Ausgabe 
(24.10.1940) Nr. 293
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Donnerstag. 24. Oktober 1940

der Nationalsozialisten Vremens

flmUiches verkündungsblott des Neichsstattkalters in Oldenburg und vremen

tinzelpreis t S Npf.

Versülzrer trafstch mit dem taudillo

^ »

o>e traditionelle freundschoft Mischen Veutschland und Spanien erhielt eine neue vetonung

das falangiftische Spanien rückt dem nationalsozialistischen Deutschland noch nicher

Sie europäische Machtjpstare dem Friedensstörer kngland endgültig entzogen

VOIL. In Frankreich. 23. Oktober.

Der Führer hatte am Mittwoch mit dem spanischen Generalissimus Franco an der spanisch-französischen Grenze eine Zusammenkunft. An der Besprechung, die im herzlichsten Geiste Her kameradschaftlichen Verbundenheit der beiden Nationen geführt' wurde, nahmen der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und der spanische Minister des Äußern, Serrano Tuner, teil.

cardo, den stellvertretenden Ches des Militiirkabinetts, General Uzquiano, den Chef des Zivilkabinetts des Caudillo, Monoz Aquilar, den Ches des Protokolls, Baron de los Torres, den Generaldirektor der Presseabteilung, Kimenez Arran, und den Direktor der EFE-Agentur, Gallego. Außerdem befand sich der

Neue VranSe an See flzemse

vergeltungsangriffe gegen die britische haupistadt sortgeseht

Berlin. 23. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Leichte Kampfverbände belegten während des Tages London und andere kriegswichtige Ziele erfolgreich mit Bomben.

Mit Einbruch der Dunkelheit setzten schwere Kamps­verbände die Vergeltungsangriffe gegen die britische Hauptstadt und die Zentren der englischen Rüstungs-

Heftige Lustkämpfe über kngland

London fleht USfl. um Hilfe an «News Lhronicle" kontra Sir John Neilh

m. Berlin, 23. Oktober.

London hat sich von den harten Schlägen der deutschen U-Vootwaffe, die überraschend zusammenfielen mit den täglichen und nächtlichen ungeheuren Verwüstungen, die die deutsche Luftwaffe anrichtet, immer noch nicht erholt. Bei der beispiellosen körperlichen und seelischen Beanspruchung der Londoner Bevölkerung darf man in London unter keinen Umständen Meldungen veröffentlichen, die etwa annähernd der Wahrheit gleichkommen.

deutsche Botschastcr in Madrid, von Stohrer, in der Beglei­tung des Caudillo.

Der Führer stellte sodann dem spanischen Staatsches die zum Empfang erschienenen deutschen Persönlichkeiten vor, den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, ^.den Ober­befehlshaber des Heeres. Generalseldmarschall von Vrauchitsch, den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Generalseld­marschall Keitel, Reichspresseches Dr. Dietrich, Reichsleiter Bormann, Generaloberst Dollmann. Generalleutnant Boden­schatz und Nnterstaatssekretär Gautz.

Anschließend schritt der Führer mit dem spanischen Generalissimus unter den Klängen der spanischen National­hymne die Front des aus dem Bahnsteig angetretenen Ehren- bataillons ab und geleitete den Caudillo zu seinem Talon­wagen, wo sofort die Besprechung begann.

industrie fort. Zu beiden Seiten der Themse entstanden neue Brände. In Coventry und Birmingham erhielten kriegswichtige Betriebe schwere Treffer. Feind­liche Einfliige nach Deutschland fanden gestern nicht statt.

Major Mölders schoß, wie schon bekanntgegeben, in einem Luftkampf gegen zahlenmäßig überlegene feind­liche Jäger seinen 49.,. und 51. Gegner ab. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt."

Sie vegegmmg an der spanischen Srenje

In Frankreich. 23. Oktober.

Ueber den Verlauf der Zusammenkunft des Führers mit dem spanischen Ltaatsches erfahren wir noch folgendes: Der Führer traf zu seiner Begegnung mit dem spanischen Staats­ches Generalissimus Franco am Mittwochnachmittag im Ton- derzug an der sranzösisch-spanischen Grenze ein. Dir kleine Grenzbahnhos aus französischem Boden des besetzten Gebiets war mit den rot-gelb-roten Farben des nationalen Spaniens und Hakenkreuzslaggen reich geschmückt.

Kurze Zeit nach Eintreffen des Führers lief der Sonderzug des Caudillo, von der Grenze kommend, ein. Der Führer, der den spanischen Staatsches aus dem Bahnsteig erwartet«, be­grüßte den Caudillo, als dieser seinen Zug verließ, aufs herz­lichste. Nachdem der Führer auch den spanischen Außenminister Serrano Tuner begrüßt hatte, stellte der spanische Staatschef dem Führer die ihn begleitenden Herren vor: den spanischen Botschafter in Berlin, General Espinosa de los Monteros, den Ches des Militiirkabinetts des Caudillo. General Mos-

So belügt sich London selbst

m. Stockholm. 23. Oktober.

In der geradezu unübertrefflichen Sucht nach Erfolgs­meldungen hat der Londoner Nundsunk am Mittwoch selbst den Lügcnmcister Churchill und seinen gelehrigen Schüler Dufs Cooper iihxrtrossen. Er brachte nämlich die Pieldung, daß das Ruhrgebiet in der Nacht zum Mittwoch einen seiner frühesten Fliegeralarme feit KriegSbcginn gehabt habe. Schon um 19.30 Uhr habe ein Verstand schwerer britischer Kampf­flugzeuge eine Oelrafsincrie in Reisholz bei Düsseldorf an­gegriffen. Spreng- und Brandbomben seien auf die An­lagen hcrniedergeregnet, und man habe 14 verschiedene Brände im Zielgebiet festgestellt. Viele Explosionen und zahl­reiche Brände seien auf den Anlagen des Güterbahnhofes »n Düsieldors-Derendors hervorgerufen worden. In gleicher Weise lügt man, daß auch aus der Haupteisenbahnstrcckc süd­westlich von Düsscldors und aus d°M Flugplatz Stade Bom­ben abgeworfen seien. Man prahlt sogar noch, daß bei diesem großartigen Erfolge nur ein einziges britisches Flugzeug verlorengegangen sei. Es wirkt geradezu wie ein schlag mit dem Holzhammer, wiinn ausgerechnet am gleichen Tage das britische Lustjahrtministerium erklärt, daß in der Nacht zum Mittwoch infolge der schlechten Witterungsvcrhältmsse die RAF. über Deutschland oder über dem vom Feinde be­setzten Gebiet nicht tätig gewesen ist. Eine klarere Wider­legung können Wir uns in Deutschland wahrhaftig nicht vor­stellen.

Wechsel in der Leitung des westrkceiskoinmandos X

Hamburg, 23. Oktober.

General der Infanterie Schwandner, der stellvertre­tende General des X. Armeekorps und Befehlshaber im Wehr­kreis X, ist mit dem 25. Oktober vom Führer und Obersten Befehlshaber zum Befehlshaber eines höheren Kommandos er­nannt worden. Zum Nachfolger ist mit dem gleichen Tage Ge­neralleutnant Weher, der bis jetzt als Divisionskomman­deur und zuletzt mit der Führung eines Armeekorps beauf­tragt im Felde gestanden hat, ernannt worden.

Man setzt auch weiterhin ungewöhnlich dürftige und nichts­sagende Meldungen in die Welt; man gibt wohl die deutschen Luftangriffe zu. schwächt aber solche- Meldungen zugleich ab. indem man behauptet, daß sie nur von geringem Umfang gewesen seien und daß sie mit Ausnahme einiger vercinzelter Vorstöße vor Mitternacht bereits beendet worden wären. Lediglich in den Midlands sind, so-sagt man. eine Anzahl Brände entstanden undGebäude" beschädigt. Auch über Mittwoch früh verbreitet man in London einen ebenfalls sehr mageren Bericht, indem man von einem heftigen Lust­kamps spricht, bei dem bemerken-swerterweise drei feindliche und sechs eigene Flugzeuge zerstört worden seien. Dement­sprechend scheint Man also selbst in England augenblicklich nicht mehr die zahlreichen eigenen Verluste verschweigen zu können, da schließlich die Bevölkerung die Wracks der eng­lischen Flugzeuge an den Kokarden nur allzu deutlich er­kennt. Man setzt also zur Täuschung des eigenen Volkes und der Welt die verschwommene und verlogene Bericht­erstattung weiter fort. Da man genau weiß. baßGeneral Wetter" und ..General Nebel" schlechte Verbündete sind, be­hauptet man.kein Mensch nehme an. baß die deutschen Angriffe im Winter eingestellt würden". Also vertröstet man die englische Bevölkerung damit, daß man behauptet,, die englischen Flieger seienbesser ausgebildet", eine angesichts der Tatsachenmeldungen des deutschen Wehrmachtsberichtes geradezu lächerliche Bemerkung, da man sich genau bewußt ist. daß an einzelnen Tagen mehr als hundert britische Flugzeuge vernichtet wurden. Im übrigen weiß man in

Deutschland genau daß diese sogenannte bessere Ausbildung der Flieger der RAF. darin besteht, daß sie lediglich des Nachts aus größter Höhe wahllos Bomben auf Wohnviertel der deutschen Städte oder aus harmlose Bauernhöfe werfen. Wenn man bann noch behauptet, daß das gleiche Wetter, welches momentan in England herrscht, morgen auch nach Deutschland kommt, fo erreicht man damit den höchsten Grad der Naivität Es sei in diesem Zusammenhang nur noch dar­auf hingewiesen daß die deutschen Flugzeuge lediglich 150 Kilometer fliegen müssen, um über London zu sein. während die Tommies mindestens das Sechsfache dieser Strecke bis zur Reichshauptstadt zurücklegen müssen.

Zu der Unterredung Rooscvelts mit dem englischen Ge- ncralgouverncur von Kanada, Carl os Athlon«, meldetCar­riere della Sera" aus Newhork, daß es sich in erster Linie um ein englisches Ersuchen an die Vereinigten Staaten ge­handelt habe. die amerikanischen Wassenlieserungcn nach England zu intensivieren. Vor allem habe der Earl of Ath­lon«, der mit dem englischen Königshaus verwandt ist. darum gebeten, daß die Vereinigten Staaten Bombenslugzeuge lie­ferten, da England über zu wenig Bombenslugzeuge verfüge.

Nach der Darstellung einer amerikanischen Nachrichtenagen­tur sind heftige Lustkämpse am Dienstag längs der englischen Küstengebiete im Gange gewesen. Etwa lOO deutsche und eng­lische Flugzeuge hätten daran teilgenommen. Ein Augenzeuge berichtet darüber:Die Schlacht raste mit der größten Hes-

(Fortsetzung aus Seite 2)

wieder kehren SS SSS deutsche heim

Umsiedlung aus der Südbukowina und Uobrudftka vertraglich festgelegt

Bukarest, 23. Oktober

2^7" Oktober wurde in Bukarest der deutsch-rumänische iq'iiber die Umsiedlung der Volksdeutschen aus der Süd- üna und der Tobrudscha von dem Bevollmächtigten der zen Regierung, Generalkonsul ss,-Oberführer W. Rodd«. >em Bevollmächtigten der Königlich-Rumänischen Regie-

Minister I. Brosch«. unterzeichnet, nachdem die Ver- ungen in gutem Verständnis zu Ende geführt waren, oei rüsten sich 60 000 Teutsche zur Heimkehr. DerLer- über die Umsiedlung der Teutschen §uswr Ludkmko- und der Dobrudscha. der jetzt Zwischen L.euts-Hl<,nb und mien fertiggestellt wurde ist em Musterbeispiel für das rmenarbeiten zwischen zwei befreundeten Regierungen, stauntich kurzer Zeit sind die Bedingungen und Forma- r dieser Umsiedlung, die etwa 60 000 VolKgenosfen erfaßt, arbeitet worden. Allerdings haben beide Regierungen -r Organisation dieser neuen Rückfiedlung sich auf die -reiU-ngen sti°tzen können die gelegentlich deZ deutsch­sten Abkommens über die Bessarabien-Deutschen.in dem n Donaulager Ealatz geschaffen wurden. Das Vmhanden- neses Lagers erleichtert die Rückführung der ^md-Buko-

und Dobrudscha-Teutschen ciußerordentl-ch so baß dle

chlungsaktion wohl nur wenige Wochen in An, Pi.ua,

e"a*efa!tt sind es rund 6.0 000 Volksgenossen die ani s des neuen Vertrages in das Sjeich zurückfuhr werden 'elwa^b'oW aus der Dobru/cha und 40 000 bis 4o000 dem südlichem Teil des Buchentanöes. Nach der Ruck- na der nördlichen Buchenländer wußten auch^die Teut- im südlichen Teil dieser alten österreichischen sichlungs-

provinz, baß für sie die Stunde der Heimkehr ins Reich nicht mehr fern sein würde, denn größere veutsckx> Städte, die - den notwendigen kulturellen Rückhalt geben könnten, gab es in der Süd-Bukowina nicht, und auch die deutschen Dörfer sind zerstreut und zum Teil wirtschaftlich schwer be­droht Im stachen Land der Bukowina, an den Ueberaängen zur Moldauprovinz, lebten vorwiegend Psälzer Bauern.

Schwaben" genannt im Mittelgebirge siedelten Böhmer- wälder die seinerzeit als Glashüttenarbeiter und Pvitaschen- brenner ins Land kamen und heute als Holz- und Wald-, arbeiter tätig sind Im Moldantal schließlich sind Zipser Teutsche ansässig, die vor lOO Jahren als gesuchte und ge­schätzte Bergarbeitei: in die Bukowina kamen und heute sich aus Wald- und Holzarbeiten umgestellt haben Die Psälzer wie die Zipser und die Deuschböhmen sprechen noch heute 'ihre verschiedenen Mundarten. Der harte Lehenskamps in der Umgebung der rauhen Karpaten hat auf sie abgefärbt; sie gelten als fleißig, wenig anspruchsvoll aber auch als Leute, die nicht viel Worte machen,

Die Dörfer der Deutschen in der Dobrudscha sind Tochter­siedlungen der bessarabischen Kolonie. Die Fruchtbarkeit dieser Volksdeutschen ist bekannt. Als ihnen der Raum in Bessara- bie-n schon einige Jahrzehnte nach der Ansiedlung zu eng wurde wanderten viele von ihnen aus. em Teil nach Amerika die anderen über die Donau hinüber, wo sie sich in der Nähe der weiteren Umgebung Constanzas niederließen. Man zählt heute etwa SO Dörfer in der Dobrudscha und die Zahl dieser Dobrudschadeutschen beläuft sich aus rund 15 000 Aber auch aus anderen Teilen des deutschen Siedlungs­gebietes in Rumänien haben die Dobrudscha-Deutschen Nach­schub und Verstärkung erhalten. So erzählt z. B. Erwin

Wittstock in seinem RomanBruder, nimm die Brüder mit" von einem Siebenbürger Bauern, der mit Weib und Kind auswandert um am Schwarzen Meer eine neue Heimat zu suchen.Es ist «ine unbekannte Gegend, aber der Boden soll gut und billig sein. und es sind auch Deutsche dort" jagt der Bauer Kristan zu seinem Oheim, der ihn von der Aus- wanderung" abhalten will.

Die Deutschen in der Dobrudscha haben wohl von allen deutschen Volksgruppen in Rumänien den schwersten Kamvf um die Erhaltung ihrer Sprache und Art führen müssen, denn es iehlte ihnen völlig an einer geistigen Führerschicht. Die 15 000 Dobrudscha-Deutschen haben daher nicht eine ein­zige deutsche Schule gehabt, und nur zwei oder drei Pfarrer, die von Dorf zu Dorf zogen und deutsche Gottesdienste ab­hielten. Wahrscheinlich wären sie in der Flut des fremden Bolkstnms das in der Dobrudscha schillernder und farbiger ist als in anderen Gegenden Rumäniens, schon längst unter­gegangen. wäre ihnen nicht das Deutschtum aus dem übrigen Rumänien zu Hilfe gekommen. So aber konnte, besonders nach dem Weltkrieg, ein Verein für das Volkstum in der Dobrudscha gegründet werden, der seinen Sitz in Constanze hatte und von dort aus systematisch und zäh um die Erhal­tung jedes, auch des ärmsten Volksgenossen inr das Deutsch­tum kämpfte.

Der Erfolg dieses Kampscs ist heute da. Die Deutschen, die gegenwärtig am User des Schwarzen Meeres zum Ausbruch rüsten, gewinnen nach einer Wanderschaft, die sich über vier Generationen erstreckt hat, die alte Heimat mit genau der alten Kraft erfüllt von demselben Pionicrgeist wieder, die ihre Vorfahren beseelten.

Nee

Von Vmssckmirsl b4 s ri r s r

Für die ungestörte und regelmäßige Versorgung eines Jnselreiches, das unbedingt auf lebenswichtige Einfuhr von Nahrungsmitteln und Rohstoffen, erst recht im Kriege, angewiesen ist, bedeutet der Schutz des hierfür notwendigen Frachtrnums die wichtigste Aufgabe des Handelskrieges, also eine feestrategische Aufgabe der Defensive. Mit ihrer Lösung steht und fällt Englands Kriegspotentiai. Wie hat England diese in der augen­blicklichen Kriegslage entscheidende Erundforderung der Seekriegsührung bisher gelöst?

Ein Vergleich mit dem Weltkriege liegt nahe. Eng­land verfügte 1914 über rund 20 Millionen BRT. unter eigener Flagge, etwa 47 o. H. der Welttonnage, außer­dem standen ihm die Handelsflotten der Verbündeten und aller Neutralen für feinen Ueberseehandel und seine Versorgung zum größten Teil zur Verfügung. Man taun annehmen, daß fast derselbe verbündete und neutrale Frachtraum seit 1915 für England und seine Verbündeten fuhr. Von dieser verfügbaren Eesamtton- nage muß man allerdings diejenige recht beträchtliche Tonnage abziehen, die für militärische Zwecke (Hilfs­kreuzer. Truppentransporte. Nachschub von Kriegsgerät und Verpflegung für die auf dem Festland kämpfenden Millionenheere) gechartert waren. Immerhin blieb noch eine sehr beträchtliche und ausreichende Tonnage für den reinen Handelsverkehr übrig. Gegen diesen Fracht­raum richtete sich von Ansang 1915 an der deutsche Un­terseeboots- und Minenkrieg. Ersterer mußte bis Februar 1917 noch viele Einschränkungen in Kauf neh­men, die hauptsächlich auf politische Ursachen und unan­gebrachte Rücksicht auf nordamerikanische Proteste zu­rückzuführen sind Trotzdem wurden durch deutsche Tauchboote in diesen zwei Jahren, nach englischen Quellen. 3.3 Mill. VRT. versenkt, außerdem durch von Unterseebooten gelegte Minen 0,9 Millionen und durch deutsche Hilfskreuzer im ozeamschen Handelskrieg etwa 0.3 Millionen versenkt, zusammen mithin rund 4,5 Mill. Brutto-Regzster-Tonnen. .

Diese an sich schon bedenklich hohen Versenkungsver­luste erhöhten sich schnell, als am 1. Februar 1917 lei­der um ein volles Jahr zu spät! der uneingeschränkte, also warnungslose Tauchbootkrieg von der deutschen Regierung erklärt wurde. In sogenanntenSperrgebie­ten" um West- und Südeuropa versenkten die deutschen Tauchboote im Sommer 1917 bis zu 800 000 BRT. im Monat. Im Juli 1917 war Enqland am Ende seiner Kraft angelangt, was der Erste Seelord. Admiral Jelli- coe, dem anlerikanischen Admiral Sims gegenüber offen zugeben mußte. Es waren durch deutsche Tauchboote und Minen weitere 5 Mill. BRT. versenkt worden, im gan­zen also fast 19 Millionen Es gilt. diese Zahl festzu- balteni sie umfaßte die Verluste der gesamten auf West- europa sastrende Tonnage der Verbündeten. Damals war Enqland, wie wir heute wissen, zu Verhandlungen bereit Im Herbst 1917 wurde der Eeleitzugzwang ein- --eiübri. der die Verluste auf etwa 500 000 bis 600 000 VRT. monatlich herabsetzte. Im Herbst 1918 waren die Verbündeten wieder durch die Frachtraumnot am Ende ibrer Kraft angelangt, als das verhängnisvolle deutsche Wasfenstillstandsangebot dem Tauchbootkrieg ein jähes Ende bereitete und die deutsche Niederlage (sticht der Waffen, sondern der Heimatfrontbesiegelte. Die Hel­dentaten der deutschen Unterseebootfahrer hatten das Schickial nicht zu wenden vermocht.

Wie steht es nun mit der Frage des Handelskrieges lieute^ Ehe diese Frage beantwortet werden kann, muß mit einigen Worten auf den dem Laien nicht immer gegenwärtigen Unterschied zwischen Frachtraum und Ladegewicht eines Schisses und damit auf den tatsäch­lichen Einfuhrbedarf Englands hingewiesen werden. Die britische Registertonne ist ein reines Raummaß von ?.83 Kubikmeter, sagt also nichts über die Tragfähigkeit eines Schiffes Letztere ist vielmehr, in Eewichtstonnen zu 1000 Kilogramm (is gemessen größer als das Raum­maß desselben Schisses in Registertonnen! bei reinen Frachtschiffen, sog.. Tramps", erheblich größer: bei reinen Fahrgastschiffen ist der zahlenmäßige Unterschied weit geringer. Nun betrug bei Beginn des deutsch-englischen Krieges der Raumgelsals der se/aebenden britischen Han­delsflotte nur etwa 16 Mill. BRT Davon sind etwa 3 Mill. BRT. vom Staat für Kriegsdienste gechartert.

Es bleiben mithin nur 13 Mill. Tonnen an Raum. denen etwa reichlich 15 bis 17 Mill Tonnen Tragfähig­keit entsprechen Entscheidend für die weitere Beurtei­lung ist die Frage, wieviel Gewichtstons an Einfuhr Gncilvnd im Jabre braucht 1938 waren es fast 70 Mill.

Der Führer traf mit General Franco zu einer Ve- sdreküun,' Zusammen

Die deutschen Bcrgcltungsangrifse gegen die britische Hauptstadt und die Zentren der britischen Rüstungs­industrie wurden fortgesetzt.

Reich-Führer st Himmler traf auf seiner Spanienreise in Barcelona ein.

Die italienische Luftwaffe belegte Port Said mit Bomben.

Aus der Südbukowina und der Dobrudscha kehrten wie­der 60 000 Deutsche heim.

Au» der französischen Insel Martinique landeten USA.- Flugzeuge.

Kapitän zur See Rüge wurde vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Ueber den Stand der Kohlenwirtschast sprach Reichs- kohlentommissor Paul Walter vor Vertretern der Presse. Vor 54 Jahren ertrank Bremens großer Kolonialpionier Adols Lüderitz im Oranjeslutz.

Der Tag der deutschen Hausmusik findet in diesem Jahr am 19. November statt.