Ausgabe 
(6.3.1941) Nr. 65
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

g, .

p'Zp,

'«»s.

,»6>s Xno^z lbsüncisn ^ sn6sn -kvn u. v„,

l

Langer

grolratz, /S9375 !

srekeg

n vv-^r,k»,

t-I, 1Z llz,

-kt

^sen

«

istt«

' root!!

lclstivlrü

dsr sein!

circa

illrr,

iclu^t

-/

mal

incl

Lr

zelcl Im verclen. rbevor- : expok- utreken Keicii, Ltr.68

io^raphiel

den

rers

mnalM

, / Kar- / Bezug

ndlungen^

-rsDAP. ». m. b. ö"

erscheint 7m alwLchentltch

Monaisbezug E 2,3V einschl. Zu stellgebühr- Postbezugspreis monaN 2,30 E (einschl. 28,7 ^ Post zeikungsgebührs zuzügl. 42 ^4 Be stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Eine Behinderung der Lieserung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag,Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr. 54121, Nachtr. u. Gonnlg. 51115. Sprich z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr- Schiiftleilung Diens­tag und Freitag 12^—13'/, llbr

vremer Zeitung

parteiamtliche Hageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

M

Anzeigen - Grundpreise:

Die i mou hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 -A4. Die 78 nun breite und 1 mw hohe Zeile im Teiltest 75 Ermäßigte

Grundpreise ,für Klein- u.Fomiliev- anzeigen u a.i sowie sonstige Be­dingungen Preisliste ö Nachloß- stassel 6. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annabme- schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6^8. Fernspr. 5 41 21 Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 51115- Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. So Svke. Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verküriüungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen

Nr. SS / 11. Jahrgang

Donnerstag, 6. TNarz 1941

kinzelpreis 1S Nps.

knglanö nur noch ein flmboß

Militärische Mätschcn als Propa-andatticks

Indienminister flmerv stellt die Vedroliung der Position knglands im Mittelmeer fest

e. i>. Berlin, 5. März.

England besitzt heute weder eine strategische noch die diplomatische Initiative, von der es in der Zeit der sogenannten „Pause" so häufig gefaselt hat, und die es jetzt krampfhaft mit seiner „Schausensterstrategre" vortäuschen möchte. Wir denken an den llebersall auf Castelrosso, die vorangegangene, ebenso kläglich ge­scheiterte Fallschirmspringeraltion in llnteritalien und an den soeben gemeldeten Propagandahandstreich aus eine norwegische Schäreninsel.

Daß die Gefangennahme einiger Fischer keine Beunruhi­gung der ^sicher in deutscher Hand ruhenden, Tausend« von Kilometer langen Küste vom Nordkap bis zur spanischen Grenze darstellt, ist klar. Es bleibt, gegenüber solchen Mätzchen bei der Feststellung, die der Führer in seiner letzten Rede traf, daß die Briten nirgends aus dem Festland Fuß fassen können. Der sporadische Vorstoß gegen eine Insel und die schleunige Flucht vor den angesetzten deutschen Gegenmaß­nahmen ist nur eine Bestätigung dafür.

Mit diesen militärischen Belanglosigkeiten aber will Eng­land ossenbar über die hoffnungslose Passivität seiner Lage hinwegtäuschen. Stillstand und Rückzug heißt die Parole für Britannien bereits im Vorfrühling. Der Niederlage in Ru­mänien folgt nun der Rückzug aus Sosia. Schon wieder muß ein englischer Gesandter die Koffer Packen und aus einem Land verschwinden, das sich eingeordnet hat in die Reihe der Paktmächte, die ein freies Europa zu bauen ge­willt sind. Die Balkanstellung ist für England unwieder­bringlich verloren, die Hinauszögerung der Abreise Edens aus Athen ist weiter nichts als ein Beweis für die völlige Ratlosigkeit und die flehentliche Bettelei an den letzten und einzigen Verbündeten, in dessen Gebiet England gleichsam noch mit einer kleinen Zehe aus europäischem Boden steht.

Tatsächlich hat Britannien bereits seine Stellungen verlegt und in den Nahen Osten zurückgezogen, wo man sich nun an­schickt, den einstigen Verbündeten, Frankreich, nach Schakals­manier auszuplündern und durch einen Schacher mit Syrien noch eine Rcstfront zusammenzubringen. Wie England seine

Stellung tatsächlich im östlichen Mittelmeer ansieht, hat Jn- dienminister Amerh ausgesprochen. Er kann nicht umhin zu­zugeben, daß augenblicklich „eines" Bedrohung der ganzen Po­sition Englands im Mittelmeer vorliegt". Mit Beklommenheit frägt er nach der Haltung Griechenlands. Jugoslawiens und der Türkei und setzt als schwachen Trost nur den Hinweis aus Edens und Dills Besprechungen hinzu. Dann aber fährt er fort, daß auch im Fernen Osten eine unsichere Lage England bedroht, und er sieht hier wie im mittleren Osten

Berlin, 5. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Bewegungen der deutschen Truppen in Bul­garien verlaufen weiterhin planmäßig. In den Vor­mittagsstunden des 4. März versuchten britische leichte Seestreitkräste einen Handstreich gegen eine unbefestigte Insel in den Schären Nord-Norwegens, dem einige dort

lebenswichtige Verbindungen des Empire unsicher werden, während das Mutterland wieder Angriffe aus die Schiffahrt, die Docks und die Industrie ohne Unterlaß in intensivierter Form und mitleidslos erwarten müsse.

Churchill muß das englische Volk auf neue Schläge vor­bereiten. Sie werden mit aller Macht niedersausen und auch die letzten Illusionen zerstören, wie sie immer noch mit der Verschleierung bei den Versenkungszisfern der Handsls- tonnage versucht werden.

liegende Fischereifahrzeuge zum Opfer sielen. Einige deutsche und norwegische Fischer gerieten in Gefangen­schaft. Noch vor dem Einsetzen deutscher Gegenmaß­nahmen verließen die feindlichen Kriegsschisse in voller Fahrt wieder die norwegischen Gewässer.

Im Mittelmeer wurden während des Tages er­neut feindliche Truppenansammlungen und ein Flug­platz bei Agedabia von Sturzkampfflugzeugen und leich­ten Kampfflugzeugen mit Bomben belegt. Kampsflieger­verbände griffen in der letzten Nacht erfolgreich ver­schiedene militärische Ziele in Südengland an, dar­unter Hasen- und Industrieanlagen in Cardiss und London. Der Gegner flog weder bei Tag noch bei Nacht in deutsches Reichsgebiet ein."

flnronestu und vöring in Wien

Längere vesprechungen im Schloß veloedere

Wien, S. März.

Neichsmarschall Göring traf sich am Mittwoch in Wien mit dem rumänischen Staatsführer General Antonescu. Hierbei fanden längere Vesprechungen im Schlosse Belvedere statt. Diese erstreckten sich besonders auf wichtige, gemeinsam interessierende wirtschaftspolitische Fragen und wurden im Geiste der deutsch-rumänischen Freundschaft und engen Zusammenarbeit geführt.

erfolgreiche flngriffe auf Südengland

vrMscher Handstreich gegen unbefestigte Insel in den Schären Nord-Norwegens

Der Kininavscü in DulKuvien. Deutsche Kolonnen Kellen über eine xioüe, von nnsei'en Dionieren erbaute Donanllrüclle. (?rssss-llollivavo.)

"r- -

Der Londoner Korrespondent der „Newhovk Sun" nennt den Nachtangriff aus Cardiff den schwersten, den die Stadt bisher erlebte. Leuchtbomben und Hunderts von Brand­bomben, so schreibt er, eröffneten den Angriff. Es war eins Nacht des Schreckens. Während Feuerwächter verzweifelt ver­suchten, der Brände Herr zu werden, diente das brennende Gsschästsviertel als Wegweiser für die immer wieder heran­kommenden deutschen Flugzeuge. Der Polizeickw? von Cardiff, Kames Watson, stellt in Frage, ob aus irgendeine ander« englische Stadt so viele Brandbomben abgeworfen wurden wie auf Cardiff.

Unterstausrede des ersten Lords der fldmiralität

llv. Stockholm, s. März.

Marineminister Alexander, der vor dem Unterhaus über die Rolle der englischen Flotte im Kriege berichtete, betonte wieder einmal das Bedürfnis nach immer mehr Schissen und Mannschaften. Niemals in seiner ganzen Geschichte habe England so dringend Schisse benötigt, wie gerade jetzt. Eng­land habe zwei Flottcnmächte Europas gegen sich und Kie Hilfe der französischen Flotte verloren. Die englische Flotte habe nach Norwegen und Diinkirchcn die schwerste Bürde getragen. Besonders schön war folgender Satz „die letzten sechs Monate wären nicht immer eine ununterbrochene Folge von Fortschritten gewesen".

Der Marineminister ließ feine Befürchtungen über den ver­stärkten deutschen N-Bootkrieg erkennen und sprach in diesem Zusammenhang von der „Schlacht im Atlantik", die letzt begonnen habe. Er frischte das alte Märchen auf, daß zwei Drittel der verlorenen Tonnage wieder ersetzt worden leren, vergaß freilich aus die Hinweise der „Daily Mail" und anderer Blätter einzugehen, daß England nicht einmal mehr mit dem vorhandenen Schiffsraum ausreichen würde, selbst keine Schiffe weiter versenkt würden. Zum Schluß ver­tröstete er au° die Verstärkungen, die Ende des Jahres aus ven Berciurgten Staaten zu erwarten seien. Der Endansblick au, den „fernen Tag des Sieges" fehlte nicht.

U-Vootkommanbant: 24 W 0 L. „umgelegt"

englisches flug;eug in Sie flucht geschlagen — ,Mf einem Sein" nach staule

Von KrisKsbsriektsr Dr. IVolfKSNK Drani:

link. .,5. März (>>K.).

Eine Flasche Bier für denjenigen, der den ersten Dampfer sichtet, sagte der Kommandant am Beginn der Unternehmung. Das war so Satz aus dem Boot, und wer da meint, das sei zu wenig, der weiß nicht, wie hoch der Seltenheitswert eine Flasche Vier aus einem U-Boot im Kurse steigen läßt. Sie gaben sich alle Mühe — mit oder ohne Bier —, aber es war wie verhext: Rcingescgt lag die See, weit und blank, die Sicht war gut, zeitweilig hervorragend, so daß man selbst aus der niedrigen Augeshöhc einer U-Bootbriicke einen weiten Uebcr- blick hat. — aber nichts kam in Sicht, außer ein Paar Wrack- teilen vielleicht, die daraus hindeuteten, daß hier ein glück­licher Kamerad erfolgreich gejagt hatte.

„Eine Flasche Sekt", versprach schließlich der Kommandant, eine Flascl>e Sekt demjenigen, der mir bis Ob Uhr einen Ec- leitzug nachweist. Der Tag vergeht, die Nacht vergeht, nichts kommt in Sicht. Kurz nach Mitternacht erwacht der Komman­dant mit dem G-iühl, daß er wohl gerne mal aus die Brücke gehen sollte. Oben das graue Dunkel einer hellen Nacht. Die See wie gefrorene Tinte, die Kimm ein wenig Heller dagegen abgesetzt.

Plötzlich hastet er an einem Schatten, schaut schärfer, reißt das Glas an dre Augen. „Mensch, da ist doch einer! Steuer­mann guck mal hin!" „Tatsächlich", sagt der Steuermann,

„daß ich den aber auch nicht gesehen habe". Gemeinsam be- luchscn sie nun den Schatten, der sich da vor ihnen schwach von der Kimm abhebt. .Zerstörer", stellt der Kommandant fest, und der Steuermann nickt und meint, daß dann wohl ein Gcleitzug in der Nähe sein könnte. Vorsichtig schleicht sich das Boot näher. Da! Und da! Plötzlich sehen sie die Dampser- koionnen, sieben, acht, neun, vierzehn, sechszchn Dampfer, ein schönes settes Frühstück

..Erhebt sich die Frage des Herankommend". murmelt der Wachosiizier, „verdammt helle Nacht!"-Vorsichtig pirscht sich das Boot an, läuft wieder ab, wenn es sich gesehen glaubt, umschleicht die stetig dahinziehende Tampierherde von allen Seiten und findet plötzlich den Dreh, der uns auf Schuß­entfernung an einen KMiN-Tonnen-Fruchtcr heranbringt. In blitzschneller Folge jagen sich die Befehle, und schon verläßt mit dem „Los" der erste blanke Aal das Boot, läuft. läuft und detoniert mit reißendem Knall unter der vorderen Luke. Sofort sackt das Vorschiff tiescr, und während die Schraube hilflos in der leeren Lust dreht, sehen die U-Boots- männer. wie drüben helle Sterne aufsteigen, den Treffer an­zuzeigen und wie im Scheine huschender Taschcnlampenkegel und plötzlich eingeschalteter Decksbclciichtung die Besatzung in die Boote geht. Eine Ncgcnboe verschleiert den Rest des Dramas

Das U-Boot indessen setzt zu seinem zweiten Angriff' an. Diesmal gilt es, einem fetten Tanker. „1v VVV Tonnen" schätzt der Wachossizier. Schußunterlagen werden durchs

Boot gegeben. Frage: Rahr fertig? — Nein, verdammt, das Rohr ist noch nicht fertig, irgendeine Kleinigkeit funktioniert nicht wie sie soll, und schon steht das Booi so nahe an dem Plötzlich zudrehenden Niesentanker, daß es nur noch mit „hart Ruder" knapp und eben hinter dem Deck des Gegners tlarkommen, von dem eine großkalibrige Kanone herabdräut Verdammt, wenn der Schuft jetzt schießt, hat er uns, denkt der Kommandant. Kein Wort fällt. Alle denken wohl das­selbe und halten beklommen die Luft an. zähe. langsam kriechende Sekunden hindurch, aber nichts geschieht.

Da greisen sie zum zweiten Male an, und obgleich der .Tanker hart abdrängt, treffen sie ihn mittschiffs. Riesig er­hebt sich die Tetonationssäule. so groß, daß knapp noch Bug und Heck des großen, langen Schiffes daraus hervorragen. Und dann bringt ein plötzlicher Schwall bittersüßen, be­täubenden Benzingcstanks die Lösung: Das ganze Benzin der Tankerladung ist mit der Dctonationssäule in die Höhe gerissen, merkwürdiger- und vielleicht glücklicherweise, ohne zu explodieren. Im gleichen Augenblick kam auch schon der leitende Ingenieur aus die Brücke angehaftet: „Was ist denn los? Wir haben doch kein Benzin geladen! Das ganze Boot steht voll Bcnzindunst!

Er verstummt, als er den getroffenen Tanker sieht, er weiß nun: Durch die Lüsterschächte ist die Benzinwvlkc in?- Boot gepumpt worden.

(Fortsetzung auf Seite 2)

k/e- 4« LikS 4»eäe

Wirtschastssrieden aus dem Balkan

Wenn beute nach dem Beitritt Bulgariens zum Drei­mächtepakt Eden ein dickes Aktenpaket, das den Titel „Südosten" trägt, ins Archiv wandern lassen muß, so versinken damit auch alle sogenannten Wirtschaftsptäne, die London weniger aus ökonomischen als aus politi­schen Gründen im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte in diesem Raume durchzuführen bestrebt war, Pläne, die samt und sonders im Grunde nur den einen Zweck hatten, das Reich politisch und wirtschaftlich vom Süd­osten zu isolieren. Die unmittelbare. Folge war, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse in diesem Raum lange Zeit ungeklärt blieben und in einem politischen Chaos zu münden schienen. War dieser „balkanische Zustand" schon vor dem Weltkriege das Sorgenkind aller euro­päischen Ordnungskräfte, so erreichte dieser politische und wirtschaftliche Wirrwarr nach dem Weltkriege, nach der Zertrümmerung der österreichisch-ungarischen Mon­archie, die zumindest in einem Teil dieses Raumes einen ausgeglichenen Warenaustausch organisiert hatte, seinen Höhepunkt.

Der Zerfall der Monarchie brachte notwendigerweise auch einen Zerfall der Wirtschaften in den, Erb- staaten mit sich. Jedes dieser Länder sah sich plötzlich der Notwendigkeit einer vollständigen Neuordnung seiner Wirtschaftsführung, seiner Produktion, seiner Ab­satzregelung, seiner Einfuhrmöglichkeiten und zahlreichen anderen Problemen gegenüber, die um so schwieriger waren, als noch dazu die Tatsache unmöglicher Grenz­ziehungen und politischer Streitigkeiten zwischen den einzelnen betroffenen Ländern eine Lösung unmöglich machten. Die Herren von Versailles, St. Germain, Neuilly, Trianon, hatten nicht daran gedacht und waren wohl auch unfähig dazu, an Stelle des von ihnen zer­schlagenen großen Wirtschaftsorganismus ein neues lebensfähiges Gebilde zu schaffen.

Projekt um Projekt tauchte auf und wurde immer wieder als endliche Erlösung von den mit jedem Tage zunehmenden Schwierigkeiten verkündet. Der Versuch, im Rahmen der Kleinen Entente und des Bal­tanbundes einen verstärkten Wirtschaftsaustansch zu organisieren, war von vornherein auf Grund der in weitem Matze gleichartigen Struktur der in Frage kom­menden Länder zum Scheitern verurteilt. Viel Aufsehen und noch mehr Druckerschwärze gebar z. B. das Pro­jekt des Tardieu-Planes, - dessen wichtigste Erundzüge darin lagen, die Staaten der Kleinen Entente und darüber hinaus des Balkanbundes mit Oesterreich zu einer Art Zollunion zu verbinden und diesen großen Verband wieder eng dem Schutze und der Förderung der großen Entente zu unterstellen. Bei den damaligen politischen Verhältnissen war es klar, daß dieser Plan mehr politischen als wirtschaftlichen Motiven entsprang, da das Endziel nur darin bestand, Deutschland sowohl politisch wie wirtschaftlich auszuschalten, also gerade jenen Staat, der als einziger in Europa auf Grund seiner geographischen Lage und der ungeheuren wirt­schaftlichen Dynamik seines Millionenvolkes die ge­gebene belebende und aufbauende Krast für den Süd- östen hätte sein können.

Stärker jedoch als alle englischen politischen Wunsch­träume war die Sprache der harten Tatsachen, die die Völker im Slldosten und des Balkans immer mehr zu spüren bekamen: Heere von Arbeitslosen, die als Folge dieser verfehlten Wirtschaftspolitik Städte und Dörfer überfluteten, schrien immer stärker nach Vernunft. Stillgelegte Fabrikbetriebe, unbebaute Aecker, das niederschmetternde Bild der Wirtschaftsstatistik, der Fi­nanzgebarung, und anderes mehr forderten immer stürmischer, jenen naturgegebenen Weg zu beschreiten, den der große Nachbar im Nordwesten, Deutschland, als den einzig richtigen propagierte. Wenn auch an­fangs die dargebotene Hand aus politischen Gründen, da man noch zu stark in den goldenen Fesseln Englands lag, nur zaghaft ergriffen wurde, so wurde die Bin­dung in der Zukunft immer enger, seit dem die mit dieser Politik erzielten Erfolge immer klarer -in nüch­ternen Zahlen zum Ausdruck kamen. Man sah bald, daß Deutschland im Gegensatz zu den Westmächten den wirt­schaftlichen Einfluß nicht für politische Agitation aus­zuwerten bestrebt war. sondern allein die Tatsache als maßgebend betrachtete, daß beiden Teilen sowohl, dem Slldosten wie dem Reich selbst, eine großzügige Plan­wirtschaft und wirtschaftliche Eroßraumpolitik überhaupt zum Vorteile gereichen mußte. Handelsvertrag um Han­delsvertrag wurde abgeschlossen, und bereits nach weni­gen Jahren konnte eine ganz bedeutende Belebung des gegenseitigen Warenaustausches festgestellt werden. Daß diese Entwicklung den Westmächten ein Dorn im Auge war, da dadurch ihre Politik, besonders aber die Ein­kreisungsbestrebungen, durchkreuzt wurden, war um so verständlicher, als ihr Entschluß, gegen das Reich zum Kriege zu schreiten, nähergerückt war. Der Plan, der v o n Tardieu bis Chamberlain dieselbe Linie hatte, nämlich im Donau- und Valkanraum ein Instrument im Rücken Deutschlands zu haben und durch

Durch deutsche Luftangriffe wurde besonders die englische Hafenstadt Eardifs schwer getroiscn.

Sehr deutliche Aeußerungen über die Notlage Britannicns machtc Jndicnministcr Amery.

Einen völlig sinnlosen Handstreich verübten die Engländer gegen eine unbefestigte Insel in den Schären Nord- norwcgens.

Japanische Truppen besetzten Pakhoi.

Die französischen Behörden treten den verräterischen eng­lischen Machenschaften in Syrien energisch entgegen.

Der rumänische Staatschcf Antonescu tras in Wien mit Reichsmarschall Göring zusammen.

Durch neue Verordnung wurde die Altersgrenze für die Kinderbeihilfe heraufgesetzt.

Die Nordsee-Hitlerjugend führte in Bremen eine Ncchts- tagung durch.