Ausgabe 
(13.9.1940) Nr. 252
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bremer Mum

parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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Anzeigen - Grundpreise:

Die 1 oaw hohe und 22 Mio breite Zeile im Anzeigenteil 13 H/. Die 78 mm breite und I mw hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u. Famllien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste S Nachlaß­staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: 8n Vremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. In Shke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkiindungsblatt des veichsstattljalters in Oldenburg und vremen

Nr. 252 / 10. ZaHrgang

Zreitag, 1Z. September 1S40

kmzelpreis 15 Npf.

vremen erneut bombardiert

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54 Votinliiiuser durch veand- und Sprengbomben getroffen / S rote, 6 Schwer- und 1? Leichtverletzte

vriinde sofort gelöscht / fluch ftamburg und verlin wieder angegriffen

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Die Folgen über England

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Ein feindliches slugzeug bei Vremen, zwei bei Wesermünde abgeschossen - kin weiteres schwer beschädigt

Berlin, 12. September

In der Nacht vom 11. zum 12. September flogen wiederum britische Flugzeuge in Norddeutsch­land ein und belegten die Wohnviertel mehrerer Städte, darunter in erster Linie Bremen und Hamburg, mit Spreng- und Brandbomben. Es entstanden zahlreiche große Brände und Schäden an Wohnhäusern. Mehrere Tote, Schwer- und Leichtverletzte sind zu beklagen. In Berlin konnte durch starkes Flakfeuer sowie das disziplinierte Verhalten der Bevölkerung und schnelles tatkräftiges Eingreifen des Selbstschutzes größerer Schaden verhindert werden.

Die Anlage des Angrisfes aus die Reichshauptstadt läßt deutlich erkennen, daß es den englischen Fliegern wieder darauf ankam, wie in der Nacht zuvor nicht nur die Wohnviertel, sondern auch nationale Denk­mäler mit Bomben zu belegen. Innerhalb des Stadt­gebietes fielen Bomben auf Wohnviertel im Nordwesten und im Tiergarten.

darf aber nicht verschwiegen werden, daß die Höhe dieser Menschenverluste nicht zum wenigsten zurückzuführen ist auf ein den Geboten des Luftschutzes widersprechendes Verhalten.

Unserer glänzend schießenden Flak gelang es nicht

allein, den Hauptteil der eingesetzten feindlichen Kräfte von der Stadt abzubringen, sondern darüber hinaus auch einen der Angreifer in der^Nähe von Bremen her­unterzuholen. Ein Mann der Besatzung wurde gefangen­genommen. Bei einem zweiten Flugzeug wurde ein schwerer Treffer in einem der Tragdecks einwandfrei be­obachtet. Die Maschine verlor sofort stark an Höhe, so daß auch deren Rückkehr nach England unwahrscheinlich ist. Zwei weitere Bomber wurden von der Marine-Flak bei Wsscrmünde abgeschossen. Beide Maschinen stürzten in die Weser. Deren Besatzungen dürften dabei den Tod gefunden haben. Die Leiche eines der englischen Flieger wurde inzwischen aus dem Wasser geborgen."

Amtlich wird hierzu mitgeteilt: „In der Nacht zum Donnerstag unternahmen britische Flugzeuge wiederum größere Angriffe aufBremen. Berlin und Hamburg. Der Schwerpunkt der Angriffe dieser Nacht lag dabei auf Breme n. Hier versuchten stärkere Kräfte zweimal, aus den verschiedensten Richtungen und in mehreren Wellen, über das Stadtgebiet einzudringen. Der Haupt­stoß wurde jedoch beide Male von unserer energisch und wirksam einsetzenden Flakabwehr abgesangen, so daß es jeweils nur einigen wenigen Maschinen gelang, den Feuerriegel zu durchbrechen und über das eigent­liche Stadtgebiet zu gelangen. Aber auch hier erreichten sie an keiner Stelle militärisch wichtige Ziele, sondern beschränkten sich darauf, eine große Anzahl von Spreng­bomben, sowie eine noch größere Anzahl von Brand­bomben über den verschiedensten Teilen der Stadt, vor allem über Wohnvierteln, abzuwerfen.

Gerade die große Zahl von Brandbomben beweist ein­deutig, daß es den Briten im besonderen darauf ankam ziviles Eigentum zu vernichten. Außer Brand- und Einsturzschäden an einigen größeren Baulichkeiten wurden insgesamt 54 Wohnhäuser mehr oder weniger stark beschädigt. Eine Reihe davon wurde vollkommen zertrümmert, andere so schwer getroffen, daß sie von ihren Bewohnern geräumt werden mußten. Insgesamt gesehen aber wurde ein noch weit größerer Schaden durch den tatkräftigen Zugriff der Selbstschutzgemein­schaften und durch den vollen Einsatz des SHD. ver­mieden, der bereits nach kurzer Zeit sämtliche Brände gelöscht oder eingedämmt hatte. An Personen sind leider 8 Tote, K Schwer- und 17 Leichtverletzt« z« beklagen. Es

Selettzug von Küstenarrttlerie beschossen

erfolgreiche vombenwürje Liuf Hafenviertel, Kaianlagen unS flakstellungen

Berlin, 12. September.

Am 11. September versuchte wiederum ein britischer Geleitzug den Hafen von Dover zu verlassen. Unsere Küstenartillerie nahm die Hasenausfahrt unter Feuer. Treffer aus den Schiffen konnten wegen des schlechten Wetters und der schlechten Sicht nicht beobachtet werden.

Kampfflugzeuge bombardierten das Hafenviertel und die Kaianlagen von Dover, so daß Brände entstanden. Auch die Flakstellungen von Dover wurden erfolgreich angegriffen und Treffer in den Flakstellungen erzielt.

weHrmachtsberlcht vom 12. September

Berlin, 12. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Abermals belegten britische Flugzeuge in der Nacht vom 11. zum 12. September in Norddeutschland die Wohnviertel mehrerer Städte, darunter Hamburg, Bremen und Berlin, mit Spreng- und Brandbomben. Es entstanden zahlreiche Brände und Schäden in Wohn­häusern und Arbeitersiedlungen. 14 Tote und 41 Ver­letzte sind zu beklagen. Gutliegendes Abwehrfeuer, diszipliniertes Verhalte« der Bevölkerung und tatkräf­tiges Eingreifen des Selbstschutzes verhinderten in der

Reichshauptstadt und an anderen betroffene« Orten größere Schäden.

Deutsche Kampf-, Jagd- und Zerstörergeschwader setz­ten tags und nachts ihre Vergeltungsangriffe gegen London fort. Dock- und Hafenanlagen, die durch Brände hell erlenchtet waren, Gas- und Eloktrizitätswerke, eine Pulver- und eine Wasfensabrik wurden schwer ge­troffen. Weitere Angriffe im Laufe des Tages galten einer Flugzeugfabrik in Southampton, in der sechs Hallen zerstört wurden, sowie den Oellagern von Port Victoria. Nachtangriffe richteten sich ferner gegen Liverpool und andere Hafenanlagen an der West- ünd Siidkiiste Englands.

In der Themsemündung stürzten sich Kampfflugzeuge auf einen Geleitzug und warfen einen Zerstörer und vier Handelsschiffe in Brand; zwei weitere Handels­schiffe erhielten Treffer.

Im Verlaufe der Angriffe gegen London kam es zu mehreren erbitterten Luftkämpsen, bei denen 67 feind­liche Flugzeuge abgeschossen wurden. In der Nacht wurden sechs weitere britische Flugzeuge über deutschem Gebiet durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Ma­rineartillerie hat sechs feindliche Bombenflugzeuge an der Nordseekiiste, ein weiteres an der Kanalküste ab- tFortsetzuna aul Seite 2.»

IVie auek unser LilSbei-ielil im Innern ües LIattss 2eiKt, koinlmrckierten üiv kritiseiien I-uktKnnxster nabl- nnü planlos reine IVolinvivrtel krvmens. Die ^uknakme von einem Hause im >Vesten äer Staät, äas einen Volltrelkei- srbivlt, entknllt äas ^bsebvuliviie ikrer nnKebvusriivkvn Untat. ^nkn.: I'iseksr

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^ 3. 6. v. B r e IN e n, 13. September.

Ins Unermeßliche wächst die Schuld der Kriegsver­brecher an der Themse. Sie haben nicht geruht und gerastet, bis sie den Krieg hatten, den sie wollten, um das deutsche Volk wieder in die Ketten von Versailles zu schmieden. Nun haben sie ihn und müssen ihn im eigenen Lande spüren.

Zu feige, um in soldatischer Geradheit Auge in Auge Deutschland zu bekämpfen, haben sie zuerst ihre Ver­bündeten auf dem Festland vorgeschickt, die Niederlage um Niederlage und zuletzt so gut wie die Vernichtung erlitten. Als sie dann' allein standen, bedroht von dem Strafgericht unmittelbarer Schläge der deutschen Waf­fen auf ihrer Insel, konnten sie noch mit dem Gedanke« spielen, daß diese Schläge sie nicht erschüttern würden. Churchill, der Meister vom großen Stuhl der Lüge und Gemeinheit tat sein Bestes, um den zu hellsten Bränden geschirrten Vernichtungswillen des englischen Volkes gegen Deutschland aufrechtzuerhalten. Nun. da auf England die deutschen Schläge hageldicht niederprasseln und Englands Hauptstadt, das Herz des Imperiums, dermaßen in Mitleidenschaft ziehen, daß dadurch ernst­lich die Möglichkeiten einer weiteren Kriegsführung für England in Frage gestellt sind, glaubt man sich in London noch helfen zu können durch Verstärkung der feigen nächtlich verübten Banditenstreiche, und ging dazu über, nicht allein mehr durch wahllose, sondern be­reits schon durch gezielte Bombenwürfe auf die deutsche Zivilbevölkerung und deutsche Nationaldenk- mäler zu versuchen, das oeutsche Volk einzuschüchtern.

Nach dem frivolen Ueberfall auf Berlin haben die feigen englischen Piraten in der vorvergangenen Nacht wie öfter schon auch wieder unsere Stadt Bremen und gleichzeitig Hamburg schwer zu treffen versucht und teil­weise auch getroffen, immer in der Erwartung, durch ihre schändliche Bombardements auf die Bevölkerung, wie sie so schön sagen, kriegsmüde zu machen. Sie haben keine Ahnung, wie sie dadurch auch den letzten deutschen Mann und die letzte deutsche Frau in Bremen und in den übrigen deutschen Städten geradezu zur erbar­mungslosen Vergeltung bereit machen, und sie ahnen gar nicht, wie Tag für Tag alles in Deutschland darauf brennt, aus dem OKW.-Bericht zu erfahren, wie unsere Luftwaffe für die Untaten der englischen Nacht­piraten in England Vergeltung übt.

Die deutsche Luftwaffe verschmäht es, im feigen Vor­gehen gegen nichtmilitärische Ziele sich billige Lorbeeren in England zu erwerben. Die in furchtbarem Rachewerk deutscher Flieger niedergekämpften Zentren der Kriegs­führung in Südengland und in London selbst sind Zeu­gen von der schlechtweg bewundernswerten Ueberlegen- heit der sicher ihre Ziele treffenden deutschen Kriegs- sührung.

Sie hat es bereits fertiggebracht, die Leichtfertigkeit der englischen Kriegsverbrecher zu dämpfen.

Es sollte ja nur ein niedlicher Krieg sein, hat noch vor wenigen Tagen Lord Derby mit ungeheurer Frivolität gesagt. England werde weiterkämpfen, selbst wenn London in Schutt und Asche läge, hat Churchill in seiner vorletzten Rede gesagt. In seiner Mittwoch­rede waren zwar noch dieselben Tendenzen, aber immer­hin auch etwas andere Töne -vertreten. Zweimal hat Churchill das Friedensangebot des Führers ausgeschla- gen. Nun, da er sich vor der nicht zu bewältigenden Auf­gabe sieht, die Bevölkerung einer Siebenmmionenstadt zu schützen und notwendigerweise zu evakuieren, bleibt ihm nichts übrig als eine Schimpfkanonade unmensch- lischster Art. eine Schimpfkanonade, hinter der sich offensichtlich schlotternde Angst vor der kommenden deutschen Invasion versteckt. Wir wissen nicht, ob Chur­chill in letzter Minute noch glaubt, durch irgendwelche diplomatischen Manipulationen der Welt vormachen zu können, daß es jetzt allenfalls zu Friedensverhand­lungen kommen könne. Wir wissen nur das, daß jetzt die Zeit für derlei Vorschläge, selbst wenn sie ernst ge­meint wären, endgültig vorbei ist, und daß nunmehr die Waffen sprechen. Churchill gibt zu. nach Preisgabe Londons noch wenigstens die Insel retten zu können, und man ist im Zweifel, ob man annehmen soll, daß Churchill dies ernstlich glaubt oder wiederum

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Feige Mordiibersiille richteten die englischen Pirat«nsliegrr gegen Wohnviertel Bremens. Berlins und Hamburgs.

Deutsche Fernkampsgeschütze lenkten erneut eine schwere Kanonade gegen Dover.

Die deutschen Kampsslugzeuge setzten ihre Angriff« gegen London und andere kriegswichtige Städte Englands fort; 80 britische Flugzeuge wurden am Mittwoch abgeschossen.

Italienische Fernbomber belegten englische Stellungen an der ägyptischen Küste mit Bomben.

Churchill versuchte in einer lendenlahmen Rede das ena- lische Volk zu trösten.

Dr. Leh verkündete vor deutschen Bergarbeitern das neue deutsche Sozialprogramm nach dem deutschen Endsieg.

Ein Bremer schildert sein Inbernicrten-Srlebnis in der Hölle von Perpignan.

Der I. Segelstugzeug-Modellbaukursus für Bremer Lehrer wurde abgeschlossen.