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parteiamtliche Tageszeitung
Das stmlsblotl des legierenden Bürgermeisters der Zreien kjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblatt des Beichsstattlialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 64./ 11. Jahrgang
Mittwoch, 3. März 1941
Linzelpreis 13 Npf.
corü lhatfieiü: 7 . Im Vorteil
knglische Needer greifen iftre Negierung an
Von
Ver brMsche Großadmiral sagt bemiruliigendes Anwachsen der Schlffsverluste voraus
Berlin, 4. März.
Der englische Lord Chatsield hat sich erneut in höchst pessimistischem Sinne über die zu erwartenden Schiffsverluste geäußert. Nach einer Meldung des „Daily Mirror" erklärte er: „Ein deutscher Angriff auf unsere Handelswege ist in Kürze zu erwarten. Der Feind ist im Vorteil. Sie müssen sich darauf gefaßt machen, ein Anwachsen unseres Tonnageverlustes mit anzusehen, der zeitweise sogar beunruhigend erscheinen wird."
Großadmiral Chatsield wiederholte seine Warnung vpr weiteren noch größeren Schisssverlusten allen Jllusionsmär- chen der Churchill und Genossen zum Trotz. Er weiß, daß mit den einfältigen Behauptungen, ein Llniversalmittel gegen die deutschen U-Boote sei gefunden, oder dem dummen Geschwätz, die Zeit sei schlecht gewählt sür U-Bootangrisfe, niemand zu überzeugen ist. Als englischer Admiral forderte er dazu auf, das Vertrauen zur Kriegsmarine nicht zu verlieren. Daß diese aber den vielseitigen Aufgaben, die ihr aus allen Weltmeeren gestellt werden, nicht mehr gewachsen ist, hat sich bereits erwiesen. Chatsield bezeichnete die deutsche Kriegsmarine daher als gleich „starken Feind", womit er offensichtlich dem englischen Volk die Schwierigkeiten des Kampfes klarmachen will.
England hat sich eben gründlich verrechnet, als es diesen Krieg an Deutschland erklärte. Trotz seiner riesigen Flotte ist es nicht in der Lage, die Aufrechterhaltung feiner lebenswichtigen Zufuhren sicherzustellen, eine Aufgabe, die im Weltkriege gerade mit knapper Not gelöst wurde dank der Unterstützung seitens der Kriegsschiffe der verbündeten Staaten. Heute aber steht England dem fast geschlossenen Europa gegenüber allein.
„Schissseigentiimer greifen ihr Ministerium an", unter dieser Ueberschrist bringt „Daily Mail" einen Bericht über die Sitzung englischer Reeder in London. „Mit scharsen Worten", so meldet das Londoner Blatt, „griffen die Reeder die unklare Haltung der Regierung an. Sie bekritteln die unzuverlässigen Angaben des Schissahrtsministeriums, die, neben dem Wirrwarr in den Docks, die Lage der Reeder außerordentlich erschwerten. Diese Männer der englischen Handcls- schissahrt", so schließt die Londoner Zeitung, „sind zutiefst über die gegenwärtige Lage beunruhigt."
Die Beunruhigung der englischen Reeder kann nicht weiter verwundern, nachdem die Verantwortlichen immer wieder versuchten, sich selbst und andere in kühne Jllusionsträume zu wiegen und ebenso oft unter der Wucht der Tatsachen die mühsam errichteten Kartenhäuser zusammenfielen. Die Londoner Zweckoptimisten ernten nun die bitteren Früchte ihrer kindlichen Jllusionspolitik.
UngesSftröet Mo de Janeiro erreicht
Ist das Englands Blockade?
rck. Berlin, 4. März.
Als vor einiger Zeit der deutsche Dampfer „Helgoland" aus Uebersse heimkehrte, unbehelligt von englischen Seestreitkräften, die angeblich noch immer die'Weltmeere beherrschen, da hat die deutsche Presse mit Recht daraus hingewiesen, daß sich in diesem scheinbar ganz unbedeutenden Ereignis die ganz« ungeheuerliche Wandlung der seestrategischen Lage Deutschlands widerspiegelte. Ein Jahr war vergangen zwischen der Hetzjagd der Heldenhaften „Bremen"-Besatzung über den Ozean und der Fahrt der „Helgoland", die sich wochenlang im Atlantik herumgetrieben hatte, ohne von einem feindlichen Schiss angehalten zu werden. Zwischen diesen beiden Ereignissen lag die Inbesitznahme der norwegischen und der französischen Atlantikküste durch die deutsch« Wehrmacht. Die neue Position ermöglichte nicht nur, den Ring um England noch fester zu schließen, sondern durchlöcherte auch bis zu einem gewissen Grade die englische Seeblockade gegen Deutschland und Kontinentaleuropa. Neben der „Helgoland" haben viele andere deutsche Dampser bekanntlich den Weg in die Heimat finden können.
Zum erstenmal erreicht uns jetzt eine Meldung, daß im Hafen von Rio de Janeiro ein deutscher Dampser eingelaufen ist, dessen Ladung aus sür Südamerika bestimmten
englische Seeleute widerlegen Nemerliigen
Berlin, 4. März.
180 Ueberlebcnde des britischen Gcleitzuges, den deutsche Sce- streitkräfte am 12. Februar bei den Azoren versenkten, sind vor einigen Tagen mit portugiesischen Schissen in Lissabon eingetroffen. Ein Dampfer hatte den Rest der Besatzungen von sechs Schissen an Bord, S2 Matrosen, die u. a. aussagten, daß von 88 Mann eines britischen Schisses nur zwei Mann gerettet wurden. Ein anderer portugiesischer Dampser brachte 188 Schissbrüchige nach Lissabon. Die englischen Seeleute, die noch sichtlich unter dem Eindruck der Katastrophe standen, erklärten, daß 14 Schisse des Konvois den Weg in die Ticse nahmen. Reuter dagegen hatte nur den Verlust von sechs Schissen gemeldet.
deutschen Jndustrieerzeugnissen bestand. Das Schiff hat nach der Aussage des Kapitäns eine glatte Ueberfahrt gehabt, und bewundernd hebt die brasilianische Presse hervor, daß das Schiff in keiner Weise getarnt gewesen fei und beim Einlaufen in den Hafen die deutsche Flagge am Mast trug.
Nun spielt im Gesamtrahmen der deutschen militärischen und wirtschaftlichen Kriegssührung die Ueberfahrt eines deutschen - Handelsschifses nach Südamerika keineswegs eine überragende Rolle, denn Deutschland ist bekanntlich auf den Seeverkehr in keiner Weise angewiesen, da es die Möglichkeiten besitzt, seinen Handelsverkehr auf vielen anderen Wegen, unangreifbar durch den Feind, zu leiten. Trotzdem ist die Ankunft des deutschen Dampfers in Rio de Janeiro geeignet, wieder einmal schlaglichtartig die Situation zur See zu beleuchten und festzustellen, wie wenig heute die englisch« Flotte
Berlin» 4. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der Einmarsch deutscher Truppen in Bulgarien vollzieht sich planmäßig. Leichte Kampfflugzeuge belegten im Laufe des gestrigen Nachmittags unter Jagdschutz einen Flughafen in Südengland mit Bomben. Mehrere Hallen und Unterkünfte wurden dabei zerstört. In der Nacht zum 4. März griffen Kampfverbände Hafen- und Industrieanlagen in Cardiff an. Es wurden zahlreiche Volltreffer mit starker Explosionsund Brandwirkung in militärisch wichtigen Zielen beobachtet. An der schottischen Ostküste belegten Kampfflugzeuge die Hasen- und Werstanlagen von New- castle mit Brand- und Sprengbomben. Auch hier konnte gute Wirkung festgestellt werden. Bei Angriffen auf verschiedene Flugplätze nördlich Londons wurden Hallen, Unterkünfte, Brennstoff- und Munitionslager sowie einige Flugzeuge am Boden zerstört.
An der englischen Südkiiste versenkte ein Kampfflugzeug ein Handelsschiff von 3999 VRT. Ein weiteres Handelsschiff blieb im Seegebiet ostwärts Aberdeen nach zweimaligem Angriff mit schwerer Schlagseite liegen. Außer den im gestrigen Wehrmachtsbericht bereits erwähnten britischen Schiffsverlusten versenkte die Luftwaffe im Laufe des 2. März noch ein weiteres Handelsschiff von etwa 8999 VRT. 25 Kilometer westlich der Hebriden.
Unsere im Mittelmeerraum operierenden Fliegerverbände griffen bei Agedabia britische motorisierte Kräfte mit Erfolg an. In Kraftwagenansammlungen und Kolonnen wurden zahlreiche Treffer erzielt. Ein an der libyschen Küste vorgehender deutscher mo-
üv. Stockholm, 4. März.
England hat, wie Dienstag abend in London amtlich bekanntgegeben wurde, de» Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Bulgarien beschlossen. Der Gesandte in Sofia, Rendell, werde nunmehr das Land verlassen. Die offiziöse Auslassung fügt hinzu, der Abbruch der Beziehungen bedeute nicht notwendigerweise eine Kriegserklärung, aber wenn die deutschen Truppen dieses oder jenes (!) tun sollten, dann werde England ohne Rücksicht auf Bulgarien vorgehen.
Die englischen Zeitungen und ihre Korrespondenten aus dem Balkan sind äußerst freigebig mit Meldungen über Truppenbewegungen dieses oder jenes Staates, dem England aus diese Weise anscheinend solche Anregungen geben möchte, aber daß englische Truppen sich. nach Saloniki in Bewegung gesetzt hätten, dafür gebe es, so heben die schwedischen Zeitungen in ihren Meldungen aus London in Fettdryck hervor, weder aus dem Balkan noch in London irgendeine Bestätigung. Man ist nicht allein in London, sondern auch in den Kreisen der Neutralen etwas erstaunt über das Ausbleiben der vorher so prompt versprochenen britischen Großtaten.
in der Lage ist, der ihr zugedachten Aufgab« einer lückenlosen Kontrolle der Seeverkehrswege auf den Ozeanen gerecht zu werden. Diese Kontrolle haben vielmehr inzwischen deutsche U-Boote, Uebevwasserstreitkräste und FernkampMiszeuge übernommen, die die Zufahrtstraßen zur englischen Insel belagern und täglich Tausende von Tonnen auf den Meeresgrund senden. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang des Blockadebrechers, der im Weltkrieg dem deutschen Han- dels-U-Boot „Deutschland" gelang. Damals war es nur möglich durch Anwendung aller technischen Hilfsmittel und Kriegslisten durch die Maschen der dichtgeschlossenen englischen Blockade zu schlüpfen. Heute überquert ein gewöhnliches Han- delsschifs in ganz normaler Weise den Ozean. Auch dieser Vergleich zeigt eindeutig den krassen Unterschied, zwischen der Lage Großbritanniens im Weltkrieg« und in der Gegenwart.
torifierter Spähtrupp brachte erneut Gefangene ein und erbeutete eine» britische« Panzerwagen.
Der Feind warf in der letzten Nacht in West- deutschland an mehreren Stellen einige Sprengbomben und eine große Anzahl Brandbomben. Militärischer Schaden entstand nicht, dagegen wurde eine Anzahl von Häusern getroffen, sowie einig« Zivilpersonen getötet oder verletzt."
*
Schwedische Meldungen aus London besagen, daß sich deutsche Flugzeuge vom Montagabend bis Dienstagmorgen über beinahe sämtlichen Teilen des Jnselreiches zeigten und hierbei erstmalig in diesem Jahr auch Punkte in Südost-Schottland bombardierten. Der Angriff in Südwales sei wiederum in Wellen durchgeführt worden.
In der Nacht zum Dienstag hatte, nach bestätigenden Meldungen aus Stockholm u. a. eine Stadt in Südwales einen Angriff deutscher Luftstreitkräste auszuhalten. Nach den Berichten des englischen Lustsahrtministeriums hatte die deutsche Aktion „zum Teil einen besonders ernsten Charakter". Die Industriestadt wurde zunächst durch zahllose Brandbomben heimgesucht. Die Engländer sprechen von „einigen Bränden", von denen die meisten unter Kontrolle gekommen seien. Spätere Berichte geben jedoch sehr viel größere Verheerungen zu, und zwar auf Grund sehr vieler Sprengbomben, die bei einem weiteren Angriff auf die gleiche Stadt zum Abwurs gelangt seien. Außer dieser Aktion verzeichnen die englischen Meldungen zahlreiche andere deutsche Angriffe, beispielsweise gegen die Nortwstküste von Schottland, weiter aber auch gegen das westliche Mittelengland sowie gegen Plätze an der Südost- und Südwestküste. Schließlich habe es eine Reihe von „vereinzelten Zwischenfällen" gegeben, darunter auch Bombenwürfe im Londoner Bereich.
Um in Abrede zu stellen, daß Deutschland wieder die Initiative hat, wird in Londoner ossiziösen Kreisen erklärt, das deutsche Eingreifen auf dem Balkan könne nicht als strategische Offensive, sondern nur als desensive Bewegung betrachtet werden. Die englische Propaganda möchte weiterhin glaubhaft machen, daß der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt und der Einmarsch per deutschen Truppen nur eine „Antwort auf Edens Besuch in Ankara" darstelle.
Edens Anwesenheit in Athen wird in Italien als symptomatisch sür die starke Schockwirkung des neuesten politischen Sieges der Achse aus England angesprochen, m,it der Feststellung, daß weder Eden noch sonst ein Engländer die Austreibung Englands aus Südosteuropa rückgängig machen kann. An Folgerungen militärischen Charakters aus der Rücksprache Edens in Athen sei nicht zu denken, da die Engländer sich außerstande fühlen, eine ausreichende Anzahl von Truppen rechtzeitig nach Griechenland zu transportieren. Es bleibt somit im wesentlichen bei den aus rund 12 000 Mann geschätzten englischen Truppen, die sich gegenwärtig in Griechenland befinden, und zwar vornehmlich bei Etappen- kommandos.
See planmäßige kinmarfch in Bulgarien
erfolgreiche Luftangriffe auf larittff, Newrastle und englische Flughäfen — Zahlreiche vombentreffer
auf molorifierle britische KrSfie bei flgedabia
Abbruch englisch-bulgarischer Beziehungen
vritische NervofitLl — wo bleiben die vundesgenossen? — knglische Verlegenheit
Wut der falschen Propheten in London
wieder einmal ist die presse an der lhemle durch einen deutschen Sieg überrumpelt
keivlislvilsv Llkrsä kosenberA
Im VoMewußtfein der Tatsache, daß mit der nationalsozialistischen Revolution ein altes Zeitalter abgeschlossen und ein neues begonnen hat, sprechen wir vom deutschen Volk als von einem jungen Volk. Wir sehen, wie die deutsche Nation eine ungeheure Arbeitsleistung auf allen Gebieten des Lebens vollzieht, wie eine innere Energie jeden einzelnen zur höchstmöglichen Leistung vorwärtstreibt, und deshalb ist es richtig, wenn gerade diese Jugendkraft der Revolution und der junge Wille der nationalsozialistischen Wiedergeburt betont wird. Aber diese Frage hat auch noch eine andere Seite.
Im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland haben Engländer und Franzosen öfters betont, sie, als die „alten Kulturmächte" Europas, seien doch eigentlich allein legitimiert, diese europäische Kultur zu vertreten. Das hätten sie jahrhundertelang getan, Deutschland aber sei in diese Aufwärtsentwicklung zur Humanität mit brutaler preußischer Faust und heute mit der Nazibarbarei hereingebrochen. Deutschland sei eben ein Emporkömmling, der erst wieder zur Vernunft gezwungen werden müsse, um seine eventuell vorhandenen kulturellen Leistungen unter dem politischen Schutz und Schirm der alten Westmächte wiederaufzunehmen. Und gegen diese Thesen müssen wir Nationalsozialisten, die wir die Jugendkraft des deutschen Volkes und unserer Bewegung betonen, eine entscheidende Richtigstellung vollziehen.
Deutschland ist nicht nur heute ein wiedererwachtes junges Volk, es ist zugleich auch ein altes Reich. Es ist für uns Nationalsozialisten selbstverständlich, die Geschichte nicht nur von einem Punkt zu beginnen, der einen furchtbaren Zusammenbrach darstellt, nämlich vom Dreißigjährigen Krieg. Nicht nur von Brandenburg als Anfang beginnt die Geschichte, sondern sie beginnt politisch ganz bewußt mit der erstenSammlungder germanischen Stämme unter Hermann, vorbereitet durch eine noch weit ferner zurückliegende biologische und charakterliche Auslese, wenn diese auch nicht unmittelbar Politisch erkennbar erscheint.
Nach den stürmischen Zeiten der Völkerwanderung, da gerade die germanischen Stämme die Grundlagen für die später sich gestaltenden europäischen Nationen legten, entstand nach dem Fränkischen Eroßreich die bewußte Neusammlung der deutschen Stämme unter den großen Kaisergeschlechtern der Sachsen, der Salier und der Hohenstaufen. Damals entstand das später Abendland genannte Gebilde, und der berufene Sprecher dieses Abendlandes ist jahrhundertelang niemand anders als der deutsche Kaiser gewesen.
England und Frankreich waren damals Randstaaten Europas und spielten jahrhundertelang in den Entscheidungen um das geistige und politische Gesicht des Abendlandes nur eine Nebenrolle. Wie immer man die Gründe des späteren Zersalls auch beurteilen mag, es bleibt die Tatsache bestehen, daß eben ein deutsches Kaiserreich schon für ganz Europa sprach, als es noch kein England und keine englische Sprache gab. Diese Tatsache darf das deutsche Volk nicht vergessen, sondern hat sich gerade heute mit besonders tiefem Verständnis an sie zu erinnern. Denn was sich jetzt vollzieht, ist die Liquidierung dieser Zwischenzeit, die zum Teil durch inneren Hader, zum Teil durch Entdeckungen auf dem Erdball und die dadurch hervorgerufene Verlagerung der Wirtschaftskräfte mitbestimmt worden war. Diese Zwischenzeit ermöglichte es anderen Mächten, in die Hauptvertretung Europas einzurücken.
Unter dem französischen Königtum des 17. und 18. Jahrhunderts ist die französische Lösung der europäischen Kontinentalpolitik versucht worden. In diesem Zeichen der französischen Vorherrschaft standen die blutigsten Kriege; diese französische Lösung, die schließlich im größten Maßstab noch einmal von Napoleon den Völkern Europas aufgezwungen werden sollte, ist zusammengebrochen. Sie war rein konstruktiv machtpolitisch, hinter ihr stand am Ende des 18. Jahrhunderts auch nicht mehr jenes biologische, für Frankreich günstige Kräfteverhältnis, das noch im 17. Jahrhundert vorhanden war.
Das 19. Jahrhundert rückte den britischen Lösungsversuch in den Vordergrund, wonach Europa eigentlich nur ein Mittel für Ueberseepolitik werden sollte, in Schach gehalten durch die künstlich immer wieder von England geschritten Zwistigkeiten der großen Kontinentalmächte. Der englische Krieg von 1939 sollte die letzte Herabwürdigung Europas zu einem nur noch nebensächlichen Subjekt britisch-jüdischer Weltpolitik bedeuten.
Heute nun vollzieht die immer wieder neu geborene Jugendkraft des Deutschen Reiches die Korrektur dieser beiden europäischen Lösungsversuche. Durch preußische Kraft vorbereitet, ist das Bismarck-Reich als erster bewußter Protest gegen die französisch-englischen Lösun-
.....
O. U. Berlin, 4. März
Die Schwere der britischen Niederlage im Balkanraum wird in vollem Ausmaß in der Haltung der englischen Presse sichtbar, die zunächst im Banne des Schocks, wie Reuter diese Niederlage kaum bestritt oder beschönigte, nun aber, nachdem die erste ticse Enttäuschung gewichen ist, das Spiel des Churchill- schen Illusionismus wieder ausnimmt. In ihm schlt sogar die alt« Walze eines verlogenen englischen Ersolgcs nicht. Für England habe sich die Balkanlage geklärt, deshalb sei ein bedeutsames Moment der Unsicherheit wcggesallen. (Daily Expreß.) Hier erfindet man den britischen Sieg, den man ja zunächst auch in der Zersplitterung der deutschen Kräfte durch die Besetzung der europäischen Gcgenkiiste Englands konstruierte, bis man dann eines Tages durch den sachverständigen Admiral Chatsield darüber belehrt wurde, wie schwerwiegend der Besitz der sranzösischen, belgischen, holländischen und norwegischen Küste sür den erfolgreichen U-Bootkricg Deutschlands sei.
Seine volle Widerlegung aber erfährt dieser Illusionismus der Briten, wenn man ihn der ebenso illusionären Prophetie
gegenüberstellt, der sich .Rundfunk und Presse und führende Politiker Englands zu der bulgarischen Haltung befleißigten. Da ist vom Ndvember vorigen Jahres der Ausspruch des Lord Halifax, weiland noch Außenminister, daß er sich glücklich schätze, feststellen zu können, daß Bulgarien sich weder mit den Feinden Großbritanniens vereinige, noch ihnen aktiv oder passiv helfe". In dieser Richtung gingen dann alle Aeußerungen bis in die letzten Wochen hinein. Der übereifrige Londoner Rundfunk wußte im Februar mehrfach die Meldung zu wiederholen, daß die balka- nische Lage derart ist. daß „militärische Auseinandersetzung zwischen den deutschen Truppen in Rumänien und der bulgarischen Armee unmittelbar bevorstünden."
Er wußte weiter, daß Bulgarien nicht gewillt sei, mit Deutschland zu gehen und „deshalb Deutschland sein Ziel nicht erreicht habe." Am 25. Februar kündigte Reuter in einer Meldung aus Sosia an, daß Bulgarien die Absicht habe. im Falle eines deutschen Einmarsches Widerstand zu leisten.. Den köstlichsten Witz aber leistete sich schließlich Radio London am 27. Februar: „Deutschland sitzt bereits in der Falle, es
hat sich zu weit gegen Bulgarien vorgewagt, und in London hatte man deshalb alles, was sich da unten am Balkan abspielt, sür einen guten deutschen Witz." Die unverhüllte Wut, die inzwischen britische Pressestiinmen in ihren Beschimpfungen gegenüber Bulgarien zum Ausdruck kommen lassen, zeigt, wie schwer die Niederlage Churchills aus dem Balkan ist. Alle Eden-Versuche, noch etwas zu retten, bleiben Versuche am untauglichen Objekt. Die Gegner der Achse werden mit England zusammen ihrer Bestrafung anheimfallen. Daß man in Griechenland zum Beispiel keine hundertprozentige Begeisterung mehr besitzt, für England aus die Schlachtbank zu gehen, kann man einer Rcutermitteilung über das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen entnehmen, in der es heißt, daß über die Mehrzahl der Probleme eine Einigung erzielt worden sei. Ob zu den Problemen, über die man nicht einig ist, ein Prestigebombardement der RAF. gegen Bulgarien gehört, mit dem die Engländer ja schon mehrfach gedroht haben, könnte man aus der Tatsache entnehmen, daß in den vorliegenden Berichten nicht verschwiegen wird. daß daraus sür Griechenland eine heikle Situation entstehen werde.
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Umfangreiche deutsche Lustangrisfc richteten sich bis nach Schottland.
Ein deutscher Frachtdampscr erreichte ungefährdet Rio de Janeiro.
Der britische Großadmiral, Lord Chatsield hob di« katastrophale Lage Englands hinsichtlich seiner gefährdeten Schiffahrt hervor.
Die englisch-bulgarischen Beziehungen wurden abgebrochen.
Der Reichsarbeitsministcr verfügt eine Verbesserung in der Kurzarbciterhilse.
Der komm. Kreisleiter von Brcmen-Lesum, Gauamtsleiter Denker, verpflichtete sür Brcmen-Farge einen neuen Ortsgruppcnleiter.
Die Norddeutsche Kreditbank A-K in Bremen hat in ihrer Bilanz sür 1840 Borsorge sür künftige Fricdcnsausgabcn getroffen.