Ausgabe 
(2.7.1941) Nr. 181
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Neczek und Frau !er u. Anverloandle Blumenthal,

Juni 184l rdigung findet am l" Juli, 17 Uhr. r kath, Friedhoss- m- statt,

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Statt Karten

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vreinerMms

parteiamtliche Tageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatttjalters in Oldenburg und vremen

Nr. 181 / 11. Zastrgang

Mittwoch, 2. Juli 1941

kinzelpreis 15 Npf.

fluch Wga genommen

8n einem einzigen Inge erneut 280 Sowjetflugzeuge vernichtet

Me Verestna erreicht

Aus dem Führerhauptquartier, 1. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Dienstag vormittag nahmen Truppen des deut­schen Heeres Riga, nachdem bereits am 2g. Juni weit vorausgeworsene Kräfte unter Führung des Obersten Lasch in raschem Vorstoß über Mitau kämpsend in d.en Südwestteil der Stadt einge­drungen waren."

Osr gestrige V/sIirmaciitsirsriciit

Aus dem Führerhauptquartier, 1. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Zwi­schen den Karpaten nnd den Pripet-Sümpfen kämpfen sich dip Verbände des deutschen Heeres im Verein mit slowakischen Truppen in der Verfolgung des geschlagenen Feindes beiderseits Lemüerg vorwärts. Die zwischen Vialystok und Minsk eingeschlossenen Sowjet-Armeen unternahmen vergeblich während des ganzen Tages ver­zweifelte Versuche, aus der Umklammerung auszubrechen. Die vielfach in acht bis zwölf Gliedern tief geführten und von schwersten Panzern unterstützten Ausbruchsver­suche des Feindes brachen unter ungewöhnlich blutigen Verlusten zusammen. Weiter ostwärts wurde die Beresina erreicht. Zwischen Dünaburg und Riga ist die Diina in breiter Front erreicht und an verschiedenen Stellen über­schritten worden. Auch hier scheiterten erbitterte Gegen­angriffe des Feindes. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen mit durchschlagender Wirkung in den Erdkampf ein. Sie bombardierten die ostwärts Lemberg zum Teil in zwei nnd drei Kolonnen auf einer Straße nebenein­ander zurückweichenden feindlichen Kolonnen, brachten

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den zwischen Vialystok und Minsk eingeschlossenen Sowjettruppen schwerste Verluste bei und griffen den über Riga zurückgehenden Feind in rollendem Einsatz an. Bei diesen Operationen wurden zahlreiche Panzerwagen und Hunderte von Lastwagen vernichtet, feindliche Bat­terien zum Schweigen gebracht und Transportzüge zer­schlagen. Besondere Erfolge erzielte die deutsche Luft­waffe am gestrigen Tage im Kamps gegen die Sowjet-

Fliegertruppe. Wie bereits durch Sondermeldnng be­kanntgegeben, verlor der Feind am 3V. Juni 286 Flug­zeuge, davon allein 218 in Luftkämpfen. Südlich der Fischer-Halbinsel ist ein Sowjet-Zerstörer durch Bomben­treffer versenkt und ein weiterer Zerstörer schwer beschä­digt worden. Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge ein größeres Handelsschiff schwer. Nacht­angriffe der Luftwaffe richteten sich gegen den Versor­gungshasen Cardiff sowie gegen Hqfenanlagcn an der britische» Ost- nnd Südostküste. In Nordafrika warfen deutsche Sturzkampfflugzeuge vor Sollum eine» britischen Zerstörer in Brand und bombardierten in Tobruk Ha­fenanlagen und Ansammlungen von Kraftfahrzeugen des Feindes. Britische Kampfflugzeuge warfen gestern unter dem Schutze tiefliegender Wolken und unsichtige» Wetters auf Wohnviertel im norddeutschen Küstengebiet Bomben. Die Zivilbevölkerung hätte einige Verluste. Mehrere Ge­bäude wurden zerstört oder beschädigt. Bei diesem An­griff und bei Einflugoersuchen des Feindes in die be­setzten Gebiete im Kanab schössen Jäger und Flakartillerie elf, Marineartillerie fünf britische Flugzeuge ab. Bei feindlichen Luftangriffen, die sich in der letzten Nacht gegen Westdeutschland richteten, wurden u. a. in Köln einige Zivilpersonen getötet oder verletzt. Wchrwirtschaft- liche oder militärische Schäden entstanden nicht. Durch

nächtliche Jagd- und Flakabwehr wurden drei britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Marineartillerie schoß in der Nacht zum 36. Juni vier feindliche Flugzeuge ab. In den siegreichen Luftschlachten im Osten errang das Jagdgeschwader unter Führung von Oberstleutnant Mel­ders 116 Abschüsse, das Jagdgeschwader unter Führung von Major Trautloft 68 Abschüsse. Oberstleutnant Mel­ders erzielte seinen 82., Hanptmann Joppien feinen 52. Luftsieg. Im Kamps um die feindlichen Grenzbefesti­gungen zeichneten sich der Kommandeur eines Pionier­bataillons» Major Schütler, der Oberleutnant und Kom- panieführer in dem gleichen Bataillon Körnung und der Leutnant und Führer eines Jnfanterie-Pionierzuges Johannes Müller besonders aus. Der Leutnant Haas eines Eisenbahn-Pionier-Regiments verhinderte die Sprengung einer besonders wichtigen Eisenbahnbrücke. Der Gefreite Reiser eines Artillerie-Regiments vernich­tete als Richtkanonier mit seinem Geschütz in kurzer Zeit 14 feindliche Panzer. Eine Kampffliegergruppe unter Führung von Major Busch versenkte im Einsatz gegen Großbritannien bis zum 15. Juni 1941 einen Kreuzer, einen Zerstörer und 21 kleinere Kriegsfahrzeuge sowie 438 188 BRT. feindlichen Handelsschisssraum. Außerdem wurden zahlreiche Handelsschiffe durch Bombentreffer schwerbeschädigt."

Moskau fordert Kriegslieferungen

0er Kreml über Sie militärische knttvichlung beunruhigt

boe. Budapest, 1. Juli (VZ.-Eigenber!cht). Die un­garische Presse berichtet aus Ankara, daß bei der ersten Füh­lungnahme zwischen der in Moskau weilenden britischen M>- litärkommission und Vertreter des Sowjet-Generalstabes sowie dem Militärattache der NSA. bereits Schwierigkeiten ausge­treten seien. Aus englischer Seite vertrete man nämlich den Standpunkt, datz die Zusammenarbeit in erster Linie strate­gischer Natur sein müsse, während die Sowjetregierung auf eine militärische Zusammenarbeit dränge, die sich in Form von britisch-amerikanischen Hilfeleistungen vollziehen solle. Demgegenüber habe der Militärattache der Vereinigten Staa­ten daraus hingewiesen, daß die USA. bereits große Liese- rungsverpflichtungcn zu erfüllen habe. Der amerikanische Ver­treter soll aber erklärt haben, datz Roosevclt alles tun werde, was in seinen Kräften stehe (!). Die Sowjetvertreter bestanden in erster Linie aus Lieserung von Flugzeugen und gaben da­

durch indirekt die bisher so standhast geleugneten schweren Flugzeugverluste der bolschewistischen Armee zu.

»soll. Bern, 1. Juli. (BZ.-Eigeribericht.)Die Lage in den Sektoren Minsk und Lemberg ist unzweifelhaft ernst, wenn es der sowjetrussischen Armee nicht gelingt, die deutschen Panzerkolonnen zu zerstören", meldet die britischeExchange- Agentur" aus Moskau auf Grund der dort von ihrem Kriegs­berichterstatter an der sowjetischen Front einlaufenden Sonder- meldungen. Deutsche Vorhuten seien in einem geradezu schwindelerregenden raschen Tempo in östlicher Richtung vor­gestoßen. Die Kriegslage werde'in Moskau nur mit Unruhe verfolgt. Man sei über die Entwicklung bei Minsk am meisten beunruhigt, da die deutschen Truppen schon jenseits der soge­nanntenStalin-Linie" ständen. Die nächsten zwei Tage, so behauptet die englische Agentur, werden für die Schlacht in diesem Gebiete entscheidend sein.

Nooseoelt protegiert Stalin

10 700-VM.-ranker versenkt

Ncwhork. 1. Juli. ImNew Park Journal American" wendet sich der amerikanische Zeitungsvcrlcgcr Hearst erneut in bissigen Sätzen gegen Roosevelts Außenpolitik.In diesem Krieg" so heitzt es in dem Artikel, kämpft jeder gegen jeden, England kämpft gegen Frankreich. Amerika weiß noch nicht, gegen wen es kämpfen wird. es ist aber entschlossen? irgend jemand zu bekriegen. Es wird wahrscheinlich aus die Seite Rußlands gegen das demokratische Finnland und die Baltcn- staatcn treten, weil dos die einzige Methode ist. um die Welt für den Kommunismus sicher zu machen. Die heroische Re­gierung der Vereinigten Staaten ist entschlossen, bis zum letzten Dollar eines jeden Staatsbürgers zu kämpfen. Die Integrität kleiner Nationen zählt nicht mehr. Der mensch­lichen Freiheit wir- am besten gedient, wenn man die Demo­kratie der Klassenthrannei ausliefert. Jedoch wird man er­kennen, daß das Opfer einer großen Sache gedient hat, weil man versucht hat, dem vornehmen Patrioten Stalin dabei zu helfen, datz er die kommunistische Klassenregierung in ganz Europa auszurichten vermag. Roosevclt wird glücklich dar­über sein, daß er alles so gut geplant hat und nunmehr erst im Jahre 1988 zurückzutreten braucht, um dann an seiner Stelle Jckes zum ewigen Präsidenten ernennen zu l.'nnen. Es lohnt sich schon, für derart hohe Ideale zu kämpfen und zu sterben."

Washington, 1. Juli. Der Eeschästsausschuß des USA.- Repräsentäntenhauscs hieß eine Anzahl neuer Steuern gut. die dem Bündeskongreß für die Finanzierung des Rüstungs­programms vorgelegt werden sollen. Vorgesehen sind bisher 24 neue Steuern, die sich aber vielleicht aus 32 erhöhen wer­den nnd jährlich über 3.5 Milliarden Dollar einbringen sollen. Darunter befinden sich Sonderfteuern aus Automobile, Weine, alkoholische Getränk«, Streichhölzer. Süßigkeiten, Kühlschränke. Telefongespräche, Fahrkarten, Uhren, Musikinstrumente und Kaugummi.

Ncwhork, 1. Juli. WieNew Hork Journal American" meldet, trafen in Newhork 14 Bcsatzungsmitglieder des im Atlantik durch ein deutsches U-Boot versenkten, in englischen Diensten fahrenden holländischen TankersPeudrccht" (1V 748 BRT.) ein. Als sie die Rettungsboote bestiegen hät­ten, und der Tanker bereits gesunken sei, fei plötzlich das U-Boot neben ihnen aufgetaucht. Ein Offizier habe die Be­satzung des Tankers gesrägt, ob das Rettungsboot genügend Lebensmittel an Bord habe, was mitJa" beantwortet wor­den sei. Der Offizier habe erwidert:Sehr gut" und sich verabschiedet.

Lissabon, 1. Juli. Neutrale Seeleute, die gezwungen wur­den, unter englischer Flagge zu fahren, und die dieser Lage aus Liverpool in Lissabon eintrafen, berichten, daß bei den schweren deutschen Lustangrificn Ende Mai im Laien von Liverpool eine große Anzahl von Frachidampicrn versenkt worden sei. Bei ejnem dieser Angriffe sei u. a. der britische FrachtdampferDomino" (1453 BRT.), der Munition iür Gibraltar geladen hatte, durch einen Volltreffer zur Explo­sion gebracht worden. Sämtliche 52 Besatznngsangehörige hät­ten dabei den Tod gefunden. Auch der britische Frachtdampser Elen Head" (2811 BRT.) sei bei diesem deutschen Angriss gesunken. Der Hafen von Liverpool sei seit diesem Angriff last unbenutzbar und die für Liverpool bestimmten Schiffe mußten den kleinen Ersatzhaien Bovtle an der Mersetz-Mün- dung anlauien.

Neutrale Seeleute berichten aus Lissabon, daß das britische SchlachtschifiRobneh" im Hasen von Boston (USA.) eingelausen ist. Das Schiss hatte an Backborbseite schwere Tresser, die von dem Gefecht mit dem deutschen Schlachtschifi Bismarck" herrühren.Robneh" wurde noch am gleichen Tage ins Trockendock geschleppt. Auch ein britischer Hilfs­kreuzer ist zur Reparatur in Boston eingetrosscn.

Berlin erkennt die Nanking-Negierung an

Höllischer veitrag ;ur flusbauarbeit im fernen Ostenflmerikas feindselige Haltung"

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Von nnssrsin stünäiFsn militäriselisn Nidsrbsitisi' Hsrwtninnn 8 iovsinn

Die Sowjetunion hat es, seit die englischen .Hetzer Europa im Herbst 1939 mit Krieg überzogen, planmäßig darauf abgesehen, soweit wie irgend möglich nach Westen vorzudringen, um so günstigere Ausgangs­stellungen für eine Offensive ins Zentrum unsers Erd­teils zu erhalten. Durch die Annektion der östlichen Hälfte von Polen, durch die Eroberung breiter Grenz­streifen von Finnland, durch die Einverleibung der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Livland, end­lich durch die erzwungene Abtretung Vessarabiens und der Norobukowina, kurz durch eine Expansions­politik größten Ausmaßes gelang es den Vol- schewisten, stellenweise um mehr als vierhundert Kilo- meter weit vorzudringen. Immer baute Moskau dabei darauf, -daß Deutschland ja im Westen, Norden oder Südosten so stark beschäftigt' sei, datz es sich diesem be­drohlichen Vormarsch nicht widersetzen könne.

Die bolschewistischen Machthaber wirkten also praktisch schon in diesen ganzen Kriegsjahren mit England zu­sammen nnd hofften stets, sich unversehens so weit nach vorne manövrieren zu können, daß der Vorstoß in den Kern des europäischen Erdteils schließlich verhältnis­mäßig leicht gelingen müsse. Die Sowjetunion hat hier in gewisser Weise die Ueberlieferung des zaristischen Rußlands übernommen, das am Beginn der Neuzeit den Vormarsch zur Ostsee nnd zum Schwarzen Meer begann. Daß sie sich dabei nicht der nationalrussischen, sondern der weltrevolutionären Parole bediente, hat die Gefahr, die den europäischen Völkern drohte, nur größer gemacht! Die schweren Kämpfe, die seit dem 22. Juni in diesem Vorland des großrussischen Raumes tobten, haben für die ganze Welt den Umfang der Moskauer Offensiv- Vorberertungen enthüllt. In diesen acht Tagen aber ist es der deutschen Wehrmacht gelungen, die offensiven Luftflotten und Armeen der Volschewisten, die zwischen Ostsee und Karpaten in den annektierten Gebieten an­gehäuft wären, zu zerschlagen.

In der zweiten Woche des epochalen Ringens im Osten zeichnen sich nun die großen deutschen. Siege mehr und mehr auch in territorialem Gewinn ab. Im Norden ist Mitau, die alte Hauptstadt Livlands, genommen, und die deutschen Truppen stÄen nun in breiter Front an und jenseits der Düna. Weiter südlich wurde die Be­resina erreicht. In der Sondermeldnng; die von den neuen großen Erfolgen der deutschen Luftwaffe berichtet, wird der Raum östlich der Städte Minsk und Robrujak als das Gebiet genannt, in dem das Jagdgeschwader Möld^rs bei der Unterstützung des deutschen Vormarsches besondere Erfolge erzielte. Hier operieren die deutschen Truppen bereits im Kerngebiet Weißrutheniens, einem Lande also, das auch nach dem Zusammenbrach der Revolutionsjahre von den Moskauer Machthabern erfolgreich behauptet wurde! Hier zeigt sich das Fiasko der bolschewistischen KriegZpolitit am deutlichsten: der Streifen annektierten Gebietes, der in den Jahren 1939 und 1940 weit nach Westen vorgeschoben und mit Offen- stotruppen angefüllt wurde, ist in diesem Raum von den siegreichen deutschen Heeren bereits durchstoßen. Die deutschen Verbände operieren auf dem Gebiet, das von Moskau in den Jahrzehnten, die der Expansionspolitik vorausgingen, planmäßig und stark zur Verteidigung ausgebaut war.

Die Beresina ruft bei ihrer Erwähnung im deut­schen Wehrmachtsbericht naturgemäß überall histo­rische Erinnerungen hervor. Hier scheiterte Napoleon im November 1812 endgültig mit seinem Plan der Niederwerfung Rußlands Er scheiterte, weil er seinen Feldzng allein auf rasche Desiegnng des russischen Heeres und anschließenden schnellen- Friedensschluß mit' dem Zaren abgestellt hatte, den er in die kontinentale euro­päische Abwehrfront gegen England vergeblich hatte ein­reihen wollen. Der Größe und Eigenqesetzlichkeit des russischen Raumes war er in keiner Weise gewachsen. Die Nachschubprobleme konnte er mit den Mitteln der damaligen Zeit. die weder die Dampfmaschine noch den Motor kannte, nicht lösen. Er konnte auch in seiner Epoche, die keine Millionen-Armeen aufzustellen ver­mochte, nicht daran denken, auf einer Front von zivei- tansendfünfhundert Kilometern, vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer in das Zarenreich einzudringen. Seine Armee operierte auf der einen Straße, die von Ost­preußen über Kowno und Wilna geradeswegs nach Osten führte, und marschierte aus eben dieser Straße wieder zurück, bis sie an dem Veresina-Fluß das Schicksal ereilte.

Die deutschen Fluggeschwader, die Panzerreqimenter und die motorisierten Divisionen werden, wenn sie diesen Schicksalsfluß erblicken, an dem die Grundlage für den historischen Ablauf des neunzehnten Jahrhunderts ge­legt wurde, nur mit einem kurzen Gedanken konstatieren, wie sehr sich die technischen Voraussetzunaen für einen Feldzng im Laufe von 125 Jahren geändert haben. Flüsse wie die Beresina bilden für eine Wehrmacht, die

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Verlin, 1. Jnlk. Die Ncichsregierung hat am 1. Juli die von Präsident Wangtschingwei geführte chi­nesische Nationalregierung in Nanking ihrem an die Neichsregierung gerichteten Ersuchen entsprechend an­erkannt und wird die diplomatischen Beziehungen zu ihr in Kürze aufnehmen. Die Königlich-Italienische Re­gierung hat am gleichen Tage die Anerkennung ausge­sprochen, ebenso die rumänische Regierung. Schließlich haben auch Bulgarien und Ungarn entsprechende Ent­schlüsse gefaßt.

Tokio, 1. Juli. Unter der ÜberschriftAmerikas Handlungen" stellt die japanische ZeitungNitschi Nitschi Schimbun" fest. daß die letzte Reise des Brigade­generals Henryk Elagges nach Tschunking der sichtbare Beweis für die feindselige Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber Japan sei. Das Blatt schreibt, die Reise Elagges habe einen zweifachen Zweck gehabt, erstens die Luftwaffe Tschunkings neu aufzubauen, zwei­tens, ein Luftbündnis zwischen den Vereinigten Staa­ten und Tschunkings herzustellen, das sich direkt gegen Japan richtet. Die Hilfe der Vereinigten Staaten für Tschunking habe die Leiden der chinesischen Bevölkerung nur noch vermehrt und verlängert.

*

Wangtschingwei, heute der Präsident der Nanking- regicrung, gehört der alten Garde der chinesischen Staatsreformer an, die nicht zuletzt gegen die Zer- sctzungsarbeit des Kommunismus scharf Front machte,

in der Einsicht, daß der Wiederaufbau Chinas nur in gemeinsamer Arbeit mit Japan erfolgen kann, hat er sich seit etwa 1938 von Tschiangkaischek und der Tschun- kingregierung gelöst. Daß ihm auf diesem Wege wie­derholt nach dem Leben getrachtet wurde, konnte ihn in seiner Zielsetzung nicht irre machen. Anfang April 1940 entschloß er sich zur Aufstellung einer neuen chine­sischen Regierung, die ihren Sitz in der alten chine­sischen Hauptstadt Nanking nahm. Die erste Phase des politischen Wirkens dieser Regierung diente der Ver­ständigung mit Japan, der Abgrenzung der Einfluß- gebiete im Norden Chinas sowie der Herausarbeitung gemeinsamer politischer Ideen und Ziele. Der Nieder­schlag dieser Bemühungen, teils in Nanking, teils in Schanghai geführt, war- Anfang Dezember vorigen Jahres der Freundschaftsvertrag mit Tokio. Die Unter- zeichnung ersolgte kaum ein Vierteljahr nach der Ver- kündung des Dreierpaktes, durch den auch der Nanking­vertrag einen besonderen weltpolitischen Hintergrund erhielt. Ziel des Dreierpaktes war und ist die Neu­ordnung Europas und Ostasiens. Die positiven Kräfte, die von diesem Vertrage ausstrahlten und so erheblich zur Herstellung der jetzigen europäischen Einheitsfront gegen den Bolschewismus beigetragen haben, wirkten sich auch im Fernen Osten klärend aus und legitimierten Japan weltpolitisch zu seiner großen Mission. Der Ver­trag zwischen Japan und China wurde durch eine Er­klärung über die Zusammenarbeit zwischen Japan, Mandschukuo und China erweitert.

England antwortete auf den Paktschluß durch An­kündigung verstärkter Waffenlieferungen über die Burmastraße nach Tschunking, Roosevelt gewährte noch um gleichen Tage der Regierung Tschiangkaischeks eine Anleihe von 50 Millionen Dollar. Sowjetrußland ver­hielt sich schweigsam, setzte aber seine Lieferungen über zentralchinesische Karawanenstraßen in aller Heimlich­keit fort. Bei dieser Gelegenheit trat erneut der anti- kommunistische Charakter des Vertragswertes Nanking- Tokio in Erscheinung.

Für London aber stand es von vornherein fest, die Konsolidierung Chinas möglichst zu verhindern. In Tschunking trafen sich der sowjetrussische und der britische Botschafter als gleichgesinnte Drahtzieher und Roose­velt hat wiederholt Sonderbeauftragte entsandt, um mit von der Partie zu sein. Jetzt wird die Tschunking- Regierung sogar mit einem ständigen militärischen Be­rater aus Washington beglückt, der für die Durchführung der Waffentransporte sorgen soll und wahrscheinlich zu­gleich als Vertreter der USA.-Rüstungsindustrie auftritt. Die Anerkennung der Na-tionalregierung Wangtsching­wei durch Deutschland stellt nichts anderes als die lo­gische Fortentwicklung des Konsolidierungsprozesses im Fernen Osten dar. Die Einheitlichkeit in der außen­politischen Auffassung vieler europäischer Staaten tritt bei dieser Gelegenheit in Erscheinung und stärkt die Bedeutsamkeit des Entschlusses, den die Reichsregierung gefaßt hat, um das Ihre zur Herstellung einer frieden- bringenden Ordnung in Ostasien beizutragen.

Tic deutschen Truppen haben Riga besetzt. Außerdem überschritten sie an mehreren Stellen die Tiina und er­reichten die Beresina.

Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Sotvjctrusscn sind unter blutigsten Verlusten slir den Feind gescheitert. Beiderseits Lembergs wird der geschlagene Sowjctrussc verfolgt.

Allein am vorgestrigen Tage wurden 288 Sowjetflugzeuge vernichtet.

Die letzten britischen Einslüge brachten den Engländern einen Verlust von 23 Flugzeugen.

Aus Beirut unternahm die RAF. erneut einen feigen Lustübersall.

Deutschland hat gleichzeitig mit anderen europäischen Staaten die Nanking-Regierung janerkannt.

Der Führer verfügte die Neugestaltung Heidelbergs.

Ueber den Ausbau und die Arbeit der Nachricht«n-HJ. werden Richtlinien bekannt. ^

Krcisobmann Hövincr überreichte der Firma Panhorst das ihr zum dritten Male verliehene Gandiplom sür besondere Leistungen.

Gesellschaften mit mehr als 28 Pzt. amerikanischer Be- teiligung sind anmeldepflichtig.

Für die deutschen Gesellschaften des Unflcvcr-Konzcrns wurde ein neuer Treuhänder ernannt.