Ausgabe 
(4.3.1941) Nr. 63
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmrsblott des Negierenden vllrgermeisters der Lreien Hansestadt Nremen Nr. 6Z / ll.Zastrgang

Dienstag, 4. ITlarz 1941

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatk des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

kinzelpreis 15 Dps.

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London lzat eine Schlacht verloren

das kcho der europäischen presse;um deutschen Anmarsch in vulgarien

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pntwort aus Nendells Vrotzungen

Me deutschen kuppen in Vulgarien lebHaft begrüßt — Ver webrmachtsberichl meldet neue Schlüge auf knglanvs Schiffahrt

Berlin, 3. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Wie breits durch Son- dermeldnng bekanntgege­ben, marschieren als Siche­rung gegenüber den be­kannt gewordenen briti­schen Maßnahmen in Süd­osteuropa, nach Zustim­mung der Königlich-Bul­garischen Regierung, seit dem 2. März Verbände der deutschen Wehrmacht in Vulgarien ein. Die einziehenden Truppen wer­den vom bulgarischen Voll lebhaft begrüßt. Ein Un­terseeboot meldet die Ver­senkung eines feindlichen Tankers von llllllv VRT.

Die Luftwaffe klärte trotz ungünstiger Wetterlage über Großbritannien bis zu den Shetland-Jnseln und über See auf. Sie ver­senkte am 2. März vor dem St.-Georgs-Kanal ein Han­delsschiff von 2000 VRT„ beschädigte ein größeres Handelsschiff schwer. In den Baracken eines Trup- penlagers wurden Voll­treffer erzielt. Fernkampf­flugzeuge versenkten west­lich der Hebriden ein Han­delsschiff von 10 000 BRT. und trafen ein weiteres großes Schiff schwer.

Einzelne Kampfflugzeuge belegten in der letzten Nacht kriegswichtige Ziele in London und die An­lagen von zwei britischen Kanalhäsen wirksam mit Bomben.

In Nordasrila richteten sich erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen die Hafenanlagen von Tobruk sowie gegen Truppenansammlungen, Kraft­wagenkolonnen und Feldlager bei Agedabia. Bei einem Lustkampf über Malta verlor der Feind ein Jagdflugzeug. Feindliche Luftangriffe gegen deutsche Handelsschiffe in der Nordsee brachen im Abwehrfeuer der Sicherungsstreitkräste zusammen. Ein Flugzeug wurde hierbei von der Kriegsmarine abgeschossen."

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Der Einmarsch der deutschen Truppen in Bulgarien, über den die Belgrader Presse in größter Auimachung berichtet, bildet das Tagesgespräch der Oefsentlichkeit. In maßgebenden politischen Kreisen bringt man dieser Entwicklung volles Verständnis entgegen. Den Athener Besprechungen Edens mißt man hier keine große Bedeutung bei, Obwohl die Bel­grader Zeitungen noch keine redaktionellen Kommentare ver­öffentlichen, ist aus der Art ihrer Aufmachung zu ersehen, daß man in Jugoslawien die neue Entwicklung im Südvsten durchaus positiv beurteilt. Lediglich der militärische Mit­arbeiter der offiziösen „Dreme" nimmt am Schluß eines strategischen Lageberichts schon Stellung. Er nimmt aus die letzte Erklärung des britischen Gesandten in Sofia Bezug und hebt hervor, daß schon durch die Drohung Rendells mit einer Bombardierung Bulgariens sür das Reich aus­reichende Gründe gegeben wurden, dem neuen Verbündeten zu Hilfe zu kommen.

In der Nacht zum Montag fanden deutsche Luftopcratip- nen, wie englische Berichte besagen, über zahlreichen Teilen Englands statt. Erwähnt wird insbesondere ein ziemlich

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scharfer Angriff aus eine Stadt an der Südwestküste. Von den Lustkriegsvorgängen des Sonntags erwähnen die Eng­länder Bombenaktionen gegen Plätze in Nordschottland und Ostengland.

vritanniens neueste Niederlage

Madrid, 3. März.

Das Madrider Montagsblatt kommentiert in seinem Leit­artikel den Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt, den es sür einen neuen eklatanten Erfolg der Achscnpolitik hält. Alle unbekannten Größen, welche es bisher noch in der Balkan- politik gegeben hat, haben sich als Trümpse in der Hand Deutschlands herausgestellt. London sei endgültig aus dem Balkan ausgeschlossen — das sei das entscheidende Ergebnis des Schrittes der Sofioter Regierung und darin liege die Bedeutung einer formellen Entscheidung, die gefühlsmäßig schon längst in Bulgarien vorbereitet war. Der friedliche Einsatz deutscher Truppen sei nur noch eine selbstverständliche Folge der in Schloß Belvedere unterzeichneten Allianz. Zu­sammenfassend müsse man also feststellen, daß London eine außerordentlich bedeutungsvolle Schlacht verloren habe.

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Bukarest, 3. März.

Die rumänische Presse bringt in großer Aufmachung die amtlichen Meldungen über den Einmarsch der deutschen Truppen in Bulgarien und über die Erklärungen, die Mi­

nisterpräsident Filofs in der bulgarischen Kammer abgab. Das Blatt „Curentul" erklärt, Rumänien unterstreiche vorbehaltlos die Erklärungen des bulgarischen Ministerpräsidenten. Der Beitritt Bulgariens, zum Dreimächtepakt habe hier ein Gefühl der Genugtuung hervorgerufen, weil sich Rumänien bewußt sei, was der Dreimächtepakt in einem Augenblick bedeute, in dem er sich anschickt, Europa zu umfassen und dabei unter Beachtung der Gerechtigkeit-sür alle Völker eine Neuordnung herstellt.

Belgrad, 3. März.

Die Belgrader Montagsblätter stehen vollkommen im Zeichen der bulgarischen Ereignisse. „Vreme" verkündet mit großen Schlagzeilen „Deutsche Truppen sind gestern in Bul-' garien einmarschiert". Unterstrichen wird die amtliche Mit­teilung, daß das Ziel des Einmarsches die Verhinderung der britischen Pläne ist, den Krieg aus den Balkan auszudehnen. Die Blätter verössentlichen weiter die Reden des Minister­präsidenten Filosf und des Sobranjepräsidenten Logosetofs im Wortlaut und ergänzen sie durch Bilder der beiden Redner sowie des bulgarischen Königs Boris.

Stockholm, 3. März.

Die schwedische Presse steht völlig im Zeichen der Unter- zeichnung des Dreimächtepaktes durch Bulgarien. Unter riesigen vielfältigen Ueberschristen bringen die großen schwedischen -Blätter die Meldungen über den Staatsakt in Wien, das Echo und den Einmarsch der deutschen Truppen. „Stockholms Tidningen" stellt sest: „Die Achsenmächte haben durch den Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt eine ent­scheidend« Schlüsselstellung im Südosten erobert; die Folgen davon dürften sich in kurzer Zeit in verschiedenen Richtungen bemerkbar machen." — „Astonbladct" hebt hervor, daß in Sofia gewaltige Begeisterung herrsche, und daß die Bevöl­kerung die einrückenden deutschen Truppen jubelnd begrüße.

Oslo. S. März.

Der Eintritt Bulgariens in den Dreimächtepakt und der Einmarsch deutscher Truppen in bulgarisches Gebiet stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen der norwegischen Montags­presse. „Tidens Tegn" hebt das Einverständnis der bulgari­schen Regierung mit dem Einmarsch und insbesondere die Tatsache hervor, daß die Erklärung des bulgarischen Minister­präsidenten Filosf im Parlament mit stürmischer Begeisterung ausgenommen wurde. Im Leitartikel stellt das Blatt den diplomatischen Erfolg der Achse aus dem Balkan Hexans. Auch „Aftanposten" sieht in den Geschehnissen eine weitere wesent­liche Stärkung der Achse, zumal bekannt sei, mit welch weit­gehenden Anstrengungen die britische Diplomatie diese Ent­wicklung verhindern wollte,' Aber alles sei auf britischer Seite vergeblich gewesen. Es handele sich um eine neue diplomatische Niederlage Englands, die ein Politisch und militärisch neues Bild geschossen habe,

Paris, 3. März

Der Einmarsch deutscher Truppen in Bulgarien wird von der Pariser Pkesse an hervorragender Stelle gemeldet und als eine Maßnahme bezeichnet, die dazu bestimmt sei, die englischen Pläne in Südosteuopa zu durchkreuzen sind zu vereiteln. Die Pariser Blätter verössentlichen darüber hinaus sehr aussühr- lich die Aussührumgen des bulgarischen Ministerpräsidenten vor der Kammer, aus denen die volle Uebereinstimmung Bul­gariens mit den Achsenmächten hervorgeht. Nach dem Absnstuß des bulgarisch-türkischen Abkommens, so schreibt Claude Jean­net im „Petit Parisien", stelle der Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt ein bezeichnendes Ereignis dar. Der Einmarsch deutscher Truppen in Bulgarien unterstreiche noch die Bedeu­tung dieses Ereignisses. Man müsse berücksichtigen, daß der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt den englischen Ein­fluß auf dem Balkan und im Nahen Osten ausschalte. Er sei außerdem kein isoliert dastehendes Ereignis, denn man könne mit Recht weitere Beitritte erwarten, Deutschland arbeite in der Tat sehr aktiv aus diplomatischem Gebiet, denn es wolle aufbauen, ohne erst das Ende des augenblicklichen Konflikts abzuwarten,

Tokio. 3. März

Die „Asahi Schimbun" begrüßt den Beitritt Bulgariens, „dieser heroischen Balkan-Nation, die wegen'ihrer starken und kühnen Truppen bekannt ist", zum Dreimächtepakt, Der Ein­marsch der deutschen Truppen als Folge der Paktnntcrzeich- nung wird von dem Blatt als Verstärkung der diplomatijäien und militärischen Position der Achsenmächte angesehen. Nach Ansicht des Blattes kann der Beitritt Bulgariens zum Drei­mächtepakt und auch die Einwilligung zum Einmarsch der deutschen Truppen als eine natürliche Cntfchtidung angesehen werden, die keine Mißdeutung zulasse.

vereits 550000 Volksdeutsche umgesiedelt

Neichsführer ^ Himmler bürgerte 5000 vuchenlanddeutsche ein — feierlicher flkt in Vreslau

Walde», nd Film Walda» >iels.

Breslau, 3. März.

Zu einem denkwürdigen Ereignis, das als Feier ihrer Heimkehr ins Reich sür alle bis jetzt umgesiedelten ööv öllv Volksdeutschen symbolische Bedeutung hatte, gestaltete sich am Sonntagnachmittag in der Breslaucr Jahrhunderthallc die Kundgebung, auf der der Rcichskommisiar sür die Festigung des deutschen Bolksraums, Reichsiührer tt Heinrich Himmler, die Einbürgerung von üvüll Buchenlanddcutschen vornahm.

Aus den schlefifchen Ilmsiedlerlagern, in Venen gegenwärtig noch rund 48VVV Luchenlanddcutsche untergebracht sind, waren diese 5VM als Vertreter ihrer Umnedlergcmeinschast in Breslau versammelt, Tie gewaltige Jahrhunderthalle war bis aus den letzten Platz gefüllt, denn außer den Buchen- landdeutschen nahmen auch viel« tausend Breslaner Volksge­nossen an dieser einzigartigen Kundgebung teil. Bis zum Beginn der Veranstaltung brausten als festlicher Auftakt die packenden Weisen vaterländischer Lieder durch die Halle, Tann ertönten die Klänge des Gaumusikzuges Niederschießen der NSTAP, zum Fahneneinmarsch, Jungvolkiansaren begrüßten den Reichsiührer ss, in dessen Begleitung man die höchsten Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht aus dem Gau Niederschießen sah. Mit begeisterten .Seilrufen brachten vor allem die Buchenländer Geiühle ihres Dankes zum Ausdruck,

Zur Eröfinuna der Kundaebuna nahm der Gauleiter von Niederschießen, Gauleiter Hanke, das Wort. Er sagte: Es gibt

keine Stadt, die sür den Vollzug diesrs Aktes der Einbür­gerung von Lllvü Buchenland-Teutschen geeigneter und be­rufener wäre als Breslau, die alte Kolonistenzentrale, die seit mehr als Ivllü Jahren im deutschen Volkstumskampf im Osten führt. In Vielem Jahre jährt sich zum 7llv, Male der Tag, an dem Breslaus Bürger im Kample gegen Barbaren ihre Stadt den Flammen übergaben, um sie nach dem Siege größer und schöner wiederaufzubauen. Aus der Atmosphäre Breslau versteht man am besten das Opfer von euch Vuchen- ländern zu würdigen, das ihr gebracht habt, als ihr Haus und öoj verlassen habt, um euer Deutschtum zu bewahren und zu erhalten,

Tie sieghaften Klänge der Ouvertüre zu Wagners Oper „Rienzi" leiteten dann über zu der Ansprache eines BuäMi- länders, in der dieser sich zum Sprecher des Dankes und des Gelöbnisses aller seiner Kameraden und Kameradinnen machte. Diese Anspräche sand, wie auch die Begrüßungsrede des Gau­leiters, begeisterten Widerhall in den Herzen aller, die nun ergriffen dem Gesang des Chorliedes „Heilig Vaterland" lauschten, das vom verstärkten Ehor des Rcichszenders Bres­lau gesungen wurde und den weihevollen'Uebergang zur Rede des Reichsinhrcrs Himmler bildete,

Rcichzführcr Heinrich Limmler erinnerte an die Heit vor Itll Jahren, als die Ahnen der hier versammelten Volksdeutschen aus Deutschland auswanderten. Damals war dieses Deutschland kein Vaterland mehr, das seine Kinder,

erhalten, ernähren und schützen konnte. Es war zerrissen,, schwach und ohnmächtig. Die Nichtigen Söhne und Töchter einer verhaßten Nation waren gut genug, andern Völkern Vorarbeit zu leisten. Aber niemals seien sie ihres Lebens recht sroh geworden. In den meisten Jahrzehnten habe hinter ihnen kein Teutsches Reich gestanden, das seine Stimme hätte er­heben können, wenn ein Deutscher bedrängt oder beleidigt wurde. Aus sich allein gestellt, haben sie mit deutscher Zähig­keit ihre Sprache und ihre Art, ihre Raste und ihr Blut rein erhalten. Dafür, rief der Reichsiührer den Volksdeutschen zu, dankte euch das ganze deutsche Volk,

Viel haben eure Vater und viel habt ihr erlebt: Den Zerfall des Ersten Reiches, den Zusammenbruch Deutsch­lands durch Napoleon. In der Schicksalstadt Breslau begann der Aufstieg wieder. Hier, wo so viele Teutsche aus dem Reich geschieden sind, würd« der Aufruf an das Volk er­lassen. Zum ersten Male hat damals eine Rcjjierung sich daran erinnert, daß das Wichtigste das deutsche Volk ist, daß aus ihm allein alle Krait kommt und alle Kraft in ihm beruht. Aus dieser Kraft heraus wurden die schlachten von 1813 bis 181b geschlagen. Der Reichssührei jj Erinnerte in diesem Rückblick weiter an die Zeilen von 1S6K und 187Ü/7I, Der Partiknlarismns der Länder war aber auch damals noch nicht überwunden,

(Fortsetzung aus Seite 2)

Amerika spricht vom Blitzsieg der Achse

Von rmssrsm Lsrlinsr Vditrstsr

S. S. Berlin. 3. März

Balkan und Vorderer Orient sind für England und Churchill typische Beispiele ihrer politischen Kriegfüh­rung und ihres strategischen Denkens. Dardanellen und Balkan waren immer die Lieblingsstellen, an denen Churchills Umfassungsmanöver im Weltkrieg und auch in diesem Krieg gegen Deutschland angesetzt werden soll­ten. In seiner Rede vom 9. Februar hat Churchill sei­nen Wunsch, daß der Balkan noch einmal eine Art letzte Brücke sür die Bewahrung und Erhaltung der Mittel­meerstellung Englands werden möge, zum Ausdruck ge­bracht. Er hat Erwartung und Verlangen ausgespro­chen, daß die Valkanvölker, geeint, sowie gestützt auf die militärische Hilfe Englands und der Türkei, sich bis zum Weißbluten opfern sollten, in einer Attacke gegen Deutschland, dann werde vielleicht die englische Stel­lung dort gehalten werden können bis — ja bis die amerikanische Hilfe wirksam werde, England eine voll­ausgerüstete Nation sein würde und damit auch die Orientarmeen Englands die erforderliche Stärke erhal­ten hätten. Das war der Plan: Noch einmal Blutspen­der finden, sie mit Lügen, Illusionen, Pressionen und Drohungen in den englischen Krieg zu treiben. Diese Hoffnung, an deren Erfüllung Churchill schon damals nicht mehr voll glaubte, aber sie doch noch nährte, und zu deren Realisierung er in einem Cilauftrag noch ein­mal Eden in den Orient entsandte, ist mit dem Beitritt Bulgariens an die Seite der Achse völlig zerschlagen. Die Hoffnungen der Kriegsausweitung sind dahin. Diese Feststellung trifft nüchtern auch „New Park Herold Tri­bune": „Jede Hoffnung auf die Bildung eines Balkan­bundes, um Hitler von der Donau fernzuhalten, ist unwiederbringlich vorbei. Jugoslawien ist ausflankiert, die „Sicherhcitszone" der Türkei besetzt, Griechenland von einem Zweifrontenkrieg bedroht und England in der Gefahr, seinen letzten Halt auf dem europäischen Kontinent zu verlieren."

Das wütende Gekläff des Londoner Rundfunks, der nebenher auch durch eine Fälschung der Filoff-Er- klärung Bulgarien als Opfer eines Druckes hinzustellen sucht, läßt nun erkennen, welche unfriedlichen Ziele England auf dem Balkan gehabt hat. Die Erklärungen, daß England sich nun alle Maßnahmen vorbehalte, sind die zahmsten unter denen, die aufzeigen, welche Auf­fassung England von der sreien Entscheidung der Völ­kerbund Länder, sich nicht im Dienste Englands in den Krieg hetzen zu lassen, hält. Die Verbände der deutschen Wehrmacht, die mit der Zustimmung der bulgarischen Regierung und unter Begeisterung des verbündeten Volkes ihre Stellung bezogen haben, übernehmen nun die Sicherung des Raumes gegen diese englischen Drohungen.

Selbst deutschfeindliche Zeitungen Newyorks sprechen von dem großen deutschen politischen Vlitzsieg, Der Ein­druck ist um so gewaltiger, als England bis zuletzt den Eindruck zu erwecken verstanden hat, als ob es noch die größten Chancen im Ringen um den Balkan und insbesondere Bulgarien besäße. Dabei geht es der eng­lischen Berichterstattung ähnlich wie nach dem Schlag von Eoventry. Der Hieb saß so furchtbar, daß man die üblichem Jllusionsmeldungcn gar nicht mehr zu starten wagt und Reuter sogar zugibt, daß die deutschen Trup­pen freundschaftlich und herzlich von der Bevölkerung begrüßt wurden. So bleibt der Eindruck einer ver­lorenen Schlacht für England, einer gewonnenen Schlacht erster Ordnung aber für die Führungsmächte des neuen Europa, Es zeigt sich, daß seder Beitrag zur neuen Ordnung auch ein Beitrag zum Absinken des schon schwer lädierten englischen Prestige bedeutet. Wie groß der Verlust dieses Prestige? des stolzen Empire auf den Stand einer flehentlich Hilfesuchenden macht, dafür hat es gerade in diesen Tagen in dem Empfang des USA.-Votschafters Winant durch den King ein be­zeichnendes Ereignis am Rande gegeben. Der King des einst weltbeherrschenden England hat sich hier zum erstenmal dazu verstehen müssen, den Botschafter eines Landes persönlich am Bahnhof zu begrüßen. Wenn man hinzu nimmt, wie groß die Ueberheblichkeit des Landes der Plutokraten auch in all diesen Formen gewesen ist,

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Der Einmarsch deutscher Truppen in Bulgarien wird überall in der Welt als eine schwere Niederlage Englands angesehen.

An den syrischen Grenzen finden britische Truppcn- zusammenziehungcn statt.

Erst jetzt wird bekannt, daß England vor der deutschen Norwegen-Aktion schwedische Hotzcitsgcwässcr verminte. Italienische und deutsche Scestreitkräite erzielten ver­nichtende Treffer aus englischen Einheiten.

Um amerikanische Kreuzer und Zerstörer zu bekommen, setzt Churchill den Tchlachtschiss-Kuhhandcl sort.

Die Bolksabstimmung in Rumänien ergab, wie schon jetzt zu sehen ist, ein einmütiges Bekenntnis sür Antoncscu, Bisher wurden bereits Zoll llllll Volksdeutsche umgesiedelt: es kehren nunmehr auch die Litauen-Deutschen ins Reich zurück.

Reichsjugendsührer Axmann sprach zum Abschluß des Treffens der europäischen Jugend in Garmisch-Parten» kirchen.

Der Neichsiugcndsiihrcr äußert sich zum weiteren Ausbau der Bcgabtenfördcrung.

An allen Bremer HJ,-Dicnststcllcn setzten gestern die Meldungen der Zehnjährigen ein.