Ausgabe 
(2.9.1940) Nr. 241
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Sremei

parteiamtliche Tageszeitung

Vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

Dazrsgr« - GrunS-erlsri

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der Nationalsozialisten vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatttzalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 241 / 10. Jahrgang

Montag. 2. September 1940

kinzelpreis 15 Npf.

ve. Eoskbsls in Kottowitr:

„llie Stunde des Serichts kommt näher!"

Oewaltige Kundgebung zum erdenken der Befreiung Ostoberschlesiens

vor dem kattowcher Negierungsgeböude

Kattowitz, 1. September.

Reichsminister Dr. Goebbels traf am Sonatagnachmittag anläßlich der Jahresfeier der Be­freiung Ostoberschlesiens aus einer Großkundgebung im festlich geschmückten Kattowitz ein.

die rutzige souveräne Selaffentzeit

entgegen, mit der Führer und Volk in Deutschland ihren Weg gehen, der ein Weg des Friedens sein sollte. Aber Polen habe nicht aus des Führers maßvolles Angebot gehört. Immer unerträglicher sei das Martyrium der Volksdeutschen in Polen geworden. Freilich: Von sich aus hätten die Herren in War­schau wohl doch nicht den Mut zu ihren srechen Provokationen gesunden.

Dir edlen Lords in London seien es gewesen, die den Brand schürten und ins Feuer bliesen. Ihr Krieg sollte es sein. der hier heranreifte.

Aber im Feldzug der 18 Tage sei dann der Brand zertreten und der Spuk weggewischt worden. In nicht ganz drei Wochen sei Polen gesallen. Bis zum Tage, an dem Deutschlands Wchr-

Sechs neue IMterkreuztrSger des keeres

Berlin. 1. September

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Borschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalseld- marschall von Branchitsch, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an folgend« Offiziere verliehen:

Major Wendenburg, Kommandeur einer Panzerabtei­lung; Hauptmann Friedmann, Kommandeur einer Ar­tillerieabteilung; Hauptmann Schwarting, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant Möller. Or- donanzofsizier einer Jnsanterie-Division; Leutnant Sieger, Zugführer in einem Infanterie-Regiment; Leutnant Dietz, Zugführer in einem Schiitzenregiment.

macht die ehemaligen polnischen Grenzen überschritt, habe manch einer sich durch Monate immer und immer wieder die Frage gestellt, weshalb noch nicht gehandelt werde, und warum man noch warte. Die Tatsachen hätten dann die Antwort ge- gegeben und die Erkenntnis gesestigt, die das deutsche Volk schon immer gehabt habe: „Der Führer handelt, wenn die Zeit reis ist."

Immer wieder neu ausbrechende und stürmische Kund­gebungen löste es aus, als sich Dr. Goebbels direkt an die Zehntausend« wandte, sür die des Führers Entscheidung die Stunde der Freiheit brachte, und die jetzt zusammengekommen waren, um den Tag der Rückkehr festlich zu begehen.

In großen Zügen entwarf Dr. Goebbels ein Bild der da­maligen politischen Lage. England wollte den Osten und Westen in Deutschland ausmarschieren lassen; es hoffte, die Einkreisung wie einst vor 25 Jahren zu vollenden, aber noch ehe der Wasfengang begonnen hatte, sei der englische Plan gescheitert. Denn mit Rußland, um das England durch Mo­nate geworben, habe der Führer einen Pakt geschlossen, der den natürlichen Lebensinteressen beider Länder entsprach, und der mit Italien im Frieden geschmiedete Bund habe

Am Vormittag hieß im Rahmen eines Empfanges von Partei und Staat Gauleiter-Stellvertreter Bracht den Mi­nister im Regierungsgebäude zu Kattowitz herzlichst will­kommen. In seiner Antwort betonte Dr. Goebbels, sein Besuch solle zum Ausdruck bringen, daß das Reich das bis­herige Ostoberschlesien nicht nur formell angegliedert habe, sondern daß dieses Land ihm wie jeder Teil des deutsci>en Volkskörpers aus Herz gewachsen sei.

Bei der Großkundgebung am Nachmittag wies Gauleiter- Stellvertreter Bracht daraus hin, daß auf diesem Platz in Kattowitz 7ü 000 die Worte des Ministers hörten und daß gleichzeitig in den übrigen Kreisstädten Ostoberschlesiens 300 000 Deutsche ausmarschiert seien, um in Parallelversamm- lungen dieser denkwürdigen Feier, die durch Rundfunk über­tragen werde, beizuwohnen.

Von stürmischem Jubel umbraust, trat Reichsminister Dr.

Goebbels an das Rednerpult. Er ließ noch einmal die Zeit vor einem Jahr erstehen, als die Wehrmacht des Führers die Grenzpfähle niederbrach, die der „Sieger von 1918" Wider jedes Recht und wider den Willen des Volkes mitten in deutsches Land hineingepflanzt hatte. In atemloser Span­nung folgten die Massen, als Dr. Goebbels noch einmal in höchste Bewährung gesunden,

einer klaren Uebersicht die Ereigniss« schildert«, die Deutsch­land das Schwert in die Hand drängten und als er einen Abriß der Geschehnisse und der stolzen Siege gab, deren Zeugen wir im vergangenen Jahre geworden find.

Durch diesen Sieg unserer Truppen und die Wandlung der politischen Lage wurde umgekehrt die englische Pluto- kratie als unser letzter Feind isoliert. Aus der unüberwind­lichen Kraft des eigenen Volkes begründete Dr. Goebbels den festen Glauben an den deutschen Endsieg, der uns alle erfüllt. So großes Geschehen umschließt das vergangene Zahr — so setzte Dr. Goebbels im einzelnen auseinander —, als läge ein Jahrzehnt oder mehr zwischen jenem 1. Sep­tember 1939 und dem heutigen. Kaum vorstellbar sei, daß noch vor wenig mehr als einem Jahr die Scharfmacher in Warschau sich der frechsten Provokationen erdreisteten. Wie Blasphemie wirft es heute, wenn man sich dieser eitlen Groß­sprechereien von damals entsinnt, ihrer maßlosen Ueberheb- lichkeit, die uns drohte: Wir wollen die deutsche Armee bei Berlin zerhacken!

Der polnischen Großmannsucht stellte Dr. Goebbels

Nachdem Polen in wenigen Wochen niedergeworsen sei, sei der Ausgang des KriegcS bereits entschieden gewesen, denn niemand habe mehr daran zweifeln können, daß in dem nun bevorstehenden Einsrontenkrieg Deutschland der Sieger sein werde.

Noch einmal habe in diesem Augenblick, am 6. Oktober 1939 der Führer die Friedenshand ausgestreckt, aber sie sei zurückgestoßen worden.

„Was würde Frankreich wohl getan haben", so fragte Dr, Goebbels, wenn es damals schon gewußt Hütte, was später kommen würde?" Aber Frankreich habe taube Ohren gehabt, es wollte keinen Frieden, es wollte Krieg und darum sei es zerschmettert worden.

Wiederum habe der Führer nach der Niederwerfung Frank­reichs England zur Vernunft und Einsicht ausgerufen, aber auch diesmal habe er nur verblendete Ablehnung erfahren. Mit Recht könne man nach allen Erfahrungen des letzten Jahres schon jetzt fragen was London wohl getan hätte, wenn es wisse, was ihm bevorstehe. Es habe einmal eine Zeit gegeben, da die Franzosen voll Saß prahlten, das deutsche Volk solle vor iranzösischen Gulaschkanonen Schlange stehen Es sei anders gekommen.

Als der Norwegcnfeldzug anfing, habe man in London höhnisch erklärt, Hitler habe den Omnibus verpaßt: aber dann habe sich im unerbittlichen Ablauf der Geschehnifie aus den Schlachtfeldern von Holland, Belgien «nd Frankreich die

In drei ragen über 100000 VM. versenkt

Sucher krfolg unserer U-8ooie — vriNscher 15000-ronnen-IMskreuier torpediert — wieder slugplStze, fiSjen und NLstungsweeke bombardiert — 1ZZ britische slug;euge und ?4 SperrbaUone vernichtet

Berlin, 1. September Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot versenkte den modernen britischen Hilfskreuzer „Dunvegan-Castle" von 15VVV VRT. Mit diesem Erfolg hat die deutsche Unterseebootswafse inner­halb drei Tagen über Ikv üüü BRT. versenkt.

Am 31. 8. und in der Nacht zum 1. 8. unternahmen unsere Kamps- und Jagdflieger überraschende Vorstöße gegen die britischen Inseln. Flugplätze in den Graf­schaften Kent und Essex, Hafenanlagen und Docks an der Themsemündung und in Liverpool, Lustriistungs- werke in Mittelengland wurden mit Bomben belegt. Zahlreiche Brände zeigten die große Wirkung der An­griffe. Hierbei entwickelten sich heftige Lufttämpse, in

deren Verlaus 118 feindliche Flugzeuge abgeschossen wur­den. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt.

In der Nacht flogen britische Flugzeuge ins Ruhr­gebiet und gegen Berlin ein und warfen an mehreren Stellen Bomben, die aber nur ganz geringen Sach­schaden anrichteten. Militärische Ziele sind nirgends ge­troffen worden. Das Abwehrfeuer unserer Flak hin­derte die feindlichen Flugzeuge beim Angriff auf Berlin am Bombenabwurf über dem Stadtgebiet. Einige Bom­ben fielen außerhalb der Stadt in freies Gelände.

Die Eesamtverluste des Feindes betrugen gestern 133 Flugzeuge, von denen 116 im Luftkampf, drei in der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen und 14 am Boden zerstört wurden. Es gelang ferner, 74 Sperrballone zu vernichten. 32 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Oipfelpunkt britischer Heuchelei

kngland lehnt fiumanifierung der Kriegstützrung ad

Berlin, 1. September

Der der englischen Regierung übermittelte Vorschlag der Reichsregierung, einer Anzahl von schnellen Motorbooten, die das Rote Kreuz tragen, zu erlauben, in Gewässern zu fahren, über denen dauernd Kämpfe stattfinden, wird in einer amt­lichen britischen Verlautbarung als ein Versuch von deutscher Seite hingestellt, militärische Vorteile daraus ziehen zu wollen. In der amtlichen britischen Verlautbarung heißt es, daß diese Rote-Kreuz-Fahrzeug« in Seenot befindlich« deutsch« Piloten an Bord nehmen wollten. Dies würde ein offensichtlicher Vor­teil für die Deutschen sein. Es werd« erwartet, daß die Razi- propaganda aus der englischen Ablehnung dieses Vorschlages unter Anrufung von Ehre und Humanität Nutzen ziehen wolle.

Das ist typisch britische Heuchelei, die nicht genug ange­prangert werden kann. Diese Haltung Englands wird in allen Kulturstaaten der Erde nicht nur Abscheu, sondern

tiefste Empörung auslösen. Es ist dasselbe England, das da glaubt, die „Humanität in Erbpacht' zu haben, das sich brüstet, das „Mutterland der Demokratie und der Freiheit­en sein, auf dessen moralisches Schuldkonto der Fall „Bara- long", der Fall „Cossack" und die gemeine Torpedierung der „Athenia" kommen, das im Burenkrieg und in Indien aller Welt die britische Praxis dessen vor Augen sührte, was man dort unter Humanität versteht. Run versucht dasselbe Eng­land, eine von Deutschland vorgeschlagene Humanisierung des Krieges ausgerechnet mit der Begründung ablehnt, Deutsch­land wolle sich militärische Vorteile sichern und wolle aus der britischen Ablehnung unter Hinweis aus Ehre und Hu­manität Nutzen ziehen. Gemeinheit, Brutalität, Niedertracht und Heuchelei, das sind die charakteristischen Merkmale 8er britischen Politik. Diese Erkenntnis setzt sich in der ganzen Welt immer mehr durch. Das wahre Gesicht des britischen Löwen ist längst erkannt: Seine Heuchelei nutzt ihm nichts mehr. Die Welt weiß. was sie von ihm zu halten hat.

London findet keine Kühe mehr

Bomber über knsland am Jahrestag des Kriegsbeginns - kin fllarm jagt den andern - Neserven der Bflf. eingesetzt

I»v. Stockholm, 1. September.

Ein« große Zahl deutscher Bomber über der Themse- Mündung — so begann sür England der l. September. Fast ohne Unterlaß bebt dir Insel unter Schlägen der deutschen Lustwasse, die bald hierhin, bald dorthin fallen. Im gleichen Maße, wie sich der Jahrestag des Kriegsbeginns näherte, steigerte sich auch die Intensität der deutschen Lustaktionen. Besonders London kommt kaum noch zum Ateznhvlen. Wie vor einem Jahr das Hetzgeheul der Presse das Land in den Krieg hineintrieb, so heulen jetzt die Sirnen . . .

Ein Alarm jagt den anderen. Am Sonnabend erlebte London nicht weniger als sieben, am Sonntag vormittag be­reits wieder drei Alarme. Bei den deutschen Aktionen vom Sonnabend waren, wie selbst die englischen Meldungen zu­geben, auch die Flugplätze bei und rings um London Ob­jekt der Angriffe. Die meisten Luftkämpse ereigneten sich gegen 5 Uhr abends englischer Zeit (18 Uhr deutscher Zeit), als 390 Bomber und Jäger gegen Südostengland und Lon­don heranbrausten. Diese Aktion ging dem vierten Londoner Alarm voraus. Der fünfte folgte gleich nach Einbruch der Dunkelheit, als erneut deutsche Flugzeuge die Grafschaft Kent überquerten, der sechste Alarm kam in der elften Nachtstund«, der siebente kurz vor Mitternacht.

Aus der Nacht verzeichnen die Engländer Operationen klei­nerer deutscher Verbände, vor allem über dem Jndustriebezirk Nordwest- und Nordnftenglands sowie auch über London.

Schäden und Brände in Mittelengland werden zugegeben. An Einzelheiten sührt das Kommunique des Luftsahrtministe- rinms schwere Brandschäden in der Nähe einer Stadt Nvrd- westenglands an. Nicht alle durch Brandbomben entstandenen Feuer-brünste Hütten gelöscht werden können. Auch anderswo in Nordwestengland und Nvrdvstengland werden schwere Feuersbrünste und Gebäudezerstörungen gemeldet, aus Lon­don „einige Schäden".

Die meisten Londoner finden kaum noch Zeit zum Schlafen, besagen die neutralen Berichte. Die Lustangrifse gegen Eng­land halten Tag und Nacht an, und in London sind die Alarme so zahlreich, daß addiert die unter Alarm verbrachten Stunden ebenso lang sind wie die Ruhepausen. So meldet der Londoner Vertreter des „Svenska Dagbladet", daß mit Ausnahme der Mittwochnacht die Deutschen während dieser Woche regelmäßig über London gewesen wären und zwar von abends zwischen 9 und '/-lN Uhr bis zum Morgengrauen.

Die Zunahme der Luftkämpse über London selbst zeigt, daß sich die englische Luftverteidigung von der Küste bis zur Hauptstadt zurückgedrängt sieht. Ein solcher Lnstkamps sand am Sonnabendnachmittag bei vollem Tageslicht vor den Augen von Tausenden von Londonern statt. Während die Luft vom Maschinengewehrgeknatter widerhallte, dröhnten wiederholt Bombenexplvsionen. Wie schwedische Beobachter berichten, mußte die Schnelligkeit des Londoner Zugverkehrs wegen der Angrifft bereits gemindert werden.

Das Londoner Blatt „Daily Expreß" schreibt, es seien zwar nur wenig blutige Verluste verursacht worden, die es jedoch nicht veröffentlichen dürft, aber es sei „sehr, sehr viel Schaden" durch Angrifft in den Fabriken, auf den Eisen­bahnen und in den übrigen öffentlichen Diensten entstanden. „Daily Mail" schreibt, es gäbe vieles, was der Mann im Unterstand an den Nachtangrisscn nicht verstehe. Er höre feindliche Flugzeuge oft stundenlang brummen, aber er höre nicht, daß britische Jäger sie verfolgen oder Flak versuche, sie herunterzuholen. Das Blatt versucht, die Londoner zu be­ruhigen und meint. London liege aus der Razi-Lmnibus- strecke nach den Midlands und westlicher gelegenen Zielen. Es sei nicht immer angängig, ein Abwehrfeuer zu erössnen.

Die Engländer sind bei ihren Schwindeleien über Verlust- zisftrn wieder zu dem Verhältnis 2c/.: 1 zurückgekehrt, aber sie melden gleichzeitig den Einsatz erst kürzlich ausgebildeter kanadischer, polnischer und tschechischer Flieger. Die englisäzen Behörden haben es bei der geringen Zahl der Opfer schwer, mit Greuelpropaganda die Stimmung anzulzeizen, sie suchen sich mit Prahlereien über die Flüge gegen Berlin zu behelfen. Während am Sonntagmorgen säst stündlich neue Alarme er­tönten — 9.48 Uhr, 10.21 Uhr. 12.53 Uhr — verbreiten die Zeitungen fieberhaft Sonderausgaben, in denen die Londoner sür ihre eigenen Aengste und Schrecknisse durch Berichte über die große Zahl von Brandbomben hinweggetröstet werden sollen, die man in der Nacht über Berlin ausgeschüttet habe.

Katastrophe der westlichen Demokratie und der Plulokratie vollzogen.

Heute habe England das Los getroffen, das es uns zu­gedacht hatte: Blockiert und militärisch umschlossen sei

die ltzurktzili-plutokratie unser letzter sein-

Diese absterbende Plutokratenschicht wolle und könne unsere neue Welt nicht verstehen.

Sie bedürft deS Unfriedens in Europa, um im Geschäft zu bleiben. Sie brauche den Krieg, damit ihre Aktienpakete Zinsen trügen. Sie habe dem jungen nationalsozialistischen Deutschland den Krieg angesagt und sie habe so handeln müsse»; denn sie stelle die politische, wirtschaftliche und kul­turelle Reaktion in Reinkultur dar.

Wie diese Plutokratie in England über die Armen herrscht", so rief Dr. Goebbels — und stürmische Zustimmung beglei­tete diese Worte des Ministers — „so möchte sie in der Welt die besitzlosen Völker beherrschen und ausplündern."

Nur durch ein System feiger Lügen vermöge sich diese dem Untergang geweihte Schicht noch zu halten. Noch versuche sich ein Dusf Cooper, der dümmste Minister Europas, darin, aus Niederlagen und Rückzügen glänzende Siege zu machen, aber um die Tatsachen könne England mit solchen unwürdigen Propagandastümpereien, die die ganze Welt längst durchschaut habe, nicht mehr herum. Allmählich dämmere auch in Lon­don die Erkenntnis, daß England jetzt den „reizendsten" Krieg bekomme, den Lord Derby einst den kanadischen Söld­nern Englands prophezeit habe.

Freilich habe man sich jenseits des Kanals den Ablaus der Dinge anders vorgestellt. Man habe in Deutschland eins Revolution entsesseln wollen, und dck man sich als politische Ratgeber Emigranten aus Deutschland verschrieben hatte, sei man fest davon überzeugt gewesen, daß dieser Plan bin­nen kürzester Frist gelingen werde. Aber diese törichte Hoff­nung sei grausam enttäuscht worden.

Einiger und fester zusammengeschlossen denn je stehe das deutsche Volk in diesem Kamps. Es sei sich seiner Kraft und Stärke bewußt geworden, es kenne die Garanten seines Sie­ges, es wisse sehr Wohl, daß es eine Führung habe, um die eS die ganze Welt beneide und von der es nichts und nie­mand trennen könne. Deutschland besitze die tapferste, best- ausgerüstete Armee, die Sieg an Sieg an ihre Fahnen ge­heftet habe, es sei völlig blockadefest geworden und ernäh- rungspolitisch so gesichert, daß die Hoffnungen, die England auch diesmal wieder aus den „General Hunger" gesetzt habe, unter allen Umständen zum Scheitern verurteilt seien.

Aber auch

seyen kngtands giftigste Waffe

gegen seine Lügenkampagne, sei auch Deutschland diesmal ge­rüstet gewesen. Das deutsche Volk selbst sei gegen dieses Gift geftit und lasse die Lüge gar nicht mehr an sich heran! Und auch überall in der Welt habe sich die klare, sachliche, streng an die Wahrest gebundene Nachrichtengebung gegen- "oer englisch» Lügenmeldungen erfolgreich durchgesetzt. „..-2'ahrend uns wichtige Bundesgenossen zur Seite ständen, stände England heute allein. Vergebens hofft es daß ihm doch noch ein Heiser erstünde, und ebenso vergebens sei die Hoftnung, daß es sich in den Schutz der Herbstnebel werde verkriechen können. '

Die Stunde des Gerichtes komme unerbittlich heran und auch England müßte aus der Entwicklung der letzten Jahre bereit» die Erkenntnis gewonnen haben, daß der Führer anDgreifen und zuzupacken pflege, wenn die Stunde gekommen ei. In letzter Zeit erweckten manche engtiscti« Stimmen allerdings den Eindruck, als ob man es fts London gar nicht mehr werde abwarten können Diesen übereifrigen Herren werde die deutsche Wehrmacht zu ae- gebener Zeit die Antwort nicht schuldig bleiben ^

'E"?"?. die entscheidende Stunde und das heiße, daß er sich auf sein Volk verlassen könne.

Wie habe z B die Wehrmacht in den hinter uns liegenden iftldziigen da- Vertrauen gerechtfertigt, das der Führer in ße gesetzt habe! Wie habe sie in übermenschlichen Strapazen nur o„ den Sieg gedacht! Und Wi7 habe ebenso dft Haltung des Führers Erwartungen ertüllt! ^ s'e sich würdig hinter die Front der Soldaten qe- ^ durch ihre Leistung und ihre Arbeit ihren tiefen Dank an die Front abzustatten gesucht.

W^rmE"«nv'Ä"//" "ab diese Gemeinschaft von

-Wehrmacht und Volk ze schwach werden könne.

Die Heimat wisse, daß es nichts Höl-cres im Leben eines ^E^,/,ebe,als das Blutopftr, zu dem seine Soldaten täglich und stündlich bereit seien. Aus dieser Haltung heraus seien

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Reichswirtschaftsminister Funk eröffnete die Wiener Herbstmesse. -

England lehnt« den deutschen Vorschlag zur Humani­sierung der Kriegführung ab. "

Neben einem Fcindverlust von 133 Flugzcuqen und 74 sperrballonen meldet der deutsche Wehrmachtsbericht die Versenkung von über 100 000 BRT. in drei Tagen.

Die Italiener haben das Karawanenzentrum Buna in Kenia erobert.

Die Dorsgemeinschaft Bremen-Lilienthal sah gestern 500 Marinesoldaten und -Offiziere zu Gast.

Der „Sommersporttag der Betriebe" wird in diesen Tagen in Bremen durchgeführt.

Mit dem Rekordergebnis von 13:0 (8:0) Toren endete der 8. Futzball-LLnderkamps zwischen Deutschland und Finnland.

Werder überzeugte gegen Wilhelmshaven 05 mit einem 7:4-«ieg.

Kreisleiter Blanke wohnte der Segelflugveranstaltuna in der Garlstedter Heide bei.

Die 3. Sommerlampsspiele der deutschen Jugend wurden am Sonntag in Breslau zu Ende geführt.