder einmal ratlos wie die Ochsen vor dem Berge und können und wollen nicht begreifen, daß eine der jüngsten propheti­schen Warnungen des Führers: „Wir sind auf alles vor­bereitet", genau so wie alle seine vorhergegangenen Vor­aussagen wieder einmal buchstäblich in Erfüllung ging. Der angesichts so viel englischen Ungemachs den Herren in London verbliebene Trost, des jüngsten Selbstmord- kandidaten Schiffe und Geld erraffen zu können, mag für sie im Augenblick als Balsam erscheinen: aber auf die Dauer liegt keine Heilkraft für das wundgeschlagene England in diesem Trost. Denn auch an der Themse muß die weitere Entwicklung der Kriegslage sich so ab­zeichnen, daß England über kurz oder lang im Mittel­meer überbaust keine Küsten mehr zur Verfügung bat, um ferne Handelsschiffe zu verankern oder seiner Flotte Stutzpunkte zu gewähren. Daß übrigens der Tag, wo insgesamt in Europa das Gold seine Rolle als Wahrnngsinstrument ausgespielt hat, durchaus nicht fern ist, darüber dürfte man sich in London all­mählich auch immer klarer werden.

Her letzte Setzen Alle Schuld rächt sich auf Erden, ge- von Versailles schichtliche Schuld besonders unerbitt- .. lich- Keine Neue, keine nachträgliche Einsicht vermögen die Schuldigen in der Geschichte von den Folgen verhängnisvoller Entschlüsse und falscher Handlungen zu befreien. Und so ist es denn auch heuto

ganz gleichgültig, ob die den Judenwünschen und Fret- maurergeboten hörigen serbischen Abenteurer jetzt er­kennen, was sie angerichtet haben oder nicht. Eines je- L kann festgestellt werden: Wenn nach dem Bei-

trittJugoslawiens zum Dreimächtepakt die Verschwörer- und Verbrecherclique in Belgrad nicht so verräterisch ge­handelt hätte wie sie tat. wenn der auf Englands Ve- treiben hin unternommene ebenso ruchlose wie törichte Staatsstreich nicht gelungen wäre, dann wäre der Staat Jugoslawien im Rahmen des Dreimächtepaktes in sei- nem Bestünde unbehelligt von der kommenden weiteren Entwicklung in Europa geblieben und wäre genau so groß und unversehrt in die Geschichte der nächsten tau- hingegangen, wie er aus dem Zusammen­bruch der Zentralmächte gemäß dem Versailler Ver­trag und den Pariser Vorortverträgen erstanden war. Damit wäre ein Produkt angelsächsisch-gallischer Staats- ^ iwn Versailles, bestehen geblieben, ob­

wohl das Unrecht von Versailles aus der Welt zu schaffen eine der großen geschichtlichen Aufgaben des Führers ist. Wie immer nach Abschluß dieses Krieges d,e Neuordnung Europas sich dargestellt hätte, mit dem Staat Jugoslawien, wie er nach 1918 geschaffen wurde wäre ein Mißton in die allgemeine europäische Harmo­nie gekommen und gleichzeitig bestehen geblieben ein Zeugnis geschichtlichen Unrechts. Dem ist nunmehr mit dem jüngsten deutschen Strafgericht auf das uner­hörte Verhalten Belgrads und die Torheit Englands hin gründlich abgeholfen worden, und der Staat, .von dem aus dereinst mit dem Mord in Serajewo die Brandfackel ins Herz Europas flog, der Staat, von dem der Weltkrieg 1914 seinen Ausgang nahm, wird nicht mehr langer weiterbestehen als Nutzn eßer des Diktat- friedens van Versailles und auf Kosten fremden Volks- tums das er sich damals hatte zusprechen lassen. Auch der letzte unerträgliche Fetzen von Versailles wird mit ihm seine Vernichtung erfahren und es hat schon seinen Sinn wenn in diesen Tagen der Hauptausschuß zur Koordinierung und Intensivierung der Zusammenarbeit der Dreiermächte des Berliner Paktes in der Reichs­hauptstadt zusammengetreten ist. nicht zuletzt wohl dar- um um die für die Nachbarstaaten Jugoslawiens be­deutsame Frage der Wiedergutmachung eines Unrechts

...IM,

vrrssr raUSssMsssL

Neue heftige Schläge versetzte die deutsche Luftwaffe der britischen Insel.

Fünf Handelsschiffe mit 24 voll BRT. wurden von deut­schen Bombern versenkt.

Belgrad wird von mehreren Seiten durch deutsche Truppen bedroht. ^

Deutsche und italienische Truppen haben sich nördlich deS Ochrida-tSees die Hände gereicht.

Italienische Truppen besetzten Laibach.

In Libyen wurde Gazala besetzt.

Zwei Lustwasscnossszicre wurden vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Irakische Truppen bemächtigten sich eines britischen Forts. Amerikanische Stellen beschäftigen sich mit der Rolle Noosevckts im Balkan-Konslikt.

Der japanische Außenminister Matsuoka stattete im Kreml Stalin und Molotow seinen Abschiedsbesuch ab.

Zum Dienstjubiläum Admiral Souchons übermittelten der Reg. Bürgermeister und der Senat ihre Glückwünsche.

der Inanspruchnahme von Krastiahr- Wn ° Fahrern wurde vom Ncichsinnenminister er-

c!.-L"?eteittgt!" E--«- ^ °n der Kontinentale

kr^ch1rhöh?.'°^E»'° «-G. hat ihr Kapital b°.