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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblatt des Beichsstattstalters in Oldenburg und vremen
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Nr. ?Z / 11. Jahrgang
Freitag, 14. INärz 1941
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Hunderte von slugjeugen gegen Liverpool
Nachtangriffe auch gegen Schottland und Südengland
Berlin, 13. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Mehrere hundert deutscher Kampfflugzeuge griffen während der ganzen Nacht beim Mondschein und klarer Sicht in rollendem Einsatz die Hasenanlagen von L i - verpool-Birkenhead mit sehr starkem Erfolg an. Zahlreiche Hafeneinrichtungen und Lebensmittellager sowie am Hasen gelegene Jndustriewerke wurden zerstört oder schwer getrossen. Mehrere Schisse gerieten in Brand. Weitere Nachtangriffe schwächerer Kampsslieger- kräfte richteten sich gegen militärische Ziele und Industrieanlagen in Schottland und Südengland.
Aufklärungsflugzeuge erzielten bei Angriffen gegen Geleitzüge an der britischen Osttüste Volltreffer aus drei großen Handelsschiffen und versenkten ein Schiff von lilüü BRT. im Seegebiet von Ereat- Sjarmouth. Leichte Kampfflugzeuge zerstörten bei Tage Hallen und Unterkünfte aus einem Flugplatz in Südengland. Ein Schnellboot versenkte bei einem Vorstoß gegen die englische Südostküste einen britischen Zerstörer.
Im Mittelmeerraum führten deutsche Kampfflugzeuge zusammen mit italienischen Verbänden bewaffnete Aufklärung gegen die Insel Malta durch. In Nordasrika bekämpfte die deutsche Luftwaffe britische Fahrzeugkolonnen und Krastwagenansainmlungeii wirkungsvoll mit Bomben und Bordwaffen.
Der Feind warf in der letzten Nacht auf Orte des norddeutschen Küste n g ebietes sowie aus die Rcichshauptstadt Brand- »nd Sprengbomben in größerer Zahl. Innerhalb von Wohnvierteln wurde eine Anzahl von Gebäuden, darunter Kirchen und Krankenhäuser, beschädigt. An Industrieanlagen entstanden nur unerhebliche Schäden. Unter der Zivilbevölkerung ist eine Reihe von Toten und Verletzten zu beklagen. Zehn der angreifenden Flugzeuge wurden durch Nachtjäger und Flakartillerie abgeschossen. Außerdem verlor der Feind bei Tage drei Flugzeuge in Luftkämpfen. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt."
Genau wie in der Bornacht wälzten sich auch in der Nacht zum Donnerstag deutsche Luststreitkräfte in breit ausgezogener Front und zahlreichen einzelnen Gruppen über England. Die Haupaktionen richteten sich gegen einige kriegswirtschaftlich be-
Flolienische U-Voote im fltlankik
Bisher 250 000 BRT. versenkt
vr. v. I.. Rom, 13. März.
Als MIO BRT. feindlichen Schiffsraumes bei insgesamt 11 Schiffen versenkten die im Atlantik operierenden italienischen Unterseeboote während des Monats Februar. Damit erhöht sich die Zahl des bisher im Atlantik von italienischen U-Booten versenkten feindlichen Schiffsraumes aus insgesamt 250 000 BRT. Die italienische Presse, der diese Angaben entnommen sind, verweist daraus, daß diese Erfolge nur als Anfangserfolge zu bewerten seien, da mit dem Frühling mit der Möglichkeit eines größeren Einsatzes der U-Boote »nd mit den in den Winterfahrten gewonnenen Erfahrungen sehr viel höher« Bcrsenlungszissern zu erwarten seien.
Als erfolgreichste N-Bootskommandanten im Atlantik werden bei diescr'Eclegenheit die Kapitänleutnants Lvngobarda, Pittoni, Todaro und E i o v a n n i n i genannt, von denen Pittoni bereits früher im Mittclmeer einen englischen Kreuzer der „Callipso"-Klafse und Todaro den Hilfskreuzer „Enmaeus" mit 3 000 Soldaten und zahlreichem Kriegsmaterial an Bord aus der Fahrt nach Neghpten versenkte.
sonders wichtige Gebiets, aber zahlreiche andere wurden ebenfalls ersaht, so daß beinahe in ganz England Alarmzustand herrschte. Die deutschen Altionen begannen, den englischen Berichten zufolge kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Die deutschen Flugzeuge seien großenteils in beträchtlicher Höhe und vielfach mit abgestellten Motoren hereingekommen Mit solchen Meldungen will das Londoner Lustsahrtministerium offenbar die Enttäuschung der englischen Oeisentlichkeit parieren, daß trotz aller Londoner Prahlereien über die angeblich „höchst wachsame" englische Abwehr jede Nacht Massen deutscher Flugzeuge über England zu operieren vermögen.
Der heftigste Angriff wird wieder aus Nvrdwestengkand gemeldet. Das dortige wichtige Jndustrierevier hatte schon in der Nacht zum Mittwoch die Hauptlast der Angriffe auszuhalten. Ueber einer nordwestlichen Stadt seien zahlreiche Brandbomben ausgeschüttet worden. Der Angriff habe hier beträchtliche Zeit gedauert. Vorangegangen sei eine Beleuchtung der Ziele durch Dutzende von Leuchtbomben. Ueber vielen anderen Gebieten, so sagt eine englische Darstellung vom Donnerstag vormittag, seien „Nbnütznngsangrisfe" durchgeführt worden, nämlich Aktionen mit gewissen Pausen dazwischen, die anscheinend dazu bestimmt gewesen seien, die Verteidigung zu ermüden. Unter den hiervon heimgesuchten Gebieten werden besonders erwähnt Nord Wales, Mittelengland und Südengland. Spätere Berichte sprechen von weiteren Gebieten auch in Südwales, das >
von demscher Seite bearbeitet worden sei. Ferner habe eine Südweststadt das Ziel einer heftigen Aktion gebildet.
Im Schloß Bnckingham hat sich, den neuesten englischen Berichten zufolge, ein „Wunder" ereignet, das äußerst rührend ausgemacht wird: zwei Tage nach den Bombeneinschlägen, die einen Teil des Schlvßgebäudcs vernichteten, habe man fünf Kanarienvogels die einer Portleriamilis gehörten, unbeschädigt aus den Trümmern hervorgeholt und nach zwei weiteren Tagen auch noch eine Angorakatze Nach diesen Wundersomen Vorgängen kann es natürlich — das ist der klare Sinn dieser Veröffentlichungen — für jeden denkenden Menschen keinen Zweifel mehr geben, daß der Segen der Vorsehung über Buckinghampalast und über Churchills ganzem Krieg waltet . . . Der Nordslügcl des Schlosses wurde zerstört.
Ausnahmsweise geben die Engländer auch von den letzten Angriffen am Mittwoch auf Malta beträchtliche Schadens- wirknngen zu.
5 SpWre-slugieugo abgeschossen
Berlin, 13. März
Zwischen deutschen Jägern und englischen Spitsire- Flugzeugen kam es am Donnerstag über dem Kanal zu Luftkämpsen, bei denen fünf Spitsire-Flugzeuge abge- > schassen wurden.
Lebhafte ftngriffstötigkeft in Nordafrika
fln der griechischen front der seind mit schweren Verlusten zurückgeschlagen
Rom, 13. März
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: „An der griechischen Front hat der Feind seine Angriffe beiderseits des Vojussatales wiederholt und wurde mit schweren Verluste» zurückgeschlagen. Unsere Luftwaffe hat einen wichtigen feindlichen Flottenstützpunkt bombardiert. Eigene und deutsche Flugzeuge haben in nächtlichen Aktionen die Hascnanlagen von La Valetta (Malta) angegriffen. In Nordasrika haben unsere Flugzeuge Flotten- und Flugzeugstützpunkte in der Cyrenaika an- angegrisfen. Abteilungen des deutschen Fliegerkorps haben Zeltlager und britische motorisierte Abteilungen mit Bomben »nd MG.-Fcuer belegt. In Ostafrika hat der Feind Einsliige gegen einige Ortschaften in Eritrea durchgeführt, ohne Schaden anzurichten."
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In Albanien haben die Griechen während der letzten Tage, die im Zeichen lebhafter italienischer Lust- und Artillerievorbereitungen in einigen Frontabschnitten standen. Verstärkungen in den Sektor Klisura—Tepeleni. geworfen. Auf den Straßen Premeti—Klisura längs des Bvjnfsn-Tales und Ar- ghrvkastron— Tepeleni herrschte namentlich nachts reger Verkehr. Italienisclie Kampsslngzenge griffen din im Mondlicht gut sichtbaren marschierenden griechischen Kolonnen wiederholt an und fügten ihnen Verluste zu.
Ilelier die italienischen Operationen liegen am Donnerstag- morgen in Rom Nachrichten vor, daß die Luftwaffe mit mehreren hundert Flugzeugen aller Muster trotz des nach drei Schvnwettertagei, eingetretenen Witternngsrückschlages Aktionen durchführte. Die italienischen Stukas zerschlugen nach den Schilderungen der Frontberichter das etwa 600 Meter hoch gelegene Tors Toschiki, in dem ein griechischer Divisionsstab sein Quartier aufgeschlagen hatte.
Der Feind versuchte einen Einslug mit neun Blenhcim- Boiubern, die von 20 Gloster begleitet waren. Italienische Iagdverbünde zwangen die britischen Flugzeuge zum Rückzug, wobei sie einen Bomber und eine Jagdmaschine abschössen. Auch die italienischen Verluste betrugen bei diesem Gefecht zwei Maschinen.
lieber den letzten britischen Luftangriff auf Asmara wird jetzt von italienischer Seite eine Darstellung gegeben, die erkennen laßt, daß die RAF. ihrer Tradition auch iii Kolonialgebieten treu bleibt. Die englischen Bomber erschienen danach unter dem Geleit zahlreicher Iagdmaschincn am 28. Februar über dem Wohnviertel der Hauptstadt Erhtrens, wo weit und breit keine militärischen Ziele zu finden sind. und warfen zahllose Bomben ab. von denen einige wenige Meter von der Kathedrale entfernt niederfielen und unter der Weißen und der eingeborenen Bevölkerung Todesopfer verursachten. Einige Kinder, die soeben eine Schule verließen, wurden von den britischen Jagdfliegern mit MG.-Earben niedergemäht.
Die wiederholten britischen Versuche, an strategischen Punkten der Cyrenaika Material- und Verpslegnngslager anzulegen, werden nach italienischen Berichten unerbittlich von der deutschen Luftwaffe zunichte gemacht. Immer wieder hagelte» Bomben aus die britischen motorisierten Kolonnen und Truppenzufcrnnuenziehnngen. Am Mittwoch wurden marschierende britische Verbünde in Nordasrika von deutschen Flugzeugen angegriffen. Teutsche Aufklärungsflugzeuge bewachen fortgesetzt die seindlichen Bewegungen Malta bekam in den letzten mondhellem Nächten .die Gewalt der deutschen Luftwaffe mit voller Wucht zu spüren. Die letzten Angriffe konzentrierten sich wieder aus den Hafen von La Valetta, wo in der sogenannten sranzösischen Bucht nahe bei den Docks heftige Explosionen beobachtet wurden.
VemnSchst l?jichrige in der Nsts.
Berlin, 13. März
Eine der größten Sorgen der britischen Luftwaffe ist die Pilvtennachwnchssrage. Kanadas Fliegerschulen stellen bisher noch zu wenig Ersahkräste znr Verfügung und Australiens Kontingent an Rekruten ist gegenüber der großen Nachfrage zu gering. Der Präsident für die britische Ftiegerrekrutierung beabsichtigt deshalb, demnächst 17jährige Australier als jüngste Rekruten in die RAF. aufzunehmen. Bisher wurden Jugendliche nur vom 18. Lebensjahre ab als Piloten der RAF.'aus- gebildet.
„vor uns steht immer Sropdeutschtan-
Sie Kraft unseres Volkes sott wieder dem ganzen deutschen Volke zugute kommen — Sie Nede des fiilzrers in Linz
Linz, 13. März.
In seiner Ansprache an die z»r Gedenkfeier versammelten Linzer Volksgenossen, über die wir bereits kurz berichteten, rief der Führer die Erinnerung wach an jenen 12. März vor drei Jahren, an dem er zum ersten Male in dieser seiner Jugendstadt habe sprechen können. Damals habt sich der Zusammenschluß aller Deutschen angebahnt, die Erfüllung einer jahrhundertelangen Sehnsucht, die gerade in diesem Gau mit ihren stärksten und tapfersten Vertreter gesunden habe. In seinen Ausführungen legte der Führer dann im einzelnen dar, wie gegenüber der Auslösung unseres Bollskörpcrs im Innern und der Ohnmachtscrklärung des deutschen Lebenswillens nach außen die nationalsozialistische Bewegung das deutsche Volk innerlich zusammenfasse »nd damit seine Kraft auch nach außen mobilisierte. Hier sei die erste «nd vielleicht entscheidende Etappe in der langen Reihe der Ersolge die Schaffung des Eirotzdeutschen Reiches gewesen. Denn damit habe die endgültig, Zerschlagung des Versailler Systems auch nach außen hin ihren sichtbaren Ausdruck gesunden. Die Folge dieser damaligen Proklamation des Großdeuischen Reiches sei seitdem eine einzige Entwicklung nach vorwärts gewesen, eine Festigung des Reiches, Stärkung der Nation und im Zusammenhang damit eine Kette großer außenpolitischer Ersolge.
„Heute stehen wir nun", so erklärte der Führer, — „vor der Bewährung dessen, was wir damals begonnen haben, weil genau so, wie die erste Einigung 1870/71 die Mißgunst der anderen Welt fand, auch die zweite große Einigung des deutschen Volkes, die Bildung des Großdeuischen Reiches, sich heule durchsetzen mutz gegenüber dem Haß. dem Neid, der Eiiersucht, der Habgier, aber auch der Trägheit anderer Völker und der anderen Staaten. Ich sehe darin geradezu einen geschichtlichen Hinweis, der uns stolz aber auch zuversichtlich machen kann. Damals ging dieser Kamps mit einem gewaltigen geschichtlichen Erfolg zu Ende. Der heutige Kamps wird nicht um ei» Haar anders verlausen, er wird zum gleichen Erfolg sührenl"
Der Führer sprach dann davon» wie selbstverständlich und natürlich uns allen heute der Sieg der Krotzdeiitschcn Reiches erscheine. Als er vor drei Jahren in diese Stadt eingezogen sei, da habe, er nicht ei» Shsten, znm ersten Male angeschlagen, sondern einen bereits geschlagene» Zustand endgültig beseitigt. Wen» daher heute die andere Welt glaube, sür diesen überwundenen Zustand »och kämpfen z» können, so fechte sie damit für eine verlorene Sache. In seinem unbändige» Willen und unerschütterliche», Entschluß, den Kamps zum siegreichen Ende zu sichre», stehe er heute nicht allein da, sondern hinter ihm stehe die nationalsozialistische Partei, die heute genau so Trägerin des politischen Siegcswillens der deutschen Nation sei, wie sie die Trägerin des Willens zur Erhebung war.
An der Leite dieser Bewegung stehe die unterdes geschossene Wehrmacht des neuen Reiches, die genau so hart und unerbittlich sei. Die Welt werde erkennen, daß man alles eher beugen könne als die Wehrmacht des Dritten Reiches. In der Partei aber und in der Wehrmacht und hinter beide» stehe das deutsche Voll, dem heute eine Fahne voranschwcbe, das ein Wille beseele, ein Entschluß beherrsche und eine Tapferkeit erfülle. Er Irene sich, das gerade hier aus dem Boden seiner engeren Heimat aussprcchen zu können.
„Vor etwas über einem Jahr noch" — so fuhr der Führer sort, da war Churchill sich noch nicht ganz im klaren über die Standsestigkeil der Volksgenossen meiner Heimat. Ich habe ihm damals versichert, daß hoffentlich bald die Zeit kommen wird, wo er sich dafür eine bester« Belehrung wird holen können. Dies« Zeit ist unterdes eingetreten. England hat sich die Belehrung geholt, und ich habe nicht den Eindruck gehabt, daß die Standfestigkeit der britischen Brigaden eine gröbere gewesen wäre, als die der ostmärkischen Bataillone in Norwegen und Frankreich."
Der Führer sprach von unserem Kampf gegen die alte Welt des Goldes und des Kapitals. Er sprach von dem Ausbau des deutschen Sozialstaates, von der ungeheuren Arbeit, die heut«
im deutschen Volke auf allen Gebieten geleistet werde, von dem Ausstieg der dcutsche» Wirtschaft, der Ausdehnung unserer Industrie und der Steigerung der deutschen Produktionskraft. In keiner Zeit der deutschen Geschichte sei in wenigen Jahren mehr geschossen worden als in der „nsrigen.
„Wir können daher" — so lies der Führer aus — „auch mit Stolz aus diese drei letzten Jahre zurückblicken, drei Jahre, in denen auch die Ostmark am großen deutschen Ausstieg teilgenommen hat. Auch diese Stadt fühlt das, was geschaffen wird, was geplant ist und was noch in der Zukunft alles an Neugestaltungen eintreten wird. Die Stunde unseres endgültigen Sieges wird kommen, dann werden die Pläne, die wir jetzt gemacht haben, erst recht verwirklicht. Tann werden wir weiter arbeiten und diesem Großdeuischen Reich immer mehr den Eharaktcr eines Reiches der Arbeit geben, den Eharaktrr eines Staates sozialen Gemeinschaftslebens."
„So kann ich heute nach drei Jahren mit ruhigem Gewissen auch in diese Stadt hier kommen. Viel ist begonnen worden. Einiges ist in der Fertigstellung begriffen. Anderes wird vollendet. Neues wird seinen Ansang nehmen. Alles das aber doch nur, meine Volksgenossen, weil auch hier di- zusammcngesatzte Kraft des ganzen deutschen Volkes hinter der Arbeit steht! Daher glaube ich auch, daß gerade diese Stadt hier in Würdigung dessen, was in ihren eigenen Mauern geschieht, ein unerschütterliches Bollwerk des Groß- deutschen Reiches sein wird."
„Daß aber die «rast unseres Bolkes", so schloß der Führer leine immer wieder von tosendem Beisall unterbrochenen Ausführungen, „wieder dem ganzen deutschen Volke zugute kommt, das ist das Ziel unseres nationalsozialistischen Groß- dkiitschen Reiches. Nicht einer Klasse, einem Stande sind wir verpflichtet, nicht einem Menschen sind wir Untertan: Vor uns steht unentwegt das Bekenntnis zum dcutschcn Volk ganz gleich, ob im Osten oder Westen, im Süden oder Ror- - den. vor uns steht immer; Grotzdeutschlandj"
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Von
XontsrsckmirsI Liüningkous
Eins muß der englischen Propaganda gelassen werden; sie ist im Erfinden von immer neuen Ablenkungs- und Verschleierungsmanövern schier unerschöpflich. Nur gut, daß all' diese Künste nicht recht verfangen und damit letzten Endes nur die tatsächliche Schwäche unseres Gegners immer mehr enthüllen. Kaum war das Schlagwort von der „Pause" verpufft, so posaunte das Londoner Jnsormationsministerium die Legende von dem deutschen Zweifrontenkrieg in die Welt, damit den reichlich kindlichen Persuch unternehmend, eine Art Parallele zwischen den Geschehnissen des Weltkrieges 1917/18 und der jetzigen Kriegslage zu konstruieren. Der Zweck dieses Unternehmens ist klar: Es soll in erster Linie dem deutschen Volke, dann aber auch der ganzen Welt, vor allem dem Freunde, Gönner und Gläubiger jenseits des Ozeans, vor Augen geführt werden, daß schließlich doch Deutschland und nicht England zusammenbrechen würde, schon deshalb, weil England durch seine geniale Wiistenexpedition Deutschland gezwungen hätte, seine Kräfte zu verzetteln und den Krieg nach zwei Fronten zu führen. Wenn diese englische Beweisführung richtig wäre, dann stände Deutschland nicht in einem Zweifrontenkrieg, sondern, da unser Handelskrieg sich, wie selbst an der Themse bekannt sein dürfte, auf allen Meeren abspielt, in einem V i e l srontenkrieg. Der Gegner aber bleibt immer derselbe, nämlich England. Damit schrumpft diese Vielheit wieder zu einer Einheit zusammen. Wo immer unsere Wehrmacht die englische, sei es das Landheer, die Marine oder die Luftwaffe schlagen kann, da schlägt sie zu. Ob das in England selbst, über Malta oder über Libyen, in der Nordsee, im Mittelmeerraum, im Atlantik oder im Pazifik vor sich geht, spielt dabei keine Rolle. Wo Schiffe versenkt werden, wo Schläge ausgeteilt werden, wo englische Flieger heruntergeholt werden, ist belanglos; die Hauptsache ist, daß das Gesetz des Handelns bei der deutschen Wehrmacht liegt und diese den ihr nötig erscheinenden Gebrauch davon macht.
Bei der Verbreitung der Legende vom deutschen Zweifrontenkrieg spielt für England naturgemäß noch der Gedanke mit, möglichst von der vorgenommenen Verzettelung seiner Kräfte und dem damit sür England entstandenen Zweifrontenkrieg abzulenken. Denn das Wüstenunternehmen, das nach den hoffnungsfreudi- gen und hochgespannten Plänen Churchills und Edens einen vollkommenen politischen Umschwung herbeiführen, den Balkan und den Nahen Orient mobilisieren, kurz das Kriegsgliick zugunsten Englands wenden sollte, hat politisch Fiasko gemacht. Selbst in London wird zugegeben, daß sich England auch im Mittelmeer in die Defensive gedrängt fühlt. Das besagt, daß der Nachschub für die englische Örientarmee durch das Mittelmeer über Gibraltar und Malta, wenn überhaupt, so doch nur sehr bedingt aufrechterhalten werden kann. Bleibt der Nachschub durch das Rote Meer und den Suez- Kanal. Sicheren Nachrichten zufolge ist der Suezkanal z. Z. durch einige in ihm versenkte Schiffe gesperrt. Es ist noch nicht zu übersehen, wie lange diese Wasserstraße unbenutzbar sein wird. Sollte die Sperrung noch längere Zeit anhalten, so würde bei den geschilderten Verhältnissen im Mittelmeer die englische Orientarmee in eine sehr prekäre Lage geraten.
Ein Heer von rd. SOÜ 990 Mann kann sich ohne gesicherten Nachschub für längere Zeit nicht halten. Es würden also die schon vorhandenen Schwierigkeiten vermehrt, auf die auch in England, so u. a. von dem vorigen Verteidigungsminister Großadmiral Lord Lhatfield, vor dem Start des Wüstenunternehmens hingewiesen und gewarnt worden war. Tatsächlich hat sich also England, nicht Deutschland, eine zweite Front künstlich geschaffen, an der es, wenn nicht alle Anzeichen triigenj wenig Freude erleben wird. Nach den aus dem Auslande vorliegenden Nachrichten hat sich vor und hinter den gesunkenen Dampfern im Suezkanal schon eine ganze Reihe von Schiffen zusammengefunden. Bei der Tonnagenot, die in England herrscht und die jeden Tag zunimmt, bedeutet die nutzlose Ansammlung von Schiffen im Suezkanal eine sehr empfindliche Einbuße an dem so dringend benötigten Schiffsraum. Der englische Ernährungs» minister hat in einer öffentlichen Ansprache darauf hingewiesen, daß er s. Zt. vor die Frage gestellt wurde; „Tobruk (Wüstenunternehmen) oder Lebensmittel?" Darin liegt, daß beides sich nicht miteinander verträgt. Dazu ist die Tonnagedecke eben zu kurz. Eins ist sicher: Der Zweifrontenkrieg, den Großbritannien aus allzu durchsichtigen Gründen uns andichten will, ist in Wirklichkeit kein deutscher, sondern ein englisch e r Z w e i s r o n t en k r i e g mit all den Nach-
Im rollenden Einsatz griffen mehrere hundert deutsche Bomber mit sehr st-irlem Erfolg Liverpool an.
Britische Luftstreitkräfte unternahmen in der Nacht zum 13. März zwei heftige Angriffe aus Bremen.
An der albanischen Front wurden die Griechen unter schweren Verlusten zurückgeschlagen.
E^dtz-Jnquart gab grundsätzliche Erklärungen zum Jndenproblem i» Holland ab.
Die Nmstellungszelt für Beihilfen an Krlegshinierblie- bene und arbeitsunfähig Entlassene wurde aus zwölf Monate verlängert.
Reichsminister Dr. Goebbels sprach in einer Großkundgebung aus dem Hcldcnplatz in Wien.
Auch der Standort Bremen begeht den Heldengedenktaa am kommenden Sonntag mit militärischen Gedenkfeier».