Ausgabe 
(22.9.1940) Nr. 261
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parteiamtliche Tageszeitung

Oos Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblalt des Neichsstattlzalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 281 / 10. Zaftrgang

kinzelpreis 15 Npf.

Mesenbrände im fterzen Londons

Zerstörungen ln der britischen Hauptstadt größer als die in Warschau und Notterdam zusammengenommen

Vroks VerkekrsscrkzvLerLykoiten , (Nrurekills UaNyoisany

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»Das slsnästs Volk unter Lottos Himmel

8. ^V. Stockholm, 21. September

Die britische Propaganda gibt sich äußerste Mühe, die fürchterlichen Wunden und Verheerun­gen zu verschleiern, die England und besonders seine Hauptstadt nach zwei Wochen verschärften Luftkrieges erlitten haben. Richtig aber ist, daß London unter der Belagerung furchtbar gelitten hat, mit schwersten Verlusten, mit unverkennbarer Gefährdung besonders des Verkehrs- und Ver­sorgungswesens.

Es wird englischerseits systematisch verschwiegen, daß sich beispielsweise die deutschen Ängrisse vom Freitag wieder in erster Linie gegen Eisenbahnverbindungen richteten. Die Engländer haben neben den von außen angerichteten Schäden mit schweren inneren Sorgen und Störungen zu tun.

Der Lordmahor (Oberbürgermeister) von London verkündete am Sonnabendnachmittag in einer RuNdfunkansprache, London werde bis zum äußersten verteidigt werden. Mit dieser Be­hauptung. mit der er sich Wohl in eine Reihe stellen möchte mit den ehemaligen Staatsoberhäuptern von Madrid und Warschau, wollte der Londoner Oberbürgermeister sich ossenbar das Lob Churchills verdienen, der bekanntlich ebensalls Lon­don in Schutt und Asche sehen will. Churchill und seine Ge­noßt» Werden sich schon beizeiten in Sicherheit bringen.

Wieder schwere Angriffe gegen London

London mußte in der Nacht zum Sonnabend neue schwere Ängrisse über sich ergehen lassen, wobei Bomben in vielen Teilen der Stadt explodierten. Die Schäden in den ange- grissenen Hasen- und Dockanlagen und sonstigen kriegs­wichtigen Baulichkeiten werden von englischer Seite, wie üblich, nicht bekanntgegeben, doch werden immerhin Gas- und Wasserrohrbrüche sowie Brände in größerem Umfange angedeutet. Ängrisse werden gleichzeitig gegen Plätze in Südost-, Nordwest- und Mittelengland verzeichnet. Der Lon­doner Alarm dauerte vom Abend bis zum sriihen Morgen. Kurz nach Beginn des Nachtangriffes wurde eine deutsche Leuchtbombe abgeworfen, die eine derartige Helligkeit ver­breitete, daß selbst im Innern der Stadt, englischen Mel­dungen zufolge, alles in Tageslicht getaucht war. Zwei schwere Bombenexplosionen folgten. Die nächsten Bomben fielen wieder wie am Tage südlich der Themse. Sperrfeuer zuckt« über den ganzen Himmel der Stadt. Bomben sielen nach einem englischen Bericht in das Innere Londons, nach­dem es einem Bomber geglückt sei, sich im Gleitslug bis über die Stadt hinein anzupirschen. Brandbomben sielen in Südostengland.

United Preß kabelt, die tiefliegenden deutschen Angrei­fer hätten am Freitag „mit höhnischer Verachtung des Flakseuers" säst die Hausdächer gestreift und dabei ihre Bomben abgeworfen. Viele dieser Bomben hätten riesige Feuer im Herzen Londons verursacht, die lange verzwei­felt von der Feuerwehr bekämpft worden seien. Zum be­sonderen Ziel hätten sich die deutschen Piloten in der letz­ten Nacht ein „vitales Eisenbahnnetz und Kraftwerke süd­lich der Themse" ausgesucht. In einem Stadtteil Londons seien zwei Riesenbomben mit gewaltiger Wucht nieder­gegangen.

In der „Chicago Daily News" heißt es, London sei nachts eine fürchterliche Hölle, die nie zu enden scheine. Viele sragtOn sich während des Bombenregens, ob denn die Welt untergehe. Das Stockholmer „Astonbladet" vertritt die Auffassung, die in London angerichteten Schäden seien bereits größer als die

SlrahenschlatlH in Vollast

bjj. Kopenhagen. 21. September.

In Ulster, dem zu England gehörigen nördlichen Teil der irischen Insel, kam es am Sonnabend zu blutigen Zusammen­stößen zwischen Mitgliedern der INA und englischen Sol­daten und Polizisten. Um die Mittagsstunde drangen schlag­artig bewaffnete Mitglieder der INA in zahlreiche Banken und Postämter von Belfast ein. Sofort wurden Polizei und Truppen eingesetzt, wobei aus beiden Seiten ein heftiges Feuer eröffnet wurde. Da auch die irische republikanische Armee Verstärkung erhielt, kam es zu einem regelrechten Straßen- kamps.

von Warschau, Rotterdam und Paris zusammengenommen. Nach einer Miteilung im Londoner „Daily Sketch" seien sich die fremden Militärattaches und Berichterstatter, die in Warschau, Barcelona und Madrid Bombengewittcr erlebten, daüber einig, daß London jetzt schon mehr als alle diese Städte und selbst als Rotterdam bestraft worden sei.

London gibt erstmalig Mehrverluste zu!

Zum ersten Male seit Beginn des verschärften Luftkrieges, vielleicht zum erstenmal in diesem Kriege überhaupt, geben die Engländer freiwillig zu, daß sie mehr Flugzeuge verloren haben, als sie zerstört haben wollen: gegenüber vier angeb­lichen Abschliffen gestehen sie sieben eigene Flugzeuge als ver­loren ein. So fragwürdig die englische Berichterstattung im allgemeinen ist, so kann das Ergebnis dieses erstmaligen Ver­lusteingeständnisses sensationell genannt werden. Am Sonn­abend stellte dann der englische Nachrichtendienst geradezu (Fortsetzung auf Seite 2.»

ll. v. v. Bremen, 22. September.

Unverändert Lord Byron, der Dichter des „Ver­lorenen Paradieses", bezeichnete einst sein eigenes Volk als „das elendeste unter Gottes Himmel" und nannte es „roh", „schurkisch" und „v e r a b s ch e u u n g s w ü r d i g". Wer wollte ange­sichts dessen, was sich die Exponenten dieses Volkes wiederum in den jüngsten Tagen zuschulden kommen liehen, daran zweifeln, dah 120 Jahre nach Byron sich nichts aber auch gar nichts an der entsetzlichen Schurkerei Englands geändert hat und dah dies auch weiter so bleiben wird, bis endlich und endgültig Eng­lands Wille zur Unterjochung anderer Völker gebrochen und ihm jede Möglichkeit genommen ist. seine Macht heimtückisch und dreist nach Belieben zu mihbrauchen. Nach dem brutalen Bombardement der Kinderpflege- stätte in Bethel hat es die berüchtigte RAF. noch fertiggebracht, auf Heidelberg Bomben zu werfen, ein Moseldorf zu attackieren, wieder eine Kirche zu zer­trümmern und auherdem ein Krankenhaus, einen Fried­hof und eine Anzahl Zivilpersonen zu treffen. Es bedarf keines besonderen Hinweises darauf, dah wir in Deutschland weder diese jüngsten Piraten­

wettere Vergetttingsflü-e gegen knglan-

London wird weiter start angefaßt / Veutstste U-Voote versenkten erneut N Vampser mit 80000 VM.

Berlin, 21. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf England fort. Vergeltungsangrifse waren in erster Linie gegen Lon­don gerichtet. Besonders im Zentrum der Stadt dicht westlich des grohen Themsebogens wurden verschiedene kriegswichtige Anlagen schwer beschädigt. Ueber Süd­ostengland kam es hierbei zu einigen für uns erfolg­reichen Luftgefechten. Nachtangriffe galten vor allem den Londoner Hafenanlagen. U. a. konnten in den Noyal Albert-Docks zahlreiche Treffer erzielt werden. Ferner griffen kleinere Verbände im Laufe der Nacht kriegswichtige Bersorgungsbetriebe im Süden und Osten Londons sowie Flugplätze und andere kriegs­wichtige Ziele in Süd- und Mittelengland an. Zu den

kichenlaub zum Mtterkreuz des kisernen Kreuzes siir Major Mölders

Berlin, 21. September

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Major Mölders anläßlich seines 40. Lustsieges das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Der Führer hat an Major Mölders das folgende Telegramm gerichtet: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Ein­satzes im Kamps für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Ihrem 40. Lustsieg als zweitem Ossizier der deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler."

Major Werner Mölders wurde am 18. März 1813 zu Gelsenkirchen als Sohn eines Studienrates, der als Reserve­offizier 1815 im Weltkriege gefallen ist, geboren. Er besuchte bis zur Erlangung des Reifezeugnisses das Realgymnasium in Brandenburg und trat im Jahre 1331 in das Jnf.-Regt 2 ein. 1834 wurde er zum Leutnant befördert. 1335 trat er zur Lustwafse über und wurde 1336 zum Oberleutnant be-

alten seit Tagen schwelenden Brandherden traten neue Brände hinzu. Bei nächtlichen Angriffen einzelner bri­tischer Flugzeuge aufwestdeutscheStädte wurden mehrere Wohngebäude zerstört, eine Kirche und ein Friedhof getroffen. Die Verluste der Zivilbevölkerung betragen 13 Tote und zahlreiche Verletzte. 14 britische Flugzeuge wurden gestern durch Jagdflieger und Flak­artillerie abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt.

Das unter Führung von Kapitänleutnant Vleich- rodt stehende Unterseeboot hat neun Dampfer mit insgesamt 51 862 BRT. versenkt, ein weiteres Unter­seeboot versenkte drei feindliche Dampfer mit 15 000 BRT., ein drittes zwei Dampfer mit 12 000 BRT."

fördert. 1838 war er Angehöriger der Legion Condor in Spanien, wo er in kurzer Zeit 14 Gegner abschoß. Er war der erfolgreichste Jagdflieger der Legion und kehrte, aus­gezeichnet mit dem Spanienkreuz in Gold mit Brillanten sowie mit der Medalla de la Campäna und der Mcdalla Militär aus Spanien in die Heimat zurück. Wegen hervor­ragender Leistungen als Jagdflieger ersolgte seine Beförde­rung zum Hauptmann außer der Reihe. Im März 1338 wurde er, nachdem er vorübergehend zum Reichsluftsahrtmini- sterium kommandiert war, zum Kommandeur einer Jagd- gruppe ernannt.

Mit Sem kriegsverSienstkreuz ausgezeichnet

Berlin, 21. September

Der Führer hat dem Reichsprotcktor Frhrn. von Neurath, dem Reechsverkehrsminister Dr. Dorpmüller. dem Reichswirt- schastsminister Funk. dem Staatssekretär Körner, dem Staats­sekretär Kleinmann, ferner dcmReichskommissarRcichsminister Dr. Sehß-Jnquart, dem Reichskommissar Gauleiter Terboven und dem Oberpräsidcnten Gauleiter Koch in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die Durchführung von Kriegs­ausgaben das Kriegsverdicnstkreuz 1. Klasse verliehen.

Neue verbrechen der „Königlichen" Luftflotte

vomben aus wostngebiiude, eine kriegergedächtniskirche, ein Kriegerdenkmal und einen friedkof — Insgesamt 1Z rote und zahlreiche Verletzte — fluch VrandplSttchen wieder abgeworfen — Sie deutsche Luftwaffe wird diese Barbarei tzeimzatzlen

Berlin, 21. September.

Die bewußte Vernichtung friedlichen Wohnraumes, deutscher Kirchen, von Kulturdenkmälern, Kriegerdenkmälern und Friedhösen durch Churchillsche Bombenslieger geht weiter. In der Nacht zum Sonnabend sind dabei wieder 13 deutsche Zivi­listen getötet und zahlreiche verletzt worden.

U. a. hatte es die britischen Lustpiraten aus ein kleines Dörfchen all der Mosel in hinterlistiger Weise abge­sehen. Sie flogen im Tiesslug das stille Dörfchen an und war­fen acht Sprengbomben und rund 40 Brandbomben ab. Meh­rere Wohnhäuser mitten im Dorf gingen in Flammen aus und wurden schwer oder leichter beschädigt. Ein Bild maß­loser Zerstörung bietet sich dem Besucher des stillen Dörfchens. Nur traurige Ueberreste von den ausgebrannten Häusern ragen in den Himmel. Zerstörtes Mauerwerk kündet von der plan­mäßig erfolgten Vernichtung friedlichen Wohnraumes ,n einem Tors, in dem sich kein einziges militärisches Ziel be­findet.

Dieser Angriff aus das stille Dörfchen an der Mosel ist «in weiteres Glied in der langen Beweiskette, daß die briti­schen Luftpiraten allen Kriegsgesetzen entgegen planmäßig und systematisch aus die deutschen Wohnviertel abwerfen, ganz gleich ob in der Stadt oder in einem stillen militärisch völlig bedeutungslosen Dörfchen.

Weitere Untaten der RAF. werden aus dem Gau Köln- Aachen bekannt. Hier zerstörten die Piraten zum Teil eine «riegergediichtniskirche, ein Kriegerdenkmal und — der Ruch­

losigkeit noch nicht genug — wieder «inen Friedhos. da Chur­chill offensichtlich quch nicht den toten Deutschen ihre Ruh« gönnen will. Dies'wird unterstrichen durch die Tatsache, daß die Nacht zum Sonnabend in dieser Gegend sternenklar war. Zudem beleuchteten die englischen Flieger das Dorf und die Umgegend mit Raketen taghell. Ohne jede Mühe und ohne allen Zweifel haben sie klar erkannt, daß es sich um kein militärisches Ziel handelt. Trotzdem warfen sie ihre Bom­ben aus den Friedhos.

An einer anderen Stelle Westdeutschlands war den englischen Piraten ein einsam liegendes Bauernhaus ein Dorn im Auge. Ihm galten drei Sprengbomben, die aber glücklicherweise nur leichten^chaden an dem Hause anrichte­ten, da die Bomben in 50 bis 100 Meter Entfernung von ihrem Ziel krepierten. ^

Auch das feige „Kampfmittel" der Zündplättchen wurde von den Piraten in der Nacht zum Sonnabend wieder an meh­reren Stellen in Westdeutschland eingesetzt. Sie sielen aus Dörfer, Felder und Wälder und zwischen die Heimstätten der deutschen Menschen. Nirgends haben sie aber nach den vor­liegenden Meldungen Schäden angerichtet, da sie rechtzeitig aufgefunden wurden.

Der Friedhof des Dorfes im Gau Köln-Aachen, den die Briten sich in der Nacht zum Sonnabend als Ziel ihrer sadisti­schen Gelüste ausgesucht haben, bietet in der Frühe des däm­mernden Tages ein Bild der wüsten Zerstörung. Der Anblick macht vor Absäieu den Atem stocken. Denkmäler sind durch- cinandergeworsen. Viele sind in Stücke zerschlagen und voll­ständig zerstört. In anderen haben die Splitter der Bomben

tiefe Löcher gerissen. Ticke Bäume, die ein Menschenalter hier standen, sind umgerissen, zersplittert „und liegen kunterbunt durcheinander.

Am schlimmsten aber sehen die Gräber aus. Die geordnete und von liebender Hand gepflegte Ruhestätte der Toten ist ein wüster Trümmerhaufen geworden. Sargbretter, Leichenteile, zerschlagene Grabsteine, abgerissene Bäume und ausgewählte Sträucher bieten in ihrem grausigen Durcheinander ein Bild des Entsetzens. Britisches Verbrechertum hat sich hier ein Denkmal seiner sadistischen Grenzenlosigkeit gesetzt, das flam­mend nach Vergeltung schreit. Hier kann nichts mehr ver­gessen, hier kann nur noch vergolten werden.

Am Eingang des Friedhoses steht, oder stand vielmehr, die alte Dorskirche. die zu einer Kriegergedächtniskirche ausgebaut wurde. Der Vorbau dieses Gotteshauses, das im Jahre 1680 errichtet wurde und wegen seiner Schönheit und seines künst­lerischen Wertes unter Denkmalsschutz stand, ist völlig zusam­mengebrochen. Splitter der Bomben, die nur wenige Meter von der Kirche entfernt niedergingen, rissen breite Löcher in das Mauerwerk und schlugen im Innern des Gebäudes alles kurz und klein. Nichts ist ganz geblieben. Bänke, Altar, die Generationen der Dörsler gedient haben, sind vollständig zer­stört. Zentimeterdick ist der Boden mit Schutt und Asche bedeckt.

Auch diese neuen Verbrechen der Flieger Churchills werden den Engländern heimgezahlt werden. Das Schuldkonto der englischen «riegshetzer Wächst weiter ins Unermeßliche, und die deutsche Luftwaffe, die stärkste der Welt, wird eines Tages ausräumen mit allen diesen Kriegsverbrechern!

akte der RAF. noch die übrigen weiter zurückliegenden, bei denen ja auch unsere eigene Stadt Vremen in Mit­leidenschaft gezogen war. vergessen werden. Wir werden auch nicht vergessen die Anschläge auf unsere nationalen Heiligtümer, wie Vismarcks letzte Ruhestätte und das Eoetchehaus, auch nicht den Versuch, das Brandenburger Tor in Berlin, die Siegessäule und das Reichstags­gebäude zu vernichten. Mit erbarmungsloser Gewalt wird unsere Luftwaffe den in Bombardements von un- verteidigten Objekten in Deutschland sich zeigenden „heroischen Offensivgeist" der RAF. niederkämpfen, wobei das deutsche Volk mit Genugtuung die von Tag zu Tag wuchtiger werdende Vergeltungsaktion unserer Luftwaffe in England verfolgt, in der die sicherer Ge­währ ruht, daß England über kurz oder lang nicht mehr die Kraft haben wird, andere Völker zu tyrannisieren und anderen Völkern Schaden zuzufügen.

Londoner Es ist leicht zu erkennen, daß trotz loizuwaboku der tatkräfttgen, nun schon in die ' ' dritte Woche gehenden deutschen

Vergeltungsaktion gegen England immer nur mili­tärische, das heißt kriegswichtige Ziele von unseren Fliegern angegriffen worden sind. Wenn dennoch unter dieser Vergeltungsaktion auch die Zivilbevölkerung Englands und besonders die von London zu leiden hat. dann liegt das ebenso wie die Schuld am Kriege überhaupt, einzig und allein bei den Kriegsverbre­chern in London, die lieber taufende Menschen ihrer eigenen Nationalität umkommen lasten, als dah sie üb­lichen von dem billigen Triumph, nächtlich in Deutsch­land einzufliegen und hier wahllos oder auch ziel- gerecht Vomben auf unverteidigte Ziele zu werfen. Vor allem aber tragen sie die Schuld an dem, was die englische Bevölkerung heute zu erdulden hat, darum weil sie, weit entfernt, Vorsorge für das heute einge­tretene Stadium des Krieges zu treffen, diese Bevölke­rung nun auch noch weiterhin in der Gefahren- und "Kriegszone belasten und ihr als Sicherheit nichts wie Untergrundbahnschächte zu bieten haben, in denen ein ganzes Volk jetzt schon zu Höhlenbewohnern ge­worden ist. Zweitausendfünfhundert Männer und Frauen sind, wie wir aus London vernehmen, Tag und Nacht beschäftigt, um die Zerstörungen zu be­kämpfen, die als Begleiterscheinungen des Kampfes gegen England sich in den letzten vierzehn Tagen in der Hauptstadt des Imperiums eingestellt haben. Aber die Menschen, die hier in ebenso leichtfertiger wie sorg-, loser Weise eingesetzt werden zu einer Arbeit, die sie gar nicht verstehen, vermehren nur die Unzulänglichkeit von Organisationen, die als sogen. Z i v i l organisa- tionen angesichts des drohenden Angriffs auf englischen Boden nur so aus der Erde geschossen sind. Während sich zu diesen Organisationen, so lange es noch nicht ernst geworden war. geschäftig Männer und Frauen höchster Gesellschaftskreise drängten, und je nach Ge­sellschaft und Titel auch führende Positionen erhielten, zeigt sich jetzt, daß gerade diese Elemente so untauglich wie möglich sich erweisen und bei der Bewältigung von Aufgaben, die nun einmal nicht anders ' als von Fachleuten geleitet und bewältigt werden können, mehr hinderlich als nützlich sind. Vergebens bemüht sich der Rundfunk in London, gerade diese Organisa­tionen immer wieder anzufeuern, auf ihren Posten zu verharren. Was nützt dieses alles aber. wenn gerade die führenden Persönlichkeiten, die. vom Leben ver­wöhnt, untauglich zum Ertragen von Strapazen sind. aus Feigheit oder Bequemlichkeit alles im Stich lasten, sobald die Heulsirenen ertönen? Es ist schon ein rich­tiges Tohuwabohu, was sich da in London allein in Bekämpfung der Zerstörungen, die naturgemäß durch die deutsche Luftwaffe hervorgerufen werden, abspielt. Was erst werden wird. wenn nicht mehr allein die deuhche Luftwaffe, sondern etwa deutsche Armeen dem Boden Englands drohen, kann man sich wohl vorstellen nach all dem, was bisher in London schon zu ver­zeichnen ist.

des Verderbens wustung sind die Merkzeichen der ihrem wohlverdienten Schicksal ent­gegengehenden 8-Millonen-Stadt. Brand, Rauch Trüm- mer und Verwüstung sind aber nur die äußeren aller Welt sichtbaren Zeichen des unabwendbaren Ver-

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Die RAF. setzte ihre Mordüberfälle auf die Wohnviertel deutscher Städte fort.

Die letzten nachhaltigen deutschen Vergeltungsangrisse haben riesige Feuer in der Innenstadt Londons entfacht.

Deutsche U-Boote versenkten weitere 14 Dampfer mit rund 80 000 BRT.

Am Sonnabendvormittag marschierten bulgarische Trup­pen vereinbarungsgemäß in die Süddobrudscha ein.

Zu seinem 40. Lustsiege erhielt Major Mölders das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Die Rekruten einer Bremer Krastfahr-Ersatzabteiluna wurden feierlich aus den Führer Vereidigt.

Mit größtem Erfolg sür das 2. Kriegswinterhilfswerk be­gann gestern die Sammeltätigkeit der großen Bremer Turn- und Sportgemeinde.

Heute wird das Lüderitz-Haus in der Martini-Straße er­öffnet.