Ausgabe 
(2.4.1941) Nr. 92
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott der Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen

Ende

Nr. 92 / 11. Jahrgang

Mittwoch, 2. flprfl 1941

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblat« des Beichsstattijalters in llldenburg und Meinen

Einzelpreis 15 Bpf.

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Unbeschreibliche Zustünde im Zentrum des deutschfeindlichen serbischen Mobs

Veiten griffen wieder Vechel an

Krankenbaus durch Volltreffer zerstört — riesangriff aus einen slugbasen in Südengland — fluch die Kafenanlagen von falmoutl»...

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vorNa, 1. AprN.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe versenkte bei bewaffneter AufklSrnng im Eeegebiet «m England ans einem Eeleitzug herans eiu Handelsschiff von 1808 BRT. und beschädigte ein anderes großes Handelsschiff schwer. Beim Tiefangriff von Kampfflugzeugen auf einem Flugplatz in Snd- eugland wnrden vier Halle» schwer getroffen und ge­rieten in Brand. Weitere Bombenangriffe richtete» sich gegen die Hafenanlagen von Falmouth. Bei Lnftkiimpfen über dem Kanal wurden zwei britische Flugzeuge ab­geschossen. Fernkampfartillerie des Heeres beschütz in den Nachmittagsstunden kriegswichtige Ziele in Dover mit beobachteter Wirkung. Während der Nacht griffen Verbände der Luftwaffe die Hasenanlagen von Hüll und Ereat Yarmouth erfolgreich an. Ausgedehnte Brände verursachte» schwere Zerstörungen. Im Hafen von Ereat Ssarmouth geriet ein Schiff in Brand.

In Nordafrika bekämpften deutsche Sturzkampf- slicgerverbände mit guter Wirkung Feldbefestigungen nnd Ansammlungen britischer Panzerkräste mit Bomben schweren Kalibers.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächere» Kräften Spreng- und Brandbombe» in West- nnd Nord­deutschland. In einer mittleren Stadt Nordwestdentsch- lands entstand stärkerer Gebäudeschaden. Bei Bielefeld wurden die Krankenanstalten von Vethel zum zweiten Male innerhalb weniger Wochen bombardiert. Ein Voll­treffer zerstörte hier ein Krankenhaus. Dabei wurden zahlreiche Personen getötet oder verletzt."

Borpostenboote schollen zwei, Flakartillerie eines der angreifenden Flugzeuge ab. In der Zeit vom 18. bis 11. März verlor der Feind SS Flugzeuge und elf Sperr- ballone. Während der gleichen Zeit gerieten 24 eigene Flugzeuge in Verlust."

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Die schweren Angriffe deutscher Luststreitkräste auf wichtige Platze der englischen Ostküste in der Nacht zum Dienstag sind den Engländern offenbar ganz überraschend in die Quere gekommen. Sj« haben das Inkognito der nach ihrer Dar­stellung am meisten heimgesuchten „Stadt an der Nordost- tüste" nicht lösten wollen, obwohl Ereat Yarmouth inzwischen von deutscher Seite als einer der angegrissenen Qstküstcnplätze enthüllt worden ist. Sie geben aber zu, daß „bedeutende Schäden" angerichtet worden sind, obwohl der Angriss gar nicht sehr lange gedauert hab« und nicht sonderlich um­sehend gewesen sei. Weitere Einzelaktionen deutscher Luft- verbände werden von der Ostküst«, von Süd- und Südwest­england sowie Südwales gemeldet.

Englische Bombenflugzeuge griffen im Laus« des 81. März ein deutsches Minensuchboot in der Nordsee erfolglos an. Das Boot entzog sich durch schnelle» und geschickte» Ma­növrieren den abgeworfenen Bomben und zwang durch sein gut liegendes Abwehrfeuer die englischen Kampsflugzeuge zu beschleunigtem Abdrehen.

Zu dem im WchrmachtSbericht vom 1. April gemeldeten Abschuß von zwei englischen Bombenslugzeugen durch deutsche Borpostenboote wird ergänzend mitgeteilt, daß deutsche Vorpostcnschisse, Mincnräum- und Torpedoboote ,n den beiden letzten März-Wochen allein sieben englische Kampfflugzeuge abgeschossen haben.

Dies« Abschußzahlen stellen ein« hervorragend« Kampf­leistung der deutschen leichten Seestreitkräst« dar, die in treuer Pflichterfüllung unter den schwierigsten Wetterde- dingungen Tag und Nacht ihren harten Dienst tun. Kamps- ersolge dieser Art sprechen in gleicher Weise für das see­

männisch« Können der Kommandanten, wie für die Einsatz­bereitschaft nnd ausgezeichnet« Echifssausbildung ihrer Be­satzungen.

Elf rote und fünf verletzte in vettzel

Berlin, 1. April.

Schwächere britische Luftstreitkräfte, die in der Nacht zum 1. April nach Nordwestdeutschland einflogen, warfen über der weltbekannten charitativen Anlage von Beth«! bei Biele­feld Sprengbomben ab und richteten — wie bei ihrem An­griff aus dieselben Heilstätten am 19. September 1940 — starke Zerstörungen an. Durch einen Volltreffer aus ein Krankenhaus wurden elf Personen getötet und fünf verletzt. Im September v. I. waren neun Kinder als Opfer des britischen Ueberfalls zu beklagen, während neun schwer ver­letzt wurden. Die britische Luftwafss hat durch diesen zweiten Angriff auf diese in aller Welt berühmten Stätten der christ­lichen Nächstenliebe erneut bewiesen, daß sie in ihrem, Haß­krieg gegen die Zivilbevölkerung vor wehrlosen Kindern, Kranken und Krüppeln nicht haltmacht, auch wenn diese durch Zeichen des Roten Kreuzes geschützt sind.

vrennende deutsche Dörfer

Vas jugoslawische MMtär terrorisiert die Volksdeutschen — Srenzwald mit slilchtlingen in flammen — Zuspitzung des innenpolitischen Wirrwarrs

Lizsudspiadt unseres Vertreters 1s krsüdnrz

rä. Pretzbnrg, 1. April.

Die ans zahlreiche« jugoslawische« Grenzorten vor­liegenden Meldungen über die deutschfeindlichen Aus­schreitungen der serbischen Chauvinisten gebe» ein er­schreckendes Bild der in Belgrad geförderten Hahaus- briiche seitens des entfesselten Mobs. Ergänzt werden diese Berichte durch die Schilderungen der Flüchtlinge über den Terror, dem sie anf jugoslawischem Boden ausgesetzt waren. *

Fünf Kilometer hinter Temesvar sieht man den Feuer­schein der deutschen Dörfer Zhchhdors und Kudritz, die aus jugoslawischem Boden an der rumänischen Grenze liegen und von den serbischen Soldaten, die hier in aller Eile Schanz­arbeiten verrichten, angezündet worden find. Es gelang seit Stunden keinem Volksdeutschen mehr, über die rumänisch« Grenze zu flüchten, da die serbischen Soldaten jeden Deut­schen, den sie aus freier Straße treffen, verhaften und bei geringstem Widerstand erschießen. — Der jugoslawische

Vrofter Erfolg deutscher Kampfflugzeuge

lleberraschender ttefangriff — Mindestens 12-14 vomber sowie S—1V Zagdstugzeuge;erstör1 Unsere Kamps stugjenge sSmttich jurkickgeketzrk

Berlin, 1. April.

In den Mittagsstunden des Dienstags haben deutsche Kampfflugzeuge einen stark belegten Flugplatz an der englischen Siidkiiste in überraschendem Tiefangriff aus 1S Meter Höhe mit ver­nichtender Wirkung getroffen. Zwei große Hallen mit anschließenden Unterkünften nnd Ba­racken wurden mit Bomben mittleren und schweren Kalibers belegt und völlig zerstört.

Der mit Bomben und Bordwaffen durchgeführt« An­griff hat außerdem Mannschaften in den Unterkünften und Baracken sowie anf Straßen bei der Mittagsruhe überrascht und dem Gegner erhebliche Verluste beige­fügt.

Mindestens 12 bis 14 Bomber sowie 8 bis 18 Jagd­flugzeuge sind bei dem Tiefangriff am Bode« mit

Sicherheit zerstört worden. Mit weiteren Beschädigungen und Zerstörungen ist bei der einwandfrei beobachteten starken Vrandwirkung des Angriffes zu rechnen.

Es handelt sich um eine» der Flugplätze, von denen die britische Luftwaffe bisher ihre Angriffe gegen Deutschland ausführte. Die beteiligten Kampfflugzeuge sind sämtlich zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Matsuoka bei Viktor kmamiei

Erste Unterredung auch mit dem Due« und Grafen Liano

Rom, 1. April.

Der japanische Außenminister Matsuoka verließ am Diens­tag kurz nach 10 Uhr die Villa Madama und begab sich nach dem Königspalast im Ouirinal, wo er sich in die Ehrenliste - einzeichnete. Eine zahlreich« Menge, die auf dem Platz und den Zufahrtsstraßen zum Ouirinal Spalier bildete, bereitete dem japanischen Gast von neuem herzliche Kundgebungen. Außenminister Matsuoka begab sich sodann zu den Königs­gräber im Pantheon, zum Grabmal des unbekannten Sol­daten sowie zum Ehrenmal der Gefallenen der saschistischen Bewegung und legte an den Gräbern Kränze nieder. So­dann wurde der Abgesandte des Tenno im Ouirinal im Beisein des japanischen Botschafters Horikiri vom König und Kaiser empfangen. Anschließend an die Audienz gab Viktor Emanuel III. zu Ehren des japanischen Gastes ein Frühstück

In den Nochmittagsstunden empfing Außenminister Gras Ciano den japanischen Außenminister Matsuoka im Palazzo Chigi zu einer ersten Unterredung. Anschließend stattete Außenminister Matsuoka dem Duce im Palazzo Benezia einen

Besuch ab. An dieser Unterhaltung nahm Außenminister Graf Ciano teil.

Die erst« Unterredung zwischen dem Duce nnd dem japani­schen Außenminister dauert« über «ine Stunde. Im Anschluß an die Unterredung traten Mussolini und Matsuoka aus den Balkon des Palazzo Benezia. Die auf dem Platz versammelte große Menschenmenge bereitete dem Duce und feinem japani­schen Ehrengast stürmisch« Ovationen. Immer wieder brausten die Ruf« auf: „Duce. Duce" und „Banzail"

rres,en der fllken Sorbe ltzüringens

Weimar, 1. April.

Die Wiederkehr des Tages, an dem das einstigen Landes­parlament vor zehn Jahren dem ersten nationalsozialistischen Minister, dem damaligen Thüringischen Innen- und Volks- bildnngsminister Dr. Frick, das Vertrauen entzog, gab den Anlaß zu einem Tressen der Alten Garde des Gaues Thürin­gen in der Weimarhalle. Gauleiter und Reichsstatthalter Sauckel forderte die Männer und Frauen der Alten Garde aus, auch künftig ihre ganze Kraft für die Niederringung unserer Feinde einzusetzen.

Politisch und staatlich in einer stand

Neichsminister Vr. frick sichrte Sauleiter Lauterbacher als oberprasident der Provinz Kaimauer ein

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Hannover. 1. April.

Reichsminister Dr. Frick führte am Dienstag Gauleiter Staatsrat Lauterbachcr in sein Amt als Oberprapdent der Provinz Hannover ein. Bei dieser Gelegenheit fand der Reichsinnenminister besonders herzliche Worte der Anerken- nung sür die Verdienste des scheidenden Oberprapdenten Stabschef Lutze um das niedersächsische Land.

Für den Gau Südhannover-Braunschweig und für die Pro­vinz Hannover bildet« der Tag der Einsührung des neuen Oberpräsidenten ein besonderes Ereignis. Zum erstenmat liegt nunmehr die politische Führung des Gaues Sudhannover- Braunschweig und die staatliche Lenkung d«r Provinz in einer Hand. Dieser bedeutungsvolle Tag zeichnete sich aucy äußerlich in der Stadt Hannover durch den reichen ^laggen- Ichmuck aus. „ ^

Im festlich geschmückten Großen Saal des Landeshauses hatten sich die führenden Persönlichkeiten der P^tei, des Staates und der Stadt eingesunden. Regierungspräsident Diels hieß Neichsminister Dr. Frick namens der Provinz und Stadt Hannover herzlich willkommen. Er wies daraus hsv- daß Niedersachsen im Großdeutschen Reich einen Born völkischer Krast darstelle, und erinnerte an die Klotze ge­schichtliche Vergangenheit, die durch Männer wie Widukinv und Heinrich der Löwe gekennzeichnet werde. .

Tann nahm Neichsminister Dr. Frick das Wort. Er wand sich zunächst an den bisherigen Oberpräsidenten, StabSches ^ Lutze und dankte ihm in herzlichen Worten ^ 5 ,d wertvollen Dienste, die er in 8jähriger unermüdlicher Arbeit trotz seiner sonstigen Arbeitsleistung in Hannover g-leiflel habe. Gleichzeitig überreichte er ihm im Nilstrage des Fup- wr» jr, Anerkennung seiner hervorragenden treuen Dienste w- Ob-rpräsident daß Kriegsverdienstkreu, Erster Klasse zu- «w-ch mit einem Tankschreiben des Führer».

Sie haben, so erklärte Tr. Frick, zu Stabschef Lutze ge­wandt, wörtlich, „die verwaltungsmäßige Entwicklung der Provinz mit starker Hand vorwärtsgetrieben und Leistungen vollbracht, die sür die'Bevölkerung von ausschlaggebender Be­deutung sind. Aus der Geschichte der Provinz Hannover ist daher ihre Arbeit nicht mehr hinwegzudenken, die Sie zunächst als Grnppensührer der SÄ. begonnen und dann als Polizei­präsident in Hannover und endlich acht Jahre lang als Ober- präsident fortgesetzt haben. AIs Beispiel brauch« ich dabei mir aus die großen Kulturarbeiten in den Moorgebieten der Pro­vinz hinweisen, die dank Ihrer Initiativ« besonders gesördert worden sind. Indem ich Ihnen die Sorge und Verantwortung sür das niedersächsische Land abnehme, entlaste ich Sie hier­mit von Ihrem Amt als Oberpräsident der Provinz Han­nover."

Zu Gauleiter Lanterbacher, dem neuen Oberpräsidenten ge­wandt betont« der Reichsinnenminister, daß Hartmann Lau­terbachcr schon aus früherer Zeit mit Hannover verbunden sei Er habe schon vor der Machtergreifung die HZ. in San- nover geführt und übernehme nun als geborener Ostmärker ein hohes preußisck^s Staatsamt, ein stolzes Erbe. das ver­pflicht«. Dr. Frick betonte, daß der neue Oberpräsident. Gau­leiter Lanterbacher, somit zu seinem bisherigen verantwor­tungsvollen und politischen Amt einen neuen Dienstbereich voller Ausgaben erhalten habe, die der Tatkraft und der Schaffensfreude ein weites und lohnendes Betätigungsfeld bieten.

Abschließend wünschte Neichsminister Dr. Frick dem neuen Oberpräsidenten Gauleiter Lanterbacher in der Bewältigung seiner vielfältigen Ausgaben die glückliche Hand. die er ander­wärts an verantwortlicher Stell« bereits bewiesen hab« und überreichte ihm die Ernennungsurkunde. Dabei bat »r ibu.

stets des Vertrauens des Führers eingedenk zu sein, durch das er in großer Zeit zu diesem Amt berufen worden sei, und der aus diesem Vertrauen erwachsenen Pflichten.

Im Anschluß an die Red« des Reichsinnenministers sprach der Stabschef der SA. und bisherige Oberpräsident der Provinz Hannover, Viktor Lutze. In bewegten Worten brachte er seinen Dank zum Ausdruck für die hohe Aus­zeichnung, die ihm mit der Verleihung des Kriegsverdienst- kreuzes 1. Klasse zuteil wurde. Es sei immer sein höchstes Bestreben gewesen, mit allen Kräften dem Führer bei der Durchführung seiner Ausgabe zu hellen. Der Stabschef dankte dann seinen bisherigen Mitarbeitern. Stets habe er während seiner Amtsjahre größten Wert daraus gelegt, die national­sozialistische Weltanschauung in seinem Wirkungskreise zu verankern. „Wenn ich jetzt", so sägte der Stabsches, „von meinen bisl>erigen Mitarbeitern Abschied nehme, so ist das nur ein Abschied auf dem Gebiet der Verwaltung. Ich werde immer der alte SA.-Mann bleiben und der Betreuer der Menschen, die mir vom Führer anvertraut wurden."

Darauf hielt der neu« Oberpräsident, Gauleiter Lauter- bacher, eine Ansprache, in der er zum Ausdruck bracht«, daß er stolz sei, eine so schöne Provinz mit ihren wunder- baren Menschen sühr-n zu können. An den Stabschef Lutz« gewandt, sagte er: „Wir sind schon viel« Jahre mitein­ander durch dick und dünn gegangen, Sie als Stabsches und ich als Hitler-Jugendsührer. Ich bin stolz und glücklich, Ihr Erb« antreten zu können und hoffe, daß Sie dieser Provinz ein treuer Freund bleiben werden. Oberpräsident Lanterbacher versprach dem Reichsinnenminister, seine volle Pflicht zu tun, und bat ihn, dem Führer und seinem Reichs- marschall zu berichten, daß Gau und Provinz Hannover bereitständen. um mitzuhelfen, daß dieser Krieg mit einem glorreichen Sieg sein Snide sind«.

Ministerpräsident Simowitsch hat da» Verlassen Belgrads aus­drücklich verboten.

Ein Srenzwald in der RSH« »«» rumänischen Ortes Staramoa brennt seit Montag lichterloh. Nach Aussagen Geslüchteter halten sich in diesem Wald zahlreich« weiter« Volksdeutsche geborgen. Es ist anzunehmen, daß der Brand don den serbischen Grenztrnppen angelegt wurde, um der Teutschen leichter habhaft zu werden und sie am Grenzüber» tritt zu hindern.

Aus Graz wird berichtet: Die aufgehetzten serbischen Element« begnügen sich nicht mehr mit den Pöbeleien aus den Straßen und mit Neberfällcn aus Passanten, sie sind jetzt zu einer systematischeren Verfolgung aller Volksdeutschen übergegan­gen. Zum Militärdienst eingezogene junge Volksdeutsche wer­den nicht ihren Truppenteilen zugeteilt, sondern in Wäldern zusammengetrieben, wo sie unter schwerbewaffneter Bewachung festgehalten werden. Zahlreiche Vcrhastungcn von Volks­deutschen finden lausend ohne jeden Grund statt. In der Batschka zieht serbischer Mob-von Dorf zu Dors und zündet die deutschen Höfe an.

Wie aus der ungarischen Grenzstation Ghekenhes verlautet, sind dort wie auch in anderen Grenzorten von serbischen Gendarmen verfolgte Flüchtlinge deutscheren«!) magyari­scher Volkszugehörigkeit eingetroffen. „Pcstcr Llohd" ver­öffentlicht einen mit einer Landkarte versehenen längeren Artikel über die geographischen, ethnographischen sowie die religößen Verhältnisse Jugoslawiens. Die Zeitung erinnert daran, daß in dem nach dem Weltkrieg an Jugoslawien ge­langten ehemaligen Siidnngarn svo ooo Ungarn leben.

Vor dem englischen Konsulat in Laibach kam es, wie Flüchtling« berichten, zu Ovationen für die Briten; dabei sei „nieder mit Deutschland" gerufen worden. Das Haus eine? Teutschen sei Durch Steinwürse stark beschädigt worden. In Marburg wurde einem Mann, der sich unter den Flücht­lingen befand, von den Demonstranten, die mit britischen Fahnen durch die Stadt zogen, eine Land gebrochen. Meist handelt es sich um Offiziere, Soldaten und Sokoln, deren Wortführer größtenteils Juden sind. Ihre Kampfrufe heißen „Nieder mit den Schwaben". „Wir werben euch in kleine Stücke schneiden. "

NSuberbanden in der Umgebung oon-velgrad

UigsQdsriciit unseres Vertreters In Kow

kn. Rom, 1. April.

Aus den Erzählungen der seit Montag in Trieft ein­treffenden Rückwanderer aus Belgrad und anderen Teilen Jugoslawiens erfährt man, daß sich die Agitation des aus- .gehetzten serbischen Mobs weiterhin auch gegen Italiener richtet. Bei den Kundgebungen in den Belgrader Straßen ist nach übereinstimmenden Berichten der Einfluß der ser­bisch-orthodoxen Geistlichkeit nicht gering zu veranschlagen. Alle Berichte heben hervor, daß die serbische Polizei nichts

tut, um den Äusscbreitungen entgegenzutreten. In unrmttel- Umgebung der jugoslawischen Hauptstadt haben sich

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im Handumdrehen Räuberbanden gebildet, die die Gegend unsicher machen.

flusplünderung der deutschen Semeinden

LiAsnhsiiesit unseres Vertreters in Luksrsst

mue. Bukarest, 1. April.

Das Schicksal der aus dem Banat nach Rumänien ge- flüchteten Volksdeutschen hat in der rumänischen Oessentlich- keit lebhafte Anteilnahme hervorgerufen. General Antonescu hat persönlich Anweisung erteilt, den Flüchtlingen oll« nur mögliche Hilse zu gewähren. Ein rumänischer Geistlicher, der aus Jugoslawien zurückkehrte, sagte aus, daß sämtliche deut­schen Gemeinden im Banat mit Truppen belegt sind, die Requirierungen in einem derartigen Umfange vornehmen, daß die Dörfer bereits regelrecht ausgeplündert s?nd. Da? serbische Militär, so berichtete der Geistliche weiter, übe ein wahres Schreckensregiment aus. Auch in diesem Gebietsteil seien mehrere deutsche Dörfer in Brand gesteckt worden.

Serbien und Kroatien — ;wei Wellen

Lixeudsriokt uussrss Vsitrsdsrs iu Lslxrsä

live. Belgrad. 1. April

Die Agramer Verhandlungen Matscheks mit Vertretern der nationalen kroatischen Opposition sollen einen günstigen Ver­laus nehmen. Obwohl über das Ergebnis bisher keine amt­lichen Informationen vorliegen, hält man es nicht für aus»

...

Einen neuen niederträchtigen Bombenüberfall übten britische Flieger aus die Krankenanstalten von Vethel aus. Durch die deutschen U-Boote ist nunmehr die Schiffahrt zwischen Island und England völlig zum Stillstand gekommen.

Teutsche Nachtangriffe richteten sich gegen die Hasen, anlagen don Hüll und Great Aarmouth.

Deutsche Flugzeuge unternahmen einen überraschenden Tie,angriss aus einen englischen Flughascn.

Die Ausschreitungen gegen Volksdeutsche in Jugoslawien nahmen weiter zu.

Der japanische Außenminister Matsuoka wurde von dem italienischen König Viktor Emanuel empfangen.

Der Zahlungsverkehr mit Holland unterliegt mit sofortiger Wirkung keinen Beschränkungen mehr.

Schweden hat ein allgemeines Exportverbot erlassen.

Tie TAF. hat ihre Bevollmächtigten sür die Verbraucher, genosienschastel! ernannt.

In einer Bremer Kundgebung der Amtsträgerinnen der Rs.-Frauenschast/Deutschcs Frauenwerk aus den Kreisen Bremen, Bremen-Lesum und Wilhclmshaven sprach die Rcichssrauenführcrin.

Im Nahmen einer Presse,usammenk,inst in Bremen nahmen di« tzauptschristieiter der Tageszeitungen aus dem Sau Weser-Ems an der Einweihung eines neuen SameradlchastShcimes bei Fockr-Wuls teil.