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vremer Mung
parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hanlestadl Vremcn
Nr. 1?4 / 11. Zalirgang
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der Nationalsozialisten Bremens
flmiiiches verkünüungsblatt des Neichsstatlhalters in Oldenburg und Vremen
INittwoch, 25. Zum 1841
bin^eivrels Nps.
kriegstreiber decken ihre Karten auf
Volfchewislisch-plutokratifche Komplicen — „Ms flugust voll aufgerüstet" — ,,km gut behütetes lZestelmnis" — Lücherllche Vichtigtuerei um gegenseitige kilfe
stlnter den Kulissen der Kabinette
Gens, 24. Juni.
Der politische Korrespondent des „Daily Expreß" meint, daß die am Sonntag vor» Premierminister abgegebenen Erklärungen, wonach er Stalin vor der deutschen Gefahr gewarnt habe, ein Zeichen dafür seien, daß ein Kriegsgeheimnis gut gehütet worden war. Es könne nun enthüllt werden, daß vor ungefähr einem Jahre, als Sir Stafford Cripps sich nach Moskau begab, dieser ein persönliches Schreiben Churchills an Stalin mitbrachte. In dieser Botschaft sei ausgeführt worden, daß die sowjetrussische Zusammenarbeit mit England notwendig sei, um die Ausbreitung des Nationalsozialismus zu verhindern. Cripps habe sich nach London begeben, als er den Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen Deutschland und Sowjetrutzland als bevorstehend ansah und habe einen vollständigen Bericht mitgebracht. (So geheim das Ziel der jüdisch-plutokratisch-bolschewistischen Weltbrandstifter auch war, das deutsche Schwert ist ihren Machenschaften zuvorgekommen.)
Stockholm, 24. Juni. Eine besonders eindrucksvolle Stelle in der Note des Auswärtigen Amtes an die Sowjetregierunq beschäftigt sich mit dem in Belgrad aufgefundenen Bericht des jugoslawischen Militärattaches in Moskau vom 17. Dezember 1940, der die militärischen Vorbereitungen der bolschewistischen Verräter eindeutig enthüllt. In ihm heißt es wörtlich u. a.: „Nach Angaben aus Sowjetkreisen ist die Aufrüstung der Luftwaffe, der Panzerwaffe und der Artillerie auf Erund der Erfahrungen des gegenwärtigen Krieges im vollen Gange und wird in der Hauptsache bis zum August 1941 abgeschlossen sein. Dies ist wahrscheinlich auch die äußerste (zeitliche) Grenze, bis zu der man keine fühlbaren Veränderungen in der sowjetischen Außenpolitik zu erwarten braucht.
Derselbe Termin taucht jetzt bezeichnenderweise in einem Bericht von Reuter auf, der sich mit den militärischen Ausfichten der Sowjets befaßt. 2m Kreml hoffe man, so heißt es in dieser Londoner Meldung, die Armee bis zum August mit den neuesten Geschützen und Tanks voll ausrüsten zu können. (!) Durch den blitzartigen Eegenschlag des Führers wurde die plutokratisch-bolsche- wistische Verschwörung gerade noch rechtzeitig entlarvt
fluch die Slowakei kiimpst gegen die volschewisten
Preßburg, 24. Juni. Der Präsident der Slowakischen Republik, Dr. Joses Tiso, erließ Dienstagmittag einen Ausruf an das slowakisch- Volk. Er teilte darin mit, daß die slowakisch^ Armee heute die Grenzen der Slowakei überschritten hab-, um sich mit den deutschen Truppen im Kampfe gegen die bolschewistische Armee zu vereinigen Dieser Entschluß wurde dem deutschen Gesandten in Preßburg, Ludin, mitgeteilt. Zugleich hat die slowakische Regierung folgenden Ausruf an das slowakische Volk erlassen! „An das i.vwalische Bolkl In völliger Solidarität mit dem Grotzdeustchrn Reich tritt das slowakische Volk zum Schutze der europä.schen Kultur an seinen Platz. Teile unserer Armee haben die Grenzen der slowakischen Republik überschritten, um sich der kämmenden deutschen Armee anzuschließen."
Berlin 25. Juni. Der Präsident der Slowakischen Re- ublik hat an den Führer das nachstehende Telegramm ge- ichtet: ,Jm Augenblick, in welchem sich die Slowakei Mit -r Waffe in der Hand dem Schicksalskamps der europäischen Gemeinschaft um die Rettung der Gerechtigkeit und Aivilisatron nschließt, erlaube ich mir. Eure Exzellenz neuerdings von er Treue und Verbundenheit des slowakischen Volkes und einer Regierung sowohl als auch von seiner unerschutter- chen Siegesgewitzheit zu versichern. Gott segne un,eren ntschlutz! (gez.) Tiso, Präsident der Slowakischen Republik. Der Führer hat darauf wie folgt geantwortet: „Eurer Ex- lllen, danke ich sür. Ihre telegraphisch- Mitteilung daß d„ lowakci an der Seite Deutschlands um den Schicksals kam ps m die Zukunst Europas eingetreten ist. und sür die Ver- cheruna ihrer treuen Verbundenheit. In der unerichutterlichen -berz-iigung von unserem. Recht bin ich gewiß, daß iins-ren »äffen ein voller Sieg beschieden sein wird. (gez.) Adolf Hitler.
und damit Deutschland, und ganz Europa vor einer schweren Gefahr bewahrt.
sirr.-Stockholm, 24. Juni. (VZ.-Eigenbericht.) Die englisch-sowjetische Bündniszusammenarbeit, bisher nur Zu- sammenspiel Hinher den Kulissen zur Verlängerung und Ausweitung des Krieges, tritt jetzt, von Deutschland dazu gezwungen, offen äns Licht. Eine englische Militärdelegation soll, wie aus Kairo verlautet, von Aegypten nach Moskau reisen, um die Kriegführung der beiden Länder „gleichzuschalten". In London wurde von zuständiger Seite die Mitteilung ausgegeben, daß die Sowjetunion das englische Hilfsanerbieten angenommen und sich als Gegenleistung dazu bereit erklärt habe, England sowohl wirtschaftlich wie militärisch Beistand zu gewähren. Der Sowjetbotschafter Maisky habe bei seiner Konferenz mit Außenminister Eden erklärt, die Sowjetunion sei bereit zu „voller Zusammenarbeit" mit England. Verhandlungen über kombinierte Strategie würden sofort eingeleitet werden. (Bisher waren die deutschen Soldaten stets noch schneller als englische Militärkom- missionen — und daran.wird sich nichts ändern.)
In sowjetrussischen Kreisen in London, die in engem Kontakt zur Sowjetbotschaft stehen, spricht man in enthusiastischen Ausdrücken von Churchill, der der Sowjetunion volle Unterstützung zusagte. Zur Tarnung der Tatsache, daß dieses Zusammenwirken hinter den Kulissen von langer Hand vorbereitet. und von Botschafter Cripps in die Wege geleitet war, wird eine unwahrscheinliche Geschichte zurechtgemacht, als ob Churchills Hilfszusage für die Sowjets beinahe überraschend gekommen sei. Der Nachdruck, der auf diese irreführende Darstellung gelegt wird, ist zu auffällig, als daß dieser Eeschichtsklitterungsversuch irgendwo glauben finden könnte. Ein Beweis für das intime Zusammenspiel der beiden Kabinette wird aus jener Sitzung des englischen
Unterhauses bekannt, in der Churchill Erklärungen über den Nahen Osten für die nächste Woche in Aussicht stellte. Als ein kommunistischer Abgeordneter ihm einige Fragen stellte, die noch ziemlich im markierten oppositionellen Ton der englischen kommunistischen Partei gehalten waren, reagierte Churchill nur mit . einem verschmitzten Grinsen. Er rief den Kommunisten zu: „Es dauert nicht mehr lange, dann macht ihr alle Kehrt marsch!"
Der englische Außenminister Eden, einer der ständigen Befürworter britisch-bolschewistischer Kriegszusammenarbeit, trat am Dienstag mit Erklärungen hervor, die freilich stark an die Stimmung Englands vor der Entsendung Kitcheners nach dem zaristischen Rußland im Weltkriege erinnerten. Eden kündigte an, daß eine militärische und eine wirtschaftliche Delegation nach Rußland geschickt werden würden. Außerdem soll Botschafter Cripps nach Moskau zurückkehren, um die Zusammenarbeit von dort aus direkt zu leiten. Churchill hatte bekanntlich in seiner Rundfunkrede vom Sonntag nur von „technischer und wirtschaftlicher" Unterstützung gesprochen. Eden fügte seinerseits hinzu, nach der Auffassung der Sowjetregierung solle die militärische Hilfe auf gegenseitiger Basis durchgeführt werden. Eden äußerte dazu weiter, England akzeptiere das und nehme eine gleichartige Verpflichtung auf sich. König Georg von England habe zu dieser Intimität sein Einverständnis gegeben.
Zu der Rückreise des Botschafters Cripps wird von der englischen Presse gemeldet, daß der Botschafter sich auf einem anderen Wege, nicht wieder über Stockholm, nach Moskau begeben solle. Das Stockholmer „Afton- bladet" will von unterrichteter Londoner Seite erfahren haben, daß die Churchill-Zusage englischer Unterstützung an die Sowjetunion nicht etwa spontan erfolgt sei, sondern auf Erund von Moskauer Wünschen, das heißt nach längeren Verhandlungen. (Siehe auch Seite 2).
planmäßiger Vormarsch weiter erfolgreich
22 seinSNumeuge bei kinflugsoersuch in die befehlen Sebiele abgeschossen
Führer Hauptquartier, 24. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Im Osten nehmen die Operationen der deutschen Wehrmacht unter großen Erfolgen ihren planmäßigen Verlauf. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge ein britisches Vorpostenböot und beschädigten zwei feindliche Handelsschiffe schwer. Bei dem Versuch britischer Flugzeuge, am Tage in die besetzten Gebiete einzusliegen, wurden 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bei diesen Kämpfen gingen vier eigene Flugzeuge verloren. Eine Fernkampfbatterie der Kriegsmarine beschoß feindliche Schiffe im Kanal. In der letzten Nacht bombardierte die Luftwaffe Hafenanlagen an der Themsemündung und in Südostengland. Es entstanden große Brände. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht in Nordwestdeutschland eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben, durch die einige Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Mehrere Wohngebäude wurden getroffen. Nachtjäger schössen eins, Marineartillerie zwei Kampfflugzeuge ab. Ein Nachtjagdverband erzielte seinen 280. Nachtabschuß. Das Jagdgeschwader unter Führung von Oberstleutnant Mölders errang am 22. K. seinen 758. Lnftsieg."
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Zwei Tage erfolgreicher Kämpfe liegen bereits hinter uns. Wir alle wissen, was es bedeutet, wenn unser OKW.-Bericht von großen Erfolgen spricht bei einer Operation gewaltigen Ausmaßes. Wir wissen ferner, daß und warum trotzdem keine Einzelheiten in den ersten Tagen einer deutschen Offensive bekanntgegeben werden. Wir kennen alle die Beispiele aus den vergangenen Feldzügen, in denen es unterlassen wurde, dem Gegner früh Aufschluß über Form ünd Art der Operationen zu geben, die zu deuten er selbst nicht imstande
war. Die bekanntesten Einzelbeispiele find der Durchstoß unserer Panzer zur Küste nach Abbeville, der erst nach einigen Tagen gemeldet wurde, und das andere Beispiel ist der kühne und einzigartige Angriff auf Kreta . . . Wir wissen heute aus den OKW.-Berichten, daß der Kampf im Osten mit vollem Erfolge vorwärtsgetragen wird, wobei unsere Luftwaffe, unsere Infanterie und unsere Panzer Schulter an Schulter ihre Aufgabe lösen, die Luftwaffe in der doppelten Richtung des Niederringen? der feindlichen Luftstreitkräfte und in der Unterstützung der Heeresverbände.
kühner italienischer Vorstoß in Vskasrika Rom, 24. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: „In Nordäfrrka haben gestern italienische und deutsche Flugzeuge Be- fcstignngswerke und eine Ansammlung von Kraftfahrzeugen in Tobruk bombardiert. Im Verlauf der Säuberung des Kampfgebietes von Sollum hat sich die Zahl der in die Hände der Achsenstreitkräfte gefallenen englischen Panzerwagen auf 249 erhöht, von denen 12 vollkommen verwendungsfähig sind. In Ostafrika sind am 22. Juni die Unter dem Befehl des Oberstleutnants Eonnella stehenden Truppen der Besatzung von llolchefit in kühnem Vorstoß tief in feindliche Linien eingedrungen und haben dem Feind beträchtliche Verluste zugefügt. Gefangene gemacht und Geschütze, Waffen und Munition erbeutet. Bei dieser Aktion haben sich besonders eine Abteilung Amhara und eine Abteilung Altipiano ausgezeichnet. Drei englische Flugzeuge haben gestern einen Tiesflug über Syrakus ausgeführt, wobei das Hospital des Roten Kreuzes getroffen und eine Frau getötet wurde."
epU.-Vruckmttrel konnten Deutschtum nicht ausrotten
Sei Sen Vessarabien-Veutschen — Vranglalieeungei, und Verschleppungen — Vem Nuin entgegen
a Bei den Rück Wanderern, 24. Juni. (BZ.- ib'richt) Der Beginn der Kämpfe gegen Sowi-trugland uns V-ränlassung. an die Nöte und Leiden zu erinnern, r das deutsche Volkstum vor der Umsiedlung aus dem ckcn Gebiet ausgesetzt War. Wir erinnern besonders an Scssarabien- und Litauen-Deutschen, von b-ncn die letz- erst vor einigen Wochen rn dre deutsche Heimat Zurück- rt sind Vor ihnen kamen die Bessarabien-Tcutschen heim, > Umsiedlung am 15. September 194« begann, "l,o einige ate nach der am 28. Juni erfolgten Besetzung des bis , zu Rumänien gehörenden Landes durch die Sow,et-
ir hatten Gelegenheit, mit einem führenden Mann der chen Volksgruppe in Besfarabien 5 ^^
Rückwanderer ist und aus der b-ssaralnschen Hai Pt,ladt inew (129 090 Einwohner) stammt. Schon 1 !>l 7 / 1 «. aw Bolschcwisten in Be„arab,en 'k>« S°rr,chatt -ntrattn.
u s m a^ß aus° an dasV'ch all- Deutschen dieses Landes lebkait erinnern Als dann nach der kurzen rumänischen
sche -Aestattruppcn Finnland" gekämpst «nd das
L°S°hatien, unter der Parole- . D,° D°-
Wn-hmenkV 'auspichen. Dabei stellw sich
der Nerr Hauptmann an .fernen-Außen
er ULl° n°ch SuRppkn trug. Aehnlich war es auch
bei allen sowjetrnssischen Soldaten, die nur in sehr vereinzelten Fällen Unterwäsche besaßen.
Die den regulären Truppen folgende GPU. führte Verhaftungen in weite st em Ausmaß durch, von denen in erster Linie die Intelligenz und die in rumänischen Diensten gewesenen, aber zurückgebliebenen Beamten betroffen wurden Sie alle wurden sofort unter strenge Kontrolle gestellt, und es erfolgten lausend weitere Verhaftungen, die säst ausschließlich nachts zwischen 24 und drei Uhr ersolgkn. Sie riefen in der Bevölkerung eine wahre Panikstimmung hervor. Die GPU. machte auch nicht vor den Deutschen halt. Ueber ihr Schicksal war zunächst nichts zu erfahren, da jede Auskunft an die Angehörigen verweigert wurde. Nach monate- langen schwierigsten Verhandlungen gelang es schließlich dem deutschen Umsiedlnngsstab, die Verhafteten wieder auf freien Fuß zu setzen. ,
Nach dem Einzug der rnssisck-en Truppen kamen auch sehr bald Sowjetbeamte, säst ausschließlich Juden, an deren Spitze der jüdische General Serow von der GPU. stand. Geschästsschtießungcn und Enteignungen zugunsten des Staates setzen ein. Zur Beruhigung der Bevölkerung wurde alsbald versichert, daß eine Wicdcrerössnung der Geschäfte noch vorgenommener Inventur erfolgen werde. Allmählich setzte dann auch wieder der Geschäftsverkehr ein. Die Preise schnellten dann aber auch sprunghaft in die Höhe, und es dauerte nicht lange, dann war nichts mehr zu haben. Nächtliche Plünderungen, soweit überhaupt noch etwas zu plündern war, setzten ein, und die Beute wurde in das Innere des Landes transportiert. Hand in Hand mit diesen chaotischen Zuständen verschlechterte sich die Ernährungslage. Preissteigerungen waren an der Tagesordnung, und die Arbeitsmarktlag« wurde immer katastrophaler.
Unser Gewährsmann gab auch ein anschauliches Bild von dem Verhältnis der Noten Armee zur GPU. Tas Verhältnis zwischen diesen beiden Säulen bolschewistischer Herrschaft war schon vom ersten Tage an äußerst gespannt, hauptsächlich
deshalb, weil die GPU. sich immer wieder in die Angelegenheiten der Roten Armee einmischte und die erste Rolle spielen wollte. Alle Beamten wurden von der GPU. grundlos entlassen und in den meisten Fällen traten die Juden an ihre Stelle. Die Denunziation trieb schönste Blüten, von der auch Teutsche nicht verschont blieben, die oft stundenlangen 'Verhören ausgesetzt waren. Man verlangte von ihnen Stellungnahme gegen die Umsiedlung. Die'Agenten der GPU gingen auch in die Häuser der Teutschen und versuchten mit allen Mitteln, sie zum Verbleiben in Rußland zu bewegen. Da sie in dieser Beziehung auf keine Gegenliebe stießen, versuchten sie, die Umsiedler für den russischen Nachrichtendienst in Deutschland zu gewinnen.
Die unter russischer Herrschaft herangebrochcne neue Aera in Bessarabicn wurde immer trostloser 'Ob Geschäfte oder Warenhäuser, ob Handwerk oder Handel, alles steuerte mit Riesenschritten dem Ruin entgegen. Unbeschreibliches Elend breitete sich auf allen Gebieten aus. Selbst die russische Bevölkerung wurde immer unzusriedcner, als sie mit ansehen mußte, daß überall Juden das Regiment führten.
Was sür Bessarabien gilt. traf auch im gleichen Maße bei der Umsiedlung der. Litauen-Deutschen zu: Uebcrall das gleiche entsetzliche Bild. Besser erging es lediglich den Umsiedlern aus Lettland und Estland im Herbst UM. die vor der Besetzung durch Rußland in die Heimat zurückkehrten. Ein im Interesse der deutsch-estnischen Wirtschaftsbeziehungen bis zum Antritt der Rusfcnherrschast in Rcval zurückgebliebener Kaufmann eines großen Wirtschastsbctriebes schilderte die gleichen Zustünde in einer angestammten engeren und weiteren Heimat. Die gute Wirtschaft ging rasch zugrunde, nachdem die Rüsten am 17. Juni 1948 ihren Einzug gehalten halten. In rasendem Tempo setzte die Bolschewrsierung ein. Alle Verträge der baltischen Staaten wurden annulliert, und >ür die Nachzügler der durch unseren Führer Adoli Silier veranlaßten Umsiedlung entstanden die gleichen Schwierigkeiten.
Und dieses Rußland des Elends und der Not maßt sich an, mit seiner „bolschewistischen Kultur" die Welt beglücken zu wolle»!
4tee Ipe»hk«He
Seit dem Ausgang des Polenfeldzuges besitzt das Croßdeutsche Reich eine gemeinsame Grenze mit der Sowjetunion. Viele hundert Kilometer läuft sie durch das flache östliche Land. Klar und natürlich ist ihr Verlauf. Ihr bedeutendes Mittelstück bildet über 800 Kilometer das breite Band des Bug. Ein Stück des Sän im Süden und ein Stück des Narew bei Ostrolenka unterstreichen die durch das Land selbst vorgeschriebene Scheidung des ehemaligen deutschen und sowjetrussischen Interessengebietes. Jedem Flugzeugführer, aus der Luft als Silberband eines Flusses deutlich sichtbar, teilt die Grenze so das Land. Nach dem Willen des Führers sollte sie trotz aller weltanschaulichen und politischen Ver- schiedenartigkeiten der beiden Nachbarn zu einer Grenze des Friedens und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit werden. Der Ausbau großer Umschlagbahnhöfe an den wichtigsten Eisenbahnknotenpunkten beweist am besten Deutschlands Willen zu einer langen, friedlichen Zusammenarbeit.
Wenn diese Grenze im Osten dennoch zu einer Grenze der Unruhe und der steten Störung geworden ist, so liegt das allein am Verhalten der Sowjetunion. Die umseitig veröffentlichten Dokumente des Oberkommandos der Wehrmacht enthüllen jetzt die geheimen militärischen Vorbereitungen der UdSSR., die Monate zurückgehen und mit dem gewaltigen sowjetrussischen Aufmarsch gegen Deutschland beendet wurden. Monatelang hat Deutschland die immer wiederholten bolschewistischen Grenzverletzungen hingenommen und hat zu ihnen geschwiegen; aber es hat sie genauestens registriert, wie aus den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht an das Auswärtige Amt klar hervorgeht. Schaut man sich dieses Material des OKW. genauer an, so findet man eine Fülle belastender Tatsachen, die deutlich das verräterische Doppelspiel Moskaus aufdecken.
Die ersten Berichte, die der Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht dem Auswärtigen Amt über sowjetrussische Grenzverletzungen zuleitet, sind meist kurz und begnügen sich damit, Tatsachen festzuhalten, aber bald wird selbst den gutwilligsten Beurteilern offensichtlich, daß diese Grenzverletzungen keine Zufälle sind. Schon am 1. März muß der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht feststellen, daß man zu der Ueberzeugung gelangen müsse, es handele sich hier um bewußte sowjetrussische Provokationen; denn die Orientierung aus der Luft ist für den Flieger durch den Bug äußerordentlich leicht. Der Hinweis auf haßerfüllte Aeußerungen sowjetrussischer Offiziers gegen das Reich deckt zum ersten Male Gefahren von morgen auf, gegen die sich Deutschland durch den Nichtangriffspakt mit Moskau gesichert glaubte. Immer stärker und regelmäßiger wird die sowjetrussische Lufttätigkeit über deutschem Hoheitsgebiet. Am 17. April werden nicht weniger als acht sowjetrussische Flugzeuge über deutschem Gebiet festgestellt, einige von ihnen in Erdnähe. Gleichzeitig damit stoßen kleinere bewaffnete Trupps sowjetrussischer Soldaten immer wieder über die Grenze vor oder überqueren mit Motorbooten den Grenzfluß. Es wird beobachtet, wie sie von dem deutschen Gelände photo- graphische Aufnahmen machen. Bereits am 6. Mai muß das Oberkommando der Wehrmacht das Auswärtige Amt darüber unterrichten, daß es auf Grund der zahlreichen Grenzverletzungen und der sich fortwährend steigernden Grenzüberflüge'zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß die fowsetrussische Heeresleitung die ihr zur Verfügung stehenden Aufklärungsmittel systematisch gegen das deutsche Hoheitsgebiet einsetzt. Nur die strenge Zurückhaltung, die das Oberkommando der Wehrmacht den deutschen Truppenverbänden i« Erenz- raum auferlegt, verhütet bewaffnete Zusammenstöße, die durch die sowjetrussische Tätigkeit sonst unvermeidlich gewesen wären.
Anfang Mai steht sich dann der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Eeneralfeldmarschall Ke>itel, genötigt, in einem persönlichen Brief an den Reichsaußenminister die dyrch Sowjetrußland hervorgerufenen unerträglichen Spannungen an der gemeinsamen Grenze in ihrem ganzen Umfang darzustellen. Er muß darauf hinweisen, daß Sowjetrußland geradezu unverständliche Truppenkonzentrationen an seiner Westgrenze vorgenommen hat. Während sich im September 1939 nur etwa 40 sowjetrussische Schützendivisionen in diesem Raum befanden, erhöhte Moskau diese Zahl nach und nach auf 121. Außerdem wurden nahezu sämtliche russischen Panzerdivisionen an die Westgrenze geholt, dazu 20 Kavalleriedivisionen und mehrere Fallschirmbataillone. Generalfeldmarschall Keitel kennzeichnet die Ausmaße des russischen Aufmarsches praktisch als eine Mobilmachung, die die Gefahr eines bewaffneten Konfliktes in bedrohliche Nähe rückt und nur als Vorbereitung für russische Osfensivmaßnahmen größten Umfanges gedeutet werden. Er verständigt den Reichsaußenminister davon, daß deutsche Gegenmaßnahmen nun unumgänglich seien.
Aus dem Dokument vom 11. Juni ergibt sich auch zahlenmäßig genau der Eroßaufmarsch der Sowjetarmee vom Schwarzen Meer bis znr Ostsee gegen das Reich: Am 1. Mai befinden sich von den insgesamt vorhandenen 170 Schützendivisionen 33V- Kavalleriedivisio-
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Der deutsche Vormarsch gebt an der gesamten Lftfront planmäßig unter großen Erfolgen weiter.
Bei einem Einflugsversuch tn das besetzte Gebiet mutzte die RAF. eine neue empfindliche Niederlage einstecken.
Die Italiener unternahmen einen kühnen Vorstoß in Lstasrika.
In Syrien wiesen die Franzosen einen britischen Handstreich ab.
Auch die Slowakei trat in den Krieg gegen Sowjctruß- land ein.
Churchill mußte zugeben, daß der Zusammentritt der Empire-Konserenz technisch unmöglich ist. Generalintendant Staatsrat Tietjen wurde vom Führer mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet.
Auf einem Führcrappcll der Motorgruppe Nordsee sprach NSKK.-Obcrführcr Lehmann.
Die Krcisbildstclle des Kreises Bremen führte eine Nr- bcitsiagung auf dem Bookholzberg durch.
Der Ncichssiudcntensührcr ruft die Studenten zum Einsatz m der Rüstungsindustrie aus.