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parteiamtliche lageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten vremens
flmiliches verkündungsblatk des Neichsstatttjalters in Oldenburg und vremen
Nr. 244 / 10. ZaHrgang
Donnerstag, 5. September 1940
Linzelpreis 13 Npf.
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kine unmißverständliche flntwort von front und Heimat an Deutschlands feinde
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Mächtige Semonstration deutschen Seistes
Vr. öoebbels" Nechenschaftsberlcht / „Me soziale Volksgemeinschaft ist das lzöchfte vlück"
Berlin, 4. September.
In einer gewaltigen Großkundgebung wurde am Mittwoch im Berliner Sportpalast das 8. Winterhilss- werk des deutschen Volkes, das 2. Kriegswinterhilsswerk 1946/41, durch den Führer eröffnet, der in einer großen und mitreißenden Rede das deutsche Volt zu erneutem Einsatz für das gewaltigste Sozialwerk aller Zeiten anrief. Vorher hatte Reichsminister Dr. Goebbels den Rechenschaftsbericht über das 1. Kriegswinterhilsswerk des deutschen Volkes erstattet, dessen wahrhaft gigantische Ziffern eindringlicher als es Worte vermögen den Teilnehmern und aller Welt die unerschütterliche und tiefe Verbundenheit zwischen Front und Heimat bekunden. Dieses Ergebnis, das nur in dem zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeschlossenen deutschen Volke möglich ist, ist ein herrlicher und strahlender Sieg Großdeutschlands. In diesem Ergebnis liegt das stolze Empfinden erschlossen: Der Opfersinn der deutschen Heimat hat sich der Heldentaten seiner Söhne an der Front würdig erwiesen.
Der Sportpalast bietet das gewohnte und immer wieder Mitreißende Bild. Lange vor Beginn der Großkundgebung sind Parkett und Ränge übersnllt.
Der Musikzug des Gaues Berlin-Brandenburg verkürzt die Wartezeit mit Marschliedern unserer Wehrmacht. Dann erhebt sich alles von den Plätzen; die Standarten und Fahnen der deutschen Freiheitsbewegung ziehen in den Saal, von den Teilnehmern der Kundgebung mit erhobener Rechten gegrüßt. Ueber dem goldenen Hoheitsadler in der Mitte des Podiums leuchtet es aus rotem Tuche und großer Schrift- Zweites Kriegswinterhilsswerk 1910/41.
Mit Heilrufcn werden die führenden Männer aus Staat, Partei und Wehrmacht empfangen. Man sieht unter ihnen die Reichsminister Frick, Lammcrs, Schwerin-Krosigk, Darrä, Dorpmüllcr, Dr. Todt, Scyß-Jnguart, Staatsminister Meißner, Reichslciter Bouhlcr, Ncichslcitcr Nvscnberg und der vhcs der deutschen Ordnnngspolizei, General Dalnege, den Stabschef der SA. Lutze, Rcichssranensührcrin Ccholtz-Klink, viele Vertreter der Generalität und Admiralität, Staatssekretäre sowie
führende Persönlichkeiten der Parteiformationen und -Gliederungen.
Das Parkett und die Ränge füllen die Vertreter der Mil- livnenarmee der freiwilligen Helfer des Winterhilsswerkes; unter ihnen sieht man viele Angehörige der Wehrmacht, Schwestern, Heiser und Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes. Die Verwundeten haben, von Schwestern betreut, auch bei dieser Kundgebung wieder einen Ehrenplatz erhalten.
Kurz vor Beginn geleitet der Beauftragte für das Winter- hilsswerk, Hauptamtsleiter H i l g e n s e l d t, den Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels, in den Sportpalast, der an dieser Stätte wieder mit einem tosenden Beifallssturm empfangen wird. Auch Generalseldmarschall Keitel wird mit begeistertem Jubel begrüßt.
Der stellvertretende Gauleiter Görlitzer eröffnet dann die Kundgebung. Seine Ankündigung, daß der Führer erscheinen wird, löst einen minutenlangen Jnbelsturm aus, der auch Reichsminister Dr. Goebbels empfängt, als er zur Erstattung des Rechenschaftsberichtes die Rednerkanzel betritt.
Die Nede -es Neichsministers Dr. Soebbeis
Reichsminister Dr. Goebbels sprach zu Beginn der Rede, mit der er den Rechenschaftsbericht für das Kriegswinterhilsswerk 1939/40 ablegte, von der großen und sesten Gemeinschaft, die Front und Heimat bei der gegenwärtigen gigantischen Auseinandersetzung bilden.
Heimat und- Front wetteifern in dem edlen Bestreben, die Schwierigkeiten und Sorgen des Krieges gerecht zu teilen und jedem das aufzuerlegen, was er tragen könne, aber auch tragen müsse. Wir alle wüßten, daß der Krieg erhöhte Lpser von uns fordere. Das beredteste Zeugnis dieser vpserfreudigen Gesinnung der Heimat, mit der sie der Front habe den Beweis erbringen wollen, wie treu sie zu ihr stehe, sei das erste ver- angcne Kriegswinterhilsswerk des Deutschen Volkes und das ilsstverk für das Deutsche Rote Kreuz gewesen.
Als im September, vorigen Jahres beschlossen worden sei, das Winterhilfswcrk auch im Kriege dnrchznsühren, habe es Kritiker gegeben, die das sür unpopulär und nnphysivlvgisch hielten. Gebe man aber einem Volke, dös-Großes wolle und leuchtende Ziele vor sich sel^', einen Sinn seines nationalen Opfers, dann beschäme es seine Führung immer wieder anss neue durch seinen Opfermut und durch seine Hingabefrendig- keit, und es sei dann von einer Gebebereitschast ohnegleichen.
„Wenn man in Betracht zieht, daß die beiden großen sozialen Hilfswerke des vergangenen Kriegsjahres, das Kriegswinterhilsswerk und das Kriegshilsswerk sür das Deutsche Rote Kreuz, aus absoluter Freiwilligkeit ausgebaut sind, dann kann man in ihnen soziale Volksabstimmungen erblicken, die olle durch Zahllügen zusammengebrachten Prahlereien in den westlichen Demokratien in ihrem Wert weit in den Schatten stellen.
Das Gesamtauskommen des Ersten Kriegswinter- hilsswerkes habe nicht, wie in der vorläufigen Rechenschaftslegung vom 17. April erklärt, nur 602, sondern in der Schlußabrechnung 681 Millionen RM. betragen — gegen 566 Millionen im vergangenen
flusruf;um Metten kriegswinkerlittsswerk des deutschen Volkes 1S4V 4I
Zum achten Male rufe ich das deutsche Volk zum freiwilligen Opfer für das Winterhilfswerk auf. Diese grotze soziale Einrichtung ist ein Ausdruck der zur Tat gewordenen Gemeinschaft des deutschen Volkes. Jeder Volksgenosse in der Heimat sei sich dabei bewutzt, wie klein sein Beitrag ist gegenüber den Opfern, die unsere Soldaten an der Front gebracht haben und bis zur endgültigen Sicherstellung der Freiheil und Zukunft unseres Volkes noch bringen müssen. Die Heimat hat im vergangenen Kriegsjahre durch ihre Haltung und ihren Opfersinn bewiesen, datz sie dieses großen Einsatzes ihrer Söhne würdig ist. Ich bin überzeugt, datz sie auch im kommenden Kriegswinter- hilfswerk 1940 41 ihre Pflicht tun wird, um in unserem Volke das Bewuhtsein der unlösbaren sozialen Gemeinschaft noch weiter zu stärken.
Berlin, den 4. September 1940.
Jahre. Es sei also eine Steigerung von 115 Millionen festzustellen. Dementsprechend hätten sich auch die Leistungen aus 642 Millionen RM- erhöht.
B'esvnders hob Dr. Goebbels hervor, dnß gerade einzelne Gaue, die erst im Zeichen des Nationalsozialismus neu zum Reich hinzugetreten seien, sich in ihrer Gebesrendigkeit selbst übertrossen hätten. Der Gau Salzburg, also einer der Kaue, von denen die Engländer der Welt weismachen wollten, sie sehnten sich nach der sogenannten österreichischen Ilnabhän- gigkcit zurück, stehe dabei mit weitem Abstand an der Spitze aller Hentschen Gaue, und dichtauf folgten andere, ehemals österreichische Gaue und der Gau Sudetenland. -
An einzelnen Beispielen und Vergleichen erläuterte Rsichs- miuister Dr. Goebbels dann die Bedeutung der Summen, deren Größe anders gar nicht abgeschätzt werden könne.
Wenn man das Gesamtergebnis der großen Kriegshilsswerke zusammenrechne, so zeige sich, daß das deutsche Volk an jedem Wochenende sreiwillig sür soziale Zwecke rund 25 Millionen Reichsmark ausgebe — genau so viel, wie nach englischen Angaben das tägliche Destzit ausmache, das England in seinem Kriegshaushalt auszuweisen habe, und weiter die gleiche Summe, die in England ganze nenn plutokratische Lords den Bewohnern der berüchtigten Slums für ihre Elendsguartiere an JahreSmiete abpreßten,
In England seien in den letzten Wochen zwei Millionen Reichsmark ausgegeben worden, um die Kinder der Pluto- kraten, ihre kostbaren Rennpferde und Hunde nach Kanada in Sicherheit zu bringen: in Deutschland habe die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt 15 Millionen für die Einrichtung von Kriegskindergärten und zur Betreuung von Kindern aller Kreise bereitgestellt.
Wenn man rechnen wollte, so führte Dr. Goebbels weiter aus, baß die ehrenamtlichen NSV,- und WHW.-Helfer statt ehrenamtlicher Tätigkeit sür ihre Mitarbeit von täglich etwa drei Stunden auch nur eine Reichsmark Entschädigung erhielten, so wären das 365 Millionen Reichsmark im Jahr, b, h. gerade soviel, wie das Gesamtauskommen des ersten nationalsozialistischen Winterhilsswerks betragen habe. Seit 1933, also in den letzten sieben Jahren, würden auf diese Töeise allein 2,5 Milliarden RM. als Mitarbeiterentschädigung entfallen sein. Das sei sozusagen die zusätzliche Stelle sür das Winterhilsswerk. die die Millionenschar seiner Heiser, abgesehen von ihren eigenen Geldopsern, noch zusteuere.
Dr. Goebbels verkündete dann, daß das SpendenaufkommLN bei snnf Haussammlungen und zwei Straßensammlungen des Kriegshilsswerkes sür das Teutsche Rote Kreuz insgesamt 22l,5 Millionen Reichsmark betragen habe. Das deutsche Volk habe seine Führung auch hier wieder einmal ties beschämt, denn bei der Gründung dieses Kriegshilsswerkes habe man mit einem Ergebnis von etwa 69 Millionen RM, gerechnet.
Die freiwilligen sozialen Gesamtleistungen des Jahres 1939/40 betrugen also 68l Millionen sür das Kriegswinterhilsswerk, 22l,5 Millionen für das Hilfswerk sür das Deutsche Rote Kreuz und 124 Millionen Mitgliedsbeiträge siir die NSB., so daß das. deutsche Volk als freiwillige soziale Gesamtleistung
im ersten Kriegsjalir 1026,5 Millionen
aufgebracht Habe.
Was diese Zahl bedeutet, werde einem klar, wenn man sich vergegenwärtige, daß das reiche Deutschland von 1914 in vier Weltkriegsjahren an Geldspenden sür das Rote Kreuz nur insgesamt V- Milliarde ausgebracht habe.
(Fortsetzung auf Seite 2.)
U-Voot versenkte 6 bewaffnete Handelsschiffe
Flugplätze, stasen-'und Niistungsanlagen erneut wirksam bombarvlert — flusgedestnle vrSnSe als solgeerschelnungen — Unsere Jäger wieder setir erfolgreich — stuslegen von Luftmlnen fortgesetzt
Ver seind verlor 62 slugzeuge
Berlin, 4. September.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Ein Unterseeboot unter Führung von Oberleutnant zur See Endraß chat aus einer. Unternehmung insgesamt sechs bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 51 567 BRT. versenkt, darunter den bereits gemeldeten Hilfskreuzer „Duvegan Castle".
Am 3. September griffen unsere Fliegerverbände von neuem Flugplätze in Siidengland an und belegten Hallen nnd Werftanlagen wirksam mit Bomben, die zu mehreren Bränden führten.
Bei den Vorstößen gegen die britischen Inseln entwickelten sich wiederum Luftkämpse, die sür unsere
A d o l f H i t l e r.
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Jäger sehr erfolgreich verliefen. Kampfsliegerverbände warfen in der Nacht Bomben aus britische Hasen- und Nüstungsanlage» sowie auf Flugplätze. In Liverpool, Avonmouth, Bristol, Portland, Poole, Rochester und Middlesborough entstanden ausgedehnte Brände.
Das Auslegen von Luftminen vor den britischen Häfen nahm seinen Fortgang.
Britische Flugzeuge flogen in der Nacht in das Reichsgebiet ein und versuchten u. a. die Reichshauptstadt anzugreifen. Nur einzelnen Flugzeugen gelang es, Groß- berlin zu überfliegen. Bomben wurden hierbei im Stadtgebiet nicht geworfen. In der Mark Brandenburg sowie an einigen anderen Orten des Reiches fielen vereinzelt Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten.
Der Feind verlor gestern 62 Flugzeuge, davon wurden 46 Flugzeuge in den Lnstkämpfen des Tages nnd ein Flugzeug während der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen, ferner 15 Flugzeuge am Boden vernichtet. Zehn eigene Flugzeuge werden vermißt."
-er sützrer Überreichte MarsckiallstSbe
Berlin, 4. September.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht überreichte am Mittwoch in seinem Arbeitszimmer in der Neue» Reichskanzlei in Anwesenheit des Reichsmarschalls den Feld- marschällen der Luftwaffe Generalseldmarschall Milch, Gcne- ralsclLmarschall Sperrte und Generalseldmarschall Kessclrinq die Marschallstäbe als Jnsignicn des ihnen am 19. Juli vor dem Deutschen Reichstag verliehenen Marschallranges. I» einer kurzen Ansprache würdigte der Führer die Verdienste der drei Marschälle der Luftwaffe, die als enge Mitarbeiter des Rcichsmarschalls hervorragenden Anteil an den großen Erfolgen der deutschen Luftwaffe haben. Der Fübrcr legte, zugleich die Verpflichtung dar, die ihnen der Marschallraiic, gegenüber Volk und Reich auferlegt.
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Das Volk steht bereit
Vremen, 4. September.
„Nicht in Ee-ldbesitz liegt das Glück eines Volkes, dir soziale Volksgemeinschaft ist das' höchsts Glück!" Mit diesen Worten kennzeichnete Dr. Goebbels zu Anfang der großen Kundgebung im Sport, palast bei seinem großen Abrechnungsbericht über das 1. Kriegswinterhilsswerk die Haltung eines Volkes, das es zuwege brachte, innerhalb eines einzigen Jahres über eine Milliarde an freiwilligen Spenden aufzubringen, die sich aus dem ersten Kriegswinterhilsswerk und den Sammlungen für das Deutsche Rote Kreuz zusammen mit den Leistungen zur NSV. zusammensetzen.
Wenn nun der Führer zur Eröffnung des Zweiten Kriegswinterhilfswerks sich wieder mit einem Aufruf an das deutsche Volk wandte, so. kaun er dessen gewiß sein, daß er im zweiten Jahre keiner geringeren, sondern einer noch verstärkten Opferbereitschaft in dem Volk begegnen wird, in dem Volk, das er zu einer so starken, unzerbrechlichen Volksgemeinschaft erzogen hat. „Unsere Zielsetzung", so sagte der Führer, „geht nicht bloß dahin, den Krieg zu gewinnen, sondern einen sozialen Staat aufzubauen." Ihm dabei mitzuhelfen, ist heute der unbändige Wille jedes deut, scheu Mannes und jeder deutschen Frau.
Sie wollen uns hindern, diesen sozialen Staat zu bauen, die Plutokraten von England, sie wollen eine Entwicklung ersticken, die sie hassen, weil sie nach wie vor als dünne Oberschicht Millionen und aber Millio- neu Menschen für sich arbeiten lassen möchten, ungeachtet dessen, daß diese Millionen und aber Millionen in Not, Krankheit und Elend verkommen. Sie wollen ein ungestörtes Drohnenleben führen können und haben darum, weil Deutschland bahnbrechend in der Lösung der sozialen Frage das Augenmerk der Völker aller übrigen Staaten auf sich zieht, Deutschland mit Krieg überzogen. Sie möchten in ihrem Drohnenleben nicht gestört werden.
Es ist dieser Krieg im ersten Jahre nicht so verlaufen, wie sie ihn sich dachten, nnd er wird auch im zweiten nicht so verlaufen, wie sie es gern möchten. Der General Revolution hat versagt» der General Hunger hat versagt, und der General Winter, der bereits einmal versagte, wird auch weiterhin nicht ihr Retter sein können. Der General Bluff aber, von dem der Führer mit sarkastischer Betonung sprach, der mag bei ihnen weiter hoch in Ehren stehen; zu ihrem eigenen Trost, zum Trost ihres Volkes, das sie belügen und betrügen, und zur Täuschung ihrer Dominien, die ihnen sonst lieber-heute als morgen die Gefolgschaft kündigten. Uns aber .können sie weder, noch überraschen mit^ Lügen,.stoch einschüchtern mit Drohungen.
Es war eine grimmige Abrechnung mit der Ersolgs- flunkerei.des Generals Bluffs, die der Führer in seiner Rede den Großsprechern und Nullen.an der Themse bereitete, als er ihnen den Spiegel vorhielt, aus dem die verzerrte Fratze „glorreicher Rückzüge" und erfundener Siege entgegengrinste. Aber da mag es ihnen angst und bang geworden sein, als der Führer verkündete/daß er koyimt, und daß, wenn sie sägten, den Kriög drei Jahre führen zu wollen, wir längst diesen "Krieg auf fünf Jahre und länger vorbereitet hätten. Nicht weil wir glauben, daß er so lange dauert, sondern in der Ueberzeugung, daß wir so lange kämpfen werden, bis England niederbricht. Es muß — und das ist der Wille des Führers, hinter dem ein einiges Volk von 85 Millionen steht — in Zukunft unmöglich sein, daß ein Tyrannenstaat einen ganzen Erdteil blockieren darf. Es muß aufhören, daß ein solcher Staat Frauen und Kinder nach Hunderttausenden verhungern lassen kann.
Der Führer und sein Volk wollen bis zur letzten Klarheit kämpfen, und wenn er ausrief: „Wir sind zu allem bereit!", so weiß er sehr wohl, daß er jedem Deut-
iiiii,ii«ii,i,iiiiiiii»i„i„iiii»iiiiiiiiii,iiiiiiiiiiii„„iii,i„„iiii,,„„,„„„„iiiiiiiiii»i
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Mit einer großangelegten Rede eröffnete der Führer das Kriegswinterhilsswerk 1940/41; Dr. Goebbels gab den Rechenschaftsbericht über das 1. Kriegswintcrhilfswekt. Ein deutsches U-Boot ve«senkte sechs bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit über 51 000 BRT.; England verlor am Dienstag 02 Flugzeuge.
Zwischen Ungarn und der UdSSR. wurde ein Warenabkommen abgeschlossen. -
Das rumänische Kabinett Gignrtu trat zurück.
Der Führer verlieh Kricgsvcrdienstkreuze.
Das Bremer Polizei-Bataillon wurde in Norwegen eingesetzt.