Sricheknk 7mal wächenkll'ch
Monacsbezug 2^K) etnscht. Zustellgebühr: Postbezua-vres« meoatl
2LV seinschl. 28.7 M Post- zektvnaSaesiüh?) ruzsigf 4 ? 7-y,/ Bestellgeld. Ve-uaSvrel» kft im tzorovs »asiltzalk. Postscheck: Hgmllnvg 17272 Eine Behinderung 5sr llsekernns reckffertsgt keinen Anspruch av Nückwhlung deS Re,nnSn'»tte« Verlag: NS-Nav8erlo- Wele» ^mS GmbH., Bremen. Teeren 6-8. Fernlvr.: 8 4l 21. Nachtr. a. Gonntg. 51118. Spe e N-« Detkag? «InU 12—18 Mr: SchrsfklestmM DienS- tag und Freitag 12V»—181/4 gtz.
vreMi Mim
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsdlatt des legierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen
M
Nnsekgen - Grundpreise;
Dle i nun hohe und 22 aun drelte Zelle tm Anzeigenteil 18 Die 78 mw breite und 1 mu> hohe Zeile im TertleN 75 Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u. Fomi'.'en- anzrl-i^^ «. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 3 Nachlaßstaffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An- nahmeschiuß 16 Uhr- Geschäftsstellen: Vn Bremen: Am Geeren Nr. 6,8. Fernspr. 5 4121. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 511 is, Obernstraße 88» Fernspr. 54121. Vn Svke: Mühiendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Bremens
Bauliches verkündungsblott des Neichsstatchallers in oidenburg und Bremen
Nr. 2S4 / 10. Jahrgang
Freitag, 23. Oktober 1940
kmzelpreis 19 Bps.
vedeutsame vegegnungen
Verführer empfing MarschallPetaln Spaniens neuer Weg vargezeichnet
Besprechungen in öe-enwart von Mbbentrap und Laval
Starkes Presseecho — „7m Seifte war auch Italien zugegen'
vwv. JnFrankrelch,S4. Oktober
Der Führer empfing am Donnerstag den französischen Staatsches und Präsidenten des französischen Ministerrates Mavschall Petain. Bei der Besprechung waren der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und der Vizepräsident des französischen Ministerrates Lava! zugegen.
Ueber den Verlauf der heutigen Begegnung deS Führer» mit dem französischen Staatsches Petain erfährt das DRB. noch folgende Einzelheiten:
Tie Besprechungen des Führer» mit dem französischen Staatschef Marschall Petain in Gegenwart deS Vizepräsidenten des französischen Ministerrats. Laval» und des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop fand am Donnerstag am späten Nachmittag im Sonderzug des FührerS aus einem kleinen Bahnhof im besetzten Kehlet Frankreichs statt.
Marschall Petain. der an der Demarkationslinie von Botschafter Abetz erwartet wurde, tras mit dem Vizepräsidenten Laval im Kraftwagen am Besprechungsort ein. Ein Bataillon des Heeres erwies dem französischen Marschall durch Präsentieren die Ehrenbezeugung. Am Eingang zum Bahnhofsgebäude empfingen der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und der Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalseldmarschall Keitel. mit dem Ches des Protokolls, Gesandten von Törnberg. die französischen Staatsmänner und geleiteten sie zum Sonderzug, wo der Führer vor seinem Wagen den französischen Staatsches erwartete. Im Salonwagen des Führers nahm daraus die Besprechung ihren Ansang.
Nach Beendigung der Besprechung geleitet« der Führer den französischen Staatsches zu seinem Wagen. Auch bei der Abfahrt wurden Marschall Petain militärische Ehrenbezeugungen erwiesen.
See LaudMo keim süftrer
änb. JnFraukreich,24. Oktober.
Im Laufe des Mittwochabend war der Candill» Gast des Führers im Salonwagen zu einem Imbiß, an dem ferner eine Reihe der anwesenden deutschen und spanische« Persönlichkeiten teilnahmen. Nach Beendigung der Besprechung schritt der Führer mit dem Caudillo persönlich die Front des Ehrenbataillons ab und geleitete seinen hohen Gast zum Sonderzug, wo er sich von ihm aus das herzlichste verabschiedete. Der Sonderzug des spanischen Staatschess verließ daraus in langsamer Fahrt den Bahnhof, während das Musilkorps des Ehrenbataillons die spanische Nationalhymne intonierte.
Srößle Verlegenkelt In London
dv. Stockholm. 24. Oktober
Die Zusammenkunft des Führers mit General Franco hat England — und man kann Wohl sagen, die Welt — genau so überrumpelt, wie das vorher von dem Empfang Lavals durch den Führer festgestellt werden mutzte. Um den Sinn dieser aufeinanderfolgenden Besprechungen aus die Spur zu kommen, wird man in London nicht müde, sich in Kombinationen und Gerüchten zu ergehen. Am Donnerstagmorgen wurde von London aus. ohne datz man den eitlen Versuch unternommen hätte, seine völlige Uninsormiertheit und starke Unruhe zu verbergen, lediglich erklärt: Was auch hinter alle diesem Kommen und Gehen stecken möge. England sei auf alles „vorbereitet".
Spanien gegenüber herrscht vorläusig noch einige Zurückhaltung. Aber gegen Frankreich werden von London aus die
tuftmarschall Pierse verunglückt
kv. Stockholm. 24. Oktober.
Die englische Oeffentlichkeit erfährt soeben von einem aus- sehenerregenden Flugzeugunglück in der englischen Luftwaffe. Der Lustmarschall Pierse, während des Frankreichfeldzuges Oberkommandierender der englischen Luststreitkräste auf dem Festland, ist nach einer kurzen Londoner Meldung bei einem Flugzeugzusammenstoß getötet worden. Da der hohe Ossizier vermutlich nicht allein flog. sondern sich aus einem Inspektionsflug befand, ist mit der Möglichkeit zu rechnen, datz noch weitere namhafte Personen der englischen Luftwaffe ums Leben gekommen sind.
Töne bereits aggressiver. Die Londoner Presse stellt die Unterhauserklärung Butlers heraus, datz England bei etwaigen weiteren feindlichen Handlungen wie gegen Gibraltar — das Beispiel wurde sicher nicht ohn« Seitenblick auf Spanien gewählt — zeigen werde, datz eS mit solchen Handlungen fertig zu werden verstehe! Ein schwedischer Beobachter in London, der Vertreter der „Dagens Nhheter", erklärt am Donnerstagmor- gep. Lavals Tätigkeit werde in London „aus Prinzip" als verdächtig beurteilt. Nach Londoner Ansicht sei jedenfalls in der ganzen Regierung Petain Laval der dunkelste Punkt, während man Petain selbst und andere leitende Männer neuerdings mal wieder als „irregeleitete französische Patrioten" zu behandeln sucht.
Gleichzeitig aber rühmt sich die englische Blockadepolttkk ihrer Heldentaten in den Aushungerungsversuchen gegen Frankreich und die übrigen besetzten Gebiete, und in den glühendsten Farben wird der sogenannte Vernichtungskrieg gegen die französischen Häfen und Küstenorte geschildert. Diese Bombardements seien daraus abgestellt, die Benutzung der Kanalhäfen für die Deutschen unmöglich zu machen, wird in Londoner Darstellungen erklärt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um den wildesten Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung und nichtmilitärische Objekte gegen ein angeblich befreundetes und bisher verbündetes Land, daS man „befreien", in Wirklichkeit mit den scheußlichsten Mitteln weiterhin terrorisieren will.
Berlin, 24. Oktober.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Infolge der ungünstigen Wetterlage über den britischen Inseln beschränkte sich die Tätigkeit unserer Luftwaffe am gestrigen Tage auf bewaffnete Aufklärung, wobei Bomben auf London und eine Fabrikanlage in Mittelengland abgeworfen wurden. In der Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge wieder die britische Hauptstadt mit zahlreichen Bomben an. Einige feindliche Kriegsfahrzeuge» die sich in diesigem Wetter der flandrischen Küste zu nähern versuchten» wurde« durch Marineartillerie vertrieben. Britische Flugzeuge flogen in der Nacht zum
Rom, 24. Oktober.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut:
„Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrila hat der Feind unsere vorgerückten Stellungen in der Zone von Maktila (25 lern östlich von Sidi Barani) durch Panzerabteilungen und Artillerieseuer unterstützt, angegriffen. Glatt abgewiesen» zog er sich unter Zurücklasfung einiger Toter zurück. Auf unserer Seite gab es einige Verwundete. Andere feindliche Abteilungen, die unsere Stellungen in der Zone von Alam- el-Tummo (südlich von Sidi Barani) angegriffen hatten, find in die Flucht geschlagen worden. Wir haben einige Gefangene gemacht und Kriegsmaterial erbeutet. Die feindliche Luftwaffe hat ohne Erfolg einige Bomben aus das Gebiet von Sidi Barani abgeworfen.
Madrid. 24. Oktober.
Die Madrider Presse steht völlig im Zeichen der bedeutsamen ersten Zusammenkunft zwischen Adolf Hitler und General Franko. Mit riesigen Ueberschristen und Bildern der beiden Staatsoberhäupter werden das amtliche Kommnniquö und eine amtliche Darstellung über den Verlaus der Begegnung an der spanisch-französischen Grenze wiedergegeben.
Von den Madrider Zeitungen bringt das Falange-Blatt „Arriba" einen Leitartikel unter der Ueberschrist „Vertrauen und Gehorsam der Falange an einem historischen Tag". In den Ausführungen wird hervorgehoben, datz Spanien nach seinem außenpolitischen Dornröschenschlaf wieder erwacht sei. Der Caudillo zeichne Spanien einen neuen Weg vor. Die ungeheure Bedeutung, die das Treffen des spanischen Staatschess mit dem Führer darstelle, der die Zukunft Europas verkörpert, erlaube nur einen bescheidenen Kommentar. Niemand wisse über den Inhalt der Unterhaltung, die zwischen den beiden Männern geführt wurde, auch nur das geringste.
Auch die spanisch« «bendpreffr steht im Zeichen der historischen Zusammenkunft zwischen Hitler und Franco. Die Zeitung „Alrazar" schreibt, datz die Bedeutung dieses Ereignisses überhaupt nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Spanien sei durch sein historisches Opfer im Befreiungskriege wieder aus den Weg seiner großen Tradition zurückgekehrt. Damit habe es auch in der Welt von heute und bei der Neuordnung, welche aus dem gegenwärtigen Kriege herauswachsen werde, das Prestige und Gewicht, das dem liberalen Spanien des letzten Jahrhunderts gefehlt habe. Spanien habe, so schreibt der „Alcazar", ein Jahrhundert entgegen seiner großen Geschichte gelebt. Denn diesem Volk, diesem großen Spanien, welches «in Schöpfer großer Rationen Süd- amerikas sei, habe die Geschichte des letzten Jahrhunderts eigentlich nicht entsprochen. Run gewinne Spanien wieder
24. Oktober in das Reichsgebiet ein und versuchten Berlin anzugreifen. Nur einzelne Flugzeuge erreichten die Reichshauptstadt. Sie warfen hauptsächlich Brandbomben auf Wohnviertel und verursachten leichten Gebäude- schaden sowie mehrere kleine Brände, die durch das rasche Eingreifen des Sicherheits- und Hilfsdienstes und durch den Selbstschutz der Bevölkerung sofort gelöscht werden konnten. An einer Stelle wurde eine Fabrikanlage getroffen. Durch den tatkräftigen Einsatz des Werlluft- schutzes blieb der Schaden gering. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt."
InOstasrika hat unsere Luftwaffe militärische Anlagen auf der Insel Perim bombardiert» wobei ein starker Brand verursacht wurde, und hat im Tiefflug feindliche bewaffnete Abteilungen bei El Ducana mit Maschinengewehrfeuer beschossen.
Die feindliche Luftwaffe bombardierte Massaua, wo es sechs Verwundete gab, den Flugplatz von Bahar Dar (südöstlich des Tana-Sees), wo es zwei Tote und einen Verwundeten gab, Tessenei, wo es neun Leichtverwundete gab, Azozo (Eondar), wo es einen Toten und sechs Verwundete gab, und die Flugplätze von Alomata, Defsie und Decamdre, wo leichter Schaden verursacht wurde. Weitere Einflüge auf Asfab» Asmara, Cafsala und Eura bleiben ohne Erfolg.
Der Zerstörer „Nulls", der bei dem Gefecht im Roten Meer schwer beschädigt worden war, hat sich in der Nähe der Küste selbst versenkt."
Der Weftrmachtsbericht vom 24. Bkkober
London in der Nacht zum Vonnerstag von zahlreichen vomvern angegriffen
Bomben auf die Insel Perim
feindliche ffngriffe auf die vorgerückten italienischen Stellungen in Nordasrika zurückgeschlagen
Zwangsweise ffusrSumungsarbeiten
sein volles Gewicht in der Welt. Darum werde von allen nationalbewußten Spaniern die Nachricht von der Zusammenkunft zwischen Hitler und Franco mit so großer Begeisterung zur Kenntnis genommen.
Eines aber dürfe man aus dem geschichtlichen Ereignis ableiten: Spanien ist am Beginn der neuen Aera mit seiner ganzen Persönlichkeit zugegen, so wie es seiner besten Tradition und seinem Willen zur Wiederauferstehung entspricht. Spanien werde den Problemen in der Welt tapfer entgegentreten und ihnen den Stempel seines Geistes und seines Charakters und seiner Erfahrung ausdrücken. Mit Begeisterung und tiefem Vertrauen stehe das salangistische Spanien geschloffen hinter seinem Caudillo, dessen Maßnahmen immer begeistertes Einverständnis finden würden.
(Fortsetzung auf Seite 2)
«Mute«'
Die Begegnung Führer—Franco
6. H. Berlin, 24. Oktober.
Die historisch bedeutsame Begegnung des Führers mit dem spanischen Staatschef erinnert an die enge Verbundenheit, die das nationalsozialistische Deutschland und das salangistische Spanien auf Grund einer Kameradschaft gewonnen haben, die aus gemeinsamen Blutopfern auf den Schlachtfeldern des spanischen Bürgerkriegs im Kampf um die neue Ordnung des nationalen Spaniens von beiden Nationen gebracht worden sind. Damals focht das neue Spanien nicht nur gegen die Kräfte der Spanien im Innern zerreißenden Mächte, sondern es focht letzten Endes gegen die plutokratischen Demokraten West- europas, die Spaniens Stellung am Mittelmeerausgang in völliger Abhängigkeit dieser plutokratischen Staaten halten wollten. Seit diesem gemeinsamen aKmpf hat Spanien, wie Serrano Suner bei seinem Berliner Besuch unterstrich, die Gesellschaft der Völker gesucht, die die Opfer der gleichen Ungerechtigkeit gewesen sind wie Spanien, und es ist bezeichnend, wenn England gerade in diesen Tagen den von Churchill ausgehaltenen de Gaulle in seine Söldnerschar aufgenommen hat. Das neue Spanien ist aus dem Bürgerkrieg als Ordnungsmacht hervorgegangen und es hat immer mehr eine eigene Ordnung, die salangistische, der der beiden großen starken Völker des neuen Europas, des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens an die Seite gestellt und den Weg des Aufbaues und der konstruktiven Zusammenarbeit mit ihnen beschritten. England aber hat immer wieder den Versuch gemacht, diesen Weg des Aufbaues und der Befreiung zu durchkreuzen und es hat dann seine alte geschichtliche Aufgabe zu erfüllen gesucht, die erst darin bestand, das spanische Weltreich zu zerschlagen und dann das spanische Volk auf die Dauer niederzuhalten. Ein schwaches Spanien an der Schwelle des Mittelmeerausganges mit dem englischen „Pfahl" Gibraltar im Fleisch, das war die Zielsetzung der Politik Britanniens. Durch Jntrigen, Pressionen und Einschüchterungen sollte Spanien im Laufe dieses Krieges wieder in den Bann der englischen Abhängigkeit gebracht und an seinem eigenen Weg der freien Entscheidung, die für den Aufstieg an der Seite der Achsenmächte gefallen war, behindert werden. Das spanische Volk empfindet den Kampf der Achsenmächte gegen England als den Kampf, der den Weg freimachen wird aus seiner geschichtlichen Verstrickung. Die Eingriffe der Engländer in die Hoheitsrechte Spaniens durch Verletzung der Hoheitsgewässer, durch Bedrohung mit der Blockade und anderen wirtschaftlichen Druckmitteln sind Zeichen für die Absicht Britanniens, an der feindseligen Pression festzuhalten, nachdem Spanien in mehreren Schritten seinerseits den Weg an der Seite der Achsenmächte dargetan hatte, zunächst völlige Neutralität der Freundschaft, dann Uebernahme des Schutzes von Tanger und schließlich die offene Erklärung der spanischen Presse, daß Spanien aus der Neutralität in den Stand der Nichtkriegführung übergetreten war.
Spanien aber ist unbeirrt auf seinem Wege weiterge- schritten. Es folgte die offene Anmeldung des Anspruchs auf Gibraltar, dann der Besuch Suners in den Hauptstädten der Achsenmächte und später die Ernennung Suners zum Außenminister. Das alles sind Etappen auf
Lrotz Baueralarm wieder einmal alles „rulzis" in London — öroßmiiuliger Illuftonsschwindel olzne knde
»»»»Ii»iui»»i»»iii»iii»iliiiiiui»»ii»ii»»»iii»i»i»»»i»»»»i»»»»ii»»»i»
Die große Aktivität der deutschen Außenpolitik, das England, wo man alle sich neu anbahnenden Kombinatio lichkeit gegeben, durch Herausstellung dieses Ereignisses u durch ein weiteres Vorwärtstreiben der Jllusionskampag als sonst zu verheimlichen.
' So glaubt man bereits von einer Art Nachlassen der bisherigen enormen Lufttätigkeit sprechen zu können und behauptet wieder einmal mehr „einen ruhigen Lag und «ine ruhige Nacht" verlebt zu haben. Trotzdem weist man darauf hin, daß Bomben auf London, auf Ostengland, Kent und andere Plätze gefallen seien. Ueber die Aktionen in der Nacht zum Don- ners't'ücg Hlbt der amtliche englische Bericht wem-gstens AU', daß die deutschen Angrifse, die kurz nach Einbruch der Dunkelheit begonnen hätten, mit Unterbrechungen die ganze Nacht hindurch dauerten. An verschiedenen Stellen wurden „Gebäude" und Handelsbetriebe beschädigt. Zugegeben werden des weiteren Angrifse auf eine Stadt in Nordostengland sowie mehrere Orte in Südfchottland.
, Wenn man diese Tatsachen gemeldet hat, kann man feststellen, daß man in England anschließend mit einem richtigen Ausatmen wieder dem beliebten Hang zum Zweckoptimismus nachgeht. So schwelgt der Londoner Nachrichtendienst, indem er einen Bericht des Mil itärbe richterstarterder „Dorkfhire Post" übernimmt, wieder in Wunschträumen über die „Errin- gung der Luftherrschaft" und „Besteigung der feindlichen Land-
m. Berlin. 24. Oktober.
Tressen des Führers mit dem Caudillo und Laval haben neu des Führers besonders fürchtet, immerhin die Mög- nd Unterstreichung in den tollsten Kommentaren sowie ne die schweren Schläge der deutschen Luftwaffe noch mehr
Heere" und stellt die mehr als kühne Behauptung auf, daß die britische Produktionskapazität im Jahre 1941 dreimal so groß sein würde wie die des übrigen Europa.
Neben derartigen Lustschlössern spielen natürlich Lügen- meldungen über die angeblichen „Erfolge" der britischen Flugzeuge in Deutschland weiterhin eine große Rolle. So gibt der Nachrichtendienst des britischen Luftsahrtministeriums den angeblichen Bericht eines „gut unterrichteten ausländischen Industriellen" wieder, in dem mit geradezu bodenloser Dreistigkeit behauptet wird, daß „jede bisher in Deutschland abgeworfene Bombe «ine Industrieanlage oder ein sonstiges militärisch wichtiges Ziel getroffen habe." (!)
20 v. H. der deutschen Jndustriewerke seien davon betroffen. Daß es sich bei diesen „Jndustriewerkcn" säst ausschließlich um Wohnhäuser. Krankenhäuser. Feldscheunen und andere „militärische Ziele" handelt, ist aller Welt bekannt. Im Nahmen dieser Schwindelmcldungen hat sich der Londoner Liigen- nachrichtendienst über das „pulverisierte" Hamburg noch ein besonders dummes Märchen ausgedacht. Mit frecher Stirn wird nämlich behauptet, daß ta deutschen Zeitungsanzeigen
bereits Leute gesucht werden, die das völlig zerstörte Hamburg wiederaufbauen sollen. Wenn man sich in London bereits vor dem Kriege etwas mehr mit der Aufbauarbeit des nationalsozialistischen Deutschlands beschäftigt hätte, würde man jetzt wissen, daß bereits damals im Rahmen des großen Programms des Führers zur Neugestaltung deutscher Großstädte auch der Plan einer Reitanlage der Hansestadt Hamburg aufgestellt wurde, der natürlich trotz des Krieges weiter sortgcsührt wird.
Wie stark die inneren Probleme England beschäftigen, geht daraus hervor, daß man sich selbst im Unterhaus mit einer 6-Prozent-Tariferhöhnng im englischen Verkehrswesen herumschlagen muß. Aus Südwales sind die ersten zweitausend arbeitslosen Grubenarbeiter nach London unterwegs, um die Aufräumungsarbeiten zu unterstützen. Die angerichteten Vernichtungen sind hier anscheinend so groß geworden, daß man selbst mit diesen weiteren Verstärkungen nicht auskommen kann. Die Pioniertruppe in Höhe von 5000 Mann, die eigentlich nur für kurze Zeit in London beschäftigt werden sollte, wird nunmehr nach den neuesten Ankündigungen sogar verdoppelt. Weitere Massen Londoner Arbeitsloser sollen unter Zwang zu Aufräumungsarbeiten herangezogen werden. Für die Größe der Transportschwierigkeiten spricht es, daß der britische Verkehrsminister anordnen mußte, daß aus Provinzstädten zweitausend Autobusse nach London gebracht werden, um auf diese Weise wenigstens einigermaßen dem Verkehrswirrwarr entgegenzutreten.
Der Führer empfing in Frankreich den französischen Staatsches Marschall Petain.
Die längst schon angekündigte Judenarmce soll nun als Englands letzte Hoffnung in Erscheinung treten.
London wurde in der vergangenen Nacht von schweren Kampfflugzeugen wieder mit zahlreichen Bomben angegriffen.
Die spanische und die italienische Presse äußern sich zum Tressen des Führers mit dem Caudillo in größter Aufmachung.
Berliner Wohnviertel wurden wiederum verbrecherischer- wcise mit Britenbombcn belegt.
Die italienische Lustwassc bombardierte die Insel Perim. Der Gouverneur von Aden trat von seinem Posten zurück. Die Oelsörderung in Mossul wurde eingestellt.
Um Oasensorts in Nordasrika wurden erbitterte Wiisten- kämpse ausgesochten.
Gauleiter Rover besuchte die Beuteschau in der Börse, die bereits über 40 000 Besucher sah.
Kreisleiter Blanke erläßt einen Ausruf zur 2. Büchersammlung für unsere Soldaten.
Gauobmann Ticckelmann sprach auf einer Arbeitstagung der DAF.-Lager- und Verwaltungssührer in Oldenburg.