Ausgabe 
(30.3.1941) Nr. 89
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Parteiamilichs Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien fjansestadl vremen

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Die I aaln hohe und 22 Mll, breite Zelle im Anzeigenteil >8 ^ Die 78 mm breite und 1 moo hohe Zeile !m Lernen 75 Ävi. Ermüßigke Brundpreise lsür Klein- u Fomilien- anzeigen u a.i sowie svnstiae Be­dingungen Preisliste 9 Nochlaß- stafsel O. Für Anzeigen durch den Fernipr. keine Gewähr Annahme­schluß 18 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen Geeren Nr. 8-8. Fernspr. 5 41 21 Nachlrus und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraße 88, Fernipr 5 41 21. Ja Svke. Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches rierkündungsblalt des Neictisstattlialkers in Oldenburg und vremen

Nr. 89 / 11. Zal^rgang

Sonntag, Z8. INärz 1941

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Berlin, 29. März

Reichsmarschall Göring empfing am Sonnabend den Kaiserlich-Japanischen Minister des Aeutzeren Sjosuke Matsuoka in Carinhall. Nach einer längeren Unter­redung in Anwesenheit des deutschen Botschafters in Tokio, die im Geiste der herzlichen Freundschaft, die beide Völker verbindet, geführt wurde und bei der auch gemeinsam interessierende wirtschaftliche Fragen behan­delt wurden, fand ein Empfang im kleinen Kreis statt.

Neben dem hohen japanischen Gast nahmen hieran die Her­ren der japanischen Delegation, der Kaiserlich-Japanische Bot­schafter Generalleutnant Oshima sowie Mitglieder der japani­schen Botschaft teil. Von deutscher Seite waren bei dem Emp­fang u. a, anwesend Oeneralsetdmarschall Kcsselring, die Gene­ralobersten lldet und Keller, der General der Flieger Jeschvn- nek, Generalleutnant Bodenschatz, ferner die Staatssekretäre Körner und Neumann, Generalsorstmeister Alpsrs, der deut­sche Botschafter in Tokio Ott sowie Ministerialdirektor Staats­rat Wohltat. Außerdem waren die Mitglieder des deutschen Ehrendienstes Botschafter Stahmer, ^-Oberführer Stenger, Gesandter Kordt und-Oberst Matzky, der Ches des Protokolls Gesandter von Törnberg. Gesandter Schmidt, Gesandter Hewel sowie Angehörige der näheren Umgebung des Reichsmarschalls zugegen,

Im LolSenen Such der Stadt verlin

In dem mit Kirschblütenzweigen und blauen Hortensien seich geschmückten Mosaiksaal des Gästehauses der Reichs- segierung hat sich der japanische Außenminister Sonnabend vormittag in das Goldene Buch der Stadt Berlin hinge­tragen, In der Mitte des Saales war ein kostbarer Empire­schreibtisch ausgestellt, auf ihm lag der große Lederband mit dem Stadtwappen, in dem schon so viele Männer von Rang und Klang mit ihrem Namen stehen, Staatsminister Dr. Meißner als Sausherr und Bürgermeister Steeg begrüßten den hohen Gast und geleiteten ihn in den Mosaiksaal, wo Bürgermeister Steeg seine Begrüßungsansprache an Außen­minister Matsuoka richtete,

Außenminister Matsuoka dankte und erklärte, daß er seinen Aufenthalt in Berlin sür immer in schöner Erinnerung be­halten werde. Die freundliche Ausnahme und die ihm zuteil gewordenen Ehrungen nehme er zugleich sür sein Vaterland und das japanische Volk entgegen. Dann zeichnete er seinen Namen in japanischen Lettern unter den vorgedruckten Text: „Bestich Seiner Exzellenz des Kaiserlich-Japanischen Außen­ministers Dosuke Matsuoka in der Neichshauptstadt am LS. März 1941."

Am Sonntag, dem 38, März, nachmittags,, wird der japa­nische Minister des Aeußern Matsuoka von Berlin abreisen.

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krneuke Unterredung Malsuoko—Nibbenkrop

Berlin, 29. März.

Der R-ichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop km-sing am Sonnabcndvormittag den Außenminister des verbündeten Japan, Posuke Matsuoka, zu einer weiteren Unterredung.

um das verbündete Italien zu besuchen. An der Fahrstrecke des hohen Gastes vom Schloß Believue zum Anhalter Bahn­hof wird die Berliner Bevölkerung gegen 18 Uhr Aufstellung nehmen,- um den japanischen Außenminister bei seiner Ab­reise zu grüßen.

Matsuoka bewundert den siitzrer

bliZsubsriclit unssrss Vsiftrsksrs in Liooübolw

krv. Stockholm, 29, März.

Außenminister Matsuoka hat während seines Aufenthaltes in Berlin kurze Unterhaltungen mit einigen schwedischen Jour­nalisten gehabt, die jetzt ihre Eindrücke wiedergeben. Der Ver­treter des Stockholmer „Astonbladet" berichtet, daß der japa­nische Staatsmann ihm gesagt habe: „Ich habe den Führer und Reichskanzler stets als ein Genie angesehen. Durch persönliches Zusammensein mit ihm habe ich noch weitere Bewunderung sür seine Genialität bekommen. Es ist sicher ein Neuschöpfer von allergrößtem Format." Dem Berliner Vertreter der „Stockholms Tidningen" erklärte Matsuoka: „Ich bin sicher, daß Deutschland den Krieg gewinnen wird."

In weiteren Unterhaltungen betonte der Minister, daß die schwedisch-japanischen Beziehungen stets gut gewesen seien, daß der Handelsaustausch nach dem Kriege von japanischer Seite gern wieder ausgenommen würde, und daß schwedische Techniker in Japan sehr geschätzt seien.

Die Stockholmer Zeitung „Tagcns Nhheter" findet die Fest­stellung Matsuokas besonders bemerkenswert, daß die russisch- japanischen Beziehungen sich auf dem Wege einer zunehmen­den Besserung befinden.

Lür alle koentualitäten!

Illv. Bremen, 30. März.

Als am 27. September vorigen Jah­res Deutschland, Italien und Ja­pan sich zum Dreimächtepakt zu­sammenschlössen, geschah dies seitens der drei Groß­mächte im Eleichklang des Gedankens, daß der von Eng­land wider Recht und Vernunft Deutschland erklärte Krieg zum Besten der Welt auf seinen Herd beschränkt werden müsse. Deutschland hatte im Westen England von dem europäischen Festland vertrieben, die weitge­streckte Küste vom Nordkap bis zur Viscaya in seinen Besitz genommen und konnt« nun, vor englischen Ein­griffen und Uebergriffen sicher, mit seinem Achsen- partner Italien an die Verwirklichung der gebieterisch­sten Idee unserer Z«it, an die Neuordnung Europas herangehen. Voraussetzung dazu blieb lediglich, daß ihm nicht außerhalb des nur noch auf das Seegebiet um England und auf das Luftgebiet über England be­schränkten Kampfraumes neu« kriegerische Verwicklun­gen erstanden, Verwicklungen, an welche nur eine ein­zige Macht der Welt, England nämlich, ein echtes Interesse hatte. Japan aber, das im Fernen Osten seit mehreren Jahren beschäftigt, eine Ordnung zu schaffen, die den Völkern des Ostens in dem ihnen von der Ge­schichte bestimmten Lebensraum ein dauernd harmoni­sches Zusammenleben verbürgen und wirtschaftlichen Ihufschwung br-ygen soll, hatte seinerseits alles Inter­esse daran, daß auch es ungestört, d. h, ohne von ir­gendeiner raumfremden Macht her durch diplomatische, wirtschaftliche oder am Ende auch kriegerische Dro-

Vombenvolltreffer auf Iruppeniransportrr

Neue krlolge der deutschen Luftwaffe gegen die britische Schiffahrt

Berlin, 29. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe führte im Seegebiet um England den Kampf gegen die britische Handelsfchiffahrt mit besonderem Er­folg weiter. Am Südwesteingang des St.-Eeorg-Kanals und im Bristol-Kanal wurden zwei Handelsschiffe mit zu­sammen SÜVV BRT. versenkt. Bei einem Tiefangriff aus einen Dampfer westlich New Quay entstand eine Kessel­explosion. Ein weiterer erfolgreicher Angriff richtete sich gegen ein Handelsschiff vor Harwich. Ein Kampfflug­zeug bombardierte im Atlantik etwa Svv Kilometer west­lich Cape Wrath einen großen Truppentransporter. Nach Bombenvolltrefsern gingen die Truppen in die Rettungs­boote. Im gleichen Seegebiet sank ein Schiff von 2599 BRT. nach Bombenabwurf; ein großer Dampfer erhielt einen Volltreffer. — Deutsche Kampffliegerkräfte belegten in der letzten Nacht den Flugplatz Hal Far auf

der Insel Malta wirksam mit Bomben. Bei einem Jagd­vorstoß gegen die Insel wurde ohne eigene Verluste ein britisches Jagdflugzeug vom Muster Hurricane ab­geschossen. — Der Feind flog in der Nacht zum 29. März weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein."

kngianbkotzrl — Lodesfotzrt!

Stockholm, 29. März

Nach einer Reutermoldung aus Newhork wurde die Aus­fahrt der Frachter „Robin Locksleh" und „Robin Hood" über sieben Tage verzögert. Diese Verzögerung sei durch „unge­wöhnlich hohe Forderungen der Mannschaft" vor dem An­tritt der Reise entstanden. — Reuter vergißt dabei natürlich mitzuteilen, daß die Seeleute nur ztl genau wissen, was ihrer aus der Fahrt sür England harrt, denn — England- sahrt ist Todessahrt!

Sensationelle Seriichte um 0 r. Matschek

Vor kroalenMrer sollte durch Drohungen und krpressungen zum eintritt in die Negierung Simowitsch gelungen werden

lieb

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Agram, 29. März.

lährend die von der neuen Regierung zensierte Belgrader ist die Tatsache zu unterstreichen bemüht ist, daß der atensührer Dr. Matschet als stellvertretender Munster- ident sich im neuen Kabinett befindet, ist »n Belgrad : den Verbleib dieses zwcitwichtigsten Regierungsnnr- »cs nichts bekannt. Sicher ist nur, daß Dr. Matsche« pch t in Belgrad befindet und eine Aufforderung des iungen igs, sich dorthin zu begeben, abgelehnt hat. In Kreisen Matschet nahestehenden kroatischen Bauernpartei lausen lichte um, nach denen Matschet gezwungen viurm, der Regierungsumbildung teilzunehmen. In der Nacht 26. März soll das Ossizierskasino eines serbischen Flieger- mentcS Maischet in seiner Privatwohnung bei einer Br­ing mit anderen kroatischen Politikern überrascht und l Eintritt in die Regierung genötigt haben. Andere Ge­ste wollen wissen, daß nicht Maischet selbst, sondern der itischc Finanzministcr Schutcj sowie der Banns von atien Tchubaschitsch, von den Fliegetossiziercn als Geiseln jastct wurden. Mit der Drohung, diese Kroatensuhrer zu hießen, soll dann telefonisch die Zustimmung Matschcls

zum Staatsstreich erreicht worden fein. m,

Aufschlußreich, ist gegenüber diesen Nachrichten aus Belgra-- der Quellen ist« Stellungnahme des Zentralorgans der vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr, Matschet geiuhrten kroatischen Bauernpartei, des „Hrvatski Tnevnik", wonach sich Tr, Maischet in Agram aufhält. Das Vlatt besaßt sich im Leitartikel mit der neuen Lage und unterstreicht die Ruh«, pi« Agram und ganz Kroatien gegenüber den Ereig­nissen in Belgrad beobachtet hätten. Das Interesse sei sehr groß gewesen, doch hab« Kroatien, das an Veränderungen im politischen Leben Jugoslawiens gewöhnt sei, o^^"° 9«- lernt. daß es in allen Fällen das Beste sei, die Ruhe und Kaltblütigkeit zu bewahren und alle Zwischenjalle zu ver- rneiden.

Die Anwesenheit des Präsidenten Maischet in Agram habe zwcijellos aus das Selbstvertrauen der Agramer Bürgerschaft günstig gewirkt. Man habe gewußt, daß er als seinen Ab­gesandten den Banus Tr. Schabaschitsch mit der Ausgabe nach Belgrad geschickt hab-, sich über die neue Lag- zu m- sormiercn und ihn von allem zu unterrichten, woraus er sich entschließen würde, ob er in diese Regierung eintreten werde oder nicht. Sodann verweist das Blatt daraus, daß die heutige Lag« anders sei als die am 28. August 1939, als die Verordnung über die Banschait Kroatiens verkündet wor­den sei. Damals habe Präsident Matschek eingewilligt, in die Regierung einzutreten, um durch seine persönliche Autorität die Gestaltung des kroatischen autonomen Lebens zu fördern. Zweifellos sei dies ein großes persönliches Opfer gewesen.

Diesmal würde er nach Prüfung aller in Betracht kommenden Momente entscheiden, was er in der neuen Lage tun soll. Im Augenblick scheine die Frage seines Eintritts in das neue Kabinett nicht eilig zu sein, denn laut Berichten aus Belgrad handle es sich um keinerlei Aenderung der staats­rechtlichen Lage Jugoslawiens.

Natürlich verfolge Dr, Matschek mit lebhaftem Interesse die Entwicklung der Lage und bleibe bei seiner Ueberzeugung, daß eine Politik des ehrenhaften Friedens mit den Nachbarn und des, Ausbaues des' gemeinsamen Lebens der Serben, Kroaten und Slowenen auf der Grundlage der Achtung ihrer Individualität, der Gleichheit und Gleichberechtigung das einzige Mittel sei, das Jugoslawien die Stärke verleiht und es sähi'g machen könne, seine Mission in diesem Teile Europas zu erfüllen.

Die neue Regierung sei noch nicht dazu gekommen, ehre Ausfassung hinsichtlich der innerpolitischen Probleme knnd- zutuil. Wichtig und notwendig sei es, zu wissen, wie das neue Regime auf verschiedene andere Probleme schaue, die sich erheben. Diese Tage seien gleichermaßen schicksalvoll sür Kroaten, Serben und Slowenen, Daher sei das lebhafte Interesse der Kroaten sür die weitere Entwicklung der Dinge verständlich. Die außenpolitische Lage verlange ernstlich, daß alle Entschlüsse nach reiflicher Ueberlegung gefaßt würden, und daß man nichts unternehme oder unterlasse, was man päter bedauern müsse, „ „ . . „ ...

Die Tatsache, daß es in ganz Kroatien zu keinem Zwlschen- fall gekommen sei, beweise die politische Reise der Kroaten, Der Aussatz schließt mit den Worten: „In diesen historischen Zeiten werden wir Kroaten beweisen, daß wir aus der Höhe unserer Aufgaben stehen," Wie weiter betont wird, hat Tr. Maschek an der Eidesleistung der neuen Regierung nicht tcil-

grund der Ereignisse in Belgrad, die die meisten :st über Radio Belgrad erfuhren, Tausende von hre Guthaben in den Banken abhoben, wurde onnerstagabend eine zweitägige Bankensperre sür

Die amerikanische Agentur International News Service meldet aus Belgrad, kroatische Kreise begännen gegen den militärischen Lharaktcr des neuer Regimes Stillung zu

nehmen.

Zusammenstöße in velgrad

Belgrad, 29. März.

Da« Belgrader Straßenblld zeigt noch erhebliche Unruhe. An allen großen Straßenkreuzungen, sind Panzerwagen auf­

gefahren. Trotzdem wird die Polizei nur mit Mühe der Demonstranten Herr. An mehreren Stellen der Stadt kam es zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der neuen Regierung. Der Wagen des deutschen Gesandten wurde eben­falls Gegenstand einer Manifestation. Als der Gesandte von der Menge erkannt wurde, stieß eine Anzahl von Demon­stranten Drohrusc aus, andere antworteten mit Hände­klatschen, woraus eine Prügelei entstand. Die deutsche Ge­sandtschaft hat gegen den mangelnden Schutz des Kraftwagens des Gesandten Protest eingelegt.

Rom. 29. März.

Wie die Agenzia Stcfani aus Belgrad meldet, haben die feindseligen Kundgebungen gegen italienische und deutsche Unternehmungen sich in den letzten Stunden wiederholt. Dc- nwnstrationsgruppen wüteten besonders gegen deutsche und italienische Reisebüros, an deren Zerstörung sich sogar Sol­daten in Uniform beteiligten. Sie schlugen die Fenster ein und beschädigten Bücher mit ihren Seitengewehren. Am deutschen Reisebüro wurde die Hakcnkreuzfahne herunter­gerissen.

Seulftkieindliches Hetzblatt wieder erschienen

Belgrad, 29, März.

Die als deutschfeindliches englisches Propagandaorgan be­kannte Wvchenzeitung „Srpzki Glas", die am 13, Juni 1949 wegen ihrer gegen die Kroaten und die Außenpolitik der Re­gierung gerichieten Schreibweise verboten worden war, ist am 27. März erneut erschienen. Das Blatt vcrüsseutlicht u, a, einen Ausruf der sogenannten „Jugvslawiscl^n Front zur Verteidigung des Vaterlandes", welcher auch die Jugcndabtei- lungcn des „Serbischen Kulturbundes" (kenntlich am Tragen des Union Jack aus dem Rockausschlag), des Bundes serbischer Schtvestern, des Belgrader Mittelschülerausschusscs, der Bel­grader Kaufmannsjugend u. a, angehören," Diese Vereini­gung. die unter englischem Einfluß steht, hat ein« „Ent­schließung gegen den Beitritt Jugoslawiens zum Dreierpakt" gefaßt.

Wie in der ungarischen Hauptstadt bekannt wirb, wurden am Freitagabend in Belgrad, ohne daß die Polizei dagegen einschritt, von jugendlichen Elementen Flugblätter englischer Herkunft verteilt, in denen Deutschland beschimpft wird. Einzelne jüdische Geschäfte haben den Inhalt des Flug­blattes, den als erste eine srcimaurcrischc cnglandhörige Wochcnzcitung vcrössentlicht hatte, als Plakat in ihren Schaufenstern angeschlagen.

(Siehe auch Seit« L)

hungen behindert zu sein, seinem einem langen Frieden in der Welt dienenden staatsmännischen Werk obliegen konnte. Daß Japan dabei Gefahr durch England un­mittelbar drohte, wenn es England gelingen konnte, aus dem Ringen mit Deutschland einigermaßen wohl- erhalten herauszukommen, lag auf der Hand, Daß aber auch dann, wenn dies England nicht gelang, England seinen ganzen plutokratischcn Einfluß in der übrigen Welt gegen die Achsenmächte in Europa und Japan im Fernen Osten spielen lassen würde, um den Krieg auszuweiten, wo überhaupt nur die geringste Aussicht dazu gegeben schien, das war ebenfalls allent­halben unverkennbar. So war es die Japan und den Achsenmächten gleichzeitig mittelbar und un­mittelbar von England her drohende Gefahr, was jeke Schicksalsgemeinschaft zwischen den Achsenmächten und Japan schuf, von der der Abgesandte des Tenno, Außenminister Matsuoka, in seiner Erklärung zu Rib­bentrop sagen konnte, daß es eine Schicksalsge­meinschaft ist, die dem größten Bündnis, das je die Welt gesehen, zugrunde liegt, eine Schicksalsgemein­schaft, die — was nicht vergessen werden soll — für alle Eventualitäten gedacht ist.

Klare Es ist eine durchaus klare Sprache, die in 5vracke Berlin zwischen dem Außenminister des Tenno ^ ' und dem des Eroßdeutschen Reiches geführt

wurde und nicht weniger klar dürften die Aeußerungen sein, welche die Welt m den nächsten Tagen aus Rom vernimmt, wo Ssosuke Matsuoka mit Ciano, dem Außen­minister des italienischen Imperiums seine Meinungen auszutauschen im Begriff ist. Die im Dreierpakt zusam­mengeballte Kraft einer Machtkombination, die plan­voll zum Einsatz gebracht, unüberwindlich ist, stellt auch beute noch die angelsächsischen Friedensstörer vor die Wahl, den Frieden, soweit er nicht schon durch Eng­land in Europa vernichtet wurde, wenigstens dort zu wahren, wo er noch besteht oder aber auch dort dem siegreichen Schwert der jungen Völker zu begegnen, wo es die politische Herzensverhärtung der plutokra- tischen Staatsführungen nicht anders will. Ebensowenig wie die dem konstruktiven Gedanken der Achsenmächte entsprechende Neuordnung Europas den Frieden unseres Festlandes hätte gefährden müssen, wenn nur das pluto- kratische England nicht an dem Anspruch seiner Vor­herrschaft über Europa festgehalten hätte, ebensowenig braucht die Verwirklichung einer pazifischen Neuordnung den Frieden zwischen Japan und einer außerhalb des ostasiatischen Raumes befindlichen Macht zu stören. Am guten Willen Japans, die Beziebungen mit England und USA, behutsam zu pflegen, hat es jedenfalls nie gefehlt, und wenn diese Beziehungen heute ganz anders als befriedigend sind, so haben sich dies allein außer England die USA, selber zuzuschreiben, vor allem aber die USA., denen gegenüber gerade Matsuoka alles tat, um ihnen zu beweisen, wie Japans Kampf um die Un- abhänaigkeit des Fernen Ostens von machtpolitischen Einflüssen raumfremder Staaten ein gerechter Kampf ist und durchaus keine Schädiaung oder gar eine Ve- schneidung der Lebensinteressen der angelsächsischen Mächte bedeutet. Wenn man diese unbestreitbare Tat­sache aus reinem vlutokratischen Machthunger weder in London noch in Washington gelten lassen will. so muß in Asien die Entwicklung ihren Lauf nehmen, so wie sie in Europa ihren Lauf nahm. Wir in Deutschland aber können zu Matsuokas Versicherung, daß das japanische Volk in Freud und Leid zu Deutschland halten werde nur erwidern, daß diese von ihm dem deutschen Volke übermittelten Gefühle des japanischen Volkes der un­bedingten Gegenseitigkeit auf feiten Deutschlands sicher sein können. Jedenfalls, sollen alle Gegner der im Dreimächtepakt verbündeten Großmächte zu ihrem eigenen Schaden und eher noch als ihnen lieb ist, erkennen wie erfolgreich sich die Droierpaktmächte gegen alle offenen und versteckten Angriffe auf ihr von Lebensnotwendig- keiten diktiertes Streben zu wehren wissen und des wei­teren sollen jene Gegner, erkennen, daß der Dreimächte-

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Der japanische Außenminister weilte bei Rcichsmarschall Göring m Carinhall.

Die deutsche Luftwaffe führte im Seegebiet um England den Kamps gegen die britische Handelsschissahrt mit Ersolg

Aegaischcn Meer ein Flugzeugträger und zwei briti Kreuzer von italienischen Torpedos getrossen.

I" der, jugoslawischen Hauptstadt kam es erneut dcutjchicinblichcn Ausschreitungen, gegen welche die I, slawische Regierung keine Maßnahmen traf.

Der Kroatensuhrer Tr. Matsche« ist Gegenstand wild, Gerüchte aus Belgrad.

Unter Führung des Reiches wurde zur Ausbeutung °ur°p°'ichcn Erdöllager und zwecks Zurückdrängn»« ausländischer Gesellschaften die „Kontincn Ljel-AG. gegründet.

Die Deutschen Afrika-Linien wurden von der ossenen S dclsgescllschast John T. Essbergcr L Co., Asrika-Lin Hamburg, übernommen.

Der Bankverein sür Nordwcstdcutschland verzeichnet 1949 größere Umsätze, die sich auch 1941 fortgesetzt ha! Berbcsserte Bezugsbedingungen bringt die zweite Sä lingskarte sür Spinnstosswarcn.

Das zweite Bremer Wunschkonzert dieses Kricgswin erbrachte über 199 99» Mark Gesamtspcnde.

Das erste Bremer Lustschutzhaus wurde gerichtet ?röisäuLrew°^°.""^E Zwischenbilanz des Fi