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(27.3.1941) Nr. 86
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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Anz eigen - Grundpreise»

Die 1 mw hohe und 22 nur, breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile im Teilten 75 >HL. Ermüßigte Trundpreise <sür Klein- u.Familien- anzeigea u a.> sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß- staffel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine GewShr. Annahme­schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21, Su Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatttsalkers in Oldenburg und vremen

Nr. 86 / 11. Zastrgang

Donnerstag. 2?. INarz 194t

kinzelpreis 16 Nps.

Ne Welt blickt nach verlin

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der Abgesandte des lenno traf in der Neichsliauptstadt umjubelt ein

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flustaktzum Staatsbesuch

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rck. Verlin» 28. März.

Begeistert von den Millionenmassen der Berliner Be­völkerung begrüßt, traf in den späten Nachmittagsstun­den des Mittwoch der hohe Gast der Reichsregierung, der japanische Außenminister Matsuoka, in der Reichs­hauptstadt ein. Die Ankunft Matsuokas gestaltete sich zu einer gewaltigen Demonstration für die deutsch-japa­nische Freundschaft und die Dreierpaktpolitik. Zur Begrü­ßung des Außenministers des verbündeten Japans hatte sich der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop auf dem Anhalte» Bahnhof eingesnnden.

Ferner waren erschienen: der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Keitel, die Reichsminister Dr.

. Frick, Dr. Goebbels, Lammers, Graf Schwerin von Krosigk, Ohnesorge, Funk, Dr. Todt, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Reichsführer -- Himmler, Stabschef Lutze, Reichspresfechef Dr. Dietrich, Reichsarbeitsführer Hierl, Reichsleiter Korpsführer Hühnlein, die Staatssekretäre des Auswärtigen Amtes Frei­herr von Weizsäcker, Bohle und Keppler, ferner die Staats­sekretäre Schlegelberger. Reinhardt und von Tfchammer und Osten, Botschafter Ritter von Ott, der Chef der Ordnungs­polizei Daluege, die ---Obergruppenführer Heißmeyer und Lorenz, ---Gruppenführer Hehdrich, NSKK.-Obergruppenführer Krcnzlin, General der Kavallerie Freiherr von Dalwigk, Un­terstaatssekretär Woermann, der Präsident der Deutsch-Japa­nischen Gesellschaft Admiral Foerster, der Kommissarische Bür­germeister der Reichshauptstadt Steeg und der Polizeipräsi­dent SA.-Obergruppet-.sührer Gras Helldorf.

Nachdem Reichsaußcnministcr von Ribbentrop den japani­schen Gast aufs herzlichste willkommen geheißen hatte, stellte ihm Außenminister Matsuoka die Herren seiner Begleitung dor:

Den Direktor der Europa- und Westasienabteilung des Außcnministeriums Sakamoto, den Leiter des Ministerbüros im Außeuministerium Legationssekretär Toshikazu Kaze, Le- gationssekretär in der Europa- und Weshpsienabteilung Shinsaku Hogen, den Privatsekretär des Außenministers, Oberst Nagai. Fregattenkapitän Shigeru Frkjii, den Direktor der südmpndschurischen Eisenbahngejellschast Toshikazu Na- kanishi, den außerordentlichen Sekretär im Außenministermm Saionji, und den Sonderkorrespondenten der japanischen Nachrichtenagentur Domei, Okamur.

Der Reichsaußenministcr machte sodann den Gast mit den zu seiner Begrüßung erschienenen Missionschefs der verbün­deten Großmächte und ihnen angeschlossenen Staaten, den Mitgliedern der Reichsregierung, Rcichsleitern, führenden Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht sowie den Abteilungsleitern - des Auswärtigen Amtes bekannt. Darauf geleitete Neichsaußenminister von Ribbentrop den japanischen Außenminister aus den Borplatz des Bahnhofsgebäudes, wo er unter den immer wieder aufbrausenden Heilrusen der Ber­liner Bevölkerung mit dem Neichsaußenminister die Front der angetretenen Ehrenformationen der Wehrmacht und der Partei abschritt. . ... . .

Im Anschluß daran fuhren die beiden Außenminister durch ein Spalier der Wehrmacht und der Formationen der Ns- DAP. zum Gästehaus der Reichsregierung, dem Schloß Belle- vue, wo Außenminister Matsuoka iür die Dauer fernes Ber­liner Ausenthalts wohnt. Der verschwenderischen Fülle von Blumen und Fahnen aus dem Anhalter Bahnhof entspricht die Ausschmückung der Straßen bis zum Gästehaus der Reichsregierung. Wohin man blickt, überall beherrschen die Farben Japans und die Hakenkreuzfahnen das Bild.

" Auf den Bürgersteigen drängen sich Zehntausend-; sie säumen die Aniahrtswege zum Schloß Bellevus von der Hedcmann- straße über die Wilhelmstraße. Unter den Linden, das Bran­denburger Tor, die Lstwestachse bis zur Siegessäule und dann zum Gästehaus. Dem Wagen des Reichsaußenministers, in dem Außenminister Matsuoka Platz genommen hat, fylgt eine Kolonne von Wagen mit den Ehrengästen. Aus den Fenstern der Häuser beugen sich begeistert grüßende Men­schen sie winken oder schwenken wie die Massen aus den Straßen, kleine Fähnchen Festlich repräsentiert sich vor allem die Wilhelmstraße. Das strahlende Weiß der spanischen Fah­nen hellt die dunklen Häuserfronten aus. Der Jubel der Masten brandet dem hohen japanischen Gast gus seiner gan­zen Fahrt entgegen. Besonders prachtvoll ist auch der Pariser Platz ausgeschmückt. Auf hohen Säulen sind die Fahnen der

Deutschland grüßt Matsuoka

Vreierpakt größtes Machtinstrument der weit

Oraktbsiicbt uossrsr Lsrlinsr Zctiriktleituiur.

rä. Berlin, 26. März.

Hatte schon die erste Nachricht von dem Besuch des japanischen Außenministers in Berlin und Rom in der Welt die größte Spannung ausgelöst, so sind die Kabi­nette aller Länder, insbesondere London und Washing­ton, in höchster Erwartung über den Ablauf des histo­rischen Ereignisses. Man steht und fühlt in London nunmehr die ungeheure Tragweite dieses Paktes der drei Großmächte und der diesen angeschlossenen Staaten. Ihnen gegenüber stehen die Verteidiger einer veralteten imperialistischen Weltordnung. Daß der Bund der jungen Völker entschlossen ist, den Kampf gegen die alte Welt, d. h. für eine auf natürlichen Grundlagen fußende Neuordnung gegen die plutokratische Ungerechtigkeit bis zum Ende, bis zum Siege durchzuführen, ist heute auch in England und in den Vereinigten Staaten klar ge­worden.

Trotz dieser Erkenntnis gedachte man sowohl in Lon­don wie in Washington die propagandistische Aus­wirkung des Besuches Matsuokas in Verlin dadurch ab­zuschwächen, daß man den Dreierpaktmächten durch Treibereien gegen Jugoslawien einen Stoß zu versetzen versuchte. Das jugoslawische Vorspiel zum Besuch Mat­suokas in Berlin hat aber einen anderen Verlauf ge­nommen, als es sich London und Washington vorgestellt hatten.

Der Empfang, der dem japanischen Außenminister in Berlin in so kraftvoller Begeisterung bereitet wurde, ist ein Zeichen des unbeugsamen Selbstbehauptungs- und Ajlfbauwillens nicht nur des Großdeutschen Reiches und Italiens, sondern ganz Europas. Der Besuch Matsuokas in Verlin zeigt der Welt die Parole der Zukunft: Ver­lin, Rom, Tokio. Von dieser weltpolitischen Plattform aus begrüßt das ganze deutsche Volk den hohen Vertreter der ihm verbündeten japanischen Nation mit ebenso aufrichtiger wie lebhafter Herzlichkeit.

starte Schläge Ver deutschen Luftwaffe

flm Mittwoch erneut Z1 soo vnr. vernichtet und eooo vnr. schwer beschädigt

Berlin, 26. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe versetzte am Mittwoch bei gutem Angrisfswetter der britischen Handclsschifsahrt erneut harte Schläge. Nach bisher vor­liegenden Meldungen wurden insgesamt etwa 31588 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes ver­nichtet und 6808 BRT. schwer beschädigt. Im Atlantischen Ozean, mehrere hundert Kilometer west­lich der Shetland-Jnsel, griff ein deutsches. Fernkampfflugzeug einen besonders stark gesicherten Eeleitzug an und versenkte daraus ein vollbeladenes feindliches Handelsschiff von rund 18 888 BRT. durch Volltreffer. Im gleichen Seegebiet sielen zwei weitere Handelsschiffe von 8888 und 8588 BRT. Angriffen anderer Fernkampfflugzeuge zum Opfer. In der Themsebncht, unmittelbar unter der englischen Küste, vernichtete ein leichtes Kampfflugzeug einen Tanker von etwa 6888 BRT. Das Schiff stand nach kühn geführtem Tiefangriff, bei dem auch die Bordwaffen in Tätigkeit traten, lichterloh in Flammen. An der britischen Südostküste blieb außerdem ein Handels­schiff von 8888 BRT. nach Bombentreffer mit Schlagseite liegen."

Vor Skw.-Vericht vom Mittwoch

Berlin, 26. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe vernichtete am 25. März im Seegebiet um England 5888 BRT. und beschädigte rund 15 888 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum. Es wurden ver­senkt ein Handelsschiff von 2888 BRT. ostwärts Clacton on Sea durch Bombenvolltreffer, ein zweites von 3888 BRT. am Eingang des Bristol-Kanals. Ein Schisf von 8886 BRT. wurde vor Ereat Ssarmouth in Brand ge­worfen. Ein Dampfer von 4686 BRT. blieb nördlich

Bewquay nach Tiefangriff mit Schlagseite liegen. Süd­lich der Färöer-Jnseln wurde ein weiteres Handels­schiff von etwa 3888 BRT. getroffen. In Südengland bombardierte ein Kampfflugzeug die Gaswerksanlagen einer Industriestadt mit guter Wirkung. Bei Luftkämpfen über der englischen Südlüste verlor der Gegner ein Jagdflugzeug vom Muster Spitfire. In der Nordsee schoß ein Vorpostenboot ein angreifendes Torpedoflug­zeug ab. Der Feind flog in der vergangenen Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Ge­biete ein."

verbündeten Mächte gebündelt. Im Mittelportal des Bran­denburger Tores weht, vom Abendwwde geschwellt, erne riesengroße japanisch« Flagge, während die vier anderen Durchfahrten mit Hakenkreuzfahnen geschmückt sind, Ueber- wältigend ist der Blick über die Ostwestachse, So weit das Auge'reicht bis hin zur Siegessäule, flankieren rechts und links die Farben der beiden verbündeten Mächte diese Pracht­straße. Hinter den Spalieren der Wehrmacht und aller For­mationen der Partei, die den Weg vom Bahnhof zum Gäste­haus umsäumen, stehen auch hier Zehntausend« von Menschen, die den Kaiserlich-japanischen Außenminister bei der Vorbei- iahrt seiern,

Bor dem Schloß Vcllevue ist ein großes Rund geschmückt mit den japanischen Fahnen. Als Außenminister Matsuoka zusammen mit dem Rcichsautzenministei vor dem Gästehaus der Reichsregierung eintrisst und hier von Staatsminister

Dr. Meißner im Auftrag des Führers begrüßt wird, da weiß er, daß ihm das ganze deutsche Volk durch den Mund der Berliner Bevölkerung einen herzlichen Willkomm darge­bracht hat.

ver süßrer auf dem vaikon der Neichskanziei

Nachdem die Autokolonne vorüber und der japanische Gast im Schloß Bcllcvuc angekommen war. strömten die Menschcn- masscn zum Wilhclmplatz vor die Reichskanzlei. Immer wie­der hörte man Rufe, wie „Wir danken unserem Fiihrerl". In Sprechchörcn wurde der Wunsch laut. den geliebten Führer aus dem Balkon zu sehen. Das Ausharren der Menge wurde belohnt. Plötzlich öfsncte sich die Tür zum Balkon der Reichs­kanzlei, und unter unbeschreiblichem Jubel der Tausend- er­schien der Führer, um die Grüße seiner begeisterten Berliner zu erwidern.

votsckaft Matsuokas an das deutsche Volk

„Sie japanische Nation wird nicht hinter euch zurückstehen an Irene, Mut und entschloffenheit"

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Berlin, 2K. März

Der Außenminister des T-nno, Matsuoka, erließ folgende Botschaft on das deutsche Volk:

„Run, da der Dreimächtepakt Tatsache geworden ist, wird die japanische Nation mit Euch sein in Freude und Leid. Sie hat einen unbedingten Glauben an die große Persönlich­keit des Führers und die hervorragenden Eigenschaften des deutschen Volkes. Sie wird nicht hinter Euch zurückstehen an Treue. Mut und fester Entschlossenheit, die Welt auf Grund einer neuen Ordnung auszurichten. Wir müssen in der Zu­kunft und nicht in der Vergangenheit leben. Laßt uns vor­wärts und nicht rückwärts schauen!

Das Ideal, das dem japanischen Volk über alles teuer ist, wird in „Hakko Jchiu" verkörpert, jener harmonischen Welt- gemeinschaft mit Raum sür alle Völker zur Verwirklichung ihrer Wünsche und Erfüllung ihrer Sendung, ein Ideal, das der japanischen Ration seit undenklichen Zeiten als Erbe ver­macht wurde und aus dem der Grundstein des Kaiserreiches ruht. Dieses Ideal kommt in der Präambel des Dreimächte­paktes klar zum Ausdruck, ja. es ist tatsächlich die Grundlage des Paktes.

Unser Volk vertraut darauf, daß auch das deutsche Volk dem Geist und dem Ziel des Dreimächtepaktes die Treue wahrt. Ich brauche kaum hinzuzufügen, daß die Herzen unseres Vol­kes sür die deutsche Nation schlagen in dem gigantischen Kamps, der gegenwärtig geführt wird: es betet, daß die Krast und der Mut der tapferen deutschen Nation zu einem raschen «reg ferner Sache führen möge.

Ich komme auf Einladung der deutschen und der italieni­schen Regierung und hoffe, durch meinen Aufenthalt in den beiden Ländern zu lernen und daraus Nutzen zu ziehen so daß es mir vergönnt ist, noch besser zur engeren Zusammen­arbeit der verbündeten Nationen beizutragen."

öespröch im fahrenden Sonderzug

Mutsuoka über die Bedeutung feiner Europa-Reise

Posen, 26, März

Während der Sondeiyug der Reichsregierung, der den Kaiserlich-Jnpanischen Außenminister Matsuoka von der deutschen Grenze aus nach Berlin brachte, sich der Hauptstadt des Warthegaues näherte, empsing der Außenminister die mitreisenden Vertreter der deutschen und italienischen Presse in seinem Salonwagen, In lebhastem Gespräch, in seiner Rechten die unerläßliche Pfeife, unterhält sich der Minister mit den Schriftleitern, Er betont, daß er sich seinem Vater­lands gegenüber verpflichtet gefühlt habe, mit den Männern, die Europas Geschicke entscheidend bestimmen, in persönliche Berührung zu kommen. Bei der Unterzeichnung des Dreier­paktes im vergangenen Jahre habe er zwar fernmündlich mit ihnen von Tokio aus gesprochen, aber schon damals hab« er den Entschluß gefaßt, bei nächster Gelegenheit sie und auch den Neichsaußenminister von Ribbentrop persönlich aufzu­suchen, Während er mit iNussolini schon einmal zusammen­getroffen sei, habe er den Führer deS Deutschen Volles noch

nicht gesehen. Schon im Jahre 1933, nach seiner großen in Gens, mit der praktisch der Austritt Japans aus Eenser Liga vollzogen wurde, habe er den Wunsch qe Adolf Hitler zu sehen, doch sei dies damals leider nicht lich gewesen.

Im weiteren Verlaus des Gespräches mit den Vertr der Presse der Achsenmächte hob Matsuoka hervor welch sondere Bedeutung seine Reise sür die Stärke der A< mächte habe. Dabei betonte der Außenminister des T wiederholt, wie bedeutsam gerade die bevorstehende persö, Fühlungnahme der Staatsmänner des Drcierpaktcs sei er als das „stärkste internationale Instrument sür die' nung der Welt" bezeichnete. Als das Gespräch aus die lung Japans zu Amerika kam, versicherte Matsuoka Japan nichts von Amerika wolle, aber umgekehrt' wünsche, daß Amerika Japan in Frieden lasse. Wer I Verhältnis störe, werde sich die Finger verbrennen.

Line krklärung der japanischen Negierun«

Tokio, 26. Mö

Anläßlich des Beitritts Jugoslawiens zum Dreimächk veröffentlichte die japanische Regierung eine Erklärung der es u. a. heißt: „Im Hinblick auf die Tatsache, daß ? slawicn einer der einflußreichsten Staaten aus dem Balko und ,n der letzten Zeit im Mittelpunkt des internatio, Interesses stand, muß seinem Beitritt zum Dreimächt

zemessen werden E >ehauptct wird, das endgültig geklärt ho

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Von

?rok. Dr. Lcstönsmnnv

Als Japans Beitritt zu einem Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien in Amerika bekannt wurde, erschien in der Washingtoner Post eine Karikatur, über­schrieben: „Keine Zeit für Bluffs". Am Pokerttsch sah man gegenüber einem angstvollen Japaner nur eine mächtige Spielerhand s.,Britisch-amerikanische Zusam­menarbeit") mit drei Trumpfkarten: Exportembargo, Import embargo und Burmastratze. Die Stellungnahme der amerikanischen Leitartikel war entsprechend, Sie hat sich bis heute aber noch verstärkt: man hofft, Japan mit Wirtschaftsdruck mürbe zu machen. So ergibt sich die Frage ganz von selbst: wie ist Amerikas Verhältnis zu Japan? Wie hat es sich gestaltet?

Jenen Zeitungscartoon erläutert man heute am besten mit dem England-Hilfe-Eesetz, dem „Pacht- und Leih- gesetz". Beide Namen sind leicht irreführend. Tatsächlich ist das neue Gesetz ein machtpolitisches Instrument für einen interventionslüsternen Präsidenten, der Sonder­vollmachten für seine Kriegsausweitungspläne begehrt und erhalten hat. Schon aus dem ganzen, absichtlich vage gehaltenen Wortlaut des Gesetzes geht hervor, daß es sich um weit mehr als um bloße Englandhilfe handelt. Auch Griechenland hat so bereits unter dem neuen Ee- setzeszustand eine gewisse, wenn auch unbeträchtliche Zu­teilung von Kriegslieferungen erhalten. Es ist eben der Sinn dieses Gesetzes, daß der Präsident jedem Staat seine Hilfe zuteil werden lassen kann, den er „für die Verteidigung der Vereinigten Staaten für wesentlich erachtet". Das kann und wird ebenso über den Atlantik wie über den Pazifik geschehen. Der amerikanische Jinao Newell, der kürzlich erklärte: „Amerika nenne das Ge­setz zwar höflicherweise Pacht- und Leihgesetz, in Wirk­lichkeit aber habe Amerika damit Deutschland den Wirt­schaftskrieg erklärt" hätte das ruhig gleich auf Japan ausdehnen sollen; denn China ist bereits acnugsam in der amerikanischen« Öffentlichkeit als ein Staat'bezeich­net worden, der im Interesse von Amerikas „Verteidi­gung" unbedingte Unterstützung erhalten müsse.

Ursprünglich keine Gegensätze

Es ist noch keine hundert Jahr her, daß es Amerika durch Admiral Perrys Misston gelang, Japan dem We­sten, seinem Handel und seiner Zivilisation zu erschlie­ßen und sich selbst den ersten Friedens- und Handels­vertrag mit ihm zu sichern. Damit war der Grund für freundschaftliche Beziehungen gelegt und für einen ent­sprechenden eigenen Japankurs in Washington. Das ist auch bis um die Jahrhundertwende so geblieben bis endlich Präsident Theodore Roosevelt seine Japanpolitik bewußt im Zusammenhang mit der europäischen Ee- samtlage samt deren Auswirkungen in Asien und im Pazifik betrieb, das heißt eindeutig mit Rücksicht auf das immer intimer werdende Verhältnis zu Groß­britannien. Japan erging es dabei ähnlich wie dem kaiserlichen Deutschland, es befand sich außenpolitisch stets in einem „vitalen Dreieck" mit Amerika und Eng­land zusammen. Es mußte mit beiden Mächten zugleich rechnen, ohne das immer zu wissen oder gar zu wällen.

Amerika hatte zuerst nicht das Mißfallen europäischer Mächte am Aufstieg Japans geteilt: das enalisch- lapamsche Bündnis von 1902 war Washington nicht un­angenehm gewesen; denn auch Amerika hatte sich im Verhältnis zu Rußland gewandelt. Vor allem die hin­terhältige Politik der Zarenregierung in der Man­dschurei hatte die alte Freundschaft mit Rußland in die Bruche gehen lassen. Das englisch-japanische Zusammen­gehen mit dem nach außen erklärten Ziel der Unab­hängigkeit und territorialen Unocrletzlichkeit Chinas paßte sogar zur eignen Chinapolitik. Sä betrachtete sich Mishington sozusagen als stiller Teilhaber des englisch- lapanischen Bündnisses. Wenn sich auch die Volksstim­mung .in Amerika bald verschlechterte und schließlich gegen das Bündnis wandte.

„Hemdärmelpolitik" gegen japanische Einwanderung

...Der Westen der Union unter Kaliforniens Führung suhlte sich von der japanischen Einwanderung „bedroht^ und die amerikanische Regierung mußte dem Rechnung tragen. Die antijapanische Propaganda nahm immer heftigere Formen an. Die ganze „angelsächsische Zivili-

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Gestern versenkte die deutsche Luftwafse erneut 31 M>ü BRT -chussraum. '

Begeistert von der Berliner Bevölkerung begrüßt trai Außenminister Matsuoka in der Reichs- yauptstadt ein. >

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Halifax hielt in USA. eine Hetzrede.

Der Veitritt Jugoslawiens zuni Dreimächtepakt wird in der geiainten nichtangelsächsischen Weltpresse als ein Er­eignis wcitefttragender Bedeutung gewürdigt.

Reichslciter Noscnberg eröffnete das Institut sür Juden­forschung ,n Franksurt mit einer großen Rede. ^

Kr-islcitcr Blanke zeichnet 178 Bremer Volksgenossen iür Einsatz im Dienst der Gemeinschaft aus. iür

Gesandte in Berlin, Lü I Wen wellte zu Wirtschaftsbcsprcchlingen in Bremen. ' '

Auf einer Kreisworttagung in Oldenburg wurden die

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