Ausgabe 
(13.10.1940) Nr. 282
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drein« Zckiim

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

Anzeigen - GrunSprslsr?

Die 1 uuo hohe und 22 oaw breite Zelle im Anzeigenteil 13 ^ Die 78 wm breite und 1 ww hohe Zelle im Terttell 75 Ermäßigte

8rundprelse lfür Klein- u. Familien- anzel"?n u. a.) sowie sonstiae Be­dingungen Preisliste d Nachlaß- staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 1k Uhr. Geschäfts­stellen: Vn Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags- Fernsprecher 511 15) Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Svke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches Verkündungsblatt des veichsstottkalters in Oldenburg und vremen

Nr. 282 / 10. Zalirgang

Sonntag. 1Z. Oktober 1840

kinzelpreis 15 Npf.

Unvorstellbare Schilden in London

400 sabriken unbrauchbar / kin fünftel der klektekiliils- und öaswerke außer betrieb

statt äaeü-rsM-eHee istaete

Aul! 8s»tsu Dsutsvklaneis LsL ÜLS I^lso unet äor <A!aubs, aul LsUsu LnyLaneis VrtsrisIosLyksLL unä uaüonaLsr vünksi

Mos-sttsitt-ttts ^tee ÄAa-

OiAanüsvko Aauokv^olksn / Lombsn von unsrkörLsr / I-sksn unä LLsrdsn OLüokssaoko

Gens, 12. Oktober.

Churchill, der erst am Freitag deutscherseits anläßlich seines ungeheuren Zahlenschwindels mit den in deutsche Kriegsgefangenschaft geratenen englischen Soldaten wieder erneut vor aller Welt als Erz­lügner entlarvt worden ist, gibt sich weiter alle Mühe, die wahre Lage der britischen Hauptstadt infolge der deutschen Vergeltungsangrifse zu beschönigen und zu vertuschen. Diesen Beschönigungen widersprechen völlig die Veröffentlichungen von ausländischen Korrespondenten.

So läßt sich der „Temps" vom III. Oktober von einem Korrespondenten über den Zustand Londons solgendes berich­ten: „Die Schäden sind unberechenbar. Das Zentrum der Stadt, die City, und die User der Themse sind einer änderst schweren Zerhämmerung ausgesetzt. Einem amerikanischen Be­obachter zufolge sind Tausende von Häusern zerstört oder stark beschädigt worden. 4»V Fabriken sind bereits unbenutz­bar geworden. 2V Prozent der Elektrizitäts- und der Gas­werke sind außer Betrieb gesetzt. Der Verkehr ist in ver­schiedenen Teilen der City. wie Lxsord-Street und Regent- strcet, eingestellt. Das Haus der Agentur Reuter in der Flcctstrcet mutzte zum Teil geräumt werden. Die Büros des „Daily Expreß" sind zerstört. Der Vuckinghampalast und die Wcstminstcrbriickc haben Schaden erlitten. Vor allem sind . die Industrie- und Handelsgebäudc am meisten betroffen. An den beiden Usern der Themse sind die Docks, die Rohstoff­vorräte, Lagcreinrichtungen jeder Art, metallurgische Fabri­ken usw. von Geschotzspuren direkt übersät. Jeden Tag wer­den ungeheure Werte, die aus der ganzen Welt eingeführt werden, vernichtet.

Der Korrespondent, der mit der Auszählung dieser Einzel­heiten bestätigt, daß die deutsche Lustwasfe die kriegswichtigen Objekte zum Ziele ihrer Bomben macht, stellt sich dann die Frage, wie eigentlich die Bevölkerung in dieser Festung, wie er London nennt, die seit sechs Wochen ununterbrochen durch das seindl'chc Feuer zerhäipmert werde, lebe. Gewiß, der Aus- zug überstürze sich, aber die ungeheure Mehrheit könne die Arbeit, die jetzt der Landesverteidigung gelte, nicht ausgeben. Die Lebcnsbcdingungen dieser Massen seien äußerst peinlich. In gewissen Quartieren funktionierten das Gas und die Elek­trizität nicht mehr. Der Schutt, der manchmal die Straßen überfülle, gestalte den Verkehr der Autobusse äußerst unregel­mäßig, Indessen nähere sich der Winter.

In "einem weiteren Bericht aus London sagt der „Temp- : In der Tat setzt sich der Luftangriff gegen die Hauptstadt des Empire mit gewaltigen Mitteln fort. Alle Typen von deutschen Flugzeugen, Aufklärer. Jäger. Bomber «tukas nehmen daran teil. Jedes dieser Flugzeuge sät -"d, Zc*° störung und Feuer über die Hauptstadt und ihre Vorstädte Die Wirkungen sind schrecklich. Unter der Gewalt des Lu,t- drucks stürzen Gebäude von sieben Stockwerken in sich zu­sammen. Die neue Tatsache der letzten Tage ist der Massen haste Einsatz der Stukas. Es genügt die e Art Flugzeuge zu nennen, um zu verstehen, in welche Misse die „Schlacht von London" eingetreten ist. London besuchet sich vor der Wahl des Schicksals von Warschau oder Parw, d. h. zwischen der Zerstörung oder der Ncbergabe zu Wahlen.

Der amerikanische Berichterstatter betont, er habe Flugzeuge gesehen die die Dächer der Häuser buchstäblich streuten. Tue Bomben, die unter diesen Bedingungen abgeworfen wurden, hätten eine ungeheure Gewalt. Sie hatten -4 »ll an tische Rauchwolken im Herzen der City erzeugt. Die Feuer­wehrleute seien lange Zeit ohnmächtig gewesen die Fcucrs- brünstc zu unterdrücken." Der Londoner Berichterstatter des Madrider ABC schreibt. 4N Stadtviertel von London seien an einem der letzten Tage bombardiert worden. Zeitwcyc habe man bis zu IM Leuchtbomben aus einmal langsam herabfallen sehen. Der ganze Himmel sei hell erleuchtet gewesen. Bomben

Morgan und der Weltkrieg

Die Reihe unserer Sonderseiten setzen wir heute mit „Krieg der Milliardäre", fort. Betrügereien Schiebungen, Bestechungen — das sind die Mittel der Hochfinanz, die in John Pierpont Morgcm einen ihrer typischsten Vertreter hat. Amerikas Eintritt in den Weltkrieg war das Werk dieser Morgan und Genossen, für die nur der Profit der Gradmesser aller Dinge ist. — Wir sind da­von überzeugt, daß auch diese Sonderseite wieder den Beifall unserer großen Lesergememde findet. Auch sie spricht für den guten Ruf der Bremer Zeitung.

aller Kaliber habe es geregnet. Ganz London liege voller Glas­splitter, zerbrochener Ziegel und Mörtel. Leben und Sterben in einer Stadt wie London sei Glückssache. Keine andere Stadt habe bisher solche Lustangrisse erlebt.

„Für mich", so schreibt der Berichterstatter, „ist London jeden Tag eine neue Stadl, Ich verlasse mein Haus morgens im Auto, Alles, was ich sehe. sind Ueberraschungen. Mein Weg ist immer ein anderer, weil jeden Tag neue Straßenzüge gesperrt werden und täglich neue gewaltige Krater den Ver­kehr erschweren. Es sind die Spuren, die die deutschen Flieger hinterlassen. Einige Straßen Londons sind vollkommen einsam und verlassen, andere dagegen sind überfüllt wie in Friedens-

iso. Bremen, 13. Oktober

Oie Schlacht Die Vergeltungsschlacht über England »»k» rnoitor« tobt mit unverminderter Heftigkeit wei- geijl we e . Nach wie vor zieht es die „gloriose" RAF. vor, ihrem Nachtpiratensystem treu zu bleiben, das ihr erlaubt, im Schutze der Dunkelheit wahllos Bomben auf deutsche Städte und Ortschaften zu werfen. Aengstlich geht sie in neuerer Zeit jedem ernsthaften Kampfe mit deutschen Fliegern aus dem Wege und überläßt es ihrer Flak, so gut oder so schlecht es gehen will, der deutschen Luftwaffe zu begegnen. Wie schlecht dies gelingt, zeigen die zwar sehr scharf zensierten und in ihrem plastischen Darstellungsgehalt völlig verstüm­melten Zeugenberichte amerikanischer Berichterstatter in London, aus deren Meldungen trotz aller Lückenhaf­tigkeit und Zurückhaltung immer noch deutlich genug „ ,, , hervorgeht, wie schlimm es schon um die Festung Lan­

gten, da viele Straßen für den Verkehr gesperrt sind und' ßon und ihre verschiedenen Vorwerke bestellt sein muß, b°r Verkehr ,n anderen dafür staut. In manchen Straßen Ununterbrochen, Tag und Nacht, ist die deutsche Luft-

John wichst derben znm'Minister für öffentliche Ar- , .über London^und n^mmt^ mit bew^ beiten und Bauten ernannt worden ist, hat große Ausgaben ' --- "

vor sich, meint der Korrespondent ironisch.

lichtest alle militärisch lohnenden Ziele unter ihr sicheres Feuer. Die deutschen Flieger stellen ihren Mann zu

vrönde zwischen rkemsebogen und Legion

Liverpool schwer mitgenommen — Ms;ur ftstküste Schottlands vorgedrungen

Berlin, 12. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der Bombenwurf von Verbänden leichter Kainpsflug- zenge richtete am gestrigen Tage in der britischen Hauptstadt umfangreiche Zerstörungen an. Nach­folgende Brände entwickelten sich an einigen Stellen zu Großfeuern, die bei Beginn der Dunkelheit Ver­bänden schwerer Kampfflugzeuge für ihre Vergeltungs- angriffe den Weg wiesen. Zahlreiche Bomben mittleren und schweren- Kalibers riefen zwischen Themsebogen und Leyton weitere große Brandherde hervor. Ebenso konnten in der Gegend des Battersey-Parks und an den Themseufern zahlreiche Einschläge beobachtet werden.

Ein weiterer Großangriff richtete sich gegen das Hafen- und Industriegebiet von Liverpool- Birken head und Manchester. Hier entstand in den Kühlhäusern um den Alexandra-Hafen und ostwärts der Kanada-Docks ein Großfeuer, das sich rasch aus­dehnte. Ebenso waren mehrere große Brände zwischen dem Stanley-Hasen und dem Kanada-Docks zn beob­achten. Die Dockanlagen von Lioerpool-Bootle erhielten gleichfalls mehrere Volltreffer und gerieten in Brand. Zahlreiche Einzelangrisfe richteten sich gegen Bahn- und Gleisanlagen in Südengland. Auch mehrere Rustuiigs- und Versorgungsbetriebe in Mittelengland und an der Osttüste Schottlands wurden erfolgreich bombardiert. Ein wichtiges Rüstungswerk an der Ostküste brannte völlig nieder.

Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegs­marine nahmen in der Nacht einen englischen Geleitzug an der Küste von Dover unter Feuer und zer­sprengten ihn.

Im Seegebiet vor der schottischen Ostlüste griff ein deutsches Flugzeug einen Eeleitzug von mehreren be­waffneten Handelsschiffen im Tiesanflug an. Ein Schiff von 80Vll BRT. blieb mit starker Rauchentwicklung ge­stoppt liegen. Ein anderer stark gesicherter Geleitzug wurde südlich der Hebriden mit Bomben belegt. Zwei Schiffe wurden so getroffen, daß sie die Weiterfahrt ein­stellen mußten. Ein Unterseeboot versenkte aus einem feindlichen Eeleitzug in kurzer Zeit drei Dampfer mit rund 21 000 BRT.

Die britische Luftwaffe führte in der Nacht Terror­aktionen gegen zahlreiche holländische Ortschaften durch, in denen stärkerer Personen- und Sachschaden ange­richtet wurde. Im übrigen beschränkte sich die Angriffs- tätigkeit des Gegners auf einige Nachteinflüge in die Deutsche Bucht und das norddeutsche Küstengebiet.

In der Nacht vom 10. zum 11. Oktober versuchten kleinere Einheiten der britischen Kriegsmarine Cher- bourg zu beschießen. Sie wurden nach drei Minuten Feuerdauer durch das Feuer der Küstenartillerie zum

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Abdrehen gezwungen. Ein kurz darauf im Morgen­grauen sich Cherbourg nähernder schwerer britischer Kreuzer wurde frühzeitig durch Luftaufklärung gemel­det, unter Feuer genommen und drehte ab, bevor er selbst zum Schuß kam. Militärischer Schaden entstand weder im Hafen noch in der Stadt Cherbourg, jedoch wurden einige französische Wohnhäuser getroffen.

Der Gegner verlor am gestrigen Tage insgesamt 13 Flugzeuge, davon 10 im Luftkämpf, drei durch Flak­artillerie. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt."

verantwortungsbewußter Journalismus

Münchener Selprechungen deutscher und italienischer Schriftleiter — 0r. Meirich über den ftusbau einer neuen pressemorat

München, 12. Oktober

-in Mlincken fanden am Freitag und Sonnabend Besprechungen zwischen dem Reichsverband der Deutschen Presse In Münqen wnoen am n » Journalisten statt, die sich mit aktuellen lournalistischen Berusssragen

undÄatÄc Ausgaben erörterten, die sich aus der Auslösung der Federation Internationale d- Journaliste in Parks und eine ° neuen Zu^ nationaler journalistischer B-rujsverbande ergaben.

Grundsätze, von denen die geistige Neugestaltung der journa­listischen Situation unserer Zeit getragen wird.

Ich glaube, so führte Dr, Dietrich aus, dSr Reichsverband der Teutschen Presse und das saschistisck)e Nationalsyndikat haben mit ihrer heutigen Zusammenkunft in München ein Problem von höchster Bedeutung angepackt. Er erinnerte daran, daß die Presse in fast allen Ländern der Erde die öffentliche Meinungsbildung beherrsche und daß sie ihre Macht über die Herzen und Hirne der Menschen zum Segen, aber auch zum Fluch der Völker ausüben könne, wenn sie von verantwortungslosen Elementen geschrieben werde.

In all den vergangenen Jahren hätten die Männer Deutsch­lands und Italiens vor der Weltgesahr der Presselüge und Pressehehe gewarnt und vorausgesagt, datz die Berantwor- tungslosigkcit einer skrupellosen Presse die Welt in den Krieg stürzen würde, wenn man ihr nicht rechtzeitig Einhalt ge­biete. Was sie voraussagten, sei eingetroffen. Mit Hilfe einer verantwortungslosen und bestochenen Presse und nur mit

An der Spitze der faschistischen Journalistendelegatwn stand atianatrat Gnglielmotti umd Chesredatteur G a h da , -r Reichsvevband der Teutschen Preye war durch einen Lei- >r, SA.-Obcrgruppensi'chrer Weiß,

iündermann und andere führende Perjontichkeiten des eutschen Jo-urnalismus vertreten,

Zu Ehren der italienychen Gaste gab Reichspresieches Dr.

letrich am Tonnabendmittag für die an den Be,pre- mnaen beteiligten Persönlichkeiten c'nen Emp,ang. an dem uch der italienische Generalkonsul in München, Minister P>t- Äis sow'e Vertreter der Presseabteilung der Reichsreg.erung er Rcichspresscstelle der NSDAP. und der Presseabteilung des luswärtigen Amtes teilnahmen.

In seiner Ansprache umriß

Reichspressechef Dr. Dietrich ie neuen Voraussetzungen einer internationalen Zusommen- rlbeit der journalistischen Berussverbande und entwickelte die

ihrer Hilfe haben die Kricgshetzer den Krieg entfesselt, und viele Völker haben bereits dafür den Preis bezahlen müssen. Die verjndetc Presse der Plutokraten, das Werkzeug der Lüge. hat diesen Krieg entfacht; diese Presse verleumdete die jungen Völker Europas und beftritt ihnen ihr Lebcnsrecht.

Sie erfand die Lüge von der angeblichen inneren Schwäche und militärischen Unterlegenheit des nationalsozialistischen Deutschlands, ebenso wie sie die Ideale und die Kraft des italienischen Faschismus in den Schmutz zog. Sie letzte die Lüge von der Widerstandskraft Polens in die Weit und stärkte dem verbrecherischen polnischen Chauvinismus den Rücken. Sie verbreitete das Märchen Vvn der Unüberwind- lichkeit der Maginotlinie, von der Macht Englands und dem Wert seiner Hilssversprechcn.

Die Verantwortungslosigkcit der jüdisch-demokratischen Presse, das Werkzeug der organisierten Lüge, führte die Völker und stürzte sie ins Unglück: Polen, Frankreich, Nor­wegen und alle die anderen — sie haben unsere wohl­meinenden Warnungen von dieser tödlichen Gefahr in den Wind geschlagen. Sie wollten nicht hören, und erst die Sprache der Kanonen war laut genug, um sie zu über­zeugen! Heute, wo es für sie zu spät ist, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen, sind sie aus der Such« nach ihren (Fortsetzung aus Seile 2j

jeder Stunde am Tag, und wenn sie auch die Nacht zu ihren Angriffen ausnutzen, so eben nur darum, weil in diesem gigantischen Kampfe gegen England keine Stunde verloren gehen darf und die Niederlage Englands nicht rasch und gründlich genug erfolgen kann. Krampfhaft sträubt sich das englische Volk, aus dem, was es heute erlebt, seine Schlüsse zu ziehen und mit ge­radezu wahnwitzigen Lügenkünsten versuchen die Kriegs­verbrecher in London, die Massen zu weiterem Aushalten zu veranlassen, obwohl die Tatsachen des deutschen Zer- störungswerkes an der englischen Kriegsmaschine eine laute Sprache sprechen. Jeder verantwortungsbewußte Festungskommandeur hätte in der furchtbaren Notlage, in der sich die Festung London mit ihren acht Millionen Menschen heute befindet, die ehrenhafte Kapitulation bestimmt dem unvermeidlichen schrecklichen Untergang der Menschen und der Stadt vorgezogen. Nur eine Ver­brechernatur von dem Ausmaße eines Churchills ver­mag sich darauf zu versteifen, lieber London in Schutt und Äsche und seine Bevölkerung in Tod und Verderben zu sehen als freiwillig abzutreten von dem Schauplatz einer ebenso fürchterlichen wie verbrecherischen Kom­mandogewalt.

kin sprechender Das englische Volk — eigentlich kann OerNleirst wan es nur noch als eine dumpfe ^ Masse bezeichnen, um nicht von einer

durch Peitsche und Gebell zusammengehaltenen Herds reden zu müssen — wird von seiner plutokratischen Herrscherkaste zum weiteren Ertragen seiner unendlichen Leiden heute allein noch mittels der ihm eingeflößten falschen Meinung befähigt, daß z. Zt. das deutsche Volk das Gleiche, wenn nicht noch Schlimmeres als das englische zu erdulden habe. Und merkwürdigerweise zeigt sich die Denkkraft der englischen Volksmassen so schwach, daß sie sich tatsächlich nicht einmal dazu aufzuraffen ver­mögen, einmal kritisch die doch immerhin auch ihnen zur Verfügung stehenden Maßstäbe an das zu legen, was sie selber an den Wirkungen des Kampses ver­spüren und dem, was man in Deutschland doch immer­hin nur naturgemäß als Nebenerscheinungen des Kampfes hinzunehmen gezwungen ist. Da ergibt sich im Vergleich Londo n—B erlin allein schon die un­bestreitbare Tatsache, daß selbst bei einer von Churchill zwar behaupteten, aber keinesfalls zutreffenden Stärke­gleichheit der deutschen und englischen Luftwaffe, die letztere schon darum nicht so wirksam wie die deutsche einzusetzen ist, weil — worauf wiederholt schon hinge­wiesen wurde — der deutsche Anflugweg nach den Zie­len in London nur ein Zehntel des Anflugweges der englischen Luftwaffe nach Berlin ausmacht und dem­entsprechend schon aus diesem Grunde von der deutschen Luftwaffe über London die zehnfache Bombenlast dessen abgeworfen werden kann. was bestenfalls die englische Luftwaffe über Berlin abzuwerfen imstande wäre. Daß mit der Länge des Anflugweges für die RAF. gleich­zeitig auch die Gefahr, durch die Abwehrwaffen der deutschen Wehrmacht getroffen zu werden, sich vermehrt, das ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt, so wie un­berücksichtigt blieb, daß in Wirklichkeit ' die deutsche Luftwaffe sowohl an Anzahl als auch an Tüchtigkeit der englischen weit überlegen ist.

kein Hätsel! Nur einer Masse von der Seelenver- . fassung des englischen Volkes kann eine

m ihren schlimmsten Nöten zur Lüge Zuflucht nehmende Neuerung Dinge erzählen, die der Nachprüfung jedes einigermaßen gesunden Menschenverstandes spotten In der deutschen Presse ist dieser Tage anläßlich der Chur­chill ,chen Behauptung, daß nicht einmal 1800 Engländer m deutscher und italienischer Gefangenschaft sich be­fanden, klar und deutlich gezeigt worden, wie die eng­lischen Propagandalügen sich doch geradezu in giganti­schen Ausmaßen über die'Wirklichkeit hinwegzusetzen pflegen, und man glaubt manchmal, vor einem Rätsel zn stehen, wenn man steht, wie die englischen Massen wie­der und immer wieder sich mit solchen falschen Behaup­tungen irreführen lassen. Sich heute immer noch Vor­stellungen von der Kriegslage zu machen, die selbst bei indischen Parias nur auf ein verächtliches Lächeln stoßen, läßt das Urteilsvermögen des Durchschnittsengländers

Vnsor

Auch die gestrigen Großangriffe der deutschen Lustwasfe aus kriegswichtige Anlagen Londons zeitigten verheerende Wirkung.

Die „Königliche Luftmacht" setzte ihre feigen Terror­aktionen auf holländische und deutsche Wohnorte fort.

Gemäß des Wiener Schiedsspruchs sind deutsche Jnspek- tionstruppen in Rumänien cingetrossen.

Auf einem Münchener Tressen don deutschen und italieni­schen Schriftleitern sprach Reichsprcsscchcs Dr. Dietrich über den Ausbau einer neuen Prcssemoral.

Gauleiter Röver nahm die offizielle Eröffnung des neu eingerichteten Bczirkswirtschastsamtes Weser-Ems im Bei­sein namhafter Gäste vor.

Der Kreisleiter weihte in einer Feierstunde die Fahne der Ortsgruppe Alt-Hcmelingen.

In Anwesenheit von Gauamtslciter Denker wurde Pgn. Bretthauer als neue Kreissrauenschastsleiterin des Kreises Bremen-Lcsum eingeführt.