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der Nationalsozialisten Vremens
flmklicises verküuüungsblait des Neichsskatttiallers in Mdenburg und Vremen
Nr. 61 / 11 - Zaiirgany
Sonntag. 2 . März 1941
kimelpreis 15 Nps.
ksioksauLsnininistsr von kibkontrop: «Lom kommsnssn
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soko ^atsaokon troton"
Wien, 1. März.
Im Wiener Belvedere, dem über der Stadt thronenden Sommerschloß des Prinzen Eugen von Savoqen, erfolgte im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes der Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt. An der gleichen Stelle, an der erst vor wenigen Monaten Ungarn sich zu dem wichtigsten Instrument der neuen Ordnung bekannt hatte, bezeugten der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop im Beisein des italienischen Augenministers Gras Ciano, des Kaiserlich-Japanischen Botschafters Oshima, des Königlich-Ungarischen Gesandten Sztojay, des Königlich-Rumänischen Geschäftsträgers Vrabetzianu und des slowakischen Gesandten Cernak den Königlich-Bulgarischen Ministerpräsidenten Professor Filoss und den Staatssekretär im bulgarischen Außen- ministerium Schischmanoff zur Vollziehung der gemeinsamen Unterschrift.
Es war kurz nach 13 Uhr, als die hohen Gäste der Reichsregierung das Portal im Belvederc-Park durchführen und aus der Schlvßsreiheit eintrafen, wo eine Ehrenformation Aufstellung genommen hatte. Der NeichsaußeniNinister empfing nacheinander auf der blumengeschmückten Kaijersticge des Schlosses die geladenen Vertreter der dem Dreierpakt verbündeten Mächte und geleitete sie in den Gelben Saal zur Vornahme des Staatsaktes. Dort hatte die deutsche und ausländische Presse Ausstellung genommen, um Zeuge des feierlichen Augenblicks zu werben.
Der Reichsautzenminister begriißte die Botschafter und Gesandten der verbündeten Mächte und teilte mit, daß die Königlich-Bulgarische Regierung den Wunsch ausgesprochen habe, dem Treimächte-Pakt bcizutretcn. Zum viertcnmal, so führte der ReichSautzenminister aus, sind wir heute zusammengekommen, um durch einen seierlichen Akh den Beitritt eines neuen Staates zum Drclmiichtc-Pakt zu vollziehen, und ich freue mich ganz besonders, daß es diesmal das Königreich Bulgarien ist, das dem Geist« nach schon immer bei uns stand und das jetzt den Entschlutz gefaßt hat, sich auch unserem Pakt anzuschließen.
Der Reichsminister erklärte nun, datz die Regierungen der im Dreimächtepakt vereinten Staaten übereingekommen sind, dem Wunsch der bulgarischen Regierung zu entsprechen. Anschließend wurde das Protokoll über den Beitritt Bulgariens zum Drcimächtc-Pakt verlesen.
Nach der seierlichen Unterzeichnung gab der Königlich- Bulgarische Ministerpräsident Dr. Filoss in deutscher Sprache eine Erklärung seiner Regierung ab.
Der Ncichsautzenminister begrüßte sodann Bulgarien mit herzlichen Worten als neues Mitglied des Drcimächte-Paktes mit einer Ansprache, in der er die Grundsätze des Dreimächte- Paktes noch einmal klar umriß.
Stach der Ansprache des Reichsaußenministers-sprachen - die Vertreter der verbündeten Mächte dem Ministerpräsidenten Bulgariens ihre Glückwünsche zum Beitritt aus.
Bei der Unterzeichnung iah man neben den Delegationen Japans. Italiens und Ungarns den Ehes der Politischen Abteilung im italienischen Außenministerium, Botschafter Buti, den Ehe! des italienischen Protokolls, Geißer Celesia, <5e- sandter VUetti, Botschaftsrat. Käse. den bulgarischen Gesandten in Berlin, Traganosf, Generalsekretär Seraphimofs, von deutscher Seite Rcichspresseches Dr Dietrich, den deutschen Botschafter in Rom, von Mackensen, den deutschen Gesandten in Softa. von Richthoien, Unterstaatssekretär Gaus, Generalleutnant .Bodenschatz und die zuständigen Abtcilungschefs des Auswärtigen Amtes, den Chef dos Protokolls von Doernberg, den Leiter des Ministcrbüros Gesandten Schmidt. Gesandten von Rintelen, und den Leiter der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes. Gesandter Dr. Schmidtz.
Vor Wortlaut des Protokolls
Das Protokoll hat folgenden Wortlaut:
Die Regierung von Deutschland. Italien und Japan einerseits und die Regierung von Bulgarien andererseits stellen durch ihre unterzeichneten Bevollmächtigten folgendes lest: Artikel I. Bulgarien tritt dem am 27 September 1040 in Berlin unterzeichneten Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bei.
Artikel II. Sofern die im Artikel IV des Drcimächte- Paktes vorgesehenen gemeinsamen technischen Kommissionen Fragen behandeln, die die Interessen Bulgariens berühren, werden zu den Beratungen der Kommission auch Vertreter Bulgariens herangezogen werden.
Artikel III. Der Worlaut des Dreimächte-Paktcs ist diesem Protokoll als Anlage beigeiügt. Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italienischer, japanischer und bulgarischer Sprache abgefaßt, wobei jeder Text als Urschrift gilt. Es tritt ani Tage der Unterzeichnung in Kraft.
Sie keklörung 0r. siloffs
Die Erklärung, die der Königlich-Bulgarische Ministerpräsident Pros. Dr. Filoss namens der bulgarischen Regierung nach der Unterzeichnung des Protokolls abgab, hat folgenden Wortlaut:
„Der Wunsch des bulgarischen Volkes, in Frieden und guten Beziehungen zu seinen Nachbarn zu leben, hat ständig die bulgarische Außenpolitik geleitet. Das bulgarische Volk hat im Namen dieser Politik die mit den schweren Friedens- bedingungcn verknüpften Folgen des Weltkrieges mit Geduld ertragen, es hat aber immer die Hoffnung gehegt, datz das ihm zugefügte Unrecht durch friedliche Mittel wiedergutgemacht ,werden kann.
(Fortsetzung aus Seite S)
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I. s. v. Bremen. 2. März Wenn Männer wie Adolf Hitler und i Benito Mussolini gleichzeitig und fast wie aus einem Munde den Anbruch des Frühlings als den Zeitpunkt des Beginns neuer großer und entscheidender. Ereignisse ankündigen, dann kann es in der ganzen Welt keinen Zweifel mehr darüber geben, datz der von den englischen Plutokraten Deutschland und Italien anfgezwungene Krieg in sehr absehbarer Zeit schon in einen neuen grandiosen Abschnitt seines Verlaufes treten wird. Einen unmißverständlichen Vorgeschmack dessen, was ihnen die bessere Jahreszeit bringt, haben die Engländer bereits mit den jüngsten Erfolgsziffern, die das Oberkommando der Wehrmacht zu den von deutschen Lust- und Seestreit- krästen. versprengten, aufgeriebenen und vernichteten englischen Eeleitzügen aufzählen konnte, erhalten. Da noch dazu deutsche Truppen des Landheeres — diesmal im fernen Afrika — Gelegenheit hatten, an die Tom-
mies heranzukommen, hat es natürlich auch hierbei für England eine Schlappe gegeben. Aber noch i st es nicht Frühling, und alles, was in der abgelaufenen Woche geschah, ist erst als Frllhlingsahnen zu bezeichnen, als ein Ahnen allerdings, bei dem Herrn Churchill und seinen Spießgesellen alles andere eher als wohl zumute sein kann. Dies gilt nicht allein für das kriegsmäßige Geschehen, also für das Geschehen auf militärilckwm Gebiete. sondern auch für das politische Geschehen, wo jetzt mit dem Veitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt gleichfalls wieder ein Nasenstüber für England heraus^ kam. Es ist der Entschluß Bulgariens, seinen Beitrag zur Konsolidierung Europas zu leisten, ein im Grunde für alle europäischen Völker gleichmäßig begrüßenswerter Schritt in der Richtung zur Erreichung eines Zustandes, den zu verhindern die englische Plutokratie den Krieg beyann, dessen Herbeiführung sie aber damit nur beschleunigt hat.
Allein lm sebrnar R 40 000 VM. Vernichtet
Me Kriegsmarine mit SS0ÜV0 VM. und die Luftwaffe mit 1S0VV0 VM. beteiligt — flußerdem S? keind- lttke ftongelsfchlffe durch vombenangtiffe schwer beschödigt
kin naturnotwen- üiger Schritt
Berli«, 1. März
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Einzelne Kampsflugzeuge belegten trotz ungünstiger Wetterlage Hafcnanlagen und kriegswichtige Ziele an der britischen Südost lüfte wirksam mit Bomben. In Nordafrika wurden drei Hafenan lagen der Cyrenaika sowie Flugzeuge am Boden erfolg reich angegrifsen. In der letzten Nacht richteten sich An griffe einzelner Flugzeuge gegen Rüstungsanlagen in und um London. Der Feind flog in der letzten Nacht mit einer größeren Anzahl von Flugzeugen in die Deutsche Bucht ein, warf aber nur an einigen Stelle» Nordwestdeutschlands wenige Spreng- und Brandbomben. Es entstand nur geringer Gebäudeschaden. Nachtjäger und Marineartillerie schössen je ein feindliches Kampfflugzeug ab.
Kriegsmarine und Lustwafse führte den Handelskrieg gegen England im Monat Februar mit ganz besonderem Erfolg. Der Feind verlor in diesem Monat insgesamt 740 000 BRT. Handelsschifssraum. An dem Erfolg ist die Kriegsmarine mit 550 000 BRT. und die
Lustwafse mit 180 000 BRT. beteiligt. 87 feindliche Handelsschiffe wurden außerdem durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Mit dem Verlust eines Teiles auch dieser Schisse kann gerechnet werden.
»
Wie groß der Umfang der vernichteten feindlichen Tonnage ist, kann nicht besser verdeutlicht werden als durch die Umrechnung der Schiffstoiinags auk die Maßstäbe des Landverkehrs. 740 000 BRT. entsprechen nämlich einer Menge von wsit mehr als einer Million Gewichtstonnen und zwar genau l >10 000 Tonnen. Wenn man einen Güterwagen mit einer Ladefähigkeit von 1ä Tonnen veranschlagt, benötigte man 74 000 Güterwagen, um eine Gütermenge, wie die von den deutschen Streitkräften in einem Monat versenkte, zur Verladung zu bringen. In Güterzügen zu ie 5» Wagen also wären 1 480 Züge voller für den Feind wertvollsten Gutes mit Bestimmtheit vernichtet, während darüber hinaus noch weitere Ladung in den als beschädigt gemeldeten 67 Schissen stark gelitten haben dürfte, ganz abgesehen von dem Verlust der völlig zerstörten bzw. beschädigten Frachter, die entweder ganz oder aber doch für eine gewisse Zeit sür den weiteren Transport ausfallen. Ein äußerst empfindlicher Verlust sür Britannien.
Sprengstoff-ftltenia» in Sofia sescheilerl
Grog Rendel protestierte
vm. Sosia. 1. März
Der bulgarischen Polizei ist eS gelungen, einen von englischer Seite geplanten Sprengstossanschlag gegen die Wasserversorgung Sosias aufzudecken und zu verhindern. Vor zwei Tagen fand, wie jetzt bekannt wird, eine Streife aus einem Gelände der Filtcranlage des Wasserwerks der Sofioter Vorstadt Bojäna eine sorgfältig verdeckte Sprengbombe. Die Untersuchung des Sprengkörpers durch eine Fachkommission erwies mit absoluter Sicherheit die englische Herkunft sowohl des hochexplosiven Sprengstosscs wie des Bombcnkörpcrs selbst. Die Fahndung nach den Handlangern des geplanten Anschlages, den der englische Geheimdienst zu inszenieren versuchte, ist im Gange.
Die Aufdeckung dieses verbrecherischen Planes paßt ganz zu dem Eindruck, den das Treiben der Kreise um den englischen Gesandten in Sofia, Nendell, seit Wochen vermitteln. Neben den Drohungen, Sofia werde durch die Ropal Air Force „Pulverisiert", kündigten die Herren Engländer andere humane Ueberraschungen an. So versäumten die Mitglieder der englischen Kommission und ihre Kollegen vom Sccrct
Service nicht, in Sofia den Ratschlag auszuteilen, die Bevölkerung würde gut daran tun, stets tür einen größeren Trinkwasservorrat in den Haushaltungen zu sorgen, da England gegebenenfalls die Wasserversorgung in der Hauptstadt lahmzulegen oder durch Bazillen zu verseuchen gedenke. Ihre verbrecherische Geschwätzigkeit hat zweifellos die Wachsamkeit der bulgarischen Polizeistellen verstärkt, die jetzt zur Aufdeckung des geplatzten Attentats führte. Dos Schuldkonto Englands ist damit mit einem weiteren. typischen Posten> belastet worden. In den beiden letzten Tagen erfolgten neue Verhaftungen von Personen,. die im Verdacht stehen, den Engländern Helfcrsdicnste geleistet zu haben.
Der britische Gesandte Grog Rendel protestierte — wie Reuter mitteilt — am Freitag bei der bulgarischen Regierung gegen die Verhaftung einer Anzahl von Journalisten, unter denen sich auch ein englischer Korrespondent bcsand; er erreichte auch die Freilassung dieser Männer sowie die Ex- hasticrung seines persönlichen Dieners. Bei diesem Anlaß besprach Rendel auch den Umfang der bulgarischen Mobilmachung mit'dein Premierminister, die er unter den gegenwärtigen Umständen als völlig ungerechtfertigt bezeichnete. Wie Reuter weiter erklärt, sind in Bulgarien sämtliche Telefon- leitungen nach dem Ausland gesperrt.
Her sichrer empfing Mplomaten in Wien
Anläßlich der Aufnahme Vulgariens in den Vreimächte-Pokt
Nachdem bereits die Slowakei, Ungarn und Rumänien vertrauensvoll sich dem großen europäischen Jnteressenkreise unter der Führung der Achsenmächte anschlössen, war es nur eine Frage der Zeit für das ohnehin schon seit dem Weltkrieg mit Deutschland eng befreundete Bulgarien, ebenfalls diesen Schritt zu tun. Gewiß mögen vorher noch einige Fragen inner- politischer Art für Bulgarien zu klären gewesen sein, gewiß mag es auch zweckmäßig und dienlich erschienen sein, außenpolitisch sich noch vorher gutnachbarlich mit der Türkei zu unterhalten, auf daß dieses Land keinerlei unnötiges und unbegründetes Mißtrauen bei sich aufkommen ließ. Der Weg aber in den Dreimächtepakt war für Bulgarien ein naturnotwendiger und daß ihn seine leitenden Staatsmänner selbstsicher und ohne Scheuklappen beschriften, dürfte ihnen in der Geschichte ohne weiteres als Positivum gedeihlicher Staatskunst angerechnet werden. Als am schlimmsten bei der Verstärkung des Dreimächtepaktes dürfte in London der Eindruck empfunden werden, den der Entschluß Bulgariens auf das benachbarte Jugoslawien und des weiteren auch auf Spanien macht. Denn daß England auch hier seinen Einfluß völlig verloren hat und allen schönen oder auch drohenden Gesten zum Trotz an dessen Wiedergewinnung nicht mehr denken kann, liegt auf der Hand: ebenso unverkennbar ist. daß die seit längerer Zeit schon bemerkbare Neigung Jugoslawiens zur verstärkten Zusammenarbeit mit dem Eroßdeutschen Reiche durch Vulgariens Beispiel neuen Auftrieb erfährt. Die aus politischer Verzweiflung geborenen Sabotageversuche eines Eden aber, die dahin gingen und noch gehen, noch im allerletzten Augenblick eine Entwicklung auf dem Balkan zu hemmen, bie gar nicht mehr aufzuhalten ist, — oder sie wenigstens'zu durchkreuzen, -obwohl es nichts mehr zu durchkreuzen gibt —, werden ewig der Lächerlichkeit preisgegeben bleiben als das lllnterfangen einer Diplomatie, die selbst kleinen und mittleren Staaten gegenüber aufgebort hat, erfolgsträchtig zu sein. So hart es einem aufgeblasenen englischen Diplomaten ankommen mag, sich dieser Erkenntnis zu erschließen, die jetzige Rundreise Edens auf, dem Balkan dürste ihn gelehrt haben, daß es zu Ende geht mit dem englischen Ansehen und daß das, was man an der Themse immer noch aufrechtzuerhalten sich krampfhaft bemüht, nur noch ein wesenloses Gebilde ist, aber nicht einmal mehr den Schatten einer wirklichen Macht darstellt.
weder verrat In verkrampfter Verlegenheit — noch flbenteuer! Linie wohl, um die Offen
barung der eigenen diplomatischen Ohnmacht zu verschleiern — behauptet die englische Presse, daß England nach wie vor der Türkei als Bundesgenossen gegen Deutschland in jedem Fall sicher sei. Da damit der Anschein erweckt werden soll, als ob man in London der Türkei nur das Startzeichen zu geben brauche, um die Kriegsausweitung im Vorderen Orient zu erreichen, ist es zur Richtigstellung der Lage wohl ersprießlich, die Kommentare der türkischen Blätter, die da anläßlich des Eden-Besuches veröffentlicht worden sind, auf ihren Gehalt näher zu prüfen. Daß in solchen Kommentaren, wie wtr einen etwa in dem Istanbuler Blatt „Eumhuriqet" vor uns haben, Eden, „der hohe Gast", als Vertreter Englands, des Landes,
Wien, 1. März
Der Führer ist gestern mittag in Wien eingetroffen. Die Wiener Bevölkerung, bei der sich die Kunde von der Ankunft des Führers mit Windeseile herumgesprochen hatte, bereitete dem Führer auf seiner Fahrt durch die Straßen der Stadt einen begeisterten Empfang. Bei seiner Ankunft wurde der Führer, in dessen Begleitung sich der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalseldmarschall Keitel, sowie die Neichsleiter Dr. Dietrich und Bormann besanden, vom Neichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und dem Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien, Baldur von Schirach, begrüßt.
Wer nur irgendwie aus eine kurze Viertelstunde sich vom Alltag freimachen konnte, der eilte auf die Straßen. Als der Führer in langsamer Fahrt entlang den dichten Reihen der Wiener Bevölkerung vom Westbahnho! über die Mariahils- straß« und über den Ring zum Schwarzenberg-Platz iuhr, da kannte der Jubel der Menschen keine Grenzen mehr, die stolz und glücklich waren den Führer wieder einmal in den Mauern ihrer Stadt zu wissen. Der Platz vor dem Hotel Jmperial, wo der Führer auch diesmal wieder Wohnung I
nahm. war den ganzen Tag über das Ziel von vielen Tausenden. Immer und immer wieder riefen und jubelten die Menschen und verlangten den Führer zu sehen. Mehrmals zeigt« sich Adolf Hitler aus dem Balkon. Dann reckten sich die Hände empor und erklangen minutenlang die Heftruic.
Am Sonnabend m i t t a g gab der Führer im Schloß Belve- derc aus Anlaß der Ausnahme des Königreichs Bulgarien in den Dreimächtepakt in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop einen Empfang, an dem der Königlich-Bulgarische Ministerpräsident Pros. Dr. Filoss. der Königlich-Italienische Minister des Aeußern, Gras Liann, der Kaiserlich-Japanische Botschafter, Oshima, der Königlich Bnl- garische Gesandt- Draganoss, der Königlich-Ungarische Gesandte, Tztojahm, der slowakische Gesandte, Eernak, nnd der Königlich-Rumänische Geschäftsträger. Gesandter Brabetzianu, teilnahmen.
Bei dem Empfang waren von deutscher Seite'anwesend der Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalseldmarschall Keitel, Reichsprcsscches Dr, Dietrich, Reichsleiter Baldur von Schirach. der deutsch« Botschafter in Rom. von Mackensen, Unterstaatssekretär Dr Gauß. ferner die ftihrenden Mitglieder der Delegationen der Regierungen des Dreimächtepaktes.
Am Sonnabend n a ch m i t t a g empfing der Führer in Gegenwart des Reichsnnnisters des Auswärtigen von Ribbcn- trop den in Wien weilenden Königlich-Italienischen Minister des Aeußern, Gras Ciano, zu einer längeren herzlichen Aus- spräche.
sreude in vulgarien
Sosia, 1. März.
Der Beitritt Bulgariens zum Drsierpakt wird in der oe- ftamten Oeffentlichkeit des Landes mit größter Freude und -Genugtuung ausgenommen. In allen Gesprächen und Aeußerungen, sei es in der Presse oder in Unterhaltungen aus der Straße, kommt zum Ausdruck, daß Ministerpräsident Filoss durch seine Unterzeichnung in Wien letzten Endes nichts anderes getan hat als sich im Namen der bulgarischen Natron vor aller Welt zu jener Neuordnung zu bekennen, der das Land von Ansang an aus innerer Ueberzeugung durch Gesinnung und Tat nahestand. Aus der Grundlage dieses Bewußtseins ruht die Genugtuung, mit der Bulgariens Öesfentlichkeit die Nachricht von.dem entscheidenden Akt im Belvedere, um die Lautsprecher geschart, miterlebt«.
MINI»IINN»II»N»I»„»IM»IINlINM»II»I»II»»MII»III»IIN»NIMIMIIIIINN»»
Vnssr LayssspRSAsL
Allein im Monat Februar vernichtete die deutsche Masse 740 0011 BRT. feindlichen Schiffsraums.
Im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes trat In Wien Bulgarien dem Dreimächtepakt bei.
Der Führer empfing die anläßlich des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt in Wien weilenden ausländischen Staatsmänner.
Britische Agenten versuchten als „Demonstration" gegen Bulgariens Anschluß an den Dreimächtepakt in Soft» einen Sprengstossanschlag.
Dr. Lch begründet in einem Artikel die Uebernahme der Konsumvereine durch die DAF.
In der Ll. Lebensmittel-Zuteilungsperlod« wird die Käir- ration erhöht.
Die Bremer Flugzcugmodell-Ausstellung erwartet heute ihren 60 000. Besucher.
Die Krimlnalpolizei erläßt in der Bremer Dovpelmord. fach« einen weiteren Aufrus an die Bevölkerung.