Ausgabe 
(23.3.1941) Nr. 82
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parteiamtliche Tageszeitung

^ Oao Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien fjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblalt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. 82 / 11. Jahrgang

Sonntag, 2Z. TNarz 1941

kinzelpreis 15 Npf.

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Schwere deutsche Seestreitkräste vernichteten im Nordatlantik insgesamt 22 Handelsschiffe

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Berlin, 22. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Der Flottenchef Admiral Lütjens als Führer , eines Schlachtschiffverbandcs meldet als bisherigen Er­folg einer längeren Unternehmung schwerer Seestreit^ kräste im Nordätlantik die Versenkung von insgesamt 22 bewaffneten Handelsschiffen mit zusammen 118 VVV BRT. 8VV Ueberlebende wurden dabei von deut­schen Schlachtschiffen gerettet. Deutsche Unterseeboote griffen an der afrikanischen Westküste einen nach Eng­land bestimmten, schwer beladenen und gesicherten Ee- leitzug an. In mehrtägigem zähen Festhalten am Geg­ner und in immer erneuten Angriffen gelang es den Unterseebooten, elf feindliche Schiffe mit insgesamt 7-voll BRT. (nicht wie zuerst berichtet 89 0VV BRT.), zu versenken.

2m Verlaufe des gestrigen Tages fügte auch die Luft­waffe der feindlichen Schiffahrt erheblichen Schaden zu. Insgesamt fielen etwa 31VVV VRT. Schiffsraum der Vernichtung anheim. Weitere Küvll BRT. wurden schwer beschädigt. So griffen nördlich Kreta deutsche Kampf­flugzeuge in den Nachmittagsstunden einen gesicherten Gelcitzug mit großem Erfolg an. Ein Tanker modernster Bauart von 12 llv» VRT. stand nach zwei Volltreffern in Flammen und mutz als verloren betrachtet werden. Ein zweites Schiff von 8VÜV VRT. brach durch einen Bombentreffer mittschiffs in zwei Teile auseinander. Ein drittes Handelsschiff von Kllllv VRT. geriet in Brand. In den Gewässern um Malta erhielt ein eng­lischer Zerstörer einen Bombentreffer auf das Vorschiff. 2m Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge im Vristolkanal südostwärts Pembroke ein Handelsschiff von 4M« VRT. und einen Tanker von 40W BRT. Ferner sank südostwärts Aldebourgh ein weiteres Han­delsschiff von rund 3VV8 BRT. nach Bombenvolltrcsfcr.

Stärkere Kampfkräfte belegten in der Nacht zum 22. März abermals die Hafen- und Dockanlagcn von P"l ymouth mit Bomben aller Kaliber. Ausgebreitete Brände entstanden vor allem im Slldtcil des Hafens. Die in der vorhergehenden Nacht erzielte Wirkung wurde durch diesen Angriff noch erheblich verstärkt.

Ueber, dem Reichsgebiet fand bei Tag und bei Nacht keinerlei Kampftätigkeit des Feindes statt. Flakartillerie schätz zwei feindliche Flugzeuge, Nachtjäger und ein

Her silkrer überreichte Seneraileutnank Nommel das kichenlaub ;um Nitterkreu;

Berlin, 22. März.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht über­reichte am 2t>. März dem Kommandierenden General des deutschen Afrika-Korps, Generalleutnant Nommel, als zehntem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Generalleutnant Nommel war im Wcstscldzug einer der erfolgreichsten Panzerdivisions- Kommandcurc, der durch hcldenhastcn persönlichen Einsatz und Kühnheit in selbständigen Entschlüssen sich in kürzester Zeit den Weg zum Atlantik bahnte und damit der deutschen Führung wesentliche Möglichkeiten zur endgültigen Vernich­tung des französisch-englischen Heeres gab.

Minenräumboot je ein feindliches Flugzeug ab. Der Feind verlor ferner am gestrigen Tage in Luftkämpfen zwei Jagdflugzeuge vom Muster Hurricane. Die Ver­luste des Gegners betrugen damit am 21. März insge­samt sechs Flugzeuge, denen zwei eigene Flugzeuge gegenüberstehen..

Bei einem Angriff auf den feindlichen Eeleitzug an der afrikanischen Westküste haben sich die Unterseeboote unter Führung von Kapitänleutnant Oesten und Ka­pitänleutnant Schewe besonders ausgezeichnet."

Newhork, 22. März

Zu dem zweiten großen Luftangriff auf Plymouth schreibt die Agentur Associated Preß. die deutsche Luftwaffe habe sechs Stunden lang Brand- und Sprengbomben aus die Stadt herabregnen lassen. Ein Vertreter von United Preß berichtet aus Plymouth, bei Morgengrauen habe die Stadt ein schreck­liches Bild geboten. Straße um Straße habe Spuren schwerster Zerstörungen ausgewiesen. Ganze Reihen von Gebäuden lägen in Ruinen und viele weitere seien unbewohnbar geworden.

1. S. 0. Bremen, 23. März.

Sinnesverwirruno Als vor wenigen Tagen ein auf- geschlossener Engländer, Sir Ro- 1M englischen Volke Adam, dem Kommandeur der britischen Truppen in Nordengland erklärte, dah heute Deutschlands Aussichten, England niederzuwer­fen, viermal größer als im vergangenen Herbst seien, ließ er erkennen, daß er des Führers Wort: „Wir haben während des Winters nicht geschlafen", in seiner ganzen Tragweite für den weiteren Ver­lauf des von England Deutschland aufgezwnngcncn Krieges verstanden hat. Sir Ronald Adam hat dieses Führerwort verstanden und wohl angesichts dessen, was er mit eigenen Augen in England beobachten kann, seine Folgerungen daraus gezogen. Stehen diese Folgerungen im krassen Gegensatz zu dem, was Churchill und sein leibeigener Anhang innerhalb der englischen Regierung und was vor allem die Plutokratenpresse Englands als die gegenwärtige Kriegslage hinzustellen belieben, so

In geschlossenem Verband im flllantik

Schwere Schlüge trotz Segenwirkung fast der gesamten feindlichen Schlachtfl otte

Berlin, 22. März.

Zu dem im Wchrmachtsbcricht bekanntgegebenen Erfolg der Seestreitkräste des Admirals Lütjens werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Deutsche Schlachtschiffe führten erstmalig in der Teckricgsgeschichtc in geschlossenem Berband eine Ope­ration in den Gewässern des Atlantik durch und haben mit dem unmittelbaren Angriff aus die Hauptverbindungslinien des Feindes begonnen. Die bisherigen Unternehmungen stan­den unter der Gegenwirkung fast der gesamten feindlichen Tchlachtslotte und zahlreicher leichter Fcindstrcitkräftc. Den­noch gelang es unseren zahlenmäßig unterlegenen Schlacht­schiffen, dem Feind im Nord- und Mittel-Atlantik schwere Schäden zuzufügen. Es wurden allein bei einem Angriff auf die von kanadischen Häfen ausgehenden Geleitwcgc in kurzer Zeit angesichts in unmittelbarer Nähe operierender feind­licher Schlachtschiffe süns Dampfer mit 33 888 BRT. versenkt. An anderer Stelle wurden 18 Dampfer mit zusammen 75 888 BRT. vernichtet. Insgesamt versenkte die Artillerie der Schlachtschiffe bisher 22 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 118 008 VRT.

Zu einer Reuter-Meldung, daß die deutschen Schlachtschiffe „Scharnhor st" und „G n e i s e n a u" im Atlantik operier­ten, erinnert das Oslocr „Norsk-Telegram-Buro" daran, daß der englische Nachrichtendienst diese beiden Schisse bereits zur Zeit der Norwcgcnaktion als verloren gemeldet habe. „Reuter bestätigt damit also, daß die früheren englischen Meldungen unwahr waren". Die Agentur verweist aus die Reuter-Mel­dung vom 18. April 1948, wonach das Schlachtschiff „Gnei- senau" von norwegischen Küstenbatterien versenkt wurde. Ebenso habe sich damals das frühere norwegische Oberkom­mando in diesem Bericht Nr. 3 vom 12. April dieser eng­lischen Lüge angeschlossen und behauptet, „Enciscnau" sei im Oslosjord versenkt worden. Auch das Schlachtschiff „Scharnhorst" habe Reuter infolge Volltreffer britischer Bom­ber als verloren gemeldet. Die Welt erhalte mit dem jüngsten Eingeständnis Reuters den weiteren Beweis sür die Un-

wahrhastigkeit der englischen Erfolgsmeldungen und für die Richtigkeit der deutschen militärischen Berichte.

Sensation der wett

lligsomslckuog äussre» Ztocbkolinsr Vertreters

Stockholm, 22. März.

Die Nachricht der erfolgreichen Operation der deutschen Schlachtschiffe ist in der schwedischen Presse als Beweis dafür genommen worden, daß die „Schlacht um den Atlantik" in vollem Umfange begonnen hat. Von englischer Seite ist zu diesem Thema durch. Churchills Kombinationen über Art und Größe der deutschen Kriegsschiffe beigesteuert worden, die im Atlantik operieren sollen — gerade ausreichend, um die internationale Sensation zu verstärken. Auch die Verscnkungs- meldungcn der deutschen Luftwaffe finden lautes Echo.

In den außerhalb des Krieges befindlichen Ländern macht sich immer stärker der Eindruck geltend, daß England im Seekrieg und besonders in der Tonnage mit dem Rücken an der Wand kämpft und daß die entscheidende Phase des Krie­ges naht. Die schwedisüx» Blätter bringen Vermutungen darüber was sür deutsche Kriegsschise im Atlantik eingesetzt sind. Es wird ferner die Frage ausgeworfen, was eigentlich die angeblich die Meere beherrschende englisch« Flotte macht. Die deutsche Initiative bestimmt hier wie überall die Ent­wicklung des Krieges.

Der Newyorker „Christian Science Monitor" schreibt in einem Artikel, zu einer Zeit, wo Englands Schiffsverluste größer denn je seien, versuchten die Vereinigten Staaten. England wieder zn Hilfe zn kommen. Alles, was die Ver­einigten Staaten jedoch in dieser Frag« zur Zeit täten, sei nur die Bekanntgabe von Zahlen, die sie aus dem Papier stel)cn hätten. Es werde behauptet, daß Amerika in der Lage sei, alle 27 Tage einen Frachter zu bauen. Es dürfe dabei jedoch nicht vergessen werden, daß noch Monate vergehen wurden, ehe die IlSA.-Wcrstcn solvcit wären, daß sie ein sol­ches Bautempo beginnen könnten. Im Weltkrieg hätten die Vereinigten Staaten ein Frachterbauprogrämm 'sür 18 Mil­lionen Tonnen in Bewegung gesetzt. Bis zum Waffenstillstand seien davon nicht einmal drei Millionen Tonnen fertiggestellt gewesen.

Zweitgrößtes srachtschiff der wett erledig»

roepeöierung Ves englischen walsangmutterfchiftes „rerje Viken" / ks sank mit anderen großen srachtern

Von unserer Berliner LctiriltleitmvA

Stockholm, 22. März.

Die schwedische Presse vom Sonnabend meldet, daß das englische Walfangmutterschiff „Terjc Viien" in einem briti­schen Gelcitzug vor der englischen Westküste torpediert wor­den sei.

Das Walfangmutterschiff „Terje Diken" war mit seinen 18 5NN BRT. und einer Tragfähigkeit von 3V 888 Tonnen nach der „Nnitas" die größte schwimmende Walkoche- r e i und zugleich das zweitgrößte Frachtschiff der Welt. Es war >m Austrage der A. B. Rcscrva, Stockholm, von der Tsschimag, Werk A-G. „Weser", in Bremen er­baut und am 8. Juni 1938 nach einer Bauzeit von nur acht Monaten vom Stapel gelaufen. Nach seiner Indienststellung im Spätsommer 1936 führte das Schiff die norwegische Flagge. Zuletzt war es im Besitz'der britischen.Firma United Whatcrs Ltd., London.

Die Stockholmer Zeitung „Tagcns Nyheter" meldet zu der Dcrsenkung nähere Einzelheiten. Danach soll das Schiff, das mit vier weiteren Schiffen in einem britischen Gelcitzug fuhr, westlich von Irland vor einem deutschen U-Boot torpediert worden sein. Der Kapitän des holländischen Frachtdampfers „Lecrdam", dcr ebenfalls im britischen Dienst fuhr. machte in Hoboken nähere Angaben über die Versenkung. Danach liefen diese Schiffe am 3. März aus Glasgow, begleitet voy vier eng­lischen Torpedobooten, aus.

Als erstes Schiff des Gclcitzuges erhielt morgens früh um 4.28 Uhr die „Tclilian" >8123 BRT.) einen deutschen Torpedotrcffer. Kurz daraus wurde die „Terje Diken" ebenislls getroffen und sank schnell. Gleich daraus ver­schwanden zwei weitere britische Schisse, und zwar der 6588 BRT. große Tanker „Athelbcach" und das holländische Tank­

schiff „Mijdrecht" (7493 BRT.). In der Nacht darauf wurde nach dem Bericht des Kapitäns der „Lserdam" der Eelcit- zng aufs neue angegriffen, und der englische Frachter „Empire Attondant" versenkt.

„Newhork Times" zufolge erfuhren amerikanische Reeder- kreise, daß folgende drei britische Frachter aus dem Wege zwischen den Vereinigten Staaten und England versenkt wur­den: „Eap Nelson" (3887 VRT.), „City os Bcdsord" <8482 BRT,) und „Trelawny" (4689 BRT.) Gleichzeitig wird mit­geteilt, daß dcr finnische Frachter „Wirta" (4828 BRT.) mit einer Zuckcrladung an der Küste Islands scheiterte.

Aus Sao Viccnte auf den Kap Nordischen Inseln wird gemeldet, daß dcr holländische Tanker „Tapanoeli" (7834 BRT.) im Atlantik torpediert wurde. Ein Teil dcr Besatzung ist aus dcr Insel Boavista eingetroffen. Ein portugiesischer Kiistcndampser hat die Suche nach weiteren Schiffbrüchigen ausgenommen.

Wie aus Manila gemeldet wird, hat der Rundsunksender Batavia den der Tätigkeit eines deutschen Kriegsschisses in der Südsec zugeschriebenen Verlust des Dampsers „Rantau- pandjang" (2542 BN^..) bekanntgegeben. Die aus acht Weißen und 48 Eingeborenen bestehende Besatzung des Schisses sei gefangengenommen worden.

Der Regierung in Washington geht oüenbar die Ueber­nahme der bisher' von englischen Schiffen befahrenen Pazisiklinien nicht schnell genug Noch englischen Be­richten iinden zwischen der Regierung der Vereinigten Staa­ten und Privaten Schiffahrtsgesellschaften Verhandlungen über die Uebernahme wichtiger Transporte im Pazifik statt. Dadurch sollen, wie es in diesen Berichten heißt, englische Schiffe be­schleunigt entlastet werden. Nach einem Londoner Bericht dcr „Nationalzeitung" in Basel galten die Besprechungen, die zwei holländische Emigrantenministcr dieser Tage in Washington sührten, ebenfalls der Frage der Schiff-transport«.

Die amerikanische Zeitschrift „Life" besaßt sich mit der britischen Schiffahrt und schreibt, daß seit den Zeiten der IPaniscl^n Armada die Seelage Englands niemals so be­droht gewesen sei wie heute. „Verglichen mit der gegen­wärtigen Lage", so schreibt das Blatt „war die Schiffahrt un Weltkrieg eine Vergnügungsreise." Deutschland habe jetzt Flotten- und Lustbasen an dcr gesamten europäisckzen Küste von Norwegen bis Spanien Im Weltkrieg sei die britriche Handelsflotte dank den Verbündeten viel größer, und Italien und Japan befreundet gewesen. Da der Mittelmeer­weg jetzt abgeschnitten sei. müßten die britischen Frachter den großen Uiniveg um Afrika machen.

-Auch die Zeitung „New York Post" geht auf die englischen Lchiffsverluste ein und ,meint, daß der Verlust von nur 688 BRT. den Verlust von 25 USA -Bombern bedeuten könne und somit den Verlust von einer Million Arbeitsstunden. An anderer Stelle.behandelt das Blatt ebenialls die englische Schiffahrt, wobei es mir mit den von England allenialls zugegebenen Versenkungsztsscrn operiert. Zu dem gemeldeten iünf Millionen VRT. so meinte die Zeitung, müsse man wahrscheinlich weitere drei. Millionen hinzurechnen, die beschädigt und zur Zeit außer Dienst seien. Von höchster englischer Seite sei dem Vertreter des Blattes gesagt wor­den. man rechne damit, daß der U-Bootkrieg in kom­mender Zeit noch um 5 8 Prozent wirksamer- sein als bisher. Die llsA. würden im Lause des nächsten Jahres nicht mehr viel schiffe bauen können, und während dieser Zeit rechne man in England mit dem Verlust von weiteren süns Millionen.BRT.

Oslo, 22. März.

„Norske Telcgraminbüro" zufolge ging das 5655 BRT. große, im englisck^n Dienst fahrende norwegische Motorschiff „Teneriffa" verloren.

ist dies kein Merkmal einer falschen Bewertung der Lage durch den unvoreingenommenen englischen Beob­achter, sondern lediglich der Beweis einer nach wie vor von den Kriegsverbrechern in England bewußt betriebe­nen Sinn es Verwirrung im englischen- Volke. Ein Volk von Hammeln vermeint man manchmal vor sich zu haben, wenn man erkennt, was das englische Volk an schlechtweg unsinnigen und widersinnigen Behauptungen seiner führenden Schicht trotz Narvik und Dllnkirchen im­mer noch glaubt und wie es überhaupt nicht fähig zu sein scheint, sich an Hand längst geschichtlich gewordener Ereignisse ein eigenes Urteil über seine Lage zu bilden, geschweige denn, eigene Entschlüsse gegen seine Ver­derbe! zu fassen. Kein Wunder, wenn auch jetzt, wo dem englischen Volke die neuerlichen, sehr empfindlichen Schläge der deutschen Luftwaffe und der deutschen Kriegsmarine gezeigt haben, daß es nichts mit den durch Churchill und seine Spiehgesellen während der Wintermonate ungezählte Male angekündigten „unfehl­baren Abwehrmitteln" gegen „Il-Bootpest" und Luft­bombardements ist, sich das englische Volk nicht einmal überrascht über die neue Enttäuschung zeigt, die sein Glaube an Churchill erlitt, und sich bis aus weiteres in das Unabänderliche fügt.

Wo bleibt hier gesunder Menschen- bjeroenmensctzen verstand und Intelligenz des soge­nannten Mannes auf der Straße in England? Wo bleibt die Entschlußkraft eines doch so oft gerühmten englischen starken Willens, wo der reale Sinn eines Intellekts, der sich im Ruhme sonnt, nur den Tatsachen entsprechend zu handeln? Das Volk, das in England noch niemals etwas zu sagen hatte und stets sich von Leuten mit den großen Beuteln voll angebeteten Goldes willig gängeln tieß, kann und will nun einmal nicht glauben, daß die Leute mit den großen Geldbeuteln falsch zu kalkulieren vermöchten, und vor allem, daß sie Männern ohne solche „Fußsöckel" aus gleißendem Metall an Staats- und Feldherrnkunst unterlegen sein könnten. Nun diesen Geldsackmenschen in England auch noch die Keldsackmenschen jenseits des Atlantik sich zu­gesellt haben, hat sich natürlich trotz einer erneut ge­waltig anschwellenden Versenkungsziffer englischer und englandhöriger Handelstonnage und trotz der vermehr­ten Zerstörung englischer kriegswichtiger Anlagen und Betriebe auf der Insel bei den englischen Herden­menschen noch der Glaube gefestigt, daß England, am Ende mit Hilfe Amerikas doch den Sieg erringen könnte. — Wir sprechen von englischen Herden­menschen und meinen damit alle diejenigen, die, wie wir bereits oben erwähnten, so wenig wie eine Ham­melherde fähig sind, sich ein eigenes Urteil über ihre „Hirten" zu bilden. Nichtsdestoweniger wissen wir, daß es auch im englischen Volke noch eine Anzahl von Menschen mit gesunden Sinnen geben kann, die aber völlig einflußlos auf das weiter dramatischen Höhepunkten zustrebende kriegerische Geschehen der Gegenwart bleiben, obwohl sie klar wie Sir Ronald Adam das englische Schicksal der unbedingten Vernich­tung vor sich sehen und manchmal, einer Kassandra ähnlich, es ihren Landsleuten auch voräuszusatzßn wagen.

Zn umaekekrtem Viermal großer, so hat Sir Ronald Adam dem hohen englischen Militär uernminis gegenüber hervorgehoben, sind heute im Vergleich zum vergangenen Herbst die deutschen Aus­sichten. England niederzuringen. Das ist eine wahr- heitkündende Stimme auf der englischen Jnkel selbst- Hörten ivir nicht gleichzeitig auch ienseits des Ozeanls eine ähnlich sich äußernde Stimme? Oberst Lindbergh. der berühmte Ozeanflieger, ein Mann, dem man wohl zutrauen darf. daß er die Dinge um die technischen Möglichkeiten der Flugzeugproduktion hüben und dküben zu beurteilen vermag, hat dem durch die jüdisch-freimaurerilchen Kriegshetzer geaen Deutsch­land bereits außer Rand und Band geratenden ameri­kanischen Volke — nur der rassebewußte Mittlere Westen bildet eine Ausnahme — auf den Kopf zugesagt daß der Lärm der amerikanischen Kriegshetzer gegen die

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Der OKW.-Bcricht meldet sehr große Erfolge deutsch--! Schlachtschiiie im Atlantik.

Insgesamt, wurden von deutschen See- und Luststreit- krästcn erneut rund -/. Million BRT. feindlichen Schiffs­raums versenkt.

Das zweitgrößte Waliangmutterschiss dcr Welt ist auf dem Meeresgrund angelangt.

meldet, von der gegnerischen Ucbcrmacht überwältigt. Der ungarische Außenminister hat von München ans seine Heimreise angetreten.

Der Führer überreichte Generalleutnant Rommel das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Mit der Vereinheitlichung des Schulsahrbeginns ersolate eine Neuregelung dcr Schulgclderhebung.

Im festlichen Nahmen sand die Bremer Erstauisührung des mit höchsten Prädikaten ausgezeichneten «riegs- flicger-splclsilms „Kampfgeschwader Liitzow" statt.

Der Vorsitzende der Bremer Raturschutzgcscllschast be­richtet über die sür diesen Sommer geplanten Führungen.