Ausgabe 
(14.3.1941) Nr. 73
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VremerZeilung

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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Die I nun hohe uad 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 >H4. Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile im Terttell 75 H-4. ermäßigte Grundpreise lsürKlein- u.Famtlien- anzeigen u a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste S Nachlaß­staffel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. Vn Sdke. Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Beichsstattstalters in Oldenburg und vremen

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Nr. ?Z / 11. Jahrgang

Freitag, 14. INärz 1941

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Hunderte von slugjeugen gegen Liverpool

Nachtangriffe auch gegen Schottland und Südengland

Berlin, 13. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Mehrere hundert deutscher Kampfflugzeuge griffen während der ganzen Nacht beim Mondschein und klarer Sicht in rollendem Einsatz die Hasenanlagen von L i - verpool-Birkenhead mit sehr starkem Erfolg an. Zahlreiche Hafeneinrichtungen und Lebensmittellager sowie am Hasen gelegene Jndustriewerke wurden zer­stört oder schwer getrossen. Mehrere Schisse gerieten in Brand. Weitere Nachtangriffe schwächerer Kampsslieger- kräfte richteten sich gegen militärische Ziele und In­dustrieanlagen in Schottland und Südengland.

Aufklärungsflugzeuge erzielten bei Angriffen gegen Geleitzüge an der britischen Osttüste Voll­treffer aus drei großen Handelsschiffen und versenkten ein Schiff von lilüü BRT. im Seegebiet von Ereat- Sjarmouth. Leichte Kampfflugzeuge zerstörten bei Tage Hallen und Unterkünfte aus einem Flugplatz in Südengland. Ein Schnellboot versenkte bei einem Vor­stoß gegen die englische Südostküste einen britischen Zer­störer.

Im Mittelmeerraum führten deutsche Kampf­flugzeuge zusammen mit italienischen Verbänden bewaff­nete Aufklärung gegen die Insel Malta durch. In Nordasrika bekämpfte die deutsche Luftwaffe bri­tische Fahrzeugkolonnen und Krastwagenansainmlungeii wirkungsvoll mit Bomben und Bordwaffen.

Der Feind warf in der letzten Nacht auf Orte des norddeutschen Küste n g ebietes sowie aus die Rcichshauptstadt Brand- »nd Sprengbomben in größerer Zahl. Innerhalb von Wohnvierteln wurde eine Anzahl von Gebäuden, darunter Kirchen und Krankenhäuser, be­schädigt. An Industrieanlagen entstanden nur unerheb­liche Schäden. Unter der Zivilbevölkerung ist eine Reihe von Toten und Verletzten zu beklagen. Zehn der angrei­fenden Flugzeuge wurden durch Nachtjäger und Flak­artillerie abgeschossen. Außerdem verlor der Feind bei Tage drei Flugzeuge in Luftkämpfen. Sechs eigene Flug­zeuge werden vermißt."

Genau wie in der Bornacht wälzten sich auch in der Nacht zum Donnerstag deutsche Luststreitkräfte in breit ausgezogener Front und zahlreichen einzelnen Gruppen über England. Die Haupaktionen richteten sich gegen einige kriegswirtschaftlich be-

Flolienische U-Voote im fltlankik

Bisher 250 000 BRT. versenkt

vr. v. I.. Rom, 13. März.

Als MIO BRT. feindlichen Schiffsraumes bei insgesamt 11 Schiffen versenkten die im Atlantik operierenden italieni­schen Unterseeboote während des Monats Februar. Damit erhöht sich die Zahl des bisher im Atlantik von italienischen U-Booten versenkten feindlichen Schiffsraumes aus insgesamt 250 000 BRT. Die italienische Presse, der diese Angaben ent­nommen sind, verweist daraus, daß diese Erfolge nur als Anfangserfolge zu bewerten seien, da mit dem Frühling mit der Möglichkeit eines größeren Einsatzes der U-Boote »nd mit den in den Winterfahrten gewonnenen Erfahrungen sehr viel höher« Bcrsenlungszissern zu erwarten seien.

Als erfolgreichste N-Bootskommandanten im Atlantik werden bei diescr'Eclegenheit die Kapitänleutnants Lvngobarda, Pittoni, Todaro und E i o v a n n i n i genannt, von denen Pittoni bereits früher im Mittclmeer einen englischen Kreuzer der „Callipso"-Klafse und Todaro den Hilfskreuzer „Enmaeus" mit 3 000 Soldaten und zahlreichem Kriegs­material an Bord aus der Fahrt nach Neghpten versenkte.

sonders wichtige Gebiets, aber zahlreiche andere wurden eben­falls ersaht, so daß beinahe in ganz England Alarmzustand herrschte. Die deutschen Altionen begannen, den englischen Berichten zufolge kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Die deutschen Flugzeuge seien großenteils in beträchtlicher Höhe und vielfach mit abgestellten Motoren hereingekommen Mit solchen Meldungen will das Londoner Lustsahrtministerium offenbar die Enttäuschung der englischen Oeisentlichkeit parie­ren, daß trotz aller Londoner Prahlereien über die angeblich „höchst wachsame" englische Abwehr jede Nacht Massen deut­scher Flugzeuge über England zu operieren vermögen.

Der heftigste Angriff wird wieder aus Nvrdwestengkand gemeldet. Das dortige wichtige Jndustrierevier hatte schon in der Nacht zum Mittwoch die Hauptlast der Angriffe auszu­halten. Ueber einer nordwestlichen Stadt seien zahlreiche Brandbomben ausgeschüttet worden. Der Angriff habe hier beträchtliche Zeit gedauert. Vorangegangen sei eine Beleuch­tung der Ziele durch Dutzende von Leuchtbomben. Ueber vie­len anderen Gebieten, so sagt eine englische Darstellung vom Donnerstag vormittag, seien „Nbnütznngsangrisfe" durch­geführt worden, nämlich Aktionen mit gewissen Pausen da­zwischen, die anscheinend dazu bestimmt gewesen seien, die Verteidigung zu ermüden. Unter den hiervon heimgesuchten Gebieten werden besonders erwähnt Nord Wales, Mit­telengland und Südengland. Spätere Berichte sprechen von weiteren Gebieten auch in Südwales, das >

von demscher Seite bearbeitet worden sei. Ferner habe eine Südweststadt das Ziel einer heftigen Aktion gebildet.

Im Schloß Bnckingham hat sich, den neuesten englischen Berichten zufolge, ein „Wunder" ereignet, das äußerst rüh­rend ausgemacht wird: zwei Tage nach den Bombeneinschlä­gen, die einen Teil des Schlvßgebäudcs vernichteten, habe man fünf Kanarienvogels die einer Portleriamilis gehörten, unbeschädigt aus den Trümmern hervorgeholt und nach zwei weiteren Tagen auch noch eine Angorakatze Nach diesen Wundersomen Vorgängen kann es natürlich — das ist der klare Sinn dieser Veröffentlichungen — für jeden denkenden Menschen keinen Zweifel mehr geben, daß der Segen der Vor­sehung über Buckinghampalast und über Churchills ganzem Krieg waltet . . . Der Nordslügcl des Schlosses wurde zerstört.

Ausnahmsweise geben die Engländer auch von den letzten Angriffen am Mittwoch auf Malta beträchtliche Schadens- wirknngen zu.

5 SpWre-slugieugo abgeschossen

Berlin, 13. März

Zwischen deutschen Jägern und englischen Spitsire- Flugzeugen kam es am Donnerstag über dem Kanal zu Luftkämpsen, bei denen fünf Spitsire-Flugzeuge abge- > schassen wurden.

Lebhafte ftngriffstötigkeft in Nordafrika

fln der griechischen front der seind mit schweren Verlusten zurückgeschlagen

Rom, 13. März

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: „An der griechischen Front hat der Feind seine Angriffe beiderseits des Vojussatales wiederholt und wurde mit schweren Verluste» zurückgeschlagen. Unsere Luftwaffe hat einen wichtigen feindlichen Flottenstützpunkt bombardiert. Eigene und deutsche Flugzeuge haben in nächtlichen Ak­tionen die Hascnanlagen von La Valetta (Malta) angegriffen. In Nordasrika haben unsere Flugzeuge Flotten- und Flugzeugstützpunkte in der Cyrenaika an- angegrisfen. Abteilungen des deutschen Fliegerkorps haben Zeltlager und britische motorisierte Abteilungen mit Bomben »nd MG.-Fcuer belegt. In Ostafrika hat der Feind Einsliige gegen einige Ortschaften in Eritrea durchgeführt, ohne Schaden anzurichten."

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In Albanien haben die Griechen während der letzten Tage, die im Zeichen lebhafter italienischer Lust- und Artillerie­vorbereitungen in einigen Frontabschnitten standen. Verstär­kungen in den Sektor Klisura—Tepeleni. geworfen. Auf den Straßen Premeti—Klisura längs des Bvjnfsn-Tales und Ar- ghrvkastron— Tepeleni herrschte namentlich nachts reger Ver­kehr. Italienisclie Kampsslngzenge griffen din im Mondlicht gut sichtbaren marschierenden griechischen Kolonnen wieder­holt an und fügten ihnen Verluste zu.

Ilelier die italienischen Operationen liegen am Donnerstag- morgen in Rom Nachrichten vor, daß die Luftwaffe mit mehreren hundert Flugzeugen aller Muster trotz des nach drei Schvnwettertagei, eingetretenen Witternngsrückschlages Aktio­nen durchführte. Die italienischen Stukas zerschlugen nach den Schilderungen der Frontberichter das etwa 600 Meter hoch ge­legene Tors Toschiki, in dem ein griechischer Divisionsstab sein Quartier aufgeschlagen hatte.

Der Feind versuchte einen Einslug mit neun Blenhcim- Boiubern, die von 20 Gloster begleitet waren. Italienische Iagdverbünde zwangen die britischen Flugzeuge zum Rückzug, wobei sie einen Bomber und eine Jagdmaschine abschössen. Auch die italienischen Verluste betrugen bei diesem Gefecht zwei Maschinen.

lieber den letzten britischen Luftangriff auf Asmara wird jetzt von italienischer Seite eine Darstellung gegeben, die er­kennen laßt, daß die RAF. ihrer Tradition auch iii Kolo­nialgebieten treu bleibt. Die englischen Bomber erschienen danach unter dem Geleit zahlreicher Iagdmaschincn am 28. Fe­bruar über dem Wohnviertel der Hauptstadt Erhtrens, wo weit und breit keine militärischen Ziele zu finden sind. und warfen zahllose Bomben ab. von denen einige wenige Meter von der Kathedrale entfernt niederfielen und unter der Wei­ßen und der eingeborenen Bevölkerung Todesopfer verursach­ten. Einige Kinder, die soeben eine Schule verließen, wurden von den britischen Jagdfliegern mit MG.-Earben nieder­gemäht.

Die wiederholten britischen Versuche, an strategischen Punk­ten der Cyrenaika Material- und Verpslegnngslager anzu­legen, werden nach italienischen Berichten unerbittlich von der deutschen Luftwaffe zunichte gemacht. Immer wieder hagelte» Bomben aus die britischen motorisierten Kolonnen und Truppenzufcrnnuenziehnngen. Am Mittwoch wurden marschierende britische Verbünde in Nordasrika von deutschen Flugzeugen angegriffen. Teutsche Aufklärungsflugzeuge be­wachen fortgesetzt die seindlichen Bewegungen Malta bekam in den letzten mondhellem Nächten .die Gewalt der deutschen Luftwaffe mit voller Wucht zu spüren. Die letzten Angriffe konzentrierten sich wieder aus den Hafen von La Valetta, wo in der sogenannten sranzösischen Bucht nahe bei den Docks heftige Explosionen beobachtet wurden.

VemnSchst l?jichrige in der Nsts.

Berlin, 13. März

Eine der größten Sorgen der britischen Luftwaffe ist die Pilvtennachwnchssrage. Kanadas Fliegerschulen stellen bisher noch zu wenig Ersahkräste znr Verfügung und Australiens Kontingent an Rekruten ist gegenüber der großen Nachfrage zu gering. Der Präsident für die britische Ftiegerrekrutierung beabsichtigt deshalb, demnächst 17jährige Australier als jüngste Rekruten in die RAF. aufzunehmen. Bisher wurden Jugend­liche nur vom 18. Lebensjahre ab als Piloten der RAF.'aus- gebildet.

„vor uns steht immer Sropdeutschtan-

Sie Kraft unseres Volkes sott wieder dem ganzen deutschen Volke zugute kommen — Sie Nede des fiilzrers in Linz

Linz, 13. März.

In seiner Ansprache an die z»r Gedenkfeier versammelten Linzer Volksgenossen, über die wir bereits kurz berichteten, rief der Führer die Erinnerung wach an jenen 12. März vor drei Jahren, an dem er zum ersten Male in dieser seiner Jugend­stadt habe sprechen können. Damals habt sich der Zusammen­schluß aller Deutschen angebahnt, die Erfüllung einer jahr­hundertelangen Sehnsucht, die gerade in diesem Gau mit ihren stärksten und tapfersten Vertreter gesunden habe. In seinen Ausführungen legte der Führer dann im einzelnen dar, wie gegenüber der Auslösung unseres Bollskörpcrs im In­nern und der Ohnmachtscrklärung des deutschen Lebenswil­lens nach außen die nationalsozialistische Bewegung das deut­sche Volk innerlich zusammenfasse »nd damit seine Kraft auch nach außen mobilisierte. Hier sei die erste «nd vielleicht ent­scheidende Etappe in der langen Reihe der Ersolge die Schaf­fung des Eirotzdeutschen Reiches gewesen. Denn damit habe die endgültig, Zerschlagung des Versailler Systems auch nach außen hin ihren sichtbaren Ausdruck gesunden. Die Folge die­ser damaligen Proklamation des Großdeuischen Reiches sei seitdem eine einzige Entwicklung nach vorwärts gewesen, eine Festigung des Reiches, Stärkung der Nation und im Zusam­menhang damit eine Kette großer außenpolitischer Ersolge.

„Heute stehen wir nun", so erklärte der Führer, — „vor der Bewährung dessen, was wir damals begonnen haben, weil genau so, wie die erste Einigung 1870/71 die Mißgunst der anderen Welt fand, auch die zweite große Einigung des deutschen Volkes, die Bildung des Großdeuischen Reiches, sich heule durchsetzen mutz gegenüber dem Haß. dem Neid, der Eiiersucht, der Habgier, aber auch der Trägheit anderer Völker und der anderen Staaten. Ich sehe darin geradezu einen ge­schichtlichen Hinweis, der uns stolz aber auch zuversichtlich machen kann. Damals ging dieser Kamps mit einem gewal­tigen geschichtlichen Erfolg zu Ende. Der heutige Kamps wird nicht um ei» Haar anders verlausen, er wird zum gleichen Erfolg sührenl"

Der Führer sprach dann davon» wie selbstverständlich und natürlich uns allen heute der Sieg der Krotzdeiitschcn Reiches erscheine. Als er vor drei Jahren in diese Stadt eingezogen sei, da habe, er nicht ei» Shsten, znm ersten Male angeschlagen, sondern einen bereits geschlagene» Zustand endgültig beseitigt. Wen» daher heute die andere Welt glaube, sür diesen über­wundenen Zustand »och kämpfen z» können, so fechte sie damit für eine verlorene Sache. In seinem unbändige» Willen und unerschütterliche», Entschluß, den Kamps zum siegreichen Ende zu sichre», stehe er heute nicht allein da, sondern hinter ihm stehe die nationalsozialistische Partei, die heute genau so Trägerin des politischen Siegcswillens der deutschen Nation sei, wie sie die Trägerin des Willens zur Erhebung war.

An der Leite dieser Bewegung stehe die unterdes geschossene Wehrmacht des neuen Reiches, die genau so hart und uner­bittlich sei. Die Welt werde erkennen, daß man alles eher beu­gen könne als die Wehrmacht des Dritten Reiches. In der Partei aber und in der Wehrmacht und hinter beide» stehe das deutsche Voll, dem heute eine Fahne voranschwcbe, das ein Wille beseele, ein Entschluß beherrsche und eine Tapferkeit erfülle. Er Irene sich, das gerade hier aus dem Boden seiner engeren Heimat aussprcchen zu können.

„Vor etwas über einem Jahr noch" — so fuhr der Führer sort, da war Churchill sich noch nicht ganz im klaren über die Standsestigkeil der Volksgenossen meiner Heimat. Ich habe ihm damals versichert, daß hoffentlich bald die Zeit kommen wird, wo er sich dafür eine bester« Belehrung wird holen kön­nen. Dies« Zeit ist unterdes eingetreten. England hat sich die Belehrung geholt, und ich habe nicht den Eindruck gehabt, daß die Standfestigkeit der britischen Brigaden eine gröbere ge­wesen wäre, als die der ostmärkischen Bataillone in Norwegen und Frankreich."

Der Führer sprach von unserem Kampf gegen die alte Welt des Goldes und des Kapitals. Er sprach von dem Ausbau des deutschen Sozialstaates, von der ungeheuren Arbeit, die heut«

im deutschen Volke auf allen Gebieten geleistet werde, von dem Ausstieg der dcutsche» Wirtschaft, der Ausdehnung unse­rer Industrie und der Steigerung der deutschen Produktions­kraft. In keiner Zeit der deutschen Geschichte sei in wenigen Jahren mehr geschossen worden als in der „nsrigen.

„Wir können daher" — so lies der Führer aus — „auch mit Stolz aus diese drei letzten Jahre zurückblicken, drei Jahre, in denen auch die Ostmark am großen deutschen Aus­stieg teilgenommen hat. Auch diese Stadt fühlt das, was ge­schaffen wird, was geplant ist und was noch in der Zukunft alles an Neugestaltungen eintreten wird. Die Stunde unseres endgültigen Sieges wird kommen, dann werden die Pläne, die wir jetzt gemacht haben, erst recht verwirklicht. Tann werden wir weiter arbeiten und diesem Großdeuischen Reich immer mehr den Eharaktcr eines Reiches der Arbeit geben, den Eharaktrr eines Staates sozialen Gemeinschaftslebens."

„So kann ich heute nach drei Jahren mit ruhigem Ge­wissen auch in diese Stadt hier kommen. Viel ist begonnen worden. Einiges ist in der Fertigstellung begriffen. Anderes wird vollendet. Neues wird seinen Ansang nehmen. Alles das aber doch nur, meine Volksgenossen, weil auch hier di- zusammcngesatzte Kraft des ganzen deutschen Volkes hinter der Arbeit steht! Daher glaube ich auch, daß gerade diese Stadt hier in Würdigung dessen, was in ihren eigenen Mauern geschieht, ein unerschütterliches Bollwerk des Groß- deutschen Reiches sein wird."

„Daß aber die «rast unseres Bolkes", so schloß der Führer leine immer wieder von tosendem Beisall unterbrochenen Aus­führungen, „wieder dem ganzen deutschen Volke zugute kommt, das ist das Ziel unseres nationalsozialistischen Groß- dkiitschen Reiches. Nicht einer Klasse, einem Stande sind wir verpflichtet, nicht einem Menschen sind wir Untertan: Vor uns steht unentwegt das Bekenntnis zum dcutschcn Volk ganz gleich, ob im Osten oder Westen, im Süden oder Ror- - den. vor uns steht immer; Grotzdeutschlandj"

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Von

XontsrsckmirsI Liüningkous

Eins muß der englischen Propaganda gelassen werden; sie ist im Erfinden von immer neuen Ablenkungs- und Verschleierungsmanövern schier unerschöpflich. Nur gut, daß all' diese Künste nicht recht verfangen und damit letzten Endes nur die tatsächliche Schwäche unseres Gegners immer mehr enthüllen. Kaum war das Schlagwort von der „Pause" verpufft, so posaunte das Londoner Jnsormationsministerium die Legende von dem deutschen Zweifrontenkrieg in die Welt, damit den reichlich kindlichen Persuch unternehmend, eine Art Pa­rallele zwischen den Geschehnissen des Weltkrieges 1917/18 und der jetzigen Kriegslage zu konstruieren. Der Zweck dieses Unternehmens ist klar: Es soll in erster Linie dem deutschen Volke, dann aber auch der ganzen Welt, vor allem dem Freunde, Gönner und Gläubiger jenseits des Ozeans, vor Augen geführt wer­den, daß schließlich doch Deutschland und nicht England zusammenbrechen würde, schon deshalb, weil England durch seine geniale Wiistenexpedition Deutschland ge­zwungen hätte, seine Kräfte zu verzetteln und den Krieg nach zwei Fronten zu führen. Wenn diese eng­lische Beweisführung richtig wäre, dann stände Deutsch­land nicht in einem Zweifrontenkrieg, sondern, da unser Handelskrieg sich, wie selbst an der Themse be­kannt sein dürfte, auf allen Meeren abspielt, in einem V i e l srontenkrieg. Der Gegner aber bleibt immer derselbe, nämlich England. Damit schrumpft diese Viel­heit wieder zu einer Einheit zusammen. Wo immer unsere Wehrmacht die englische, sei es das Landheer, die Marine oder die Luftwaffe schlagen kann, da schlägt sie zu. Ob das in England selbst, über Malta oder über Libyen, in der Nordsee, im Mittelmeerraum, im At­lantik oder im Pazifik vor sich geht, spielt dabei keine Rolle. Wo Schiffe versenkt werden, wo Schläge aus­geteilt werden, wo englische Flieger heruntergeholt werden, ist belanglos; die Hauptsache ist, daß das Ge­setz des Handelns bei der deutschen Wehrmacht liegt und diese den ihr nötig erscheinenden Gebrauch davon macht.

Bei der Verbreitung der Legende vom deutschen Zweifrontenkrieg spielt für England naturgemäß noch der Gedanke mit, möglichst von der vorgenommenen Verzettelung seiner Kräfte und dem damit sür Eng­land entstandenen Zweifrontenkrieg abzulenken. Denn das Wüstenunternehmen, das nach den hoffnungsfreudi- gen und hochgespannten Plänen Churchills und Edens einen vollkommenen politischen Umschwung herbei­führen, den Balkan und den Nahen Orient mobilisieren, kurz das Kriegsgliick zugunsten Englands wenden sollte, hat politisch Fiasko gemacht. Selbst in London wird zugegeben, daß sich England auch im Mittelmeer in die Defensive gedrängt fühlt. Das besagt, daß der Nachschub für die englische Örientarmee durch das Mittelmeer über Gibraltar und Malta, wenn überhaupt, so doch nur sehr bedingt aufrechterhalten werden kann. Bleibt der Nachschub durch das Rote Meer und den Suez- Kanal. Sicheren Nachrichten zufolge ist der Suezkanal z. Z. durch einige in ihm versenkte Schiffe gesperrt. Es ist noch nicht zu übersehen, wie lange diese Wasserstraße unbenutzbar sein wird. Sollte die Sperrung noch längere Zeit anhalten, so würde bei den geschilderten Verhält­nissen im Mittelmeer die englische Orientarmee in eine sehr prekäre Lage geraten.

Ein Heer von rd. SOÜ 990 Mann kann sich ohne gesi­cherten Nachschub für längere Zeit nicht halten. Es würden also die schon vorhandenen Schwierigkeiten ver­mehrt, auf die auch in England, so u. a. von dem vorigen Verteidigungsminister Großadmiral Lord Lhatfield, vor dem Start des Wüstenunternehmens hingewiesen und gewarnt worden war. Tatsächlich hat sich also England, nicht Deutschland, eine zweite Front künstlich geschaffen, an der es, wenn nicht alle Anzeichen triigenj wenig Freude erleben wird. Nach den aus dem Auslande vor­liegenden Nachrichten hat sich vor und hinter den gesun­kenen Dampfern im Suezkanal schon eine ganze Reihe von Schiffen zusammengefunden. Bei der Tonnagenot, die in England herrscht und die jeden Tag zunimmt, bedeutet die nutzlose Ansammlung von Schiffen im Suez­kanal eine sehr empfindliche Einbuße an dem so dringend benötigten Schiffsraum. Der englische Ernährungs» minister hat in einer öffentlichen Ansprache darauf hin­gewiesen, daß er s. Zt. vor die Frage gestellt wurde; „Tobruk (Wüstenunternehmen) oder Lebensmittel?" Darin liegt, daß beides sich nicht miteinander verträgt. Dazu ist die Tonnagedecke eben zu kurz. Eins ist sicher: Der Zweifrontenkrieg, den Großbritannien aus allzu durchsichtigen Gründen uns andichten will, ist in Wirk­lichkeit kein deutscher, sondern ein eng­lisch e r Z w e i s r o n t en k r i e g mit all den Nach-

Im rollenden Einsatz griffen mehrere hundert deutsche Bomber mit sehr st-irlem Erfolg Liverpool an.

Britische Luftstreitkräfte unternahmen in der Nacht zum 13. März zwei heftige Angriffe aus Bremen.

An der albanischen Front wurden die Griechen unter schweren Verlusten zurückgeschlagen.

E^dtz-Jnquart gab grundsätzliche Erklärungen zum Jndenproblem i» Holland ab.

Die Nmstellungszelt für Beihilfen an Krlegshinierblie- bene und arbeitsunfähig Entlassene wurde aus zwölf Monate verlängert.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach in einer Großkund­gebung aus dem Hcldcnplatz in Wien.

Auch der Standort Bremen begeht den Heldengedenktaa am kommenden Sonntag mit militärischen Gedenkfeier».