Ausgabe 
(19.9.1940) Nr. 258
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der Nationalsozialisten vremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 258 / 10. Zalzrgang

Donnerstag. 19. September 1940

kinzelpreis 19 Npf.

Nie ungeheuren Verluste der Nftt.

Im gugust und in den ersten zwei Septemberwochen 20SS britische Flugzeuge vernichtet

Unerbittliche Vergeltung gebt weiter

lerschlagene Hoffnungen auf SeneratWetter" / Neben Liverpool nun auch vlasgow bombardier«

erlin» 18. September.

Die in den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht in den letzten Wochen genannten Zahlen beweisen» wie ungeheuer die Verluste der britischen Luftwaffe sind. Im August verlor die Roqal Air Force 1354 Maschinen. In der ersten Woche des- September buhte sie 481 Flugzeuge ein, und in der zweiten Woche dieses Monats wurden 261 englische Maschinen vernichtet.

Die Vergeltungsflüge gegen London hielten im Lause des 17 . September an und wurden in der Nacht zum 18. Sep tcmber mit steigender Heftigkeit fortgesetzt. Klar und nüch lern wie immer stellt der deutsche Bericht des Oberkom mandos der Wehrmacht eine Tatsache fest, die siir England eine neue Berstärkung der furchtbaren Depression der letzten Wochen bedeutet. Die Hoffnung aus das Eingreifen des Wettergottes als neuen Verbündeten der englischen Pluto- kraten hat sich als ebenso wirkungslose und problematische Hilfe erwiesen, wie alle die anderen Bundesgenossen Hunger und Winter usw., die man zur Rettung der plutokratischen Herrschaft herbeizitieren wollte.

Nur der große General Blitss hat sich von neuem als treu erwiesen, der der vielgeprüften englischen Bevölke­rung weismachen will. daß Sturm und Regen die Deut­schen von den englischen Küsten fernhielten. Es ist ein groteskes und geradezu beschämendes Bild. wie ein großes und einst stolzes Weltreich seine letzten Hoffnun­gen aus die vagen und unberechenbaren Schwankungen des Barometers zu setzen sucht.

Ganze Spalten widmen die Londoner Blätter der Beobach­tung der Wetterlage und ganz ossen gibt man der Genug­tuung Ausdruck, das nunmehr die größte Gesahr zunächst ge­bannt sei. Ein merkwürdiges Versteckspiel mit dem Schicksal. Die wenigen Angaben des deutschen Wehrmachtsberichtes

Helfe von Mbbentrops nach Nom

Berlin. 18. September. .

Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat sich heute vormittag zu einem kurzen Aufenthalt nach Rom begeben.

Die Nachricht, daß der Reichsaußenminister sich zu einem kurzen Aufenthalt nach der italienischen Hauptstadt begeben hat, ruft in der Öffentlichkeit der beiden verbündeten Staaten die Erinnerung an jene Reise Ribbentrops über den Brenner wach. die im Mai des vergangenen Jahres die seit langem bestehende Solidarität der beiden Völker in die Form eines Bündnisses goß. Seitdem hat die enge Freundschaft der beiden Länder in der gemeinsamen militärischen Aktion ihre höchste Bewährung erfahren. Seit diesem Tage hat sich auch die Welt wohl oder übel daran gewöhnt, daß die Fühlungnahme der leitenden Staatsmänner der verbündeten Nationen ein wesent­lich anderes Gesicht zu tragen pslegt, als das diplomatische Gespräch, wie es unter anderen einst so eng alliierten Staaten üblich war. Zwischen Rom und Berlin werden aktuelle Probleme ebenso wie mögliche Entwicklungen in offener Aus­sprache beraten, eine Methode, die nur möglich ist, weil hier. wie wohl selten in der Geschichte diplomatischer Beziehungen sich die beiden Gesprächspartner als Exponenten eines politi­schen Faktors, der Achse, empfinden. Das schasst auch die Voraussetzung für ein stets positives Ergebnis solcher Be­sprechungen, wie es bereits zwischen Deutschland und Italien zur Tradition geworden ist. Erst in jüngster Zeit hat die un­eigennützige Arbeit der Achse bei dem Schiedsspruch von Wien die Wirksamkeit der politischen Solidarität erneut zu doku­mentieren vermocht, eine Solidarität, die in den militärischen Ereignissen täglich ihre Verwirklichung findet.

lassen mit furchtbarer Deutlichkeit erkennen, wie trügerisch alle diese Hoffnungen sind. Aus die Westindia-, London- und Victoriadocks, auf Wasser- und Gaswerke und Bahnhöfe fielen wieder die Bomben unserer Kampsgeschwader, die, wie selbst Reuter zugeben muß, zeitweilig wieder mit 200 Maschinen über London erschienen. Mit unerbittlicher Konsequenz voll­zieht sich die deutsche Vergeltungsaktion.

Wie neutrale Berichterstatter melden, sind die Folgen in der Stadt immer verheerender. Der Verkehr in London, vor allem in seinem Zentrum, ist so gestört, daß von einem ge­regelten Berkehrsleben überhaupt nicht mehr die Rede sein kann. Die Trümmer zusammengestürzter Gebäude versperren die Straßen und Hauptverkehrsadern. Gas- und Wasser­

leitungen, die Kabel der Elektrizitätswerke werden immer von neuem von deutschen Bomben getroffen und zerstört und in­folge des nicht abreißenden Alarms ist es kaum möglich, Reparaturarbeiten durchzuführen. Geschäftshäuser und Be­triebe haben ihre Arbeit auf ein Mindestmaß beschränken müssen, da das Personal in den wenigsten Fällen seinen Ar­beitsplatz erreichen kann. Die großen Geschäftshäuser sind ohne Kundschaft, die Straßen verödet.. Wenn Sie Dämmerung einbricht, setzt Abend sür Abend der große Strom zu den Schutzräumen ein, die die zweifelhaften Heimstätten iür Millionen Londoner geworden sind. Die immer ausgedehn­teren deutschen Angriffe richten sich auch gegen die übrigen wichtigen Städte und Industriezentren der Insel.

Neben den kriegswichtigen Zielen der Südost-Küste ist es besonders die bedeutende Hafenstadt der Westküste Liverpevt, die bei Lag und Nacht das Ziel deutscher Kampfgeschwader ge­worden ist. Auch in den hohen Norden Englands reicht der Arm unserer Luftwaffe, wie der kürzlich« Angriff gegen den nordirischen Hasen Belfast und den jetzt im Wehrniachtsbericht

(Fprtsetzung aul Seite 2)

Starker Schaden In Nlburv angerichtet

Neue ausgedehnte VrLnde in London der Flughafen trogdon sowie Dugpldhe und kriegs­wichtige Ziele an der Siidostkvste angegriffen Liverpool bei Lag und Nacht botnbardiert

große britische Hafen, Glasgow, wurde in der Nacht zum 18. September angegriffen. Ein britischer 5066- Tonnen-Dampfer wurde bei einem Angriff nördlich von Irland schwer beschädigt. Britische Flieger griffen in der letzten Nacht in Nord- und Westdeutschland wieder Wohnviertel und Siedlungen mit Bomben an und be­schädigten einige Wohnhäuser. Der Feind verlor gestern sieben Flugzeuge im Luftlampf, zwei durch Flakartil­lerie. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Berlin, 18. September

Deutsche Kampfflugzeuge griffen Mittwoch vormittag die Dock- und Hafenanlagen von Tilburq erfolgreich mit Bomben an. Außerdem trafen mehrere Bomben eine Rangieranlage bei Tilbury, wodurch starker Scha­de» angerichtet wurde.

Ein weiterer Angriff richtete sich gegen das Eroß- tanklager von Port Victoria an der unteren Themse, wo drei große Oelbehälter in Brand geworfen wurden. Ein kleines Tankschiff, das Oel übernahm, wurde gleich­falls durch Bomben getroffen und versenkt.

Bei Durchführung dieser Angriffe kam es über der Grafschaft Kent sowie über der unteren Themse zu verschiedenen kleineren Luftkämpsen, bei denen 15 bri­tische Jagdflugzeuge abgeschossen wurden. 3 eigene Flug­zeuge kehrten nicht zurück.

wekemalktsberlcht oom 1S. September

Berlin, 18. September

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Vergeltungsflüge gegen London hielten im Lause des 17. September an und wurden während der Nacht zum 18. September mit steigender Heftigkeit fort­gesetzt. Aus die West-India-, London- und Viktoria- Docks, auf Wasser- und Gaswerke, auf Bahnhöfe und sonstige kriegswichtigen Ziele wurden Bomben aller Ka­liber geworfen. Neue ausgedehnte Brände waren über­all die Folge. Weitere Angriffe richteten sich im Laufe des Tages auf den Flughafen Croydon sowie auf Flugplätze und kriegswichtige Ziele an der Südostküste. Liverpoo l wurde bei Tag und Nacht wiederholt an­gegriffen. Die Flugzeugwerke in Liverpool- Spe^,e erhielten schwere Treffer. Auch der nördlichste

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knglcinds widerstand in stgppten gebrochen

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Sidi el varani von den Italienern beseht 11 bis 1S britische Flugzeuge vernichtet, eins intakt erbeutet

Rom, 18. September

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:Das Hauptquartier der Wehr­macht gibt bekannt: In Nordafrika haben italienische und libysche Truppen die auch bei dieser Aktion ihre Kriegstugenden und ihre absolute Treue zu Italien vollauf unter Beweis gestellt hgben in Fortsetzung ihres siegreichen Vormarsches das in 1V6 Kilometer Luftlinie von der alten Cyrenaika-Erenze gelegene Sidi el Barani besetzt und den Ausbau der neuen Basis so­wie der Etappe in Angriff genommen.

Der hartnäckige und von Panzerformationen unter­stützte Widerstand des Feindes ist überall gebrochen worden. Unsere Luftwaffe hat mit Bomben und Ma­schinengewehrangriffen wiederholt eingegriffen. Fünf feindliche Flugzeuge vom Eloucester-Typ wurden bren­nend abgeschossen. Der Abschuß eines weiteren ist wahr­scheinlich. Vier eigene Flugzeuge sind nicht zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

Durch nächtliche feindliche Luftangriffe anf Bengasi und Derna wurden im Hafen von Bengasi ein Ponton und ein Torpedoboot versenkt und einige Brände ver­ursacht, deren man jedoch sofort Herr wurde. In Derna wurde ein Dampfer leicht beschädigt. Der Abschuß eines feindlichen Flugzeuges ist wahrscheinlich.

Eine von Jagdflugzeugen begleitete Sturzkampf­bomberformation (Picchiatelli") hat den Hafen von Micabba aus Malta bombardiert, Brände und beträcht­liche Schäden hervorgerufen, sowie mindestens drei Flugzeuge am Boden zerstört. Die feindlichen Jäger, die sich einem Kampf mit unseren Jagdflugzeugen zu ent­ziehen trachteten, griffen diePicchiatelli" an, die ent­schlossen zum Gegenangriff übergingen und zwei feind­

liche Flugzeuge abschössen. Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.

In Ostafrika haben unsere Flieger Boma (unterer Sudanj mit Bomben belegt, wobei ein Fort beschädigt und ein Feldlager in Brand gesetzt wurde. Bei einem Erkundungsflug über Aden hat eines unserer Flug­zeuge» das von englischen Jägern angegriffen wurde, ein feindliches Flugzeug schwer getroffen und ist selbst unversehrt zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Ei» feindliches Flugzeug e wurde von unseren Fliegern bei Saraf Sai (nordwestlich von Ealabatl am Böden zer­stört.

Feindliche Flugangrisfe auf Assab, Massaua, Harmil und Asmara haben keinen Schaden angerichtet. In Diredaua wurde ein Mann verwundet und ein Easthof

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leicht beschädigt. Ein feindliches Flugzeug wurde mit Wahrscheinlichkeit von der Marineflak abgeschossen. Ein feindliches Flugzeug vom Blenheim-Typ, das nach Malta unterwegs war, landete, aus Versehen aus dem Flughafen Pantelleria und wurde intakt mit der aus zwei Offizieren und einem Unteroffizier bestehende» Besatzung erbeutet.

Schiffbrüchige eines englischen Dampfers von 5860 Bruttoregistertonnen, der von einem unserer U-Boote im Atlantik versinkt wurde, sind in Lissabon ausge­schifft worden."

Nach der im italienischen WchrmacAsbericht vom Mittwoch gemeldeten Einnahme von Sidi el Barani beginnen die italienischen Truppen, wie in unterrichteten italienischen Krei­sen verlautet, mit der sosortigen Organisierung des Nachschubs und mit dem Ausbau der bis jetzt erreichten Stellungen, die durchschnittlich 100 Kilometer von der libyschen Grenze ent­fernt sind. Bei ihrem Bormarsch haben die italienischen Trup­pen, wie man weiter erfährt, eine Reihe von harten Zusam­menstößen in den einzelnen befestigten Stellungen gehabt, da die ganze Zone zwischen Sollum und Sidi el Barani mit zahlreichen befestigten Sperranlagen und Minenfeldern bis hinunter zur Oase Sidi Omar durchsetzt ist. Eine Reihe von Schützengräbenanlagen und Kasematten sowie gut ausgebaute Batteriestellungen mußten gestürmt werden, bevor die ita­lienischen Truppen die zweite Verteidigungsstellung der eng­lischen Streitkriiste durchstoßen und vollständig besetzen konnten.

Nachdem mit der Einnahme von Sollum und Sidi el Barani zwei der starken Sperren der Engländer, die in Rich­tung Alexandrien liegen, genommen sind. ist das nächste Ziel die Einnahme der dritten und letzten und stärksten Sperre: Marsa Matruh, das 140 Kilometer ostwärts vor Sidi el Barani liegt.

llck. Berlin, 18. September.

Vor vierzehn Tagen etwa steigerte sich die Selbst­zufriedenheit der englischen Minister ins groteske. Die Herren waren sehr redselig und kündigten den Wende­punkt des Krieges an. Den ^verdammten Deutschen werde jetzt endlich Bescheid mit Knüppeln gegeben wer­den. England stehe vor der Offensive, man könne aus naheliegenden militärischen Gründen zwar nicht sagen, wo und wie der Angriff gegen die Achsenmächte erfol­gen werde, aber alles sei vorbereitet, den Nazis wür­den nun alle Uebeltaten dreifach zurückgezahlt werden.

Was ist nun eigentlich aus der englischen Offensive ' geworden? Kaum war davon geschwatzt worden, fiel sie schon ins Wasser. Die verstärkten deutschen Luftangriffe auf London erfolgten und rissen dem Engländer wieder das Messer aus der Hand. England ist immer in die Defensive gedrängt. Das fällt nun allmählich auch ände­ren Leuten auf, die sonst den Engländer für ein beson­ders begabtes Exemplar der menschlichen Rasse halten. DieNew York Times" berichtet aus London und sagt gewiß nichts Nachteiliges über die Engländer, so­lange es sich verheimlichen läßt, das englische Ober­kommando beklage, von den Deutschen dauernd zur Defensive gezwungen zu sein. Das Kriegskabinett wisse ganz genau, daß die grausame Wirklichkeit nicht durch noch so viele optimistische Berichte verschont werden könne. W. C. ist jüngst ein ähnliches Geständnis ent­schlüpft. Man könne, so ließ er sich vernehmen, den Deutschen nicht vorschreiben, was sie tun sollen. Sehr geistreich ist dieser Gedankensplitter seiner Majestät Pre­mierminister nun gerade nicht, aber man mutz ihm die widrigen Londoner Umstände zugute halten, obgleich wir annehmen, daß er noch einen netten Luftschutzkeller ' für- sich reserviert hat. Die Londoner Bevölkerung mutz sich dagegen bekanntlich mit der Untergrundbahn und demEvening Standard" als Matratze begnügen.

Unter einem alles betäubenden Kanonendonner und ständigen Bombenexplosionen hat sich ein Kampf um die Luftschutzräume entwickelt, der nun nach echt briti­scher Art durch eine königliche Untersuchungskommission geschlichtet werden soll. Für viele Engländer ist damit die Sache wohl schon wieder in bester Ordnung, denn so wird es seit Generationen gehandhabt. Mängel im britischen Weltreich werden von königlichen Unter­suchungsausschüssen beraten, und irgendwann fällt dann das Parlament oder die Regierung einen Entscheid. Nach dieser Methode ist Britannien die letzten Jahr­zehnte regiert worden, und das Verfahren hat bis gestern genügt. Reicht es heute wirklich noch aus? Die englischen Zeitungen drängen, der König hat seinen Leibarzt an die Spitze der Kommission gestellt, die ver­schiedensten Vorschläge werden gemacht, wobei künftig wohl derjenige ausgeschaltet wird, den zu Beginn der Angriffe auf London ein besonders kluger Beobachter gestartet hat: man solle sich bei Alarmen den Rinn­stein werfen!

DerManchester Guardian" kommt auf den qrotz- artigen Gedanken. 1000 Aermste in den Vanktresors schlafen zu lassen. Der Plan hat viel für sich! Auf diesi Weise kommen nämlich kurz vor dem Untergang des englischen Hochkapitalismus die Hungerleider aus Tastend doch in nähere Bekanntschaft mit den Tresors der Londoner City. Im übrigen entnehmen wir daraus, daß die Tresors frei sind. Ihr nicht ganz abwegiger Zweck war noch vor geraumer Zeit, die Aktien Ju­welen und Erundbriefe der englischen Plutokraten zu beherbergen. Wie man sieht, sind die kostbaren Effek­ten rechtzeitig beiseite geschafft worden. Die Londoner Tresors sind frei und geschäftstüchtig kommt*man auf den Gedanken, die aus dem Hafenviertel ver- triebenen Elendsgestalten hereinzulassen. Hoffentlich wrrd den armen Leuten nicht noch Safemiete abge­nommen!

Trotzdem ist es tzen Engländern bitterer Ernst, und ein Safe ist bester als ein Rinnstein, denn die Aus- stcht darauf, daß taugliche Schutzräume gebaut werden, ist gleich Null. Zwar, die Kommission tagt noch und die Rasichlage werden fortgesetzt, aber der Innenmini­ster hat schon den Daumen gesenkt, wie die alten Rö­mer, wenn einer dem Tode verfallen war. Brauchbare Luftschutzkeller werden in London nicht mehr gebaut werden. Innenminister Sir. Anderson^ hat -in -ejnem Interview erklärt, daß es unmöglich sei,den EedSnken

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Die Heftigkeit der deutschen Vergeltungsflüge gegen Eng­land wird noch weiter gesteigert.

In den letzten sechs Wochen wurden über 2000 britische Flugzeuge abgeschossen.

Die Royal Air Force richtete einen erneuten heimtücki­schen Angriss aus Hamburgs Zivilbevölkerung.

Hunderte englischer Sperrballons wurden vom Sturm los­gerissen und richteten in Dänemark und Schweden schwe­ren Schaden an.

Unter ungeheuren Strapazen setzen die Italiener nach der Eroberung von Sidi el Barani ihren Vormarsch in Aeghpten fort. >

Der Reichsjugendsührer erließ eine Anordnung über HJ.- Dienst in Warnzonen.

Die Leipziger Messe schloß mit einem hervorragenden Ergebnis ab.

Auf Anordnung des Reichsernährungsministcrs wurde die Anordnung zur Vereinfachung der Speisekarte dadurch erweitert, daß ab 23. September vier Tellcrgerichte, dar­unter, eines mit SO Gramm Fleischspeise abgegeben wer­den können.