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parteiamtliche Hageszeitung
Das flmtsblött des legierenden lürgermeisters der Zreien lionsestadt lremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 2SS / 10. Jahrgang
Sonntag. 2S. September 1840
kinzetprers 15 Npf.
furchtbarer Vauerangriff über kngland
-
kine an Sprengwirkung, seuersbrünsten und Vernichtung bisher unerreichte Schreckensnacht
Vs« Knasts
Osr Pakt Lur V^arnuny unel Lkvvskr / IsoNsruny äss jüäLsok - ikroimaarsresoksn XrieysirerderySLinäels
Lm Lonnaksnä 23 ivertere Lksaküsss / Vsrrorrss^Snt orprssssrisakorZussneUraksr Ln I-onäons V-LaknsokävkLsn
Berlin, 28. September.
Die deutsche Luftwaffe setzte in den Mittagsstunden des 28. September ihre Veraeltungs- angriffe auf London fort. Einheiten von Kampfverbänden belegten im Hafengebiet der britischen , Hauptstadt verschiedene wichtige Ziele trotz starker Flak- und Jagdabwehr wirksam mit Bomben schweren Kalibers. In der Nähe der Ostindia-Docks kam es zu starken Explosionen und großen Bränden.
^ Im Verlaufe der Aktion kam es wieder zu verschiedenen Luftkämpfen, die für unsere Flieger sehr erfolgreich verliefen. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden 23 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Von den deutschen Flugzeugen kehrte eines nicht zurück.
Die im Wehrmachtsbericht vom 28. September erwähnten britischen Flugzeugverluste erhöhen sich um 1, also aus 192. Ein britisches Kampfflugzeug, das in der Nacht zum 28. 9. in das westliche Grenzgebiet einflog, wurde durch Flak abgeschossen.
wehrmachisberichl vom 2S. September
Berlin, 28. September.
Pas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die gestern wieder mit starken Kräften geführten An- Artffe der Luftwaffe richteten sich in der Hauptsache gegen Hafenanlagen, Docks, Fabriken, Grotzkraft- und Gaswerke in London und Südengland sowie gegen Truppenlager. Mit besonderem Nachdruck wurden die Häfen in London und Bristol bombardiert. Weit ausgedehnte Brände und Explosionen liehen den Erfolg überall erkennen. In Mittelengland gelang es, ein Rüstungswerk durch Bomben schwersten Kalibers vernichtend zu treffen.
Fernkampfbatterien nahmen Dover erneut unter Feuer und beschädigten drei im Hafen liegende bewaffnete Handelsschiffe schwer. Nach späteren Beobachtungen sind zwei Schiffe gesunken. Im Seegeoiet nördlich Irland griffen Kampfflieger einen stark gesicherten Ee- leitzug an und versenkten durch Volltreffer ein Handelsschiff von 5ÜÜV BRT. Einige wenige feindliche Flugzeuge warfen bei Nacht planlos Bomben im westdeutschen Grenzgebiet auf freies Feld. Schaden wurde nicht angerichtet.
Starke nächtliche Vergeltungsangriffe trafen kriegswichtige Ziele in London und Liverpool. Im Laufe des 27. September kam es zu zahlreichen heftigen Luftkämpfen, in deren Verlauf 191 britische Flugzeuge abgeschossen wurden. 38 eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. Minensuchboote griffen ein britisches Unterseeboot mit Wasserbomben an. Seine Vernichtung ist wahrscheinlich.
Beim Angriff auf Mittelengland zeichnete sich eine Flugzeugbesatznng unter Führung von Oberleutnant Leonhardi besonders aus. Sie stieh in schnerdrgem Tiefangriff trotz starker Abwehr auf ein Rüstungswerk hernieder und setzte ihre Bomben aus niedrigster Höhe mitten ins Ziel." . . . ^
Noch den mit verstärkten Kräften durchgeführten deutschen Lustangrisfen auf London. Mittel- und Südengland im Laufe des Freitags wurden in der Nacht zum Sonnabend tue vernichtenden Vergeltungsschläge der deutschen Luftwaffe auf lebenswichtige militärische Zjele und Versorgungsanlagen Großbritanniens fortgesetzt.
„Als Höhepunkt", so sagt ein Associated-Bericht, „eröffnete d,c deutsche Luftwaffe in der Nacht zum Sonnabend den 21. Nachtangriff, der sich innerhalb einer Stunde zu einer größeren Attacke entwickelte. Deutsche Brand- und Explosivbomben sielen im Nordwesten und Südwcsten Londons. Der Nachtangriff dom Freitag, so wird jetzt zugegeben, hinterließ beträchtliche Schäden im Liverpooler Hasen und Schisssbaugebiet."
..Kennzeichnend sür die gegenwärtige Situation in der britischen Hauptstadt ist auch ein Bericht des United-Vertre- Pennh. Ein Trunk Wasser sür ein dürftiges Kind koste sechs Pennh. Es wird berichtet, daß sich zuviel« junge Männer in den U-Bahnen herumtrieben, und die Presse verlange, man solle sie hinauswerfen, um die Plätze sür alte Leute, Frauen und Kinder frei zu machen. Die Bewohner der Elendsgebiete
beschwerten sich, daß sie gezwungen würden, Fahrscheine zu kaufen, um auf die Bahnsteige zu gelangen und so sür die Rettung ihres Lebens noch bezahlen müßten
Am Sonnabendvormittag erneuerten sich die heftigen deutschen Angriffe aus London und die Lustkämpfe vom Vortage mit vermehrter Schärst. In welche Verlegenheit sich Churchill befindet, geht daraus hervor, daß er die Bevölkerung, die anscheinend mit wachsender Nervosität Nachrichten über den Verlaus der Kämpfe verlangt, aus später vertröstete. An Verwüstungen während der Nachtangriffe werden Handels- und Jndustriegcbäude, viele Brände genannt, aber die meisten ständen „unter Kontrolle". In solchen Wendungen des Londoner Rundfunks, die nicht für das eigene Land. sondern vor allem zur Agitation nach außen mit Greuelvorwürfen gegen Deutschland bestimmt sind, ist die Rede von „schweren Verheerungen" und einem „riesigen Zerstörungswerk" aus Grund des nun schon mehrwöchigen Luftkrieges.
Zu den in London teilweise ramponierten Gebäuden gehört jetzt auch das Unterhaus, desien Fassade in dem zum Oberhaus gehörenden Dell schwer beschädigt worden sei. Die englische Hauptstadt hatte schon im ersten Teil des Sonnabends drei Alarme. Tagesangrisfe wurden ferner unter anderem gegen zwei Städte in Mittelengländ gerichtet.
3 . s. 0. Bremen, 29. September.
Her lodesstoßDas Rad der Weltgeschichte dreht sich oeaen knalandkraft der Dynamik der jungen zukunsts- gegen Völker in unseren Tagen
kräftig und schwungvoll. Da können verkalkte Mächte, auch wenn sie in dem Wahn leben, weltbedeutend zu sein, einfach nicht mehr mit. Noch ist in deren Gehirnen der vermeintlich gloriose Gedanke eines angelsächsischen Machtblockes gegen Deutschland nicht zu Ende gedacht, da steht diesem plutokratisch - kapitalistischen Wunschgebilde bereits fix und fertig die aus dem Haupte Adolf Hitlers entsprungene abwehrbereite Wirklichkeit des zur gegenseitigen Unterstützung nach jeder Hinsicht ehern geschmiedeten Dreimächtepaktes Berlin- Rom—Tokio gegenüber. Kraft dessen ist jeder freventliche Einmischungsversuch fremder Mächte in die mit Tatkraft in Angriff genommene Ausräumung?- und Neuaufbauarbeit der totalitären Staaten in der Welt schon im Keime zum Scheitern verurteilt. Den Todes st oh gegen England nennt man in Rom diesen Pakt, ein Todesstoß ins Herz der jüdisch-freimau- rerischen Weltordnung ist er noch darüber hinaus. Mit ihm fallen die letzten, ohnehin schon illusorisch genug gewesenen Hoffnungen, des seiner selbst kaum mehr mächtigen Englands auf Hilfe und Rettung von außen. Mit ihm löscht aus der letzte Funke des Glaubens iyr englischen Volk, daß es überhaupt noch möglich sein könnte, England in diesem Krieg mit einem blauen
sluglMen auf Malta bombardiert
Mißglückte englische kinsallsoersuche ln »slafrika - empfindliche Verluste der Nsts.
Rom, 28. September.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der
Wehrmacht gibt bekannt: Zwei unserer Luftsorma- tionen haben in Begleitung von Jägern den Angriff auf die Insel Malta wiederholt und die Flughäfen von Micabba und Hal Far bombardiert. Nachdem die Formation ungestört ihre Aktion durchgeführt hatten, wurden sie von feindlichen Jägern angegriffen. Zwei feindliche Flugzeuge wurden schwer beschädigt und sind wahrscheinlich abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.
In Nordafrika gehen die Säuberungs- und Aufklärungsaktionen weiter. Die feindliche Luftwaffe hat Angriffe auf Garn-ul-Grein und Eiarabub durchgeführt, wobei zwei Libyer getötet und fünf Italiener verletzt wurden. Unsere Jäger, die sofort eingriffen, haben zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen, drei weitere sind wahrscheinlich abgeschossen worden. In Ostafrika haben englische Truppenabteilungen zwei Einfälle mit Kraft- wagen in das Gebiet von Cassala versucht. Nach Zu
sammenstößen mit unseren Spähtruppen zogen sie sich unter Verlusten zurück. Unsere Luftwaffe hat feindliche Verteidigungsanlagen im mittleren Sudan bombardiert. Ein feindlicher Luftangriff hat weder Opfer noch Schäden verursacht. Ein englisches Flugzeug ist bei Lampedusa gelandet und ging dabei zu Bruch. Die Besatzung, bestehend aus einem Offizier und zwei Unteroffizieren, wurde gefangengenommen."
Der jüngste italienische Luftangriff aus die Petroleum- und Eisenbahnanlagen von Haisa ist von starker Wirkung gewesen, wie aus Palästina berichtet wird, Tankanlagen, die den früheren Angriffen entgangen waren, wurden getroffen und gingen in Flammen aus. Reparaturen an den Installationen der Oelleitung, die bei den srüheren Angriffen getrosten wurden, wurden vernichtet. Die Eisenbahnreparaturwerkstatt, die den Oellagern der Jraqn Petroleum Cy. und den neuen Gebäuden der Ölraffinerien benachbart ist, wurde schwer getroffen, Palästina verfügt hbxr keine zweite Eisenbahnwerkstatt, die an diese heranreicht.
Das Hafengebiet mit seinen Depotschuppen und Magazinen hat ebenfalls schweren Schaden erlitten. Der Endpunkt der: Eisenbahnlinie Haisa — Kairo liegt in diesem Hafengebiet ebenso wie der Bahnhof Haisa.
erschöpfender 0edankenauslausch
Die Besprechungen Serrano Tuners mit der Reichsregierung
Berlin, 28. September. Der Besuch des spanischen Ministers des Innern, Herr Serrano Suner, in Deutschland hat Gelegenheit zu einem eingehenden und erschöpfenden Gedankenaustausch mit der Reichsregierung geboten, an dem in den letzten Tagen auch der in Berlin anwesende italienische Minister des Aeußern Graf Ciano teilgenommen hat. Die Besprechungen, die ständig von dem Geiste der zwischen
den drei Mächten bestehenden engen Freundschaft getragen waren, haben zu einer vollständigen Klärung aller die gemeinsamen Interessen berührenden Frage» geführt.
6ra? liano beim fülirer
Längere Aussprache in Gegenwart Ribbentrops Berlin, 28. September
Der Führer empfing Sonnabend mittag in der Neuen Reichskanzlei den Königlich-Italienischen Außenminister Gras Ciano in Gegenwart des Reichsministers des Aeußeren von Ribbentrop zu einer längeren Aussprache.
Schwerer stieb gegen die Kriegsausweikung
berliner Vreimöchlepakt im Mittelpunkt der Pressebetrachtungen alter Länder - plbernes l-eschwSt, ln London
- Berlin, 28. September.
Begeisterung und Jubel hat die Unterzeichnung des Berliner Dreierpaktes in den Hauptstädten der beteiligten Länder ausgelöst. Verständnis und zum Teil äußerst weitsichtige Urteile kennzeichnen den überwiegenden Teil der neutralen Auslandspresse, die die Bedeutung des Abkommens in seiner ganzen Tragweite abwägt und hierbei die Aktivität und den Erneuerungswillen der jungen Völker voll und ganz würdigt.
Nur England tappt wieder im Dunkeln kcr überraschende Abschluß des Dreimächtepaktes zwischen atschland. Italien und Japan hatte den Londoner Kriegsbrechern. wie zu erwarten war. zunächst völlig die spräche schlagen. Erst in der Nacht zum Sonnabend raffte sich der ndoner Nachrichtendienst zu einem kümmerlichen Gcstam- l aus. das in einem wahrhaft kläglichen Gegensatz zu der «historischen Bedeutung des Berliner Bertraaswerkes stehtz Wenn der Londoner Nachrichtendienst bemerkt, daß sich -genwärtia zwei Riesengruppen von Mächten gegenuber- hen, aus der einen Seite der Nationalsozialismus, der Ichismas und der japanische Imperialismus, aus der an- 2n Seite aber die Anhänger des Friedens und der Zu- umenarbeit unter den Böllern" (!i> so kann dazu nur tgestellt werden daß die Welt diese frömmelnden und achslnden ..Friedensfreunde" durchschaut hat und sich m igendem Maße den Mächten zuwendet die gemeinsam für
eine gerechte Neuordnung eintreten und dies auch schon in verschiedenen Fällen durch die Tat bewiesen haben Daher wird es bal!> aller Welt deutlich werden, daß die eine der „Niesengrüppen" in Wirklichkeit eine kleine Elique von internationalen Kriegshetzern, Waffenschisbern, Juden und Verbrechern. ist, deren Uhr unwiderbringlich abgelaufen ist.
In dummdreister echt britischer Uebercheblichkeit wird weiter behauptet, „es sei nicht denkbar, .daß d'e, Bertrag großen Eindruck mack>en werde. Die totalitären Staaten könnten ruhig Verträge unterzeichnen. Sie würden dadurch den Gang der Ereignisse nicht beeinflussen können, denn sie seien nur ein Fetzen Papier" (!). Demgegenüber ist Mit Bestimmtheit zu erwarten, daß dieser „Fetzen Papier" Churchill, und den übrigen Kriegshetzern noch manche schlaflose Nacht' bereiten und letzten Endes die Vernichtung dieser verrotteten Clique zum Wohle der ganzen Menschheit znr Folge haben wird.
Und wenn der Londoner Nachrichtendienst zum Schluß
seines Berlegenheitsgestämmels in kindischer Wüt lospoltert das Endergebnis des Krieges werde in der Schlacht im Ärmelkanal und in der Nordsee bestimmt, so hat er damit freilich gar nicht so ganz unrecht. Das Schwert wird diesen Krieg mit der völligen Vernichtung des zusammengeraubten Piraten- Empire beenden, aber auch die entscheidenden Schläge werden nicht nur im Acrmelkanal und in der Nordsee, sondern aus der Sceräuberinscl selbst, im Mittelmeer, in Afrika und in aller Welt fallen. Sie werden gemeinsam geführt werden von den jungen Völkern, die einmütig sür die Freiheit ihres Lebensraumes und für eine neue gerechtere Welt kämpfen.
Rom: „Drei Imperien, drei Völker, ein Wille!"
„Drei Imperien, drei Völker, aber ein einziger Wille, ein sür allemal vereint, die üble demokratische Hegemonie zü beseitigen, so faßt „Tevere" am Sonnabendnachmittag die Bedeutung des Bündnispaktes zwischen Deutschland. Italien und Japan zusammen.
Das. Mittagsblatt' „G i o r n a l e d ' I t a l i a" stellt in seiner .über die ganze Breite des Blattes gehenden Schlagzeile die riesige Wirkung des neuen Bündnispaktes aus die ganze Welt heraus. „Englands Handwerk ist es", so stellt das halbamtliche Blatt demgegenüber fest, „mit List und Trug andere Nationen in den Krieg zu ziehen, und sie . dann nach dem (Fortsetzung aus Seite 2.»
Auge davonkommen zu sehen. Kein Wunder, wenn die Kunde vom Berliner Pakt in London stärker noch-als unsere Bomben größten Kalibers einschlug. Kein Wunder, wenn die sonst sich wie bissige Wölfe gegen Deutschland gebärdenden englischen Politiker gleich einer von einem furchtbaren Gewitter verängstigten Schafherde sich um Churchill scharen, Verzweiflung in den Herzen und die Frage auf den Lippen, was nun geschehen soll. Denn das sieht heute selbst der dümmste Engländer ein, daß sich gegenüber der Weltkriegslage die Dinge längst eindeutig gegen England gekehrt haben, und daß dies heute nach Abschluß des Dreimächtepaktes eine nicht mehr zu ändernde Tatsache ist. Keine dritte Macht, auch wenn sie dazu willens wäre, ist noch imstande, England zuliebe in den Krieg gegen Deutschland einzutreten, ohne gleichzeitig Italien und Japan als Kriegsgegner anzutreffen und somit eine Front von 250 Millionen gegen sich zu haben.
Her LlNN Den Kriegsbrandstiftern und denjeni- rio« Nnkko« gen, die es noch werden wollten, ist mit ^ dem Berliner Pakt der. gute Mut ver
gangen. Drei der mächtigsten Staaten der Welt stehen zusammen, um jeder Möglichkeit der Kriegsausweitung die Spitze zu bieten. Sie stehen zusammen, nicht um neue Verwicklungen in die Welt hineinzubringen, sondern solche zu verhindern. Denn ausdrücklich ist gesagt, daß mit dem Pakt von gewaltigster politischer, wirtschaftlicher und militärischer Schlagkraft weder eine andere Macht herausgefordert noch bedroht werden soll. Nicht neuen Kriegen, sondern dem Frieden gilt der Pakt, und vor allem gilt er -er Ausräumung aller Kriegsgefahrenpunkte und aller Kriegsmöglichkeiten in der Zukunft. Europa den Europäern, Asien den asiatischen Völkern, das ist der Sinn dieses Paktes, so wie der Sinn der Monroe-Doktrin der ist, Amerika den Amerikanern vorzubehalten. Gibt es eine einfachere und zugleich gerechtere Formel zur Lösung jener weltpolitischen Fragen, die bisher wegen des machtgespreizten Englands einfach nicht zu lösen waren? Europa, zu dessen Lebensraum ganz selbstverständlich auch Afrika gehört, wird mit dem kommenden Frieden das Gepräge der Neuordnung der Achse tragen. Deutschland und Italien sind hier die Vormächte, die zur Wohlfahrt der gesamten europäischen Menschheit die Dinge lenken und leiten werden, gleichzeitig ein gerecht geführtes Schiedsrichterämt ausübend bei Streitfragen, die bisher das europäische Festland zum Spielball von Kriegen machten, oder aber, weil sie ungelöst blieben, Europa in ewiger Unruhe hielten. In diese wahrlich in höchstem Maße aufbauende Tätigkeit der Achsenmächte innerhalb der europäischen Sphäre, zu der Deutschland und Italien nicht allein fähig und befugt, sondern geradezu berufen sind, kann keinerlei Einmischung von außen, unter welchen liberalistischen Etiketten sie immer erfolgen möchte, geduldet werden.
Oie Zormel Die Vormachtstellung im großostasiati- schen Raum ist dank seiner Lage und der Führungsqualitäten des japanischen Volkes Japan vorbehalten. Wenn es sich nun mit Deutschland und Italien zusammenschloß, um mit diesen Mächten gemeinsam an der Aufrichtung einer neuen Weltordnung und somit eines dauerhaften Weltfriedens zu arbeiten, so ist es klar, daß seine Interessen, die in Ostasien, also in seinem Lebensraum liegen, so wie es der Text des Vertrages ausspricht, unumwunden anerkannt und respektiert werden müssen. Ist doch Japan im Fernen Osten von einer bisher ungerecht verlaufenen politischen Entwicklung ebenso in die Rolle des armen Besitzlosen gedrängt gewesen wie Deutschland und Italien in Europa. Die Mächte des Berliner Dreierpaktes sollen und wollen nun endlich einmal zu ihrem Recht kommen und dabei gleichzeitig Recht für alle übrigen Völker innerhalb ihrer Sphäre schaffen. Wie Japan im Fernen Osten imstande ist, gemäß dem Gegenseitigkeit atmendetz Geist des Paktes die Achsenmächte dort in Wahrung ihrer Interessen gegen unwillkommene Eindringlinge zu unterstützen, so werden die Achsenmächte ihrerseits wiederum Japan bei unvorhergesehenen Konflikten mit Dritten
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Deutschlands Lustwaffe setzte mit starken Kräften die Angriffe gegen England fort: dabei wurden am Freitag 1V2 am Sonnabend 23 britische Flugzeuge vernichtet; das Unterhaus wurde schwer beschädigt.
Italienische Luftsormationen bombardierten erneut Malta.
Der Führer empfing den italienischen Außenminister Graf Ciano.
Zwischen den Staatsoberhäuptern Deutschlands. Italiens und Japans fand ein herzlich gehaltener Telegrammwechsel statt.
Der deutsche Dampfer „Weser" wurde innerhalb der amerikanischen Neutralitätszone aufgebracht.
In der in Südwestfrankreich gelegenen Dordvgne wurden 3Ü l>VlI Jahre alte Büffel- und Renntierzeichnunqen gesunden.
Der Senator sür die innere Verwaltung erließ eine Anordnung über die Verkaufszeiten nach Fliegeralarm.
Eine Bremer Studentin berichtet über ihren Einsatz als Hilsslehrkrast im Warthegau.