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parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtlichesverkündungsblatt des veichsstattstalters in Oldenburg und vremen
Nr. 2?9 / 10. Zalirgang
Donnerstag. 10. Oktober 1940
kinzelpreis 15 Npf.
Vergeltung für vremen und Berlin
Sie ftngriffe unserer Luftwaffe fielen Schlag auf Schlag / WS vezirke knglands getroffen
Mit unkeimlicher Sewalt
Berlin, g. Oktober.
Die Vergeltungsangriffe unserer Luftwaffe fallen Schlag aus Schlag. Der Angriff der Vritenflieger aus Bremen, wo sie den Mordauftrag Churchills und Portals gegen deutsche Frauen und Kinder mit ihrem Bombenabwurf mitten in ein Wohnviertel hinein erfüllten, hat in dem Angriff der deutschen Luftwaffe auf London im Laufe des Mittwochs seine Vergeltung gefunden. Englische Berichte vom Mittwochabend über die Luftkriegsvorgänge der letzten 24 Stunden bestätigen» daß die ausgedehnten Angriffe über die Nacht hinaus am Mittwoch bei Tage voll weitergegangen find.
Zahlreiche Einzelvorgänge werden erwähnt, obwohl die wichtigsten Wirkungen wie üblich verschwiegen werden. Zugegeben wird das Auftreten von Tieffliegern, die anscheinend wieder Flugplätze und Verteidigungsanlagen angriffen, Operationen über der Südküste sowie mehrere Angriffe auf die Ballonsperren bei Dover.
Nachts feien mehr als 100 Bezirke von deutschen Aktionen betroffen worden. Die Angreifer feien in Gruppen von je 30 Flugzeugen über die Küstengebiete eingeklogen und hätten sich in kleinere Abteilungen aufgelöst, um London und andere Hauptobjekte anzugreifen. Nachdem abends bereits Angriffe auf mehrere Städte in Süd- und Südwestettylsnd erfolgt sind, richtete sich der Hauptstoß der Nachtaktionen auch nach den englischen Darstellungen wieder gegen London und Umgebung. Zahlreiche Brände seien entstanden.
Auch die Bergeltungsangrisse nach dem englischen Ueberfall auf Berliner Wohnviertel hatten einen für Deutschland vollauf durchschlagenden Erfolg. Mit unheimlicher Gewalt setzten die deutschen Flugzeuge im Lause des Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch ihre Bergeltungsangrisse gegen England fort. Nicht weniger als 80 Bezirke des Jnselrciches, so gibt Reuter zu, seien von den Deutschen angegriffen worden, darunter Bezirke im Südwesten und in den inneren Grafschaften Englands.
Trotzdem die Reuter-Agentur selbstverständlich planmäßig die deutschen Erfolge verkleinert, mutz sie gestehen, man habe das Erscheinen deutscher Flugzeuge nicht unter hundert aus (Fortsetzung aus Seite 2)
Britische Nachtpiraten wüteten im Sau Weser-kms
Oldenburg, 9. Oktober
In den späten Abendstunden des Dienstags flogen stärkere feindliche Luftstreit- kräste, von der Deutschen Bucht und über Nordholland kommend, in den Gau Weser- Ems ein. Ihr Hauptziel in dieser Nacht war Bremen, aus das sie einen schlagartig einsetzenden konzentrischen Angriff versuchten.
Bei dem ersten Anflug wurden einige Maschinen trotz der für die Abwehr ungünstigen Sichtverhältnisse bereits frühzeitig durch Scheinwerfer aufgefaßt. Sie drehten ab und warfen ihre Bomben wahllos in das Gelände, ohne Schaden anzurichten. Die Masse der Angreifer vermochte das sehr heftige Sperrfeuer unserer Flak nicht zu durch- dringen. Sie wurden bis auf ein Flugzeug, dessen Bomben lediglich geringen Schaden anrichteten» restlos abgeschlagen und warfen ihre Bomben wahllos auf Wohnviertel der südwestlichen Vorstadt, wo sie eine Reihe von Häusern zerstörten. Ein zweiter und dritter Angriff mit wesentlich geringeren Kräften richteten sich gegen die südliche Vorstadt und einen östlichen Außenbezirk. Die dabei abgeworfenen Spreng- und Brandbomben landeten wiederum vor allem auf städtischen und bäuerlichen Wohnhäusern sowie im Kleingartengelände. Der an nicht zivilen Gebäuden angerichtete Schaden ist gering. Entstandene Dachstuhlbrände wurden rasch gelöscht. Durch die große
Hilfskreuzer versenkt 52 SSS VM.
Neue deutsche krsolge in Übersee — der Wehrmachtsbericht vom 9. Oktober
Berlin, g. Oktober.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Ein Hilfskreuzer meldet als bisheriges Ergebnis seiner erfolgreichen Handelskriegführung in überseeischen Gewässern die Versenkung von 52VÜV VRT. feindlichen Handelsschiffsraumes.
Die Vergeltungsangriffe der Luftwaffe gfgen London und andere wichtige Plätze der britischen Insel wurden im Laufe des gestrigen Tages und in der Nacht ohne Unterbrechung fortgesetzt. Besonders wirksam waren Angriffe auf zahlreiche Städte, Hafen- und Industrieanlagen, Bahnanlagen sowie Flugplätze in Süd- england. Auf sieben Plätzen der britischen Luftwaffe gelang es, durch Volltreffer mittleren bis schwersten Kalibers Hallen und Unterkünfte zu zerstören und zahlreiche Flugzeuge teilweise im Tiefangriff mit Maschinengewehren am Boden zu vernichten.
Weitere Angriffsziele waren Truppenlager, Jndu- strieziele und Versorgungsbetriebe in Südengland; Bombentreffer lösten an verschiedenen Orten starke Brände aus. Auch an der Westküste trafen Bomben schweren Kalibers Hafen- und Industrieanlagen.
Vor der schottischen Küste griff ein Aufklärungsflugzeug ein britisches Handelsschiff mit mehreren Bomben an. Das Schiff geriet in Brand und blieb in sinkendem Zustand liegen. Nordwestlich Irland, über 260 Kilo- meter von der schottischen Küste abgesetzt, griff ein Kampfflugzeug in kühnem Tiefangriff einen stark gesicherten Geleitzug mit fünf großen vollbesetzten Truppentransportern an und erzielte auf einem Schiff von etwa 26 Hüll BRT. mehrere Treffer. Der Transporter blieb gestoppt liegen.
Nächtliche Einflüge des Gegners in das Reich und in Lie besetzten Gebiete waren für die britische Bomber infolge der starken Abwehrentwicklung unserer Flakartillerie besonders verlustreich.
Durch feindlichen Bombenabwurf wurden in einigen Städten Nord- und Nordwestdeutschlands mehrere Häuser beschädigt sowie einige Zivilpersonen getötet. Angriffsversuche des Feindes auf Industrie- und Bahnanlagen blieben ohne Wirkung.
Die gestrigen Verluste des Gegners belaufen sich auf 16 Flugzeuge, von denen 12 im Luftkampf, vier durch Flakartillerie abgeschossen wurden. Drei eigene Flugzeuge kehrten vom Feindflug nicht zurück."
Zahl von abgeworfenen Sprengbomben und die beträchtliche Anzahl von Brandbomben wurden etwa 5V Wohnhäuser beschädigt, darunter sechs völlig zerstört. Nach den Feststellungen bis zum Mittwochabend sind leider auch sieben Tote und 34 Verletzte zu beklagen. Wahrscheinlich ist aber noch mit zwei weiteren Toten zu rechnen, die durch die unermüdliche Arbeit des SHD.» dessen Einsatz sich wiederum vollauf bewährt hat, unter den Trümmern ihres Hauses gesucht wurden.
Der zweite Schwerpunkt der Angriffe dieser Nacht lag in Wilhelmshaven. Auch hier landete eine Bombenreihe mitten im Stadtgebiet und beschädigte zwei Wohnhäuser schwer und drei weitere leicht. Zwei Tote sowie acht Verletzte sind zu beklagen. Der darüber hinaus angerichtete Sachschaden ist gering.
Im übrigen wurden in den verschiedensten Teilen des Gaues Weser-Ems, in den Kreisen Vechta, Ammerland, Oldenburg-Land, Wesermarsch, Friesland und Emden wiederum wahllos Spreng- und Brandbomben abgeworfen. Die hier angerichteten Schäden sind, wenn sie überhaupt über Flurschäden hinausgehen, kaum nennenswert. Dafür fiel an einem größeren Orte des Kreises Vechta wiederum eine einzeln abgeworfene Sprengbombe nach echter Britenmanier in den Garten eines Krankenhauses, aber zertrümmerte glücklicherweise nur dessen Fensterscheiben.
vombeniidersälle der Nfls. auf Vünkirchen
Berlin, S. Oktober.
Dünkirchen, die Stadt, die vor vier Monaten der Schauplatz des feigen Rückzuges des englischen Expeditionsheeres war. hat nunmehr dauernd Gelegenheit, die Feigheit der Briten unter einem neuen Gesichtswinkel kennenzulernen. Sie wird, wie alle übrigen französischen Kanlhäsen. ständig von englischen Bombenslugzeckgen heimgesucht, die sich nie an den gutgeschützten Hasen heranwqgen und ihre Last aus gewaltiger Höhe ziel- und wahllos aus das Innere der Stadt und die Autzcnviertel abwerfen, ohne auch nur einmal ernstliche militärische Schäden anzurichten.
Getroffen wurden, wie überall da, wo die RAF. ihre Anschläge verübt, private Und öffentlich« Gebäude, darunter auch mehrere Notwohnungen. Allein in den vergangenen zwei Wochen belies sich die Zahl der Todesopfer unter der Zivilbevölkerung Dünkivchens aus etwa 50. und in der Nacht auf Sonntag, während der ein besonders heftiger Angriss erfolgte, warep allein 31 Tote zu beklagen. Die Taktik der Briten wirkt um so abstoßender, als ein Teil der in Mitleidenschaft gezogenen Stadtteile nach den schweren Kämpfen , des Juni nur notdürftig wiederaufgebaut werden konnte.
Kritische Lage im fernen Osten
kngland eröffnet wieder die vurmastraße — Japan entsprechend vorbereitet
Der englische Botschafter teilte dem japanischen Burmastratze am 18. Oktober wieder eröffnet werde Wort aus die britische Note geben. Die Pläne, um der gestellt und würden entsprechend verwirklicht werden.
Die Wiedereröffnung der Burmastratze bedeutet eine außerordentliche Zuspitzung der Lage im Fernen Osten, da sie gleichbedeutend ist mit einer Einmischung Englands in den Chinakonslikt. Sie ist eine Herausforderung gegenüber Japan, das bemüht ist, im Fcrnosten seinen befriedeten Lebensraum zu schassen. Die Beziehungen Japans zu England und Amerika machen mit der Eröffnung der Burmastratze eine neue Entwicklung durch. Seit Ausbruch des europäischen Krieges stammen die über die Btirmastraße an Tschungking gelieferten Kriegsmaterialien hauptsächlich aus den USA Deshalb auch hat USA. England zur Erreichung der Wiedereröffnung der Straße unter Druck gesetzt. England andererseits ist von Ansang an unehrlich gewesen. Es hat schon vor Jahresfrist die Schließung des Lieserweges über Hongkong zugesagt, während tatsächlich noch heute über Hongkong Lieserungen nach Tschusigking gehen. Der'englische Schritt mutz als unmißverständliches Zeichen einer gemeinsamen englisch-amerikanischen Front gegen Japan angesehen werden
„Tokio Asahi Schimbun" kennzeichnet die Oessnung der Burmastraße als „englisch-amerikanische Offensive' gegen Japan und als „ersten Schuß gegen den Dreisrpakt. Da Japans unveränderlicher Kurs bereits bei der Unterzeichnung des Dreierpaktes festgelegt worden sei, könne ,n der britischen Maßnahme nichts besonderes gefunden werden Japan werde seinen Weg gehen.
Wie das japanische Nachrichtenbüro Domei meldet, sind japanische Truppen am Dienstag in Hanoi, der Hauptstadt Fran»
?. Tokio, S. Oktober.
Außenminister Matsuoka am Dienstag mit, daß die Domai meldet hierzu: Japan werde keine formelle Ant- neuen^Lage zu begegnen, seien von Japan bereits fertig-
zösisch-Jndochinas. eingerückt, während des Einmarsches kreisten japanische Flieger über der Stadt. Der kommandierende japanische General Nishimura hat dem französischen Eencralgouver- neur, Vizeadmiral Decoux, einen Besuch abgestattet.
Ganz entgegen der ruhigen und entschlossenen Haltung Japans der neugeschaffenen Lage gegenüber wird die Entwicklung im Fernen Osten in London als außerordentlich kritisch empfunden. Allgemein ist man in maßgebenden englischen Kreisen davon überzeugt, daß die Burmafrage fast, unvermeidlich zu einem Konflikt werde führen müssen, der zu einer äußerst gefährlichen Zerreißprobe werden kann. Gleichzeitig betont man in London, daß die Vereinigten Staaten in diesem Augenblick eine Anzahl von Maßnahmen durchführen, die kein Bluff seien.
Die englischen Darstellungen, denen eine ernste Verwicklung im Fernen Osten als heitzersehntes Ziel vorzuschweben scheint, liegen allerdings keine anderen Tatsachen zugrunde, als einige Diplomatenempfänge in Washington, die im anti- japanischen Sinne ausgelegt werden. Roosevelt empfing u. a. den englischen Botschafter Lord Lothian, der nach dieser Besprechung seine ursprüngliche Absicht, nach Europa zu reisen, absägte, da, wie es eine Nentermeldung formuliert, in offiziellen Kreisen in Washington der Eindruck bestehe, daß als Folge des Beschlusses über itie Oessnung der Burma-Straße eine Krise im Fernost ausbrechen könne. Die englische Meldung betont, daß Lothian diese Erklärung abgegeben habe, als er das Weiße Haus nach einer Beratung mit Roosevelt verließ. Wtz welche« Methoden hierbei
hetzt wird, verdeutlicht eine weitere Reuter-Auslassung unter Berusung aus angeblich amerikanische Regierungskreise, die Nichterneuerung der Transittransporte für Burma werde die Fernost-Frage an ihren kritischen Stand bringen. Die Vereinigten Staaten^, hätten nicht die Absicht, eine Ossensive gegen Japan einzuleiten, aber wenn Japan allzusehr auf die friedlichen Absichten der Vereinigten Staaten rechne und die amerikanischen Interessen bedrohen sollte, so werde sich die Festigkeit der Bereinigten Staaten Japan gegenüber erweisen.
England suhlt sich anscheinend um so mehr veranlaßt, als Scharfmacher in Amerika gegen Japan, aufzutreten, als es sich über einen Einbruch Japans in das Empire beklagt, der seinem Ansehen im Fernen Osten neuen Abtrag zu tun drohe. Chinesische und japanische Soldaten haben nämlich nach englischen Darstellungen eine von England gepachtete, für Flottenzwecke wichtige Insel der Weihei wei- Äucht besetzt, das alte Flottenarsenal beschlagnahmt und eine größere japanische Flotteneinheit-Patrouille befinde sich seitdem in den Gewässern nahe der Insel. Auch hier ist die Lage äußerst gespannt.
In einer Rede vor japanischen Gouverneuren stellte der Präsident des Planungsamtes der japanischen Regierung Hoshino fest, Japan habe in der. Vergangenheit bereits systematisch wichtige Materialien einschließlich des Kriegsmaterials aus Vorrat angesammelt, um einem möglichen Abbruch der Beziehungen mit den USA. mit England und dessen Uebcrsee- bcsitzungcn begegnen zu können. Für die Eisen- und Stahlerzeugung gebe es genügend Rohmaterialien in Japan, Mandschukuo und China, so daß kern Anlaß zur Beunruhigung sei. Was Ocl anbetreffe, so habe die Regierung alles unternommen, um die Lieferungen sicherzustellen. Auch die Privatwirtschaft werde die Mengen erhalten, die sie unbedingt benötige. Allerdings sei die strengste Kontrolle für Bertcrlung und Verbrauch erforderlich. OÜ für die Kriegsversorgung sei sichergestellt, so daß gcMWKti, Gtörungen zu befürchten seien.
Die öeemrckt 4t« ttö4.
Von Vonlornämlral Gs-ctorv
Die Flotte der Vereinigten Staaten stand zu Beginn des Weltkrieges an dritter Stelle hinter Großbritannien und Deutschland. Mit der Entwaffnung von Versailles rückte sie an die zweite Stelle und sicherte sich diese durch die scharfen Flottenverträge vom Februar 1922 zu Washington und 1930 zu London. War in dem ersten der beiden die Stärkegleichheit mit England in den Schiffsklassen „Schlachtschiffe" und „Flugzeugträger" festgelegt, so folgte im Londoner Vertrag der Ausgleich in Kreuzern, Zerstörern und Unterseebooten. Die hiermit erlangte Parität mit England konnte man nun zunächst noch als theoretisch ansehen, da dieses über eine unvergleichliche Kriegserfahrung, ein weltweites Netz von Stützpunkten und eine sehr viel größere Handelsflotte — die unentbehrliche Reserve — verfügte. Außerdem war das maritime „Krrtzgspotennal" Englands, Werften und Rüstungsbetriebe, seemännischer Ersatz u, a. höher zu veranschlagen. Ein besonderes Streben der USA., diesen mehr qualitativen Unterschied auch noch aufzuholen, war einstweilen nicht zu bemerken. Man begnügte sich mit der Stärkegleichheit und blickte eher mißtrauisch über den Stillen Oczan. wo Japan sich 1936 von den Fesseln der Verträge und damit von seiner aufgezwungenen Einrangierung als Seemacht 2. «Ranges (Verhältniszahl 3:5 in Tonnen) .befreit hatte, nichts mehr über seine Flottenbauten verlauten ließ und im übrigen seinen Feldzug um die Neuordnung Ostasiens führte.
Die sich damit anbahnenden Machtverschiebungen und die auch stn Europa wieder einsetzenden Nüstungs- steigerungen hatten die amerikanische Marinepolitik stark belebt. Eine gesetzlich festgelegte Höchstflotten- stärke wurde schon 1938 um 20 v. H. erhöht und damit ein Bestand von 1,5 Mill. Tonnen angestrebt, der umfassen sollte: 18 Schlachtschiffe (plus 10 ältere), 8 Flugzeugträger mit mindestens 600 Flugzeugen, 46 Kreuzer darunter 18 schwere plus 9 ältere), 147 moderne Zerstörer, 58 ll-Boote (plus 60 bis 70 ältere) und eine starke Troßflotte.
Gleichzeitig erfolgten immer energischer werdende Vorstöße strategischer Art in dem Stillen Ozean. Dort wurden "auf der Etappenlinie des zivilen Luftverkehrs die Inseln der Midway-, Wake-, Johnston- und Palmnra- Eruppe zu Flugmeldedienst- bzw. Flugstützpunkte^ ausgebaut. Im Süden drängte man Englands Besitzrecht in den Phönix-Inseln beiseite und legt ihm jetzt nahe, auch Singapore herzugeben. Im Norden wurde der Ausbau von Dutch Harbor auf den Aleuten, von Sitka und Kodiak in Alaska gefördert. Hiermit hob sich eine weitgespannte — allerdings sehr dünne — Vorpostenlinie gegen Ostasien ab, unablässig begründet mit der „Sorge" vor einem japanischen Angriff. Ihre eigentliche Stoßspktze sollte diese Front dann mit dem Ausbau der Insel Euam erhalten. Diese aber liegt mitten in den japanischen Marianen, und dem Washingtoner Kongreß erschien das Projekt mit Recht zu herausfordernd, so daß er die Mittel verweigerte. Darüber hinaus gehen die Pläne des Marineamts ohne Zweifel auf eine befestigte Endstellung in den Philippinen auf die Kriegshäfen Lavite und Olongapo, jedoch scheute man sich bisher vor offener Erörterung, da diesen Inseln für 1941 die absolute Selbständigkeit gesetzlich zugesagt ist. Auch hier erschien die Herausforderung bisher zu kraß.
Der Verlauf des gegenwärtigen Krieges war geeignet, die Blicke der USA. vom Stillen Ozean weg auf den Atlantik zu richten. Eine immer schon rührige Propaganda, die den „autoritären Mächten" Angriffsabsichten auf den amerikanischen Kontinent unterstellen wollte, fand in der bedrängten Lage Englands und den siegreichen Erfolgen der Achse neue Nahrung. Zwar hatte das Neutralitätsgesetz gesunde Schranken gezogen, indem es. den amerikanischen Schiffsverkehr in der Kriegszone ebenso untersagte wie die Vergebung von Anleihen, die Lieferungen von Waffen und überhaupt die Belieferung der Westmächte, außer gegen Barzahlung und eigenen Abtransport. Aber schon im Oktober 1939 wurde durch eine Gesetz-Novelle die Waffenlieferung freigegeben, und der September d. I. sah die sensationelle Abtretung atlantischer Stützpunkte von England an die USA. Mit deren Einrichtung in Neufundland, Vermuda. Bahamas-Jnseln, St. Lucia und Antiqua, Jamaica, Trinidad und Vrit. Guayana errichten die Vereinigten Staaten eine atlantische Front und erscheinen bemüht, diese an der Küste Südamerikas nach Süden zu vervollständigen. Am Stillen Ozean
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Für die verbrecherischen Ueberfälle auf Bremen und Berlin wurden schwere Vergeltungsangriffe auf London gerichtet.
Ein deutscher Hilfskreuzer versenkte in Uebersee 52 000 Brutto-Reglstertonnen feindlichen Handelsschisfsraumes. Durch die Wiedereröffnung der Burmastraße ist im Fernen Osten eine schwere Krise entstanden.
Nach schwedischen Informationen ist mit dem Abbruch der Beziehungen zwischen London und Bukarest zu rechnen. Die Italiener «rissen Torpedolager aus Malta erfolgreich an. Der Führer zeichnete tapfere Offiziere der Luftwaffe mit dem Ritterkreuz aus.
Der Führer überreichte Hauptmann Wick das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Reichsleiter Dr. LH sprach zu sämtlichen Lrtsgruppen- leitern des Gaues ItMnuern.
Eine nm« BilddokmSMknreihe beweist Churchills „Ueber- di- dkM« e Zivilbevölkerung.