Ausgabe 
(4.7.1941) Nr. 183
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Meiner Mim

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zrcien Hansestadt Lremcn

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7 Ir. 18 Z / 11 . Jahrgang

Zreitag, 4 . Juli 1941

der Nationalsozialisten Bremens

flmilichcs verkündungsblalt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen

kinzelvreis 13 Npf.

?69000 VM. im Juni versenkt

ftngeiff auf der ganzen front zwischen Schwarzem Meer und kismeer

Der Abschluß bei Malgstok

Aus dem Führerhauptquartier, 3. Juli.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Schulter an Schulter haben gestern deutsche und rumänische Verbände aus der nördlichen Mol­dau heraus den Pruth überschritten und be­finden sich im Vorgehen gegen den Dnjester. Damit sind die verbündeten Armeen auf der ganzen Front zwischen Schwarzem Meer und nördlichem Eis­meer zum Angriff angetreten. Während bis­her die sowjetische Führung offensichtlich bestrebt war, den deutschen Vormarsch in Greuzniihe aufzufangen und ihrerseits zum Angriff überzugehen, scheint die Wi­derstandskraft der Sowjetarmee nunmehr ge­brochen zu sein. Auf der ganzen Front zeichnen sich rückläufige Bewegungen des Feindes ab. Die Ver­nichtungsschlacht ostwärts Bialystok ist im we­sentlichen abgeschlossen, Wie schon durch Sonder- mcldung bekanntgegeben, ist ihre Auswirkung von welt­geschichtlicher Bedeutung. Zahlreiche Schützen-, Ka­vallerie- und Panzerdivisionen der sowjetischen Wehr­macht können hier als vernichtet angesehen werden. In mustergültiger Zusammenarbeit haben die Verbände unseres Heeres und unserer Luftwaffe die Verfolgung aufgenommen.

Im Kampf gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe in der letzten Nacht ein Handelsschiff von 3vlw BRT. und bombardierte Hafenanlagen in Südost- und Südwestengland. An der Kanalküste brachen bei Tage wiederum Angriffe britischer Kampfflugzeuge, die unter starkem Jagdsckiutz angesetzt waren, völlig zu­sammen. ^Der Feind verlor hierbei 13 Jagd- und fünf Kampfflugzeuge, während nur ein eigenes Flugzeug verlorenging. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten Nordwestdeutfchlands Spreng- und Brandbomben, durch die einige Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Wohngebäude wurden u. a. in Bremen und Oldenburg getroffen. Nachtfiiger und Flakartillerie schössen drei der angreifenden briti­schen Kampfflugzeuge ab.

Der Kampf gegen die britische Versorgungsschi fsahrt brachte auch im Monat Juni den erwarteten großen Erfolg. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 788 S5V VRT. feindlichen Handclsschisfsraumes. Hierbei wur­den allein durch U-Boote 417 480 Bi-lT, vernichtet. Hin­zu kommen noch schwere Verluste, die der Feind durch Minenunternehmungen aller Art erlitten hat. Außer­dem wurde eine große Zahl feindlicher Handelsschiffe so schwer beschädigt, daß sie ganz oder für längere Zeit der feindlichen Versorgung verloren sind. Ebenso erfolg-

flnspracize des Sure

R o m . 3. Juli. Der Duce hat Donnerstag vormittag in Rom die Parade über Einheiten der italienischen Wehrmacht, die für den Kamps gegen die Sowjetunion bestimmt sind, abgenom­men. An der Seite des Duce befand sich der deutsche Militär­attache, (Ncnerallcutnant von Rintclen. Nach dem Borbei- marich betonte der Dure in einer Ansprache an die Truppen die Bedeutung des Kampfes der Achse gegen den Bolschewis­mus.

oeutlH-itkilienische Verkelzrgbesprechungen

Berlin. 3. Juli. Die in den letzten Tagen im Rcichs- lustsahrtministerium geführten deutsch-italienischen Lustvcr- kehrsbcsprcchungcn führten zu einem vollständigen Einverneh­men der beiden Luitsahrtbchärden. Stach criolgrcichcm Abschluß der Besprechungen begab sich der Ehes der italienischen Zivil­luftfahrt, Divisionsgeneral Bclardi, mit den Mitgliedern seines Stabes im planmäßigen Verkehrsflugzeug von Berlin nach Nom zurück.

wieder elf britische slugzouge ...

Berlin, 3. Juli. Angrisssvcrjnchc britischer Flugzeuge an der Kanalküste brachen am Donnerstag in der deut­schen Jagd- und Flakabwchr zusammen. Nach bisherigen Meldungen verlor der Feind elf Flugzeuge. Hiervon wurden acht Jagdflugzeuge vom Muster Sp.itsire im Luftkamps ab­geschossen. Zwei weitere Spitsire und ein Kampsslugzcug vom Muster Bristol-Blcnheim wurden durch Flakartillerie znm Absturz gebracht. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

öesandker flcikalin in verlin

Berlin, 3. Juli. Am Donnerstagvormittag tras der stell­vertretende Generalsekretär im türkischen Außcnministcrium, Gesandter Acikolin, in Berlin ein. Gesandter Acikalin wird den Austausch der Natisikationsurkunden über den kürzlich in Ankara unterzeichneten deutsch-türkischen Freundschaftsbcrtrag im Auswärtigen Amt 'vornehmen.

reich war die devische Luftabwehr im Kampf gegen die britische Luftwaffe. Allein in der Zeit vom 26. Juni bis 2. Juli wurden 1V!> britische Flugzeuge abgeschossen, und zwar 58 in Lüftlämxscn, 24 durch Nachtjäger, 22 durch Flakartillerie, sechs durch Einheiten der Kriegs­marine,, eins durch Infanterie. Zwei britische Jagd­flugzeuge stießen außerdem über dem besetzten Gebiet

zusammen und stürzten ab. Während der gleiche« Zeit gingen im Einsatz gegen Großbritannien zwölf eigene Flugzeuge verloren.

Bei den Kämpfen im Osten zeichneten sich die Obersten Bcrger und Lohmeqcr, Kommandeure von Infanterie- Regimentern, sowie der Major Hetz und der Oberleut- (Fortsetzung auf Seite 2)

Sowjet-Verluste auch an der Vstseeküste

6Zl Panzer, 168 beschütze und 40 slugzeuge erbeutet oder vernichtet

Berlin, 3. Juli. Nicht nur die Schlacht von Vialystok brachte den geschlagenen Sowjetarmeen ungeheure Ver­luste an Soldaten und Material, sondern auch an an­deren Stellen der Ostfront haben die siegreich vordrin­genden deutschen Truppen riesige Mengen von Waffen und Munition zerstört oder sichergestellt. So hat der entlang der Ostseeküste durch den Westen der ehemaligen

baltischen Staaten vorgehende Teil des deutschen Hee­res bis zum 1. Juli 1941 631 Panzerkampfwagen, 168 leichte und schwere Geschütze und 40 Flugzeuge erbeutet oder vernichtet. Ferner fielen hier 18 Flak- und 24 Pak-Geschütze sowie zwei Panzerzüge den deutschen Sol­daten in die Hände. Die bei der Einnahme von Riga gemachte Beute läßt sich noch nicht übersehen.

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„krialgrsicbsr" llüclrrug cisr Solsclisvvisisn. vis svs loncion unäl kllostzsu kommsncksn kckslrlungsn iibsr t clsn Vsrlsut clsr Itsmpts im Osten betonen, slinlick wie bei clsm bsrükmtsn lkückrug bei Diinkirclisn, «teil «lis sov/jstiscbsn Truppen rvvsr neue Positionen eingenommen listten, sbsr riisse Turückverlsgung cksr krönten kür rlis llolsclisvvistsn günstig verlauten sei. Wie es aber in Vikirlrliclilceit sussislit, beweist ktiesss vilkl. -tufri.: Wslls-Lctisrl

See italienische westrmachtsbericht

Rom, 3. Juli. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Haupt­quartier der Wehrmacht gibt bekannt: „Unsere Bomber haben einen Flugstützpunkt aus der Insel Cypern an­gegriffen. In Nordafrika hat die Luftwasse der Achse Stellungen, Versorgungsanlagen und Flakbatterien in Tobruk getroffen und Brände und Explosionen verur­sacht sowie Flügzeugstlltzpunkte östlich von Mars« Matruk bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben Ein- flüge auf einige Ortschaften der Cyrenaika durchgeführt. In Ostasrika lebhafte Artillerietätigkeit an der Uolene- fit-Front (Eondar). Im Gebiet von Kalla und Sidamo behindern die starken Regenfälle die Operationen."

Ueber Sie in den italienischen Wehrmachtsberichten vom Dienstag und Mittwoch bereits gemeldete erfolgreiche Aktion der deutschen und italienischen Luftwaffe gegen einen feind­lichen Gclcitzng nördlich von Bardia gibt ein Sonderbericht­erstatter der Stcsani salzende Einzelheiten: Der Gclcitzng bestand aus verschiedenen Frachtdampsern, einigen Trans­portschiffen und war von einem leichten Kreuzer, einer Anzahl Zerstörer und Jagdstasseln begleitet. Einer ersten Welle deutscher und italienischer Bomber, die von Jägern begleitet war. gelang es trotz heftigen Abwehrfeuers und Angrijjsversnchcn der feindlichen Jäger, einen Fracht-

dampser durch Bombentreffer schwer zu beschädigen und eine

Hurricane abzuschießen. Eine zweite unmittelbar daraus znm Einsatz gelangte Bomberwelle erzielte Tresser aus ver­schiedenen Dampscrn und beschädigte einen Zerstörer. Eine dritte Bomberwclle tras den Kreuzer und einen Zerstörer und schoß außerdem zwei Hurricane ab. Eine vierte Bom­berwclle vollendete das Werk, indem sie zwei Frachtdampfer versenkte und Volltreffer auf dem .Kreuzer und dem Zer­störer erzielte, der schwer beschädigt wurde und in Brand geriet, sowie eine weitere Hurricane zum Absturz brachte.

Zerstörer „Mosqua" vor Konstanz« versenkt

r>1. Bukarest, 3. Juli (BZ.-Eigenbcricht). Wie aus Bukarest gemeldet wird, hat die sowjetische Schwarz-Mccr- Flottc durch die Versenkung des Zerstörers „Mosqua" bor Konstanz« eine wesentliche Schwächung erfahren. Es handelt sich bei der „Mosqua" nicht eigentlich um einen Zerstörer, sondern vielmehr um einen Torpcdokrcuzcr, einen Tchiffsthp, wie er besonders in der französisch-englischen Marine ent­wickelt wurde. Die „Mosqua" hatte eine Wasserverdrängung von L8N5 BRT. und war mit 31, Knoten ein sehr schnelles Schifs. Die Bewassnnng bestand aus 8 Torpedorohren, zahl­reichen Flakgeschützen und 5 l3-Zcntimctcr-Gcschützen. Die „Mosqna" war 1837 vom Stapel gclausen. Im Schwarzen Meer verfügten die Sowjets bisher nur über drei solche Ein­heiten, von denen nun eine vernichtet ist? Die Versenkung der „Mosqua" ersolgtc bei einem Versuch eines Angrisss auf den Hasen von Konstanza. Deutsche Küstenbatterien bei Konstanz« nahmen im Zusammenwirken mit dem rumänischen Zerstörer „Regina Maria" die „Mosqua" unter konzentrisches Feuer und versenkten das sowjetische Schiff nach kurzem Kamps.

Luftkrieg am kaufte ftes Eismeeres

Vouische Kampfflieger zerschlagen die Murman-Vakzn — Sowjetrussische Flugplätze zerstört

Von Xkisgsbskicstlsk Wsltsc H/Iöüsc

6nb.3. Juli, skK.) Deutsche Kampfflugzeuge

holpern über die bemooste Startbahn eines Feldflug­platzes im hohen Norden Skandinaviens. Unsere Maschi­nen, die sich schnell in die Höhe winden und dann im Verband geschlossen aus Kurs über die Grenze gehen, leuchten im Schein der Mitternachtssonne. Nachschubstra­ßen des Feindes müssen unterbrochen, Flugplätze un­brauchbar gemacht, Industrieanlagen zerstört werden. Gewissenhaft und zuverlässig erfüllen unsere Kampfflie­ger in lausenden Einsätzen diese schweren Ausgaben.

Ueber rauhe Felsengebirge, deren baumlose Kuppen stellenweise noch Schnee und Eis tragen, geht heute unser Hlug. Einer -tadt an der Murman-Bahn zu. dieser ein­zigen Verkehrsader, die zu den nördlichsten Flottenstütz­punkten des Feindes sühn. An den Abhängen der Berg­massive sehen wir große Renntierherden, die beim Her­annahen unserer Kampfflugzeuge ängstlich zu einem Knauel zusammenlaufen. Bald liegt die Sowjetunion unier uns. Tiefe Wunden wird unser Luftwaffenlchmerk

heilte wieder dem Feinde schlagen. Gespannt halten wir nach feindlichen Jägern Ausschau. Aber keiner läßt sich blicken. Um so besser, so find.en wir noch Muße. die Mit­ternachtssonne zu bewundern, deren Strahlen in zahl­reichen Bergsecn brechen und im Drehkreis unserer Luft­schrauben herrliche Regenbogcnfarben hervorzaubern. Zeigt die Uhr nicht Mitternacht an, es könnte ebenso gut Mittag sein.

Unser Kampsvcrband fliegt eine große Rechtskurve, wir müssen hart am Ziele sein. Da ist auch schon der kleine See und dahinter die Stadt. Den Bahnhof und die Industrieanlagen werden wir mit unseren schweren Bomben belegen. Klar und deutlich wie die Figuren aus einem Schachbrett stehen dort unten die schmutzigen Stcinblocks. die Schuppen und Fabrikanlagen, die Eisen­bahnschienen und die verrußten Bahnhofsdächer. In Ruhe sucht jeder sein Ziel aus. Dann setzt der Flugzeug­führer zum Sturzflug an. drückt die Maschine hinunter und lost mit leichtem Fingerdruck die Bomben. Durch das Glas der Flugzeugwanne verfolge ich ihren Fall.

breit und mächtig dehnen sich unten die Werkanlagen aus. Die können wir nicht verfehlen. Hell blitzt es plötz­lich aus, Balken und Bohlen. Stahl und Eisen wirbeln durch die Luft. Turmhohe Rauchpilze schießen aus den Anlagen, die von unseren Bomben vernichtend qetroffen werden.

Während ich versuche, das Bild mit der Kamera festzuhalten, bohren sich zahlreiche Bomben in die Gleise des Bahnhofes, zerreißen die Schicnenstränge und spren­gen die Weichen. Da wird vorerst kein Zug mehr vorbei- rollen. Furchtbar ist die Wirkung unserer Bomben. Ihr Einschlag bedeutet Vernichtung und Zerstörung auf lange Sicht. Schon einmal war unser Kampsvcrband an diesem Tage gestartet. Sowjetische Kampf- und Jagdslugzengc wurden schwer getroffen. Vergeblich ver­suchten einige Jäger noch am Boden zu starten. Bomben rissen sie in Stücke, ehe sie sich abheben konnten. In rollenden Einsätzen treffen unsere Kampfflieger den Feind, schlagen ihn vernichtend, wo er sich zeigt, ob im Westen oder Osten, ob in der Wüste oder der Tundra.

Von unserem ständigen wilitäriscken blitsrhsitsp ftauptmann 8 tspst an

Schneller als in einem der vier vorangegangenen Feld­züge ist bei dem gigantischen Kamps im Osten eine Ent­scheidung von weltgeschichtlicher Bedeutung gefallen. Die Auswirkungen der Niederlage der Sowjettruppen ost­wärts Bialystok sind so gewaltig, daß, wie das Oberkom­mando der Wehrmacht in seinem heutigen Bericht fest­stellen kann, die Widerstandskraft der Sowjetarmee nun gebrochen zu sein scheint! Das sieggewohnte deutsche Volk hat Erfolgsmeldungen dieses Ausmaßes in solcher Schnel­ligkeit nicht erhoffen können. Im Polenfeldzug dauerte die Einkesselung und Vernichtung des Feindes bei Kutno immerhin 18 Eage, und ehe die große Umzingelung im flandrischen Raum gerade vor einem Jahr vollendet war. gingen mehr als drei Wochen ins Land. Wenn die Nermchtungsschlacht östlich Bialystok gegen die Sowjet­armeen in so viel kürzerer Frist entschieden wurde, so ist das zwei bedeutungsvollen Momenten zu verdanken: weder in Polen noch an der Westfront waren Angriffs­armeen von solcher Stärke und mit solcher tech­nischen Ausrüstung massiert aufmarschiert wie an der deutsch-sowjetischen Grenze in diesem Hochsommer. Ehe im Polenfeldzug die große deutsche Umfassungs­bewegung im Weichselbogen die aus Posen zurückfluten­den feindlichen Armeen fassen konnte, verging fast ein halber Monat. Ihre endgültige Niederringung erforderte auch dann noch mehrere Tage. In Flandern mußte, ehe der große Ring um die französischen Elitedivisionen und die belgische Ärmer sowie die nicht sofort geflüchteten Teile des britischen Expeditionskorps geschlossen werden konnte, erst der Durchstoß bei Abbeville erfolgt .und die Meeresküste erreicht sein. Bei dem Kampf gegen die bol­schewistischen Heere stieß die deutsche Wehrmacht schon am ersten Tage auf die Hauptmacht des Feindes ohne jedes Vorpostengeplänkel. Ohne irgend­welche ablenkenden Manöver wurde der offensivbereite Gegner alsbald in seiner ganzen Stärke gestellt. Dabei gelang es. im Norden, von Ostpreußen her, über Erodno, im Süden, vom Generalgouvernement aus, über Brest- Litowsk eine Zange zu bilden und die stärksten Ar­meen des Feindes zu umzingeln. Das unvorstellbare Chaos, in das die Sowjetarmeen auf diesem Teil der Front nun geraten mußten, wird durch die amtlich bekanntgegebenen Bentezahlen deutlich. Der Sieg von Vialystok, der ebenso wie der von Tannenberg Deutsch­land vor der Ueberflutnng durch russische Heere rettete, übertrifft den Erfolg von 1814 weitaus, weil die Masse der aufmarschierenden feindlichen Kräfte heute unverhältnismäßig größer war.

Während in dem weiten Gelände dieser gewaltigen Schlacht die Aufräumungs- und Befriedungsaktionen durch rückwärtige Verbände vorgenommen werden, stür­men die deutschen Offensivtruppen. durch das Bewußt­sein unbedingter Ueberlegenheit ange­spornt, nach Osten vorwärts. Zugleich hat sich aber auch die gesamte Front, an der gekämpft wird, noch stark aus­geweitet. In der ersten Woche tobten die Angriffs­schiachten so gut wie ausschließlich in dem Gebiet zwi­schen Memel und den Karpaten, das heißt auf einer Strecke von immerhin etwa 800 Kilometer, in der Luft­linie gemessen. Am Ende dieser Woche traten am Rande des Nördlichen Eismeers auch die Gebirgstruppcn. die bisher in Nord-Norwegen gelegen hatten, zum Sturm an. Am zehnten Tage der großen Offensive konnte gemeldet werden, daß auch von Nord- und Mittelfinnland aus der Vormarsch aufgenommen worden sei, und mit dem gestrigen Tage haben deutsche und rumänische Verbände den Pruth überschritten. Sie befinden sich im Vormarsch gegen die alte rumänische Grenze, die am Dnjestr lag. Damit ist auf der ganzen gewaltigen Front von der Donaumündung bis zum Wärangerfjord. also in 28 00 Kilometer Breite der offensive Kampf gegen die Sowjetunion aufgenommen worden. Die Moskauer Machthaber, schwer getroffen durch die Schlachtenentschei- dungen der letzten Tage, haben ihre Taktik, den Krenz- raum bis zum äußersten zu verteidigen, aufgeben müssen. Der deutsche Wehrmachtsbericht kann feststellen, daß sich auf der ganzen Front rückläufige Bewegun­gen abzeichnen. Stalin selbst sieht sich gezwungen zu ver­künden. daß sein Land in ernster Gefahr sei. Jammernd klagt er, daß der Krieg so unvorteilhaft für die Sowjet­truppen begonnen habe, und er fleht, es sei notwendig, daß es in den bolschewistischen Reihen keinen Platz für Feiglinge und Deserteure gebe, damit unsere Menschen keine Angst im Kampfe kennen. Er verlangt mehr Kriegsmaterial, kein Wunder, da die riesige Ausrüstung ganzer Armeen innerhalb einer Woche ver­lorenging. Während die täppischen Londoner Propa­gandisten noch behaupten, die deutschen Truppen mach­ten keine Fortschritte mehr. sieht sich der Herr des Kreml schon gezwungen, einzugestehen, wie gewaltige Teile der Sowjetunion bereits von deutschen Truppen besetzt sind! Auch der Aufruf zur Zerstörung und Ver­nichtung aller Werte im Rückzugsgebiet ist ganz auf Flucht ohne Wiederkehr abgestellt. So. wie Stalin gesprochen hat, redet man nur ncch einer ver­nichtenden Niederlage weltgeschichtlichen Ausmaßen?. Er ist zu diesem Eingeständnis früher genötigt ge­wesen als Rydz-Smigly. früher auch als Renaud.

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Mit dem Ueberqanq über den Pruth ist nunmehr die ganze Front vom Eismeer bis zum schwarzen Meer zum Angriff angetreten.

Im Juni versenkte die deutsche Waise 788 83» BRT. feindlichen Handclsschiiisranmes.

Wieder wurden an der Kanalkiistc ll britische Flugzeuge bei einem Einslngvcriuch abgcschosicn.

In sieben Tagen wurden lN8 Britcnslugzcuge abgeschossen. Ztalin hielt eine lächerliche Agitationsrede, in der er die Sowjets über den Ernst ihrer Loge vergeblich hinweg­zutäuschen versuchte.

Aus Libau werden grauenhafte GPU.-Morde berichtet. Hauptmann Balthasar erhielt das Eichenlaub zum Ritter­kreuz.

Mussolini hielt bei der Abnahme der siir den Kamps gegen die Sowjets bestimmten Einheiten der italienischen Wchrmachi eine Ansprache.

Aus Einladung unseres Gauleiters gab anläßlich der »NNN. Veranstaltung der KdF.-Truppcnbctreuung Weser- Ems die „Berliner Kiinstlcrsahrt" ein Gastspiel in unse­rem Gau.

Durch wirkungsvolle Flakabwehr wurde in der Nacht zum Donnerstag ein ans Bremen geplanter britischer Bomben» angriss vereitelt.