Ausgabe 
(12.4.1941) Nr. 102
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^ Oas Amtsblatt des legierenden lürgermeisters der Freien Hansestadt lremen

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Die 1 nun hohe und 22 mra breitt Zeile im Anzeigenteil 13 bAck. Die 78 mm breite und 1 mm bebe Zeile im Terttell 75 ^4 ErmSß. Grundpr. (für Mein- u. Famillenanzeig. u. a. sowie sonstige Beding. Preisl. 9 Nachiaßstasf. 0. Für Anzeigen durch Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsst.: Brsmen: Geeren 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf u. sonn­tags: Fernspr. 51115; Obernstr. 86, Fernspr. 541 21. Vn Shke, Mühlen- damm 2. Vn Hemelingen Bahnhofs str. 6, Ecke Voststr., Fernspr. 43458

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblalt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen

°hrung

slr. 102 / 11. Zastrgang

Sonnabend, 12. flpril 1941

kinzelpreis 15 lps.

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Auflösung Jugosl awiens beginnt

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4dl>ll0 befangene in Südserbien / Mehrere dioisionen in Mittelserbien zerschlagen / Sroße Leute an be­schütten und Material / Ungarische Iruppen überschritten die rrianongrenze / Nollende Angriffe aus die

britische Insel / vomben auf Iruppenansammlungen bei lobruk

Serbiens Schicksal besiegelt

In der tgrenaika scharfe Verfolgung des geschlagenen selndes

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Berlin, 11. April.

Zu den Kämpfe«, die zur Vernichtung der feindlichen Kräfte in Südserbien geführt haben, wird gemeldet: Die Zahl der Gefangenen hat sich um das Doppelte, das heißt aus 4V vlill, die Beute an Geschützen auf 266 erhöht.

Ver Welirmachtsberlcht oom N. flpril

Berlin, 11. April.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Seit dem Morgen des 16. April befinden sich deutsche Truppen unter dem Befehl des Generaloberst Frei­herr» von Weichs nach Erzwingung der Drau-lleber- gänge trotz schwieriger Wetter- und Geländeverhält­nisse in weiterem erfolgreichen Vordringen nach Süden. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, nah­men Panzertruppen in raschem Vorstoß die kroatische Hauptstadt Agram.

Die von Nisch aus dem Feind in nordwestlicher Richtung scharf nachdrängenden Kräfte haben in den Kämpfe» in Mittelserbien mehrere Divisionen zerschla­gen. Sie haben dabei über 16 666 Gefangene gemacht und 76 Geschütze sowie zahlreiche andere Beute ein­gebracht.

Die in Südserbien kämpfenden feindlichen Kräfte find vernichtet. Eine letzte kampfkräftige Gruppe wurde am 1V. April bei K r i.v o l a c von einer deutschen Divi­sion teils aufgerieben, teils gefangengenommen. Die Luftwaffe unterstützte das Vorgehen des Heeres.

Westlich Agram wurde ein Transportzug mit Erfolg bombardiert. Kaippsslugzeuge warfen am 3. April im Hasen von Piraeus ein britisches Treibstofflager in Brand und erzielten Bombentresser auf vier großen Transportschiffen.

Die Uebergabe der zur Kapitulation gezwungenen griechischen Armee ostwärts des Vardar verläuft plan­mäßig. Die Zahl an Gefangenen und Beute läßt sich noch nicht übersehen. .

Die Luftwaffe versetzte der britischen Krregs- und Versorgungswirtschast erneut schwere Schläge. Flug­zeuge der bewaffneten Aufklärung versenkten 366 Kilo- meter nordwestlich der Hebriden ein Handelsschiff von Z« VRT. durch Volltreffer und beschädigten ein wer­teres großes Handelsschiff nordwestlich der Shetland- inseln schwer. .

Mehrere hundert Kampfflugzeuge grossen ,n der letz­ten Nacht kriegswichtige Anlagen in Mittel- und Eiidengland an. Rollende Angriffe richteten sich mehrere Stunden lang gegen Jndustriewerle ,n Bir­mingham. Bei guter Sicht konnten zahlreiche Erotz- brände beobachtet werden, so daß mit starker Wirkung der Angriffe zu rechnen ist. Weitere wirkungsvolle Bombenangriffe hatten die Waffensabriken von Not- lingham, die Hafeneinrichtungen von South- ampton sowie verschiedene Plätze an der britischen Ost- und Südostlüste zum Ziele..

In der Cyrenaika setzten die deutsch-italienischen Truppen nach der Einnahme von Derna die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Deutsche und italleniiche Sturzkampfflugzeuge bombardierten mehrfach britische Truppenansammlungen bei Tobrnk und gristell dre dortigen Hafenanlagen erfolgreich an. Deutfche §lak-

LrMe stusspräche Malsuoka-Mololow

Moskau, 11. April

. Freitag nachmittag fand die dritte Aussprache zwischen dem japanischen Außenminister Matsuoka und dem sowict- russischen Regierungschef und Volkskommissar des Aus­wärtigen Moloto'w statt. Die Unterredung dauerte dies­mal über zwei Stunden. Aus japanischen Kreisen verlautet, baß durch die Besprechungen in verschiedenen Ftagen nun­mehr Klarheit geschaffen worden sei. , . -

Am Abend begab sich der japanische Außenminister in das Moskauer Große Theater, wo er aus Einladung der Sowjet­regierung einer Opernvorführung beiwohnte.

artillerie schoß einen britischen Jäger vom Muster Hurricane ab.

Der Feind griff bei Tage die Küste der besetzten Ge­biete sowie die Insel Norderney an. Hier entstanden lediglich in der Stadt Schäden in Wohnvierteln. Unter der Zivilbevölkerung gab es einige Tote und Verletzte.

In der Nacht warf der Feind an verschiedenen Orten Westdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben, die nur unbedeutenden Schaden ver­ursachten. Der Feind verlor zehn Flugzeuge im Lust­kampf, von denen fünf durch Nachtjäger abgeschossen wurden. Flakartillerie vernichtete vier weitere Flug­zeuge. Der Gesamtverlust des' Feindes beträgt ins­gesamt 15 Flugzeuge. Acht eigene Flugzeuge werden vermißt.

Am Durchbruch durch die von griechische» Elitetrnp- pen vollbesetzten, zum Teil in Fels gehauenen Bunker- stellungen der Metaxas-Linie haben Gebirgsjäger aus den süddeutschen Gauen entscheidenden Anteil. Beson­ders ausgezeichnet haben sich hierbei der Leutnant in einem Gebirgsjäger-Regiment Agrr, der trotz schwe­rer Verwundung noch die Wegnahme von zwei Bun­kern erzwäng, sowie Major Ens, der Kommandeur eines Jnsanterie-Regiments, der nach Durchbrechen der seindlichen Befestigungen mit einem Bataillon tief im Rücken des Feindes eine wichtige Brücke in die Hand nahm und trotz mehrfacher feindlicher Angriffe bis zum Eintreffen weiterer Kräfte offenhielt."

Kroatien;nm selbständigen Staat erklärt

flusrus Koalernirs ;um Schwur auf das unabljüngise Kroatien

Berlin, II. April.

In einem Aufruf, den General Kvaternic im Agramer Rundfunk veröffentlichte, heißt es u. a.: Mit Gottes Boraus- sehung und dem Willen des großen Verbündeten haben wir nach schwerem Kamps des krotatischen Volkes und der kroati­schen Ustascha (Heimwchr), dank der großen Entschlußkraft Dr. Ante Pawelitschs, Kroatien zu einem vollkommen selb­ständigen Staat erklärt. Ich rufe alle auf, insbesondere die Lssizicre, Unteroffiziere, die Beamten usw., sich in Agram oder in ihren Orten zu melden und den Schwur auf das un­abhängige Kroation abzulegen. Ich übernehme die gesamte militärische Gewalt Za Boj spremni! (Zum Kamps bereit!) Gruß der Ustascha.

Im Agramer Rundfunk wurde eine Verlautbarung ver­breitet, der zufolge Peter Petkowitsch als Vertreter des Gene­rals Kvaternic das Ressort für öffentlich« Ordnung und Sicherheit in Kroatien übernehmen wird. Alle Sicherheits­organe werden aufgefordert, sich feinen Verfügungen und Anordnungen zu fügen.

General Kvaternic wird in diesen und anderen Derlaut- barnngen stets als Vertreter des Staatschess und Komman­dant der ganzen bewaffneten Macht des freien Kroatiens be­zeichnet.

Die Proklamation eines unabhängigen kroatischen Staates wird in'Rom mit herzlicher Shmpathie begrüßt. Die römi­sche" Politik verfolgte die kroatische Frage, wie man in amt­lichen Kreisen RomS unterstreicht, seit jeher mit starkem In­teresse und gewährte den Führern der kroatischen Nationa­listen vor serbischen Verfolgungen in Italien Asyl. Zahl­reiche Bittgesuche, Hilferufe und Appelle kroatischer Nationa­listen bei Kriegsausbruch an den Duce sind Zeuge des Ver­trauens der kroatischen Unabhängigkeitsbewegung aus die ge­rechte Politik der Achse.

Die Auslösung Jugoslawiens, des letzten „Versailler" Staa­tes, nach fünftägigem Krieg beherrscht in Italien Oeffentlich- keft und Presse. Man registriert die von allen Seiten. Ungarn, Rumänen, Mazedoniern, Albanern usw. geäußerten Forde­rungen aus Befreiung der Volksgruppen vom serbischen Joch.

fluch Ungarns Iruppen marschieren

Me Serben überall zurückgeschlagen — Sicherung des ISIS geraudlen Sediekes

lligsnderlckl unsere» Vertreter» In Luckapest

bos. Budapest, 11. April

Seit dem Freitagmorgen marschieren ungarische Trup­pen nach Jugoslawien hinein. Das ist die Antwort Un­garns auf die unerhörten Hebelgriffe der Serben auf ungarisches Hoheitsgebiet und die Mißhandlung zahl­loser ungarischer Volkszugehöriger auf jugoslawischem Boden. In einem Aufruf teilt Reichsverweser Horthy dem ungarischen Volk mit, daß er den Soldaten der Honved den Befehl erteilt habe, das im serbischen Ge­biet liegende Ungarntum vor den Verheerungen der serbischen Anarchie zu retten.

In dem Arcfvuf weist Horthtz darauf hin, daß Jugoslawien durch die Bildung des selbständigen und unabhängigen kroati­schen Staates aufgehört Habs zn bestehen und in seine Be­standteil« zerfallen sei. Damit erwachse für Ungarn die bin­dende Pflicht, die Sicherung des Nngarn geraubten Gebietes und des in diesem Teil in großer Zahl lebenden Nngarntums wieder in die eigene Hand zu nahmen. Es sei dies eine heilig« nationale Pflicht, die unverzüglich erfüllt werden müsse. Mit Freude begrüße, er die unter ungarischen Schutz ge­nommenen und zurückkehrenden Blutsbrüder.

Ungarn begrüße den Entschluß der kroatischen Dolksführer mit aufrichtiger Freiws. so stellt der Reichsverweser fest. Beinahe taufend Jahre Habs Ungarn mit der krotatischen Nation in guten und schlechten Zeiten zusammengelebt. Man habe einander geschätzt und geholfen. Jetzt wünsche Ungarn, daß das kroatische Volk in seiner staatlichen Selbständigkeit gedeihen und Wohlstand finden möge.

Der Reichsverweser erließ gleichzeitig einen ersten Heeres- besehl an die ungarisch« Armee, in dein es heißt: „Hvnvedsl Es ist uns wieder die Pflicht auferlegt worden, unfern ab­getretenen ungarischen Brübern zu Hilfe zu kommen. Ich baue auf eure soldatische Tugend und aus eure bewährte Disziplin. Ich vertraue auf euch, daß ihr auch diese neu« Aufgabe mit Vollkommenheit lösen werdet. Der Gott Ungarns und alle Gedanken der Nation sind jetzt mit euch Vorwärts bis an die tausendjährigen Grenzen."

Der Chef des Honvcd-Generalftabs meldet« am Freitag­mittag: „Nils Befehl des Obersten Kriegsherrn haben die Truppen der Honveds die Trianongreuze zwischen der Donau und Theiß sowie gegenüber deni Dreieck in der Baranja überall überschritten."

Die ungarischen Truppen, die zum Schutz der in Jugo­slawien lebenden Ungarn eingesetzt worden find, haben am Freitagmittag St. Kanischa südlich von Szegedin, serner Maria Theresiopel und Sombor erreicht. An manchen Stellen kam es mit jugoslawischen Tschetnik-For- mationen und serbischen Frcischärlern zu Feuergesechten. Ucberall wurde der Widerstand jedoch schnell gebrochen. Das serbische Militär hat das Banat und das Batschka-Gebiet ge­räumt und sich über die Donau bereits zurückgezogen. I» den eingenommenen Grenzortschaften werden die Sonved-Truppen von der ungarischen Bevölkerung begeistert begrüßt.

In ganz Ungarn hat die Kunde von dem Einmarsch grenzenlose Freude ausgelöst. In allen südlichen Grenzstädten und Dörfern Ungarns hat die Bevölkerung die. Flaggen gehißt. In Budapest brachten die Zeitungen am Freitagabend Sonderausgaben heraus, die der Bevölkerung bereits die ersten Einzeli^iten des nngarisrl^n Einmarsches mitteilten.

Keneral wavell in öriechenland abgesägt

Me Kriechen tragen allein Sie Verantwortung — Sewundene englische krklärung zum Valkankrieg

Berlin, 11. April

, Mit lakonischer, für britische Verhältnisse besonders aus­fallender Knappheit teilt Reuter amtlich mit. daß General- l-utnant Sir Henry Maitland Wilson zum Befehlshaber der britischen Armee in Griechenland unter dem Oberbefehl des Generals Papagos ernannt wurde. Noch am 7. d. Mts. hatie Reuters parlamentarischer Korrespondent verkündet, vag Ge­neral Wavell in seiner Eigenschaft als Oberk-mm-ndierender der britischen Ttrcitkriiste im mittleren Orient das Ober­kommando der in Griechenland gelandeten britischen Truppen behalte. Dann hörte man nur noch. Wavell scr bereits >n Griechenland eingetroffen. Ist General Wavell jetzt in Griechenland bereits abgesägt oder will man durch die Unter­stellung des britischen B-schlshabers unter den gricchüwen General vor allem nur dokumentieren, daß nach britischer

Auffassung für den weiteren Verlauf der Ereignisse aus dem Balkan die Griechen allein die Verantwortung tragen, weil sie den Oberbefehl haben.

kmpire-rruppen an der griechischen sronls

ssstAsnbsricbt unseres Vertreters In 8 toekkolm

bv. Stockholm, 11. April.

Am Frcitngnachmittag wurde zum ersten Mal von London aus Kampsbernhrung deutscher Truppen in Nordgriechenland mit „Empire-Truppen" gemeldet, aber nicht aus Grund eigener englischer Berichte, sondern auf Grund einer Mit­teilung des griechischen Oberkommandos. Von englischer Seite wird festgestellt, daß nichts darüber bekannt sei, wie

die Kämpfe sich entwickelt hätten und ob es gelungen sei gegenüber dem deutschen Druck die Stellungen zu halten. In Anschluß an die griechischen Berichte wird die Lage in Oft Mazedonien als dunkel bezeichnet. Es wird erhebliches Rätsel­raten darüber angestellt, wohin der deutsche Vormarsch weitergehen werde. Insgesamt wird in London, schwedischen Meidnngen aus der englischen Hauptstadt zufolge, zur Lage aus dem Balkan hervorgehoben, die Schlacht um Kriechenland ser noch keineswegs verloren.

Von der griechischen Front wird in Sosia berichtet, daß in Athen größte Verwirrung herrschen müsse. Dies geht deut­lich daraus hervor, daß der griechische Rundfunk der Welt­öffentlichkeit täglich neue Verteidigungslinien präsentiere, die der griechische Generalstab angeblich errichten wolle.

(Sieh« auch Seit« ?)

DeAsike LoLiate«

Von unserem »tänckiZsn militsrisotren bckiterbsitsi llsuptmsnn Stephan

Die harken Schläge, die die deutsche Wehrmacht in den ersten Angrifsstageu den jugoslawischen Verbänden versetzt hat, beginnen sich am 5. Tage der Offensive nach den verschiedensten Richtungen hin auszuwirken. 2n Südserbien gibt es keine kampffähigen jugoslawischen Truppen mehr. Die letzten serbischen Soldaten, die dort noch unter den Waffen standen, sind nunmehr bei Kriwo- lak gefaßt und vernichtet worden. Kriwolak liegt im Vardar-Tal, etwa auf halbem Wege zwischen Ueskueb und Saloniki, an der großen Bahnstrecke, die ehemals die beiden feindlichen Hauptstädte Belgrad und Athen miteinander verband, ehe am ersten Tage des deutschen Vorstoßes überraschend durch die Panzertruppen der Keil zwischen die beiden Länder getrieben wurde. Weitere Kämpfe spielen sich in Mittelserbien ab, wo General­oberst von Kleist, von Nisch aus im Morava-Tal vor­stoßend, mehrere serbische Divisionen zerschlagen konnte. Die Cefangenenzahl wie die Zahl der erbeuteten Ge- chütze zeugt von der Stärke des feindlichen Widerstan­des, aber auch von der Größe der Niederlage, die hier, im Kernland des Feindes, von ganz besonderer Bedeu­tung ist. Im gleisn Raum tobte vor wenig mehr als 25 Jahren, beim Vormarsch der Heeresgruppe Macken- en im Oktober 1915, tagelang die Entscheidungsschlacht. Hier leistete damals der Feind erbitterten Widerstand, weil der Verlust des Landes zwischen Nisch und Belgrad für Rüstung, Verpflegung und Nachschub der Serben vernichtend wirken mußte.

Ist die Aktion bis Südserbien abgeschlossen, in Mit­telserbien in vollster Entfaltung, so hat sie im Nord­westen gerade erst eingesetzt, aber trotzdem schon die schönsten Erfolge gebracht. In zwei Tagen konnten hier die Truppen des Generalobersten von Weichs nach Be­freiung der 1919 geraubten südlichen Steiermark mit ihren deutschen Städten und Dörfern die kroatische Hauptstadt Agram erreichen. Der serbische Widerstand war auch hier hart und vom Wetter wie von der Ge­birgslandschaft begünstigt. Aber hier waren die Serben nicht nur von den angreifenden deutschen Truppen, son­dern auH von dem Volksaufstand bedroht, der stch in ihrem Rücken vollzog. Der Jubel, mit dem unsere Sol­daten in Agram begrüßt wurden, hat bewiesen, daß sie — sehnsüchtig erwartet — als Befreier kamen. Die deutschen Siege haben den durch Belgrad geknebelten Kroaten die Möglichkeit gegeben, das verhaßte serbische Joch abzuwerfen, hier, wie früher in der Slowakei, konnte erst durch den Einzug oer Deutschen ein kleines, tüchtiges slawisches Volk in die Zahl der freien Natio­nen Europas eingereiht werden, während das stamm­verwandte Brudervolk 1918 die Lage ausgenutzt hatte, um — unter Bruch aller Versprechungen — eine Ge­waltherrschaft aufzurichten.

Für die aus Belgrad feige geflohenen serbischen Machthaber wird jede Nachricht von den Kriegsschau­plätzen zur Schreckensbotschaft. Aber jeder Stoß der deutschen Gruppen bringt auch einen Eckpfeiler des künstlich aufgerichteten jugoslawischen Staates ins Wan­ken. Im obersten Sawe-Tal, im slowenischen Land, sind inzwischen italienische Truppen eingedrungen, und schon hat der ungarische Reichsverweser, Admiral von Horthy, erklärt, daß die ungarischen besiedelten Gebiete Jugo­slawiens in den Schutz der ungarischen Nation auf­genommen werden. Damit ist auch über das Schicksal jener Gebiete entschieden, die Belgrad sich 1918 nördlich der Donau widerrechtlich angeeignet hatte. Fünf Tage nach dem Beginn des deutschen Vormarsches gegen Jugoslawien ist die Auflösung des Zwangsstaates von Englands Gnaden in vollem Gange. Unter der Wucht der deutschen Schläge wankt die Herrschaft Belgrads. Es ist nicht nur die deutsche Panzerwaffe, die gerade von der britischen Zeitung „Times" als unwiderstehlich bezeichnet wurde, es sind mit den deutschen Panzertrup­pen die deutschen Soldaten aller Wehrmachtsteile, die in kürzester Frist das Schicksal Südosteuropas grund- legend verändert haben: zum Bestehen all der unter­drückten Nationen dieses vielgeprüften Landes! III»»IIIII»»,„I»»I„„I„„„„„»»III»N»»I»II„,I„„»N»I»»,I»N», IIN»I»»I»»I

Unsrer ^aesssrsnisysL

Die deutschen Truppen vernichteten in Südserbien die serndilchen streitkräfte: in Mittelserbien wurden mehrere Divi,ionen zerschlagen.

^ In der Cyrenaika wird der deutsch-italienische Vormarsch fortgesetzt; Bomben wurden auf Truppenansammlungen bei Tobrnk geworfen.

Ungarns Truppen haben zur Befreiung der In Jugosla- Wien lebenden Ungarn die Trianon-Grenze überschritten. Hus^rte don deutschen Kampfflugzeugen griffen kriegs­wichtige Anlagen in England an.

Unter der Leitung General Kvaternic wurde Kroatien zum selbständigen Staat erklärt.

Admiral Touchon begeht heute in Bremen sein «lljähriges Dienitiubiläum.

In diesen Tagen blickte die NSBO.-Vctricbszclle Kali" auf ein zehnjähriges Bestehen zurück.

siegte wor kNlll, Zuschauern in der Kampfbahn mii 4:1 über Rot-Weiß Essen.

t Im Gruppenspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft »Z schlug Tennis Borussia die NSTG. Prag. ^ "