Ausgabe 
(21.6.1941) Nr. 170
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vremer Z eitung

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsbiatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

AnzeI gen-Grundpreise:

Die I wm hohe und 22 miu breite Zeile im Anzeigenteil 13 3A4. Die 78 nun breite und I mw hohe Zeile im Tertteil 7s Ermaß. Grundpr, (für Klein- u. Fan.ilienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstassel O. Geschäftsstellen: Bremen: teeren 6/8, Nuf 5 41 21? Nachtruf and sonntags 51115? Obernstr. 86, Ruf 5 4121? Shke: Mühlendamm 2? Br.-Hemelinaen: Bahnhosstr. 6, Ecke Poststr., Nuf 4 34 58? Br.-Vegesack: Nchrstr. 24, Nuf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Slr. 41/43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 1?0 /11. Jahrgang

Sonnabend, 21. Juni 1941

kinzelpreis 15 Npf.

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Jude fordett stnschluß knglands an USst.

Weil -er Selbstmord der Londoner Negierung für istn geschäftlich nützlicher ist

Me Katze aus dem Sack gelassen

Schanghai, 28. Juni. Erhebliche Sensation erregt im Fernen Osten eine Erklärung des Schanghaier jüdisch­englischen Grotzkapitalisten Sir Victor Sassoon während seines Aufenthaltes in Los Angeles. Sassoon erklärte, datz sich England unter Aufgabe seiner traditionellen Negierungsinstitutionen staatlich in das nordamerika- nische Federalsystem eingliedern müsse. Seiner Meinung »ach sei die Föderation mit England, Australien und Kanada, die ein Teil der USA. werden sollten, notwen­dig. Für einenGeschäftsmann" sei es klar. datz ein solcher Staatenbund notwendig sei, so datz sich eine wei­tere Erörterung hierüber erübrige. England müsse in der Demokratie der Vereinigten Staaten ausgehen. Ein solches Arrangement würde bedeuten, datz England seine traditionellen Negierungsinstitutionen aufgeben müsse. Die USA. brauchten England, Australien und Kanada, um die Exporte aus Südamerika zu konsumieren.

Der Vorschlag des Schanghaier Finanzgewaltigen wird verständlich, wenn man die Gestalt diesesGeschäfts­mannes" näher beleuchtet. Zugleich wird dabei deutlich, wie eng die britische Regieruugsclique mit der jüdisch- internationaleu Hochfinanz verstrickt und wie sie ihr jetzt bis zur Sebbstaufgabe verfallen ist.

Der Einfluß der Judcnsamilie Sassoon in England reicht weit zurück. In vier Generationen wetteisern dieseRoth­schilds des Ostens", wie man sie genannt hat mit den englischen Lords um die höchsten Posten und besten Geschälte im Empire. Schon im Jahre 1813 war es ein David Sassoon, ein jüdischer Handelsmann aus Bagdad, der die Einsuhr­sperre des chinesischen Kaisers über britische Handelsprodnkte, durch die die skrupellosen Geschäft« der britisch-ostindischen Kompanie im Fernen Osten abgeriegelt wurden, raffiniert umging. Durch illegale Einfuhr von Opium half er, in China «in Laster verbreiten, dem allmählich auch die höchsten Staats- pcrsonen srönten. Dadurch wurde nicht nur ihre Widerstands­kraft gebrochen, sondern in 25 Jahren China das Sümmchen von rund 3V Millionen Pfund entlockt, dessen größten Teil David Sassoon, der inzwischen das Opiummonopol der ost- indischcn Kompanie abgelöst hatte, in die Tasche steckte. Als 1839 die.chinesische Regierung die Einfuhr neuen Opiums verbot und kurzerhand 28 888 Kilten Opium vernichtete, hatte sie den Zorn des habgierigen jüdischen Millionärs herauf­beschworen. Mit Hilfe der englischen Regierungsstellen, mit denen fein Znsammcnspiel ausgezeichnet funktionierte, riß er

^ - ." ü, Opiumkrieg

Geschäfte, die

_ _. wurde der älteste

Sohn unter dem hochtrabenden Namen Sir Albert Abdullah David Sassoon geadelt.

Als Leiter des Kauf- und Bankhauses, in Bombay verstand er es, echt jüdisch seine dunklen Machenschaften unter der Maske eines Wohltäters und Menschcnbegliickers zu treiben, so daß noch heute der Hafen von Bombay den Namen Sassoon" trägt. Gelegentlich eines Besnckies in England wurde er im Jahre 1873 z»m Ehrenbürger von London ge­wählt, Er starb 1898 als Baronet au! englischem Boden in Brigthon. Sein Sohn Sir Eduard Sassoon verstand es nicht nur, das Raubgut durch den Erwerb einer ganzen Reihe wichtiger Seidenfabriken, Teppichwebereien und anderer Groß­betriebe in Indien, China und Japan zu vergrößern, sondern als Schwiegersohn. Gustava Salomon James de Rothschild sich mit anderen jüdischen Finanzkreisen zu versippen: Nach diesen Taten gelang es ihm, Mitglied des britischen Parla­ments und Direktor der Bank of Bombay zu werden. Wie schnell der Einfluß dieser jüdischen Emporkömmlinge auf die Politik der englischen Regierung wuchs, zeigt sich unter seinem Sohn Sir Philip Sassoon. Lange Zeit war dieser Sekretär des Feldmarschalls Haig und nachher Parlamentssekrctär

0er italienische wetzrmachksbericht

Rom, 28. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht lautet:In Nordafrika gehen die Säuberungsaktionen an der Front von Sollum weiter. An der Tobruk-Front hat unsere Artillerie feindliche in Bewegung begriffene Abteilungen unter Feuer genommen und sie zersprengt. Die Luftwaffe hat die Befestigungsanlagen von Tobru» bombardiert und darüber hinaus mehrfach britische Kraftwagen im Süden und Osten von Sollum getroffen. Drei Hurricane wurden abgeschossen. In Ostasrika hat der Feind am 17. ds. Mts. einen Angriff mit starken Kräften im Gebiet von llolchefit (Eondar) versucht. Er wurde zurückgewiesen und lieh aus dem Kampffeld über 488 Tot« und Verwundete zurück. Am gleichen Tage versuchte er, unsere Stellung von Debra Tabor zu über­rumpeln, wurde aber sofort im Gegenangriff zersprengt. Feindliche, im gleichen Gebiet zusammengezogene Ver­stärkungen wurden am 18. ds. Mts. von unserer Luft­waffe bombardiert und zerstreut."

Lloyd Georges. Sieben Jahre lang verwaltete er den wichtigen Posten eines Staatssekretärs der Luftfahrt. Von 1937 bis kurz vor Englands Krieg hatte Sir Philip Sassoon als Kommissar für die öffentlichen Arbeiten einen maßgeben­den Anteil an der Leitung der britischen Kriegsbetriebe. Als er im Jahre 1939 starb, stand in seinem Nachruf zu lesen, er sei dererste Jude in der britischen Gesellschaft" gewesen.

Sir Victor Sassoon ist der Bruder Sir Philip Sassoons. Er, der Jude aus Mesopotamien, kann es heute allen Ernstes wagen, England aufzufordern, seine Regierung aufzugeben, weil es für ihn geschäftlich nütz­licher ist, sich in die Bereinigten Staaten einzugliedern. So weit ist es mit dem ehemals stolzen Albion gekommen!

Deutscher krsolg 1100 km westlich ladi;

wieder vomben auf 6ceai starmouitz Kampfgruppe vernichtete seit Mitte flpril 6ZK 00Ü SKI.

Berlin, 28. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampfflugzeuge versenkten im Seegebiet um England einen Frachter von 2888 BRT. und beschädigten drei große Handelsschiffe schwer. Im Atlantik vernichtete ein Fernkampfflugzeug etwa 1188 Kilometer westlich Cadiz ein Frachtschiff von 3588 BRT. Nachtangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen die Hasenanlagen von Ereat Parmouth sowie gegen einen Flugplatz in Südengland. In Nordafrika geringe beiderseitige Auf­klärungstätigkeit. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften an einigen Orten Westdeutsch­lands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbom­ben, die lediglich einige Wohnhäuser beschädigten. Nacht­jäger und Flakartillerie schössen drei der angreifenden Kampfflugzeuge ab> Eine Gruppe eines Kampfgeschwa­ders unter Führung von Major Peters en und spä­ter von Hauptmann Fliege! vernichtete seit Mitte April 1948 durch rastlose kühne Angriffe gegen die bri­tische Versorgungsschisfahrt um England bis weit in den Atlantik hinaus insgesamt 189 Handelsschiffe mit rund 838 888 BRT. und beschädigte weitere 83 Schisse durch Bombentreffer schwer. In den Kämpfen an der Sollum-Front zeichneten sich der Führer eines Panzer­regiments, Major Bolbrinker, der Kommandeur einer Flakabteilung, Hauptmann Fromm, der Führer eines Schützenbataillons, Hauptmann Bach, der Kompanie­chef in einem Panzerregiment, Oberleutnant Eierda, sowie die Soldaten einer Flakabteilung, Oberfähnrich Eenhler, Unteroffizier Drink »nd Unteroffizier Kiel durch besondere Tapferkeit aus."

Wenn Churchill von dem ernsten Charakter der Atlantikschlacht sprach und von den Gefahren, über die man in England nicht öffentlich sprechen dürfte, so liegt hierin die deutlichste Bestätigung des erfolgreichen Han­delskrieges der deutschen Wehrmacht an allen Fronten. Der OKW.-Bericht hat mit der Bekanntgabe des Er­

folges einer einzigen Kampfgruppe unserer Luftwasse eine Erläuterung zu den Feststellungen Churchills ge­schrieben, der, in der Welt nicht mißverstanden wird. In 14 Monaten versenkte diese Kampsgruppe 109 Han­delsschiffe mit 636 000 BRT., sie schaltete unter Be­rücksichtigung der schwer beschädigten 63 Schiffe, die über 380 000 BRT. Schiffsraum besäßen, über eine Million BRT. englischen Handelsschiffsraum aus, da­von zwei Drittel durch Versenkung für immer und etwa ein Drittel sicher für längere Zeit. Mit welcher Wir­kung auf gleichbleibender Höhe der Handelskrieg gegen England von Luftwaffe und Kriegsmarine weiter ge­führt wird, zeigen die Eefamtziffern der ersten 20 Tage im Monat Juni. Die deutschen Kampfgeschwader ver­nichteten durch Versenkung Schiffe mit insgesamt 200 000 BRT., hierzu tritt die Erfolgszahl unserer U-Boote mit über 300 000, so daß in den ersten 20 Tagen des laufenden Monats schon über eine halbe Million BRT. Handelsschiffsraum auf den Meeresgrund geschickt wurde. Darin fehlen aber noch die Ziffern der lleberwasser- streitkräfte und die im einzelnen erst später einmal festzustellenden Versenkungen durch Minen. Wie weit die eisernen Sperrgürtel um die Insel gelegt sind, zeigt die Versenkung eines Dampfers durch einen Fernkampf- bomber 1100 Kilometer westlich Cadiz, eins Entfernung, die, in der Luftlinie gerechnet, über die Entfernung BerlinRom hinausreicht, Angesichts dieser Erfolge ist es verständlich, wenn Lord Halifax in einer Ansprache anläßlich der Verteilung eines Doktorhutes an ihn an der Harvard-Universität im Rahmen einer Elorifizie- rung der Amerikahilfe den Satz sprach:Sie schmieden für uns Waffen, die. wenn sie in unsere Hände gelangen, die sich ihnen zum Empfang entgegen­strecken, ganz gewiß ein Faktor bei der Erringnng des Endsieges sein werden." In dem so harmlosen Neben­satzwenn sie in unsere Hände gelangen" wird die ganze Furcht Britanniens sichtbar, daß alle Hoffnungen auf die Amerikahilfe letzten Endes doch vergeblich sein werden. e. k.

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^ Diitsoblsr- Lebsrl

Schiffsraum, den kngkand nicht metzr besitzt

London schreibt 461660 tonnen ab flber kngland verlor doppelt soviel

bn. Stockholm, SO. Juni (BZ.-Eigenbericht).,Die engliick;« Admiralität qab am Freitag mit dreiwöchige Verspätung die sogenannte Statistik über britische Hanbelsichifs-verluite im Monat Mai heraus. Ihre Rechnung lauteti Insgesamt >ver- den als versenkt zugegeben 98 Schisse mit 461 800 Tonnen, hiervon 73 englische Schisse mit 355 000 Tonnen, 20 alliierte mit 92 000 Tonnen, 5 neutrale mit 14 000 Tonnen. Ein offiziöser Kommentar kennzeichnet diese Verluste obwohl sie nicht einmal halb der Wahrheit entlprechenl als heftig und ernst". Zioei Entschuldigungen werden angesuyrl. I. seien auch die Verluste mit eingerechnet, die durch miu- tärisäze Operationen im Mitteliueer entstanden s«ün. 2. habe der Feind wieder einmal seine Taktik geändert Bei ledcr sollen Aenderung seien Anmngserfolge für den Feind »" 0 "-. mcidlich. denen man jedoch begegnen iverdc. ^Jnsgciaint,ia>en die Mai-Verluste immerhin mn ca. 29 000 sonnen geringer als die des Vormonats.

Die Londoner Statistik verrät, genau wie die Länge der Zeit. die zu ihrer Anfertigung benötigt wird, die Schwierig- ieiten der mehrfachen Kompromisse, die rhr zugrunde liegen.

Churchill hatte kategorisch gefordert, daß»die Ziffern unbedingt unter denen vom März und April liegen müßten. Dieser Um­stand zwang zur mehrfachen Herauszögerung des Verössent- lichungstermins. Die Churchillzisser war bereits von der eng­lischen Presse angekündigt worden. Churchill hatte man 315 888 Tonnenbewilligt", aber es stellte sich heraus, daß der Feind schon auf Grund der Ereignisse um Griechenland und Kreta im Besitz so vieler nachweisbarer Wracks war, daß man wahrhastig nicht gut auf 315 888 Tonnen beharren konnte. Seufzend entschlossen sich die Londoner Rechenkünstler, sich bei der verlangten Verminderung gegenüber den Vor­monaten mit ganzen 28 888 Tonnen zu begnügen. Wenn sie um volle 188 888 Tonnen über den von Churchill zugestandenen Satz hinausgegangen sind, so bedeutet das bereits ein schönes Stück Männcrmut und eine unireiwillige glänzende Anerken­nung für die Arbeit der deutschen U-Boote, Bomber und Han- dclskrcuzer, deren Leistungen trotz immer neuer Ausreden und geriebenster Lügenkünste nicht unterdrückt werden können, Genf, 28. Juni.Die Sorgen Großbritanniens über die Lage seiner Schiffahrt und der Werften wachsen mit jedem

Tage, an dem die Schlacht aus dem Atlantik tobt", heißt es in einer der letzten Nummern derFinancial News". Neulich noch habe der Unterhausabgcordnele Shinwcll während der Parteikonferenz der Labour-Party die Lage der britischen Handelsschissahrt alssehr ernst" bezeichnet. Damit habe er aber nur etwas ganz klar ausgesprochen, was jedermann in England seit einiger Zeit wisse. Es sei aber nicht so klar, ob die Regierung mit ihren verschiedenen Maßnahmen, die noch vorhandenen Handelsschiffe in weitcstgehendcm Umfange auszunutzen, Erfolg gehabt habe. Es geb- sehr viele dringende Fragen, die die Nation beantwortet wissen wolle, so z. B. die, ob es gelungen sei, 18 v. S. mehr als bisher aus den eng­lischen Handelsschiffen herauszuholen. Weiter die Frage, ob die Schiffswerften in England so geleitet würden, wie die Umstände erforderten. Allein in einer Woche im März seien über l,l Millionen BRT. Schiffsraum für Reparaturarbeiten in die englischen Wersten geschickt worden. Man frage nun, ob all diese Schisse inzwischen auch wieder in Dienst gestellt wor­den seien. Sei auch alles geschehen, gmi die Schiffsncubauten zu beschleunigen? Ueber all diese Fragen fordere die Nation Aufklärung, (Siehe auch Seite ""

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Von Helmut Lüuäsrmuuil Stabsleiter des Reichspressechefs

Im Zuge ihrer verzweifelten Bemühungen, dem bri­tischen Volke irgendwelcheSilberstreifen" am düsteren Horizont der Zukunft aufzuzeigen, greifen die Propa­gandisten Churchills zu jedem Mittel und schrecken auch vor den dümmsten Phantasien nicht zurück. Seit die These vombequemen" Krieg in den Tagen des Nor­wegen- und Frankreichfeldzuges endgültig aufgegeben werden mußte, werden sie nicht müde, rosige Erklärun­gen der für England katastrophalen Entwicklung der Kriegslage zu erfinden. Aus ihren vernichtenden Nie­derlagen konstruieren sie ohne jeden Skrupelsiegreiche Rückzüge", aus jedem Versagen ihrer Führungüber­legene Operationen", nach jedem schmählichen Davon­laufen erklären sie,wertvolle und nützliche Erfahrun­gen gesammelt" zu haben und dergleichen lächerlichen Unsinn mehr. Zum eisernen Bestand dieses Entschuldi­gungsgestammels nach stattgefundener Niederlage ge­hören auchstrategische" Betrachtungen über dieNach­teile", die Deutschland jeweils aus seinem Siege er­wachsen seien und dieDurchkreuzungen", die die Pläne des Führers dadurch erfahren hätten.

Nach dem Polenfeldzug wußten sie zu berichten, wie sehr die deutsche Schlagkraft dadurch geschwächt sei, daß nunmehr große Gebiete im Osten unter militärischer Be­setzung gehalten werden mußten. Der Sieg in Nor­wegen ließ sie in geheuchelte Freude über dieVer­längerung der Frontlinie" ausbrechen, zu der die Deut­schen gezwungen worden seien. Der Zusammenbruch Frankreichs war diesen lyrischen Dichtern ein Beweis für dieendgültige Verzettelung der deutschen Kräfte". Nach dem Balkanfeldzug faselten sie von einemEu- erilla-Krieg" in den Schluchten des Balkans, in dem die stolzesten deutschen Regimenter sich verbluten würden.

Jetzt freilich, nach dem gelungenen kühnen Schlag gegen Kreta, der der britischen Herrschaft im Mittel­meer den Todesstoß versetzte, erkannten sie selbst, daß mit solchen Ammenmärchen auch der Dümmste nicht mehr zu überzeugen sei. Wenige Tage, nachdem sie laut die strategische Bedeutung Kretas und ihre Entschlossenheit verkündet hatten, es bis zum letzten Mann zu verteidi­gen, konnten sie nicht einmal mehr dem englischen Zei­tungsleser die übliche Mär darüber vorsetzen, wieab­träglich" dieser Sieg für die deutsche Sache sei.

Trotzdem bleiben sie der gewohnten Walze treu und spielen das alte Lied weiter, freilich mit neuer Melodie. Sie schreiben nicht mehr von einer Schwächung der deutschen Kriegsmaschine, nicht mehr von durchkreuzten deutschen Absichten und von verschlechterten strategischen Positionen, sondern jetzt werden sie mystisch, verkünden ganz allgemein, die Deutschen hättenzu viel" Erfolge, und sie entblöden sich nicht, bombastisch zu erklären, die Deutschen würden sich nochzu Tode" siegen.

Für ganz Dumme unter dem angelsächsischen Publi­kum mag diese These manchen Reiz besitzen. Denn in der Geschichte fehlt es nicht an Beispielen, die dartun, daß tatsächlich mancher gewonnenen Schlacht der end­gültige Erfolg versagt geblieben ist. Oft war ein be­hauptetes Kampffeld noch nicht das Faustpfand des Sieges schlechthin. Auch im Weltkrieg, dessen Beispiel in den Gehirnen der Briten immer noch spukt, haben siik die deutschen Soldaten in allen Kämpfen mit Ruhm bedeckt und mutzten schließlich dennoch den Zusammen­bruch ihrer Front erleben.

Aber wie verschieden waren doch der Krieg von da­mals und alle von den Briten mühsam zum Vergleich herangezogenen Beispiele der Kriegsgeschichte von un­seren Feldzügen seit 1939! In den stolzen Kämpfen die­ses Krieges haben wir die Gegner, die sich uns ent­gegenstellten, nicht nur besiegt wir haben sie ver­nichtet! Wir haben ihre militärischen Machtmittel nicht dezimiert oder nur beeinträchtigt wir haben sie teils zerstört, teils in unseren Besitz gebracht. Die Armeen, die sich gegen uns erhoben, wurden im wahrsten Sinne des Wortes ausgelöscht, die Fronten, die sie aufrichten wollten, wurden nicht wie in früheren Kriegen zurückgedrängt, sondern beseitigt. Die Gebiete, um die die Kämpfe gingen, wurden in ihrer Gesamtheit aus dem englischen System herausgebrochen! Keiner unserer üeldzüge hat uns eine Belastung, jeder hat uns nicht nur entscheidende strategische Vorteile, sondern eine un­absehbare Beute an Kriegsmaterial und einen wunder­baren Zuwachs an Hilfsquellen eingebracht. Unsere Ee- samtverluste liegen weit unter der Zahl der nur von der englischen Armee zugegebenen Gefallenenziffern und sind überhaupt unvergleichbar mit den Zahlen früherer Kriege.

Der wichtigste Gesamterfolg aller Feldzüge aber ist ein bereits im Innern befriedetes Europa! Zur gleichen Zeit, in der Churchill im Londoner St.-James-Palast ein Wutgeheul im Kreise der von seinen einstigen Bundesgenossen allein übriggebliebenen Marionetten­regierungen anstimmt, sind die Völker des Kontinents bereits friedlich vereint und arbeiten freiwillig zu­sammen für den endgültigen Sieg der Achse, deren Starke sich seit Kriegsbeginn vervielfacht hat, weil ihre Erfolge nicht nur den Soldaten Ruhm gebracht, son­dern einen neuen Zustand geschaffen haben.

Siege, die einen Feind nur zermürben, statt ihn zu vernichten, die eine Schlltzengrabenlinie nur verändern, statt sie hinwegzufegen solche Siege mögen für den Gebier die Hoffnung auf einen Wechsel des Kriegs- gluckes offenlassen. Feldzüge aber, die eine Bedrohung beenden, die aus hinein feindlichen Gebiet ein sried-

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Vnsor TaFssspioys!

§8 888°BNT ^'"^"ppe vernichtete seit Mitte April

Die deutsch- Luftwasse griff erneut Grcat Harmouth an.

W"! zeichnete sechs Offiziere der Lustwaffe mit dem Ritterkreuz aus.

vor einem Jahr fanden in Conipiegne die Wassen- itillitandsverhandlungcn statt. "

Tee deutsch-tiirlischc Freiindschaftspakt steht nach wie vor im Mittelpunkt des Weltintcrcsscs.

Ein Rothschild des Westens fordert die offizielle Einglie­derung Englands in die USA.

Die Engländer griffen Damaskus an.

Im Rahmen der kulturellen Truppenbctreuung wird im Gau Wcscr-Ems von der KdF.-Eauwaltung die 8888. Veranstaltung durchgcsührt.

Die Norddeutsche tziittc hat ihre Anlagen weiter ansac- baut und ist voll beschäftigt.