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parteiamtliche Lageszeitung
Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 248 / 10. Jahrgang
Montag. 9. September 1948
kinzelpreis 15 Bps.
aber eine Million ks Bomben wuchteten auf London zum fluftakt der großen Luftschlacht
England verspürt das lZrauen
des von ihm entfesselten Krieges
Neichsmarschall Söring leitet den klnsatz
Vergeltung für die Verbrechen der Nachtpiraten gebt weiter
UAe
Ein Krieg, wie es noch keinen gab
Berlin, 8. September.
Wie das DNB. von unterrichteter Seite erfährt, haben Teilkräfte der deutschen Luftwaffe Außenbezirke von London im Laufe des Sonntags erfolgreich angegriffen. Gleichzeitig haben ausgedehnte Aufklärungsflüge über dem Zentrum von London den durchschlagenden Erfolg des gestrigen Großangriffs bestätigt.
Stellen ab, wo die Brände lohten. Sobald ein Brand gelöscht war, stammte ein anderer aus."
Diesem Bericht, der wenn auch nur andeutungsweise verrät, daß England das nun heimgezahlt bekommt, was es uns heimtückisch und rünkevoll angetan hat und nun erfährt, was es uns in noch schlimmerem Maße zufügen wollte, gibt Reuter eine Episode an, die angesichts des Ernstes der Lage sür England recht „reuterisch" geschmacklos einfältig ist. Die Agentur schreibt:
„In einem Kabarett hörte das Publikum Bomben in etwa 30 Meter Entfernung niederfallen. Der Besitzer des Kabaretts forderte sofort zu einer Sammlung aus, um sür den Erlös ein britisches Spitsire-Jagdflugzeug zu kaufen. Das Publikum stimmte das volkstümliche Lied an: „Doch immer wird's ein England geben!" das sür Augenblicke den Krach der Bomben und das Flakseuer übertönte."
Ebenso lächerlich wirkt der Bericht eines Londoner Rundfunksprechers, der, nach dem er selbst erklärte, die Angrifse seien von 5 Uhr nachmittags bis 12 Ilhr nachts ununterbrochen erfolgt und hätten beträchtlichen Schaden angerichtet, fortführt: Er habe am Sonntagmorgen mit seiner Familie einen mehrere Meilen weiten Spaziergang gemacht und dabei
nur drei Häuser gesehen, die wegen Blindgängergesahr abgesperrt gewesen seien. Das sei alles, was er festgestellt habe."
Entweder hat der Berichterstatter an den Stätten der Zerstörung die Augen geschlossen, wie der Vogel Strauß bei Ge- sahr den Kops in den Sand steckt oder er hat sich seinen Weg vorher so abstecken lassen, daß er sie nicht zu berühren brauchte.
Daß die deutsche Luftwaffe sich bei ihren Angriffen militärische Anlagen zum Ziele wählt, bestätigt jetzt sogar ein so hetzerisches Blatt wie „Sunday Times". In einem Aussatz unter der bezeichnenden Uebcrschrist „Kritisches Stadium im Luftkrieg" heißt es: ,.Man muß feststellen, daß die heftigen deutschen Angriffe sich vor allem gegen die englische Luftwaffe richten. Die Tagesangrisse haben Flugplätze zum Ziel, während die Nachtangriffe sich meistens gegen industruelle Objekte richten."
An und sür sich brauchen wir diese Bestätigung nicht. Wir lassen uns auch dadurch nicht beeinflussen, wenn man in London jetzt auf die Tränendrüsen zu drücken versucht. England hat diesen Krieg gewollt. All das, was jetzt in der britischen Hauptstadt geschieht, hat man in viel schär- rem Maße uns zugedacht. Wir werden es nicht vergessen daß ein englischer Geistlicher, der Vikar von Leicester, erklärte, die deutsche Rasse müsse ausgerottet werden (!). Vor wenigen Tagen hat eine. englische Zeitung diesen Satz aufgegriffen und sich erdreistet, ihre Genugtuung darüber aus- zusprechen, daß in dem Hetzer im Priestergewand, „ein so edler kämpferischer Geist lebe". England erfährt jetzt, was es heißt, die deutsche Rasse ausrotten zu wollen.
Ver Vetirmachtsberichl oom S. September
S4 englische slugjenge vernichtet — Vroßerfolge im ftandekskrisg
Wie die Agentur Reuter meldet, wurde am Sonntag um 11.29 Uhr und um 18.59 Uhr in London wieder Lustalarm gegeben. Die Vergeltungsmaßnahmen gegen die britischen Rachtpiraten werden fortgesetzt. In verstärktem Matze haben sie in den letzten Wochen Wohnviertel im Reiche, in deren auch nur unmittelbarer Nähe kein einziges militärisches Ziel festzustellen war, ihre Brand- und Sprengbomben ausgesetzt. Freche zynische Bemerkungen waren die Antwort auf deutsche Vorstellungen.
Mit diesem Piratentum wird jetzt aufgeräumt. Die Gangsterverbrecher werden für ihre Schurkereien zur Verantwortung gezogen, wie der Führer es im Sportpalast angekündigt hat. Unschuldig vergossenes deutsches Blut wird vergolten Tag um Tag, Nacht um Nacht.
Der Sonntagvormittag traf London unter dem Eindruck der ersten Nacht, die es unter der Wucht des Vergeltungsschlages, mit dem Deutschland die heimtückischen Uebevsülle britischer Nachtpiraten aus Wohnhäuser, Kirchen und Kulturstätten durch Bombenhagel auf militärische Anlagen Englands heimzahlt.
„Die Bevölkerung", so berichtet der Vertreter von „United News Expreß", war geradezu gelähmt von den Erlebnissen der Nacht, so daß sie nicht in der Lage gewesen sei. dem Berichterstatter zusammenhängende Darstellungen zu geben. Der Berichterstatter selbst habe ganz unter dem starken Eindruck der großen Schäden an den von den deutschen Fliegern getroffenen Fabrikanlagens!) gestanden."
„Sundah Expreß" hebt hervor, daß man am Sonnabend und in der Nacht zum Sonntag eben so oft das Explodieren der Bomben, wie den Abschuß der Flakgeschütze gehört habe. Bei der bekannten Methode Reuters, von einer getöteten Maus zu sprechen, wenn eine große militärische Anlage zerstört wird, kann man sich aus den spärlichen und zurückhaltenden Angaben in einen StimmungSbericht vom Sonntagvormittag ein Bild von der katastrophalen Auswirkung des deutschen Angrisfes machen. Wörtlich schreibt die 'Agentur:
„Als der Tag anbrach, bemühte sich die Feuerwehr mit riesigen Wasserstrahlen in dem Bezirke Ostlvndon die in der Nacht durch die Luftangriffe entstandenen Brände zn meistern. Vom Anbruch des gestrigen Abends bis ins Morgengrauen hinein wurden immer wieder deutsche Flugzeuge über London vorgeschickt. In mehreren dieser Angriffe, die auch in verschiedenen Docks Brände hervorriefen, wurden Fabriken beschädigt, einige Dcrkehrsvcrbindungen unterbrochen, und Bomben sielen auch aus mehrere Industrieanlagen. Die öffentliche Beleuchtung und andere öffentliche Dienste wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Arbeiter waren damit beschäftigt, die Anschlagstrichter der Bomben auszufüllen, während immer noch andere Bomben in der Nachbarschaft niedersielen. Wasser- und Gasleitungen wurden repariert, Telephon- und Telegraphendrähte wieder in Ordnung gebracht.
Zu ihrem ersten Angriffe erscheinen die Bomber am frühen Abend, in mehreren Wellen ziemlich hoch über der Ballonsperre einhcrfliegcnd. In einigen Augenblicken war der Himmel erfüllt von krepierenden Granaten und hcrabsausenden Bomben. Der Angriff wurde zwar von den Jägern und der Flak zurückgewiesen, aber, so erklärt Reuter, sich selbst widersprechend, über der Gegend des Londoner Ostens erfüllten dichte Rauchwolken die Lust, und weit in der Ferne sah man dünnere Streifen Weißen Rauches, die weitere Brände ankündigten.
Bei Einbruch der Nacht erschienen die Bomber auss neue und warsen ihre Bomben so nahe wie nur möglich an den
Berlin, 8. September.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Angriffe unserer Luftwaffe gegen die wehrwirt- schaftlich besonders wichtigen Objekte von London, die in der Nacht vom 8. zum 7. September begonnen wurden, wurden auch am 7. und in der Nacht zum 8. September mit sehr starken Kräften und unter Einsatz schwerster Boinben fortgesetzt. Diese Angrifse sind die Vergeltung für die von England begonnenen und in den letzten Wochen gesteigert geführten britischen Nachtangriffe auf Wohnviertel und andere nicht- militärische Ziele im Reichsgebiet. Der Reichsmarschall leitet persönlich den Einsatz von Nordsrankreich aus.
In ununterbrochener Folge fielen bis jetzt über eine Million Kilogramm Bomben aller Kaliber aus das Hafen- und Industriegebiet an der Themse. Kaianlagen, Handelsschiffe, Docks und Speicher, Kraft-, Wasser- und Gaswerke sowie Arsenale, Fabriken und Verkehrseinrichtungen wurden getroffen und zum Teil durch schwerste Explosionen vernichtet. Große Feuers- briinste wüten in der Umgegend der Docks. In kraftvollen Vorstößen kämpften Jagdflugzeuge den Weg der Kampfflugzeuge nach London frei.
Weitere Luftangriffe richteten sich gegen die Groß- öllager und Dockanlagen von Thameshaven, gegen die Sprenqstofsabriken von Chatham und gegen den Flugplatz von Hawkings. Außerdem griffen Kampfflieger Industrie- und Hasen
ziele in Liverpool, Manchester, Birmingham, Cardiff, Bristol, Southampton, Portsmouth, Portland und zehn weitere Orte an.
Der Gegner flog wiederum bei Nacht nach Deutschland ein. Eine Welle wendete sich gegen Südwestdeutschland und warf vereinzelt Bomben, die keinen Schaden anrichteten. Der andere Teil der britischen Kampfflugzeuge versuchte seinen Kurs wie in den bisherigen Nächten nach Berlin zu nehmen, wurde jedoch durch konzentrierte Abwehr im Westen zur Umkehr bzw. zum vorzeitigen Bombenabwurf gezwungen. Bomben richteten lediglich in einer Kirche in H a m m Schaden an.
Der Feind verlor bei den gestrigen Kampfhandlungen 84 Flugzeuge. 28 eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück.
Ein Unterseeboot hat aus zwei Geleitzügen fünf bewaffnete feindliche Handelsdampser von Insgesamt 33 488 VRT. versenkt und einen weiteren Dampfer von 4880 VRT. beschädigt.
In der Nacht zum 7. September stießen zwei Schnellboote aus einen durch Zerstörer und Bewacher stark gesicherten feindlichen Geleitzug. Sie versenkten trotz starker Abwehr drei tief beladene Dampfer von zusammen 11 888 VRT. und kehrten unversehrt an ihren Stützpunkt zurück.
Ein von deutschen Seestreitkräften in llebersee aufgebrachtes feindliches Handelsschiff ist bei Begegnung mit einem britischen Kriegsschiff durch das an Bord befindliche deutsche Prisenkommando versenkt worden.
Hiesige seuersbrünste in London
Burchschlagender krfolg der vergeltungsakrion — Bocks und öllager vernichtet — klektrizitats- und Saswerke zerstört Verheerende Brände in vielen Stadtteilen — stbwehr versagte — Bomber von allen Seiten
kvv. Stockholm, 8. September.
Die Luftoperationen gegen London und die Themse Mündung, die seit der Nacht zum Sonnabend in eine neue verschärfte Phase getreten sind, haben Schäden hervorgerufen, die auch von englischer Seite nicht mehr in der bisherigen Weise abgestritten werden können, zumal der äußere Eindruck dieser bisher heftigsten Luftangriffe die seitherigen Schwindelmcthoden hinfällig machten. Die Schadenswirkungen sind so gewaltig, daß nähere Angaben sogar am Sonntag noch zurückgehalten wurden.
Was englische Berichte an Einzelheiten erwähnen, gibt aber wenigstens andeutungsweise einen Begriff von den Wirkungen am Rande jener Bezirke, gegen die sich die Angrifse in der Hauptsache richteten. Es laßt sich somit ungefähr erraten, wie es dort aussehen mag. Amtliche Berichte melden unter anderem: Viele Bomben auf die Docks, große Brände am nördlichen Themseuser, Störung des Verkehrs in Ost-London, u. a. durch Volltresser in ein Elektrizitätswerk, Feuer auch im Inneren Londons, ebenso Feuersbrünste in Oelanlagen an der unteren Themse, Feuer in den Industrievierteln Ost- Londons und in der Themsemündung, viele Obdachlose, Versorgungsstörungen durch Bruch von Hauptgaslcitungen, Verkehrsstockungen und Schäden im Beleuchtungsnetz. Man glaubt es, wenn englische Berichte lakonisch sagen: Der Nachthimmel
war rot über London . . . Eine Neuterauslassung vom Sonntag nachmittag sagt, die Brände in London seien im Lause des Sonntags „begrenzt" worden, eine Formulierung, die deren Wucht und Ausdehnung vorsichtshalber nicht andeutet. Es wird jedoch zugegeben, daß noch immer Rauchsäulen von der Themse und dem Mündungsgebiet her aufsteigen.
Bereits Ven Abendangrisf, der zwischen 3 und 0 ilhr einen Luftalarm zur Folge hatte, der durch längere Nachrichtensperren der Außenwelt geheimgehalten werden sollte, bezeichnen nachträglich amtliche Londoner Meldungen — wohl um sein Gelingen zu entschuldigen und aus die entstandenen Schäden vorzubereiten — als „bisher größten Angriff bei Tageslicht auf London". Dieser Massendurchbruch war sür die englische Luftwaise um so peinlicher, als sie sich bisher
gerühmt hatte, Angrifse unter allen Umständen verhindern zu können.
Die englischen Berichte stellen die deutsche Aktion folgendermaßen dar: Zunächst seien zwei riesige Formationen von je
etwa 250 Flugzeugen vorgestoßen „wie eine übernatürliche Kavallerie". Sie kam über Englands Ostküste zwischen Dover und Dungeneß in zwei Wellen, von denen sich die zweite über die Grafschaft Kcnt ergoß. Viele Gruppen wendeten vor dem Bereich der Hauptstadt und verteilten sich über die Umgebung, um die Flugplätze in Surrey, Kent und Esser aufs Korn zu nehmen. Andere stürzten sich sofort aus die Londoner Docks. Es gelang weder der englischen Jagdwasse trotz erbitterter Lustkämpse noch der Bodenabwehr, die Deutschen aufzuhalten. Die Engländer warsen dem Ansturm offenbar alles entgegen, was sie an Jägern aufbieten konnten. Auch über dem Londoner Häuscrmcer selbst entwickelten sich am hellen Himmel zahllose Kämpfe. „Es schien", so sagen einzelne Beobachter", als hätten wir die Angreifer verjagt. Aber wir hatten zu früh gejubelt. Stassel aus Staffel dröhnte von neuem heran. Ein Teil der Teutschen durchbrach die innere Sverre. In das Dröhnen der Bomben mischte sich
(Fortsetzung aus Seite 2)
kX.8. September.
Im ersten Dämmern des Herbstabends wurde der Himmel seltsam lebendig. Wo steckten die Schwalben nur den ganzen Tag über? Hat sie die Kühle des Abends gelockt? Jetzt sind sie da. Der weite französische Eutshof mit den strohgesüllten Scheuern und den langen Viehställen, über den ich von meinem Fenster aus bis zum nahen Flugplatz schaue, ist eingefangen in ihr ruheloses Spiel. Zu Dutzenden kurven sie durcheinander, sie werfen ihre kleinen Leiber mit flatternden Stößen in den Wind und lassen sich dann wieder mit angepreßten Flügeln wie Steine blitzschnell ein Stück in die Tiefe fallen. Wie Jäger der Beute, so stößt eine der anderen nach. Der blanke Abend scheint unter ihrem Spiel wie unter elektrischen Schlägen zu zucken.
Dieser Himmel voller Erregung, woran erinnert er mich nur? Oh, ich weiß: aufgerührt und sestsam lebendig wie er sind jetzt alle die Nächte für England. Gespenstig erregt, strahlendurchleuchtet, von schwerem Motorengeräusch dröhnend, spannen sich zwischen Abenddämmerung und Morgennebel die rauchdunkeln Himmel über das Jnselreich. Nach den sirenendurchschrillten, von Luftangriff auf Luftangriff durchjagten Tagesstunden steigen mit der Dämmerung erneut Schrecken, Gefahr und Bestürzung für Zrest britsin am Firmament herauf und regnen Stunde um Stunde als Tod und Verderben hernieder. Die sinkende Nacht bringt England keine Ruhe und Entspannung. Der Krieg im Dunkeln hat seine Krallen auf jedes Stück des Landes gelegt.
Das ist ein Krieg, wie es noch keinen gab! Unheimlich und noch unfaßbar! Seine Gesetze schrieb keiner bisher, doch in jeder über England hereinbrechenden Nacht enthüllten sie sich aufs neue. „Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preußen kämen!", sprach noch vor einem Jahrhundert ein Feldherr, den die Engländer mit dem von tapferster preußischer Tat erborgten Ruhme mehr anmaßend als berechtigt einen ihrer größten nennen.
Wellingtons Nachfahr, Churchill, wird sich heute kaum noch nach den Nächten sehnen. Und erst recht nicht nach den deutschen. Doch die Deutschen kommen! Jede Nacht und jeden Tag! Nicht herbeigewünscht und nicht gerufen! Aber dafür mit jener Regelmäßigkeit, die noch tödlicher und erschreckender wirken muß als Ungewißheit und Angst. Von jener vorherbestimmten Unent- rinnbarkeit sind die nächtlichen deutschen Luftangriffe, die der Mörder nach dem Spruch des Richters haben mag und die ihn gewiß mehr quält als die von Hoffnungen durchsetzte Ungewißheit vor dem Urteil.
*
Im Zwielicht der schmalen Kabine unserer Do. 17, hoch über den Wassern des Kanals muß ich noch immer an die Schwalben denken. Es ist in der schwankenden Stunde, zwischen Tag und Nacht. Dem geschärften Blick eben noch erkennbar, breitet sich Nordfrankreichs Küsten- ebene im Rücken. Schon lastet formlose Grautönigkeit schwer auf ihr. Und die Nacht schickt sich eben an, letzte Konturen von Städten, Wäldern und Flüssen in ihren schwarzen Rachen zu schlucken. Im ungewohnten Gemisch von Licht und Schatten scheinen die Gesichter der Kameraden wie aus Holz geschnitzt. Aber befremdend licht steht immer noch der Himmel über uns. Er scheint noch nichts von der Nacht zu wissen.
Frankreich liegt im Frieden der Nacht, von der Dunkelheit besänftigt und beruhigt. Sorglosigkeit ließ da und dort in der Tiefe ein Fenster erleuchtet, das nur
»»II»I»»lIII»II»III»III»IIMIMIIIIIIIIIII»II„III„„„„,»II»»I»»I,IIIIIIIIII„I»IIII
Vnsor
Die Vergeltnngsaktion der deutschen Luftwaffe wurde nach. einem durchschlagenden Anfangserfolg auch gestern mit stärkster Wirkung fortgesetzt.
Die italienische Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf Malta und Aden fort.
Den heimtückischen Nachtangriffen der RAF. siel eine Kirche in Hamm zum Opfer.
Exkönig Earol erhielt befristete Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz.
Aus der Belgrader Mustermesse ist Großdeutschland führend vertreten.
Dem Großkonzert der Luftwaffe in der „Glocke" wohnte der Kommandierende General und Befehlshaber im Lustgau VI, Generalleutnant Wolfs, bei.
Den Dreiländer-Leichtathletikkamps gewann Schweden vor Deutschland und Finnland.
Im Tschammerpokal-Wcttbcwerb wurde Werder von dem Deutschmeister Schalke 04 ausgeschaltet.
MTV. Braunschweig sicherte sich im Faustball wieder die Deutsche Meisterschaft.
Kreitz entthronte den Titelhalter Heuser im Halbschwergewicht.