Ausgabe 
(29.10.1940) Nr. 298
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meiner kllum

parteiamtliche ^geszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Sreien Hansestadt vremen

AIUM

AnzelgSN - Grundpr?lsrs Die 1 wm hohe und 22 nur» breite Zelle im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zelle im Tertteil 75 Ermäßigte

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblott des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 299 / 19. Jahrgang

Dienstag, 29. Oktober 1949

kinzelpreis 15 Nps.

sülirer und Hure in Floren;

die kochaktuellen fragen dieser rage im Seifte der freundschast und des vündnisses besprochen

Völlige willenseinfteit

fln der vesprechung nalzmen van Mbbentrap und 6raf tiano teil

florenr, 2S. Oktober

Ver füftrer und der lluee Koben am Montag eine mekrstiindige Unterredung über die gegenwürtig aktuellen fragen gekabt, die im Seifte des vündnisses zwischen den beiden Ländern wie immer in kerzlicher form verlips und eine völlige Übereinstimmung der ftuffassungen ergab, ftn der vesprechung nakmen der Neichsminisler des fluswörtigen von Mbbentrop und der königlich-italienische ftußenmini ster Sras liono teil.

Italien fordert von Sriechenland Sarantie der Neutralität

kngland verantwortlich sür die Lage / Italienische Note überreich» / Italienische Stützpunkte gefordert

Rom, 28. Oktober.

Der italienische Gesandte in Athen. Erazzi, hat am Montag, 3 Uhr vormittags, folgende Note der griechischen Regierung überreicht:Die italienische Regierung hat wiederholt feststellen müssen, wie die griechische Regierung im derzeitigen Konflikt eine Haltung eingenommen und beibehalten hat, die nicht nur den friedlichen und freundnachbarlichen Beziehungen zwischen zwei Nationen widersprechen, sondern auch den präzisen Pflichten, die der griechischen Regierung aus ihrer Lage als neutraler Staat erwachsen.

Vie Stunden in floren;

' Begeisterung der Bevölkerung

Florenz, 28. Oktober.

Der Führer traf am Montagvormittag um 11 Uhr im Sonderzug in Florenz ei«. Der Duce erwartete den Führer auf dem festlich geschmückten Bahnhof und be­grüßte ihn auf das herzlichste. Ebenso herzlich verlies die Begrüßung der beiden Außenminister von Ribben- trop und Graf Ciano.

Die Bevölkerung von Florenz bereitete dem Führer bei sei­ner Ankunft und auf feiner Fahrt mit dem Duce durch die im Schmuck der deutschen und italienischen Fahnen pran­genden Stadt unbeschreibliche Kundgebungen der Begeiste­rung und der Freude über diesen Besuch der Führer der beiden verbündeten Mächte in Florenz. Auf dem Bahnsteig hotten sich zum Empfang des Führers ferner versammelt: der deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen, der Präfekt. der Gauleiter, der Bürgermeister und der Korpskommandeur von Florenz. Der Führer und der Duce schritten aus dem Bahnsteig die Front der Ehrenkompanie ab.

Begleitet von dem Jubel der Bevölkerung, die in unbe­schreiblichen Kundgebungen der Begeisterung ihrer Freude Ausdruck gab, sichren der Führer und der Duce sodann im Kraftwagen durch die Straßen der Stadt zum Palazzo Verchio, wo in Anwesenheit der beiden Außenminister von Ribbentrop und Graf Ciano die Besprechung begann.

Die Besprechungen zwischen dem Führer und dem Duce be­gannen 11.15 Uhr in der Sala Elemente im Palazzo Becchio. Gegen 13:45 Uhr begaben sich der Führer und der Duce mit den Herren ihrer Begleitung in den Palazzo Mccardi-Medici z« einem Imbiß, an dem außer den beiden Außenministern auch der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalseldrnarschall Keitel, teilnahm.

Gegen 15 Uhr sichren der Führer und der Tuce mit ihrer Begleitung in den Palazzo Pitti, das Florentiner Königs- schloß, in dem der Führer bereits während seine Besuches im Mai 1938 geweilt hatte. In einem der Säle des wunder­vollen Schlosses, einem Juwel der italienischen Hochrenaissance, fand aus Anlaß der Anwesenheit des Führers und des Tuce vor einem kleinen Kreis ein Konzert erlesener italienischer und deutscher Kammermusik statt'

Das Städtische Orchester von Florenz unter seinem Maestro Mario Rossi brachte mit Jolande Magnani (Sopran) und Girma Pederzini (Alt) Kompositionen aus Opern von Mozart, Cherubini sowie einen Symphonie von Cimarosa zum Vortrag. Die hervorragende Leistung der italienischen Künstler, die beste italienische Musikkultur würdig repräsen­tierten, fand den wärmsten Beifall der deutschen Gäste, an dem sich der Führer als erster beteiligte. Es entsprach dem Wesen und der künstlerischen Atmosphäre der Stadt Florenz, daß an diesem so bedeutungsvollen Tage der Duce und der Führer Zeit fanden zu der erhebenden musikalischen Feier.

Nach der Rückkehr in den Palazzo Veechio verbrachten der Führer und der Tuce noch einige Zeit in den herrlichen Räumen dieses geschichtlichen Bauwerkes aus der großen Ver­gangenheit der Stadt Florenz. Unterdessen hatte sich aus der Piazza della Signoria die Bevölkerung von Florenz versam­melt. die stürmisch nach dem Führer und dem Duce verlangte, um ihnen ihre begeisterte Huldigung darzubringen. Als dann der Führer und der Duce, von den Fanfaren der Herolde angekündigt, aus dem Balkon erschienen, brauste ihnen eine Welle der Begeisterung und des unerschütterlichen Glaubens an den gemeinsamen Sieg entgegen. Minutenlang war der weite Platz in ein einziges gewaltiges Meer überschäumender Freude und unermeßlichen Jubels verwandelt. Die Heilru?c aus den Führer und den Duce. die sichtlich bewegt der Menge sür die überwältigenden Freudenkundgcbungen dankten, wollte kein Ende nehmen. Aus der Begeisterung der Florentiner Bevölkerung sprach deutlich vernehmbar ihr Wissen um die Größe der Stunde und die geschichtliche Bedeutung des heuti­gen Tages, der in einer so entscheidenden Zeit die beiden genialen Staatsmänner in den Mauern ihrer Stadt wieder vereint gesehen hat.

Der Führer hat nach seinem denkwürdigen Tressen mit dem Duce am Montag um 18 Uhr Florenz wieder verlassen. Der Duce geleitete im Kraftwagen den Führer wiederum unter dem Beisall von Zehntauscndcn und aber Zehntausenden, die längs der Straßen Spalier standen, vom Palazzo Becchio zum Florentiner Hauptbahnhos.

Vor der Abfahrt des Zuges unterhielten sich der Duce und der Führer nochmals einige Minuten in freundschaftlichstem Gespräch und verabschiedeten sich dann auss herzlichste. Auch der Abschied der beiden Außenminister gestaltete sich nicht weniger herzlich und freundschaftlich. Unter den Klängen der deutschen Nationalhymnen setzte sich der Zug in Bewegung, während der Führer dem Duce von seinem Wagen aus einen letzten Abschiedsgrutz zuwinkte.

Wiederholt hat sich die italienische Regierung gezwungen gesehen, die griechische Regierung zur Einhaltung 'dieser Pflichten aufzufordern und gegen deren systematische Ver­letzung zu protestieren, eine Verletzung, die besonders ernst ist, weil die griechische Regierung duldete, daß ihre Terri- torialgewässer, ihre Küsten und ihre Hasen von der eng­lischen Flotte im Verlause ihrer Kricgsoperationcn benutzt werden, ferner den Nachschub der britischen Luftstreitkräste begünstigte und die Organisation eines militärischen In­formationsdienstes im griechischen Archipel zum Schaden Italiens gestattete.

Berlin, 28. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Das von Luftstreitkräften bombardierte und in Brand gesetzte 42 000 VRT. große britische Transport­schiffEmpreß of Britain", das die Engländer unter starker Sicherung durch Zerstörer und Bewacher einzubringen versuchten, ist von dem unter Führung des Oberleutnants z. S. Jenisch stehenden Untersee­boot torpediert und versenkt worden.

Vorwiegend leichte Kampfflicgerverbände führten den ganzen Tag über zahlreiche Vergeltungsangrifse auf London durch. Im Zuge dieser Kampfhandlungen griffen Kampfflugzeuge nahe der Hauptstadt gelegene Flughäfen und das Hauptluftzeugamt Henlow mit Bom­ben an und setzten zahlreiche Hallen und Gebäude in Brand. In weiteren Flughäfen an der schottischen Ost- küste gelang es bei Bombenangriffen in den frühen Abend­stunden, eine Anzahl von Flugzeugen am Boden zu zerstören. Neben anderen kriegswichtigen Zielen an der Siidküste erhielt ein Großkraftwerk mehrere schwere Treffer. Nördlich von Liverpool griff ein Kampf­flugzeug ein Rüstungswerk erfolgreich im Sturzflug an. In der Nähe von York gelang es, einen Eisen­bahnzug durch Bombentreser zum Entgleisen zu bringen.

Die griechische Regierung ist über diese Tatsachen voll­kommen aus dem Laufenden, die mehrfach Gegenstand diplo­matischer Schritte von feiten Italiens waren, die die grie­chische Regierung die sich doch der ernsten Folgen ihrer Haltung hätte bewußt sein sollen mit keiner Maßnahme zum Schuhe der eigenen Neutralität, sondern vielmehr durch Intensivierung ihrer Aktion der Begünstigung der britischen Wehrmacht und ihrer Zusammenarbeit mit den Feinden Italiens beantwortete.-

(Fortsetzung au? Seite 2)

Wie bereits bekanntgegeben, hatte der Angriff eines F-lug,zeuges etwa 300 Kilometer westlich der Nordspitze der irischen Insel auf einen stark gesicherten Geleitzug den Erfolg, daß zwei Frachtschiffe zu je 8008 BRL. schwere Volltreffer erhielten und mit Schlagseite liegen blieben.

Während der Nacht verstärkten sich die durch schwere Kampfsliegereinheitcn geführten Vombenangrifse auf die britische Hauptstadt. Außerdem wurden Industrie­anlagen in Birmingham und Coventry sowie der Hasen von Liverpool mit Bomben belegt.

Britische Flugzeuge mieden auch gestern bei Tage das Reichsgebiet. Sie flogen erst unter dem Schutz der Dunkelheit ein und griffen Wohngebiete an, wobei ein Waisenhaus, ein Altersheim und mehrere Wohnhäuser beschädigt wurden. Einige Zivilpersonen trugen Ver­letzungen davon. Der einzige Versuch, ein Jndustrieziel anzugreifen, schlug fehl. Ein Hochofen wurde durch einen Bombensplitter gestreift, aber nicht beschädigt. Der Gegner verlor gestern insgesamt 29 Flugzeuge, von denen 17 in Luftkämpfen im Raum um London, 12 auf den angegriffenen Flugplätzen zerstört wurden. Neun eigene Flugzeuge werden vermißt."

(Siehe auch unser Bild und den Bericht unseres .-Marine- Mitarbeiters im Innern des Blattes.)

kmpreß of Vritain" torpediert und versenkt

kngianö verlor sein zweitgrößtes Schiff See wekrmachtsbericht vom 2S. Vktoder

Seit Vonnerstag ununterbrochen ftngriffe

Montag tagsüber viermal fltarm IN London wieder vomben auf virmingkams Industrie erbitterte Luftkümpfe

In der Nacht zum Montag und am Montagmorgen gin nun nahezu ununterbrochen seit Donnerstagabend. Am Äon des Tages gegeben. Der einzige Trost, den das Londoner sicherung, daß der Nachtalarm vom Sonntag zum Montag zuvor ein primitives RcchcnkunststUck, wobei nämlich abgestrichen wird.

Auch seien, so behauptet die amtliche Londoner Darstellung, die Nachtangriffe nicht ganz so heftig gewesen, was sowohl sür London als auch sür Mittelengland gelte. Hierüber oars der deutschen Luftwaffe das sachverständige letzte Urteil vor­behalten bleiben. Beachtlich sind immerhin die nachträglichen Hinweise von englischer Seite darauf, wie arg es demnach in den vorhergehenden Nächten zugegangen sein mutz. Die Engländer verzeichnen aus der Nacht zum Montag im wesentlichen Angriffe auf Londons Außenbezirke mehrere Angriffe auf Birmingham, wobei vor allem wieder die Be­schädigung von Jndustrickomplexen zugegeben werden muß. sowie Aktionen gegen weitere Teile des Landes, besonders Nordwestengland.

Die Londoner Zensur arbeitet nach den Verheerungen durch die letzten, selbst von amtlicher Seite als hart gekenn­zeichneten Angrisfe drakonischer denn je. In Stockholm liegt am Montag lediglich eine amerikanische Meldung aus

brv. Stockholm. 28. Oktober, gen die Luftangrisse ans England im gleichen Stil weiter wie tag wurde um 16.3V Uhr in London bereits der vierte Alarm Lustsahrtministerium zu spenden weiß, besteht in der Ver­nicht die gleiche Rekordlänge gehabt habe wie in der Nacht die Tagesalarme zunehmen, wenn den Nachtalarmen etwas

London vor, die ganz von dem Material des Luftfahrt- ministeriums lebt und dementsprechend behauptet, die Sonntagsangriffe seien nicht so heftig gewesen wie die vom Sonnabend. Sie besagt immerhin, daß es am Sonntag in London nicht weniger als süns Alarme gegeben hat.

Gleich beim ersten Sonntagsalarm seien Bomben in viele Außenbezirke der Hauptstadt, sowie in eine Reihe von Städ­ten der umliegenden Grafschaften eingeschlagen. Als sich die deutschen Verbände zum zweiten Male London näherten, waren inzwischen starke englische Jagdkräste aufgeboten wor­den. Es entspannen sich, erbitterte Kämpfe. Die Angreifer kamen jedoch immer von neuem. Die amerikanische Meldung erwähnt, daß Leute auf der Straße beim fünften Alarm deut­sche Flugzeuge in großer Höhe von Nordosten herankommen sahen. Londoner amtliche Berichte geben zu, daß deutsche Flugzeuge auch während des Sonntags bei Tageslicht über verschiedenen anderen Teilen des Landes tätig waren.

Churchills Jndienminister Amery erklärte in einer Rede am Sonntag, England habe, indem es zwei Monate ver­schärften Luftkrieges auszuhalten vermochte, einengroßen Sieg" errungen. Aber- daran glaubt ofsenbar die Regierung selbst nicht, denn Amery ?uhr fort. die Schlacht um England sei noch nicht vorüber, und die Schlacht um das Empire werde demnächst lustiger als je entbrennen.

Nach der Meldung des Korrespondenten Reston derNew Pork Times" sind die Angriffe der deutschen Flugzeuge aus London doch recht erheblich gewesen. Der Korrespondent meldet, daß ein anhaltender Strom von Flugzeugen London bombardiert habe. Die heftigsten Luftangriffe hätten aller­dings auf den englischen und schottischen Küstenstädten ent­lang der irischen Tee gelegen. Es trete immer klarer hervor, daß die deutschen Nachtangriffe in verstärktem Maße aus die Küstcnstädte am Atlantik und aus Englands lebens­wichtige Industrieanlagen in den Midlands verlegt würden.

Liverpool sei in der Nacht zum Montag am härtesten heim­gesucht worden. Stunde um Stund« härten schwere Bomber ihre Ladungen aus die Schiffswerften und die Industrie­anlagen am Mersey abgewvrsen. Die Luftangriffe auf L. i.vcr- Pool nähmen Nacht für Nacht an Heftigkeit zu und niemand sei über das wirkliche Ausmaß des Schadens unterrichtet, da jede Veröffentlichung darüber verboten sei.

Zum Treffen Führer/Duce in Florenz

(Von unserem Lerlinsr Vertreter)

6. 11. Berlin, 28. Oktober.

Die Unterredung -es Führers und des Duce in Flo­renz, die die achte Begegnung der beiden Staatsmänner darstellt, die das neue Eruopa gestalten, findet in einer Zeit höchster politischer und militärischer Aktivität statt. Die letzten Wochen haben Schlag auf Schlag die Briten politisch isoliert und ihnen weitere Betätigungsfelder intriganter Einflußnahme genommen. Zunächst kam die große Absteckung der politischen Machtsphären in Europa/ Afrika unter der Führung der Achsenmächte und im großostasiatischen Raum unter der Führung Japans. Es erfolgte die Brenner-Besprechung, die besonders der kon­kreten Eestaltungsarbeit im europäischen Raum galt. Der Donauraum war vorher schon geordnet worden, nun folgte der Richtung der diplomatischen Aktion nach Westen hin. Auch hier mußte England sehen, daß es von der Leitung der Völkergeschicke auf dem europäischen Kontinent ausgeschaltet ist. Die Unterredung des Füh­rers mit dem Staatschef Franco bedeutete die Klärung der europäischen Situation an einem entscheidenden Punkt, an der Uebergangsstelle vom europäischen Raum zur koordinierten afrikanischen Sphäre.

England mußte erkennen, daß das den Achsenmächten befreundete und ideologisch nahestehende Spanien in keiner Weise mehr auf Einwirkungsversuche reagiert, die von dem Britannien ausgehen, das bis zuletzt ver­sucht hat, Spanien in Abhängigkeit zu halten. Es folgte das Gespräch mit Petain. Und auch hier erwies sich, daß die Männer, die das Schicksal Frankreichs nach seiner Niederlage, die es an der Seite Englands erlitt, führen, erkannt haben, daß ohne Illusion über die Folgen der eigenen Politik der Vergangenheit, die zum Zusammen- bruch der französischen Großmacht und ihrer totalen Niederlage führte, daß in dem Weg zu dem neuen Europa eine Chance sür Frankreich liegt, wenn es den auf­bauenden und vorwärtsweisenden Willen des Siegers versteht. Die Solidarität eines ganzen Kontinents ist so im Werden.

Seit der letzten Vrennerzusammenkunft ist die Linie der Politik der Achse weitergeführt auf das Ziel, mit dem konstruktiven Aufbau Europas zugleich, die Macht des Unfriedens, des Prinzips des Eegeneinanderspielens der Festlandsmächte, endgültig aus Europa auszuschal­ten, und zugleich den Marsch der militärischen Ueberwin­dung durch diese Aktion zu beschleunigen und konsequent bis zum Niederbruch Englands weiterzuführen. Die euro­päische Ordnung ist im Werden, in ihr hat das befreun­dete Spanien seinen Platz, in ihr kann ein aufbauwilliges Frankreich den ihm gebührenden Platz sich verdienen. Dazu gehört nicht nur das Tragen der Folgerungen der eigenen Kriegsschuld und des Kriegsanteils, sondern auch die Bereitwilligkeit zur Sicherung gegenüber mög­lichen Versuchen neuer Einwirkungen raumfremder Mächte gegen die Solidarität des neuen Europas und seines dauernden Friedens. In diesem Rahmen würde Frankreich auch seine eigene Sicherheit finden.

Die Einwirkungsrüume englischer Kriegsausweitungs­politik, der das Reich und nun gemeinsam die Achse in stets erfolgreicher Form zu begegnen gewußt haben, sind fo zur schweren Sorge und politischen Erschütterung der Briten immer stärker eingeengt worden. Selbst Aegypten hat bisher sich im Osten des Mittelmeeres aus der Aus­einandersetzung Italien-England herausgehalten. Hier im östlichen Mittelmeer war nun das Feld letzter ver­zweifelter Anstrengungen, die durch die Eden-Reise ge­kennzeichnet waren. Dabei galt schwerster Druck der bri­tischen Einflußnahme vor allem auch Griechenland, das schon un Weltkrieg schließlich der gewaltsamen Pression Englands und Frankreichs nicht widerstand. Der Secret Service hat alle Anstrengungen gemacht, die Span­nungszustände an der albanisch-griechischen Grenze zu schüren und zu steigern, um Griechenland in diesen Krieg hineinzuziehen. England hat dabei ohne Frage in der Entwicklung steigender Spannungen von seinen Kon­trollstellungen Gebrauch gemacht, die es z. B. auf Grund einer Anleihe über die griechischen Finanzen besaß. Auch die englischen Ausbilder der griechischen Armee dürften ihr Teil dazu beigetragen haben. Griechenland zu einem

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Zur Besprechung der augenblicklichen politischen Lage trafen sich der Führer und der Duce in Florenz.

Italien richtete an Griechenland eine Note mit der For­derung aus unbedingte Neutralität und Freigabe von Stützpunkten für Italien.

Laval wurde zum französischen Außenminister ernannt. Die deutsche Luftwaffe setzte mit starken Kräften ihre Angrisfe gegen London und andere Hasen und Industrie­zentren fort.

Oberleutnant z. S. Jenisch versenkte durch zwei Torpedo- schusse den bereits vor Tagen durch eine deutsche Flieger­bombe getroffenen NiesendampferEmpreß of Britain". Italiens Luftwaffe bombardierte wirkungsvoll militäriscüe Ziele in Nord- und Ostafrika.

Der Führer verlieh vier verdienten U-Boot-Ossizieren das Nftterkreuz.

Eine deutsche Wirtschaftsdelegation begibt sich in diesen Tagen zu Verhandlungen nach Moskau.

Auch in diesem Jahr wird die Reichsbahn zu Weihnach­ten keme Erweiterung des Fahrplans vornehmen. Anläßlich der bevorstehenden Ausgabe der ersten Kric-gs- krastfahrscheinc besuchte dieBZ." einen Lehrgang in der NSKK.-Schule Strom.