Ausgabe 
(18.3.1941) Nr. 77
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

EU!l

"bng

ivnisch

«tz

dL

WiL', l^arii^! gene, c.

isst^

Erschelnt 7 malwöchentllch

Moaalsbezug M! 2Z0 einschl. Zu­stellgebühr! PostbezugSpreiS monatl. 2L8 E (einschl. 28.7 ^ Post- zeilungSgebührj zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis Ist Im vorau- zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises Verlag: NS.-Gauverlag.Weser- EmS GmbH., Bremen, Teeren 6-8. Fernspr. 54121, Nachtr. n. Sonnig. 51115. 8 prech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr? Schrlftleitung Diens­tag und Freitag 12s^—13'/, Uhr,

vremr ZMno

F>n(,

> lM,z§

st ei,,, kst-lli!

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

W

Anzeige n - Grundpreise?

Die l mw hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 H>4. Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile im Teetteii 75 Ermäßigte

Ziundpreiie isüi Klein- u.Familiea- anzeigen u a.» sowie sonstige Be­dingungen Preisliste ö Nachlaß- stafsel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 18 Uhr? sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6^8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115, Obernstraße 88. Fernspr. 5 4121. So Silke. Müblendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatttfalters in Oldenburg und Meinen

7lr. ?? / ll.Zastrgang

Dienstag, 18. März 1941

Linzelpreis 15 Npf.

1° Ntz

Berlin 2chwi»t N dnz geriiitz

gingw

Noosevell entlarvt sich lelbst

-°n ih, g wii. mei. j„ »end,,

-tult«

cg iich

lst! Zu

,-Wii

-0.S«j r niiij den

n M

eiPO

> «Ml!

zelbnlj

oeitn:

!ivk>,

:ndi»!

>NNÄI

' der!

W. ft ieffcch Tikli: durch: c Riü

in L'

;r ckt

üudm ngdu^ iter i>

M

h «M lilWch ige?»

xniim w, d«i M«f!

Wst

nm >k

M

zu »

merk! llac« n b de»(

ew.

d

Sund»,

ie) ^

im -

c N

nd

Md.' ane. -. uso4 ei»««'

-s, d».

!N l»"

, E

auipli.

lke

iva^

jsa^

Kings'.

Si5>I^

-t- ^

elv<

de»"

Vberplutokrat am Mikrophon

Made in kngland / „sreistett" in ttieorie und Praxis , Kiel als englisch-

amerikanischer Stützpunkt

Momoe-Voktrln zerstört

Noosevelts bewußte und sreche Lügen - USfl. einem fluslösungsproreß ausgesetzt

Me italienische Presse macht front

Berlin» 17. März.

Der amerikanische Präsident Roosevelt hielt bei einem Diner der Vereinigung der Zeitungskorrespondenten im Wbitzen Hause eine Rede, die so ziemlich alles» was in den letzten Jahren an demokratischen Phrasen die Expe­dition des Londoner Jnformationsministeriums ver­lasse» hat, vereinigte. Es war, als wenn man eine Kollektion alter Londoner Erammophonplatten über den Ozean gesandt hätte, -die nun vor dem Washingtoner Mikrophon abrollte. Im wesentlichen waren es zwei Punkte, an denen sich der Eifer des Präsidenten er­wärmte: 1. Die Beweihriiucherung der „demokratischen Negierungsform", wie wir sie seit langem kennen. L. Die „Sorge um die Freiheit."

Der ULA.-Priisident stellte dem Lob deS demokratischen Systems, seine aus vielen Reden sattsam bekannten An- würse gegen die autoritären Staaten gegenüber und prägte in diesem Zusammenhang und ungeachtet der Tatsache, daß die beiden Staaten, die sich zur Zeit so sehr des Wohlwollens englischer und amerikanischer Publizisten erfreuen, China und Griechenland, ebenfalls autoritär wenn nicht diktatorisch regiert werden, das Wort, es sei ein großer Unterschied zwi­schen Treue, wie sie nur in demokratischen Staaten existieren käun« und dem „Kadavergehorsam", der von einem Diktator auferlegt und erzwungen werde. Aus das erstere gemünzt fügte er hinzu: „Dies ist heute der Fall in England, Grie­chenland. China und in den Vereinigten Staaten." (Wenige Tage zuvor hatte übrigens Dr. Currie, der nach Tschungking entsandte Vertrauensmann Noosevelts, nach seiner Rückkehr erklärt: Es gibt auch nicht die Spur eines demokratischen

Chinas in Tschunking, wo allein Tschiangkaischeks Diktatur herrscht!)

Tann verstieg sich Roosevelt zu der haßtriefenden Behaup­tung: „Wir wissen, daß die preußische Autokratie schlecht

war, daß aber der Nazismus noch viel schlechter ist. Die Nazis suchen ossen die Zerstörung aller durch Wahlen aus­gefällter Regierungsshsteme aus allen Kontinenten, darunter Luch auf unserem. Sie suchen ein Regierungsshstem zu er­richten, das gegründet ist aus dem System des Besehls über olle menschlichen Wesen, den eine Handvoll Führer handhabt, die sich mit Gewalt an die Spitze gesetzt haben!" Gegen diese „modernen Tyrannen" gelte es anzutreten, oder wie Rooss- velt an anderer Stelle sagt, „die große Flamme der Demo­kratie gegen das Dunkel der Barbarei tapfer zu verteidigen."

vristol und floonmoukli bombardiert

Schwere Treffer auf die Hafenanlagen von Portsmonth Zwei feindliche Handelsschiffe durch Aufklärungsflug­zeuge versenkt

Berlin, 17. März

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht verschiedene kriegswichtige Ziele in Südengland an. Die Hafen- und Dockanlagen von Vristol und Aoonmouth wurden mit guter Wirkung bombardiert. Auch die Haseneinrichtungen von Portsmouth erhielten Treffer schwerer Kaliber.

Bei Tage versenkten deutsche Aufklärungsflugzeuge 858 Kilometer westlich Irland zwei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 4888 BRT. Bei einem Vor­stoß deutscher Jagdflugzeuge gegen Malta wurde ein feindlicher Jäger vom Muster Hurricane abgeschossen.

Der Feind flog weder bei Tage noch in der Nacht nach Deutschland und in die besetzten Gebiete ein."

Bristol war die in den ersten englischen Berichten scham­haft verschwiegene Stadt an der Westküste, die in der Nacht zum Montag von deutschen Flugzeugen mit Brand- und Sprengbomben überschüttet wurde. Gleichzeitig mit dem Na­men werden von englischer Seite einige weitere bezeichnende Einzelheiten eingestanden. Der Angriss dauerte mehrere Stun­den lang. „Bedeutende Schäden" werden zugegeben. Es wird bei dieser Gelegenheit sogar eingeräumt, daß diese Schäden nicht nur aus Sprengbomben, sondern zum großen Teil aus Feuersbrünste zurückzuführen seien. Immerhin wird dem englischen Volk auch in diesem Fall der Trost zuteil, daß diese Brände namentlich am Mvntagmorgen „unter Kontrolle" gewesen seien. Es fragt sich nur: unter Kontrolle des Jn- sormationsministeriums oder der Feuerwehren!

Es ist nicht ohn« Reiz, diese Worte des Präsidenten an den Tatsachen zu messen: Wer hat sich mit List und Gewalt an die Spitze und die tatsächliche Leitung seines Staates gesetzt, die Nationalsozialisten, die legal und unter peinlicher Be­achtung aller jener Spielregeln, die Roosevelt verteidigen will, zur Macht gekommen sind, oder die Plutokraten in England und Amerika, die ihren Einslutz auf die Leitung der Dinge in egoistischer Absicht erschlichen haben? Ist nicht gerade Roosevelt, der seine dritte Amtsperiode mit Wahl- reden über die Notwendigkeit einer Heraushaltung Amerikas aus dem Krieg ermöglicht hat, der Prototyp dieses Systems, das sein Gegenkandidat Willkie charakterisierte, als er, auf seine kriegsseindlichen Wahlreden hinweisend, zynisch meinte, das feien eben nur Wahlreden gewesen? Ein Blatt, das wirklich um die unterirdischen Kriiste in USA. Bescheid weiß, das „Chicago Journal of Commerce", kennzeichnet die Roose- veltsche Demokratie als eine „Negierungsform, in der einige wenige Personen in Schlüsselstellung durch Beaufsichtigung der Geldbörsen das Land beherrschen und die wahre öffent­liche Meinung mundtot machen. Das gleiche Blatt bezeichnet (wie wir an anderer Stelle berichten) den Juden Felix Frank­furter, der oberster Bundesrichtcr in USA. ist, als treibende Kraft hinter Roosevelt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Rom, 17. März.

Die Rede Roofevelts vor der Auslandspresse stellt, wie Agenzia Stefani erklärt, den Höhepunkt jener Lügenkampagne dar, mit der ein 128-Millionen-Volk irregeführt wird. Die Polemik Roofevelts gegen die to­talitären Staaten breche vor der Gestalt dessen zu­sammen, der sie ausgesprochen habe, wenn man bedenkt, daß der Präsident die dem amerikanischen Volk im Ver­laufe der Wahlkampagne gemachten Versprechungen, die Bereinigten Staaten vom Konflikt fernzuhalten, mit Füßen trete «nd durch das England-Hilfsgesetz die ma­terielle und technische Beteiligung der USA. am Kriege verwirklicht hat.

Im übrigen sei zu der Rede folgendes festzustellen: Die Erklärung Noosevelts über die Größe und Dringlichkeit der Englandhilfe bestätige, daß sich das britische Imperium in einer außerordentlich ernsten Lage befinde. Sein Appell an das amerikanische Volk, aus die Meinungsverschiedenheiten, die Streiks und die Sabotage zu verzichten und einen ein­zigen Block gegen die totalitären Mächte zu bilden, sei der beste Beweis, daß eine solche geistige Einheit in den Ber­einigten Staaten nicht vorhanden ist. Seine Drohungen aber

was „weltdemokratie" bedeutet

Jude Frankfurter die »reibende Kraft hinter koofevelt

Chicago, 17. März.

In einem Bericht aus Washington nennt „Chicago of Commerce" den Obersten Bundesrichter Felix Frankfurter die treibende Kraft hinter praktisch allen wichtigen Beschlüssen der Regierung Roosevelt seit Herbst 1232. Schon damals habe Roosevelt geglaubt, daß ein dynamisches Kriegsprogramm zugunsten der Weltdemokratie ein gutes Mittel zur Erlangung eines dritten Amtbtermins sein würde. „Was heutzutage unter Weltdemokratie verstanden wird, ist nichts anderes als eine Negierungsform, in der einige wenig« Personen in Schlüsselstellungen durch Beaufsichtigung der Geldbörsen und Anwendung von Zwangsmaßnahmen jede Opposition mund­tot machen. Sollte sich herausstellen, daß das Hilssprogramm für England von übertriebenen Voraussetzungen aus­gegangen und nur als Vvrwand benutzt worden sei, um den Ncwdeal aus England auszudehnen, seien explosive Rück­wirkungen jederzeit möglich.

Unerlaubte kinmischung der U8fl.

Budapest, 17. März.

Am Montag wurde an zuständiger Stelle in Budapest die Meldung über die Sperrung der ungarischen Guthaben in Amerika bestätigt. In einer halbamtlichen Stellung­nahme wird das herausfordernde Vorgehen der l(SA. als eine unerlaubte Einmischung in die Souveränität Ungarns bezeichnet. Die offiziöse Stellungnahme Budapests, die am Montagabend von allen Blättern in großer Aufmachung wiedergegeben wird, prangert insbesondere die politische Begründung der Maßnahmen an. Der verlogenen Behaup­tung der amerikanischen Blätter, daß Ungarn sich „unter deutscher Herrschaft" befinde, wird mit den schärfsten Worten entgegengetreten.

In der Verlautbarung heißt es: Wenn gewiss« Amerikaner das zwischen Deutschland und Ungarn bestehende Freund­schaftsverhältnis und die daraus sich ergebende politische und wirtschaftlich« Zusammenarbeit eine deutsche Herrschest nen­nen, so müsse dies als eins im höchsten Maße unzulässige Einmischung in die Souveränität Ungarns bezeichnet werden. Hieraus würde folgen, daß sich nach amerikanischer Auf­fassung das staatliche Leben Ungarns nur in der Richtung entwickeln dürste, die der jeweiligen politischen Einstellung

der Bereinigten Staaten entspräche und daß, wenn Ungarn von dieser Richtung abweiche und eine Zusammenarbeit mit einer der Bereinigten Staaten mißliebigen Partei anknüpfe, es sich sofort der Anklage aussetze, unter, die politische Herr­schaft eines anderen Volkes geraten zu sein. Jeder in Un­garn lebende Mensch, der über eine normale Urteilsfähigkeit verfüge, könne leicht feststellen, daß sich Ungarn unter keiner Fremdherrschaft, also auch nicht unter deutscher Herrschaft, befinde.

Ueber die-wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahme wird in Budapest erklärt, daß sich das Einfrieren der unga­rischen Guthaben in erster Linie gegen amerikanische Staats­bürger selbst richte, die Forderungen gegen ungarische Unter­nehmen besäßen. Die ungarischen Banken hätten in den Ver­einigten Staaten in der letzten Zeit nur soviel Mittel bereit­gehalten, als zur Deckung der im Interesse des Landes zu leistenden Zahlungen unbedingt erforderlich war. Die unga­rische Regierung werde jedenfalls dafür sorgen, daß die unga­rischen Interessen in entsprechender Weise geschützt werden.

In London hat der amerikanische Einmischungsversuch na­turgemäß Entzücken hervorgerufen. Die „Financial Times" schreiben, die Nachricht, das amerikanische Schatzamt habe die ungarischen Guthaben gesperrt, sei in der Londoner City mit großem Interesse ausgenommen worden. Großbritannien aber habe hinsichtlich der ungarischen Forderungen keine Entschei­dung getroffen.

indische Minister verkästet

Stockholm, 17. März.

Aus einem jetzt vorliegenden Parlamentsbericht der „Times" geht hervor, daß im Unterhaus kürzlich der Labour-Abgeord- nete Sorensen die peinliche Frage stellte, wieviele Minister der indischen Provinzialrpgierungen insgesamtv erhastet wor­den seien oder Eesängnisstrascn verbüßten. Ferner wollte der Abgeordnete wissen, wieviele Premierminister sich unter diesen befänden. Jndicnminister Nmery, der sonst so ausführlich und langatmig von Englands ..Kamps für die Freiheit der Unterdrückten" zu reden weiß, beschränkte sich aus die knappe Erwiderung, daß 24 ehemalige Minister, darunter fünf Pre­mierminister, zur Zeit Gesängnisstrafen verbüßten. Außerdem seien acht ehemalig« Minister, darunter zwei Premierminister, verhaltet..

Namensnennung strengstens verboten

Ueberlebendc eines versenkten britischen Dampfers berichten

Berlin, 17. März

Nach einer Meldung aus Lissabon traf . am 16. März in einem Hafen Portugals der in Liverpool beheimatete Dampfer „Avoceta" ein. Er hatte >7 Seeleute an Bord, die er von einem im Atlantischen Ozean untergegangenen britischen Dampfer übernommen hatte. Die Seeieute waren von der

Schnelligkeit, mit der der Dampfer von deutschen Seestreit­kräften angegriffen und versenkt worden war, noch ties beeindruckt. Sie berichteten, es sei ihnen strengstens ver­boten worden, den Namen des untergegangenen britischen Schisses zu nennen: Aus den Schilderungen der Ueberleben- den ging hervor, baß das versenkte Schiff zu einem ur­sprünglich im Geleitzuge fahrenden Verband gehört hatte, der sich infolge deutscher Angriffe ausgelöst hatte. Das Schiff hatte Flugzeugmotore an Bord.

„flbsolute Siegeszuversicht Veutschtands"

Stärkster widerkall der süstrerrede ;um steldengedenktag in der Weltpresse

Berlin, 17. März.

Die Rede des Führers anläßlich des Hcldcngedenktages fin­det in der gesamten Presse Italiens allcrstärksten Widerhall. In ihren Schlagzeilen unterstreichen die Blätter, daß der Füh­rer gleichzeitig mit den heldenhaften deutschen Gefallenen auch die italienischen Gefallenen geehrt habe und dabei be­tonte, daß keine Macht und keine Hilsc am Ausganzf des Kampfes etwas ändern können. „1241 werde das vollbringen, was letztes Jahr begonnen wurde", so lautet die Ueberschrist des „Popolo di Roma", der erklärt, der Führer habe mit diesen Worten die Wiederaufnahme einer heftigen deutschen Offensive in der Lust, zu Wasser und zu Lande angekündigt. Das Blatt erinnert daran, daß der Führer im vergangenen Jahr vor dem Beginn der siegreichen Offensive in Norwegen Und später an der Westfront ähnliche Worte gesprochen habe. „Messaggcro" schreibt, der Führer habe erneut angekündigt, daß England hesiegl und daß keine Macht der Welt die Boll­endung des größten je in der Geschichte dagewesenen Sieges werde verhindern können. Gleichzeitig habe er zusammen mit den deutschen Helden die italienischen Soldaten ehren wollen, die mit dem gleichen Heldenmut wie ihre deutschen Kamera­den für die Gerechtigkeit und die Freiheit der Völker gefallen seien. In seiner Rede hab« er der Einsatzbereitschaft, mit der dar faschistische Italien während einer langen Zeit den Haupt- druck des Krieges ausgehalten, seine hohe Anerkennung ge­

zollt. „Tcvcre" stellt die Worte des Führers heraus, daß, nach­dem während der sechs Wintermonate dem Verbündeten Deutschlands die Ausgabe zugefallen sei, allen englischen An­griffen standzuhalten, von nun an die deutsche Armee ihren Anteil an dieser Ausgabe übernehme.

Die Fllhrerxede wird von den jugoslawischen' Zei­tungen aus der ersten Seite veröffentlicht. Ncberall ist dem Text auch das Bild Adolf Hitlers beigefügt. In den Schlag­zeilen werden hauptsächlich die Worte des Führers heraus­gestellt, daß Deutschland im Jahre 124l kalt und entschlossen vollenden werde, was in der vergangenen Zeit begonnen wurde. In politischen und diplomatischen Kreisen der jugo­slawischen Hauptstadt bemerkt man zur Führerrede, daß sie noch stärker als seine früheren Reden den Akkord der absoluten Siegeszuversicht anschlage und zweifellos nicht nur das deutsche Volk, sondern auch die übrige Welt von seinem Siegesglauben überzeugt habe. Den Ankündigungen des Führers folgten stets auch die Taten.

Als erstes Blatt Bulgariens bringt die „Duma" die Rede des Führers im Zeughaus auf der ersten Seite in großer'Aufmachung mit. einem Bild Adolf Hitlers. In der Meldung wird besonders die Stelle der Rede unterstrichen, in.der der Führer von>der Siegeszuversicht Großdcutschlands spricht.

Auch die schwedische Presse bringt in großer Auf­machung unter mehrzelligen Ueberschristen die Rede des Führers. Unter der Ueberschrist „Hitler erklärt: England wird fallen"/ hebt der Berliner Korrespondent von „Stock- holms Tidningcn" besonders den feierlichen Rahmen der gestrigen Hcldengedenkfeier im Zeughaus hervor. „Svenska Dagbladct" bringt als Ueberschrist: „Keine Unterstützung in der Welt vermag den Ausgang des Kampics zu ändern". Die gleiche Ueberschrist wählt „Dagens Nyhetcr". „Aston- bladct" schreibt: „Man soll die Stärke Deutschlands nicht unterschätzen. England wird fallen"

Die Rede des Führers hat in der französischen Presse starken Eindruck, gemacht. Die Zeitungen veröffentlichen spal- tenlange Auszüge der Rede im Wortlaut und zitieren in den Ueberschristen einige der markantesten Aussprüche des Führers wie „England wird unterliegen und keine Macht, keine Hilfe Wird am Au.sgang dieses Kampfes etwas ändern".

Auch die Rewyorker Presse bringt die Führer-Rede in großer Aufmachung und sehr ausführlich. Die Berliner Korre­spondenten sehen in dem Satz des Führers, daß keine Hilft irgend eines Weltteiles den Ausgang des Krieges ändern könne, eine indirekte Antwort auf das Englandhilftgesetz. Die Blätter heben in ihren Ueberschristen den Satz hervor, daß Auslandshilse England nicht retten könne, und daß Deutschland jetzt Italiens Last erleichtern werde.

an die Adresse derer, die im Innern der Bereinigten Staaten sein Programm bekämpfen, sprächen Bände über die Art, wie der Präsident die „Freiheit" einschätze, wenn diese sich ncht bereitwillig seinem Willen eines demokratischen Auto­kraten füge.

Die ungeheuren Rednerkünste, die Roosevelt anwende, um der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten einzu­trichtern, daß der Sieg der Achse für Amerika und das amerikanische Volk eine tödliche Gefahr darstellen würde, be­weise, daß diese Idee wie alle künstlichen Ideen dem Bolk nicht recht einleuchtet, das noch genug gesunden Menschenverstand besitze, um das zu begreife», daß es sich dabei nur um ein von Finanzmagnaten und Regierungsmännern erfundenes Märchen handelt, das deren Kastenpolitik ein nationales Mäntelchen umhängen soll.

Das von Roosevelt beanspruchte Recht, sich nicht nur in die Angelegenheiten anderer Kontinente einzumischen, sondern ihr Schiedsrichter zu sein, zerstöre für immer die Monroe- Doktrin. In Europa und Asien habe die Erklärung Roose- velts um so mehr überrascht, als noch die -Erinnerung an die furchtbaren Folgen der ähnlichen Politik seines Vorgän­gers Wilson und an dessen ehrgeizige Pläne lebendig sei. Die Völker Europas beeindrucke die Tatsache, daß sich Amerika in die europäischen Angelegenheiten Einmische, weit mehr alß die Englandhilse: denn sie erinnern sich an Wilson wie der Bauer sich an den Hagelschlag erinnert, der seine ganze Ernte vernichtet hat.

Wenn Roosevelt behaupte, daß die totalitären Staaten die Absicht hätten, die aus Wahlen hervorgegangen«!: Regierungen in allen Kontinenten zu beseitigen, so sei dies eine bewußte und sreche Lüge. Die totalitären Staaten hätten als höchstes» Ziel eine neue internationale Ordnung, in der jedes Volk frei sein wird, sich die Regierung zu wählen, die es will, in der aber alle Böller einen gerechten Anteil an den Reich­tümern und Rohstoffen der Welt haben. Eben gegen diesen von der Achse versochtcnen Gerechtigkeitsanspruch wende sich Roosevelt ^ls Vertreter der Plutokratie. Wenn aber Noose- velt zum Schluß seiner Rede behaupte, daß das amerikanische Volk, was bei den Völkern der Achse nicht der Fall sei, die Wahrheit kenne, weil es nicht durch Agitation irregeführt werde, so sei dies geradezu grotesk, denn noch nie sei ein Volk durch Lügen und Hetze, wie jetzt die Vereinigten Staa­ten, irregeführt worden.

Unter der Ueberschrist „Die Stimme der Gewalttätigkeit" erklärt der Direktor des „Giornale d'Jtalia", Roosevelt habe sich in seiner jüngsten Rede wohlweislich gehütet, die wahren Ziele seiner aggressiven Intervention an der Seite des bri­tischen Imperialismus gegen die Völker der Achse zu defi­nieren. Roosevelt maße sich das Recht an, als Schiedsrichter Europas aufzutreten, wobei er nicht einmal seine kaum zu übertreffende Unwissenheit über die Geschichte und die der­zeitigen elementarsten Zustände Europas, sowie die Lebens- interessen eines Blocks von 182 Millionen Menschen, die heute im Rahmen des Dreimächtepaktes gegen England kämpfen, zu verbergen suche.

Nach einem Hinweis darauf, daß der Appell Roofevelts beweise, daß das britische Empire nunmehr „seinen" Krieg verloren habe, betont das halbamtliche Blatt, daß auch die amerikanische Hilfe England aus seiner verzweifelten Lage nicht retten könne. Das Schicksal Englands sei angesichts der Pläne und der Mittel der Achse ein sür allemal besiegelt. Die Rede Noosevelts sei vom Aniang bis zum Ende nichts anderes als eine Ausforderung zum Kriege und ein Versuch, seinen zukünftigen aggressiven Masznahmen durch die üblichen Alibis einen Schein dos Rechts zu verleihen. Heute beweise Roosevelt, daß er alle Versprechungen, die er vor seiner Wiederwahl dem amerikanischen Volk gegeben habe, über Bord werfe und sich wieder ossen zu seiner Kriegspolitik bekenne. Damit vergesse Roosevelt die tlugen Ratschläge, die Washing­ton seinem Volk als politisches Testament hinterlassen habe, ebenso wie er sich über die Monroe-Doktrin hinweggesetzt habe.

Indem Roosevelt, so erklärt die „Tribuna", die Monroe- Doktrin vernichtete, setze er die junge amerikanische Nation einem Auflösungsprozeß aus, der um so bedenklicher erscheine, als der Präsident gleichzeitig das Volk der Vereinigten Staaten zur Einigkeit aufgerufen habe. Zusammen mit anderen Na­tionen wolle Roosevelt nunmehr auch das amerikanische Volk der Vernichtung preisgeben mit dem einzigen Ziel, die Herr­schaft des Goldes zu sichern. In der Tat werde die England- hilfe einzig und allein vom amerikanischen Volk selbst bezahlt werden müssen. Nooscdelt verdamme alle seine Sklaven zur furchtbarsten und erschöpfendsten Arbeit, um die Welt der Helden zu bekämpfe».

Der Führer habe sestgcstellt, daß die Tllelt nicht einigen ive- nigen Bevorzugten vorbehalten sei. Eine Ordnung, die sich aus der Diskriminierung zwischen Reichen und Armen be­gründe, könne nur: so lange dänern, als die Armen nicht cnt-' schlössen seien, ihren Platz an der Sonne zu erhalten. Die internationalen kapitalistischen Plutokraten wollten diesen Krieg bis zum Ende führen. Er werde bis zum Ende gesührt werden, und zwar bis zu ihrer Vernichtung. „Mögen also", so schließt das Blatt, „die Waffenschmieden der Demokratie ihre Feuer entzünden. An diesen Feuern würden sich nur die Aushungerer und Ausbeuter der Menschheit verbrennen!"

Unter der Ueberschrist „Uneinige Staaten" weist „Tevere" darauf hin, daß die Vereinigten Staaten vielleicht noch nie im Verlause ihrer Geschichte so tief zersplittert und uneinig waren lote während der Rcgicrungszeit Noosevelts. Der kör- Perlich nicht vollwertige Roosevelt wolle offenbar sich an der ganzen Menschheit für das ihm zuteil gewordene Unglück

imttilinnimluiilnmiiliiiililliniiililinnniniiruilliliiiuniniiittnlniiiliiiiliilttin

Unser?aFS 88 p»etzeL

Die deutsche Lustwasfe richtete schwere Angriffe gegen Bristol und Avonmouth.

Der italienische Wchrmachtsbericht meldet heftige Kämpft im Abschnitt von Kercn.

Matsuoka ist aus seiner Reise nach Berlin an der sowjet- ruffischcn Grenze eingetroffen.

ganzen Welt einen starken Eindruck hinterlassen.

In einer hatztrics-nd-n Rede gegen die autoritären Staa­ten machte Roosevelt Churchill den Rang des Plutokraten Nr. 1 streitig.

An, kommenden Sonntag wird auch Bremen dolllommi «m Zeichen des „Tages der Wehrmacht" stehe«.