Ausgabe 
(26.9.1940) Nr. 265
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

Nr. 265 / 10. Jahrgang

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

Linzelpreis 15 Npf.

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SestkinOnis der „Hallst Mail

Vle deutschen Bomben fast immer auf militärischen Zielen

s>v. Stockholm, 25. September.

Die Innenstadt Londons, der eigentliche Kern und das Nervenzentrum der englischen Hauptstadt mit Regierungsviertel» City, Hafen, Docks und Eeschäftsbezirken wurde in der Nacht zum Mittwoch einem zehnstündigen furchtbaren Bombardement unterworfen. Die Angriffe, die noch in der Abend­dämmerung begannen, und zwar mit der gleichen Pünktlichkeit wie alle Tage» was selbst die Engländer anerkennen müssen, dauerten bis in den Morgen des Mittwoch.

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In regelmäßigen Abständen, ohne Ermatten, mit der Prä­zision eines Uhrwerks warfen die deutschen Bomber ihre verderbenbringende Last über London ab. Nicht, wie die Engländer über Berlin und anderen deutschen Städten auss Geratewohl in Wohnviertel, sondern nach genauem Zielen und unter Ausnutzung der inzwischen durch Dutzende von Angrisfen. viele Nächte hintereinander, ausreichend gewonne­nen Lokalkenntnisse.

Die englischen Sender, deren Sprach« in der Berichterstat­tung zu einem besonderen Kapitel geworden ist, weil sie vor dem eigenen Volke jind der Umwelt „eine Nonchalance" zur Schau tragen müssen, gaben Mittwoch vormittag sogar zu, daß London eine „lebhafte Nacht" hinter sich habe und daß sich der deutsche Ansturm säst ausschließlich auf die in­neren Teile der Hauptstadt konzentrierte. Viele Gebäude, so sagen amtliche englische Berichte, wurden getroffen. -Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, daß die Ziele dei- deutschen Angrifft aus London militärischer Natur sind, .so liefert ihn in eindeutigster Weise die Londoner „Daily Mail", die am Dienstag wörtlich berichtet:

„Die deutschen Bomben sind fast immer in die Nähe von Dockanlagen, Brücken, Eiftnbahnen, Elektrizitätswerken, Tele­fonzentralen. Straßenkreuzungen. Lagerhäusern und Regie­rungsgebäuden gefallen."

Alles, was der englische Rundsunk zum Trost vorzubringen wußte, war: hie Innenstadt Londons sei immerhin ein sehr weites Gebiet von vielen Quadratkilometern, es enthalte sehr viele Gebäude, vielleicht sei ein Prozent dieser Gebäude ge- trossen, das sei dann immer „noch nicht übermäßig schlimm".

Die Nachtangriffe vom Dienstag zum Mittwoch richteten sich nicht nur gegen London, sondern auch gegen viele an­dere Teil« Englands. Erwähnt wird von englischer Seite vor allem Wales. Das wenige, was durch neutrale Kanäle aus dem heutigen London durchsickert, läßt aus stärkste Wirkungen bereits in den letzten Nächten schließen. Eine Meldung der „Stockholms Tidningen" sagt, daß es bereits der Angriff aus London in der Nacht zum Dienstag „an Intensität nicht fehlen ließ". Die Bomben aus der Nacht zum Dienstag fielen nach dem schwedischen Bericht über große Bezirke Londons und über Stadtviertel, die sich bisher noch nicht direkt in der Angrifsslinie befunden hatten, sondern mehr sporadisch heimgesucht worden seien. Die Schäden seien „weit umfassend".

Knebelung der neutralen Presse

Die neuträft Berichterstattung wird von Londosi in ge­radezu sensationeller Weise geknebelt. Während der Berliner Vertreter der Stockholmer „Dagens Nyheter" Mittwoch

Sroße erfolge der italienischen Luftwaffe

Rom, 25. September.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

„Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Die feindliche Luftwaffe hat Tobruk bombardiert und mit Spreng- und Brandbomben Wohnhäuser, Zivil- und Militarhospitäer und im Hafen einen unbeladenen Dampfer getroffen. Insgesamt beklagt man 15 Tote und 70 Verwundete. Ein feindliches Flugzeug ist von der Marineflat abgeschossen worden. Ein einzelnes feindliches Flugzeug hat Bomben aus Kusra abgeworfen und einige Verwundete unter der Zivilbevölkerung und leichte Materialschäden zur Folge gehabt.

In Ostafrika haben unsere Luftformationen den feind­lichen Flugplatz und die militärischen Anlagen in Bura (Kenia), ferner ein Fort und eine Truppenabteilung, die in der Nähe von Wajir kampierte sowie feindliche Gruppen bei Cuneina (nördlich von Galabut) bombar­diert. Ein feindliches Flugzeug hat Bomben aus Dire- daua abgeworfen, ohne Opfer oder Schäden zu ver­ursachen."

morgen genau die Zahl der Alarmstunden Berlins aus der Nacht zum Mittwoch melden kann, ist der „Dagens-Nyheter"- Vertrctcr in London nicht einmal mehr zu den näheren An­gaben über die Vorgänge aus der Londoner Nacht zum Dienstag in der Lage. Diese krampfhafte Politik der Verheim­lichung muß, gerade weil sich England bisher gebrüstet hat, der neutralen Berichterstattung keine wesentlichen Hemmun­gen auferlegen zu wollen, als schlüssigster Beweis für die umfassende und durchschlagende Vernich- tnngsarbeit der deutschen Lnstwasse in und um London betrachtet werden. Ebensoivenig wagen die Engländer, etwa-

über den Vergeltnngsangriff auf Cambridge als Antwort aus die schurkische Bombardierung Heidelbergs zu berichten. Von Southampton wird flüchtig erwähnt, daß Angrifft großer dcutsclier Verbände in diesem Gebiet vor sich gegan­gen seien, wobei eS „Gebäudeschäden" gegeben habe.

2ll V0V Obdachlose in London

Wie eine Londoner Meldung des „Svenska Dagbladet" ent­hüllt, sind bereits 2» Nv» Menschen in London obdachlos. Vierzehn Außenbezirke haben die Aussorderung erhalten. Not­quartiere für diese Menschcnmasscn zur Verfügung zu stellen. Die Paläste von Londoner Adelsfamilien in den vornehmsten Teilen der Stadt müßten requiriert werden. Freilich wei­gern sich. wie die schwedische Meldung hervorhebt, viele Eastendbewohner nach dem Westcnd überzusiedeln, vermutlich weil dieser Stadtteil inzwischen ebenfalls hinreichend Angrisss- gebiet der deutschen Bomber geworden ist.

(Fortsetzung auf Seite L.)

Serrano Smrer beim süftrer

Längere Unterredung in Segenwart Mbbentrops — „kin neues europäisches Sleichgewichr*

Berlin, 25. September.

Der Führer empfing am Mittwochmittag in Gegenwart des Recchsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den spanischen Innenminister Serrano Suner zu einer längeren Unterredung.

Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hatte am Dienstagabend erneut eine längere Besprechung mit dem spanischen Innenminister Suner gehabt.

Unter der Ueberschrist „Spanien und England" betont „Popolo di Roma", das; die Weltpresse aus dem Besuch von Serrano Suner in Berlin sowie den römischen Besprechun­gen des Ncichsministers von Ribbentrop zu -L>em unschwer«» Schluß gekommen sei: „Spaniens Stunde ist gekommen," Spaniens Geschichte- weist wie die Hollands, Frankreichs, Ruß­

lands, Deutschlands und Italiens unzählige Beispiele eng­lischer Feindschaft, Habgier und Verwüstungen aus. In me­thodischer und vorsätzlicher Feindschaft seien im Lauft von Jahrhunderten SpPiiens Küsten verwüstet, seine Kolonien beraubt, seine Schisie geplündert und sein Imperium zerstört worden, während England schließlich während des Bürger­krieges das Erstehen eines nationalen und selbstbewußten Spaniens vereiteln wollte. Heute befinde sich England gegen­über dein Wunder dieses neuen Spaniens des Candillo und Serrano Tuners, das stolz und geschlossen seine Rechte for­dere, Ein neues europäisches Gleichgewicht zeichne sich at, und niemand könne sich wundern, daß das im Rahmen und durch die geistige sowie bewaffnete Solidarität Italiens und Deutschlands erstandene Spanien Francos sich in das System der Achsenmächte eingliedere.

prkn verrenkte mgesamt 151400 VM.

Sie deutschen vergeitungsangriffe wurden mit starken Kräften lortgeteh»

Berlin, 25. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe führte zahlreiche bewaffnete Ausklä- rungsslüge gegen Südengland durch und warf hierbei Bomben auf London und andere kriegswichtige Ziele. Im Raume Dover Folie st one Afhsord wurden Bahnanlagen zerstört, in Hastings, Rem­is aven und Brighton Hasenanlagen, in South­ampton Woolstone eine Flugzeutzsabrit ge­troffen. Im Laufe des Tages kam es über Südost­england zu mehreren für unsere Jagdflieger erfolg­reichen Luftkämpsen. An der Südostküste Ir­lands gelang es, ein Handelsschiff von 3000 BRT. durch Bombentreffer zu versenken, ein weiteres in Brand zu fetzen. Am Nordausgang des Nordkanals wurde ein Handelsschiff durch Bombentreffer schwer be­schädigt. Ein Schnellboot versenkte beim Vorftöh gegen die englische Südküste ein bewaffnetes Handelsschiff von 2000 BRT. Mit starken Kräften geführte Ver­geltungsangriffe gegen London sowie gegen andere kriegswichtige Ziele wie Hasenanlagen von Liver­pool und Eardiff dauerten vom Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgengrauen an. Zahlreiche Treffer, vor allem in den Hasen- und Vertehrsanlagen, wurden erzielt. Britische Flugzeuge versuchten in der vergangenen Nacht, über Nordwestdeutschland anflie­gend, die R eich s h a u p Ist a d t anzugreifen. Starkes Flakseuer hinderte die Angreifer am gezielten Bomben­wurf. Ein Krankenhaus und einige Wohnhäuser er­hielten Treffer. Die entstehenden Brände konnten durch den Sicherheits- und Hilfsdienst rasch gelöscht werden.

Der Gegner verlor gestern 18 Flugzeuge im Luft­kampf, zwei weitere durch Flak. Vier deutsche Flugzeuge werden vermißt. Major Mölders und Major Gal - land errangen ihren 40. Lustsieg. Das Eesamtversen- tungsergebnis des Kapitänleutnants Prien aus seiner letzten Feindfahrt hat sich auf 45 130 BRT. erhöht. Da­mit hat Kapitänleutnant Prien außer der Bernichtung des britischen Schlachtschiffes „Royal Oak" 151 400 BRT. feindlichen Handelsschisssraums versenkt. Er steht mit diesen Erfolgen an der Spitze aller Unterseebootskom­mandanten."

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Gens. 25. September.

In Vichv wird vom Bombardement aus Gibraltar vom 2«. September amtlich festgestellt, daß größere französische Bombengeschwader, begleitet durch Jagdgeschwader, t»» Ton­nen Bomben abgeworfen haben. Das Arsenal, die Molen und die aus der Reede befindlichen Schisse seien bombardiert wor-1 den. Der Schlachtkreuzer „Renown!'. der getroffen wurde, habe den Hasen verlassen müssen. Alle Flugzeuge seien zu ehren Stützpunkten zurückgekehrt.

Madrid. 25. September

Aus La Linea wird gemeldet: Dienstage mittag ab 11.3» Uhr wurde Gibraltar von zahlreichen fremden Flugzeugen in auf­einanderfolgenden Wellen heftig bombardiert. Von La L,nea aus wurde auf spanischer Seite beobachtet, daß ein englisches Kriegsschiff das im Hasen von Gibraltar lag, sowie mehrere Handelsschisse ,nd kleMerc Boote von Bonrben getrosten wur­den. Die englische Luftabwehr eröffnete ein heftiges Feuer, jedoch ohne Erfolg, Die Bomben der Angreifer fielen aus Wersten, Reparaturwerkstätten, Hafenanlagen und das Stadt­innere und verursachten zahlreiche Brände. Don den spanischen

Behörden wurde die Grenz« nach Gibraltar gesperrt. Die Be­wohner von La L'nea, die die Bombardierung Gibraltars von den Straßen und HausdLchern aus bcobachteicift mußten sich in die Häuser zurückziehen, da di« Sprengstücke der englischen Flakgranaten auf die spanische Seite herabregneten. Der Lust­alarm dauerte in den ersten Nachmittagsstundcn noch an. Wie dazu noch weiter aus Algeciras verlautet, waren b>s 1» Uhr deutscher Zeit aus das Arsenal und die Hasenanlagcn von Gi­braltar insgesamt 85 Bomben verschiedenen Kalibers abge­worfen worden.

Wie etwas später zusätzlich bekannt wurde, traf eine Bombe ein Gebäude in der Nähe des Gouverneurpalastes, wodurch e>n Brand hervorgerufen wurde, der auf die Nebengebäude über­griff und ein großes Pulverlager bedroht. Am Arsenal wurde ein Handelsschiff versenkt. Ferner pnirde das Elektrizitäts­werk zerstört, wobei zahlreiche Tote und Verwundete zu ver­zeichnen waren.

Stesani meldet aus Algeciras über das Bombardement von Gibraltar noch weitere Einzelheiten. Die ersten Flugzeuge trafen danach gegen 10 Uhr vormittags über Gibraltar ein. Die Festung wurde dann einem fortgesetzten, außerordentlich

heftigen Bombardement mit Bomben schweren Kalibers unter-- morsen. Zunächst erschienen drei Apparate, die ihre Bomben aus sehr großer Höhe auf das Arsenal satten ließen. Die daraussolgenden Staffeln, deren Zahl sich immer mehr er­höhte, überflogen ständig die Festung. Die englische Flak schoß ununterbrochen, ohne sedoch die Aktion der Bomber ernstlich behindern zu können. Eiire dichte Rauchwolke breitete sich über der Festung aus, so daß es bis zur Stunde nicht möglich ist, den genauen Wert der angerichteten Schäden ikstznstellen. Jedoch sollen sie bedeutend sein.

Zahlreiche Brände mit riesigen Feuern und Rauchwolken wüten noch. Um 15 Uhr nahm das Bombardement, ständig heftiger werdend, noch seinen Fortgang. Aus den letzten Informationen ergibt sich, daß das Arsenal halb zerstört ist, während die Treibstosslager in Brand geraten seien.

Algeciras, 25. September

Am Mittwochnachmittag 14.15 Uhr WEZ. wurde Gibraltar erneut von mehreren Flügzeugstasscln angegriffen, die zahl­reiche Bomben größten Kalibers über der Feste und den Hasenanlagen abwarfen. Der in ständigen Wellen erfolgende Angriff dauerte um 18 Uhp noch an.

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Deutschlands Kriegskeistungen mit schwedischen Augen gesehen

V-ov Orükli» Rosen, vjnrsftolin (Seli^eäen)

Bor meiner Abreise zu einem zweiten Besuch in Deutschland seit Kriegsausbruch war ich außerordentlich gespannt, was wohl diesmal meine Erlebnisse sein wür­den. Mein erstes Empfinden nach meiner Ankunft war das, daß ich mich in einem im tiefsten Frieden lebenden Land befand. Ueberall fiel mir die Ruhe, die Freund­lichkeit, das Entgegenkommen dem Ausländer gegenüber und das allgemeine Vertrauen auf, sei es nun bei den Soldaten, die sich auf Urlaubsfahrt befanden, bei den Gepäckträgern auf den Bahnhöfen oder unter der Bevöl­kerung. mit der man auf,^Len Straßen in Berührung kommt.

Dieser allgemeine Eindruck, den ich vom deutschen Volk gewann, war so überwältigend, daß ich einem Freund gegenüber während eines Späzierganges spontan die Bemerkung machte: „Wie unglaublich scheint es, daß wir hier auf dem Kurfürstendamm gerade wie in frü­heren Jahren mit der gleichen Sicherheit spazieren .kön­nen und dazu überall auf die gleiche Zufriedenheit sto­ßen. Und während man hiervon spricht, kämpft Deutsch­land eine seiner bedeutendsten Schlachten der Geschichte."

Stolz auf den Sieg sind diese Deutschen, sehr stolz, aber nicht prahlerisch; einen Hauch der Würde, beinahe der Feierlichkeit, findet der ausländische Besucher in ihrer Haltung, Und hinter alledem steht die große Be­geisterung. ein glühender Glaube an den Führer und alles, was er unternimmt.

Güte und Hilfsbereitschaft insbesondere für die Ver­wundeten. fallen dem Besucher überall auf. Man bringt den Verwundeten eine geradezu mütterliche Fürsorge entgegen, und die Bedachtsamkeit für ihre Pflege verrät ein sehr feines menschliches Empfinden, das zusammen mit großem Mut und Ausdauer in so erstaunlichem Ausmaß überall im deutschen Volk zu finden ist! Diese Wesenszüge sind nicht nur bei den jungen Soldaten, die jeder Zahl Feinde trotzen können und im nächsten Augen­blick den Verwundeten oder Notleidenden, seien es Freunde oder Feinde oder nur ein armes Tier, ihre hilfsbereite Hand leihen, zu finden, sondern man findet sie ebenfalls bei der zivilen Bevölkerung unter den Müttern, den Witwen, den Frauen, die den ganzen Tag harte Arbeit vollbringen, bei den Angestellten, Arbei­tern, Bauern usw.

Diese erstaunlichen Deutschen haben alle Mühen, Sor­gen und Härten des Krieges in einem wahren Ge­meinschaftsgeist aus sich genommen, und wenn die Nationalsozialistische Partei das Volk bittet, noch mehr für das Winterhilfswerk und für das Rote Kreuz zu opfern, so wird jeder Aufruf mit neuer Begeisterung beantwortet.

Ich kenne die Deutschen sehr gut, da ich lange in den vergangenen fünf Jahren unter ihnen gelebt habe, aber sie überraschen mich immer wieder von neuem. So häufig erzeugt der Krieg Roheit sogar' Grausamkeit. Hier in Deutschland scheint er nur die Freundlichkeit, Hilfs­bereitschaft und Begeisterung vermehrt und verstärkt zu haben.

Seit der Führer seinen letzten Appell an die englische Vernunft gerichtet hat und die Engländer sein Frie­densangebot ablehnten, ist das ganze deutsche Volk entschlossen, England nun endgültig niederzuringen. Jedermann in Deutschland sehnt sich nach Frieden, aber nach einem Frieden, der erst sein kann, wenn die britische Anmaßung und der Wider­stand für alle Zeiten beseitigt sind. Die Deutschen sind entschlossen, Großbritannien für immer niederzukämpfen, und diese innere Entschlossenheit gegenüber England ist noch ungeheuer gewachsen, seit die englischen Flieger mit ihren sinnlosen Nachtangriffen begannen.

Diese Fliegerangriffe sind völlig wirkungslos vom militärischen Gesichtspunkt gesehen. Aber sie verursachen Bitterkeit bei der Bevölkerung, die Opfer an Kindern, Frauen und anderen Zivilisten durch die britischen Bombenabwürfe zu bringen hat. Ich habe jetzt mehrere Fliegerangriffe bei Nacht hier erlebt und weiß, wie wenig man sich vor ihnen fürchtet; allerdings konnte ich feststellen, daß die Entschlossenheit des Volkes, den Kampf gegen-die Engländer bis zum bitteren Ende

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Die deutschen Vergeltungsangrisse gegen England wurden mit starken Kräften fortgesetzt; Kapitänleutnant Prien versenkte 151 40» BRT.

Die Briten setzten ihre verbrecherischen Angriffe auf Dakar fort.

Gibraltar wurde am Dienstag und Mittwoch durch fran­zösische Flugzeug« einem heftigen Bombardement unter­zogen.

Di« italienisch« Luftwaffe errang gestern wiederum große Erfolge.

In Norwegen wurde ein „Staatsrat" gebildet.

Der Führer empfing in Gegenwart des Reichsaußcn- ministers den Abgesandten Francos, Serrano Suner.

Sieben deutsche Offiziere wurden mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

In Berlin fand die bedeutungsvolle Uraufführung des pol,tischen Films „Jud Süß" im Beisein von Mitgliedern der Reichsregierung statt.

Englische Flieger bombardierten auch gestern wieder Wohnviertel von Berlin.

Aus dem Kreisappell der RSDAP.. Kreis Bremen, sprach Oberregiernngsrat Krieg vom Reichspropagandamini- sterinm über nationalsozialistische Volkstumsfrage».

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