Ausgabe 
(30.9.1940) Nr. 269
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

erscheint 7mal SSchenNich Mooarsbezug ü-8^! 2M elnschl. Au- stellgebühr; Postbezugspreis monatl 2,30 (elnschl. 28,7 ^ Post- zeltungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist lm voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Eine Dehlnderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch au' Rückzahlung des Bezugspreises Verlag: NS.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Geeren 8-8 Fernspr.: 54121,Nachtr. u. Sonntg. Z111Z. Spr e chz.: Verlag: werktl. 12—13 Ohr: Gchriftieitung: Diens­tag und Freitag 12'/,—13*/, Uhr

vwIIkllMW

IZartLiamiliüie Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

Anzeigen - Grundpreise»

Die 1 mw hohe und 22 oaw breite Zelle lm Anzeigenteil 13 ^ Die 78 mw breite und 1 nuo hohe Zeile im Teiltest 75 <^. Ermäßigte 8rundpre!se lfür Klein- u. Famlllen- anzciaeo u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß- staffel d. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An- nahmeschluß 18 Uhr. Geschäfts­stellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 8/8. Fernspr. S 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 5 11 IZr Obernstraße 86, Fernspr. 8 4121. 8n Gvke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattlsalters in Oldenburg und vremen

Nr. 288 /10. Jahrgang

Montag, Z0. September 1840

kinzelpreis 1S Npf.

knglandsvlutscliuldsteiotinsUnemeßliclie

die deutsche Vergeltung rollt, «vas Jüngste Sericht" über London

Nächtliche Morde in Köln

Spreng- und vrandbomben auf dichtbesiedelte Wohnviertel —Lote und Schwerverletzte unter der Zivilbevölkerung

Nie lugend lm kriege

Vr. Soebbels eröffnet die Zugendfilmspenden 1S40/41 — „Ver krieg ist die heroischste Semeinschaftskeistung einer Nation"

Berlin, 29. September

Auch in der vergangenen Nacht haben die Sendboten der Londoner Mörderzentrale die deutsch« Zivilbevölkerung mit Bomben heimgesucht. Während der Versuch, wieder bis Berlin vorzustoßen, im Flakseuer stcckenblieb, haben die englischen Flieger, den verbrecherischen Plänen ihrer Auftraggeber getreu, in anderen Teilen Deutschlands an Arbeitern. Bauern und diesmal auch vor allein an alten Leuten ihr Mütchen gekühlt. Das Konto der englischen Blutschuld wird dadurch erneut um ein beträchtliches erweitert. Daß auch diese Verbrechen tausend- sach vergolten werden, dürste selbst den dicksälligsten Eng­ländern der bisherige Verlauf der bereits seit mehr als drei Wochen über London tobenden Schlacht hinlänglich bewiesen haben.

Wieder einmal typisch für die Methode der englischen Flieger, ihre Bomben entweder wahllos abzuwerfen oder, wenn sie schon zielen, Wochngegenden — wenn sie nicht gerade Kran­kenhäuser, Lazarette, Kirchen oder Friedhöfe rinden, die sie erfahrungsgemäß besonders bevorzugen — heimsuck^n, ist der Angriff der gestern Nacht aus KAn veübt wurde. Wieder ein­mal landeten britische Spreng- Und Brandbomben in dicht­besiedelten Stadtteilen und suchten ihre Opfer unter der Zivil­bevölkerung. so datz die vier Toten, die hier zu beklagen sind, den Morden, die Churchill und seine Trabanten bisher schon auf dem Gewissen haben, hinzuzurechnen sind. Die Zahl kann sich leider noch erhöhen; denn rmter den zwölf Verletzten befindet sich ein Mann. der so schwere Wunden davongetragen hat, datz mit seinem Ableben gerechnet werden muß. 'Auffallend viel Bomben trafen Hinterhäuser, auch Gärten zwischen den Häuserreihen und PläHe der Stadt, also alles andere als mili­tärische Ziele. Auch Dörfer und einzelne ländliche Siedlungen im näheren und weiteren Umkreis der Stadt blieben von dem nächtlichen Nebersall nicht verschont. So sielen aus ein Gut im vheiuisch-bergischen Kreis nicht weniger als elf Spreng- und 80 Brandbomben, glücklicherweise ohne hier Personen- oder Sachschäden anzurichten.

Auch diese Schandtaten sollen den Briten nicht vergessen werden. Sie sind neue Beweise der zügellosen Mordgier der Todseinde aller menschlichen Gesittung. Sie schreien nach Ver­geltung. die dafür sorgen wird, daß den Verbrechern in Lon­don und ihren Helfershelfern ein für alle mal das Handwerk gelegt wird.

Vpfer britischer Verbrechen beigesetzt

Eindrucksvolle Trauerseier in Berlin

rä. Berlin, 29. September

Unter großer Anteilnahme der Berliner Bevölkerung, der Partei und ihren Gliederungen, sowie des Rcichsluftschutz- bundes wurden am Sonnabend die Opfer des bri'ischcn Ucber- sallS aus die Reichshauptstadt in der Nacht zum 23. Scpteniber zur letzten Ruhe getragen. Zehn Opfer wurden auf dem HeNand- Friedhos in Plötzensee beigesetzt, drei weitere aus anderen Fried­höfen Berlins bestattet. Besonders feierlich gestaltete sich die Trauerveranstaltung in Plötzensee. Reiche Blnmenspenden be­deckten die Särge der aus Befehl Churchills gemordeten deut­schen Volksgenossen. Unter ihnen befanden sich neun Frauen

„knglands Schuld"

Mexikanische Stimme gegen englische Hetzkampagne

Mexiko-Stadt, 29. September

„Ultimos Roticias" veröffentlicht eine Zuschrift gegen die englische Hetzkampagne anläßlich der angeblichen Versenkung eines „Kinderschisfes" durch ein deutsches U-Boot. „Schuld am Tod dieser Kinder", so heißt es hier. „hat England, weil es sie dieser drohenden Gefahr aussetzte, nachdem Deutschland die totale Blockade der britischen Insel erklärte."

und ein Kind. Die Fahnenabordnungen der Bewegung und des Reichsluftschutzbundes hatten Ausstellung genommen. Von schwarzumkleideten Pylonen loderten Feuer. In einer An- spräche gab Bezirksbürgermeister Schuder der Empörung des ganze» deutschen Volkes über die englischen Verbrechen Aus­druck. Er wies daraus hin, daß die Blutopser. die die Heimat infolge der niederträchtigen Kriegführung Englands gegen Frauen und Kinder bringen müsse, genau so für eine größer« Zukunft Deutschlands gebracht würgen, wie die Toten, die die Ration aus den Schlachtfeldern läßt. Sie starben, damit Deutsch­land lebe. Nach Gesangsvorträgen und dem Lied vom guten Kameraden wurden die Blutzeugen der Heimaterde übergeben.

Berlin, 29. September.

Im festlich geschmückten Ilsa-Palast am Zoo eröffnete Reichs­minister Dr. Goebbels mit einer Ansprache an die deutsche Fugend feierlich die Spielzeit 1940/41 der Jugendsilmspende. Ein Trommelwirbel und Fansarcnklänge verkündeten die An­kunft des Ministers, der unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer die Front der vor dem Lichtspieltheater angetrete­nen Ehrenformationen der HJ. und Marine-HJ. abschritt. Am Eingaich wurde er vom stellvertretenden Gauleiter Staats­rat Görlitzer begrüßt.

Inzwischen hatten im weiten Jnnenraum des Theaters die Zungen im Braunhemd und im Blau der Marineuniform

Sestern viermal Alarm in London

Mistungswerk in den Midlonds bombardiert - Vtzne eigene Verluste retzn britische ZSger abgeschossen

Berlin, 29. September.

Deutsche Kampfoerbände griffen auch im Laufe des 29. September in mehrfachen Einsätzen kriegswichtige Ziele in England an. London hatte im Laufe des Sonntag viermal Fliegeralarm. Weitere Angriffs­ziele waren mehrere Häfen an der Sud- und OstkSste Englands sowie die Dockanlagen an der unteren Themse. In den Docks von Kilbury wurden neue heftige Brände

ausgelöst. Vor der britischen Ostküste zersprengten deutsche Kampfflugzeuge einen stark gesicherten Geleit- zug. Schließlich wurde noch mit großem Erfolg ein be­sonders wichtiges Rüstungswerk in den Midlands bom­bardiert.

Bei den Luftkämpfen, die sich im Laufe des Tages über Siidengland abwickelten, schössen unsere Jagdflug­zeuge ohne eigene Verluste zehn britische Jäger ab.

Ver welirmachtsberltkl vom 28. September

krnste Schöben in Sen Londoner vocks — lag- und Nachtangriffe mit Schwerpunkt gegen London 28 britische slugreuge vernichte» — Zwei ffandeisschiffe aus Seleitjug durch vombenkreffer versenkt

Berlin, 29. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Vergeltungsangriff« unserer Luftwaffe richteten sich am 28. September und in der Nacht zum 29. Sep­tember mit Schwerpunkt gegen London und außer­dem gegen Liverpool und andere Hasenziele im Süden Englands. Ernste Schäden wurden in London an den Silverton-Docks, in Eravesend, bei den Til- bury-Docks sowie im Themsebogen und bei den Ost- india-Docks verursacht.

Vor der schottischen Ostküste gelang es durch Angriffe aus der Luft, aus einem stark gesicherten Eeleitzug zwei Handelsschiffe von je etwa 9999 BRT. durch Volltreffer zu versenken.

Im Verlaufe der Tagesangriffe entwickelten sich über London an einigen Stellen heftige, für uns sehr erfolg­reiche Luftkämpse.

Die britische Luftwaffe führte Nachtangriffe vor allem gegen das west- und südwestdeutsche Grenzgebiet. Einige britische Bomber, die bis dicht vor Berlin vorstießen, wurden durch das Abwehrfeuer der Flakartillerie ge­zwungen, abzudrehen, ohne das Weichbild der Reichs­hauptstadt erreicht zu haben. In West- und Südwest- deutfchland warf der Gegner mehrfach Bombe«, ohne nennenswerten Sachschaden anzurichten. In einer west­deutschen Stadt wurden abermals Wohnviertel ange­

griffen und mehrere Personen» die sich nicht in Schutz­räumen befanden, getötet oder verletzt.

Der Feind verlor gestern insgesamt 28 Flugzeuge, davon drei durch Flakartillerie. Nur ein deutsches Flug- zeng wird vermißt.

Kamsislusreuge versenken I2VVV VM.

Berlin» 29. September.

Unter Führung des Majors Harlinghausen konnte eine Kette von Kampfflugzeugen am 28. September vor der Ostküste Nordschottlands beim Angriff auf einen stark gesicherten Eeleitzug trotz heftiger Flakabwehr zwei Handelsschiffe mit einem Eesamtinhalt von rund 12 999 BRT. versenken. Die Kette hat damit mehr als 199 999 BRT. feindlichen Handelsfchiffsranmes vernichtet.

kn-llsltzer vomder vor verlin abgeschossen

Nächtlicher Angriff auf vie Reichshauptstavt gescheitert

Berlin, 29.-September

Britische Flugzeuge flogen in der letzten Nacht wieder nach Deutschland ein. Einige Bomber stießen aus Berlin vor. Die Flakartillerie eröffnete das Feuer frühzeitig. Noch vor dem Sperrgürtel drehten die britischen Flugzeuge ab, ohne Bomben geworfen zu lzaben. Ein Flugzeug wurde von Flakartillerie abgeschossen.

London Lag und Nacht behämmert

Säuernde Steigerung der deutschen Vergeltungsaktion — wegrafferte Seböude im Norden der Stadt

London nach der 22. fllarmnacht

Berlin» 29. September.

Die deutschen Kampfverbände entfalteten auch in der letzten Nacht eine lebhafte Tätigkeit. Ihre Angriffe waren wieder vor allem auf London gerichtet. Von 29 Uhr abend» bis in dl« Vormittagsstunden des 29. September waren ununterbrochen deutsche Flugzeuge über der bri­tischen Hauptstadt, in der während der ganzen Zeit Fliegeralarm gegeben wurde.

don erlebte in der Nacht zum Sonntag seine 22. An- ,acht mit einem pausenlosen Alarmzustand vom frühen bis in den Vormittag hinein. Die amtlichen englischen te verzeichnen viele Brände, „jedoch sind die Löscharbei- >m Sonntag durchweg weit fortgeschritten . Angriffe en sich den englischen Darstellungen zufolge, auch gegen andere'Punkte des Landes, doch seien hier keine LP,er klagen — ein wichtiges Zeugnis siir d'e Beschränkung eutfchen Aktionen aus nulitärffche Obiekte JnNord- n sind wie schwedische Berichte besagen, die schäden rm zerstörter, ja wegrasierter Gebäude besonders groß. erden auch krampfhafte Versuche zur Aufrechterhaltung eschiistslebens in der Innenstadt gemeldet. T,e zu «nein , Teil verheerte Oxsort-Ttreet hat den Charakter eines iarktes auf dem bombenbeschädigte Waren ,eilgehalten a. Plakatträger suchten „ausbombardierte' Hausbesitzer ohnungsvermittlern zu locken. .... .

Wahrheit über Lankam bringt immer starker an die tlichkeit so viel bie britisstie Zenstlr auch unterbinden >ie Aqitations,zentrale auch schwindeln mag. Die lchwe- Zeitung .Stockholm Tidningen z B. bringt wieder re Eiaenberichte aus London, die vollkommen im Zeichen inaebeuren Wucht Her deutschen Vergeltl^ngsangrisie Mit »nmitzverstäitolicher Einhrmglichkcit wirb geschil- wie Welle °iff Welle von deutschen Bombenflugzeugen Lndon erschien. Den ganzen Tag über hatten deut,^ schwader aus London und seine Umgebung, seine Jn- > und seine Berkehrsanlagen geradezu gehämmert.

Unausgesetzt sei es den deutschen Flugzeugverbänden gelun­gen, die englische Sperre zu durchdringen. Derartige deutsche Großangriffe habe London seit dem 13. September nicht mehr erlebt. Der Angriss sei bei Hellem Sonnenschein erfolgt. Der Zustand über London wird als „Tag des jüngsten Gerichts" bezeichnet. Große Jndustriekomplexe seien ge- troffen worden. Neben London sei auch Bristol das Ziel der deutschen Fliegerangriffe gewesen. Die Angriffe am Sonn- abend richteten sich gegen den südlichen und südwestlichen Teil Londons, wo die deutschen Flieger offenbar bestimmte Ziele suchten. Gewaltige Feuersbrünste seien entstanden. Be- sonders erbittert seien dir Kämpfe an der Themse gewesen; auch die Londoner Vororte hätten stark gelitten.

In dem Londoner Eigenbericht der schwedischen Zeitung wird daraus hingewiesen, daß die britisch» Behörden sich unter dem ungeheuren- Eindruck der schweren deutschn An­griffe veranlaßt sehen, die englischen Zeitungen zu „inspi­rieren". Damit wird öffentlich eiiuzcstanden, daß die Lügen, mit denen die Londoner Blätter ihre Spalte» füllen, von einer amtlichen Zentrale ausgelzen, daß das englische Bolk Vvn Churchill, Tuff Cooper und Konsorten nach Strich und Faden an der Nase herumgesührt wird und datz man sich in London krampfhaft bemüht; die Stimmung der breiten Massen künst­lich aufzupulvern. Wie das schwedische Blatt berichtet, besteht die „Inspiration" u. a. darin, daß di« engt,sehen Zeitungen

veranlaßt werden, hervorzuheben, daß die englisch» Luft­angriffe aus Berlin mit verstärkter Kraft fortgesetzt würde».

Gleichzeitig aber bekunden neutrale Beobachter die Unwirk­samkeit der englischen Angrisssversuch« gegen Deutschland: während die englischen Auslassungen vom Sonntag sich eines Nachtangriffs aus Berlin rühmen, stellten schwedische Augen­zeugen in Berlin gleichzeitig fest, daß kein Flugzeug die Stadt erreicht habe. Der Berliner Vertreter der „Dagens Rhheter" (den sonst regelmäßig die englischen Darstellungen als Kron­zeugen anführen) meldet auf Grund einer sechsstündigen Rund­fahrt neutraler Berichterstatter durch Berliner Industrie­anlagen, Kraftwerke, den Tempelhoser Flughafen usw., daß keinerlei Bomben- oder Brandschäden beobachtet werden könn­ten und datz die Arbeit überall normal im Gang gewesen sei.

Mit der Hoffnung der Engländer aus den Erfolg ihrer .Aktionen ist es also schlecht bestellt. Um so schwieriger haben sie es. ihrem eigenen Volk die Fortdauer der unentwegten deutschen Angriffe plausibel zu machen, die den Engländern um so unsatzbarer fein müssen angesichts der dauernden Lügen über die angeblich riesigen Verluste der deutschen Lust­waise. Es wird ihnen vorgehalten, von deutscher Seite werde dauernd die Taktik gewechselt: di« Deutschen hätten letzthin große Verbände nur aus Jägern herübergeschickt, um die englischen Geschwader ansznreiben, dann hätten sie wieder ihr« Bomber immer stärker eskortieren lassen. Tagesangrisse wechselten mit nähÄichen Bmübenakti-onen, aber auch hier-; gegen — so flüstert man geheimnisvoll und trostreich -- seien bereits geheime Gegenplüne im Entstehen. In diesem Zusammenhang rühmt sich ein Organ der jüdischen Emi­granten aus Mitteleuropa in London, datz vor allem die ihr nahe stellenden Kreise an der wissenschaMchen Abwehr arbeiteten, wobei sie sich vor allein um ein Mittel zur Ab­wehr'der deutschen Brandbomben bemühten.

(Fortsetzung auf Seite 2.)

sowie die Mädel in ihren weißen Blusen Platz genommen. A-ni den Rängen bemerkte man viele Ehrengäste aus Partei und Wehrmacht. Stach einem Fansarenrus, den Klängen des liervischen Marsches vvn Schnitzter und dem gemeinsamen Ge­sang des Liedes „Im ganzen Land marschieren nun Solda­ten", begrüßte Neichsjugendführer Axmann den Minister. „Die HZ. mit ihren acht Millionen Menschen", so führte er aus, „ist die größte Jugendbewegung der Welt. Aber nicht diese große Zahl ist es, die uns mit Stolz erfüllt, sondern vielmehr ihr Wesen, ihr Charakter und ihre Eigenart, die sie durch ihre Aufgaben auf das engste mit allen Lebens­bereichen des deutschen Volkes verbindet. Durch ihre kultu­relle Arbeit legt sie Zeugnis ab von ihrem Bekenntnis zur schöpferischen Kraft und zum Schönen.

Die deutsche Jugend weiß genau, welchen entscheidenden Anteil Sie, Herr Reichsminister, an der Lchassung des neu­zeitigen, wertvollen und erzieherischen Films , haben, und sie dankt Ihnen besonders dafür, daß Sie ihr die Jugendfilm­spenden schenkten."

Dann eröffnete

Nelölsmlnister Vr. Soebbels

die Jugendsilmstunden 1940/41 mit einer Ansprache. Er schil­derte ihre Bedeutung als zusätzliches, außerordentlich wichtiges Element der praktischen Jugenderzichungsarbeit und gab einen Ueberblick über ihre Entwicklung und ihr Ziel.

Die Jugendsilmarbeit wolle den deutschen Film durch plan­mäßige filmische Erziehung der Jungen dienen, andererseits aber auch der Jugend selbst ein zusätzliches Ausrichtnngs- oder auch Unterhaltung-- und Belrhrungsmittel zur Verfü­gung stellen. In einer Spielzeit solle der Jugend ein Ueber­blick über alle Sparten des deutschen Filmschaffens gegeben werden. Daher erfolg« die Filmauswahl aus der gesamten Jahresproduktion, und neben den staatspolitischen Program­me» würden gute Unterhaltungssilme und gute Kulturfilme gezeigt.

Reichsminister Dr. Goebbels nahm dann in grundsätzlichen Ausführungen zur Jugendfrage im Kriege Stellung:

Das Problem der Jugend ist in schwierigen Zeiten immer auch besonders schwierig gewsen. Der Krieg stellt seine harten Anwrderungen an die gesamte Nation, und auch die Jugend bleibt davon nicht verschont. Sie muß deshalb durch be­sondere Haltung und stärksten- ausgeprägten Persönlichkeits­charakter versuchen, der damit verbundenen Schwierigkeiten Herr zu werden, bzw. den Erziehungsberechtigten und -ver­pflichteten zu helfen, die hier austauchenden Probleme zu meistern. Nm so größer aber sind demgemäß auch die Aus- galen. die HZ. und BDM. zusätzlich zu ihren sonstigen Pflichten zu erfüllen haben, und die Verantwortlichkeiten, die sie damit dem Führer und dem Volke, aber auch dem Eltern­haus gegenüber übernehmen.

Die Jugenderziehung kann i zu Kriege über­haupt nur im engsten Zusammenwirken mit der Jugend selbst erfolgreich durchgeführt werden. Die Jugend ist nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt ihrer eigenen Erziehung. Vieles, was im Frieden mit Hilfe der Organisation, des Elternhauses und der Schule wie selbst­verständlich durchgeführt werden kann, fällt im Kriege ebenso selbstverständlich weg. Gerade darum muß die Jugend durch ihre Haltung und durch ihre Lebensweise einen großen Teil der Erziehungsarbeit überflüssig' machen,' die im Frieden durch die dazu bestimmten Organe geleistet wird.

Der Krieg ist nicht mir ein großer Gleichmache,:, er ist auch ein großer Erzieher. Er macht alle Phrasen und Schlagworte hinfällig. Vor seinem harten Gesetz hat aus die Dauer nur die reu!« Wirklichkeit Bestand. Er ist der größte llnNverter aller Werte. Was uns im Frieden lvesentlich und manchmal sogar unentbehrlich erscheint, daraus verzichten wir im Kriege gern und dienen damit der gemeinsamen Sache. Der Krieg ersaßt heute nicht, wie in früheren Zeiten, nur einen kleinen Teil­ausschnitt des Volkes; er ist die heroischste Gemeinschasts- leistnng einer Nation. Da er von unseren Feinden auch und gerade gegen die Kinder geführt wird, muß er ebenso auch von den Kindern pariert werden. -

Im Weltkrieg richtete sich besonders in den Jahre» 1917 und 1918 die schärfste Spitze der englischen Blockadewaffe gegen deutscl)« Frauen und deutsch« Kinder, und es ist zum großen Teil auch darauf mit zurückzuführen, daß wir in der ent­scheidenden Stunde nicht mehr die Kraft ausbrachten, uns gegen die englisch-französische Bedrohung zur Wehr zu setzen.

Auch in diesem Kriege hatten unsere Feinde die Absicht, die gleiche Waffe nach Möglichkeit mit dem gleichen Erfolge zur Anlvendung zu bringen. Die deutsche Staatssührnng hat bei­zeiten daür gesorgt, daß die englische Blockade zur Wir- kungslosigkeit verurteilt wurde. Trotzdem aber richtet sich der Krieg in seinem letzten Sinn weiter gegen die heranwachsende deutsch« Generation, und es ist deshalb auch mehr als sym­bolisch, daß gerade sie sich in hellen Scharen zu den Fahnen

M»I»INI»»III»IIII»»IIIIII»MMINMIMMMI,,II»MI»»INMI»»MIIIIIIIII»MIII

Vnssr VasosspiSysL

Pausenlos hämmert dir deutsche Luftwaffe aus London und Süd- und Mittelengland ein.

Der italienische Heeresbericht meldet erfolgreiche Aktionen der Luftwaffe.

Wieder sielen deutsche Zivilpersonen den feigen Nacht- übersällen der „Königlichen" Lustmacht zum Opfer.

Der italienisch« Außenminister Gras Ciano verließ gestern die Reichshauptstadt. Auch Spaniens Innenminister Suner ist von Berlin nach München abgereist. Reichsminifter Dr. Goebbels eröffnete die Jugendfilm- spenden 1940/41.

Nothdurft (Bremen) siegte im Straßenrennen „Rund um Bremens Häusermeer".

Die britischen Luftpiraten streuten Brandpliittchen aus das Museumsdors bei Cloppenburg.

Tura-Gröpelingcn erkämpfte sich die Zugehörigkeit zur Bcreichsklasse im Fußball.

Die bremischen Schwimm-Meisterschaften wurden mit glänzendem Erfolg abgewickelt.

Schalkes Meistermannschaft schied in den Kämpfen um den Tschammer-Pokal überraschend aus.