Issue 
(31/10/1940) Nr. 300
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Sreien Hansestadt vremen

<5

Die 1 mw hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mw hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstaiters in Oldenburg und Vremen

Nr. ZOO / 10. Jahrgang

Donnerstag, Z1. Oktober 1940

kinzelpreis 15 Nps.

Italienischer Vormarsch aus gebirgigem Seliinde / Ven ersten Zusammenstoß entschieden albanische Milben

der kinbruch in kpirus und rstestalonien

Sie erste englische Hilfeleistung: Ver staub der griechischen Handelsflotte

Dr. v. I., Rom. 30. Oktober.

Bei dem Vormarsch gegen die nordgriechischen Provinzen Epirns und Thessalonien benutzten die italienischen Truppen am 28. Oktober, dem Tage des Ultimatums, die Straßen des soeben fertiggestell­ten albanischen Verkehrsweges von 400 Kilometer Länge, die an Stelle von Feierlichkeiten nun durch die vormarschierenden Truppen eingeweiht wurden. Die Hauptausfallstraßen der Offensive waren da­bei lautRxsto del Carlino" 1. die Straße ValonaArgyrocastrogriechische Grenze in der

Nähe der adriatischen Küste, 2. die inneralbanische Straße DurazzoBeraxPemeti bis zum Grenz­posten Perali und 3. die vorwiegend durch Ostalbanien führende Straße TiranaElbasanCoritza. Die eigentlichen Aufmarschstraßen zur Offensive sind allem Anschein nach Argqrocastro, im Westen Pre- meti im Tal des Vojuca-Flusses und Coritza in der Nähe der Dreiländergrenze im Südosten ge­wesen.

Die Ziele der italienischen Offensive werden in der ersten Phase teilweise durch die geographischen Verhältnisse bedingt. Der Vormarsch geschieht in gebirgigem Gelände und auf schlechten Straßen, wie sie in säst ganz Griechenland die Regel sind. Die ersten Ossensivziele waren: Die griechische Flotten- station von Prevesa am Ionischen Meer zwischen Korsu und Cephalonia, die den Golf von Arta beherrscht und etwa ISO bis 140 Kilometer von der siidalbanischen Grenze entfernt ist. Die Flottenstation Prevesa wurde zur Vorbereitung am 28. Oktober lautRest» del Carlino" von der Lustwasse bom­bardiert.

Nördlich davon war die 22 000 Einwohner zählende Pro­vinzhauptstadt Jannina, etwa 50 Kilometer von der albani­schen Grenze entfernt, das Ziel, zu dem in den Tälern des Drim und der Vojuca zwei Straßen führen. Von dem ita­lienischen Ausmarschzentrum in Südostalbanien, Coritza, führt eine Straße nach Castroria an der Vistritza, die in den Golf von Saloniki mündet.

Der erste Zusammenstoß mit griechischen Truppen wurde von der albanischen Miliz entschieden. Die motorisierten italienischen Truppen gingen dann auf allen Straßen in Nordgriechenland vor.

Ueber den Vormarsch selbst sowie über alle Gefechte werden in Italien bisher keine Einzelheiten bekanntgegeben. Die albanische Bevölkerung in Nordgriechenland begrüßte die einziehenden italienischen Truppen jubelnd und impro­visierte italienische und albanische Fahnen, um ihrer Freude sichtbaren Ausdruck zu geben. Der italienische Generalstatt­halter in Albanien, Giacomoni, begab sich in das Ope­rationsgebiet der italienischen Truppen jenseits der Kreuze und überbrachte den italienischen Soldaten die Grüße des Königs und des Ducel Italienische Luftwasfenverbände überflogen indessen ganz Griechenland von den Nordprovin­zen bis zum Peloponnes. Dabei wurden ausschließlich mili­tärische Ziele und zwar vor allem Flottenstationen ange­griffen. Im Vordergründe stehen die schweren Angriffe aus die Flottenstützpunkte von Trevesa am Golf von Arta. und aus Patras am Kanal von Korinth. In Trevesa wurde die Mole durch Volltreffer zerstört, ebenso erlitt der moderne Flugplatz Patoi bei Athen schwere Zerstörungen, als Roll­felder Und Unterkünfte mit Spreng- und Brandbomben be­legt wurden. Den Anlagen am Kanal von-Korinth näherte sich die italienische Staffel in großer Höhe, um sodann im Sturzflug ihre Ziele anzugreifen. Starke Rauchentwicklung, Brände und Explosionen bezeichneten auch hier den erfolg­reichen Verlauf der Angriffe aus die Hafenanlagen. Die grie­

chische Luftabwehr scheint, den italienischen Berichten zufolge, dabei nicht in Aktion getreten zu sein.

Bisher hat England noch stets eine Garantieverpflichtung als willkommene Gelegenheit benutzt, sich an dem Eigentum der Staaten, die sich ihm anvertraut haben, zu bereichern, der wahre Sinn einer jeden englischen Hilfeleistung ist also nur die eigene unverhohlene Habgier. Sie ist auch das tret-, bende Moment bei der versprochenen Hilfeleistung für Grie­chenland und macht sich sofort bemerkbar.

Berlin, 3V. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein in überseeischen Gewässern operierendes Kriegs­schiff meldet die Versenkung von drei bewaffneten feind­lichen Handelsschiffen mit 18 400 BRT. Damit hat die­ses Schiff bisher insgesamt 45 000 BRT. versenkt. Ein Unterseeboot versenkte ein großes bewaffnetes Handels­schiff von 10 500 BRT.

Kampfoerbände warfen auch gestern zahlreiche Bom­ben auf London und erzielten vor allem in der Ge­gend der Westindia-Docks und des Waterloo-Bahnhofes Treffer. Es konnten Stichflammen und neue Brände beobachtet werden. Auch sonstige kriegswichtige Ziele Südenglands, wie der Kriegshafen von Ports- möuth und ein Munitionslager in Ereat-Par- mouth, wurden mit Erfolg bombardiert. Vor Ramsgate erhielten zwei Schiffe Treffer und blie­ben unter starker Rauchentwicklung liegen. An diesen Unternehmungen beteiligte sich auch das italienische Fliegerkorps.

In den Abendstunden gelang es bei Angriffen auf mehrere ' Flugplätze in den östlichen Grafschaften der britischen Insel Hallen und Unterkünfte durch Bomben­treffer in Brand zu setzen und zahlreiche Flugzeuge am

Denn als erstes hat. wie der Londoner Rundfunk berichtet. Großbritannien die notwendigen Schritte unternommen, um die griechische Handelsflotte, die eine Gesamtwafferverdrän- gung von mehr als einer Million Tonnen hab«, nicht in die Hände des Feindes fallen zu lasten. Mit dieser Umschreibung kann London die schamlose Beraubung nicht wegdebattieren. Sie gehört nun einmal zum System dieser hab- und raff­gierigen Plutokratie.

(Den italienischen Wehrmachtsbericht sieh« Seit« 2)

Minen vor griechischen ßSfen

brv. Stockholm, 30. Oktober.

Die englische Flotte hat, wie in London bekanntgegeben wird, als erste Aktion bei der Durchführung der Inter­vention in Griechenland umfangreiche Minenlegungen in griechischen Gewässern durchgeführt. Das erste der beiden Minenfelder, die von London amtlich bekanntgemacht werden, liegt vor der Westküste Griechenlands und blockiert den Hafen von Korinth. Das zweite soll sich südöstlich von Athen erstrecken.

Boden zu zerstören und zu beschädigen. Im Lause des Tages kam es mehrfach zu heftigen Luftkämpsen.

In der Nacht steigerten sich die Angriffe aus London. Zur Vergeltung englischer Nachtangriffe auf deutsche Wohnviertel wurden wieder mehrere hunderttausend Kilogramm Bomben abgeworfen. Zu beiden Seiten der Themse entstanden zahlreiche neue Brände in Dock- und Industrieanlagen. Weiter" bombardierten Kampsflieger­verbände den Hafen von Liverpool sowie die In­dustriegebiete von Birmingham und Copentrq, ferner kriegswichtige Ziele in Nordengland. Zahlreiche britische Häfen wurden vermint.

Britische Flugzeuge flogen im Schutze der Nacht in Belgien, Holland und das Reichsgebiet ein. Ihre Bom­ben richteten» wie gewöhnlich, keinen nennenswerten Schaden an kriegswichtigen Ziele« an. Bei der Zer­störung eines freiliegenden Bauernhauses wurden sechs Erwachsene und zwei Kinder getötet. In anderen Orten sind einige Wohnhäuser beschädigt und mehrere Perso­nen, darunter einige Holländer, getötet oder verletzt worden.

Der Gegner verlor gestern insgesamt 47 Flugzeuge, davon wurden 18 im Luftkampf abgeschossen, 28 durch Flak oder am Boden zerstört. 17 deutsche Flugzeuge werden vermißt."

Mehrere 100 Mw kg vomben auf London

wieder drei bewaffnele feindliche ßandelsschiffe in überseeischen Sewössern versenkt

47 seindflugjeuge vernichtet

vritische Verstörkungen nach dem Mittelmeer

Iirv. Stockholm, 30. Oktober.

Die englische Flotte holt hastig Verstärkungen nach dem Mittelmeer. Einer Meldung aus Algeciras zufolge haben zwanzig englische Kriegsschisse verschiedener Größe Gibraltar angelaufen, Truppentransporter feien aus der Reede vor Gibraltar vor Anker gegangen. Nach Angaben, die zwei englische Kabinettsmitglieder am Mittwoch machten, hat Eng­land bereits erhebliche Krästc aus den Dominien nach dem Mittelmeer geworfen. Schisf-Hrtsminister Sir Ronal Trotz erklärte es seien größere Mengen von Tonnage für die Trup­penbewegungen im Nahen Osten zur B-rsügung gestellt wor­den Döminionminister Lord Cranborne rühmte Australiens Flo'ttenhilfe im Mittelmeer und im Nahen Osten sowie den Einsatz von Truppen aus den Dominien ,n der Nahostarmee. Das Empire stehe sest wie ein Felsen in dem stürm der gegenwärtig durch die Welt gehe ... Von dem ledoch schon große Stücke abgebröckelt sind. bis ihn die Brandung völlig verschlingen wird. "

Sinnlose Bombenwürfe der Nflf.

Der neuli-britische Anschlag aus ein deutsches Tors

Berlin. 30. Oktober.

Während England durch Presse und Rundsunk immer wieder heuchlerisch die These vertritt, daß sich die englischen Lustangrisse ausschließlich aus militärische Ziele in Deutsch­land richten, beweisen die englischen Flieger bei jedem Ein­slug in Deutschland, bei dem sie überhaupt zum Bomben- abwurs kommen, daß sie ihre Bomben mit voller Absicht aus zivile Ziele abwerfen. Diese Wahrheit sprach bekanntlich auch der neue britische Lustmarschall Zaubert aus, als er unlängst in einer Rundsunkansprache an Amerika wörtlich erklärte: Wir haben es satt. Bomben aus militärische Ziele abzu­werfen." Damit gab der britische Lustmarschall nur eine längst bestehende Tatsache zu und die RAF. unterstreicht seine Worte weiter bei jedem ihrer neuen Einslüge.

Ihren zahlreichen sinnlosen, ausschließlich nächtlichen An­schlägen aus die Wohnstätten deutscler Städte und Dörfer

fügte sie in der Nacht zum Mittwoch einen neuen hinzu, in­dem sie wieder Spreng- und Brandbomben auf ein deutsches Dorf warf, in dessen Umgebung sich weit und breit kein mili­tärisches oder industrielles Ziel befindet. Ein frei liegendes Bauernhaus wurde zerstört, wobei sechs Erwachsene und zwei Kinder getötet wurden.

Mit diesen militärisch vollkommen sinnlosen Bombenabwür­fen erreicht Churchill nur den Tod friedlicher Zivilisten und die Zerstörung ihrer Wohnhäuser. Der damit zum System erhobene Mord an der Zivilbevölkerung aber fordert und hat die gerechte und furchtbare Vergeltung der deutschen Luftwaffe zur Folge, unter der die britische Insel bei Tag und Nacht zittert. _

Engländer verlassen Jugoslawien. Die in Jugoslawien lebenden britischen Staatsangehörigen sind von der Belgrader Gesandtschaft aufgefordert worden, angesichts der neuen Lage auf dem Balkan binnen 48 Stunden das Land zu Verlusten.

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Griechenland hat nicht nur mit der gezackten insel- reichen Form seiner Küsten eine gewisse Ähnlichkeit mit Norwegen; auch seine jüngste politische Vergangen­heit gleicht der Norwegens. Beide Länder hielten es für geschickt und klug, ihre Politik an diejenige Eng­lands anzulehnen, wobei Griechenland sich zu allem Ueberfluß noch eine englische Garantie aufdrängen ließ, kraft welcher die britische Kriegsmarine mancher­lei Freiheiten in den griechischen Gewässern zugestanden bekam.

Nachdem alle englischen Festlandsdegen zerbrochen waren, blieb nur mehr Griechenland als Aufmarsch­gebiet gegen die Achsenmächte übrig. Wäre den Helle­nen daran gelegen gewesen, nicht im Schlepptau Groß­britanniens zu segeln, so hätten sie nur gegen die ein­seitige Garantie Einspruch zu erheben brauchen. Man hat dies aber nicht nur nicht getan, sondern provozierte mit Hilfe englischer Agenten das benachbarte Italien, indem man Üeberfälle auf Albaner veranstaltete und die albanische Minderheit in der Ciamuria, deren Schicksal natürlich Rom als Schutzherr Albaniens nicht gleichgültig sein konnte.

Tomori", die Tageszeitung Tiranas, berichtete in letzter Zeit laufend über diese griechischen Hebelgriffe, gegen die Athen nichts unternahm. Der Schreiber dieser Zeilen war Augenzeuge, wie der Freund Daud Hoü- schgs, der bekanntlich im August von griechischen Frei- schärlern ermordet worden war, in Tirana vernommen wurde. Dieser alte Mann erzählte, wie man seinen Freund Tag und Nacht verfolgte, wie man seine Frau und seine fünf Kinder, die jenseits der Grenze leben mußten, terrorisierte und wie man Daud Hodscha um­brachte, ihn auf albanischem Gebiet im Schlaf überfiel, ihm den Kopf abschnitt und das blutige Haupt des Toten durch alle skipetarischen Ortschaften trug, um, wie man in Athen sagte, den Liamuristen zu zeigen, wie es Leuten ergehe, die sich zum Albanertum bekannt haben.

Dabei haben die Griechen diesem kleinen Stamm un­erhört viel zu verdanken. Die albanische Minderheit in Nordgriechenland war es, die sich zuerst gegen die Türken erhob. Die Sulioten, der Albaner Markus Botsari, und der Skipetare Ali Pascha Tepeleni gaben den Auftakt zum griechischen Freiheitskampf. Der hellenische Ee- schichtsschreiber Paparigopuios muß zugeben, daß im griechischen Aufstand gegen die Türken die Griechen die Seele, die Albaner den Arm darstellten. Terror war der Dank für diese Hilfe in schwerster Zeit, Terror, über dessen gefährliche Folgen man sich in Athen hätte wohl klar sein müssen.

Diesem Terrorregime stand auf der anderen Seite eine nachlässige Haltung für Fragen gegenüber, die in irgendeiner Weise mit England zusammenhingen. Ge­nau so wie im Weltkrieg ließ sich Griechenland um­garnen. Ein wirklich neutrales Griechenland war für Italien ertragbar, ein Griechenland aber, das den bri­tischen Schiffen und Flugzeugen immer mehr Unter­schlupf in seinen Hoheitsgewässern und auf seinen In­seln gewährte, mußte für Italien zu einer imensen Ge­fahr werden. Die italienische Forderung nach Stütz­punkten in Griechenland war daher ein Gebot der Stunde.

Die griechischen Zeitungen strotzten von Lügenmel- dungen der Reuter-Agentur und ihre-ganze Sprache entsprach ebenfalls dem Geist dieser Nachrichtenquelle. Flüchtlinge, die nach Italien kamen, erzählten von dieser italienfeindlichen Haltung, die sich allerorts äußerte und von den zahllosen englischen Spionen und Beobachtungsoffizieren, die das Land überschwemmten.

Griechenland hatte aber vor allem die Insel Kreta, die strategisch wichtigste Insel des Mittelmeeres, die nach ihrer strategischen Wichtigkeit so gern als das England des Mittelmeeres" bezeichnet wird, und von der aus 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein mäch­tiges Reich gegründet worden war, das eine riesige Flotte sein eigen nannte, der britischen Kriegführung weitgehend überlassen. Schon diese historische Tatsache allein beweist, welche Bedeutung diesem Eiland zu­kommt, das nur deshalb in den letzten Jahrhunderten keine Rolle spielte, weil es sich die Großmächte in rich­tiger Erkenntnis seines Wertes gegenseitig nicht gönn­ten und es lieber dem kleinen Griechenland überließen, nachdem die Vorfahren ihrer jetzigen Bewohner 400 Jahre unter römischer, dann untör bizantinischer, vene-

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London wurde vorgestern mit mehreren Hunderttausend Kilogramm Bomben belegt, 47 seindliche Flugzeuge tvuroen vernichtet.

In überseeischen Gewässern wurden wiederum drei be­waffnete feindliche Handelsschisse versenkt.

Die italienischen Truppen setzten ihren Vormarsch in Griechenland fort.

Die erste Tat der britischenHilfeleistung" sür Griechen- land besteht ,m Rand der griechischen Handelsflotte.

Aus Schweden wurden erneut britische Bomben abae- worsen. ^

Der Personenkreis der Familienunterhaltscmpsänacr wurde auf Grund einer neuen Verordnung erweitert.

Die anläßlich der Ehrung deutschen Bauerntums nach Berlin eingeladenen Teilnehmer aus dem Gau Weser- Ems berichten über ihren Empfang durch den Führer.

hartnäckige Fortsetzung der vombenangciffe

reo slugieuge im Lagesangriff London nicht mehr alleiniges flngrifisziel - vomben auch auf Schottland, Wales, Liverpool und Sstengland Lähmende und verwirrende Störung des Post- und Lelegrapiienverketirs

Stockholm. 30. Oktober.

Auch die GeneraleWetter" undWinter", aus die England große Hoffnungen gesetzt hatte, enttäuschen die britische Hauptstadt täglich mehr. Wie Reuter meldet, kamen die deutschen Flugzeuge suchen der Nacht,zum Mittivoch wieder nach

London um hartnäckig (!) ihre Bombenangriffe sortzusetzen. " ------- ... .» .-

nommen hatten. Auf eine Londoner Gegend regnete (!) es

nachdem sie bereits Tagesangrisse in großem Ausmaße nnter- Brandbomben.

Auch das Lustfrchrtmiuisterium kann nicht umhin, in amtlichen Bericht M.u«ckben, daß bei. Einbruch der

seinem

Nacht

seindliche Flugzeuge heftige Angriffe auf den Osten und Nord- "^ >.1 ,1 st) heißt es hier. Bomben auf

schaden an.

offen durchführten. L-ie Ivanen ...

eine Anzahl Punkte" und richteteneinigen Die Ä'nariiie während der DunketlM. wirb iveiter gemeldet, richteten sich gegen mehrere Stellen des Landes. Hauptsächlich wurden w auf den Südosten und das Gebiet von London ausgeführt. In zwei Städten der Midland entstanden große Brände.

Ergänzt werden diese Meldungen durch erneu Bericht der New Park Times", in dem der Londoner Korrespondent mit­teilt. daß bei den starken Tagesangrisfen am Dienstag mehr als 280 Flugzeuge eingesetzt gewesen seien. Eine Welle habe aus italienischen Bombern bestanden. ,

In der Bekanntgabe der Schwierigkeiten, die durch die Bom­benangriffe entständen, so meldet das Matt, seien die amt­lichen Stellen sehr vorsichtig und ließen nur Kleinigkeiten laut werden. So l?abe der Kongreß der Gewerkschaften eine Reihe von Konferenzen angekündigt, um die Probleme zu beraten, die sich aus dem Verlust der Arbeitszeit bei den An­griffen ergeben haben. Weiter wird gemeldet, daß das Antobus- perfoiM sich geweigert Hütte, nachts zu fahren.

AuchUnited Preß" meldet, daß weitverzweigte, aus Schott- land, Wgles, Liverpool und Ostengland in der Nacht zum Mittwoch erfolgte Angriffe zeigten, daß London nicht mehr das alleinige Ziel der deutschen Bomber sei.

Ein aufschlußreicher Bericht über die Auswirkungen der ständigen deutschen Lustangrisse findet sich in derTimes". Darin wird vor allem die völlige Desorganisation des Post-

nnd Telegraphenverkehrs nachgewiesen. Man liest dort eine Klage eines bekannten Verlegers, der mitteilt, daß er an einem Freitag seine Bank in Zentral-London beauftragte, ihm bestimmte Angaben brieflich nach Hampstead zu übersenden, so daß er sie am Sonnabend in Händen habe. Die Bank habe dies auch getan, aber den Bries habe er erst mit der zweiten Post am darauffolgenden Dienstag erhalten. Der Brief habe für jede Meile seiner Reise einen vollen Tag benötigt. Unter vielen anderen beschwert sich der Sekretär eines großen Han­delshauses darüber, daß es seit Wochen nicht möglich sei, irgendeine Telefonverbindung weder mit dem Lager noch mit der City zu bekommen. Eine Besserung dieser Verhältnisse werde amtlich nicht in Aussicht gestellt.Wir haben es schon längst ausgegeben", so schreibt der Sekretär,Telegramme zu versenden, da sie Tage (nicht Stunden) zu spät ankommen. Ein in London am Sonnabendnachmittag ausgegebener Bries wurde unserem Büro in der City erst am Donnerstag vor­mittag ausgeliefert.

Diese englischen Beschwerden zeigen objektiv und deutlich, wie sich diegeringen Gebäudcschäden", die- das britische Lust- sahrtministerium bekanntgibt, auf das geschäftliche Leben in London auswirken.