Ausgabe 
(18.9.1940) Nr. 257
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SUMlZMU

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches^Verkündungsblalt des Neichsstatchalters in Vldenburg und Vremen

Nr. 257 /10. Ztchrgano

Mittwoch, 18. September 1840

kinzelpreis 15 Npf.

Me fürchterlichste NachtaNacke

Zerstörung auf Zerstörung / Londoner llulwierlel stark getroffen / Schutzraum Misere

fllarm ostne Unterbrechung

ls ooo Sebäude zerstört oder beschädigt kabelunlerbrechung mit Newgork Nundsunksender

schwelgen / Sanz Südengland heimgesucht

t»v. Stockholm» 17. September.

Auch am Dienstag mutzte sich die britische Hauptstadt erneut von der ungeheuren Schlagkraft und steten Einsatzbereitschaft der deutschen Lustwaffe überzeugen. Nach den Berichten von Reuter wurde« im Laufe des Tages fünf Luftalarme gegeben. Die beide« erste« Alarme fielen morgens in die Zeit. wo sich die meisten Londoner auf dem Wege ,» ihren Arbeitsstätte» befanden. Der dritte Fliegeralarm zwang das Unterhaus» das zur Entgegennahme einer Erklärung des Ober- kriegshetzers zusammengetreten war. zur Vertagung der Sitzung. Der vierte Alarm war um 15.2« Uhr zu Ende. aber schon um 17.34 Uhr ertönten erneut die Sirenen. Dieser fünfte Tages­alarm war um 17.59 Uhr Gr. Zeit (19.59 Uhr deutscher Zeit) beendet.

Ueber die Wirkungen dieser neuen deutschen Vergeltungs- aktionen hüllt sich Reuter völlig in Schweigen. Dagegen gibt der Londoner Nachrichtendienst zu, daß nach den letzten deut­schen Angriffen auf London ganze Stratzenzüge mit Glas­splittern bedeckt gewesen feien. In manchen Stratzen sei kaum «in Fenster heil geblieben. Buch die Eisengitter seien teilweise abgerissen. Ganze Reihen von Gebäuden seien beschädigt wor­den. Durch einen direkten Treffer sei «in vier Stockwerk hohes Gebäude vollkommen zerstört worden.

Die deutschen Einsliige in der Nacht zum Dienstag und am Dienstagmorgen dehnten sich, wie englische Berichte zugeben, über viele Teile Englands aus. In London wurden zahlreich« Straßen in Westend besonders heftig betroffen, also in dem Viertel der Klubs, Diplomaten und der Gesellschaft. Das Ab­wehrfeuer der letzten Nacht war, natürlich, schon wieder ein­maldas stärkste, das London je erlebt hat". Tatsächlich waren aber die Bombeneinschläge, wie schwedische Quellen melden, zahlreicher als in den vorigen Nächten und London hatte in dem Zeitraum von Mitternacht bis Morgen drei Alarme» von 2.52 bis 4.25 Uhr, von 7.02 bis 7.48 Uhr und von 8.12 bis V.V4 Uhr. Der Londoner Rundfunk berichtet, in der ver­gangenen Nacht hab« über London ein Lustkamps stattgefun­den, der nahezu zehn Stunden gedauert habe.

Ueber die deutschen Angriffe gab das britische Luftsahrt- mimsterium u. a. bekannt:Aus den bis jetzt eingetroffenen Berichten geht hervor, daß die Zahl der in London durch

die Fliegerangriffe verursachten Verluste ein wenig höher waren als in den vorhergehenden Nächten." Was die eng­lische Agitation unterein wenig hicher" versteht, geht aus einer Meldung der United Preß-Agentur hervor, in der eS heißt. Schwärme deutscher Bomber hätten die englische Hauptstadt derfürchterlichsten Nachtattacke in der zehn­tägigen Luftbelagerung" ausgesetzt. Sie hätten im Herzen der schon stark zerschlagenen Stadt Zerstörungen auf Zerstörungen gehäuft. Im Büro der Agentur in der Nähe der Fleetstreet sei das Getöse so stark zu hören gewesen, daß man sein eigenes Wort nicht verstanden habe.

Die Nacht begann, wie dasAftonbladet" meldet, mit einem Sturzregen von Brandbomben. Ueberall konnte man (Fortsetzung aus Seit« 2)

Vergeltungsangriffe mit wachsender Stöcke

Nächtliche vombenongriffe gegen Liverpool / Sei bewaffneter Aufklärung ln Süd- und Mittelengland Flugplätze und gasen- und Industrieanlagen angegriffen

" Berlin. 17. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: '

Unsere Küstenbatterien nahmen gestern erneut den Hasen von Dover unter Feuer. Auf mehreren britischen Handelsschiffen konnten Treffer beobachtet werden.

Am Vormittag des 18. S. beschränkte sich die Tätig­keit der Luftwaffe infolge der ungünstigen Wetterlage auf bewaffnete Aufklärung. In ihrem Verlauf wurden

Serrano Suner beim sichrer

Stürmische Sookionen aus dem wiltzelmplatz der spanische Innenminister etzrk die Sesollenen

Berlin. 17. September

Der Führer empfing heute vormittag in der Neuen Reichs­kanzlei den spanischen Innenminister Serrano Suner in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von'Ribben- trop zu einer längeren Aussprache. Ein« Abteilung der st- Leibstandarte erwies bei der An- und Abfahrt die militäri­schen Ehrenbezeugungen.

Ueberall, wo sich Spaniens Innenminister Serrano Suner Während seines Berliner Aufenthaltes zeigt, schlägt ihm die Sympathie des deutschen Bolkes entgegen. Nachdem bekannt­geworden war. daß am Mittag der Abgesandte des Caudillo vom Führer zu einer Aussprache empfangen werden würde, fanden sich Unzählige von Berlinern aus dem Wilhelmplatz ein. Als Serrano Suner in Begleitung des Chefs des Proto­kolls im Auswärtigen Amt. Gesandten Frhrn. von Dörnberg. aus dem Wilhelmplah eintras, brachte ihm die Menge stür­mische Ovationen dar. Auch bei der Abfahrt wurden dem Ab­gesandten des spanischen Regierungschefs, des Generalissimus Franko, lebhafte Sympathiekundgebungen gebracht, die dem Gast die Gefühle der Freundschaft des deutschen Volkes für das salangistische Spanien zum Ausdruck brachten.

Bor dem Ehrenmal war am Dienstagvormittag eine Ehren­kompanie des Wachregiments mit Musik und Spielmannszug ausmarschiert. Ferner hatte eine Gruppe der spanischen Ko­lonie vor dem Ehrenmal Aufstellung genommen. Kurz vor

11 Uhr erschien der spanische Innenminister Serrano Suner mit den Herren seines Gefolges. In seiner Begleitung befanden sich der spanische Botschafter General Espinosa de los Mon- teros, mit Mitgliedern der spanischen Botschaft, der stellver­tretende Kommandeur von Berlin, Generalleutnant Freiherr Grote, und Vertreter des Auswärtige-n Amtes.

Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt der spa­nische Gast die Front der Ehrenkompanie ab. Anschließend begab er sich jn das Ehrenmal, um einen großen Lorbeer­kranz niederzulegen, der in spanischer Sprache die Inschrift trug:Den deutschen Helden die spanischen Kameraden."

Der spanische Innenminister verweilte einige Minuten stil­len Gedenkens in der dem Gedächtnis der Gefallenen geweih­ten Halle und nahm dann den Vorbeimarsch der Ehren­kompanie ab.

Anläßlich der Deutschlandreise des spanischen Innenmini­sters Serrano Suner gab der spanische Botschafter General Espinosa de los Monteros auf der spanischen Botschaft in Berlin einen Abendempfang, an dem der Reichsministcr des Auswärtigen von Ribbentrop, der Reichsinnenminister Frick, Reichsführer (( Himmler. Reichsverkehrsminister Dr. Dorp- müller, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker, der deutsche- Botschafter in Madrid von Stohrer, Staatssekretär Stuckart und weitere hohe Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht teilnahmen.

(Siehe auch Seite 2)

mehrere Flugplätze in Süd» und Mittelengland sowie Hafen- und Industrieanlage» von Whitby wirksam mit Bomben angegriffen.

Gegen Mittag setzten erneut Bergeltnngsangrisfe ge- gegen London ein. die rollend und mit wachsender Stärke bis zum Morgen de» 17. September andauerte». Hafen- und Dockanlagen sowie sonstige kriegswichtige Ziele wurden mit zahlreichen Bomben aller Kaliber belegt und an vielen Stellen neue Brände hervorgeru­fen. Nächtliche Bombenangriffe richteten sich auch gegen Liverpool.

Drei feindliche Flugzeuge wurden im Lnftkampf ab« geschossen, eins am Boden zerstört. Zwei deutsche Flug­zeuge werden vermitzt.

Der Feind unterließ gestern bei Tage und in der ver­gangenen Nacht jegliche Angriffsversuche aus deutsches Gebiet."

2nm JVelirmnelitsderivüt vom 1«. nnck 17. Soptember

knglische fingst vor der Invasion

wttde Serüchte und Kombinationen Parlament anverschwiegenem 0rt" Keckenschiitzen schlafen in Kleidern

Schrecken imMemandwasser"kin wilder Südwestwind blöst"

krv. Stockholm, 17. September.

Der englische König besuchte am Montagabend die Ad­miralität und anschließend das Kriegsministerium. Beides wird von Londoner amtlicher Seite so hingestellt, als hätte es sich um wichtige operative Besprechungen gehandelt. Alles, aber auch alles, steht jetzt in London im Zeichen der Stim­mungsmache, des Bluffs und der psychologischen Anspannung aus den Hauptkamps.

Das englische Parlament wird seine Sitzungen in Zukunft nur noch hinter verschlossenen Türen abhalten. Die Zu­sammenkünfte werden außerdem nicht mehr in Westminster abgehalten werden, sondern in einem verschwiegenen Ort in der Provinz. Der Londoner Vertreter derNew Park Times", der diese Mitteilung aus sicherer Quelle erfahren haben will, fügt hinzu, daß die Abgeordneten die strikt« Weisung erhalten hätten, keinem Menschen mitzuteilen, wann und wo die Parlamentssitzungen durchgeführt würden. Selbst «in« fahrlässige Bemerkung würde von den Behörden als Landesverrat aufgefaßt werden. Ein anderes amerikanisches Blatt behauptet, daß sich das Parlament in Schdttland nieder­lassen werde. Die meisten Abgeordneten sollen bereits dorthin abgereist sein. Bon der Regierung wird die Flucht des Unter- und Oberhauses mit derexponierten Lage des Parlaments in Westminster" begründet.

Diesererfolgreiche Rückzug" der Plutokraten wundert nie­mand mehr. Während sie längst dasexponierte" London verlassen haben, bleibt jedoch die Masse der Bevölkerung ihrem Schicksal überlassen. Die ganze Verworfenheit der nach Schottland ausgerissencn Herrschaften spricht jedoch aus der zynischen Erklärung desEvening Standard", London werde, selbst wenn es in Schutt und Asche liege, gegen ein Jnva- sionsheer verteidigt werden. Ob die Hauptstadt des Empire in Trümmer sinkt und ihn Bevölkerung sinnlos geopfert wird, kümmert diese Verräter nicht.

Die Engländerentschuldigen" sich, daß die notwendigen Gegenmaßnahmen gegen die von ihnen aeargwohntendeut­schen Jnvafionsvorbereitungen" ein Nachlassen der Angriffe gegeiz Deutschland selbst herbeigeführt haben. Sie- sprechen vage vonAngriffen aus militärische-Objekte in Berlin", schwelgen aber vor allem wieder in Behauptungen über große Aktionen gegen französische, belgische und holländische Städte. Der Wetterumschwnng im Kanal hat nämlich die Jnvasions- psychose auf den Gipfel getrieben. Die wildesten und wider­spruchsvollsten Gerüchte und Kombinationen durchkreuzen sich in der englischen Hauptstadt. Während die einen sagen, der jetzige Zustand von Wolken. Wind. Nebel und Regen und grober See nach einer langen Schönwetterperiode bedeute die Vereitelung deutscher Jnvasionspläne, argwöhnen die ande­ren, daß der Angriss nun erst reA» unter dem Schutz von diesigem Wetter bald erfolgen werde.

Die englischen Wachtposten an der Küste haben, wie schwe­dische Berichte melden, den Kanal den englischen Kanal! dasRiemandwasser" getauft. Richt nur die Truppen, son­dern auch die lokalen Heckenschützenscharen derHeimwehren" haben Befehl »haften, in Kleidern zu schlafen, um jederzeit alarmbereit zu sein. Ueberall in den Kirchtürmen sitzen Wächter, um nach den Deutschen Ausschau zu halten und bei der geringsten verdächtigen Annährung durch Glockrn- läuten das seit langem verabredete Signal zu geben, daß die Invasion begonnen habe . . .

Der Londoner Vertreter derStockholms Tidningen". hat eine Reise durch das Berteidigungsgebiet an der Küste ge­macht und berichtet, daß hier alles in äußerster Bereitschaft steht, alle Geschütze an der Küste bemannt, Munitionsvor­räte aufgestapelt, die Kirchtürme mit Ausguckposten beseht, die den Charakter englischer Kirchen am besten versinn­bildlichen, alle Wege versperrt mit Zementblöcken als Schutz gegen Tanks und Panzerwagen. Aber auch im Inner« seien Truppen bereit, binnen zehn Minute» hinter der Küsten-

Verteidigung eingesetzt zu werden, und in ganz England seien von den Bauern nach Bergung der Ernt« Sperren aus den Fluren errichtet, Stacheldraht über alle breiten Wege ge­spannt worden.

Es wäre müßig, zu behaupten so schließt.-dieser? auf­schlußreiche Bericht daß das Volk keine Furcht hätt«. Ich habe Menschen sich unter der Erd« verkriechen sehen mit solch starrer Angst vor dem, was die nächsten Stunden bringen könnten, daß mich der Ausdruck dieser Gesichter niemals ver­lassen wiH. Leute, die alle Nachte frierend oder schlaflos oder in unbequemen Stellungen in kleinen Schutzräumen zubrin­gen müssen, bleiben nicht unbeeinslutzt von dem, was sie er­leben. Das ist ganz ausgeschlossen. Deshalb glaubt man aber auch an das Wort von der unerschütterlichen Moral, da dies« Millionen zu Tode erschreckten Menschen nicht nachgeben, sondern mit trotzigen Gesichtern von diesem Krieg als ihrem eigenen sprechen . . Die Betrachtungen des neutralen Be­obachters verraten hier stark« Widersprüche und Zweifel, die d,e unerschütterte Moral mehr als problematisch machen. All das zeugt nur von der großen Spannung, die gegenwärtig auf ganz England lastet und von der Verwirrung der Ge­müter.

In geradezu lyrischen Tönen schwärmen die Londoner Be­richterstatter vom stürmischen Kanalwetter.Ein wilder «üdwestwind bläst, der schlimmste Sturm seit dem letzten Winter läßt Fenster und Türen klappern. Die Wogen führen Weiße Schaumkämme, der Himmel von Wolken verhangen ein inner Sprühregen geht hernieder." Und so weit««.' Wenn noch irgend etwas fehlt«, was der Umwelt zeigen könnt«, wie

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es ,n den Herzen der englischen Machthaber wirklich aus­sieht, dann sind es dies« Hymnen aus den Wettergott. von

dem sie Beistand erhossen. Wenn nur noch diese Schaum- kamme. dieser feine Sprühregen England vor dem schlimmsten bewahren sollen, dann ficht es fatal aus hinter den so mar­tialisch angestrichenen Kulissen der britischenSiegeS- stimmung". L

Ihr Freiheitskampf gegen die jüdisch-englischen Unter­drückungsmethoden im entscheidenden Stadium

v. Berlin, 17. September.

In der Welt des Islams stehen wir vor grohen Ent­scheidungen. Der Islam ist trotz aller Zwecklügen des britischen Jnformationsministeriums auf der ganzen Linie eindeutig juden- und englandfeindlich eingestellt. Auch die indischen Muselmanen, die gegenwärtig noch durch die brutalen englischen Ünterdrückungsmethoden im Zaume gehalten werden, können sich jeden Augen­blick als aktive Kämpfer der großen panislamitischen Freiheitsbewegung anschließen.

Wie schlecht die Situation Englands im gegenwär­tigen Augenblick ist, geht auch daraus hervor, daß das englische Oberkommando in Aegypten schlagartig die ägyptische Armee entwaffnet hat mit der fadenscheinigen Begründung, daß es sich um englische Waffen handele, die England zur Zeit notwendig brauche. In der Praxis bedeutet diese Vergewaltigung der Aegypter durch Eng­land, daß die Unabhängigkeit Aegyptens äs kaMo er­ledigt ist. Diese Maßnahme hat nicht nur in Aegypten eine ungeheure Erbitterung hervorgerufen, sondern auch überall dort, wo Araber und Mohammedaner leben.

In den Straßen Kairos patrouilliert ständig be­rittene englische Polizei unter dem Schutze von eng­lischen Panzerwagen, weil englandfeindliche Angriffe von feiten der ägyptischen Bevölkerung an der Tages­ordnung sind. Die britischen Behörden haben bisher zweitausend Aegypter unter der Bezichtigung, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben, verhaftet. Die Verhafteten wurden in ein Konzentrationslager gebracht. Die Festnahmen gehen in großem Umfange weiter. Nicht anders sieht es in anderen Ländern mit mohammedanischer Bevölkerung aus. In Syrien und Palästina können sich Engländer ohne militärische Be­gleitung noch nicht einmal aus den Straßen sehen lassen, ohne Gefahr zu laufen, von der erbitterten Bevölkerung angegriffen zu werden.

An den Grenzposten zwischen Syrien und Palästina kam es bereits des öfteren zu Auseinandersetzungen. Ob­wohl die Grenze gesperrt ist, haben britische Agenten in letzter Zeit verschiedentlich versucht, in Syrien einzu­dringen. Eine ganze Anzahl von Engländern wurde aus diesem Grunde verhaftet. Die syrischen Behörden haben den englischen Generalkonsul in Beirut gezwungen, sei­nen Posten zu verlassen, da ihm nachgewiesen werden konnte, daß er die französischen Kreise in Beirut im englischen Sinne beeinflussen wollte. In den letzten Tagen kam es außerdem in Damaskus und Beirut zu antijüdischen und antienglischen Demonstrationen der Araber, die die Befreiung der islamitischen Welt vom jüdisch-englischen Joch fordern.

Nicht anders sieht es in Palästina aus. Vor dem Ge­bäude der jüdischen ZeitungPalestine Post" in Jeru­salem kam es kürzlich zu stürmischen juden- und eng- landfeindlichen Kundgebungen der arabischen Bevölke­rung, da diese Judenzeitung eine Sammlung zugun­sten der englischen Luftwaffe veranstaltet hatte. Die Öl­leitungen zwischen Haifa und Mossul funktionieren schon lange nicht mehr, da sie von arabischen Freischülern unbrauchbar gemacht worden sind. England hat Wind gesät und erntet jetzt den Sturm. Es muß nun dafür gerade stehen, daß es unter Mißachtung der Rechte der eingeborenen arabischen Bevölkerung mit Hilfe einer nur auf Gewalt und Unterdrückung aufgebauten Politik die Juden zu den Herren über Palästina gemacht hat.

Der vollkommenen Judenhörigkeit der englischen Po­litik ist es in erster Linie zuzuschreiben, daß sich Eng­land die Freundschaft der arabischen Völker ein für allemal verscherzt hat. Die einseitige projüdische und antiarabische Politik, die die Engländer schon seit vielen Jahren in Palästina betreiben, hat es mil sich gebracht, daß die seelische Einheit der arabischen Völker trotz der durch Stacheldraht gezogenen Grenzen schon lange hergestellt ist. Hätten sich die englischen Machthaber mcht gänzlich in die Abhängigkeit des Judentums be­geben, so hätte England den Arabern gegenüber eine ganze andere Politik einschlagen müssen. Heute ist alles zu spät. Heute steht dem in allen Fugen krachenden englischen Empire auch der gewaltige Block der moham­medanischen Völker als erbitterter, unversöhnlicher Feind gegenüber.

Das im - jüdischen . Schlepptau befindliche England hat auch heute noch nicht begriffen, daß der Islam eine über die nationalen Sprachgrenzen hinausgehende kul­turelle und religiöse Einheit bildet, deren Anhänger auf das geringste Unrecht oder die kleinste Unter-

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Die deutsche Lustwafse wiederholte auch gestern wieder ihre Angriffe aus London und Umgebung pausenlos. Churchill setzte wiederum Lügen über die Bombardierung des Tempelhoser Flugplatzes in die Welt.

Jn Aegypten stehen vorgedrungene italienische Truppen mit englischen Panzern in schwerem Kamps.

Italien erklärt amtlich, keine Invasion gegenüber Aeghp- ten ausüben zu wollen.

Der spanisch« Innenminister Serrano Suner wurde heute, ebenso wie der italienische Kolonialminister Teruzzi, vom Führer empfangen. Minister Teruzzi ist nach Nürn­berg abgereist.

Reichsorganisationsleiter Dr. Sey gab Erklärungen über die Altersversorgung und das sozialistische Recht im neuen Deutschland.

Das Blindgängrrbergungskommando der J-Formationen des Bremer Sicherheits» und Hilfsdienstes säubert lausend große» Bereich von Blindgängern.