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pattLiamiliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der §reien Hansestadt vrem^i
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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkünüungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 2?0 / 10. Zastrgang
Vienslag. 1. Oktober 1940
Linzelpreis 15 Nvf.
Englands Notschrei: Jagdflugzeuge
das englische KLstungsprogramm über den Kaufen geworfen / Flugzeugwerke schwer beschüdigt
Mieder neue KiesenbrSnde in der litg
Vle plutokraten rückten aus — Kommissar für Obdachlose ernannt
dv. Stockholm, SS. September.
Bei den nächtlichen Angriffen auf London in der Nacht zum Montag wurden wieder nach einem Bericht aus London Objekte im Zentrum der englischen Hauptstadt sehr stark mit Bomben belegt. Englische Berichte verzeichnen recht kleinlaut „größere Aktivität über den inneren Teilen der Stadt" als in den anderen Nächten, in denen sich die deutschen Aktionen vorwiegend aus die kriegswichtigen Objekte in anderen Stadtteilen und Außenbezirken konzentrierten.
Einige deutsche Flugzeuge hätten, so mutz London am Montag eingestehen, die innere Sperre durchbrochen und Brand- und Sprengbomben abwerfen können. Es sei ein riesiger Brand entstanden, der das ganze innere London mit Tageshelligkeit beleuchtete. Wie üblich nennen die englischen Berichte keine Einzelheiten, sondern sprechen nur von einem „großen Gebäude". Sie erwähnen ferner, dah die angreifenden Flugzeuge unter Ausnutzung der Helligkeit anschließend Sprengbomben warfen, also dank den guten Zielverhältnissen zweifellos mit bestem Erfolg. Früh am Montagmorgen seien weitere Bombenaktionen gegen Mittel-London erfolgt. Desgleichen meldet London Aktionen gegen andere Teile des Landes, vor allem gegen Mittelengland und einige osteng- lische Küstenpliitze.
Daß die deutschen Meyer der Londoner Feuerwehr jedenfalls genug zu tun geben, geht aus einer Meldung der ,,Dailh Mail" hervor. Das Blatt schreibt, eine einzige Feuerwache habe seit Beginn des großen Bombardements 300mal eingreifen müssen. An einem Tage habe sie zu gleicher Zeit 30 Brandherde bekämpft. Bisher seien 2V Feuerwehrleute bei Ausräumungsarbeiten umgekommen.
Moniague Smith fordert in der „Daily Mail" die Londoner aus, nicht zu viel von Luftangriffen zu reden. „Warum immer von Bomben sprechen? Gründen wir eine Gesellschaft gegen LustkriegSgesprächel" Das Wetter, Biechreise und die Einkommensteuer seien doch auch schöne Gesprächsthemen. Ob dieser krampfhafte Versuch, die niedergedrückte Stimmung der Londoner Bevölkerung zu heben, Erfolg haben wird, ist allerdings zweiselhast.
Da die Londoner in den letzten TaMN kaum noch aus den Lutschutzkellern herauskommen, macht man sich in zuständigen Kreisen schwere Sorgen, wie man die Ernährung der Bevölkerung sicherstellen solle. Der ErnährungSminister hat dabei einen merkwürdigen Vorschlag des liberalen Abgeordneten Mander in Erwägung gezogen.. Dieser gute Mann meinte, man solle an die Bevölkerung eiserne Rationen, bestehend aus Zwieback, abgeben. Zwieback enthalte die wichtigsten Nähr- stosse und Vitamine und ersetze drei Mahlzeiten.
Wieweit die Zerstörung der militärisch wichtigen Gebäude in London fortgeschritten ist, geht aus einer Zuschrift der Arbeiter der Flugzeugindustrie an den „Sunday Expreß' hervor, in der es heißt, die Zerstörungen der letzten Tage in London seien ganz erheblich gewesen. Am Montagmorgen haben wie der Londoner Nachrichtendienst mitteilt, wiederum starke'Bombersormationen in Begleitung von Jägern an verschiedenen Stellen die englische Siidostküste Überslogen. In London wurde am Vormittag bereits zweimal Lustalarm gegeben. So wirken sich die deutschen Vergeltungsangrisse immer weiter aus — Tag und Nacht, ohne Nnterbrechuiml
Mit dem großen Brand, der in der Nacht zum Montag d,e Londoner Eith verheerte, hat es allem Anschein nach eine besondere Bewandtnis. Sicher nicht ohne tieferen Grund sahen sich alle englischen Berichte gezwungen, diese Feuersbrunst besonders zu erwähnen, und zwar in ganz anderem Ton als sonst. Während voreilige Nachrichten aus der Nacht behauptet hätten eine Eindämmung der Feuersbrunst sei nach relativ kurzer Zeit gelungen, gestehen spätere Berichte ein daß es erst im Lause des Montag gelungen sei, d,e entfesselten Elemente
Vritenbomber im liefflug?
Fliegeralarm. Mit gewohnter Ruhe geht's in den Luftschutzkeller. Jeder nimmt seinen angestammten Platz ein. Da! Wir lauschen. gespannt. Ganz deutlich ist das Surren einer englischen Ma chine zu hären. „Britenbomber im Tiefjlug", fragen wir uns. Nein, es ist ein Irrtum. Eine Plauderei in der heutigen Ausgabe erläutert uns diese T äuschung. die sich aus akustischen Gesetzen und Erfahrungen erklärt. — Stimmt es
„unter Kontrolle" zu bringen. Der Brand selbst wütet weiter, nur seine Ausdehnung ist nunmehr anscheinend eingedämmt. Bei der Ausdrucksweise der amtlichen Londoner Berichterstattung, vor allem in Anbetracht ihrer sonstigen Praxis, alles geheimzuhalten, mutz es sich hier um eine Katastrophe von ganz ungewöhnlichem Ausmaß gehandelt haben. Vielsagend sprechen die englischen Kommuniques vom Montag von einer Feuersbrunst, die „ernsten Charakter angenommen habe". Auch Reuter sagt, man sei des Brandes erst im Lause des Montag Herr geworden.
Gleichzeitig sind, wie weiter eingeräumt wird, viele weitere Brände in London entstanden. Überhaupt sind Bomben über sehr viele Londoner Bezirke und über zahlreichen Teilen des
Landes abgeworfen worden, unter anderem über den südwestlichen Grafschaften sowie über den Industriegebieten rund um Liverpool am Fluß Merseh. Hier werden verschiedene Großbrände und andere Bombenschäden an Zndustrieunter- nehmungen zugegeben. Bei Dover sand wieder ein Duell zwischen Batterien aus beiden Seiten des Kanals statt.
Eine Londoner Meldung, der Stockholmer „Nya Dagligt Allehanda" dementiert eine aus London datierte englische Falschmeldung, wonach die schwedische Gesandtschaft in London von einer Bombe getroffen sein sollte.
Aus einer Notiz der „Evening Standard" geht hervor, daß bei einem der deutschen Lustangrisse auf wichtige Versorgungsbetriebe und Lagerhäuser in London große Mengen an Textilwaren — der Umfang der Vorräte wird nicht angegeben — völlig vernichtet worden sind. Die Textilvorräte waren für den englischen Export bestimmt. Das Blatt meint melancholisch, der Schaden sei zwar durch Versicherung gedeckt, aber das Geld ersetze nicht die Waren selbst. Aus diesen Klagen geht hervor, daß ein großer Teil von Export- gütern in den Lagerhäusern zerstört worden sein mutz.
(Fortsetzung auf Seite 2.)
ZS feindliche Maschinen abgeschossen
fluch am Montag wurde London wieder melirsach erfolgreich bombardiert
Berlin, 38. September.
London und einzelne Punkte der englischen Südküste wurden im Laufe des Montags mehrfach erfolgreich von deutschen Kampsverbänden bombardiert. In London wurde seit 8 Uhr fünfmal Fliegeralarm gegeben. Bei den über Südengland sich entwickelnden Lustkämpfen wurde« 38 feindliche Maschinen abgeschossen. 14 ei;
eigene Flugzeuge werden vermißt.
Im Laufe des Tages setzten deutsche Kampsverbände systematisch die Angriffe auf London und kriegswichtige Ziele in Südengland fort. Alle Kampfhandlungen verliefen für unsere Luftwaffe sehr erfolgreich. Sämtliche befohlenen Ziele wurden erreicht und mit Bomben schweren und schwersten Kalibers belegt.
Im Laufe des Tages entwickelten sich zahlreiche Lustkämpfe, die gleichfalls das llebergewicht der deutschen Jäger eindeutig bestätigten. Die Kampfhandlungen haben sich bis in die Abendstunden des 38. September hingezogen.
webrmachtsberichl vom Z0. September
Berlin, 38. September.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Vergeltungsangriffe auf London und kriegswichtige Ziele in England und Schottland sind ohne Unterbrechung fortgesetzt worden. Hauptangriffsziele waren wieder Londo n und Liverpool. Sie wurden von geschlossene» Verbänden und zahlreichen Einzelslugzeugen bombardiert. Starke Zerstörungen und Eroßfeuer zeigten die Wirkung aus wichtige Ziele in den Hafengebieten beider Städte. Weitere Angriffe galten mehreren Häfen Südenglands. Ferner belegten Kampfflugzeuge in der Nacht die schottischen Städte Aberdeen» Edinburgh und Leith mit Bomben schweren Kalibers. In den Midlands wurde ein besonders wichtiges Rüstungswerk im Tiefflug angegriffen. Ein Volltreffer schwersten Kalibers richtete in dem Werk große Zerstörungen an. Bor der englischen Ostküste gelang es. zwei Geleitzüge zu zersprengen.
Bei den gestrigen Nachteinflügen in das Reichsgebiet gelangte der Gegner mit einzelnen Flugzeugen in die Mark Brandenburg, ohne jedoch bis zur Reichshauptstadt vordringen zu können. An einigen Orten im Westen wurden Bomben geworfen. Militärischer Scha- nickt'^dak"die''Bremer Zeitung für ihre Leser den entstand nicht. Der angerichtete zivile Sachschaden immer etwas Besonderes hat? Geben Sie sie des- ist bedeutungslos. Dag^en wurden unter her Bevolke- h7lb bitt^ stets weiter! > rung wieder zahlreiche Personen verletzt. In den Luft-
kämpfen des 28. September wurden 17 britische Jäger und ein Kampfflugzeug abgeschossen. Vier deutsche Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Der erwähnte Angriff auf das Rüstungswerk in den Midlands wurde von einem Kampfflugzeug unter Führung des Oberleutnants von Butlar durchgeführt."
Bei-ihren Einslügen nach Deutschland in der Nacht vorn 29. zum 30. September stießen einige Flugzeuge der britischen Flugwasfe bis in die Mark Brandenburg vor. Solange eine unmittelbare Gefährdung der Reichshauptstadt bestand, wurde Fliegeralarm gegeben. Die nacheinander einsliegenden Flugzeuge drehten jedoch vor Erreichung des Weichbildes von Berlin ab. Ein britisches Flugzeug wurde bereits auf seinem Anslug durch Nachtjäger abgeschossen.
Moskau zum Vreimächtepakt
Scharfe Worte der parteiamtlichen „prawda" — Sündige flbsage an die demokratischen Kriegstreiber
Moskau, 30. September rotzer Aufmachung aus der ersten Seite des Blattes lle des Leitartikels veröffentlicht die parteiamtliche ,a" folgenden Kommentar zum Berliner Dreimächtepakt:
»7 September wurde in Berlin ein Pakt über ein bündnis zwischen Deutschland Italien und Japan ge- > Der Pakt ist für die Sowjetunion nicht überraschend len weil er eine Formgebung der Beziehungen dar- ie sich bereits zwischen Deutschland Italien und Japan ts und England und den Bereinigten «taaten anderer- erauögebildet haben. Wie auch deswegen, weil d'e reqierung von der Deutschen Regierung über den bevor- ;n Abschluß des Dreierpaktes vor seiner Veröffentlichung chtet worden ist.
Artikel acht dann aus die Frage der W»entnng des chtepaktes sür den Krieg gegen England ein. Die i gegen England seien ausgedehnt Wochen, und der ömw gowaMge Dimensionen annehmen..Die .Prawda t aus d7e grüße Rede von Mvlotow vor der letzten des Lbevsten Sowjetrates, wo er davon sprach, daß Kräfte am Werk seien, eine Ausdehnung und weitere ung des Krieges zu erreichen.
Der Artikel stellt dann die Frage, wodurch der Abschluß des Paktes hervorgerufen worden sei. In scharsen Worten wich die Polilik der demokratischen Kriegstreiber angeprangert. Churchills Geichäst mit den NSA. wird mit allen Hintergründen aufgedeckt. Die „Prawda" schreibt: Es bestcht kein Ziveisol, daß die letzten Tatsaclfen aus dein Gebiet der Verstärkung und Ausdehnung der militärischen Hilsvleistrmgen an England durch die Vereinigten Slaaten für den Abschluß des Vertrages wichtig waren Hierl-er gehören die Usbergabe von Kriegsmarine- stützpunkten Englands aris der westlichen Hemisphäre an die Vereinigten Staaten, die Ausdehnung der Einfluß-Sphäre der Vereinigten Staaten aus die südamevikanischen Länder, die Zustimmung Englands, seine fernöstlichen und australisclfen Stützpunkte den Vereinigten Staaten einzuräumen. Natürlich, so fährt die „Prawda" fort. sind die Vereinigten Staaten formell nicht im Kriege aus der Seite Englands gegen Deutschland, Italien lind Japan, jedoch verhalten sie sich faktisch so. als ob sie in ein und demselben Lager mit den militärischen Gegnern Deutschlands. Italiens und Japans auf beiden Hemisphären sich befänden.
Eine der wichtigsten Besonderheiten des Paktes bestcht darin, daß er offen die Einfluß-Sphären der Vertragspartner anerkennt. sowie die Austeilung dieser SpiKren unter ihnen mit der Verpflichtung gemeinsamer Verteidigung dieser Einfluß-
Sphären vor Uebergrifsen von sotten dritter Staaten, vor allem von feiten Englands und der mit England in Zusammenarbeit stehenden Vereinigten Staaten. Gemäß dem Pakt wird Japan der gr-oßasiatische Raum eingeräumt und Deutschland und Italien Europa.
Eine andere wichtige Besonderheit des Paktes, so schreibt die „Prawda" weiter, stellt der darin enthaltene Vorbehalt bezüglich der Sowjetunion dar. In dem Pakt heißt es: „Deutschland, Italien und Japan erklären, dah das gegenwärtige Abkommen in keiner Weise den politischen Status berührt, der gegenwärtig zwischen den vertragschließenden Seiten und der Sowjetunion besteht."
Diesen Vorbehalt mutz man vor allem als eine Achtung seitens der Vertragspartner gegenüber der Position der Neutralität verstehen, welche die Sowjetunion seit dem ersten Tage des Krieges durchführt. Man muß ihn weiter verstehen als eine Bestätigung der Kraft und Bedeutung des Nichtangriffspaktes zwischen der Sowjetunion und Deutschland und des Nichtan- grissspaltes zwischen der Sowjetunion und Italien.
Die „Prawda" schließt mit der Feststellung: Getreu ihrer Friedens- und Neutralitätspolitik kann die Sowjetunion auch ihrerseits bestätigen, daß diese Politik, soweit sie von ihr abhängen wird, unveränderlich bleibt und bleiben wird.
Der Dreimächtepakt und die Sowjetunion
o. 8. Berlin» 30. September.
In diesen Tagen kam die erste Flottille der veralteten amerikanischen Zerstörer in einem englischen Hafen an. Diese Tatsache verführte eine englische Zeitung zu dem exaltierten Ausruf, nun sei Old England der Sieg sicher! So schwach ist die Position des um fein Leben ringenden Britannien geworden, daß die britische Propaganda nach derartigen Tatbeständen greift, um dem englischen Volk in einer Zeit der sich häufenden Niederlagen Mut zuzusprechen. Denn die kühl zurückdenkenden Engländer dürften es noch nicht vergessen haben, daß der Zerstörerkauf begleitet war von einer englischen Zusage, die die Niederlage des Jnselreichs zur Voraussetzung hatte.
Damals hat USA. bereits die Möglichkeit ins Auge gefaßt, England abschreiben zu müssen, und es hat deshalb wenigstens die Gewißheit gefordert, daß ein besiegtes England nicht auch noch seine Flotte ausliefern würde. Seit der Unterzeichnung des Dreimächtepakts von Berlin, den zu bagatellisieren sich England in den ersten 48 Stunden um jeden Preis bemühte, erlebt das Vritenreich erneut sichtbare Beweise dafür, daß es in der Welt als im Todeskampf stehende Macht betrachtet wird. Die „Times" selbst hat in einer nachdenklichen Stunde sich zu der Erkenntnis durchgerungen, daß die Voraussetzung für das Zustandekommen des Dreimächtepakts letzten Endes doch die japanische Ueberlegung gewesen sein müsse, daß England in diesem Krieg unterliegen wird, und daß deshalb Japan zu einem Zusammengehen mit den Achsenmächten kam, um bei der Neuordnung Ostasiens gegenüber anderweitigen Eingriffen gesichert zu sein. Eine interessante Ergänzung dieser Ueberlegung der „Times" ist eine japanische Stimme, die zynisch feststellt, daß USA. im Grunde mit allen begonnenen Eingriffsdrohungen in die ostasiatische Sphäre sein Teil dazu beigetragen hat, daß der Dreimächtepakt zustande kam.
Die englische Presse sucht nun ihrerseits den Dreierpakt als Propagandamittel anzuwenden, um die Kreise der Kriegshetzer und Ausweiter in Amerika anzusprechen, und sie geradezu flehentlich zu bewegen, doch auf alle Fälle den Briten das auf allen Gebieten fehlende Material und die fehlenden Waffen in erhöhtem Umfange bereitzustellen. Die Engländer lassen dabei durchblicken, daß sie zugleich die Hoffnung haben, mit dieser erweiterten Lieferung auch Amerika irgendwie zum Kriege treiben zu können.
Daß in USA. die Mahnung an alle Kriegstreiber wohl verstanden worden ist, die in dem Abschluß des Dreimächtepakts liegt, haben sofort sämtliche ersten Antworten aus USA. in der Presse bewiesen. Heute kommen neben jüdischen kapitalistischen Kriegshetzerstimmen auch andere zu Wort, die das von den Briten so sehnsüchtig erwartete Echo doch nach vielen Richtungen sehr bitter empfinden lassen, denn die amerikanische Presse interessiert sich außerordentlich stark, wenn nicht fast vornehmlich für die ostasiatischen Auswirkungen, und eine Reihe von Stimmen kommt dabei zu dem Ergebnis, daß sich jeder ausbrechende Konflikt im Fernen Osten zum Schaden nicht nur der dann am Kriege Beteiligten, USA. und Japan, sich auswirken würde, sondern vor allem auch zum Schaden Englands. Die selbstverständliche Folge nämjlich eines solchen Konflikts würde die Verringerung der Waffen- und Flugzeuglieferungen aus USA. für England bedeuten. Auch im Hinblick für die für USA. bedeutsamen Rohstofflieferungen aus Ostasien sei eine solche Entwicklung nicht unbedenklich. Sogar die Benutzung von Singapore wäre äußerst gefährlich, „solange täglich die Gefahr einer Zerstörung oder Lahmlegung der britischen Flotte bestünde". Also auch hier wieder das Auftauchen der Frage, wie die Machtverteilung der großen Erdsphären aussehen wird nach der Niederlage Englands.
Um diesen Punkt kreisen nun einmal die Gedanken der Politiker und politischen Betrachter in der Welt, nachdem die plutokraiischen Krregshetzer ihre sämtlichen Verbündeten verloren haben und sie durch die deutschen Luftangriffe auf England und den Stoß Italiens gegen Aegypten in die letzte Phase des von ihnen angezettelten Krieges gestoßen worden sind. In dieser Situation verlangt es sie, um jeden Preis sich noch der Hilfe würdig hinzustellen, und ihr brennender Wunsch nach Sanierungswürdigkeit ist auch die Ursache der in den letzten Tagen versuchten Siegeslügen. Auf der anderen Seile aber klammerten sich die von Duff Cooper „inspirierten" englischen Zeitungen m8 der Geschicklichkeit der jüdischen Journaille, an „Deutungen" des neuen Paktes, die ihrer eigenen Mentalität entsprechen.
Den Höhepunkt erreichte der hilflose Sophismus dort, wo er den Artikel v zum Angelpunkt
....„„„„.
Vnsor LayssspLVAvL
, London wurde wiederum Tag und Nacht vernichtend bombardiert. 38 feindliche Maschinen wurden in Luftkämpsen abgeschossen.
Ausländische Pressevertreter konnten sich von Schwindel- meldungen der RAF. über erfolgreiche Bombardierungen Berlins überzeugen.
Staatsminister Farinacci traf in Berlin ein.
Die Moskauer „Prawda" bestätigt die unveränderliche Politik der UdSTR.
Haifa wurde wieder von italienischen Bomben schwer getroffen. "
Am K. Oktober tritt ein neuer Reichsbahn-Fahrplan in Kraft.
Die BZ. antwortet auf die Frage nach der Möglichkeit Soldatengräbern einen Besuch abzustatten.