Ausgabe 
(30.6.1941) Nr. 179
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

MMZ

WWW

r-°°xi.ra

^0 X l.zg

«LZ'-n

LM-

>ku«! n »

Erschetnt7mal wöchentlich

Monatsbezu E 2,30 etnsckl. Zu­stellgebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 30,1 Post­zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung 7>er Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Eeeren 6/8. Fernspr.54121, Nachtr. n.-Sonnig. 5 1113. Sprech z.: Verlag: wcrktl. 1213 Uhr; Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12V»13V» Uhr.

Anzeigen - Grundpreise:

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien kjansestadt vremen

Die 1 mw hohe- und 22 min breite Zeile lm Anzeigenteil 13 /A/. Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zeile im Tertteil 75 Ermaß. Grundpr. (für Klein- >- Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste d Nachlaßnallel <2. Geschüstsstellen: Bremen: Geeren kV8, Nus 5 41 21; Nachtrus und sonntags 51115; Obernstr. 86, Ruf 5 4121; Shke: Mühiendamw 2; Vr.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Vr.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Nus 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmliiches verkündungsblott des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 1?9 / ll.Zabrgang

Montag, ZO. Juni 1941

Linzelpreis 15 Nps.

°u°rnhaus in Bremen ^

!°«S"et für Hand«.! ^ck°. RM. vüg^, ^ °bote unter L 517 z

Schauipielhnns su

... ^28LI'I'Sun,tz

'ur Theatermöbel.

2 -3 kür«

möglichst Nähe D Zweigbetrieb ges., oder Lager. g ikontrescarln

S,um,I»gsu/zz IM >v« e. in«

8oli5ti?n

MI

ÜWI

flufmarsch der Sowjetarmee zerschlagen / SewaMge krgebnisse bis zum 27. Juni: 41S7 Sowjetflugzeuge vernichtet 22ZZ Panzerkampswagen zerstört oder erbeutet, SSS Seschühe erobert, bisfler 4S SSS Sesangene gezahlt / Ungeheure blutige Verluste der Nüssen / Srodno, Vrest-Litowfk, wilna, Kowno und Vünaburg genommen / Zwei flrmeen bei Vialgstok eingeschlossen / Vormarsch aus Lemberg und / Kriegsschiffe versenkt, ein Kreuzer beschädigt

kuropa vor der Invasion bewahrt

Berlin, 29. Juni. Das Oberkommando derWehrmacht gab im Laufe des Sonntag die folgenden zwölf Meldungen über die gewaltigen Anfangserfolge unserer Truppen im Osten be­kannt:

Ois I.ultlisi'i'sciiakt srlcämpk

Zur Abwehr der drohenden Gefahr aus dem Osten ist die deutsche Wehrmacht am 22. Juni, 3 Uhr früh, mitten in den gewaltigen Ausmarsch der feindlichen Kräfte hineingestoßen. Die Geschwader der deutschen Lustwafse stürzten sich noch in der Dämmerung des Morgens aus den sowjetrüssischen Feind. Trotz seiner starken, zahlen­mäßigen lleberlegenheit hat sie bereits am 22. 6. die Luftherrschaft im Osten erkämpft und die sowjetrussische Luftwaffe vernichtend geschlagen. Allein während der Kämpfe in der Luft wurden 322 rote Flugzeuge teils durch Jäger, teils durch Flak abgeschossen. Mit den am Boden zerstörten Maschinen erhöhte sich die Zahl der vernichteten Flugzeuge der sowjetrnfsischen Luftwaffe bis zum Abend des 22. 6. auf 1811 Maschinen. Der deutsche Verlust betrug an di.esem Tage 35 Flugzeuge.

2

Zowjstrussisclis 6islirirsss8tigukigsn clurcli- irroclisn

Das deutsche Ostheer hat am 22. 8. früh in breiter Front die Grenze überschritten. Es stieß mitten hinein in die ihren'Aufmarsch vollendende» sowjetrussische» Armeen. Die starken Grenzbefestigungen des Feindes wurden zum Teil* schon am ersten Tage durchbrochen. Unter schwersten Verlusten brachen die heftigen Gegen­angriffe der sowjetrussische» Armeen zusammen. An die­sen KKmpfen .hAtte die deutsche Lustwafse einen ruhm­vollen Anteil.

s

^ils Lsgsnstöks akgswisssn

Am 23. Juni führte der Feind wütende Gegenstöße gegen die Spitzen unserer Angrifsskolonnen. Im Messen der beiderseitigen Kräfte blieb der deutsche Soldat Sie­ger. Alle sowjetrüssischen Versuche wurden abgewiesen.!

Schon am zweiten Tag der deutschen Ostosfenfive. drangen, wie das Führerhauptquartier bekanntgab, deutsche Truppen tief in das Baltikum ein. Ueberall wurden die vorrückenden Truppen von der ausatmenden Bevölkerung mit lautem Jubel begrüßt. Darüber und über die schweren Kämpfe, die das deutsche Heer an die­sen Fronten zu bestehen hatte, berichten im folgenden deutsche kic.-Männer.

vn.inkiialtsLNi vorwärts!

Schon sind wir tief in Litauen eingedrungen. Teils flüch­tet der Gegner ohne größere Gegenwehr teil? leistet er in ausgebauten Widerstandsnestern hartnäckigen Widerstand. Da, wo sowjetrussische Truppen sich zum Kampf stellen, wird er rücksichtslos gebrochen. Vieles hier erinnert an den polni­schen Feldzug: dieselben verrohten Straßen wie damals, er­barmungslos brennt die Sonne hernieder, aber trotz wllem marschiert der deutsche Infanterist im Dreck und Staub der Straßen unaufhaltsam vorwärts. Auk ausgpfahrenen Wegen prescht Artillerie des Heeres heran, um die letzten Wider­standsnester auszuräuchern. In langen Kolonnen wühlen sich motorisiert« Verbände durch knöcheltiefe Sandwege. Noch dauern die harten Kämpfe, an, unaufhörlich rollen die Sal­ven der deutschen Artillerie, hell lodern die Flammen in den Himmel, ziehen dicke Rauchschwaden über die Häuser, in deren Mitte die großen Kirchen .sich im letzten säiem der Abendsonne spitz herausheben. Die Abwehr des Gegner- ist schwächer geworden. In wenigen Stunden wird auch hier der Kamps zu Ende gehen.

Aus einzelnen Höfen, aus Dörfern und Orten ist die litauische Zivilbevölkerung bei dem Herannahen der deutschen Truppen herausgekommen. Befreit'atmen diese Menschen aus Sie winken, erheben die Hand zum deutschen Gruß. und fast von jedem Haus wehen litauische Fahnen, die sie zu unserer Begrüßung ausgezogen haben. Alle sind froh. daß der Spuk des Bolschewismus für sie ein Ende gefunden hat. Vor ihrer

Sie brachen zum Teil in blutigen und erbitterten Nah- kämpsen zusammen. Die Festung Grodno wurde an­gegriffen und nach hartem Kamps genommen. Die feind­liche Lustwafse erlitt an diesem Tage erneut aller- schwerste Verluste. Die Zahl der vernichteten sowjetrussi- schen Flugzeuge erhöhte sich bis zum 23. Juni abends bereits aus 2582.

4

5tütrpunl<1s überwältigt

Die unter Einsatz schwerster artilleristischer Waffen an­gegriffene Festung Vrest-Litowsk fällt in unsere Hand. Als letzter Stützpunkt des Feindes wird am 24. Juni die Zitadelle von unseren Truppen erstürmt. Der deutsche Vormarsch erreicht Wilna «nd Kowno. Beide Städte werden noch am selben Tage genommen.

8

kisssntonlcg rsrsclimsttsrt

Um den deutschen Vormarsch aufzuhalten, versuchte die sowjetrussische Armee, mit unzähligen Panzerkampf­wagen unsere Divisionen anzufallen, rückwärtige Ver­bindungen abzuschneiden oder aus den sich anbahnenden Umklammerungen durchzubrechen. Die deutsche Panzer­waffe im Verein mit unseren Panzerabwehrverbknden haben sich aber endgültig durchgesetzt. Sie wurden dabei

Flucht noch hatten die Sowjetrufsen auf die wehrlos« Zivil­bevölkerung geschossen. Unter dem Schutz der deutschen Wehr? macht können die Litauer jetzt wieder ihrer Arbeit nachgehen.

(Kslsgsbss-iclilss l.uciwig dlosclc.)

klassische» Witerexiinent wnräe ankKei'isbea

Es ist bezeichnend, daß die litauische Grenzbevölkerung nicht geflüchtet ist. Voller ^Bewunderung schaut sie auf das nickt mehr abreißende Band unserer Vorausgruppe. Frauen uiM Kinder und alte Männer die jungen müssen ja in der Roten Armee dienen stehen vor den Türen. Junge Mäd­chen bringen.irischen Flieder, schmücken Soldaten und Fahr­zeuge. die Männer packen mit an. um festgefahrene Fahrzeuge wieder flottzumachen und an den Fenstern sieht man manches Frauengesicht, über besten Wangen Tränen der Freude rollen. Dieses Bild ist uns am ersten Tage unseres Vormarsches immer wieder begegnet. Als die sowjetrussische 'Artillerie später unseren Vormarsch zu stören versucht verkkicck,en sich die Litauer nicht. Sie stehen an den Straßen vor den Häu­sern Sie schleppen Wasser und Milch, sie schmücken uns mit Blumen und ihre Handbewegungen deuten energisch dort­hin wo ihre Unterdrücker sich Zug um Zug zurückziehen.

Ter südliche seenreiche Teil Litauens gab den Sowjetrussen bann günstige Gelegenheit zur Verteidigung. Ter Feind ver­suchte auch an dieser Stelle den Vormarsch au,zuhalten. Wie überraschend schnell unsere Vorausgruppe aber vorstieß, geht daraus hervor, baß die Sowjetrussen sich keine Zeit mehr nahmen, die kleine Svlzbrücke zu sprengen. So konnte auch das starke Artillerieseuer die Beständigkeit des Drucks- nach vorn keinen Augenblick lang in Gefahr bringen. Persönlich leitete der Kommandeur der Vorausgruppe. Oberst S aus der vordersten Linie heraus das Feuer leichter Infanterie­geschütze, die sehr schnell die sowjetrüssischen Batterien nieder­kämpften. Unserer Infanterie, die nach hinten gestaffelt lang­samer als die motorisierten Truppen vorwärts kam. zeigte sich bald die Taktik der sowjetischen Kampfiührung im Ab­schnitt bis zum Riemen. Kleine Trupps sowjetrussischer Soldaten kämpften bis zur letzten Patrone. Wie sich später l^rausstellte war hier ein aktives sowjetrusstschcs Elite- regiment eingesetzt. Es wurde bei den Kämpfen im Kirsna- abschnitt säst ganz ausgerieben.

unterstützt durch Flak «nd Flieger. Auch die neuen sowjetrüssischen Niesentanks sind der Tapferkeit des deut- jchen Soldaten sowie der Güte unserer Waffen erlegen. Nach Ablauf der ersten vier Kampftage sind vernichtet worden: 1288 sowjetrussische Panzerkampswagen durch die Verbände des Heeres, 87 durch die Verbände der Luftwaffe.

8

Ois Ollrio ülpsrsciirittsn

28. Juni 1941. I» kühnem Vorstoß erreichte» unsere im,-baltischen Raum operierenden Truppe» die Düna. Der''Strom wurde an mehreren Stellen überschritten. Die Stadt Dünaburg fällt in deutfche Hand. Alle Versuche des Feindes, diesen Vormarsch durch verzwei­felte Gegenangriffe zu verhindern, scheiterten an der Tapferkeit unserer Soldaten.

l - 7

Kllsims Voi-Ltässs äs«- äsutsclisn Kkisgsmoriris

Die Ueber- und Unterwasserstreitkräste der deutschen Kriegsmarine haben im Kampfe gegen die Sowjet­marine zahlreiche Unternehmungen in kühnen Vorstößen durchgeführt. In der östlichen Ostsee wurden ein Sowjet-

(Fortsctzung auf Seite 2)

Wir Soldaten, die wir bei den ersten Gefangenen fast aus­schließlich Mongolengesichter erblickten, dachten an des Führers Wort: Wir kämpfen um Europa I Aber noch mehr kam uns in den nächsten Stunden zum Bewußtsein, baß sich auf dem jüngsten Schlachtfeld im Osten zwei Welten gegenüberstehen. Der Sowjetsoldat, gleich welcher Nationalität er auch au­fgehört, fühlt sich dem deutschen unterlegen. Verschlagen und hinterlistig ist daher auch seine Kampiweise. Bei allem Mut in der Verteidigung greift er feinen Gegner säst immer aus dem Hinterhalt an. Sowjetsoldaten stellten sich tot und schössen unseren Truppen in den Rücken. Verwundete griffen zur Waffe, aus Fenstern und Dachlöchern heraus gaben Scharfschützen noch ihr Feuer ab, als unsere Vorausgruppe schon 30 Kilometer weit vorgestoßen war. Ter deutsche Soldat wendet sich mit Abscheu vor solch unvitterlick^r Kampswcise. Er hat sich aber bereits am ersten Kampftag aus diese Taktik eingestellt KclsgsbsclcMsr c-önlsr Weben

I-enin im 8trȟcnxrubcu

Auch heute noch spielen bei der Sowjetarmee die politischen Kommissare eine wichtige' Rolle. Sie sind es, die durch ver­logenes Hetzmaterial den Widcrstandsgcist der bolschewistischen Truppen, schüren. Sie sind es aber auch zugleich, die als erste türmen, wenn es ansängt, brenzlig zu weiden. Noch im un, aufhaltsamen Vormarsch waren die deutschen Truppen dem Feind dicht aus den Fersen. Am Rande der Rückzugsstraßen lagen die lleberbleibfel einer übereilten Flucht. Ganze Kisten, angefüllt mit bolschewistischem Propagandamaterial, liegen verstreut an den Straßen des Rückzuges. Ungezählte, oft le­bensgroße Bilder der bolschewistischen K.riegshetzer Lenin, Stalin und Molotow waren weit und breit verstreut. Ganze Kästen mit Diapositiven, ungezählte Filmrollen. Bücher und Zeitungen, Vörführapparate und Rundfunkgeräte waren zu finden, nicht zu vergessen sowjetrussische Embleme und Hetz- plakate, die wohl zur Ermunterung der Soldateska dienen sollten. Aus allen diesen Plänen ist nichts geworden. Als die deutschen Truppen vorrückten, zerstob alles wie ein Svuk, und wie es immer ist die Setzer, die durch ihre Machenschaf­ten zum Krieg gezwungen haben, sie waren die ersten, die türmtenl lKü»g»b»rIcdI»r tuävelg dioaclc;

4te« ILKeee/

Deutscher Soldat und deutsches Material überlegen

Von

Hsllptmsnn Werner Stepken

Die erste Woche der siegreichen Kämpfe im Osten hat über die teuflischen Pläne der Moskauer Machthaber volle Klarheit geschaffen: Gewaltige sowjetrussische

Armeen waren unmittelbar an der deutschen Grenze aufmarschiert, um im geeigneten Augenblick über Las Reich herzufallen. Dieser Augenblick wäre dann gekom­men, wenn die deutsche Wehrmacht mit allen Kräften gegen die britische Insel eingesetzt war. Millionen- Armeen russischer Soldaten standen ynt Tausenden von Panzerkampfwagen bereit. Die starke russische Luftwaffe war in Fliegerhorsten und auf Flughäfen nahe der Grenze versammelt, um sich vom Osten her mit vernichtender Wucht auf das Reichsgebiet zu stürzen. Der Führer aber hat den schlauen Plan der Moskauer Verräter- clique durchschaut und zuschanden gemacht. Der kühne Stoß, den das deutsche Osrheer auf der weiten Front von der Donau-Mündung bis zur Memel am 22, Juni unternahm, traf mitten hinein in den Aufmarsch des Feindes. So konnte die ungeheure Gefahr, die Deutschland drohte, abgewendet werden!

Es ergab sich ganz selbstverständlich aus der Eesamt- lage, aber auch aus der Tradition deutschen Soldaten- tums, daß die Abwehr nicht defensiv, sondern durch kühnen Angriff erfolgte. Die zwölf Sondermel- dungen, die im Laufe des sonntags, genau eine Woche nach Beginn des Eegenschlages, ausgegeben werden konnten, zeigen dem deutschen Volke die Größe der Ge­fahr, aher auch, in wie guter Hut es sich bei seiner Wehrmacht und deren Führung befindet. Vier'mal im Laufe von 22 Monaten hat das Reich nach verschiedenen Richtungen hin zur Abwehr von Gegnern ausholen müssen, die ihm der Brite ins Land hatte schicken wollen. Nie zuvor aber war eine solche Anhäufung von Men­schen und Material gegen Deutschland versammelt, wie jetzt im Hochsommer des Jahres 1941 an der Front von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die Sowjetunion mit ihren beinahe 200 Millionen Einwohnern hatte den alten Lehrsatz des Zarenreiches, daß Rußland seine Geg­ner mit der Dampfwalze seines Masseneinsatzes ver­nichten müsse, übernommen. Daß es nicht mit der Qualität, sondern nur mit der Quantität den Sieg er­ringen könne, war den heutigen Herren des Moskauer Kreml klar. Sie waren entschlossen, ihre zahlen­mäßige lleberlegenheit rücksichtslos zur Geltung zu bringen und hofften um so mehr. dadurch einen sicheren Sieg erringen zu können, als sie Deutschland van Aegyp- ten bis zum Atlantik mit Großbritannien vollständig beschäftigt glaubten.

Schon eine Woche nach Beginn des Kampfes sind diese bolschewistischen Hoffnungen zerronnen Der deutsche Soldat hat sich in allen Wehrmachtteilen dem Gegner weit überlegen gezeigt, und die Ausrüstung der deutschen Truvpen war so, daß das aufqehäufte Material des Feindes nicht zur Geltung kam. Wir sind in diesem Kriege großes Zahlen und überraschende Er­folge gewohnt. Auch die Welt hat sich das Staunen über das Ausmaß deutscher Siege seit der raschen Nie­derwerfung Frankreichs abgewöbnt; was aber in den triumphalen Nachrichten dieses Sonntaqs veröffentlicht werden kognie, wird als einzigartig selbst von dem an­erkannt werden, der die Erwartungen überhoch gespannt

»IM»..

Unser 'kaeffsssnrsyel

Die qetvaltigcn AnsanqScrsolqe unseres Ostljeercs wurden dem deutschen Volk qcstern in zwöli Sondermeldungen bekanntgegeben. Weitere große Ergebnisse stehen bevor. Die deutschen Truppen wurden in den baltischen Rand­staaten als Bcsrcicr stürmisch begrüßt,

Tie furchtbare militärische Schlappe Sowjetrutzlands drückt sich an der Ncwtzork'cr Börse in Kursstürzen aus. Ter Führer überreichte persönlich drei U-Dootskomman- dantcn das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Vom Führer wurde die Ausstellung eines Freiwilligcn- korps in Norwegen genehmigt.

Gruppenführer Hasse sprach anläßlich eines AusmarschcS der SA.-Wehrmannschastcn in Osnabrück.

Ter Bremer Fascio beging seine Semeitcrabichlußseier in Anwesenheit des Generalkonsuls komm. Mombelli.

Ter Polizcisportvercin Hamburq wurde Teutscher Hand- ballmcistcr.

Magnat siegte im Großen Preis don Hamburg.

Turas Frauen unterlagen den Hannovcrancrinncn in der Handball-Bereichsmcisterschast.

Her wetirmachtsbericht vom 2S. Juni

Führer Hauptquartier, 29. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:.

Ueber den bisherigen Verlaus der Operationen im Osten wird das deutsche Volk im Laufe des heutigen Tages durch eine Reihe von Sondermeldungen unter­richtet.

Im Atlantik griffen Unterseeboote Eeleitzüge und einzeln fahrende Schiffe an, die durch zahlreiche Zer­störer und Flugboote gesichert waren. Sie versenkten einen Tanker und sieben Frachtschisse mit 48 799 BRT. und torpedierten einen Tanker und zwei Frachtschiffe mit 25 999 BRT. Mit der Vernichtung auch dieser Schiffe kann gerechnet werden, so daß die Unterseeboot- waffe den feindlichen Handelsschiffsraum mit diesem Schlag um 71708 BRT. geschädigt hat. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge in der letzten

Nacht drei Frachtschiffe und einen Fischdampser mit zu­sammen 14 899 BRT. Weitere Nachtangriffe.der Luft­waffe richteten sich gegen Hasenanlagen an der britischen Siidostkiiste und gegen den wichtigen Einfuhrhafen Hüll. Beiderseits des River Hüll und am Humber wurde» mehrere ausgebreitete Brände beobachtet. Andere Ver­bände von Kampfflugzeugen setzten das Verminen bri­tischer Häfen fort. Deutsche Kampfflugzeuge bombar­dierten in der Nacht zum 28. Juni mit guter Wirkung militärische Anlagen des britischen Flottenstützpunktes Alexandria. In Nordafrika griffen Verbände der deutschen Luftwaffe britische Kraftfahrzeugkolonnen zwi­schen Sidi el Varani und Sollum erfolgreich an. Kampfhandlungen des Feindes fanden über dem Reichs­gebiet weder bei Tage noch bei Nacht statt. Ein Jagd­geschwader unter Führung von Major Trautloss errang am 28. Juni feinen 588. Luftsieg. Leutnant Geißhardt in einem Jagdgeschwader erzielte am 23. Juni seinen 19. und 20. Abschuß.

So wurde-as Valükum befreit!

Jubel um die elnjielzenden döulschen kuppen , Volschewisten schössen aus litauische Zivilisten / 1iol,e Kommissare stoben ruerst