Ausgabe 
(12.3.1941) Nr. 71
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Lreien Hansestadt vremen

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Anz eigen - Grundpreisen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblotk des leichsstattstalkecs in Oldenburg und vremen

Nr. ?1 / II.ZaHrgang

Mittwoch. 12. März 1941

kinzelpreis 15 Npf.

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stuf kinladung der keichsregieruns

vesprechung aller fragen der Zusammenarbeit aus lZrund des Vrelmächtepaktes lzeute flbreife aus lokio — von verlin aus wird sich Matsuoka nach Nom begeben

Berlin. 11. März

Auf Einladung der Reichsregierung wird der kaiserlich-japanische Außenminister Josuko Matsuoka binnen kurzem zu einem Besuch in Berlin eintreffen. Der Aufenthalt Matsuokas in der Reichshauptstctdt dient der persönlichen Besprechung aller Fragen, die sich aus der Zusammenarbeit, wie sie im Drei-Miichte-Pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bestimmt worden ist, ergeben. Nach Abschluß seiner Besprechungen in Deutschland wird sich Außenminister Matsuoka nach Rom begeben.

Wie in Tokio verlautet, wird Matsuoka am Mittwoch seine Reise nach Berlin an­treten.

Die Nachricht vom bevorstehenden Besuche des japani­schen Außenministers Matsuoka in Berlin wird von der gesamten Welt als ein Ereignis von überragender Be­deutung gewertet, dem man mit um so größerer Span­nung entgegensieht, als gerade jetzt die politische At­mosphäre der Welt in Erwartung großer Entscheidun­gen im Kampfe der Achsenmächte gegen England auf einem Höhepunkte angelangt ist. Während nunmehr im USA. - A b g e o r d n e t e n h a u s das England-, Hilfegesetz, die Bill 1776, angenommen wurde, in der London d?n letzten Rettungsanker sieht, während weiter im Vorderen Orient und überhaupt im östlichen Mittelmeerraum gerade in den letzten Tagen die eng­lischen Positionen ganz bedenklich zu wanken beginnen, erfolgt ein neuer gewaltiger Schlag gegen die englische Machtgruppe, indem sich die enge Solidarität derMäch-tedesDreimächtepaktesim Besuche Matsuokas offenbart.

Ein Rätselraten über den Zweck der Reise Matsuokas beginnt in der angelsächsischen Presse, das nichts anderes ist als der Ausdruck hon Furcht und Ungewißheit. Wir können diesen Herrschaften genau verraten, warum Mat- suoka nach Berlin kommt! Deshalb, weil unmittelbar nach Abschluß des Dreierpaktes Reichsaußenminister von Ribbentrop Matsuoka in einem Ferngespräch mit Tokio persönlich zu einem baldigen Besuche nach Ber­lin eingeladen hat. Matsuoka ist es, der sich um das Zu­standekommen des Paktes große Verdienste erworben hat. Er hat mit klarem Blick erkannt, daß eine Neuord­nung des ostasiatischen Raumes immer aus den Wider­stand Englands stoßen werde und daß jeder Versuch eines Ausgleiches von London nie ehrlich gemeint ist.

Es ist übrigens seit 35 Jahren das erstemal, daß ein japanischer Außenminister zu einem offiziellen Be­such einer fremden Macht sein Land verläßt. b.

rhattand-flbkommen unler;e!chnet

Tokio, 11. März.

Das Abkommen über die Regelung des Grenzstrcitcs zwi­schen Thailand und Französisch-Jndochina wurde am Diens­tag in Tokio unterzeichnet.

Die Unterzeichnung des Abkommens erfolgte Dienstag um 18 Uhr japanischer Zeit in der Amtswohnung des Außen­ministers Matsuoka. Im Anschluß wurde zunächst das ge­meinsame Kommuniqus verlesen, worauf Außenminister Mat­suoka und die Delegationsführer Thailands und Französisch- Jndochinas in kurzen Ansprachen auf die Bedeutung des Ver­tragswertes hinwiesen.

Auf Gründ des Thailand-Abkommens werden von Fran- zösisch-Jndochina an Thailand abgetreten der Paklah-Bezirk

kngikmdtiU'sgesels angenommen

Mit 317 gegen 71 Stimmen

Newyork, 11. März

Das Englandhilfsgesctz wurde nunmehr auch vom Abgeord­netenhaus der USA. endgültig angenommen. Die Annahme erfolgte mit 317 gegen 71 stimme». Mit gleichzeitiger An­nahme der Zusatzanträgc des Senats ist von beiden Häusern das Gesetz verabschiedet und tritt in Kraft, sobald Rooscvclt es unterzeichnet hat.

sowie Gebiet« im westlichen, nordwestlichen und südwestlichen Cambodscha, die ehemals thailändisch waren. All« diese Ge­biete werben entmilitarisiert. Zwei Inseln im Mekhong-Fluß — Khong und Khone — kommen zwar unter-thailändische Souveränität, werden aber gemeinsam verwaltet. Japan ga­rantiert, wie auch aus dem Schriftwechsel hervorgeht, die Endgültigkeit des Uebereinkommens. während gleichzeitig

Frankreich und Thailand die im Interesse der Aufrechterhal­tung des Friedens von japanischer Seit« gemachten Anstren­gungen sowie Japans korrekte Haltung anerkennen.

Anläßlich der Unterzeichnung des Abkommens sowie seiner bevorstehenden Europa-Reise wurde Außenminister Matsuoka vom Kaiser in einer Sonderaudienz empfangen.

Das Zustandekommen einer endgültigen Einigung auf der Tokioter Friedenskonferenz wird von der japanischen Presse lebhaft begrüßt. Daß Thailand und Französisch-Jndochina dem japanischen Bermittlungsvorschlag zugestimmt und damit zum Frieden in Ostasien beigetragen haben, bedeute, wie „Tokio Asahi Schinibun" feststellt, eine Absage an England und die Vereinigten Staaten. Der erfolgreiche Abschluß der Konferenz zeige, daß sich ebenso wie in Europa auch im Fernen Osten die Neuordnung bereits sichtbar auszuwirken beginne. Auch die übrigen Blätter unterstreichen mit größter Genugtuung den Ersolg der Konferenz, der. wie hervorgehoben wird, Japans Wunsch nach Frieden und den Bemühungen Matsuokas zu verdanken sei.

(Siehe auch Seite 2)

Vosuko

Osr Äuksnn»»!slsr «lss rn!t Vsutrsvklanöl u»Ü ItaUon vsrdünästsa Japan

Der jetzt 61jährige japanische Außenminister Matsuoka hat als Diplomat, Wirtschastsfiihrer und Jnncnpolitiker bereits eine reiche Laufbahn hinter sich, in deren Verlaus er die vielfachen Interessen seines Landes hat eingehend studieren und vertreten können. Matsuoka weist heute mit Stolz darauf hin. daß er seine Stellung aus dem Nichts geschaffen hat. Seine Laufbahn, die ih» in das Auswärtige Amt in Tokio, nach Gens, aus den Posten eines Präsidenten der siid- mandschurischcn Eisenbahn und schließlich zum Außenminister Japans führte, läßt die ungewöhnliche Energie und Ent­schlossenheit dieses Mannes erkennen, der alle Widerstände überwindet und die Ziele durchsetzt, die er zum Nutzen seines Landes für richtig erkannt hat.

Die Daten des arbeit?- und erfolgreichen Lebens des japani­schen Staatsmanns sind im einzelnen folgende: Dosuko Mat­suoka wurde 188V in der Provinz Damaguchi geboren. Er stu­dierte in den USA. an der Universität in Oregon Jura und trat nach seiner Rückkehr nach Japan in das Auswärtige Amt ein. wo er 1804 Legationssekretär wurde. 1886 war er als Sekretär beim japanischen Generalkonsulat in Schanghai tätig.

1988 ist er dritter Sekretär in der japanischen Gesandtschaft in Belgien. 1989 an der japanischen Gesandtschaft in Peking,

1912 zweiter Sekretär an der japanischen Botschaft in Peters­burg und 1914 erster Sekretär an der japanischen Botschaft in Washington. 1916 würd« er Sekretär des damaligen Außen­ministers. Nachdem er als Chef des Informationsbüros im Auswärtige Amt tätig gemessn war, wurde er 1919 zum Mit­glied der japanischen Delegation aus der Pariser Friedens­konferenz ernannt. Nach Abschluß der Friedenskonferenz ver­ließ er den auswärtigen Dienst, um in den Jahren 1921 bis 1926 zum Direktor der südmandschurischen Eisenbahngescll- schast und 1927 zum Vizepräsident dstscr Gesellschaft ernannt zu werden.

1938 wurde er als Vertreter seiner Heimatprovinz Dama- guchi in den japanischen Reichstag gewählt Als japanischer Delegierter nahm er t932 an den Tagungen des Völkerbun­des in Gens teil wo er den japanischen Standpunkt im Mandschureikonslikt mit aller Energie verteidigte und den Lhttonbericht, der Japan das Recht zu einer Neuordnung in Mandschukuo absprach mit Leidenschaft bekämpfte, um schließ­lich den Austritt Japans aus der Genfer Liga zu erklären.

Bei seiner Rückkehr nach Japan wurde Matsuoka wegen seines mannhaften Auftretens in Gens und wegen seiner Ent­schlossenheit. mit der er den Bruch Japans mit der Genfer Institution vollzog, begeistert gefeiert Im Jahre 1933 legte er sein Neiebstagsmandat nieder, um sich von nun ab unter Bekämpfung der Zersplitterung der japanischen Parteien dem Zusammenschluß der japanischen Parteien in einer Einheits­partei zu widmen. Im Jahre 1935 wurde er Präsident der mandschurischen Bahn, l937 Kabinettsberater Im Juli 1948 erhielt er nach Ablösung der Regierung Donai das Außen- ministerium im Kabinett Knnope.

Als Außenminister hat Matsuoka es vom Tage seiner Amts­übernahme als seine Ausgabe angesehen, Japan aus den gefährlichen Bindungen zu England und den USA. heraus-

2sicbo.: kisZsr

zulösen, da er erkannt hatte, daß diese beiden Staaten dem Aufbau eines japanischen Lcbcnsraumes hindernd entgegen­stehen. Matsuoka vertrat unbeirrt die Politik, die zum Abschluß des Dreimächtepaktes ftihrte.

Das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien begrüßen in Dosuko Matsuoka, der als erster Außen­minister Japans seit den Friedensverhandlungen von Ports- mouth l905 uls aktiver Außenminister in ofsizieller Mission wieder eine auswärtige Regierung besucht, den Außenminister des verbündeten Japan und den Mitschöpfer des Dreimächte­paktes. .

Mehrstündiger kinsah gegen Portsmouth

Schwere Zerstörungen im Hafen und in den Werftanlagen — Hatten eines Flugplatzes zerstört

Berlin, 11. März

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: »Die Luftwaffe setzte den Kampf gegen Großbritannien überall erfolgreich fort. Starke Kampfflicgerverbände griffen in der letzten Nacht die Hafen- und Dockanlagen von Portsmöuth in mehrstündigem Einsatz an. Durch heftige Explosionen und Eroßfeuer entstanden im Hafen und in den Werftanlagen schwere Zerstörungen, -om Sccgebiet vor der britischen Siidostküste und vor dem Vristolkanal bombardierte die Lustwasse mehrere Handelsschiffe und beschädigte zwei Frachtschiffe schwer. Bei einem Angriff aus den Flugplatz Hawkinge wurden Hallen und Unterkünfte zerstört. Mit der Ver­nichtung mehrerer am Boden befindlicher Flugzeuge ist zu rechnen. .

Verbände der deutschen Luftwaffe griffen auf der Insel Malta den Hafen La Valetta und den Flug­platz Lucca wiederholt an. Bomben mittleren und schwe­ren Kalibers richteten starke Zerstörungen an. In Nordafrika wurden bei Agedabia britische Trup- penansammlungcn und motorisierte Kolonnen wirkungs­voll mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und mehrere Panzerwagen und andere Fahrzeuge zerstört zmd beschädigt.

Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf eine Stadt in Westdeutschland. Es wurden keine militärischen Ziele getroffen, dagegen Wohngebiiude und ein Kran­kenhaus schwer beschädigt sowie einige Zivilpersonen ge­tötet oder verletzt."

Portsmouth ist der bedeutendste Kriegsmarinehafen Eng­lands. Die Stadt selbst hat rund 258 888 Einwohner und ist mit ihren großen Hafenanlagen auf einer vorspringenden Landzunge erbaut. Die Bucht von Portsmouth ist gut ge­schützt und für Hasenzwecke geeignet. Der Kriegsmarinchafen von Portsmouth ist für die größten Kriegsschisse zugänglich Im Hasengebiet befinden sich neben der großen königlichen Werft mehrere private Werften von erheblicher Leistungs­fähigkeit. von denen sich einige sür besondere Zwecke speziali­siert haben. So verfügt Portsmouth über eine der bedeutend­sten Wersten sür den Bau von Motor-Torpedobooten (Schnell­boote). Die Beschädigung bzw. Zerstörung der Wersten stellt seiner einen erheblickien Anstatt an Reporaturkapazitäten sür die englisckf« Kriegsmarine dar Auch die Bekohlungs­und Oelseuerungsanlagcn von Portsmouth sind sür die eng­lische Kriegsmarine von großem Wert. Daß Portsmouth «in ausgesprochener Kriegshafen ist geht aus der Tatsache hervor, daß sür den Handelsverkehr in Friedenszeiten lediglich zwei Piers zur Verfügung gestellt wurden. Portsmouth ist auch ein Standort der englischen Rüstungsindustrie. Im Stadt­gebiet befinden sich Merke sür die Flugzeugmontage und sür

die Herstellung von Flugzeughallen und Flugzeugteilen. In den Flugzeugwerken von Portsmouth werden in erster Linie Jagdflugzeuge hergestellt.

Vier nächtliche fllarme in London

Stockholm, 11. März.

Wie Reuter aus London, berichtet, haben das Luftfahrt- ministerium und das Ministerium iür die innere Sicherheit am Dienstagmorgen bekanntgegeben, daß die Tätigkeit des Feindes im Lause der Nacht zum Dienstag vor allem aus den Süden von England gerichtet war. wo ein Küstenbezirk das Hauptziel gewesen sei. In diesem Gebiet habe der An­glist kurz nach Einbruch der Nacht begonnen und ungefähr sechs Stunden gedauert Gebäude seien beschädigt und Brände an mehreren Stellen hervorgerufen worden. Auch der britische Nachrichtendienst bestätigt, daß in der vergangenen Nacht wiederum größere Lustangriiie deutscher Kampfflieger gegen das Jnsclreich stattgeiunden haben Aus London werden vier Alarme in der Nacht gemeldet. Außerdem war eine Stadt an der Südküste Englands einem konzentrierten An griff deutscher Kampfflieger ausgesetzt. Die Londoner Karre spondenten der schwedischen Blätter unterstreichen die nach­haltige W u ch t der letzten deutschen Fliegerangriffe auf London. Wieder, so wird hervorgehoben hörten die Londoner das Pfeifen und Dröhnen der Bomben, wieder stürzten Ge­bäude, in Staubwolken gehüllt, zusammen.

H-süiostO Zapa»

Dos cisutsclis Vollc ksgkükt ^latsuolco

K. tzckü. Bei der Unterzeichnung des in die Geschichte eingegangenen Dreimächtepaktes zwischen Deutschland, Italien und Japan am 27. September 1940 in Berlin konnte der damalige japanische Botschafter Kurusu in einer Erklärung mit vollem Recht hervorheben, datz^ie drei Nationen in ihrer Tradition und ihrem Volkscharak­ter verwandte Züge ausweisen und daß sich auf Grund dieser Gemeinsamkeiten wie auch der gleichgelagerten Auf­bauarbeit in Eroßasien und in Europa ein gegensei­tiges tiefes Verständnis herausgebildet habe, ja, daß ein festes Band der Freundschaft die Staaten des Dreierpaktes umschlinge. Inzwischen ist dieses Freund­schaftsband noch fester geknüpft worden, wie der Ent­schluß des japanischen Außenministers, Berlin und Rom zum Zwecke persönlicher Vesprechung aller Fragen der Zusammenarbeit zu besuchen, vor aller Welt eindeutig bestätigt. Als das vornehmste Ziel jener Zusammen­arbeit bezeichnet der Dreimächtepakt das Bestreben, eine neue Ordnung der Dinge zu schaffen und aufrechtzuer­halten, eine Ordnung, die geeignet ist, Gedeihen und Wohlfahrt der Völker in den europäischen Gebieten und im ostasiatischen Raum zu fördern.

In Außenminister Matsuoka wird das deutsche Volk den Vertreter der kraftbewußten fernöstlichenVor- macht auf das herzlichste begrüßen, jener Großmacht, die sich unter der befreienden Parole „Asien den Asiaten!" mit innerlich gereifter Selbstsicherheit umfassenden kon­tinentalasiatischen Führungsaufgaben zugewandt hat. Auf dem Weg zum Ziel, Ostasien nicht mehr die unwür­dige Rolle eines „kolonialen Anhängsels der angelsächsi­schen Plutokratien" spielen zu lassen, hat das Mikado- Reich bereits eine erstaunlich weite Strecke zurückgelegt: der Bereich seines unmittelbaren Einflusses erstreckt sich heute vom Amur bis zum Golf von Siam. Hatte Japan schon 1931 Nordchina mit Peking in seine Machtsphäre einbeziehen können, so sind jetzt auch große Gebiete Ost­chinas und alle bedeutenden Küstenstädte Südchinas den ^raumfremden, nur auf Ausbeutung des chinesischen Vol­kes bedachten plutokratischen Imperien entrissen. Jeden­falls haben sogar die Briten ihre Seestreitkräfte aus den chinesischen Binnengewässern zurückziehen und ihre mili­tärischen Besatzungen aus den internationalen Nieder­lassungen sang- und klanglos abrücken lassen müssen. Die Absicht der Engländer, zwecks Sicherung ihrer politischen und wirtschaftlichen Bevormundungsmethoden in China die Tschunking-Regierung von Burma aus gegen den Tokioter Ordnungsfaktor zu unterstützen, hat' sich nach den erfolgreichen Bombardierungen der außerordent­lich „luftempfindlichen" Zufuhrstraße durch japanische Kampfflugzeuge als undurchführbar erwiesen.

Wenn es den Japanern möglich ist, ihre militärische Kraft in China an einer Frontlinie von 4200 Km Aus­dehnung mit bewunderswerten Erfolgen zu entfalten, so verdanken sie dis nicht zuletzt ihrer hervrragenden 5 l o ^ t e »strategischen Position: die besonders nach Kündigung der Washingtoner und Londoner Flotten- abkommen (1931) ausgebaute Flotte Nippons ist das rückendeckende Schutzschild für das japanische Heer bei des­sen Operationen auf dem chinesischen Festland. Da die See­waffe Japans vor allem aber für die S e I b st b e h a u p - tung des Sonnenbanners gegenüber den angelsächsischen M ä ch t e n von entscheidender Be­deutung ist. verdienen die bisher über diese unüberwind­liche Flotte bekanntgegebenen wenigen Einzelheiten größte Beachtung. 1939, zu Beginn des jetzigen Krieges, besaß das fernöstliche Jnselreich neun Schlachtschiffe mo­dernster Bauart, zu denen bis jetzt mindestens vier wei­tere dieser maritimen Kerneinheiten traten. Da Japan frühzeitiger als seine Seerivalen mit dem Bau der schwimmenden 42 500-to-Festunqen begann, ist es den anderen Mächten auch in der Auswertung der technischen Erfahrungen voraus, die mit diesen Schiffen erzielt rour- den. In Marinefachkreisen wird besonders daraus hinge­wiesen, daß die japanischen Schlachtschiffe nicht nur besser als die britischen und amerikanischen bewaffnet sind, sondern auch über eine stärkere Panzerung vetfügen Dreizehn Flugzeugträger und -Mutterschiffe legen Zeug­nis davon ab, mit welchem Weitblick das Kaiserreich die beispiellose Entwicklung der Flugwaffe voraus­schaute,' allein zur Kriegsmarine Japans ge­hören heute mindestens 600 Flugzeuge. Im übri­gen waren bereits vor zwei Jahren 12 Schwere und 25 Kreuzer, 5 Panzerkreuzer älteren Typs.

122 Zerstörer, 12 Torpedoboote und 60 U-Boote die Bür­gen der Unangreifbarkeit des Jnselbogens. Das ent­schlossene und opferbereite Mitgehen des

gesamten japanischen Volkes bei der Verbes­serung des früheren Kräfteverhältnisses von 5:5-3 das in Washington für die amerikanischen, englischen und lapamjchen Kriegsflotten festgelegt worden war, zu- gunsten des letzteren, verdient eine umso größere

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Die deutsche Luftchafse bombardierte abermals mit großem Erfolg Portsmouth.

Deutsche Flugzeuge trafen Panzer- und Kraftfahrzeuge an der Cyrcnaika. "

Wieder sind zwei britische Frachter gesunken.

Der japanische Außenminister tritt heute auf Einladung der Rcichsrcgicrung eine Reise nach Berlin an. um an- schlicizcnd auch Rom zu besuchen.

Das thailändisch-indochinesische Abkommen wurde in Tokio unterzeichnet, wodurch England und Amerika kaltgestellt

Das Englandhilfsgesetz wurde nunmehr auch vom USA.» Abgcordnctenhaus angenommen.

Frankreich prangert Englands Blockademaßnahmcn an.

Aur. Ableistung der Kriegs-Reifeprüsung ergehen weitere Erläuterungen.

Aus der Wiener Messe fand, wie in Leipzig, ein Hanseaten- treffen' statt.