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greinn zeltunn
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parteiamtliche Lageszeitung
Sas Amtsblatt des legierenden lürgermeisters der Zreien liansestadt vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlialkers in Oldenburg und vremen
Nr. 2S^ / 10. Jahrgang
Montag, 28. Oktober 1S48
Linzeipreis 15 Npf.
Mit verstärkter Wucht
Unsere Jäger kämpfen in ununterbrochenen Angriffen den weg für unsere vomber frei
vemerkenswerte kingeständnisse
Nie Nflf. leidet Mangel an Nachwuchs — Iroftlase Lage arbeitsloser frauen
Berlin, 27. Oktober.
Am 26. Oktober griffen deutsche Flugzeuge in ununterbrochener Folge die britische Insel und ihre Hauptstadt an. Trotz des Einsatzes starker Abwehrkräste des Gegners kämpften unsere Jäger dem Weg durch den Sperrgürtel Londons frei und ermöglichten ihnen dort den wirkungsvollen Abwurf ihrer Bomben. London hatte bereits am frühen Nachmittag zum achten Male Fliegeralarm. Im Laufe des Tages wurden nach bisher vorliegenden Meldungen sechs feindliche Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge gingen verloren.
Die deutsch-italienischen Lustangrifse aus englisches Gebiet am Sonntag gingen in großem Umsang weiter. Von englischer Seite muh das ausdrücklich zugegeben werden. Amtlich wird außerdem nunmehr eingeräumt, daß die Angriffe in der Nacht zum Sonntag die weit ausgedehntesten des ganzen Krieges waren. Tie Londoner Alarmdauer erreichte Rekordstand. Nahezu 14 Stunden mußten die Bewohner der englischen Hauptstadt ununterbrochen in den Schutzräumen zubringen, während säst unaushörlich die Bomben aus alle wichtigen Teile der Riesenstadt sielen.
Kaum war der Nachtalarm zu Ende, da begannen neue Aktionen. Es kam dabei, den englischen Mitteilungen zusolge, zu heftigen Lustkämpfen. Im Lause des Sonntags folgte nahezu ein Alarm dem andern im ganzen Bereich von Größ- London. Tie amtlichen englischen Berichte geben ein „gewisses Ausmaß der materiellen Schäden" zu, nicht nur im Londoner Bereich, sondern insbesondere auch in Mittelengland. Sie behaupten aber, daß sich das Dachwärtcrsystem zur Aufrechterhaltung der Produktion auch während so lange ausgedehnter Alarme ausgezeichnet bewährt habe. In ganz England seien ION Schulen zur Ausbildung solcher Dachwärtcr ins Leben gerusen worden.
In dem amtlichen Bericht des britischen Luftsahrtministe- riums und des Ministeriums siir die innere Sicherheit vom Sonntagmorgen wird bei aller „Bescheidenheit", mit der sich diese Behörden in ihren Meldungen über die Tätigkeit der deutschen Flieger befleißigen, immerhin eingestanden, daß ,,die seindliche Tätigkeit über dem Lande sehr ausgedehnt" war. Die Hauptkräfte des Feindes seien gegen London eingesetzt worden. Der Angriff habe kurz nach Einbruch der Nacht begonnen. Im Londoner Gebiet seien „Häusern und Buden" Beschädigungen zugefügt worden. Auch seien „einige Brände" entstanden, die jedoch, so beeilt man sich zu versichern, schnell gelöscht oder unter Kontrolle gebracht worden seien.
Der Ausdruck „Buden" scheint ein neues technisches Hilfsmittel der Londoner Verncbclungszcntrale zu sein. Entweder handelt es sich tatsächlich um Buden, dann wird damit amtlich die Rückständigkcit der britischen Sozial- und Wohnungspolitik eingestanden, die es bei allem Reichtum der führenden Schichten fertiggebracht hat, in der Hauptstadt des Weltreiches zahlreiche Buden stehen zu lassen. Oder aber das Wort Buden ist nur der Ausdruck dafür, daß außer den erwähnten Häusern noch etwas anderes beschädigt wurde, so daß man mit diesem Ausdruck vielleicht auch Lagerhäuser, Speicher, wenn nicht gar Fabrikanlagen schamhaft zu verbergen versucht.
„Riesenangrisfe gegen England", „Große Brände rasen in vielen Städten", „Furchtbare Bombennacht in ganz England", „Ununterbrochene Angriffe von der Kanalküste und von Norwegen her" — so verkündet in Riesenüberschristen die Stockholmer Sonntagabendpresse auf Grund der inzwischen eine getroffenen Berichte über Sie Einzelheiten der leisten Lust kriegsvorgänge. Die Londoner Zensur hat keinerlei nähere Augenzeugen- oder Beobachterschilderungen von neutraler Seite durchgelassen. aber die gemeinsame amtliche Mitteilung des englischen Luftfahrt- und Sicherheitsministeriums spricht deutlich genug von der Schwere der Angriffe, die am Sonn-
Nudolf fteß an Sauleiter sorster
Tanzig, 27. Oktober.
Der Stellvertreter des Führers hat an Gauleiter Albert Förster folgendes Telegramm gerichtet:
„Lieber Partcigenosse Förster! Am Tage, an dem Ihnen vor zehn Jahren der Führer das Tanziger deutsche Bolkstum zu treuen Händen gab und von dem an Sie nun zehn Jahre das Schicksal dieser deutschen Stadt in seinem Austrage gestalten. gedenke ich in nationalsozialistischer Verbundenheit Ihrer und Ihrer großen Leistungen, die mit der Entwicklung des neuen Teutschen Reiches unlösbar verbunden sind. Uebcr- Mitteln Tie bitte meine Grüße und mein Bedauern, heute nicht bei Ihnen sein zu können, allen Danziger Parteigenossen und insbesondere den alten Kämpfern.
Heil Hitler! (gez.) Rudolf Heß."
tag weitergingen. Es heißt darin: „Die Lufttätigkeit de^ Feindes gegen Großbritannien in der Nacht zum Sonntag war sehr umfassend. Die Hauptangrifse wurden gegen London und Mittelengland vorgetragen. Die Angriffe begannen nach Einbruch der Dunkelheit und wurden mehrere Stunden nach Mitternacht, wenn auch mit etwas verringerter Heftigkeit, kräftig sortgeseK." Auch aus dem Londoner Gebiet werden Häuser- und Geschäftszerstörungen sowie der Ausbruch einer Anzahl von Bränden gemeldet, die freilich „schnell" gelöscht oder „begrenzt" worden seien.
Nach den englischen Andeutungen ist besonders schlimm ein Angriff gegen Birmingham gewesen, gegen das sich seit einigen Tagen — gerade nachdem die Engländer soeben noch die mittelenglische Industrie als relativ wenig gestört hingestellt hatten —, mit wachsender Intensität ein Schwerpunkt vieler Aktionen verlagert hat. Der amtliche englische Bericht spricht von einem intensiven Angrisf unter Abwurf einer großen Zahl von Brandbomben. Die Feuerwehren griffen ein und bekämpften die Feuersbrünste, von denen einige von großer Ausdehnung waren. Auch Sprengbomben richteten in diesem Gebiet Schaden an. Nach den bisher vorliegenden Angaben ist die Zahl der Opfer — auch der Todesopfer — größer als bei irgendeinem früheren Angrisf aus diese Stadt.
Die amtliche englische Darstellung erwähnt schließlich Angriffe auf Plätze in Südostengland, wiederum mit Ausbruch neuer Brände und anderen Schäden, sowie isolierte Angriffsaktionen gegen andere Punkte Englands.
Ein amerikanischer Bericht aus London besagt über die Angrisfstätigkeit im Lause des Sonnabend, daß die englische Abwehr in nahezu ununterbrochener Tätigkeit gehalten wurde vom Morgen bis zum Abend — und dann begann nach Mitternacht der Nachtangriff. Sieben Alarme während der Tagesstunden rief die anhaltende Angriffstätigkeit hervor. Es sei zu außerordentlich listigen Kämpfen über der Hauptstadt selbst gekommen sowie zu zahlreichen Bombeneinschlägen.
Zwei neue Maßnahmen der englischen Behörden, über die der Außenwelt nichts mitgeteilt worden ist, gaben wichtige Hinweise auf das Ausmaß gewisser Noterscheinungen aus Grund des verschärften Luftkrieges und der Blockade. Die englischen Eisenbahnen und die Londoner Verkehrsgesellschafteu haben ein besonderes Informationssystem eingerichtet, um Fahrgäste über alle Aenderungen im Verkehrswesen sofort zu unterrichten, besonders über neue Linienführungen, Verspätungen, Verkehrseinstellungen usw. Das englisch« Bersvr- gungsministerium hat ferner einen Arisrüf an alle Engländer gerichtet, Schrapnell- und Granatsplitter von Abwehrgeschossen zu sammeln. Das Münitionsministerium ist der Ansicht, daß es sich hier um einen wichtigen nationalen Rohstoff handelt, da diese Mengen von Metall sehr wohl wieder verlvendet werden könnten. Es sollen daher auf Straßen, Bahnhöfen, in Büros und Schulen Körbe zur Sammlung von Granatsplittern aufgestellt werden. Bei den ungeheuren Mengen, die von der englischen Flak allnächtlich gerade über London ausgeschüttet werden, hoffen die Behörden auf ein ansehnliches -Ergebnis dieser Sammlung.
Wegen des Pilotenmangels im englischen Flugloesen sind jetzt weibliche Flieger, die bisher nur zu Hilfsdiensten benutzt wurden, auch zum .Heeresdienst vermehrt herangezogen worden. Nach einer Londoner Eigenmeldung des „Svenska Tag- bladet" sind 25 weibliche Piloten damit beschäftigt, neue Militärflugzeuge von den Fabriken zy den Flugplätzen zu fliegen oder anderweitig bei Ablieferungen und Einfliegen dieser Apparate behilflich zu sein. Die Leiterin dieser weiblichen Fliegergruppe, Kapitänin Pantine Grower. und die 15 tüch- (Fortsetzung aus Seite 2)
See Vericht des OKW. vom 2?. Oktober
Schwere vombenlreffer ach die „kmpreß oj Vritain" - riejangriffe auf kläglichen in NordschoNIand
wieder britische überkälle ach deutsche wotinbäuser
Berlin, 27. Oktober.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Unsere leichten und schweren Kampffliegerverbände setzten am gestrigen Tage und zum Teil unter Vegleit- schutz von Jägern ihre Angriffe auf London und andere Orte in Süd- und Mittelengland fort. Trotz stellenweise starker Jagd- und Flakabwehr gelang es, kriegswichtige Ziele erfolgreich mit Bomben zu belegen. Besonders heftige Explosionen konnten in einer chemischen rzabrik in Birmingham beobachtet werden.
Wie bereits bekanntgeqeben, erhielt 106 Kilometer westlich von Irland das 42 »00 BRT. große Transportschiff „Empreß of Britain" einen so schweren Bombentreffer, daß es in Vränd geriet und die Besatzung in die Boote gehen mußte.
In der Nacht führten unsere Kampfsliegerverbiinde in pausenlosen Einsätzen ihre Angriffe auf die britische Hauptstadt weiter fort. Zahlreiche Bomben wurden ferner auf Industrieanlagen in Birmingham und Coven- trq sowie auf den Hafen von Liverpool abgeworfen.
Schwächere Kampffliegerernheiten belegten wieder bri- tische Flughäfen in Nordschottland in kühn geführten Tiefangriffen mit Bomben und setzten Hallen und Unterkünfte in Brand.
Feindliche Flugzeuge flogen in der Nacht zum 27. Ok- tober in Deutschland ein und versuchten, Städte und Industrieanlagen in Nord- und Mitteldeutschland anzugreifen.
An einer Stelle wurde ein Treffer in einer Fabrik erzielt, bei dem ein Arbeiter getötet und Gebäudeschaden verursacht wurde. Ein feindliches Flugzeug warf auch
auf die Neichshauptstadt Bomben, die hier, wie in anderen großen Städten, nur Wohnhäuser beschädigten. In Belgien wurden mehrere Zivilpersonen durch Sprengbomben getötet und verletzt sowie mehrere Wohnhäuser getroffen.
Der Gegner verlor gestern neun Flugzeuge. Vier deutsche Flugzeuge werden vermißt.
ist
Wie nachträglich bekannt wird, hat der Angriff auf London in der vergangenen Nacht zahlreiche Explosionen und Brände im Gebiet von Ereenwich, Lewis- ham, Deptsord und Bermondseq zur Folge gehabt. Besonders starke Brände konnten in den Stadtteilen von Kensington und Cricklewood beobachtet werden.
Im Laufe des Sonntags griffen zahlreiche leichte Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Punkte in Südostengland an, wobei «. a. ein Nachschublager der britischen Luftwaffe sowie ein großes Kraftwerk schwer getroffen wurden.
Beim Durchbrechen der Luftsperre kam es zu mehreren Luftkiimpfen, in deren Verlauf acht britische Jäger abgeschossen wurden. Fünf deutsche Flugzeuge werden vermißt.
Nordwestlich Irland wurde im Atlantik von einem unserer Flugzeuge ein Geleitzug von 26 Handelsschiffen, sechs Zerstörern und acht Bewachungsfahrzeugen angegriffen. Im Tiesanflug erhielt ein Frachtschiff von 8060 Tonnen zwei Volltreffer auf Brücke und vordere Ladeluke, ein weiteres von gleichfalls 8000 Tonnen zwei Volltreffer ebenfalls auf die vordere Ladeluke. Beide Schiffe blieben mit Schlagseite liegen.
plutokratie ist krumpf
l-estöndnifse und leere Versprechungen des britischen flrbeitsministers — vas ist britische flrbeiterbetreuung
Berlin, 27. Oktober.
Zwischen den Zeilen einer Rundfunkansprache des britischen Arbeitsministers Bevin kann man lesen, welche Sorgen die Londoner Plutokraten haben, um das englische Volk heute noch in Illusionen zu wiegen. Bevin versucht vorzutäuschen, daß die Produktion in England immer größer werde und gleichzeitig den Arbeitern Honig um den Mund zu schmieren mit der Bemerkung, die Regierung danke ihnen dafür, daß sie dem Ruf zu verstärkter Leistung gefolgt seien.
Dabei gesteht er ein, daß es der plntokratischen Regierung vor allem daraus ankomme. Waren und Rüstnngsmatcrial so billig wie möglich zu produzieren, „und zwar mit Rücksicht auf die gewaltige Kriegsschuld des Landes" Mit anderen
Worten: Englands Lage ist so, daß sich den finanziellen Absichten der Plutokratie alles unterzuordnen hat. Niemand dürfe ungehalten sein, ivenn der Betrieb bei der Post nicht mehr klappe, und niemand dürfe in England über einen Mitarbeiter knurren.
Diese Beschwörung ließ erkennen, daß das englische Volk bereits so vernehmlich knurrt, daß die Plutokraten es hören.
Es wird daher für notwendig gehalten, dem englischen Arbeiter einmal zu sagen, wofür er eigentlich die Anstrengungen und Opfer auf sich nehmen soll, die von ihm verlangt werden. Als Antwort auf diese Frage versprach der britische Arbeitsminister der ganzen Welt eine „neue Wirtschaftsordnung" lind die Sorge dafür, „daß es nicht mehr jene Arbeits- losen-Massen gäbe, die früher in säst allen europäischen Staaten bestandenst Dabei vergaß er leider zu erwähnen, daß den jungen Völkern das niemand mehr zu versprechen braucht, denn sie kennen Arbeitslose schon seit langem nicht mehr, daß aber die Wirtschaftsordnungen, die so dringend einer Verbesserung bedürfen, in plntokratischen Staaten, also z. B. in England, anzutreffen sind, in denen die Arbeits- 4osenziffern auch heute ständig zunehmen. Mit anderen Worten: Dem englischen Arbeiter wird etwas versprochen, was dem deutschen im nationalsozialistischen Staat als eine Selbstverständlichkeit längst erfüllt wurde. Laß es sich dabei auch noch »in ein leeres Versprechen handelt, ist zwischen den Zeilen der Ministerrede ebenfalls deutlich zu lesen, denn die Forderungen, die Bevin, ehe die Regierung an eine Gegenleistung oder auch nur Aenderung der Sozialpolitik denkt, an die Arbeiter stellte: — „die Arbeiter müssen dem Staate ihre Ersparnisse zur Verfügung stellen"; „selbstverständlich verlange
England von allen Arbeitern das Höchste" — verraten mit jedem Wort den Geist des Ausbeuters, wenn nicht gar der Sklavenhändler, der Vorfahren der heutigen Plutokraten.
Viel besser als die Rede Bevins illustriert dir Meldung des Londoner Nachrichtendienstes die tatsächliche Lage der englischen Produktion, nach der jetzt auch Bomben- und Granatsplitter in England als Altiyaterial gesammelt und an die Behörden abgeliefert werden müßten. Dieses Eingeständnis des immer bedrohlicheren Rohstoffmangels in England ist die sinngemäße Ergänzung einer Aeußerung, in der der britische Sachverständige sür Wirtschastssragen, Sir Cecil M. Weir, Mitglied des Exportausschusses der britischen Handelskammer, kürzlich gewunden, aber doch deutlich genug die schwere Beeinträchtigung der englischen Produktion durch die deutschen Luftangrijfe zugegeben hat. In seiner Erklärung findet sich z. B. der Satz: „Wir können durch die Lust- angrissscrsahrungcn der letzten zwei Monate gehen, ohne Verluste in der Produktion in gewissen Gebieten festzustellen. Bisher ist dieser Verlust aber nicht so schwer gewesen, wie man es hätte annehmen können." Wenn man den Stil derartiger britischer Veröffentlichungen kennt, weiß man, was diese Worte in sich schließen.
Jllusionsseifenblasen zerplatzen
G.'kl. Berlin, 27. Oktober.
England, das militärisch wie politisch von dem europäischen Kontinent ausgeschlossen ist und seine traditionelle Rolle der Störung gesunder Entwicklung des kontinentalen Europas nicht mehr weiterzuführen in der Lage ist, sucht diesen Verlust mit allen Mitteln Chur- chillscher Lügenagitation nach außen hin zu verdecken und zu vertuschen. Churchills Druck auf den Knopf hatte im allgemeinen bei der englischen Presse auch entsprechende Wirkungen, es gibt aber auch Stimmen wie die der „Daily Mail", die vor der Uebertreibung des Illusionismus warnt und zum Ausdruck bringt, daß Britannien mit seinem Empire jetzt vor der größten Drohung steht, die jemals gegen sein Land und gegen seine Sicherheit gerichtet war. Das Blatt kann auch nicht verleugnen, daß die politische Strategie des nationalsozialistischen Deutschland, die heute vom Führer gegen England angewandt wird, kein Zeichen der Schwäche, sondern ein Zeichen der Stärke ist, denn so meint das Blatt, der Führer könne seinen Willen durchführen.
Hier kommt eine englische Zeitung in ihren Betrachtungen zu einer Desillustonierung, die eine Parallele in der Rede des Arbeitsministers Bevin hat, der gezwungen ist, in ganz krasser Form von dem englischen Arbeiter größte Opfer für die Plutokraten zu verlangen, indem er von ihnen fordert, daß Rüstungsmaterial so billig wie möglich herzustellen mit Rücksicht auf die gewaltige Kriegsschuld des Landes und daß aus diesem Grunde die Lohnpolitik nicht geändert werden kann. Der englische Arbeiter muß also sür die Plutokraten, die dann, wenn der Krieg in sein entscheidendes Stadium tritt, sich nach Kanada zurückziehen werden, nicht etwa nur auf eine gewünschte Reallohnerhöhung verzichten, sondern auch die starke Steigerung der Lebenshaltung ohne Ausgleich auf sich nehmen.
Hier wird also kräftig Wasser in den Wein der Jllu- sionsagitation gegossen, die mit den Phrasen von den Erfolgen Britanniens und den Mißerfolgen der Achse nur so um sich wirft. Im übrigen wird dieser Lügen- feldzug die souveräne Führung der kontinentalen Geschicke durch die Achse und den Weg zum neuen Europa, der allen aufbauwilligen Kräften freisteht, nicht zu stören vermögen, ebenso wenig, wie Britannien seinem endgültigen Schicksal entgehen wird.
In diesen Tagen begeht Italien den Tag des Marsches auf Rom, die Wende und das Fanal des Werdens eines neuen Italiens. Hier vollzog Italien seinen ersten Schritt zu der Form des völkisch-organisch gegliederten Staates, der die Grundlage des neuen Europas abgibt und der seine führende Prägung im nationalsozialistischen Deutschland und faschistischen Italien erfuhr. Spanien folgte mit seiner Erneuerung nach dem siegreich verwundenen Bürgerkrieg und es suchte konsequent den Weg an der Seite der befreundeten Völker, die den Kontinent neugestalten. Die Wege zur Neugestaltung wurden nach der Beendigung des von England heraufbeschworenen kontinentalen Krieges von den Achsenmächten zuerst im Südosten beschritten. Nun folgte die Hinwendung zum Westen mit den historisch bedeutsamen Gesprächen des Führers mit Franco und Petain. Spanien hat schon seine Wahl seit seiner inneren Erneuerung getroffen. Das Frankreich der dritten Republik hat den Weg der Persöhnung, dem der Führer ihm wiederholt angeboten hatte, seit 1933 und vor allem nach der Rückkehr der Saar nicht beschritten. Es hat sich im Jahre 1939 wieder einmal England als „Festlandsdegen" im vollen Umfang zur Verfügung gestellt. Es hat den Krieg mit England zusammen gewollt, es hat ihn vorbereitet, — wenn auch mangelhaft — es hat ihn geführt und verloren. Nun muß es aus dieser Entwicklung die Konsequenzen ziehen und die Folgen tragen. Darüber besteht kein Zweifel. Aber es hat nun die Wahl der Entscheidung für ein neues Europa, das sich im Aufbau befindet und für das eine Neuordnung gefunden wird, die durch die Ausscheidung des Friedensstörers England die Sicherheit eines längen Friedens gewinnen soll.
Schon der Waffenstillstand von Compiegne im Juni 1940 hat Frankreich gezeigt, daß das Deutschland Adolf Hitlers wohl die sinnlosen Entwürdigungen von 1918
Die deutsche Luftwaffe richtete wieder ununterbrochene schwere Angriffe aus die Briteninsel. Außer dem 42 000 BRT. großen Transportschiff „Empreß of Britain" wurden zwei weitere britische 8»»ü-Tonnen-Dampser von Bomben schwer getrosten.
Japanische Flieger zerstörten eine chinesische Flugzeug- sabrik.
Anläßlich des Jahrestages des Marsches auf Rom wurden dem Duce begeisterte Huldigungen dargebracht.
In der Haupttagung des VDA. in München gaben deutsche Volksgruppenführer Rechenschaft über ihre volks- politische Ausbauarbeit.
Kreisleiter Blanke eröffnete die Ausstellung „Koloniales Schrifttum" im Museum.
Die 18jährigen Bremer Hitlcrjungen wurden in die RS- DAP. und ihre Gliederungen eingewiesen.
Die Bremer Ortsgruppe des Fascio beging den Jahrestag des Marsches auf Rom.
Im Wiederholungsspiel unterlag Nicdersachscn mit 1:2 gegen Bayern.
Werder wurde in der Kampfbahn von Blumenthal 0:1 geschlagen.
Die Schwimmwettkämpfe im Hansabad hatten eine Beteiligung von 20g Aktiven.