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vremer Mung
parteiamtliche Tageszeitung
Das PmlsbloN des Negierenden Bürgermeisters der Zreien tjansestadt Bremen
Anzrlgen - Trvndprtlsri
Die l hohe und 22 nun breite Zelle im Anzeigenteil 13 >A4. Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zeile im Teilte« 75 ^ Ermäßigte Trundpreiie lsür Klein- u.Familien- anzeigen n. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 Nachlaßstaffel 0. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewühl. Annahmeschluß 1S Uhr- sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 8/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 88, Fernspr. 5 4121. 8» Svke. Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatk des Neichsstatttfalters in Oldenburg und Bremen
Nr. / ll.Zastrgang
Vonnerstag, 1Z. INar; 1941
Linzelpreis 15 Bpf.
In 4 Monaten 2 MM. VNI. versenkt
Außerdem l?S Schiffe schwer beschädigt
Von
Bedeutende krsolge im kandekskrieg gegen England / Deutsche Luftwaffe Lag und Nacht im ftngriff
Berlin, 12. Mär,.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der Handelskrieg gegen England hatte während der vier Wintermonaie, November 1940 bis einschließlich Februar 1941, bedeutende Erfolge. Der Feind verlor in dieser Zeit 2V37VVV BRT. Handelsschisssraum, davon wurden 1524 000 BRT. durch die Kriegsmarine und 513 000 BRT. durch die Luftwaffe versenkt. Außerdem beschädigte die Luftwaffe 175 feindliche Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer. Nicht eingerechnet sind in diesen Zahlen die Verluste des Feindes infolge von Minentreffern.
Kampffliegerverbände griffen in der letzte» Nacht kriegswichtige Industrieanlagen in Birmingham» sowie die Hafen- und Dockanlagen von London und Southampton wirkungsvoll mit Bomben an. Ei» Aufklärungsflugzeug bombardierte vor der Küste Nord- lchottlands ein ,m Eeleitzug fahrendes größeres Handelsschiff, das nach Volltreffer liegenblieb. Erfolgreiche Angriffe richteten sich bei Tage gegen Flugplätze in Südengland und die Hafenanlagen von Po klein outh. Fernkampfartillerie des Heeres beschoß feindliche Kriegsfahrzeuge im Kanal.
2m Mittelmeerraum erzielten Verbände der deutschen Luftwaffe Bombentreffer schweren Kalibers in militärischen Anlagen auf der Insel Malta. Weitere erfolgreiche Angriffe richteten sich gegen britische Fahrzeugkolonnen in Nordafrika.
Der Feind warf in der letzte» Nacht an einigen Stellen Norddeutschlands Spreng- und Brandbomben. Neben geringem Sachschaden wurden einige Zivilpersonen getötet oder verletzt.
In der Zeit vom 6. bis 11. März verlor der Feind elf Flugzeuge, davon vier im Luftkamps, zwei durch Flakartillerie und eines durch Marineartillerie. Vier Flugzeuge wurden mit Sicherheit am Boden zerstört. Mit der Vernichtung weiterer am Boden angegriffener Flugzeuge ist zu rechnen. Während der gleichen Zeit betrage« die eigenen Verluste neun Flugzeuge."
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Ueber einen Besuch Bristols meldet der Londoner Vertreter von „New Nork World Telegram", er sei von der
Mit dem Mtterkreuz ausgezeichnet
Berlin, 12. März.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarfchall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Daser in einem Kampfgeschwader.
Hauptmann Daser, ein Bremer, hat in zahlreichen Fern- kampfeinsätzen bedeutsame Er'olge errungen. Alle wichtigen Sonderaufträge, die ihm anvertraut wurden, hat er auf Grund seines meisterhaften fliegerischen Könnens, seiner Kaltblütigkeit und seiner vorbildlichen Tapferkeit zielsicher durchgeführt. Zm Norwegen-Feldzug flog er bewaffnete Aufklärung gegen Kirkenes, wobei es ihm gelang, den Sender Vatso« zu zerstören. Außerdem griff er erfolgreich Geleitzüge und Trupzenausladungen bei Haarstadt und ein englisches Schlachtschiff an. Fernausklärungsllüge bis in den hohen Norden brachten für die Führung besonders wichtige Erkundungen. Im Wsstfeldzug richteten sich seine Angriffe gegen Handelsschiffe in der Gironde-Mündung und der Biscaya. Zm Krieg gegen England gelang es ihm, im Atlantik, dem Nordkanal und der Irischen See 46 000 BRT. Handelsschiffsraum zu versenken.
Ferner verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän zur See Buetow.
Kapt. zur See Buetow, Führer der Torpedoboot«, hat sich während der Norwegen-Unternehmungen durch persönlichen Einsatz und Schneid bei der Besetzung und insbesondere durch schnelles Anlandsetzen der Landungstruppen trotz starker Gegenwehr große Verdienste erworben. Seit dem Frühjahr 1040 leitet er den Einsatz der Schnellboot« im Westraum und hat damit entscheidenden Anteil an den großen Erfolgen unserer Schnellboote. Kapt. z. See Buetow hat eine Anzahl erfolgreicher Feindsahrten persönlich gesührt.
Zerstörung des Industriezentrums so beeindruckt gewesen, daß er kein Wort herausgebracht hätte. In Fabrikvierteln ständen nur ein paar Mauern. Ueberall sehe man formlose Massen verbogener Stahlträger. Wer die Wirkung der deutschen Bomber nicht gesehen habe, könne sie sich nicht vorstellen.
Zu dem im Wehrmachtsbericht gemeldeten erfolgreichen Angriff deutscher Luftwasfenverbände auf englische Fahrzeugkolonnen in Nordafrika, teilt die italienische Presse mit, daß es sich um eine aus 200 Fahrzeugen bestehende englische Motorkolonne handelte, der Angriff der deutschen Bomber zeitigte Brände zahlreicher englischer Panzer-Lastkraftwagen, die zerstört wurden.
Die vernichtende Wirkung deutscher Bombenangriffe nicht nur auf englische Industriegebiete und Städte, sondern auch
Linz, 12. März
Der Führer traf Mittwoch abend gegen 21 Uhr überraschend zur Teilnahme an der Gedenkfeier für die vor drei Jahren erfolgte Befreiung der Ostmark in Linz ein. Die Bevölkerung seiner Heimatstadt bereitete dem Führer an diesem historischen Tage, als er plötzlich am Orte der Veranstaltung eintraf, einen begeisterten Empfang und huldigte ihrem Befreier in stürmischen Kundgebungen. Es find aufs neue Stunden tiefster Ergriffenheit und Augenblicke unermeßlicher Freude, die sich heute um den Führer in Linz abspielen. Stunden, die die Erinnerung wachrufen an jene unvergeßliche Triumphsahrt des Führers durch feine engere Heimat vor nunmehr genau drei Jahren und seinen damaligen grandiosen Einzug in die ihm von Jugend an besonders aus Herz gewachsene Stadt an der Dona».
Wir können es gerade in Erinnerung an den historischen Tag, den wir heute noch einmal im Geiste durchleben, verstehen. daß der Führer mit übergroßer Freude und Herzlichkeit in dieser Stadt empfangen wurde, die sich ihm mit Stolz und innerer Verpflichtung so besonders verbunden fühlt. Die Bevölkerung im Gau Oöerdonau ist an diesem Tage dem Führer gegenüber zugleich der Dolmetsch des Dankes auch ihrer Nachbargaue. der Volksgenossen in Wien und Nieder- dvnau, in Körnten und Steiermark, in Salzburg und Tirol, die diesen Tag in der gleichen inneren Bewegung und mit derselben siegesgewissen Kampsentschlossenheit begehen.
Am Abend veranstaltete der Gau Oberdonau der NSDAP. in der Festhalle am Südbahnhos in Linz eine Großkundgebung, aus der der Führer sprach. Der Jubel, mit dem die 40 000 den Führer grüßten, die die Halle und den weiten Platz davor füllten, war unbeschreiblich.
Der Führer
ging in seiner Rede aus von jenem Märztag vor drei Jahren, der die Zusammenfassung des deutschen Volkes im Innern und die Mobilisierung der Volkskrast nach außen gebracht hat, ging mit seinen Linzer Volksgenossen noch einmal den Weg der letzten Jahre, sprach von der unerschütterlichen Entschlossenheit der Partei, der unerbittlichen Härte der deutschen Wehrmacht und der unzerreißbaren Gemeinschaft der deutschen Nation, zeigte in markigen Sätzen die immer wieder von einem Sturm der Zustimmung unterbrochen wurden, den Sinn des gegenwärtigen Ringens aus und schloß nach einem kurzen Rückblick aus die erfolgreiche Aufbauarbeit in den letzten drei Jahren auch in der Ostmark, vor allem in Linz, mit einer unerschütterlichen, kraftbewutzten Sicgesgewißheit, die die 40 000 Menschen durch ihre Heilruse zu ihrem eigenen Bekenntnis machten.
Als der Führer geendet hatte, da ging ein Orkan des Beifalls durch die Halle, der ausmündete in frenetischen Ab- schiedskundgebungön der Liebe und des Dankes, die den Führer begleiteten auf seiner Fahrt durch die nächtliche Stadt.
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Im Rahmen der Linzer Kundgebung ergriff auch Reichsminister Dr. Goebbels
das Wort. Er verglich in seiner großen, immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochenen Rede die hoffnungslose Lage, in der sich England heute befindet, mit der in jeder Hinsicht gefestigten und gesicherten Situation Deutschlands, und er leitete aus dieser Gegenüberstellung die un-
auf die Dolksmoral schildert der Londoner Sonderberichterstatter der Zeitung „Nacion". Die Oessentlichkeit gebe sich immer mehr darüber Rechenschaft, daß das Kräfteverhältnis zwischen der RAF. und der deutschen Luftwaffe sehr ungleich sei und daß die Zerstörungen aus englischem Boden immer verheerender würden, während Deutschland trotz der langen Kriegsdauer völlig intakt sei. Jede Nachricht über neue Schäden, vernichtete Fabriken, Bahnlinien oder Straßen steigere den Unwillen der Oessentlichkeit gegen die eigene Regierung und die verantwortlichen Persönlichkeiten, und das Volk frage sich. wielange es noch durchholten könne und müsse. Auch die Annahme des Englandhilfsgesetzes in Amerika könne an dem Gefühl der eigenen Machtlosigkeit gegenüber einem überlegenen Feind nichts ändern.
erschütterliche Siegeszuversicht ab, mit der daS deutsche Volk den kommenden Ereignissen entgegensieht
Zum ersten Male in unserer Geschichte, so führte er aus, sei das ganze Deutschtum angetreten, um für das deutsche Volk nun endgültig den Platz an der Sonne zu erkämpfen, den die Weltplutokratie ihm bisher verweigert habe. Es sei gut, daß die ostmärkischcn Gaue noch vor dieser historischen Auseinandersetzung ins Reich heimgekehrt seien, denn nun erlebten auch sie im Kriege ihre große Bewährung. Während die Welt immer noch auf Streit und Bruderzwist bei uns ihre Hoffnung setze, werde in Wahrheit das deutsche Volk in allen seinen Stämmen in diesem Kamps zu einer unlösbaren Einheit zusammengeschweißt.
Dr. Goebbels schilderte, wie dieser Krieg der Entscheidungskamps zwischen zwei feindlichen Welten sei, wie der Sozialismus der jungen Völker die Plutokratie einer alten, verrosteten Welt zu Boden werfe. In diesem „Klassenkampf zwischen reichen und armen Nationen" habe Churchill die Partie bereits verloren. Darüber sei keinerlei Zweifel mehr möglich. Vergeblich warte London auf Hilf« und vergeblich warte es auf Zerfall bei uns.
Deutschland sei ernährungsmäßig und wirtschaftlich gesichert. Die beste Wehrmacht der Welt stehe bereit, um des Führers Befehl zu folgen. Vor allem aber wisse jeder Deutsche, worum es in diesem Kriege gehe, der «in Volkskrieg in des Wortes wahrster Bedeutung sei. Leere Drohungen und Prahlereien des Feindes könnten uns nicht schrecken.
In entschlossener Stimmung wartet das deutsche Volk auf die Befehle des Führers. Mit festem Vertrauen auf ihn, der den rechten Weg weise, gehe es der Entscheidung entgegen. Tie Stadt Linz aber habe damit eine besondere Verpflichtung. Sie müsse allen Städten im Reich ein Beispiel an Treue und Gehorsam sein. Jetzt müsse die Parole lauten: „Vertrauen, gehorchen, kämpsen und arbeiten."
Ssliima bei öroßabmiral Naeder
Berlin, 12. März.
Der neuernannte japanische Botschafter General Oshima stattete am 12. März 1941 dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Großadmiral Raeder, einen Besuch ab. Die anläßlich dieses Besuches gesührte Unterhaltung war von sreundschast- lichstem Geiste getragen.
Britische Truppen an Syriens Grenze. Die britischen Truppenzusammenziehungen an der Grenze Syriens und Libanons gehen weiter. Eden soll General Wavell in Kairo überredet haben, einen Teil seiner Truppen aus der Eyrenaika abzuziehen und dem Expeditionskorps zuzuteilen, das die Besetzung Syriens versuchen soll, sobald die Türkei ihre ablehnende Haltung gegenüber diesem Projekt aufgebe. Die syrischen Nationalisten, die- nach Meldungen aus Damaskus erst in den letzten Tagen wieder antibritisch« Kundgebungen veranstalteten, ignorieren Edens Pläne vollständig.
Die jüdischen Geister, die sie riefen . . . Die britisch« Regierung hat mehrere Regierungen aufgefordert, dahingehend zu wirken, daß die wöchentlichen Spezialartikel Höre Belffhas. des früheren britischen Kriegsministers, in Zukunft nicht mehr in der Presse erscheinen, da sie dem englischen Interesse abträglich seien.
„beginn einer neuen historischen Phase"
Me Neise des japanischen Außenministers Malsuoka im Mittelpunkt der Betrachtungen der Weltpresse
Tokio, 12. März.
Die gesamte japanische Presse steht völlig im Zeichen der bevorstehenden Europareisc Matsuokas, die als Ereignis von überragender weltpolitischer Bedeutung von allen Blättern eingehend kommentiert wird.
So schreibt „Jomiuri Schimbun": Wenn England und Amerika bisher noch glaubten, die Beziehungen zwischen Japan und der Achse trotz des Abschlusses des Dreierpaktes skeptisch beurteilen zu können, dann werden sie jetzt Wohl mit Matsuo- As Reise ihre Illusionen ausgeben müssen" . Die Matsuoka- Reise erfolge in diesem Augenblick, so meint „Hotschi Schimbun , wo die Landkarte Europas grundlegende und schnelle Veränderungen ersahre. Matsuoka gehe nach Berlin und Rom zwecks Fühlungnahme und Aussprache mit den führenden Männern der Achse, und so dürfe man von diesem Besuch auf jeNn Fall weitgehende Auswirkungen erwarten. „Tokio Äsahi Schimbun" schreibt, daß die Reise Matsuokas nicht Angelegenheit eines Außenministers und eines Kabinetts, sondern die der gesamten japanischen Nation sei. Die besten Wünsche dts japanischen Volkes begleiteten Matsuoka. „Japan Times and Advertiser" erklärt schließlich, daß Matsuokas Reise gerade nach Europa die beste Antwort aus die immer wieder systematisch verbreiteten Gerüchte über eine Krise im Fernen Osten sei. Dadurch sei vielmehr der Beweis sür die Stabilität und Sicherheit der Lage in Ostasien gegeben.
Hsin 1 ing, 12. März.
Zu dem Besuch von Matsuoka in Deutschland schreibt „Mandschu Nitschi Nitschi", daß Matsuokas Besuch von der Geschichte als neuer Antrieb sür die Errichtung einer gerech
ten Weltordnung registriert werden wird. Das Blatt weist auf das ausgezeichnete Funktionieren des militärischen und politischen Potentials der Achsenmächte hin und stellt fest, daß die Anstrengungen ihrer Feinde nicht die neue Weltordnung beeinflussen könnten, die bereits in Europa, aber auch in Asien, im Werden begriffen sei. „Charbin Nitschi Nitschi" schreibt, daß die Gespräche Matsuokas mit dem Führer und dem Duce den Beginn einer neuen historischen Phase bedeuten werden.
Rom, 12. März.
Seit der Veröffentlichung der amtlichen Mitteilung über die Reise des japanischen Außenministers Matsuoka nach Berlin und Rom bildet dieser Besuch das Hauptthema der italienischen Presse. Besonders wird zur Unterstreichung der aktuellen weltpolitischen Funktion des Besuches auf die Entwicklung in den Bereinigten Staaten verwiesen. Die Annahme des Hilfsleistungsgesetzes durch den amerikanischen Senat, so schreibt die „Tribuna". habe eine rasche Antwort in der Abreise Ministers Matsuoka nach Berlin und Rom erhalten. Die Diplomatie des Krieges sei im Marsch. Die eiserne Logik des Dreimächtepaktes beherrscht den ganzen Gang der zukünftigen Geschichte. Es stände nicht mehr im Belieben der angelsächsischen Plutokratie das Feld ihres Krieges von sich aus icstzulegen. Alle Kommentare bringen die herzl!ck>e Freude des italienischen Volkes über den Besuch zum Ausdruck und würdigen die Persönlichkeit Matsuokas, der wie Gayda schreibt, der Mann des Drcierpaktes sei, einer der bedeutendsten repräsentativsten Persönlichkeiten des neuen nationalen Kurses des Fürsten Konoye. In der italienischen Oefsentlich- keit herrscht die Ueberzeugung, daß die Reise Matsuokas einen entscheidenden Abschnitt der diplomatischen Offensive bedeute,
die neben der militärischen Offensive den Endsieg der Achse gegen England garantiere.
Madrid, 12. März.
Die gesamte Madrider Presse meldet auf ihren ersten Seiten die bevorstehende Ankunft des japanischen Außenministers Matsuoka in Berlin auf Einladung der deutschen Neichs- regierung. In politischen Kreisen ist man davon überzeugt, daß auch diese Konferenz die erstmalig die Außenminister des Drcierpaktes zu einer Persönlichen Fühlungnahme vereint, politisch« und militärisch« Folgen auslösen kann. deren Tragweite überhaupt noch nicht zu übersehen ist. Die Ereigniss« in letzter Zeit haben hier den Eindruck verstärkt, daß die gewaltige Auseinandersetzung mit der Weltplutokratie ein Format anzunehmen geeignet ist. wie es vielleicht erstmalig in der Weltgeschichte in Erscheinung treten kann.
Amsterdam, 12. März.
„Die gesamte holländische Presse zeigt sich von dem bevorstehenden Besuch des japanischen Außenministers Matsuoka in der Reichshauptstadt stark beeindruckt. Die Zeitungen übernehmen die Meldungen hierüber in großer Aufmachung. Das „Algemeen Handelsblad" veröiientlicht in großer Aufmachung aus seiner Titelseite einen Bericht, in dem erklärt wird. daß die Besprechungen des javanisckpm Außenministers in der Reichshauptstadt nicht nur politischer, sondern auch militärischer Art sein würden, da sämtlich augenblicklickien und zukünftigen Probleme besprochen würden. Ohne Zweifel sti die bevorstehende Unterredung auch in bezug auf die Vereinigten Staaten von großer Bedeutung.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Ver siilzrer sprach In tin;
flm dritten Jahrestag See listmark-heimkehr
(aSNSIkil llnsstz
Oberst Lindbergh, der berühmte und in Amerika überaus populäre Flieger, hat vor dem außenpolitischen Lenatsausschuß mit klaren Worten seine Ansichten über das Englandhilfegesetz ausgesprochen. Er sagte, daß nach seiner Ueberzeugung England den Krieg verlieren müsse und daß die amerikanische Hilfe daran nichts ändern könne. Und zwar weder durch Lieferungen von Flugzeugen, Kriegsgerät und Schiffen, denn diese Hilfe komme zu spät, und es sei auch schwierig und verlustreich, sie überhaupt nach England zu bringen, noch auch durch Beteiligung am Kriege, denn die USA.-Lustflotte sei in einem jämmerlichen Zustand, die Armee und Florte seien schlecht ausgerüstet. Ein anderer Amerikaner, Oberst Mc. Cormick, erklärte, die Behauptung, Amerika müsse aufrüsten, weil Deutschland es angreifen wolle, sei ein phantastischer Unsinn.
Ganz gewiß sind Lindbergh und Mc. Cormick nicht die einzigen vernünftigen Leute in Amerika. Aber ebenso gewiß ist auch Herr Roosevelt nicht so einfältig, daß er selber glaubt, was er seinen Amerikanern einzureden versucht. Sondern Herr Roosevelt sieht die Entwicklung der Zukunft ganz anders, als er sie darstellt, und er trägt sich mit Plänen, die in voller und brutaler Nacktheit auszusprechen ihm heute noch zu früh erscheint.
Seit Kriegsbeginn hämmert er nicht nur seinem Volke, sondern auch den Völkern Mittel- und Süd- amerikas die Ueberzeugung ein, daß Deutschland nach der Weltherrschaft strebe und daß es im Verein mit oen anderen Mächten der Achse nach der Erledigung Englands Amerika angreifen würde. Ja, neuerdings läßt er sogar verbreiten, daß auch Rußland Eroberuugs- gelüste auf amerikanisches Gebiet, auf Alaska, und Japan auf Mexiko habe. Aus diesen falschen Voraus- setzungen zieht er dann die Folgerung, daß Amerika England helfen müßte, um dessen Niederlage abzuwenden und daß es zu seiner eigenen Sicherheit aufrüsten müsse, und er läßt sich Summen bewilligen und Vollmachten erteilen, wie sie niemals vor ihm ein amerikanischer Präsident besessen hat.
Welches ist nun das Ziel, das seinem Ehrgeiz vorschwebt? Als ganz sicher kann man hinstellen, daß seine Beauftragten, die er nach England entsandt hat, ihm bestätigt haben werden, wie aussichtslos die Lage Englands ist, also jede amerikanische Hilfe zu spät kommt und nichts mehr ändern kann. Wenn der Präsident trotzdem fortfährt, England alle ihm mögliche Hilfe zu bringen, so müssen ihn andere Gründe dazu veranlassen, als die Rettung Englands. Diese Gründe dürsten fcl- gende sein: 1. verdient Amerika an den Waffenlieferungen enorm, und das bringt Roosevelt die Sympathien seiner Industriellen und der Arbeiterschaft ein. 2. bietet sich ihm damit eine günstige Gelegenheit, seine veralteten Bestände an Torpedobooten, Flugzeugen und Waffen loszuwerden, seine Werkstätten zu schulen und aufwärts zu entwickeln und dadurch seine eigene Wehr- macht mit modernen Schiffen, Flugzeugen und Waffen aufzurüsten. Das kostet Zeit, und zwar um so mehr Zeit, ie mehr das vernichtende Urteil Lindberghs über den heutigen Zustand der Wehrmacht der USA. zutrifft. Diese Zeit mutz gewonnen werden, wenn Roosevelts hoch- fliegende Pläne Wirklichkeit werden sollen.
Schon hat England sein Geld und seinen amerikanischen Aktienbesitz an Amerika abgegeben, schon hat es auf den karibischen Inseln des Empires eine ganze Anzahl von Stützpunkten an Amerika abtreten müssen, schon hat Roojeoelt sich zusichern lassen, daß die englische Flotte und die Kampfflugzeuge der RAF. sich im letzten Augenblick des Krieges auf amerikanisches Gebiet flüchten sollen, um von Amerika übernommen zu werden Weitere Abtretungen werden nicht ausbleiben. Ferner hat Amerika schon jetzt unmittelbare Beziehungen mit Australien und Neuseeland angeknüpft in der Form der gegenseitigen Zuteilung von Gesandtschaften. Und es unterhandelt mit Kanada über einen Korridor nach Alaska, wofür es weitere fünfzig veraltete — Torpedoboote an England abstoßen will. Amerika unterstützt England bis zum äußersten linken Flügel dessen, was es unter Neutralität versteht. Aber alles dies nicht zu Englands Rettung, sondern um es in einem möglichst verlängerten Krieg bis zum Ausbluten zu schwächen und dann zu beerben. Gleichzeitig soll Deutschland aus diesem langen Krieg so abgekämpft Hervorgehen, wie nur irgend möglich, damst es sich nicht dagegen wehren kann,'daß Amerika beim Friedensschluß ein entscheidendes Wort mitspricht.
Diese Haltung Roosevelts ist nur dann zu verstehen, wenn er beim Abschluß des jetzigen Krieges imperiali-
IIIIIII»IIUI»IIIIII»UI»IUI»IIIIIIIMIIIIIIMIU„III»»IIIII»»IIMI»UI»IUU,II»,I„„I
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Die Ankündigung des B-fuchS deS i-ipimffchen Außen- Ministers Matsuoka hat in der ganzen Welt großes Aus- lehen hcrvorgeruscn. Matsuoka hat von Tokio aus bereits seine Reise nach Berlin angetreten.
Nachdem Roosevelt das Englandhilsegesetz unterzeichnet hat, ist es in Kraft getreten.
>-i.,i>iueciryr Lllgesangrlne gegen Flugplätze und den Hafen von Portsmouth sowie Nachtangriffe aus Birmingham, London und Southampton
2 Millionen BRT. feindlichen Schiffsraums versenk! «utzerdöm wurden 17S feindliche Schisse schwer beschädig! Bon deutschen Teestreitkriisten wurde das in englische Diensten stehende norwegische Walsangmutterschiss „Komas ausgebracht.
R-ichsminister Funk sprach in der Hauptversammlung de Reichsbank Über die deutsche Währungspolitik.
ordnet" Bollstock-Bcflaggung ange
Wieder bewährte sich ein Bremer Architekt im Wettbewerb um die Losung einer neuartigen Bauatisgad«.