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VremerZeitmo
parteiamtliche Tageszeitung
^ ^ Das Amtsblatt des legierenden lürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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Nr. S1 / 11. Jahrgang
Sonnabend, 22. März 1941
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatthalkecs In Oldenburg und Meinen
kinzelpreis 15 Npf.
llngarns stußenminister beim fülirer
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Ansprachen Mbbentrops und Vaedosspo
)m Velst der rradMonellen Freundschaft und der lalgemeinschaft
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München, 21. März.
Der Führer empfing am Freitag in Gegenwart des Neichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop im Führerbau in München den zu seinem ersten Besuch in Deutschland weilenden Königlich-Ungarischen Außen- winister Lädisläus von Bardossy. Die Besprechung verlief im Geiste der traditionellen und herzlichen Freundschaft, die Deutschland und Ungarn verbindet.
Im Anschluß an die Besprechung stellte der ungarische Außenminister dem Führer die Herren seiner Begleitung vor: den Kabinettsches Gesandten von Bartheidh, den Leiter der Politischen Abteilung Gesandten von Ghhczh und den Leiter der Presse- und Kulturabteilung Gesandten Ullein-Reviczki.
Am Freitagmittag gab der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop zu Ehren des ungarischen Außenministers tu München einen Empfang, an dem die Begleitung des ungarischen Außenministers und von deutscher Seite Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht teilnahmen.
Von ungarischer Seite waren anwesend der ungarisch« Gesandt« Sztojah, Gesandter von Bartholdi, Gesandter von Ghhczh, Gesandter Ullein-Reviczki und der ungarffchs Generalkonsul in München, Freiherr von Mieske-Eeisten- berger. Von deutscher Seite nahmen an dem Empiang teil: ReickMatthalter Ritter von Epp, Reichsleiter Bouhler, Neichs- leiter Tr. Tietrich, Reichsleiter Bohrmann, Ministerpräsident Siebert, Gauleiter Adolf Wagner, General von Wachenfeld, ss-Obergruppensührer Freiherr von Eberstein, ll-Brigade- «rhrer Steiner, Gesandter von Doernberg, serner war der Deutsche Wandte in Budapest, von Erdmannsdorss, zugegen.
Der Neichsaustenminister
richtete an den ungarischen Außenminister herzliche Begrüßungsworte und führte im einzelnen aus: „Eure Exzellenz! Als im Jahre 1918 unsere beiden Staaten nach dem — wie der Führer es bezeichnet hat — größten Betrug der Weltgeschichte die Massen niederlegten, wurde es bald offenbar, daß Teutschland und seine damaligen Verbündeten ein schweres Schicksal auf sich genommen hatten. Ler Leidensweg der von da ab dem deutschen und auch dem ungarischen Volk beschieden war, war schwer, schwerer noch als die schlimmsten Voraussagen es damals erwarten ließen. In die>er Zeit erst der Erniedrigung, dann der Ohnmacht und schließlich des scheinbaren Versalls haben Deutschland und Ungarn, sowie es sich sür Kampfgenossen des Weltkrieges geziehmte, sich die Treue gehalten. Ja. in der Erkenntnis, daß sie in einer Schicksalsgemeinschast aus Gedeih und Verderb verbunden waren, sind sie noch enger zusammengerückt. Keine Unbill und kein Leid aber konnten in unseren beiden von glühendem Patriotismus gleichermaßen beseelten Völkern den Glauben zum Erlöschen bringen, daß es noch einmal anders kommen müßte und daß am End« dieses Leidensiveges der Wiederaufstieg unserer Nation stehen werde.
Als es dann in wenigen Jahren dem Führer gelang, Deutschland aus seiner Ohnmacht wieder zu einer der stärksten Mächt- der Welt zu erheben, da war auch der Zeitpunkt gekommen, die unerträglichen Fcsicln der Verträge von Versailles und Trianon zu sprengen und unseren Völkern wieder den Lebensraum zu sichern, der ihnen naturgemäß zukam. In diesen Jahren — das möchte ich heute feststellen — hat die ungarische Nation unter Führung seiner Durchlaucht des Herrn R-ichsverwcsers von Horth sich immer enger mit der Achse verbunden und aus der Schicksalsgemeinschast des Leidens erwuchs die Schicksalsgemeinschast der Tat. So war Ungarn der erste Staat, der sich nach Abschluß des Dreimächtepaktes den verbündeten Großmächten Deutschland. Italien und Japan anschloß. Daß auch Deutschland und Italien in dieser Zeit sür Ungarn eintraten, war selbstverständlich und daß es im Lause dieser Ereignisse gelang, schwere» territoriales Unrecht, das Ungarn im Vertrag von Trianon Ungetan wurde, wieder gutzumachen, war uns eine besondere Genugtuung.
Ich möchte nicht verfehlen, in diesem Zusammenhang Ihres Herrn Amtsvorgängers, des ungarischen Staatsmannes Grasen Csaky, zu gedenken, dessen frühzeitiger Tod uns alle vor kurzem in aufrichtige Trauer versetzte. Graf Csakh, sür den wir alle die freundschaftlichsten Gefühle hegten und mit dem ich persönlich aus das engste zusammenarbeitete, war es, der mit sicherm Instinkt und klarem Blick die nunmehr eingetretene europäische Entwicklung voraussah und sür Ungarn hieraus die Konsequenzen zog. Seine Arbeit hat denn auch im entscheidenden Maße zu der heutigen engen Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern beigetragen.
Exzellenz! Wie uns gesagt wurde, ist es auch Gras Csaky gewesen, der noch während seiner Krankheit Sie als den Mann bezeichnet hat, der im Fall« seiner Verhinderung im besonderen dazu berufen sei, die Politik, die er in so glücklicher und für sein Land so segensreicher Weise begonnen hat, aufzunehmen und weiterzuführen. Seien Sie versichert, daß Sie bei der Verfolgung dieser Politik der engen Freundschaft zwischen unseren beiden verbündeten Ländern immer auf der
Reichsregierung und meine wärmste Unterstützung rechnen können. In diesem Sinne habe ich die Ehre, Eure Exzellenz im Namen der Reichsregierung heute hier auf das herzlichste willkommen zu heißen.
Erzcllenzl Heute stehen die verbündeten Großmächte Deutschland, Italien und Japan mit den ihnen angeschlossenen Freundesstaaten, von denen der erste Ungarn war, in dem EndkamPs zur Niederringung ihres letzten Gegners: England. Daß die Ereignisse des Jahres 194V diesen uns von England durch seine Kriegserklärung vom 3. September 1939 ausge- zwungenen Krieg bereits zu Gunsten Deutschlands und seiner Verbündeten entschieden haben, hiervon sind wir überzeugt. Das Jahr 1941 wird den endgültigen Beweis hierfür erbringen und die Ereignisse dieses Jahres werden unsere Gegner zwingen, ihre Niederlage einzugestehen. Daß Ungarn, unser alter Kampfgenosse aus dem Weltkrieg, heute bei uns steht und wiederum das Seine zu diesem Kampf beiträgt, ist uns eine besondere Freude und Genugtuung.
(Fortsetzung auf Seite 2)
69909 VM. aus Sekettzug versenkt!
von deutschen llnterseeboten herausgeschossen.
Verlin, 21. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der afrikanischen Westküste operierende Unterseeboote habe« aus einem nach England bestimmten stark gesicherten Eeleitzug 69 006 BRT. Schiffsraum herausgeschossen und versenkt.
plgmoutli erfolgreich angegriffen
Berlin, 21. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Lustwasfe griff in 1er letzten Nacht mit stärkeren Kampffliegerkräften den Hasen Plymouth erfolgreich an. Besonders gute Sichtverhältnisse erleichterten den gezielten Bombenabwurf und führten zu einer vorzüglichen Tresserlage. In den Hasen- und Dockanlagen entstanden Grotzfeuer. Mehrere Schisse gerieten in Brand. Das Marincverpslegungsamt wurde schwer beschädigt. Andere Kampfflugzeuge belegten abermals London mit Bomben Im Laufe des 29. März erzielten Aufklärungsflugzeuge auf Flugplätzen in Südengland Vombenvoll- treffer in Hallen und Unterkünften. Bei Abwürfen aus nur 199 Meter Höhe wurden Bombeneinschläge in
unmittelbarer Nähe einer größeren Zahl abgestellter Jagdflugzeuge beobachtet. Ein weiterer Angriff mit guter Wirkung richtete sich gegen den Hafen Clacton on Sea. Vor der britischen Siidostkllste versank ein Frachtdampser von 8999 BRT. nach drei Bombeneinschlägen auf Heck und Vorschiff. Bei dem im gestrigen Wehrmachtsbericht gemeldeten Angriff aus einen Geleit- zug wurde noch ein viertes Handelsschiff von 6909 BRT. in Brand geworfen. Ein Minenräumboot schoß in der Nordsee ein britisches Flugzeug ab. Der Feind flog in der vergangenen Nacht in das Reichsgebiet nicht ein."
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Zu dem deutschen Nachtangriff aus Plymouth wird ergänzend mitgeteilt, daß die Explosionen der deutschen Bomben zahlreiche Brände auslösten, von denen sich ein zusammenhängendes Flammenmeer aus einer Riesenflächc deutlich abzeichnete. Im Kriegshafen brannte ein großes Verpflegungsdepot der englischen Kriegsmarine völlig nieder. Mehrere im Hafen liegende Schiffe brannten aus. Als Gesamtergebnis dieses letzten starken Angriffes auf England läßt sich schon jetzt feststellen, daß die Zerstörungen von Plymouth und an den kriegswichtigen Anlagen im übrigen Stadtgebiet äußerst schwerer Natur sind. Trotz scharfen Abwehrfeuers der starken Küstenbatterien wurden die Staatswerften und die Ankerplätze in Plh- mouth-Sund mit weithin sichtbarer Wirkung angegriffen.
vier Vistrikte Londons verwüstet
Man rechnet mit 2999 Toten und Verletzten
o. seil. Bern. 21. März.
Zu den heftigen Lustangrisfcn der deutschen Luftwaffe auf die Docks und Industrieviertel Londons in der Nacht zum Donnerstag berichtet die britische Agentur Exchange, daß in vier Distrikten Londons der Schaden ganz besonders hoch sei. Insgesamt müsse man mit 2999 Toten und Verletzten allein für diese einzige Nacht rechnen.
Nooseoelk brich» Versprechungen
Sleiche Vriider - gleiche kappen / Zwei Yrasidentschastskandidaten vor und nach der Wahl
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gb. Berlin, 21. März.
Die Rede Roosevelts zur Annahme des Englandhilfsgesctzes wurde von der Mehrzahl der Pressestimmcn in USA. und in der Welt dahin interpretiert, daß Roosevelt sich jetzt ganz offen als Kriegshctzcr und Kricgstrciber entlarvt hat. Er wählte jetzt keine Umschreibung mehr sür die Tatsache, daß er sich für die Wcitcrtreibung des Englandkrieges dcrantwort- lich fühlt. Es besteht kein Zwcisel, daß Roosevelt sich damit endgültig über seine eigenen Wahlparolen hinweggesetzt hat, die von Rede zu Rede stärker betonten, er wolle Amerika aus dem Krieg heraushalten. Es war bekanntlich ein wahres Wettlaufen um die schärfste Präzisicrung diese These zwischen Roosevelt und Willkie. Als dieser sich nach der Wahl Roose- gelts in dessen Dienste begab, was die Republikaner als Par- tciverrat ansahen und als einen Bruch seiner Wahlparolen, hat Willkie wegwerfend geantwortet, jene Erklärungen seien auch „nur" Wahlparolen gewesen. Die Betrngsmanier Pluto-demokratischcr Wahlschwindelei wurde hier zynisch ent-
Was für den einen recht ist, ist für den andern billig! Zu dieser Feststellung hinsichtlich ..gebrochener Versprechungen" mutz man kommen, wenn man den Weg der Roose- deltschcn Außenpolitik und seine außenpolitischen Wahl- Parolen untersucht. Dieser Weg ist aber länger als etwa von l!>49 bis 1941. Am 14. August 193« hat Roosevelt sich mit einer „berühmt" gewordenen Reutralitiitsrcde zur Wahl gestellt. Im Jahre 1937 hat er dann den Weg der Einmischung in europäische Verhältniße mit seiner sogenannten Quarantäne«-« gegen die totalitären Staaten be- schrittcn. Es folgten jene verhängnisvollen Eingriffe in die europäische Politik durch Bullitt und die übrigen Botschafter. Am Ende stand der Krieg des Jahres 1939, der ohne jene Einmischung von den westeuropäischen Demokratien nicht gewagt worden wäre. Heute ist das amerikanische Volk, wie die Gallup-Feststellung stimmungsmäßig verzeichnet, nach wie vor gegen eine Kriegstcilnahme; aber Roosevelt ist nach Austastung aller Isolationisten auf dem besten Wege, sein endgültiges Ziel anzusteuern: die Kriegsteilnahme der USA.
Zur Beurteilung dieses durch eine Kette von verlogenen Versprechungen und gebrochenen Parolen gekennzeichneten Weges ist die Rede vom August 1936 das geeignete Material. Jede Einzelthese wirkt wie ein Peitschenhieb in das Gesicht des Demagogen Roosevelt, der heuteim Dienst der jüdischen Plutokratie znm Kriege hetzt. Die Grundgedanken jener Red« waren folgende:
1. Wir sind in sofern Isolationisten, als wir versuchen, Amerika vollständig gegen einen Krieg zu isolieren.
2. Ich habe den Krieg gesellen, zu Wasser und zu Land. Ich habe bei den Verwundeten das Blut fließen, habe die Toten im Schlamm liegen sehen. Ich sah zerstörte Städte und sah. wie von tausend Mann, die achtundvierzig Stunden zuvor nach vorn gegangen waren, nur noch zweihundert hinkend und erschöpft zurückkamen. Ich habe Kinder hungern sehen und den Todcskampf von Frauen und Müttern. Ich hasse den Krieg.
3. Ich wünschte, ich könnte den Krieg von allen Nationen fernhalten: aber das geht über meine Kräfte. Ich kann jedoch dafür sorgen, daß keine amerikanische Handlung einen Krieg hervorruft oder ihn fördert.
4. Der Kongreß hat mir eine gewisse Vollmacht gegeben, um Sicherheit für die amerikanische Neutralität im Kriegsfalle zu schaffen Trotzdem hängt die wirksame Aufrechterhaltung der Neutralität Amerikas heute wie in der Vergangenheit von der Weisheit und Entschlossenheit derjenigen ab, die im gegebenen Augenblick das Amt des Präsidenten und des Staatssekretärs einnehmen.
5. Es ist klar. baß eine Neutralitätspolitik im Falle eines Krieges aui einem anderen Kontinent die Kriegsgewinne reduzieren würd«, die sonst den amerikanischen Bürgern zufallen könnten. Die Industrie- und Agrarproduktion sür die Kriegsmärkte kann wenigen Männern ein ungeheures Vermögen schaffen: iür die Nation als ganzes bedeuten sie ein Unglück. Die Aussicht auf leichte Kriegsgewinn« veranlaßte unsere Farmer im Westen, die Prärie umzupflügen, die niemals hätte gepflügt werden dürfen, sondern Weide bleiben sollen. Heut« ernten wir die KriegSgewinne in den
Staublawinen, die jene im Kriege umgepflügten Gebiete verwüsten.
8. Die gleich« Aussicht auf Kriegsgewinne verursachte die Ausdehnung der Monopole und Industrien sowie ein Preisniveau, das die normalen Verhältnisse zwischen Schuldner und Gläubkger zerstörte. Trotzdem werden sich, wenn in einem andern Erdteil Krieg ansprechen sollte in Amerika Tarnende von Menschen finden, die aus der Suck^ nach direktem Reichtum - nach Narrengold — darauf ausgehen werden, uniere Neutralität zu zerstören oder zu umgehen, sie werden euch erzählen, baß. wenn sie dies und das eräugen und an die Kriegführenden verschiffen könnten, alle Arbeitslo,en ,n Amerika Arbeit finden würden. Sie werden euch erzählen, daß, wenn sie den Kriegführenden Kredite er- v„nen dürsten, diese Kredite in den Vereinigten Staaten zum «au von Sausern und Fabriken und zür Bezahlung unserer schulden verwandt würden, sie werden euch erzählen, baß Amerika noch einmal den Welthandel erobern werbe.
7. Wenn wir die Wahl haben zwischen Kriegsgewinnen und Frieden, wird die Nation antworten — mutz sie antworten -wir Wahlen den FriedenI Es ist unser aller Pflicht, die öffentliche Meinung darin zu ermutigen, daß die Antwort klar und einmütig in diesem Sinne sein wird.
gut wir auch durch die Nsutralitätsgesetzgebung unterstützt werden, wir müssen wissen, daß es keine Gesetze zur a l l e kommenden Ereignisse gibt. Mit der Weisheit derer, die nach den Ereignissen klüger sind als vorher, können wir d>e spur )ener tragischen Reihe von kleinen Entsck-cidun- gen tsnmii ileeisians: verfolgen nie Europa und schließlich auch uns in den Weltkrieg geführt haben.
9. Wir können aus dem Krieg Herausbleiben, wenn die- lenigen, die beobachten und entscheiden, ein genügendes, ins einzelne gehende Verständnis für die internationalen Angelegenheiten haben und dafür sorgen, daß die kleinen Entscheidungen ledes einzelnen Tages nicht zum Krieg führen, und wenn sie gleichzeitig den Mut haben, nein zu sagen Au jenen, die selbstsüchtig odertöricht genug sind um uns in den Krieg ziehen zu lassenl
K-emr «eke kÄ»?
Von slValtöi' Brunst
Präsident des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands
Ein bekannter französischer Schriftsteller, Jean Jerome Tharaud, der schon in früheren Jahren die Schreckenstage Ungarns unter Bela Kun in einem Buch „Wenn Israel König ist" geschildert hatte, hat im Sommer 1933 ein Buch geschrieben, in dem er die. Judenpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands darstellte. Er gab dem Buch den Titel: „Wenn Israel nicht mehr König ist." In diesem Buch schreibt der Franzose:
„In Prag sprach eines Tages zu mir einer der jungen jüdischen Intellektuellen, die als erste aus Deutschland flohen, als die Sache schiefging, voll Haß von seinem früheren Vaterlande und sagte: „Was wartet ihr? Auf der Stelle müßte Frankreich gegen Deutschland Krieg führen! In drei Jahren wird es zu spät sein. Deutschland wird dann bis auf die Zähne bewaffnet sein. Dann wird es euch angreifen und ihr werdet verloren sein!" „Der Mann",-fügt Tharaud hinzu, „der so sprach, leitete vor kaum einem Monat die wichtigste pazifistische Zeitschrift in Berlin. Aber in den Augen dieses Pazifisten, der plötzlich so kriegerisch wurde, ist es offenbar auch noch Pazifismus, Europa in Brand zu stecken, um Israel zu beruhigen."
Dies schrieb 1933 ein Franzose, der nicht in unserem Sinne grundsätzlicher Antisemit war, der aber immerhin das jüdische Problem mit Ernst prüfte. Einige Jahre später, am 1. September 1938, schrieb die in Paris erscheinende „Weltbühne" des jüdischen Emigranten Georg Bernhard über die deutsche Judenpolitik den Satz: „So geht es nicht weiter. Wenn nicht bald ein neuer Weltkrieg ausbricht, werden in nächster Zeit 150 009 bis 200 009 Juden auswandern müssen."
Etwa um dieselbe Zeit hat Alfred Rosenberg im „Völkischen Beobachter" eine aufsehenerregende jüdische Stimme aus Amerika bekanntgemacht, einen Artikel des „American Hebrew" vom 3. Juni 1938, dieses jüdische Blatt, das 'auf der Titelseite das Bild der Justiz mit dem Schwert trug, hatte veröffentlicht, „Wird Eli über Horst Wessel siegen?" in diesem Artikel wurde prophezeit, daß Deutschland und sein Führer Adolf Hitler, dieser größte Judenfeind der modernen Zeit, durch eine von Juden, wie Höre Velisha und Leon Blum, geschaffene Koalition Englands, Frankreichs und Rußlands vernichtet werden würde, „und" — so schreibt das Blatt — „wenn der Rauch der Schlacht sich verzogen, die Trompeten nicht mehr schmettern und die Kugeln aufgehört haben zu pfeifen, dann mag ein Bild erscheinen, das den Menschen zeigt, der Gott spielen wollte, den Hakenkreuz-Christus, wie er nicht gerade sanft in die Grube hinabführt, während die drei Nicht- arier ein gemeinsames Requiem anstimmen, das auffallend an ein Gemisch aus der Marseillaise, dem „Eod save the King" und der Internationale erinnert und ausklingt in der bleiernden, kriegerischen, stolzen und angrifsslustigen Parole: Eli, Eli!
So schrieb das jüdische Blatt in Amerika. Seine blutige Hoffnung auf Rußland hat getrogen. Seine blutige Hoffnung auf Frankreich zerbrach schnell unter den gewaltigen Schlägen der deutschen Wehrmacht. Aber die blutige Hoffnung mag sich neu entzünden in diesen Tagen, wo der Präsident Roosevelt und seine jüdischen Hiirtermänner Morgenthau, Frankfurter, Ror und Bariich durch das Engiandhilfsgesetz das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich in die Front gegen die jungen Völker Europas geführt haben. Ein amerikanischer Senator ist es gewesen, der — freilich vergebens — seinem Volk in der Parlamentsdebatte die Deutung dieses Vorganges gab' Hinter hem Präsident Roosevelt, so sagte Senator Holmans von Oregon, ständen die internationalen Bankiers, dieselben internationalen Bankiers, deren Macht Adolf Hitler in Deutschland gebrochen habe.
Der Krieg, in dem wir stehen, ist ein Versuch des alten angelsächsischen Imperialismus, den unaufhaltsamen Aufstieg der „jungen Völker" mit Gewalt zu erwürgen. Der Krieg ist zugleich ein Versuch des alten jüdischen Imperialismus, den nach allen Seiten zündend wirken- den Mittelpunkt des antijüdischen Feuers durch Gewalt zu ersticken. Indem freilich die Juden diese Vlutsaat säen und aus ihr zu ernten hoffen, rufen sie über sich nur das letzte Gericht herbei „Höre Israe I". so hat einst Deutschlands berühmtester Jude, Walther Rathe- nau, in seiner Jugend warnend seinen Rassegenossen zugerufen. Später hat er die Schrift aus dem Buchhandel zurückgezogen und hat der eigenen Warnung so wenig geachtet, daß er, der Jude, Vismarcks Minister- stuhl erklomm, um nach wenigen Monaten von ihm herabzustürzen. Die Juden haben das ernste „Höre Israel" eines Todes nicht hören wollen. Sie haben es auch nicht hören wollen, als im Inneren Deutschlands der Rattonalsozialismus aufstieg. Sie spotteten und wiegten sich in der Sicherheit der Macht, bis im Jahre
...
Aus einem britischen Eeleitzug schössen deutsche U-Boote wiederum 69 999 BRT. heraus: allein in einer Woche wurden somit rund 249 999 BRT. versenkt.
Die deutsche Luftwaffe griff rrwlgrcich den Käsen Plh- mouth an; auch London wurde erneut bombardiert.
Der italienische Wehrmachtsbericht meldet die Zurückweisung englischer Angriffe aus Giorabub.
Der Führer empfing den ungarischen Außenminister Bardos,h; von Ribbentrop und Bardossy wechselten im Geist der traditionellen Freundschaft herzliche Trinksprüchc. Roosevelt hat seine eigenen Versprechungen gebrochen.
«steulich'e't.ol'ckett!^^''''' "" ^ "ch auch 1949
Die Bremer Sendung „Blinkfeuer Heimat" vom Dczem. ber vorigen Jahres wird heut- nachmittag wiederholt.