Ausgabe 
(28.6.1941) Nr. 177
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Meiner Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

Vas flmlsblatt des Negierenden vurgermeisters der Zrcien fjansestadl Vremen

7lr. 1?? / 11. Jahrgang

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkünüungsblatt des veichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Sonnabend, 28. Juni 1941

Linzeipreis 15 Npf.

flufbruch kuropas gegen Moskau

Freiheitskrieg der Völker

Kreunug gegen das bolschewistische Sewaltsgstem

Berlin, 27. Juni. Die deutsche diplomatisch-poli­tische Information schreibt: Der Kamps Deutschlands

gegen Moskau wird zum Kreuzzug Europas gegen den Bolschewismus. Mit einer über alle Erwartungen hin­ausgehenden Anziehungskraft erfaßt die Erkenntnis, daß es hier um die Sache Europas gehe, den ganzen Konti­nent: Freunde, neutrale und selbst jene Völker, die noch vor kurzem mit Deutschland die Klingen gekreuzt haben. Das Reich und seine Verbündeten führen diesen Kreuz- zug mit einem europäischen Mandat versehen, das über die scheinheiligen Deklamationen Englands und der amerikanischen Kriegspartei von der angeblichen Ret­tung der Freiheit in dieser Welt zur Tagesordnung übergeht. Europa findet sich und verteidigt alles, was es in tausendjährigen Kämpfen, Arbeiten und schöpferischen Leistungen zum Mittelpunkt aller menschlichen Kultur und Gesittung gemacht hat.

Fast ohne Ausnahme sind seine Völker bereit, in irgendeiner Form ihren Beitrag zu diesem gesamteuro­päischen Freiheitskrieg zu leisten. An der Seite Deutsch­lands und des faschistischen Italiens stehen heute schon Finnland, Rumänien, die Slowakei und Ungarn im Krieg gegen Moskau. Auch Schweden hat sich der ge­meinsamen Aufgabe nicht entzogen und erleichtert durch geeignete Maßnahmen die Kriegführung des Reiches und Finnlands. Hinter diesem Beitrag steht das gesamte schwedische Volk und alle seine verfassungsmäßigen Or­gane. In der schwedischen Jugend wächst das Gefühl dafür, daß auch sie bereit sein muß, um im freiwilligen Dienst an der finnischen Front dieses gigantischen Kampfes Europa zu verteidigen. Dänemark hat die Be­ziehungen zu Moskau bereits abgebrochen und sich im Innern gegen die kommunistischen Umtriebe gesichert. Auch die dänische Jugend' will zur gegebenen Zeit zur Stelle sein, um an der Seite Deutschlands für Europa zu kämpfen.

Norwegische Einheiten marschieren schon jetzt in der Standarte Nordland. Die Völker des Baltikums, die sich gegen den bolschewistischen Unterdrücker erhoben haben, begrüßen die deutschen Soldaten als Befreier. Die Erneuerungsbewegungen der Flamen, Wallonen und Holländer begrüßen begeistert die Abrechnung mit Moskau als größte Tat des Führers. Der Führer der nationalsozialistischen Bewegung in Holland, Mustert, ruft die Freiwilligen auf. In der Standarte Westrand werden sie sich mit Flamen und Wallonen zusammen­finden. Die Solidarität Bulgariens im europäischen Frciheitskampf ist selbstverständlich. Die junge Wehr­macht Kroatiens rechnet es sich zur Ehre an, sich der deutschen Armee anzuschließen. In Spanien haben FalaUge und Armee, von der jubelnden Zustimmung der demonstrierenden Volksmossen getragen, be­schlossen, durch freiwillige Kontingente die Sache Euro­pas, die sich schon einmal in einem langen und blutigen Krieg auf spanischem Boden verfochten haben, nun auch im Osten Europas zu führen. In Portugal, dessen Hal7 tung schon bisher dadurch gekennzeichnet war, daß es keine diplomatischen Beziehungen zu der Sowjetunion

Stellungen um lobruk schwer bombardiert

Rom, 27. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:In Nordasrika haben die Flugzeuge der Achse die unaufhörliche schwere Bombardierung der Stellungen und Verpflegungsanla­gen von Tobrut fortgesetzt. Die Jäger haben Kraftfahr­zeuge und Zeltlager in der Umgebung von Sidi el Va- rani unter ME.-Feuer genommen. Eine Hurrikane wurde abgeschossen. In Ostafrika wurden Versuche des Gegners, den Uebergang über den Didessa-Fluß (Kalla und Sidamo) zu erzwingen, zum Scheitern gebracht."

unterhielt, ist das Verständnis für den sittlichen Impe­rativ dieses Kampfes durch die öffentliche Meinung ebenso zum Ausdruck gekommen wie in der des besetzten und unbesetzten Frankreichs, dessen neue tztaatsauf- fassung in schärfstem Gegensatz zum Bolschewismus steht. So wie alle diese Staaten und Völker sich bewußt geworden sind, daß es hier um die Substanz ihres natio­nalen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens geht, so empfinden auch die kirchlichen Gemeinschaften unter

> (Fortsetzung aus Seite 8)

finnlcmd verteidigt sich

Kampfauftuf des StaalsprSstdenlen Npti

Helsinki, 27. Juni. Staatspräsident Rfst- Ryti hielt am Donnerstagabend im finnischen Rundfunk an das finnische Volk folgende Rede:Mitbürger! Unser friedliebendes Volk, das nun schon über ein Jahr alle seine Kräfte bis aufs äußerste angespannt hat, um das Land nach dem vorigen Krieg wieder zum Blühen zu bringen, ist wieder das Ziel eines rohen Angriffs ge­worden. Wieder einmal ist derselbe Feind, der im Lause der letzten 45V Jahre 8V Jahre lang in kurzen Zwischen­zeiten immer wieder unser kleines Volk verheerend, zer­schmetternd und mordend angegriffen hat, in unser Ee-

vor der vekanntgabe großer kntftkeidungen

dngriffsbereilschaft der Sowjetmacht gegen das Neich erwiesen U-Voot versenkte S1S00 vkl.

Aus dem Führerhauptquartier, 27. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die ersten fünf Operationstage haben bewiesen, daß die sowjetrussische Wehrmacht zum Angriff gegen Mittel- europa bereit war. Auch in jenem, nach Westen vor­springenden Grenzbogen um Lemberg und um Vialy- stok, die von vornherein einer deutschen Umfassung aus­gesetzt und daher für die Zwecke einer reinen Verteidi­gung ungeeignet waren, fanden unsere Verbände eine Massierung russischer Angrifsstruppen vor. Dadurch kam es schon in den ersten Grenzschlachten zum Zusammen- prall mit der sowjetrussischen Armee und Luftwaffe. Unsere, an allen Fronten siegreichen Truppen haben große Entscheidungen errungen. Ihre Vekanntgabe steht bevor. Kriegsmarine und Luftwaffe führten den Kampf gegen die britische Handelsschiffahrt erfolgreich weiter. Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitän- leutnant Metzler versenkte westlich Afrika fünf feind­liche Handelsschiffe mit zusammen 315VV BRT. Kampf­flugzeuge vernichteten in der letzten Nacht vor der briti­schen Ostküste drei Frachtschiffe mit zusammen 18VVV BRT. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Hasen­

anlagen an der Themse-Mündung und gegen einen Flugplatz in Südengland. Die Bernrinung britischer Häfen wurde fortgesetzt. Eine Fernkampsbatterie der Kriegsmarine beschoß feindliche Schiffe im Kanal. In Nordasrika griffen deutsche Kampfflugzeuge am 25. Juni erfolgreich britische Truppenansammlnngen im Raume von Sidi Varani und Flakstellnngen bei Tobrnk an. Angrisfsversuche britischer Kampf- und Jagdflugzeuge i an der Kanalküste wurden auch am gestrigen Tage unter erheblichen Verlusten für den Feind abgeschlagen. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden neun, durch Marineartillerie zwei britische Flugzeuge abge­schossen. Ein ' Unterseeboot-Jäger der Kriegsmarine wurde im Kanal von zwei britischen Kampfflugzeugen angegriffen und schoß beide ab. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten West- und Nord­westdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. An verschiedenen Orten wurden Wohngebäude zerstört oder beschädigt. Nachtjäger und Flakartillerie schössen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. Hauptmann Jhleseld, Kommandeur einer Jagdfliegergruppe, errang am 28. Juni seinen 38. und 4V. Luftsieg."

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Das Klinische Volk bat Aon Vei-teiAixnnxsstginpsk xvxen 8awjeti-»6I:>iiA auk^viwminvn. Ilvboi-all tvotkon auk Aon vmxeseli,-ivbenen Sammelplätzen Aio Ki-eirvilli-pen «in. llnsei- liilA rieixt nonoinAobloiAvte Solilaton beim ÜüntiaKon Avi- ülrüenniinxsiiiaiüe. (ll-l?L. ßlöbius/Lclisri.)

Londoner kngste unter dem östlichen öewitteichimmel

Mitarbeiter" Moskau diplomatisch anrüchig Vöse flstnungen um Sie militärische Niederlage der Sowjets

e. Berlin, 27. Juni. (VZ.-Eigenbericht.) Das über­hitzte Hosiannah-Eeschrei an der Themse, mit dem man den so lange diskret verschwiegenen und nunmehr deutscherseits unsanft demaskierten Busenfreund Sowjet­rußland vor den englischen Kriegswagen einschirrte, ist merklich dünner geworden. Es sind nur noch krampf­hafte Optimisten, die sich in London noch weiter in frommen Selbsttäuschungen über oen politischen und militärischen Nutzen der Verbrüderung LondonMoskau ergehen amtlich und auch in der Presse kommt nach dem hastigen Rausch der Liebesmahle zwischen Pluto- kratie und Bolschewismus eine Ernüchterung, die schon bedenklich nach Katzenjammer hinüberwechselt.

Zunächst einmal hat man diplomatisch seine nur allzu begründeten Sorgen um die formelle vertrag­liche Gestaltung des Abkommens zwischen England und den Sowjets, da sich bereits fatale Wirkungen aus dieser engen Bundesgenossenschaft vor allem.in der amerikani­schen Öffentlichkeit abzeichnen. Plötzlich scheut man ich in Downing-Street. wie eine bedeutungsschwere schwedische Meldung aus London zu diesem heiklen Thema besagt,vor' einer Difinition der engli,ch-,owiet- russischen Beziehung als Allianz". Man will den roten Bären also nicht alsAlliierten , sondern erwag u. a. die Anwendung des BegriffesMitarbe ter (zu englischcooperator") und hofft d°'mt peinlichen Verdächtigungen, mit den Sowiets etwa am Gedeih und Verderb verheiratet" zu sein aus dem Wege zu gehen.

Selbst wenn man diesen jüMen diplomat chcn Wech ell bala Churchills auch nurMitarbeiter tituliert scheint er nicht hAenrein^da er. wie die. schwed-sche Stimme weiter bemerkt, noch seineOricgszie e angcbcn mu ,c. die nurin gewisser Uebereinstimmung mit den eng

lischen" tragbar wären. Empfohlen wird die möglichste Ungleichung an' dieKriegszielekonferenz" der Emi- granten-Regierungen im St. James-Palast, wobei sich aber leiderfundamental verschiedenartige Gesichts­punkte" ergeben hätten und insbesondere eine Verbesse­rung des polnisch-sowjetrussischen Verhältnisses vorder­hand gescheitert sei. Duff Cooper verspricht sich viel von Londoner Rundfunksendungen in russischer Sprache nach der Sowjetunion es wird wenig nützen, dem heimtückischen Bären auf diese Weise Honig, um den Bart zu schmieren und ihn zu Geständnissen zu be­wegen, die London und Newyork genehm sind und sogar den polnischen Chauvinisten in St. James in den Kram

p°Noch weniger rosig läßt sich dietriumphale Wen­dung" militärisch an. Fachleute wie der ständige Kommentator von Radio London, geben ihren ernsten Besorgnissen über die Kriegslage im Osten unverhohle­nen Ausdruck: Der Führer habe durch seinen blitzartigen Gegenschlag alle britischen Pläne über den Haufen ge­worfen, und insbesondere der Zeitpunkt sei für London wie Moskau der denkbar ungünstigste gewesen. Der englische MilitLrsachverständige geht noch weiter: nach einem wehleidigen Kompliment für Hitlers Taktik, dieundurchschaubar" sei, drückt er die Befürch­tung aus, daß die deutsche Ostosfensive nur ein Vorspiel für den Endkampf gegen die. Insel sein könnteoder für andere schwerwiegende Ucberraschungen". Ganz offen gibt er zu. daß die Lage Englands nach einem deutschen Sieg für den auch er schwerwiegende Anzeichen sieht!unvergleichlich schlechter sein müsse als bisher". Matct'clle Verluste spielten für die Deutschen keine Rolle, wenn sie den Sieg über Moskau davontrügen,

da nach der Erledigung der Sowjets das: Reich seine ganze geballte Kraft gegen England einzusetzen in der Lage wäre: Es-wäre besser gewesen, wenn die deutschen Kräfte ohne Kampf im Osten gebunden geblieben wären, da die Deutschen ihr ohnehin erfolgreichesKriegstrai­ning" durch den russischen Feldzug nur noch mehr inten­sivieren könnten. (!) Da insbesondere die sowjetische Luftwaffe einen empfindlichen Mangel an modernen Flugzeugen ausweise und die Luftherrschaft die entschei­dende Rolle spiele (die Herren Briten kennen dies aus eigenen bitteren Erfahrungen!), müsse man die englische Öffentlichkeit aufpeinliche Ueberraschungen" vorberei­ten. Dieser ahnungsvolle Prophet meint dann zwar, daß der Hauptzusammenstoß zwischen den beiden Armeen noch nicht stattgefunden habe (?), gesteht aber doch im gleichen Atemzüge ein. daß die Deutschenbedeutende Fortschritte und Einbrüche" erzielt hätten Nachdem er des weiteren noch Herrn Molotows albernen Bergleich mit dem napoleonischen Feldzug 1811, demzufolge die Deutschen sich totlaufen müßten, zurückgewiesen hat heute brächten lediglich die motorisierten Einheiten die Entscheidung (sehr richtig!), gibt er mit einem ele­gischen Seitenblick auf die sog.Erfolgsmeldungen" Londons zu,daß die Berichte des deutschen Oberkom­mandos sich in der Vergangenheit zweifelsohne recht zuverlässig gezeigt haben" und also nach den letzten deut­schen Andeutungen wahre Hiobsbotschaften vom russi­schen Kriegsschauplatz zu erwarten sind.

Wie sehr dieser Mann am Londoner Mikrophon recht hat, wird sich in den nächsten Tagen in einem Ausmaß bewahrheiten, das die pessimistischsten Erwartungen Londons übertrifft!

biet eingedrungen nnd hat mit seiner Luftwaffe fried­liche Mitbürger, hauptsächlich Greise, Frauen und Kin­der getötet und den Besitz friedlicher Mitbürger zerstört.

Gleich nachdem der Krieg zwischen Deutschland und der Sowjetunion ausgebrochen war, wurde unsere Grenze seitens der Sowjetunion zahlreiche Male verletzt, wogegen wir starken Protest erhoben, aber ohne irgendein Ergebnis. Seit gestern haben die Streitkräfte der Sowjetunion, ohne sich um Ver­träge zu kümmern und ohne Ursache aus Befehl der Regierung regelmäßige ausgedehnte Kriegshandlungen in allen Teilen unseres -Landes unternommen und gewohnheitsgemäß sie hauptsächlich auf ganz ossene Ortschaften und friedliche Zivil­bevölkerung gerichtet. So hat unser zweiter Derteidigungs- kamps kaum 19 Monate nach dem ersten Angriff begonnen. Der neue Angrisf der Sowjetunion aus Finnland ist wie ein Schlußpunkt der Politik, die die Sowjetunion nach dem Frie­den in Moskau in bezug ank Finnland getrieben hat und deren Ziel es war.die Selbständigkeit unseres Landes zu zerstören und unser Volk zu versklaven.

Als wir im Winterkriege 1939/40 ohne militärische Hilfe verblieben, waren wir gezwungen, am 13. März in den dunk­len Stunden der Nacht mit der Sowjetunion einen Frieden zu schließen, der nach dem mit großen Opfern erfolgreich durchgeführten Verteidignngskampf lähmend schwer erschien. Aus den Friedensbedingungen konnten wir schon ersehen, welches die innersten Absichten der Sowjetunion beim Diktat waren. Die neue Grenze wurde so bestimmt, daß die Ver- teidigungsmöglichksiten Finnlands ein für allemal zerstört waren. Die Grenze wurde durch alle natürlichen Verteidi­gungslinien hindurchgezogen und zwar so, daß das Wegenetz völlig zerstört wurde. Die Sowjetunion schasste sich im Frie­densschluß eine strategisch vorteilhafte Ausgangsbasis für den Fall eine? neuen Angriffskrieges. Aber hiermit nicht genug! Üm Finnland vollständig wehrlos gegen den Angriff ihrer gewaltigen Kriegsmacht zu machen, forderte die Sowjetunion Hanko als Seeftützpunkt und den Bau d e r Salla-Bahn. Sie begründete die Pachtung des Stütz­punktes von Hanko damit, daß die Sowjetunion diese Schlüsselstellung am Finnischen Meerbusen brauche, um die Sicherheit ihrer großen Hafenstadt Leningrad zu wahren. Die nach Hanko verlegten Streitkräfte weisen aber kaum auf ir­gendeine Marineverteidigungsaufgabe. sondern aus einen Landangriss hin. Für einen Seestreit braucht man weder große Kampswagenabteilungen noch enorme Eisenbahn­artillerie. Die ganze Streitmacht in Hanko ist hauptsächlich im Hinblick aus einen schnellen Angrisf zu Lande zusammen­gesetzt. Hanko war eine direkt nach dem Herzen Finnland? gerichtete Pistole. Die Forderung des Baues der Salla-Bahn war ebensowenig wie die Gebietssorderungen in Nordostsinn­land in den Vorvcrhandlungsbedingungen, die der finnischen Regierung überreicht wurden, enthalten. Die Salla-Bahn, durch die das finnische Eisenbahnnetz mit der Murmanbahn verbunden werden lallte, hedeutete offenbar, daß eine neue Angrisfsrichtung der Sowjetunion zur Verfügung gestellt wurde. Die Drohung, die sich in dieser Forderung verbarg, richtete sich aus ganz Nordskandinavien, war aber zunächst ein Finnland tief in den Rücken gerichteter Dolch.

Im Zusammenhang mit den Fricdcnsvcrhandlungen wurde von der Sowjetunion als endgültige und absolute Anzieht gemeldet, daß der geschlossene Vertrag vollständig die For­derung der Sowjetunion befriedige. Die Vertreter der Sowzct- union waren der Ansicht, daß er die Sicherheit Leningrads garantiere, zu deren Wahrung ja die Sowjetunion zu den Kricgshandlnngen geglissen hatte. Ebenso versicherten die Unterhändler, daß der Friedensvcrtrag die Sicherheit der Bahn nordöstlich von Ladoga garantiere, die die Sowjet­union für ihre Verbindungen sür wichtig hielt. Außerdem versichern die Unterhändler, daß die Art. in der Finnland seine innen- und außenpolitischen Angelegenheiten handhabe und entscheide, ganz seine eigene Sache sei. ebenso wie es seine wirtschaftlichen Verhältnisse ordne. Die' Sowjetunion habe hierfür kein Interesse.

Wenn wir Finnen auch schlimme Ersahrungen damit ge­macht hatten, wie wenig ein von der Sowjetunion gegebenes Wort oder ein Vertrag bedeuten hätten wir doch erwartet, daß man in gewissem Grade und wenigstens eine Zeitlang daran festgehalten hätte. Aber wieder müssen wir unmittel­bar erfahren, daß man sich nicht aui ein von der Sowjet­union gegebenes Wort verlassen kann. Ohne Beachtung dessen, daß man versprochen hotte, sich nicht in die Außenpolitik Finnlands einzumischen, stellte die Sowjetunion Forderungen in bezug auf die Außenpolitik Finnlands aus. Nach den^har- tcn Kämpfen und den großen Verlusten und ohne die Stütz« jeglicher Gelbausrüstung war unser Land vollständig schutzlos gegen möglich« Angriffe der Sowjetunion. Um in irgend­einer Weise das Dasein zu sichern strebte die sinnliche Re­gierung nach einer Diskussion um eine Verteidigung der nordischen Länder zu schauen. Diele Diskussion wurde am selben Tage verössentlicht an dem der Frieden in Moskau geschlossen war. Als die Dokumente des FriedensvertragcS im sinnischen Reichstag am 21. März behandelt wurden, erhob die Sowjetunion einen scharfen Protest gegen diesen Plan mit der grundlosen Behauptung- daß er sich in Widerstreit mit dem Fricdensvertrag befände. Wegen derselben außen­politischen Frage mischte sich die Sowjetunion noch dreimal

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Unser ^ayesspieyel

Die deutschen Truppen sind an allen Fronten im Osten siegreich; wir stehen kurz vor der Bekanntgabe großer Entscheidungen.

Ein deutsches U-Boot versenkte im Mittclatlantik an einem Tage süns Handclsschissc mit 31 599 BRT.

Die Völker des europäischen Kontinents erheben sich unter der Führung Deutschlands zum Kreuzzug gegen den Bolschewismus. U. a. hat jetzt auch Ungarn Moskau den Krieg erklärt.

Dumme Lügen kennzeichnen das Machwerk des sowjct» russischen Heeresberichtes.

Eine bereits Ansang Mai von Stalin in Moskau ge­haltene antideutsche Hetzrede wird jetzt bekannt.

Ter finnische Staatspräsident Rhti rechnete in einer großen Anklagerede mit den bolschewistischen Kriegsverbrcchcrn ab. USA.-Vermögenüwcrte im Teutschen Reich wurden ge­sperrt.

Hohe USA.-Ossizicre agitieren nach wie vor für eine Be­setzung der Azoren.

Im Familienunterhalt wurden weitere Verbesserungen eingeführt.

In Anwesenheit des Krcisobmanncs der DAF. wurden bei Focke-Wuls Lehrlinge verpflichtet.