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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden vürgernieisters der Freien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmlliches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Vldenburg und Vremen
Nr. 101 /II. Jahrgang
Freitag. 11. flpril 1941
kinzeipreis 15 Nps.
Me kroatische Hauptstadt beseht
Nach den valkanffegen gesteht man in NSst ein: „deutsche Iruppen unbesiegbar!
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wieder neun Handelsschiffe versenkt
starte Schlüge unserer Kampsflieger gegen das Niistungszentrum Mrmingkam und die Werststadt Newcastle / vriten griffen Wohnviertel und Kulturstätten der Neichshauptstadt an / Nachtlager
schaffen seit dem S. flpril 2Z feindslugzeuge ab
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In flgram eingerückt
B e r l i n, 10. April
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Panzertruppen sind am 18. April abends unter dem Jubel der Bevölkerung in Agram, der Hauptstadt Kroatiens, eingerückt.
Ver Vestrmachlsbericht oom 10. flpril
Berlin, 16. April
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die großen Erfolge in Serbien und Griechen- land wurden am 9. April bereits durch Sondermel- dungen bekanntgegeben. Aus der Steiermark vorgehende deutsche Truppen besetzten am 9. April Marburg. Panzerverbände und Infanteriedivisionen des Generaloberst von Kleist stießen nach Besetzung des Eisenbahn- und Stratzenknotenpunktes Nisch dem weichende« Feinde nach.
Im Vorstoß auf die albanische Grenze wurden nach Ueberschreiten des Vardar Tetooo und Prilep genommen. Außer den gestern gemeldeten 89 999 Gefangenen sielen etwa 199 Geschütze und mehrere hundert Maschinengewehre sowie große Vorräte an Betriebsstoss, Munition und Gerät in unsere Hand. Sturzkampfflugzeuge griffen in Jugoslawien Straßen- und Vahnziele erfolgreich an. Kampfflugzeuge belegten Flugplätze in Bosnien mit Bomben, zerstörten hierbei sieben und beschädigten füns am Boden abgestellte Flugzeuge. Im Raum zwischen Dran und Save wurden Nachschubzüge und Gleisanlagen durch Sprengbomben getroffen.
Aus Jugoslawien im Bardar-Tal vorstoßende Panzerkräfte gewannen Saloniki. Die weiter ostwärts kämpsenden Truppen erreichten nach Durchbrechen der Metaras-Linie unter Einnahme von Lanthi das Acgäische Meer. Die von ihren Verbindungen völlig abgeschnittenen griechischen Kräfte ostwärts des Vardar haben bedingungslos kapituliert.
In Nordafrila wurde nach hartem Kamps Derna genommen. 8V Kilometer südwestlich davon fiel
kcht englische Niedertracht
Die Vardarbrücke im Rücken der Griechen gesprengt
Berlin, 19. April.
Der Führer der griechischen Mazedonienarmee, die am 9. April die Waffen gestreckt hat, General Bacopulos, hat die Erklärung abgegeben, daß die Engländer im Rücken der an der Front heldenmütig kämpsenden Griechen die Vardarbrücke gesprengt haben. Diese niederträchtige Handlungsweise der Vriten habe ihn zu dem Entschluß gebracht, die Massen zu strecken.
Tas von dem griechischen/ Befehlshaber angeprangerte Verhalten der Engländer unterscheidet sich in nichts von den „Heldentaten" der britischen Truppen in Norwegen und Flandern. Nach altbewährter Methode überläßt man den Bundesgenossen zuerst die Hauptlast des Kampses, um ste dann i-ige in Stich zu lassen und obendrein ihre Rettung unmöglich zu machen. Daß dieses Schicksal auch die Griechen treffen würde, könnte nicht überraschen.
auch El Mechilli in die Hand der deutsch-italienischen Truppen. Sechs Generale, zwei Obersten im Generalsrang und 2999 Mann wurden gefangengenommen. Die Beute an Kriegsmaterial ist noch nicht zu übersehen.
Starke Kampssliegerverbände führten in der Nacht znm 19. April bei besonders gutem Angrifsswetter harte Schläge gegen das britische Rüstungszentrum Birmingham und die bedeutende Hafen- und Werststadt Newcastle. In Rüstungswerken, Schiffswerften und Docks richteten Volltreffer von Bomben schweren und schwersten Kalibers ausgebreitete Zerstörungen an. Es konnten Eroßfener und zahlreiche Explosionen beobachtet werden. Auch in den Häsen von Jpswich und
Southampton wurden kriegswichtige Ziele wirksam bombardiert.
Außerdem führte die Luftwaffe am gestrigen Tage den Kamps gegen die feindliche Handelsschi f s a h r t im Seegebiet um England mit großem Erfolg weiter. Kampfflugzeuge versenkten neun Schiffe mit zusammen 49 999 BRT., darunter einen großen Tanker. Fünf weitere große Schisse sowie ein britischer Zerstörer wurden durch Bombenwurf schwer beschädigt. An diesen Erfolgen haben Verbände des Generaloberst Stumpfs besonderen Anteil.
(Fortsetzung auf Seite 2)
fiktiv! rät der Paktmächte
von Sibbentrop eröffnet die Sitzung der Vreier-kauptkommWon
Berlin, 10. April
Unter dem Vorsitz des Relchsministers des Auswärtigen von Ribbentrop trat am Donnerstag die nach Abschluß des Dreimächtepaktes zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Italien und Japan gegründet- Hauptkommission der drei Mächte zu einer Sitzung zusammen. Als ständige Bevollmächtigte ihrer Regierungen in der Hauptkommission nahmen der königlich-italienische Botschafter in Berlin, Dino Alsieri, und der kaiserlich-japanische Botschaster in Berlin, Hi- rota Oshima. an der Sitzung teil.
Der Reichsministcr des Auswärtigen gab einen Neberblick über die bisherige Zusammenarbeit aus politischem, militärischem und wirtschaftlichem Gebiet. Anschließend wurden von der Hauptkommission die Richtlinien und Weisungen siir die weitere Arbeit der seit dem Abschluß -es Dreicrpaktcs tätigen Unterkommissionen aus den verschiedenen Gebieten festgelegt.
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x. h. Der Arbeitsaufnahme des Hauptausschusses zur Koordinierung und Intensivierung der Zusammenarbeit der drei Mächte des Berliner Paktes kommt gerade im Augenblick eine besondere Bedeutung zu, denn sie erfolgt im Anschluß an den Besuch des japanischen Außenministers Matsnoka und nach den zwischen den sührenden Staatsmännern Deutschlands
und Italiens und dem Außenminister des Tenno geführten grundsätzlichen Besprechungen. Der Zusammentritt aber ersolgt zugleich in Tagen des Beginns bÄeutsamer Entscheidungen gegen den Störenfried Europas und der Welt der jungen totalitären Völker, England. Wie die soeben aus dem Balkan gefallenen wuchtigen Schlüge der deutschen Wehrmacht gerade als Schläge gegen England erkannt werden, auch wenn die Briten nach ihrem Brauch sich „in der zweiten Linie" aushalten, das beweisen zahlreiche Auslandsprefse- .stimmen.. Die Welt erkennt jedensalls klar, daß die Ausräumung der letzten Restbestände der Dersailler Zwangsverhältnisse und die Bestrasung eines Verrats an der Neuordnung Europas im südosten nicht mehr auszuhalten sind. Auch die Schläge auf dem Balkan gehören zu der Wegbereitung der Neuordnung Europas und Asiens, die auf gerechter Grundlage der gesamten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse durch die geballte Krast der 250 Millionen des Dreimächtepaktes herbeigesührt wird. Die Sitzung des Hauptausschusfes der Paktmächte zeigt die unverzüglicki« und unermüdliche Inangriffnahme der notwendigen Entscheidungen und Arbeiten in der großen Linie, die der Unterausschüsse in der praktischen Kleinarbeit. Die Arbeit der Aus- schüsse stellt die Ergänzung und Ausführung der herzlichen und kameradschaftlichen Aussprachen der Staatsmänner der verbündeten Völker der Neuordnung dar.
krnüchlerung In USfl^Kreisen
Washington, 10. April.
Der bekannte und Wegen seiner Objektivität geschätzte Rund- sunkkommentator Lewis der Mutual Broadeasting Eompanh stellt in seinem Funkbericht vom Donnerstag fest. die Lage auf dem Balkan habe sich Wider alles Erwarten amtlicher Kreise in USA. außerordentlich schlecht entwickelt. Man habe in Washington so erklärt Lewis, den englischen Versicherungen geglaubt, daß der Plan einer von den Generalen Wavcll und Papagos getragenen Offensive durchaus gesund sei.
Die Antwort deutscher Zeitungen auf da? Hilssversprechen der USA an Jugoslawien, in der siegesbewußt erklärt wurde, jö mehr Kriegsmaterial von den Vereinigten Staaten znm Balkan geschickt würde, um so größer sei die Beute, wurde in Washington, so sagt Lewis, zuerst belacht. Heute sei man sich bewußt geworden, daß dies kein schlechter Scherz war.
In Washington überlege man jetzt ernstlich, ob es zweckmäßig sei, überhaupt Kriegsmaterial nach Jugoslawien und Griechenland zu schicken. Verwundert und verärgert frage man sich, warum die englischen Truppen nicht in den Kampf
eingegriffen und sehe den Tag nahe, an dem sie auch hier wieder eingeschifft würden.
Der Fall Salonikis, dessen Besitz man noch dar wenigen Tagen in Berichten aus London als Tchliisielpunkt des großen Vernichtungsseldzugcs gegen Deutschland beschrieb, verbunden mit dem andauernden hereinströmendcn Nachrichten vom unaufhaltsamen deutschen Vormarsch in dem hier siir unbezwingbar gehaltenen Gelände führten hier zu tiefem Pessimismus. Die Blätter drucken zwar Nooscvclts Telegramm an König Peter mit dem wiederholten Versprechen einer Hilfeleistung ab. enthalten sich jedoch diesmal jeglichen Kommentars.
Das ist ein deutliches Zeichen dafür, daß niemand weiß, wie dieses Versprechen erfüllt werden soll. Im Leitartikel sagt „Washington Daily News", die Nachrichten vom Balkan/ Kriegsschauplatz seien definitiv entmutigend." Das Haken/ kreuz am Aegäischcn Meer!" „Die deutschen Trup pen sind unbesiegbar, ganz gleich wie feindlich ihnen die Menschen oder das Gelände sind. Sollte es zu einem zweiten Tiinkirchen oder zu Schlimmeren kommen, was wird dann aus England und aus unserem Gelübde, Hitler zu besiegen? Es ist besser, darüber jetzt noch nicht nachzudenken.
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Londons ffschermiNwoch auf dem Valkan
„0er Horizont verdüstert" — die Serben als Sündenbolk der griechischen Niederlage
krv. Stockholm, 10. April Inmitten der äußerst kritischen Lage Griechenlands und Äugoslalviens scheint es für die Engländer allein interessant, daß ihr eigenes Expeditionskorps vorläufig in die Niederlage der Bundesgenossen noch nicht hineingezogen ist. Der englische Rundjuni verkündete am Donnerstagmorgen mit gleicher Monotonie wie am Vortag: „Die englische Armee ist noch nicht >m Kamps!" Typisch siir die Haltung der englischen O-ssent- lichkeit ist die leichtfertige Stellungnahme des „Evening Ttan- dard", der zwar zugibt, daß Jugoslawien in eine äußerst Prekäre Lage geraten sei, sich aber zynisch damit tröstet, da,! der Krieg ja eben erst begonnen habe, zumal die englische Armee
Im allgemeinen begnügt sich die englische Presse mit Wiedergabe der deutschen und griechischen Heeresberichte neben der Churchill-Rede. die ja genug unangenehme Nachrichten enthielt. Der Fall von Saloniki ist inzwischen von griechischer Seite ebenfalls zugegeben worden, dagegen noch nicht die Kapitulation der Armee in Ost-Mazedonien. Es soll zur Tröstung der englischen Auftraggeber so hingestellt werden, als ob diese Arme« ihren Widerstand noch aufrechterhalte. Die Angaben sind aber beschränkt. Es wird betont, daß die Armee sich in schwieriger Lage befinde und daß seither keine Nachrichten mehr eingegangen seien. Alles weitere ist inzwischen im deutschen OKW -Bericht gemeldet. ,
3ur Tröstung des englischen Publikums wird verkündet, daß Saloniki in großem Maßstab vorher unter Mitnahme der ' Lebensmittel und angeblich unter Zerstörung der Oel- und sonstigen Vorräte evakuiert worden sei. Offenbar haben hier wiederum wie bei der Evakuiernng Thrazien? die englischen ^ünkirchen-Tachverständigen ihre hervorragende Mitwirkung
nicht versagt, während sie auf militärischem Gebiet auf sich warten läßt. Es soll natürlich jetzt so hingestellt werden, als ob der Durchbruch der deutschen Truppen durch die jugosla'- wischen und griechischen Verteidigungslinien, sowie der Fall von Saloniki „nicht unerwartet" gekommen wären. Politisch interessant ist der Umstand, daß die Engländer das griechische Mißgeschick ganz aus die Jugoslawen abzuwälzen suchen. Serbischer Rückzug und nicht die griechische Niederlage seien der Anlaß zu den darauffolgenden Ereignissen gewesen. Ein entscheidender" Kampf wird in Aussicht gestellt, sobald die strategischen Umstände das erheischen sollten. Im übrigen wird Fortsetzung des Krieges mit gleicher Entschlossenheit versprochen wie seinerzeit durch Rehnand . . .
In einem „Dunkle Tage" betitelten Leitartikel der Zeitung der englischen Kolonie „Buenos Aires Herald" heißt es sogar: Der durch den Mißerfolg der Serben bedingte griechische Rückzug stellt das britische Expeditionskorps vor so schwere Aufgaben, wie sie bisher kaum auf besten Schultern gelastet haben' (!) Die düstern Stunden Hperns, Mons' und Tünkir- ch-ns scheinen wiederzukehren. Harte Rückschläge sind offensichtlich zu erwarten. Die von den halbbewasfnetcn jugoslawischen Verbündeten (!) übel in Stich gelassenen Griechen befinden sich in einer äußerst ernsten Lage. Wieder einmal müßten dann englische Truppen einen verzweifelten Kamps ansfechten wegen einer Niederlage, für die sie selbst nicht verantwortlich sind."
Die Engländer sind natürlich mit so todesmutiger Aufopferung ihrer Alliierten sehr zufrieden. Die englischen Darstellungen behaupten, daß sich die Hauptstärke der Griechen in der jetzt bezogenen zweiten Verteidigungslinie besinde, die westlich Salonikis bis z.um Ochrida-Sec verlause. Es wird angedeutet, daß sich hier auch die Engländer befinden könn
ten .. . London versicht jedensalls die Aussassung, daß der größte Teil Griechenlands zu halten sei. Trotzdem hat wie ein Londoner Telegramm der „Dagens Nhhctcr" meldet, der Fall von Saloniki „Londons Horizont beträchtlich verdüstert". Der Mittwoch im Tagebuch dieses Krieges werde seinen Platz finden als einer der düstersten Tage.
Au dem überraschend schnellen Fall von Saloniki erklärt man in militärischen Kreisen Londons jetzt, daß man die Eroberung Salonikis im Falle einer deutschen Invasion in der britischen Hauptstadt „schon seit Monaten vorausgesagt habe". (?) Während man noch vor zwei Tagen in der britischen Hauptstadt erklärte, daß der Balkan und Saloniki die Wendung des Krieges sein würden hat man.dieses heute schon vergossen und erklärt mit kalter Stirn, daß England „stst' stst Absicht gehabt habe", jenen schmalen griechischen Knstenstreisen südlich der bulgarischen Grenze zu verteidigen.
Nachdem der Optimismus Londons noch am vergangenen Sonntag, wo es der britischen Diploniatie endlich gelungen war, durch die Auchetzang der Balkanvöiker die KriegSsackel auch m, ,enes Gebiet zu schlendern, den Höhepunkt erreicht hatte, ist man heute an der Themse am anderen Ende der Stimmungsskala angekommen und erklärt enttäuscht, daß zur Zeit an einen Wendepunkt oder an Erfolge der Alliierten überhaupt nicht zu denken sei.
Wenn in London am Donnerstagnachmittag drohend verkündet wurde: „Das englische Expeditionskorps das bisher in Reserve gehalten wurde, steht jetzt in Schlachtordnung und wartet auf die Stund« . . .", so rossen sich Dnss Coopers junger damit nur zu einem verzweifelten Versuch au° die pestlmlftlsche Stimmung in England wieder aufzupulvern.
Von NNSSISIN stänckigsn militärischen hlitnrheiter blsnptmsnn Ltsphsn
Als es den Engländern gelungen war, verblendete serbische Generale auf ihre Seite zu locken und gegen den deutschen Nachbarn in den Kampf zu hetzen, taten sie sich besonders viel darauf zugute, daß Deutschland nun zu einem „Mehrfrontenkrieg" gezwungen sei. Sie vergaßen dabei, daß das deutsche Heer seit Monaten ungeduldig darauf gewartet hatte, sich aktiv mit dem Weltfeind Eroß-Britannien auseinanderzusetzen und die Kräfte mit dem Engländer messen zu können, der sich im vergangenen Frühling im Norden wie im Westen nur allzu schnell durch Flucht verzogen hatte. Der deut-, sche Soldat, der seit Monaten an der weiten Front des Wachens und der Bereitschaft ausgehalten hatte, zog deshalb mit der gleichen begeisterten Hingabe auf den Balkankriegsschauplatz, mit der er vorher in Norwegen und in Frankreich gegen den Vriten angetreten war. Wenn das deutsche Heer heute im Südosten vordringt, so zersplittert es sich damit nicht. Ein anderer Kriegsschauplatz ist ja gar nicht vorhanden. Das Geschwätz von dem „Vielfrontenkrieg", in den Deutschland 1941 gegen seinen Willen verwickelt sei, ist damit als barer llnstnn erwiesen.
Auch der Einsatz der deutschen Kräfte in Afrika widerspricht dieser Feststellung nicht. Die Engländer selbst haben daraus aufmerksam gemacht, wie eng der Zusammenhang zwischen dem Balkankriegsschauplatz uiä> dem
Slowakei bricht die diplomatischen Schiebungen zu lugoslowien ab
Preßburg, 10. April.
Die slowakische Regierung hat die diplomatischen Beziehungen mit Jugoslawien abgebrochen. Eine Note, in der dieser Schritt mit der feindlichen Haltung der neuen sugo- slawischcn Regierung gegenüber dem mit der Slowakei durch Schutzvcrtraq verbündeten Deutschen Reich und den im Dreimächtepakt vereinten Staaten überhaupt begründet wird, wurde Mittwoch mittag dem jugoslawischen Geschäftsträger Simitsch überreicht.
Der slowakische Geschäftsträger in Belgrad, Dr. Kieker, ist bereits Dienstag über Budapest in die Slowakei zurückgekehrt., Er hatte in Belgrad noch die fürchterliche Wirkung der ersten deutschen Luftangriffe erlebt und nach einer gefahrvollen Fahrt die jugoslawisch-ungarische Grenze erreichen können. Der jugoslawische Geschäftsträger in Preßburg wirb voraussichtlich innerhalb der beiden nächsten Tage die Slowakei verlassen.
in Libyen ist. Sie haben ihre Mißerfolge in der Eyre- naika mit dem Abtransport von Truppen nach Griechenland zu begründen versucht. Es fehlt nur noch, daß sie jetzt ihr völliges Versagen in Serbien wie im Raume von Saloniki, wo noch kein britischer Soldat in den vorderen Linien sichtbar geworden ist, mit ihren „wichtigen Aufgaben m Afrika" begründen. Es besteht kein Zweifel daran: das östliche Mittelmeer ist als ein einheitliches Kampffeld anzusprechen. Nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren hat man entweder im Norden und im Süden dieses Raumes genügend Kampfkraft oder es fehlt hier wie^dort an Kräften. Es ist das Pech der Engländer, daß sie Saloniki und Derna gleichzeitig verloren, weil sie sich nach der Theorie vom „Vielfrontenkrieg" auf dem weiten Raum zwischen Ostafrika und der von Jnva- stonsfurcht geplagten Insel zersplittern. Deutschland aber, das nur die eine einheitliche Front gegen den Erzfeind England kennt, hat auf der inneren Üinie seine Kräfte stets schlagbereit dort, wo es sie unter einheitlicher Zusammenfassung jeweils mit dem größten Erfolg verwenden kann.
Am Tage nach dem ewig denkwürdigen 9>. April haben alle deutschen Wehrmachtsteile den Einsatz verstärkt und folgen mit gesammelter Kraft dem weichenden Feinde nach. Die Vormarschrichtungen sind im jugoslawischen Raum durch den Vorstoß der verschiedenen Heeressäulen von Stip über Vsles nach Prilep von Kuma- now über Ueskueb l'Skoplje) nach Tetooo und von Pirol nach Nisch gegeben. Im griechischen Feldzug beginnt, nachdem auf der ganzen Front von der Maritza bis zum
IMMNMIIIIIIIIIIIM,II,IIIIHIIIIINII»,
Deutsche Panzcrtruppen sind >n Agram eingerückt.
Die deutsche Lustwasfe versenkte erneut neun Handelsschiffe mit 40 000 BRT.
Der Feind verlor seit dem 8. April insgesamt 43 Flugzeuge, davon allein durch Nachtjäger 23.
Ein englischer Kreuzer wurde von einem italienischen Untcrieeboot torpediert.
In Amerika gesteht man ein, daß die deutschen Truppen unbcncgbar sind.
Ncichzanßenminister von Ribbentrop eröffnete die Sitzung des Hauptkomitccs des Dreicrpaktcs.
Die RAF. unternahm einen Angriff auf Berliner Wohn- stätten ^°rtc planmäßig weltbekannte Knltur-
Die Slowakei brach die diplomatischen Beziehungen zu Jugoffawien ab. » - » a»
Matsnoka hob in Moskau vor japanische» Pressevertretern den Treubrnch Jugoffawicns hervor.
Dänische Frauensiihrerinncn befinden sich aus einer Bc- suchsrciic durch unseren Gau Wcscr-Kms.
Dü^Schwciz hat ein Sccschifsahrtsamt in Basel ein-
tthöht" Bank hat sich die Bilanzsumme stark
Die Preise für Glühlampen werden ab 15. April gcscn!