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parteiamtliche lageszeitung
Vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der freien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmilichesverkündungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 25Z / 10. Jahrgang
Sonnabend, 14. September 1940
Einzelpreis 13 Npf.
Ungeahnte Schwierigkeiten für -ie militärische Führung / Polizeiaufgebot gegen Plünderer
weitgelsende Verkehrsstörungen
Sie konservativen jammern um den Verlust ihrer Besitzwerte
Stockholm. 13. September
Angesichts des immer größer werdenden Chaos» das England mit der Kriegserklärung an Deutschland einerseits und den Mordiibersiillen aus nichtmilitärische Ziele in Deutschland andererseits selbst über seine Hauptstadt heraufbeschworen hat, wagt es nun auch die Londoner Presse nicht mehr, von der „ausgezeichneten Stimmung" und der „guten Haltung" der Bevölkerung zu sprechen.
^ '„Daily Mirror" teilt mit. datz sofort eine Urlaubssperrr für die Polizei verhängt worden sei und alle im Urlaub befindlichen Beamten zurückgerufen wurden, gm den Plünderungen und Ausschreitungen Einhalt zu gebieten. Neutrale Beobachter sind der Ansicht, datz die Plünderungen aus die Unterbrechungen der Lebcnsmittelzufuhren zurückzuführen seien.
Charakteristisch für die immer fühlbarer werdende Knappheit ist es auch, daß die „Times" den Umfang ihrer -Mgabe erneut reduzieren mußt«. Das ist für ein Land mit^einem solchen Zeitungskonfum wie England, wo sich noch bei Kriegs- beginn die Hetzer in den Spalten der Blätter ungehemmt austoben konnten und die Ausgaben in Form von wahren Paketen erschienen, ganz besonders bezeichnend.
Trotze Schwierigkeiten bereiten auch die tiefgehenden Verkehrsstörungen. die durch Bombenabwürfe entstanden sind. Ein Korrespondent berichtet, datz im eleganten Londoner Westend in der Rahe kriegswichtiger Anlagen ganze Stratzen- züge abgesperrt seien, da meterhohe Trümmerhaufen sie verstopften. Im Osten in der Gegend der Docks sei durch geborstene Mauern und brennende Trümmer ein Passieren der Straßen lebensgefährlich. Die ununterbrochenen Angriffe, deren Staffeln und Geschwader eine regelrechte „Prozession" bildeten, hätten das Leben in London dermaßen gestört, datz «in Aufenthalt fast unmöglich erschiene. Wie der Londoner Nachrichtendienst mitteilt, ist jetzt ein Bootsverkehr zwischen Süd-Woolwich und Westminster durchgeführt worden. Bezeichnend für die allgemeine Unsicherheit ist, datz, wie der Nachrichtendienst meldet, heute morgen ein Arbeiter halb besorgt, halb ironisch gefragt hat. ob man nicht einen Zerstörer brauche, der das Boot beschütze.
' Der Londoner Berichterstatter von „Norwegische Handelsund Schifsahrtszeitung" hebt hervor, der deutsche Bergeltun-gs- schlag aus London für die britischen Verbrechen sei sür England sehr verhängnisvoll. „Für die militärische Führung ergäben sich ungeahnte Schwierigkeiten, zumal die Metropole deS Empire so überaus viele Rüstungsbetriebe beherberge. Das Osloer Blatt bestätigt damit nicht nur, daß die deutschen Flieger sich kriegswichtige Anlagen zum Angriffsziel machten, sondern es enthüllt auch die Blasphemie des Chur- chillschen Wortes „Wir werden diesen Krieg bequem gewinnen!", mit dem er das britische Volk in sein Unglück stürzte.
Roch deutlicher offenbart ein USA.-General den verbrecherischen und skrupellosen Leichtsinn des Kriegsmachers und widerlegt seine dreisten Lügen über die angeblichen großen Verluste der deutschen Lustwasse. In einem Artikel der New- horker Zeitung „PM." erklärt der General, „die Engländer seien im Begriff, die Schlacht um London zu verlieren. Die deutschen Flieger hätten den militärischen Objekten verheerende Schäden zugefügt. Britanniens Hoffnung, diese Vernichtung durch große deutsche Verluste wettzumachen, sei unerfüllt geblieben. Die deutschen Verluste erreichten auch nicht annähernd die englischen Erwartungen (I).
Hingegen habe die britische Luftwaffe unmißverständliche Anzeichen ihres bevorstehenden Zusammenbruches gegeben (!), so daß Deutschland seine Drohung- wahrmachew -kiiNtt^- durch^ diesen Vergeltungsschlag alle wichtigen militärischen Objekte , in London zu stören, um die britische Hauptstadt als militärisches Zentrum Englands auszuschalten.
Entgegen den lügnerischen englischen Behauptungen hält es der Verfasser sür ausgeschlossen, daß deutsche Flieger sich englische Arbeiterwohnungen willkürlich als Angrisssziele ausgesucht hatten. Da sich jedoch Arbeiterwohnungen in Industrie- gegenden befänden, sei es selbstverständlich, daß diese weit mehr gelitten hätten als Wohnstätten der Wohlhabenden, die außerhalb dieser Gegenden lägen, Her USA.-General glaubt, daß dieser Umstand den Unwillen der armen Bevölkerung gegen Wohlhabende, gegen die wohlgenährten Männer der britischen Regierung (!) hervorrufen werde.
Aber selbst auch in den Reihen der Konservativen nimmt nach den neuesten Meldungen aus London die Unzufriedenheit mit der Krkegspolitik Churchills zusehends zu.
Die Konservativen erkennen mit Entsetzen, wie unter der Wirkung der andauernden deutschen Bombenangriffe wertvoller englischer Rationalbesih sür immer verloren geht und welche gewaltigen Verluste sie selbst an Privaten Besitzwerten erleiden. Die Frage wird in diesen Kreisen immer ernster erwogen, zu welchem Ende die Churchill'sche Politik führt, nachdem sich alle Voraussagen über bevorstehende erfolgreiche
Abwehraktionen gegen die deutschen Bombengeschwader als gegenstandslos erwiesen haben.
Im Zusammenhang mit der Unzufriedenheit der um ihre Arbeitsplätze gebrachten Arbeitermässen, die in den Ostvierteln Londons bei den Explosionen und Bränden der Docks und Jndustriewerke obdachlos geworden sind, kommt der Depressionsstimmung der Konservativen schlechthin entscheidende Bedeutung sür die Frage der Fortführung deS Krieges im Sinne der Churchillschen Krieg-um-jedcn-Preis zu. „Wie bequem" es sich die Londoner Plutokraten und Hasardeure machen, „ihren Krieg" durchzusetzen während die Arbeiterbevölkerung ihren srevelhaften Leichtsinn in einer einzigen Nacht mit 5500 Toten und Verletzten bezahlen mußten, zeigt eine Meldung aus Gens:
Das bekannte Londoner Savoh-Hotek; so heißt es in dieser Meldung, in dem „man" sich trifft und sür eine Mahlzeit durchschnittlich den Wochenlohn eines englischen Arbeiters auszugeben Pflegt — denn „man" hat es dazu — hat sich eine besondere Attraktion zugelegt. Sein Luftschutzkeller ist nicht nur mit einer wohlausgestatteten Bar versehen worden, nein, sogar eine Kapelle spielt im Luftschutzrairm iiir die Herren, die sich dort vom anstrengenden Kuponschneidcn und dem sorgenvollen Studium der Börsenbewsgung erholen wollen. „Ein reichhaltiges Büfett ist vorhanden", rühmt „Daily Sketch" und „Tische können reserviert werden." Kommentar wahrlich überflüssig.
Industrie und stafenanlagen bombardiert
Unsere Luftwaffe rastet nicht - London, Liverpool und andere drte angegriffen — U-öoot versenkte Z? Slw VM — Küstenbatterien vertrieben leichte seindliche SeestreitkrSste vor Voulogne
Berlin, 13. September.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein Unterseeboot versenkte sechs bewaffnete seindliche Handelsschiffe mit 37 600 BRT., darunter einen bereits gemeldeten Dampfer von 7000 BRT. Den rn der Nacht in Nord- und Westdeutschland einfliegenden britischen Flugzeugen gelang es nicht, ihre Ziele zu erreichen. Wenige auf Wohnviertel und ein Dorf abgeworfene Bomben richteten nur geringen Schaden an. Bei der eigenen bewaffneten Aufklärung über Südengland wur-
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den Bomben auf Industrieanlagen in London, Bexhill Brighton, Banbury und andere Orte abgeworfen. Südwestlich der Insel Man gelang es, ein Handelsschiff von 8000 BRT. schwer zu beschädigen. In der Nacht zum 13. belegten Kampfflugzeuge wiederum die Hafen- und Dockanlagen in London und Liverpool mit Bomben und riefen neue Brände und Explosionen hervor. Britische Häfen wurden erneut vermint. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen, ein eigenes wird vermißt.
In der Nacht zum 12. und 13. September versuchten leichte feindliche Seestreitkräste den Hafen von Bou- logne zu beschießen. Der Gegner wurde, ohne irgendwelchen Schaden angerichtet zu haben, durch das Feuer unserer Küstenbatterien vertrieben."
Wie in den Berichten des'OKW, vom l2. und 13. 9, mitgeteilt wurde, richteten sich Angriffe der deutschen Lustwasse 'gegen die Hastnanlagen von Liverpool. Der Hafen von Liverpool ist sür England von besonderer Bedeutung; er ist der zweitgrößte Hasen Englands nach London und besonders wichtig als Einfuhrhafen sür Lebensmittel. Ueber Liverpool werden rund ein Fünftel der englischen Fleischeinsuhr sowie, große Teil der Einsuhren von, Getreide, Genußmitteln und Futtermitteln geleitet. Da der Hafen von Liverpool als Schleusenhafen gebaut ist, ist er durch Bombenangriffe besonders verwundbar, Zerstörungen im Hasen von Liverpool müssen in kurzer Frist ernste Rückwirkungen sür die Ernäh-, rungslage Englands und insbesondere sür das benachbarte,- dicht bevölkerte Industriegebiet von Manchester und Lanca- shire zeitigen. Die ebenfalls . in ^den 'letzte.n^OKW.-Berichterr erwähnten Angriffe auf Flugzeugsabriken in SouthampioiF treffen solche Flugzeugwerke, in denen englische Jagdflugzeuge vom Muster Spitsire und Hurricane hergestellt werden.
lkmchill will London verlaffen
strbellsaufnakme stundenlang verzögert - Ver Vucklngkam - getroffen - vomben über Mttelengland
H. Stockholm, 13. September.
Die britische Regierung trisst alle Vorbereitungen, London zu verlassen, berichtet der Londoner Korrespondent der Columbia Broadcasting Corporation am Donnerstag. Ueber den neuen Sitz der Regierung ist nichts bekannt. Bereits im Lause des Donnerstags war in diplomatischen Kreisen Londons bekanntgeworden. daß sür den Hos und das Diplomatische Korps die Uebersiedlung in eine Prodinzstadt geplant wird. Doch hieß es zu der Zeit noch, datz die Regierung in der Hauptstadt zu bleiben gedächte.
Ein neuer deutscher Angriff aus London ersolgte am Freitagmorgen, als große Mcnschenmassen in Bewegung waren, um sich, zum Teil zu Fuß wegen des Bersagens der Verkehrsmittel, nach ihren Arbeitsplätzen zu begeben. Die Rachtalarme, von denen einer dem anderen gefolgt war, endeten erst 7.32 Uhr. Um 8.40 Uhr begannen die Sirenen von . neuem zu heulen. Eine allgemeine Flucht nach den Schutzräumen setzte ein, und die Arbeitsaufnahme wurde wiederum stundenlang verzögert. In das Bellen der Abwehrgeschütze mischte sich sofort unheilverkündend das Dröhnen deutscher Bombeneinschläge. Nicht anders war es bei den Angriffen der Nacht, die gegen diele Teile des Landes gerichtet wurden. Gebäudezerstörungen werden aus Lancashire und Orten östlich Londons gemeldet.
Nach der Darstellung des Londoner Luftsahrtministeriums wurden die Aktionen durch einzelne Flugzeug« und in kleineren Gruppen durchgeführt. Durch Spreng- und Brandbomben sei an vielen Stellen Feuer ausgebrochen. das jedoch
rasch unter Kontrolle gekommen sei. Ein großes Unglück hätte es nach englischen Berichten beinahe durch die Explosion einer Bombe in der Regent-Strcet gegeben. Der ganze Verkehr mußte umgeleitet werden. Alle Fensterscheiben weit und breit zersprangen und mehrere Gebäude wurden beschädigt, darunter das Picadilly-Hotcl, Auch am „Strand", einer anderen großen Derkehrsstraße der Innenstadt, explodierten Bomben. Am Freitagmorgen wurde zur Entlastung des stark behinderten Autobus- und U-Bahnverkehrs ein« neue Dampserlinie zwischen Westminster und Woolwich eröffnet.
Bei den deutschen Luftangriffen am Freitagmorgen trafen nach einer englischen Meldung mehrere Bomben erneut das Schloß Buckingham. Es wurde, wie die Londoner Auslassung sich ausdrückt, leichter Schaden angerichtet. Der König von England, der sich während des Luftangriffs im Schloß befunden habe, sei unverletzt. Insgesamt süns Bomben haben den Buckingham-Palast getroffen. Drei Mitglieder des königlichen Stabes wurden verletzt. Brandbomben sielen nach englischen Meldungen auch in die Downingstreet, wo sich der Amtssitz Churchills und das Zentrum des Regierungsviertels befindet.
Englische Meldungen über die Einzelvorgänge bei dem deutschen MorgeNangriff, die Freitagnachmittag herauskamen, zerstreuten die letzten Zweifel an' dem Vorfall um das Schloß Buckingham. Nach den Schilderungen soll der Angriff von einem Bomber ausgeführt worden sein, der plötzlich aus den Wolken gegen den Palast herniederstieh. Man hörte kurz danach die Erplostonen, Flammen und Rauch wallten auf und Steine wirbelten durch die Lust. Das deutsche Flugzeug stieg sofort
wieder in die Höhe und entschwand in den Wolken. Wie sich herausstellte, waren drei Bomben in den inneren Schloßbereich gefallen und zwei nach der Straßenfront, wo ein kleinerer durch die Feuerwehr jedoch rasch gelöschter Brand entstanden sei.
DaS Reuterhaus in London ist, wie jetzt bestätigt wird, durch einen Volltreffer ausgeschaltet worden. Die amtliche englische Agentur mutz sich nun in einem südenglischen Provinznest mit veralteten Morseapparaten abquälen. Wenige Stunden vor dem Bombeneinschlag erzielte Tuff Cooper noch einmal einen Heitcrkeitserfolg, als er durch Reuter verbreiten ließ, die „britischen Legionäre" würden nun im Mittel- meer zum Kamps ausziehen, um zunächst einmal die „strategischen Punkte des Weltreiches" zu verteidigen und sodann zur Meeresossensive überzugehen.
Das Londoner Lustsahrtministerium muß zugeben, daß es sich um den längsten Tagesangriff handelt, den London bisher erlebte. Er dauerte nicht weniger als vier Stunden. Ausgeführt worden sei er von „nur" 15 bis 20 Flugzeugen, die sich unter Ausnutzung niedriger Wolken herangepürscht hätten. Spreng- und Brandbomben fielen in Mehreren Teilen des mnereft Londons. Beschädigt wurde nach englischen Meldungen u, a. ein großes Hotel in der Innenstadt. Das Sicherheitsministerium hat eine Warnung dagegen erlassen, Gebäude ohne Aussicht zu lassen, weil auf diese Weise Brandschäden, begünstigt werden könnten. Deutsche Einslüge werden auch aus Wales und Südostengland gemeldet.
(Fortsetzung aus Seite 2)
As LMstieeisieL«»
Der nationalsozialistische Reichstagswahlsieg vor zehn Jahren
Von
vr. llsrbsri^lbiövbt, Ivl. 6. k.
Wenn Deutschland sich heute anschickt, in einem siegreichen Krieg ohnegleichen, ein nationalsozialistisches Jahrtausend Herauszuführen, so ist es ein Gebot der Dankbarkeit dem Schicksal und den alten Kämpfern gegenüber, eines Tages vor zehn Jahren zu gedenken, ohne den das, was heute ist, wohl kaum möglich geworden wäre. Am 14. September 1930 erreichte die nationalsozialistische Erhebung einen ersten Höhepunkt, als die Zahl der Wahlstimmen für den Reichstag gegenüber dem LO.Mai 1928 von 809 541 auf 6 406 397, die Zahl der nationalsozialistischen Mandate von 12 auf 107 hinaufschnellte.
„Die ersten Einhundertsieben" sind ein parteigeschicht- licher Begriff geworden! Sie waren im besten Sinne eine verschworene Gemeinschaft. Einer kannte den anderen, und die Kameradschaft war bei gemeinsamen „Saalschlachten" im Plenum oder in den Umgängen des Sitzungssaales, bei Obstruktion und Opposition vorbildlich. Gute Kehlen hatten wir alle, und das war auch nötig. Die anderen waren das Brüllen gewohnt und waren in fünffacher Ueberzahl. Schon in derZeesten Sitzung brach, in dem „Hohen Hause mit dem niedrigen Niveau", wie wir damals den Reichstag nannten, ein unbeschreiblicher Tumult aus, als beim Namensaufruf im Sitzungssaal der erste nationalsozialistische Abgeordnete im Alphabet (Dr. Albrecht) seine Anwesenheit nicht nur brav mit „Hier", 'sondern zusätzlich mit einem donnernden „Heil Hitler!" bekundete.
Mit dem 14. September war die NSDAP. über Nacht zur zweitstärksten Partei geworden. Ein starker Mitgliederzuwachs war die Folge. Hatte die Zwölf-Mann- Eruppe der Partei im Reichstag bis zum 14. September keinerlei Ausschüsse besetzen können, weil je ein Ausschußmitglied fünfzehn Mitgliedern der Fraktion entsprach, so zogen nun allein im Haushaltsausschuß, dem wichtigsten, sieben Parteigenossen ein, deren Obmann Fritz Reinhardt, der jetzige Staatssekretär im RFM., wurde. Wenn auch an „positive" Arbeit noch nicht zu denken war, so gab doch besonders dieser Ausschuß uns Mitgliedern die Möglichkeit sehr instruktive Reden zu halten, da die breite Öffentlichkeit an den Reden, die hier gehalten wurden, starkes Interesse bekundete. Dies um so mehr, als der Ausschuß oft wochenlang tagte, während der. Reichstag nicht 'einberufen wät.
Aus aller Arbeit „der ersten Einhundertundsieben" ging ein Kraftstrom nationalsozialistischen Kampfwillens ins Land hinaus, der, im Zusammenfließen mit der Arbeit des letzten unbekannten kleinen Parteigenossen, unter der genialen Führung Adolf Hitlers zum gewaltigen Aufbrüch einer schicksalhaften Zeitenwende wurde. _
vier vermißte slugreuge lurückgekelm
Berlin, 13. September.
Wie amtlich mitgeteilt wir-, erhöhen sich die im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 10. September gemeldeten feindlichen Verluste um drei Flugzeuge, während die eigenen Verluste sich um vier Flugzeuge verringern, die inzwischen zu ihren Geschwadern zurückgekehrt sind.
' Drf'HKÄkehr-öeHsöeutschen-Flugzeuge beweist einmal mehr die Richtigkeit der Angaben der deutschen Wehrmachtsberichte, die unter allen Umständen nur die unbedingt nachweisbaren Feindverluste angeben, während bei noch nicht erfolgter Rückkehr von eigenen Flugzeugen auf ihren Startplatz bzw, deren noch nicht bekanntgewordener Notlandung auf einem anderen Landcplatz diese zuerst, da nicht nachweisbar zurückgekehrt, als vermißt aufgegeben weichen. Die Welt wird auch an dem neuestem Beispiel erkennen, wie Deutschland peinlich genau jede Zahleneingabe prüft, während immer wieder England mit Phantasiezahlen operiert, um sein sinkendes Prestige in der Welt zu halten. ,
IIIIIIIIIIIIII»III»II»IIIIII»IIIII»»II»»»»»I»IIII»IIIIM»IIIIIIII»IIM»I»IIIIIIII»I»
Vnsor LaFVsspLvySl
Deutsche Flugzeuge setzten ihre Angriffe gegen Industrieanlagen und Häfen sowie Docks in London, Liverpool ^rnd anderen Orten Südenglands fort.
Ein deutsches U-Boot versenkte sechs bewaffnete feindliche Handelsdampser mit zusammen 37 600 BRT.
In London sind P-lizeidcrftärkungen eingesetzt worden, um den anhaltenden Plünderungen Einhalt zu gebieten.
Italienische Fliegerverbände waren in Nord- und Ost- afrika erfolgreich tätig.
Der Schweizer Bundespräsident sprach über die außenpolitische Orientierung der Schweiz.
Der Führer verlieh erneut verdienten Offizieren des Heeres Ritterkreuze.
Der Neichspressechef weilte bei den Männern der Propagandakompanien im Westen.
Die NSB. übernimmt die leibliche und seelische Betreuung der bei Feindangrissen zu SHaden Gekommenen.
Die dritte Tschammerpokal-Schlutzrunde wurde sür den 29. September festgesetzt.
Am Sonntag findet der Sommersporttag der HeereS- betriebe statt.