Ausgabe 
(16.10.1940) Nr. 285
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hkemer Zeilun

parLeiamtlirlie Tageszeitung

Das flmtsdlatt des Negierenden viirgermeisters der Zreien Hansestadt Nremen

Anzeigen - GrunSpeelsii

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 285 / 10. Zalirgang

kinzelpreis 15 Apf.

I

Mesi-e vrLn-e erleuchteten wieder weithin London / Srausen vor dem Winter

N seindslugzeuge abgeschossen

Sieghaft kömpften unsere Iüger den deutschen Vombenfiugzeugen den Weg zu ihren Zielen frei

Berlku, 13. Oktober.

Am Dienstag setzt« die deutsche Luftwaffe ihre Bombenangriffe auf die britische Hauptstadt ^"verminderter. Stärke fort. Sie erzielte an mehreren Stellen starke Brand- und Eebiiude- ichaden. Den Angriffen stellten sich an verschiedenen Orten im Südosten Englands wie über London selbst Jagdfliegerverbände der englischen Luftwaffe entgegen. Es kam zu heftigen Luftkämpsen Mischen diesen und unseren Jägern, die den Weg unserer Kampfflieger nach London freikämpften. Im Verlaus dieser Kampfhandlungen schassen unsere Jagdverbände 31 feindliche Flugzeuge ab» wahrend sie selber nur fünf Maschinen verloren.

Wenn London geglaubt hat, daß dir Wucht der Schläge der deutschen Luftwaffe mit der Zeit nachlassen würde, so sieht man sich in dieser Hinsicht arg enttäuscht. Nicht nur, daß die Wirkung der deutschen Lustaktionen immer stärker wird, auch die Angriffswellen folgen immer dichter ausein­ander. Trotz stärkster Flakabwehr jagen die deutschen Bom­ber über das Häusermeer Londons, um mit fürchterlichster Wirkung ihre hochexplosiven Bomben abzuwerfen.

Wie häufig jetzt eine deutsche Welle der anderen folgt, ist unschwer daraus zu erkennen, daß London bereits am Diens­tagvormittag fünf Luftangrifse aus Siidengland melden mutzte. Ein Kino und verschiedene ander« Gebäude hätten Volltreffer erhalten. Am Montag wurden insgesamt 40 Bezirke Grotz- londons Opfer heftiger deutscher Vergeltungsangriffe. Gleich­zeitig wurden Liverpool und andere Hafenstädte beiderseits des Merseh heimgesucht. Auch hier entstanden große Berluste. Die außerordentliche starke Sprengwirkung der deutschen Bomben wird durch Schilderungen über Zerstörungen von Gebäuden erläutert, die wie Mit Messern zerschnitten bis aus den Grund zerstört worden seien. Auch die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Preh meldet größere Berluste denn je. Besonders wird hervorgehoben, datz grotze Schäden an Industrieanlagen angerichtet worden seien.

Der Berichterstatter des Madrider „ABC" in London schreibt erneut, daß die Nacht vom Montag zum Dienstag eine der allerschlimmsten gewesen sei. Diese Feststellung sei keine abgedroschene Phrase, sondern Tatsache. Die Zahl der Opfer sei höher gewesen denn je. Man habe im allgemeinen das Gefühl, dah die Deutschen bei ihren Angriffen noch immer nicht ihre ganze Leistungsfähigkeit gezeigt hätten und unwillkürlich denke man an das, was London noch alles blühen mag. Die Stimmung sei daher alles andere als rosig und alle Engländer einschließlich der verantwortlichen Po­litiker hätten ein Grauen vor dem kommenden Winter.

„Um den krieg zu überleben ..

Churchills Kriegsziele

sli. Berlin, 15. Oktober.

Churchill hat im Unterhaus eine Anfrage wegen der britischen Kriegsziele beantwortet und nach zunächst aus­weichender Bemerkung bekannt: „Ich glaube nicht, dah hier irgend jemand der Meinung ist, wir sührtcn diesen Krieg lediglich, um den Status quo beizubehalten. Aber wir kämp­fen in diesem Krieg auch, um ihn zu überleben."

Mit dieser Aeußerung hat Churchill den ganzen Pessimismus der Auffassung über die britische Lage erneut und mit über­raschender Ehrlichkeit zum Ausdruck gebracht. Er hatte den Engländern früher mehr als einmal erklärt, daß die Plnto- kratcn den Krieg im Falle der Niederlage in Kanade zu überleben gedenken. Seine weitergehenden Darlegungen haben mit so starker Berklausulierung den Gedanken des Siegs kurz anklingen lassen, daß er noch eine zweite Ergänzungs- ansrage beantworten mußte. Diese Antwort war in Anbe­tracht der Tatsache, daß immerhin England es war, das diesen Krieg von Zaune brach, daß Churchill einer der größten Kriegshetzer und Mitverantwortlichen ist, wiederum aufschluß­reich. Denn Churchill meinte, daß bei einer Beantwortung der gestellten Frage sich ergeben würde, daß über diesen Punkt die verschiedensten Aussassungen bestehen. Wir kennen die menschenfreundlichen Ziele eines Reverend Whlpp, der die Vernichtung der deutschen Rasse wünscht, und kennen ähn­liche Aeußerungen in verschiedenen Schattierungen. Es mutz bunt aussehen in der politischen Grundausfassuug des im Ausverkauf an USA. befindlichen Weltreiches, wenn Lugen- churchill sich zu dem Bekenntnis dieser Verwirrung der Geister durchringen mußte.

Fünftausend Pioniere arbeiten in London neben zahl­reichen Avbeitslosenkontingenten an der Wegräumung der Trümmer und Nieberlegung gefährdeter Gebäude. Der Lon­doner Aufräumungskom-missar Sir Warren Fisher «Märte nach einer Rundfahrt durch einige Zerstörnngsgediete der Hauptstadt vielsagend, die neueingesetzten Pioniertruppen würden auch weiterhin, obwohl auch künftig große Arbeits-

tosenmasseN eingeschaltet werden sollen, Tag für Tag zu tun finden. Die deutsche Luftwaffe wird dafür sorgen, daß ihr Arbeitsprogramm so leicht nickst zu wenig Ausgaben aus­weist. Die Wirkung der deutschen Bomben saßt am besten der Londoner Vertreter der „Stockholms Tidningen" in einem Bericht zusammen, wenn er erklärt: „Eine Reihe von Explo­sionen in rascher Folge schüttelte den Boden wie bei einem Erdbeben/ Der amtliche Londoner Bericht über die Schäden in der Nacht zum Dienstag selbst meldet:

London und eine Stadt in der mittleren Gegend Englands (gemeint ist Liverpool!) waren die Hauptziele der Lnftan- grisfe in der Nacht zum Dienstag. In diesen beiden Ge­bieten wurde „eine Anzahl" von Bränden verursacht und Gebäude und Industrieanlagen „beschädigt". Schwere und Brandbomben wurden auch aus die benachbarten Grasschasten von London abgeworfen. In mehreren anderen Gebieten (Fortsetzung aus Seite 2)

erfolgreiche deutsche Marlneakrlonen

U-Voote versenkten ZS000 SNL. — Lorpedoboote vernichteten seindliche U-voolsSser London wieder das Ziel schwerer Vombenangriffe

Berlin, 15. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Ein Unterseeboot vernichtete aus einem Geleitzug heraus zwei feindliche Tankdampfer von zusammen 2V0VÜ BRT. und beschädigte einen weiteren Dampfer schwer. Ein zweites Unterseeboot versenkte das bewass- nete britische Handelsschiff „Devonshire" mit 11275 BRT., ein drittes einen bewaffneten Handelsdampfer von 49»ll BRT.

Bei einem Vorstoß von Torpedobootsstreitkräften ge­gen die britische Kanalküste wurden vor einigen Tagen zwei feindliche Unterseebootjäger und zwei kleinere Han­delsschiffe vernichtet und 4ü Engländer gefangen ein­gebracht.

London wurde im Lause des gestrigen Tages mit Bomben schweren Kalibers belegt. Die Wirkung der Tagesangriffe wurde durch Nachtangriffe weiter ver­stärkt. Im Raum zwischen Hydepark und Jndiadocks ent­standen nach schweren Explosionen und Stichflammen beiderseits der Themse große Feuersbriinste, die rasch um sich griffen und durch ihre Rauchentwicklung die sonst gute Erdsicht erheblich erschwerten. Nördlich London zerstörten Volltreffer Hallen und Unterkünfte eines Flugplatzes. Andere Kampssliegereinheiten griffen ein Truppenlager in Siidengland aus niedrigster Höhe an.

Die hier in Baracken und Unterkünften hervorgerufenen Brände waren aus dem Rückflug noch bis zur Mitte des Kanals zu beobachten. Auch Bahnanlagen in Süd- und Mittelengland wurden mit Bomben teilweise schwersten Kalibers belegt.

Der Feind flog wie üblich erst bei Dunkelheit nach Deutschland und in die besetzten Gebiete ein. Er begeg­nete dabei wirkungsvoller Abwehr durch Nachtjäger und Flakartillerie. Die abgeworfenen Bomben richteten ge­ringen Sachschaden lediglich an nichtmilitärischen Ge­bäuden und Anlagen an. Ebenso sind Verluste nur unter der Zivilbevölkerung eingetreten. Das Rudolf-Virchow- Krankenhaus in Berlin wurde in seinen ausgedehn­ten, durch das Rote Kreuz gekennzeichneten Anlagen er­neut durch eine Sprengbombe getroffen.

Besonders stark waren die Zerstörungen, die britische Bombenflugzeuge in den letzten Tagen in der franzö­sischen Hafenstadt Le Havre und auf holländischem Gebiet anrichteten. Zahlreiche Gebäude wurden durch Brände zerstört, so daß Teile der Zivilbevölkerung ob­dachlos wurden.

Der Gegner verlor gestern insgesamt sechs Flugzeuge, von denen drei durch Nachtjäger abgeschossen wurden. Ein kleines Hafenschutzboot schoß an der Kanalküste ein feindliches Flugzeug ab. Ein deutsches Flugzeug ging verloren."

öekeimpakt faruk - IbnSaud abgeschlossen

flllarabische Strömungen bis nach Serien — stntibritische Lenden; unverkennbar

Ib. Athen. 15. Oktober.

Meldungen aus Beirut zufolge ist es zwischen König Faruk und dem seit nunmehr zwei Wochen in Kairo weilenden Sondergesändten Jbn Sands zum Abschluß eines Paktes ge­kommen, dessen einzelne Punkte vollkommen geheimgehalten werden, der aber in seiner Gesamttendenz aus eine Zusam­menfassung aller Kräfte der arabischen Welt hinzielt.

Nach außen hin wird dem Pakt vor allen Dingen kulturelle Bedeutung beigemesseu. Da aber Jbn Sand, wie weiter ver­lautet, auch mit dem Emir von TranSjordanien Besprechun­gen hat einleiten lassen und überdies eine Fühlungnahme mit dem Irak bevorsteht, ist man in Syrien der Ansicht, daß eS sich um Vorbereitungen zu einer allarabischen Allianz han­delt, die nur gegen England gerichtet sein kann.

Diese Auffassung wird unterstützt durch Nachrichten, die von besonders unfreundlicher Behandlung englischer Staats­bürger in Saudi-Arabien Kenntnis geben. Die Regierung hat dort sowohl im Nedjd wie in Hedschas sieben englischen Ein- snhrgesellschäften die Konzession mit der Begründung ent­zogen. daß sie, die kriegerischen Verwicklungen ausnutzend, Wucherpreise verlangt haben.. Die Leiter der Gesellschaften mußten mit dem gesamten englischen Personal innerhalb 24 Stunden das Land verlassen, und das ist bei den heutigen Verkehrsverhältnissen in diesem Teil der Welt nicht einfach.

Die Direktor der größten Reederei von Djidda, ein ehemali­ger englischer Oberst, ist verhaftet worden, weil er einen ara­bischen Polizisten, der sein Büro zu einer Amtshandlung be­trat, zuerst mit der Peitsche geschlagen und dann durch einen Bauchschuß schwer verletzt hat. Der Engländer ist von der Be­völkerung von Djidda schwer gelyncht worden.

deutsche Sauern beim sichrer

Vor Mittlrer dankte der kkrenabordnung des deutschen Vauerntums

Berlin, 15. Oktober.

Den Höhepunkt bildet- für die Ehrrnabordnung des deutschen Bauerntums, die sich seit zwei Tagen als Gast der Reichs- regierung in Berlin befindet, der Empfang der 366 Frontbauern, Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter durch den Füh­rer im Botschastersaal der Renen Reichskanzlei.

Es war für diese Männer und Frauen, die aus allen Gauen des Reiches tarnen, vielleicht ganz besonders stark snr die Frontbauern aus den Grenzgauen in Ost und West, dre heute vormittag im Austrage des Führers aus der Hand des Neichs- ministers Darre das Kriegsverdienstkrenz in Empfang nehmen konnten eine ergreifende Stunde. Durften sie doch von Ange­sicht zu 'Angesicht dem Manne gegenüberstehen, der dem deut­schen Landvolk den ihm in der Natwn gcho^ wiederaab. dem Planne, mit dem sie snr alle Zeit untrennbar verbunden sind, dem ihre ganze Arbeit und ihr nnermndlichc. Schassen gilt.

In dem weiten Botschastersaal nahm die Abordnung im großen Viereck Ausstellung, in der ersten Reihe die Träger des Verdienstkreuzes. Am Eingang zum Saal standen I g- bäuerinnen. die Arme voller Feldblumen

Rebstöcke. Diese Erntekrone war snr ,enes Front

bauerntum, das an den Grenzen des Reiches unbeirrt den

Pflug durch den Acker führte, die Sense durch das reifende Korn schwang und trotz der Gefahren des Krieges die Ernte sicher in die Scheuer brachte. Als der Führer in Begleitung von Reichsministcr Dr. Goebbels, Reichsprcsscchef Dr. Dietrich, Obergruppenführer Briickner und Gruppenführer Schaub den Saal betrat, meldete NeichSminister Darr« die Ehrenabord- nung des deutschen Bauerntumes. Er erinnerte in feinen Begriltzungsworten an den Tag vor sieben Jahren, als der Führer sich auf dem Obersalzberg entschloß, aus völlig neuem Wege die Sicherung der Nahrungssreiheit des deutschen Vol­kes und die Gesundung des deutschen Bauerntumes durch­zuführen. Sieben Jahre hindurch habe das deutsche Land­volk, Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter, das grotze Glück gehabt, dem Führer hierbei zu helfen.

Ergriffen von diesem sür sie so bedeutungsvollen Augen­blick brachten die Anwesenden, die in dieser Stunde das gesamte deutsche Landvolk vertraten, stürmische Scilruse aus. Lächelnd schritt der Führer aus die Jungbäuermnen zu. die ihm mit einem Erntespruch, beginnend mit den Worten: „Von des Reiches Grenze bringen wir diese Krone dar", die Ernte­krone und eine Fülle von Blumen überreichten.

Daraus ging der Führer die lange Reihe der Ehrenabord- nnng entlang. Fest ruhte sein Blick in den Augen der Männer und Frauen, die diese gemeinsame Stunde mit ihrem Führer wohl als den schönsten Lohn sür ihr Mühen und Schassen empsanden. Der weihevollen Stimmung ent- jprackien auch die packenden Worte des Führers.

In einer Ansprache dankte der Führer den Millionen deut­scher Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter für die hervor­ragenden und bewundernswerten Leistungen, durch die Las deutsche Landvolk in diesem Kriege die Ernährung des deut­schen Volkes sichergestellt und sür alle Zukunft die verbreche­rischen Blvckadepläne des Feindes zerstört habe. Er würdigte in zu Herzen gehenden Worten die so erfolgreiche, aber auch ausopsernde und schwere Arbeit, die das deutsche Landvolk trotz der Einziehungen so vieler seiner Männer und Söhne zu vollbringen habe.

Angesichts der Wunder an Tapferkeit und der einzig­artigen soldatischen Leistungen des deutschen Volkes gab der Führer zum Schluß seiner absoluten Gewißheit des Sieges Ausdruck, der gesichert sei, wenn jeder Deutsche auch weiterhin aus seinem Posten das Höchste leiste: Der Bauer aus seinem Feld, der Arbeiter in seiner Fabrik und der Soldat vorne an der Front!

Dann verabschiedete sich der Führer von den Bauern, die nun zurückgehen auf ihre Höfe, beseelt von neuer Kraft und neuem Glauben au ihren Führer und sein Werk.

(Siehe auch im Innern des Blattes)

Von Maltvr Lliotsod

Der große Umbruch Europas, der sich inmitten der kriegerischen Auseinandersetzung mit dem letzten Ver­treter der europäischen Reaktion vollzieht, hat seine Schlaglichter bereits auch auf den Kontinent geworfen, der sowohl seiner geographischen und geopolitischen Lage. wie feiner wirtschaftlichen und soziologischen Struktur nach in die unmittelbare Einflußsphäre Europas gehört. Nicht nur auf den Schlachtfeldern Afrikas zeichnet sich die beginnende Neuordnung ab, sie ist vielmehr bereits die Voraussetzung" der großen politischen Konzeptionen der geistigen Träger und machtmäßigen Vollstrecker der kommenden Gestaltung. Die zukünftige Rolle und das Verhältnis Afrikas zu Europa wird von den Kräften der Neuordnung: Italien und Deutschland bestimmt werden.

Afrika ist, obwohl räumlich am nächsten liegend, zu­letzt von allen kolonialen Gebieten europäischer Kolo­nisten erschlossen worden. Abgesehen von dem Nord- rand des Kontinents, der dem Mittelmeer zugewandt ist, blieb Afrika eigentlich bis in die jüngste Neuzeit der „dunkle Erdteil". Seit der ersten Umschiffung des Kaps durch den Portugiesen Vasco da Gama im Jahre 1497 sind zwar die äußeren Konturen des Kontinents bekannt; das Innere des Landes blieb infolge der Un­gunst der natürlichen Verkehrsbedingungen und des Klimas noch rund drei Jahrhunderte unerforscht. Erst um die Wende des 19. Jahrhunderts beginnt die plan­mäßige wissenschaftliche Erforschung Afrikas! An ihr haben deutsche Forscher einen wesentlichen Anteil. Namen wie Schweinfurth, Rohlfs, Barth, Nachtigall und Wißmann sind für alle Zeiten mit der opferreichen Forschungsgeschichte Afrikas verbunden. Trotzdem blieb auch jetzt noch die eigentliche koloniale Durchdringung des Kontinents aus. Politische und wirtschaftliche Interessensphären einzelner europäischer Staaten be­schränkten sich auf schmale Küstenstreifen und Stütz­punkte. Abgesehen von den frühen burischen Siedlungen im Süden waren nirgendwo Ansätze einer positiven und planmäßigen. Kolönisationsärbeit gemacht worden, bis das junge Deutsche Reich zum erstenmal mit kolonialen Förderungen hervortrat.

Bezeichnenderweise fällt die Aufteilung Afrikas in koloniale Interessengebiete mit der'Besitzergreifung der deutschen Kolonien in Afrika zusammen. Das deutsche Vorgehen ruft ein wahres Wettrennen um den afrika­nischen Raum um die Mitte der achtziger Jahre des

19. Jahrhunderts hervor. England, das damals bereits über den größten Kolonialraum in anderen Erdteilen verfügte, schaltete sich ein und macht dem Deutschen Reich bei seinen Unternehmungen die denkbar, größten Schwierigkeiten. Die deutschen Ansprüche waren damals bescheiden genug. Trotzdem sahen England sowohl wie Frankreich in dem Auftreten Deutschlands als koloniale Macht einen lästigen Konkurrenten. In Versailles wurde Deutschland dann gewaltsam wieder aus dem afrikanischen Raum entfernt. Die Beute wurde unter die sogenannten „Siegermächte" verteilt, wobei die Mandätsform dem Raub einen Schein des Rechts geben sollte. England sicherte sich auch wieder den Löwen­anteil. So ist das politische Gesicht Afrikas nach dem Weltkriege ein getreues Spiegelbild der Situation Europas, in dem die Westmächte unter Vergewalti­gung des deutschen Volkes eine politische Konstruktion errichteten, deren Widersinn sich bald herausstellte und den Keim zu dem gewaltigen Umbruch der Gegenwart bildete.

Der Neuordnung in Europa, die sich auf den natür­lichen Kräfteverhältnissen und den jungen Ideen des

20. Jahrunderts aufbaut, muß zwangsläufig eine pa­rallele Neuordnung in Afrika folgen, denn Afrika stellt in der weltpolitischen Konzeption der Gegenwart den natürlichsten Ergänzungsraum zum alten Europa dar. Die Fortentwicklung unserer Kultur und die Erhaltung des hohen Lebensstandards der europäischen Völker ver­langt einen Ausgleichsraum jenseits der alten kon­tinentalen Grenzen, einen Raum, in dem sich die Völker Europas mit denjenigen notwendigen Gütern versorgen

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London stand auch gestern wieder fast ununterbrochen im Bombenhagel. 31 feindliche Flugzeuge wurden von unseren Jägern abgeschossen.

Bei den erfolgreichen Aktionen der deutschen Marine wurden 36 066 BRT. durch U-Boote versenkt.

Die italienische Luftwaffe konnte neue große Erfolge ver­zeichnen.

Englische Agenten zündeten beim Abschied aus Rumänien drei Oelsonden an.

Die „Tatz" dementiert britische Lügen über angebliche deutschfeindliche Verhandlungen der UdSSR. mit

. anderen Staaten. ^

Zwischen König Faruk und Jbn Sand wurde ein Ge- heimpakt abgeschlossen.

Der Führer empfing die Ehrenabordnung des deutschen Bauerntums, an deren Teilnehmer zuvor Kriogsver- dienstkreuze verliehen worden waren.

Admiral von Trotha wurde in einem feierlichen Staats­begräbnis zur letzten Ruhe gebettet.'

Die erstmalig durchgeführte „Bitamin-C-Aktion" zeigte bereits ihre segensreichen Auswirkungen.

Ab kommenden Sonntag werden wieder Wunschkonzerte sür die Wehrmacht durchgeführt.