Ausgabe 
(20.6.1941) Nr. 169
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der Nationalsozialisten Vremms

flmiliches verkündungsblatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und vremen

Nr. 169 / 11. Jahrgang

5reitag, 20. Juni 1941

ktnzelpreis 15 Nps.

Ära deutsch-türkische n Vertrauens

selegrammwechsel zwischen dem sübrer und dem türkischen Staatspriisidenten

Berlin, 19. Juni. SIus Anlag der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Freundschaftsvertrages richtete der türkische Staatspräsident Jsmet Jnoenue an den Führer ein Telegramm, das folgenden Wortlaut hat: „Aus Anlaß der Unterzeichnung des Vertrages, der eine aufrichtige und wahrhafte Freundschaft zwischen der Türkei und Deutschland besiegelt, empfinde ich es als ein besonderes Glück, Eurer Exzellenz den Ausdruck meiner tiefen Genugtuung übermitteln zu dürfen. Un­sere beiden Länder und Völker treten mit dem heuti­gen Tage in die Aera gegenseitigen Vertrauens ein, in dem festen Willen, stets darin zu verbleiben. Ich über­mittle Ihnen, Herr Reichskanzler, aus diesem glück­lichen Anlaß die Versicherung meiner vollen Freund­schaft.«

Auf dieses Telegramm antwortete der Führer wie folgt: „Aus Anlaß der Unterzeichnung des deutsch­türkischen Vertrages, der die aufrichtige Freundschaft zwischen unseren Ländern bestätigt, teile ich Eurer Exzellenz in Erwiderung Ihres freundschaftlichen Tele­gramms mit, daß auch ich das Gefühl größter Befriedi­gung über diesen Vertragsabschluß empfinde. Auch ich bin dessen gewiß, daß unsere beiden Länder sortan in eine Aera dauerhasten wechselseitigen Vertrauens ein­treten. Indem ich Ihnen für die Versicherung Ihrer freundschaftlichen Gefühle bestens danke, erwidere ich diese gleichzeitig aus das «ärmste.«

Aus dem gleichen Anlaß fand ein Telegrammwechsel zwischen dem türkischen Außenminister Saracoglu und dem Reichsaußenminister von Ribbentrop statt. Das Telegramm des türkischen Außenministers lautete: „Ich freue mich ganz besonders, Eure Exzellenz davon zu benachrichtigen, daß wir mit seiner Exzellenz Herrn von Papen soeben den deutsch-türkischeN Vertrag, der die aufrichtige Freundschaft und das volle gegen-

ver sichrer empfing türkischen vorschaster

Berlin, 10. Juni. Der Führer empfing Donnerstag nachmittag in der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart des Reichsautzenministers von Ribbentrop den türkischen Bot­schafter in Berlin, Gerede, der dein Führer ein Handschreiben des türkischen Staatspräsidenten Jsmet Jnönii überbrachte.

Seneraifeldmarschall tist beim sichrer

Berlin, 19. Juni. Der Führer und Oberste Befehls­haber der Wehrmacht empfing den Wehrmachtsbefehlshaber kiidost, Generalfeldmarfchall List. Generalfcldmarschall List, der während des siegreichen Feldzuges aus dem Balkan, in Süd- serbien und Griechenland den deutschen Oberbbseht führte, berichtete dem Führer eingehend über die grohen Leistungen der Hceresverbände im Verlaus .des Feldzugcs. Der Führer dankte Generalseldmarschall List mit herzlichen Worten und uneingeschränkter Anerkennung der hervorragenden Leistung von Führung und Truppe. Generalseldmarschall List war an­schließend Gast des Führers.

vrilenschiff sank im Mlanlik

rck. Lissabon, 10. Juni. (BZ.-Eigenbericht.) Deutsche und italienische Flugzeuge grissen Donnerstag früh an der spanisch-portugiesischen Küste aus der Höhe von Monte Gorso den englischen Frachtdampfer „Antillcs Warrior" an und warfen ihn in Brand. Das schwer beschädigte Schiff ver­suchte, sich durch Flucht zur Küste zu retten, sank jedoch, ehe es dieses Vorhaben ausführen konnte. Die Besatzung, insge­samt 27 Mann, darunter mehrere Verletzte, erreichte in Ret­tungsbooten das Land. Der „Antilles Warrior" war init Kohle beladen und kam aus Newcastle. — Der 22 VON VNT. große britische Hilfskreuzer „Aleantara", der seinerzeit nach englischen Angaben bei einem Gefecht mit einem dent- , sch-n Handelsstörer den kürzeren zog, ist mit schweren Havarien im Hasen von Rio de Janeiro eingelaufen. Dem Schiff, das sehr langsam fuhr, fehlte ein Schornstein und ein Mast.

fettige Vertrauen zwischen unseren beiden Ländern und Völkern besiegelt, unterzeichnet hab^n. Voller Freude über diesen glücklichen Abschluß möchte ich Eurer Exzel­lenz meine lebhaften und aufrichtigen Glückwünsche hier­zu aussprechen und möchte nicht versäumen, Eurer Exzel­lenz meine freundschaftlichsten Gefühle auszudrücken."

Der Reichsmini st ex erwiderte daraus mit fol­gendem Telegramm: „In Erwiderung Ihres Tele­gramms, mit dem Euer Exzellenz mich von der soeben erfolgten Unterzeichnung des deutsch-türkischen Vertra­

ges benachrichtigt und mir dazu Ihre freundlichen Glück­wünsche ausgesprochen haben, bringe auch ich Ihnen meine lebhafteste und aufrichtigste Genugtuung über die­sen Vertragsabschluß zum Ausdruck. Ich bitte Sie, meine herzlichsten Glückwünsche hierzu entgegenzunehmen. Von der gemeinsamen Ueberzeugung ausgehend, daß durch diesen Vertrag die Freundschaft und das volle gegen­seitige Vertrauen zwischen unseren beiden Ländern und Völkern besiegelt wir^weiß ich mich Eurer Exzellenz in freundschaftlichster Weise verbunden."

Zwei Nationen reichten sich die Nand

krklärungen des türkischen flußenministers und des votschasters von Popen zum Vertragsabschluß

Berlin, 10. Juni. Nach einer von Radio Ankara ver­breiteten Meldung hat der türkische Außenminister Siikau Saracoglu anläßlich der Unterzeichnung des deuisch-türki- schen Vertrages folgende Erklärung an die Presse gerichtet:

Deutschland und die Türkei, die im Laufe der schicksalsvollen Weltercignissc seit Jahrhunderten niemals im Widerstreit zueinander standen und deren Stellung zueinander immer klar und korrekt blieb, haben soeben durch den Vertrag ihre Freundschaft auf die festesten Grundlagen gestellt und ver­sichert, daß sie auch in Zukunft nicht zueinander in Wider­spruch treten werden. So haben sich wieder die deutsche und die türkische Station in einer neuen Atmosphäre der vollkommenen Sicherheit die Hand gereicht. Die schon be­stehenden vertraglichen Verpflichtungen der beiden Parteien bleiben unberührt, und es wird versichert, daß die Ver­pflichtungen nicht im Widerspruch zu dem Vertrag stehen.

Ich nehm« mit Freuden die Unterzeichnung dieses Ver­trages an, der ein wichtiges historisches Dokument der Freundschaft darstellt und betrachte es hierbei als meine Pflicht, die wertvollen Bemühungen meines Freundes von Papen, der mein Land kennt, um die Erreichung diese? Er­gebnisses besonders zu erwähnen. Nach Abschluß der Ver- tragsverhandlungcn sind wir dem Gesandten von Papen in dem Wunsche begegnet, daß die Veröffentlichungen der Presse und des Rundfunks unserer Länder von dem Geist der Freundschaft und des gegenseitigen Vertrauens erfüllt sein mögen, durch die das Verhältnis zwischen der Türkei 'und Deutschland gekennzeichnet werden.

Der deutsche Botschafter von P a p e n hat der türkischen Presse durch die Agence Anatolie folgende Erklärung abgege­

ben: „Der von uns unterzeichnete Vertrag und die aus Anlaß der Unterzeichnung vom Außenminister der Presse gegenüber abgegebenen Erklärungen verpflichten mich zu Dank, weil sie von neuem die alten vertrauensvollen und freundschaftlichen Beziehungen bestätigen, die unsere Länder durch Jahrhunderte verbunden haben und die nur vorüber­gehend getrübt werden konnten durch Mißverständnisse über die politischen Ziele, die die Neuordnung Europas und die Stabilität eines dauerhasten Friedens verfolgen."

„Nachdem ich in den Reihen der vttvwanischen Armee zusammen mit den Söhnen des türkischen Volkes für eine große gemeinsame Sache gekämpst hatte, war ich dankbar", so erklärte von Papen, „diesen Kampf auf friedlichem Felde weiterführen zu dürfen.

Ivrkische flbgeordnele billigen den Pakt

Ankara, 19. Juni. Die ParlamentSgrnpps der türkischen Bolkspartei trat am Mittwochnachmittag zn einer, Sonder­sitzung zusammen. Der türkische Außenminister unterrichkcte die Abgeordneten über den Verlauf der deutsch-türkischen Verhandlungen zum Abschluß des neuen Paktes und kündigte die Unterzeichnung für den Abend desselben Tages an. Im Anschluß an die Ausführungen wurden von den Abgeordneten zahlreiche Fragen an den Außenminister und den Minister­präsidenten gerichtet. Daraus brachten die Abgeordneten ihre Glückwünsche zum Vertragswerk zum Ausdruck und billigten einstimmig die Haltung und die Arbeit der Regierung in dieser Sache. — Am selben Nachmittag traten auch die unabhängigen Abgeordneten zu einer Sondersitzrmg zusam­men und billigten den Pakt.

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200 britische Panzerkampswagen bei Sollum erledigt

Vor lzalfaga-paß wurde drei tage M verteidigt / wieder Vomben auf fllerandrla , NachtjSgererfolge in Nordwestdeutschland

Berlin, 18. Juni

Das" Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „an Rordasrika wurden bei abschließenden Gefechten südlich Sollum weitere britische Panzerwagen vernichtet und im Luftkamps sechs britische Flugzeuge abgeschossen. Deutsche Kampsslugzeuge belegten am..Morgen des 18. Juni erneut militärische Ziele des britischen Flotten­stützpunktes Alerandria wirksam mit Sprengbomben schweren Kalibers. Im Seegebiet um England ver,enlte die Luftwaffe in der letzten Nacht nordostwärts Eromea aus einem stark gesicherten Eeleitzug h"aiw ttche Handelsschiffe mit zusammen 5966 BRT. Kamps- stugzeuge bombardierten ersolgreich die Hasenanlagen von Er'eat Yarmouth sowie Flugplätze in Siidostenglanv. Das Verminen zahlreicher britischer Häfen ^^"e letzter Zeit bei Tag und Nacht verstärkt fortgesetzt. Die britische Schissahrt erhielt hierdurch weitere schwere Stö­rungen und Verluste. An diesen Operationen haben Kampfsliegerverbände der Luftflotte des Eeneralseldma^ schalls Kesselrina besonderen Anteil. Bei dem Versuch des Feindes, am gestrigen Tage die Kunalkustc der b - stsiten Gebiete anzufliegen, wurden durch die --»agbubweyr britische Jagdflugzeuge abgeschossen. Der §e«i» warf sn der letzten Nacht eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben im westdeutschen Küstengebiet. Die Zivil­bevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Ve - lchte». In Wohnvierteln, u. a. in Hamburg und Vremen, wurden einige Gebäude zerstört oder beschädigt. Nacht. Mcr und Flakartillerie erzielten besondere Abwchr- "lolgc, sie schössen acht der angreifenden britischen erlug- ö°uge ab. V«i der Abwehr seindlicher Luftangriffe aus

das Reichsgebiet zeichneten sich folgende Besatzungen von Nachtjagdslugzeugen in hohem Maße aus: 1. Oberfeld­webel Eildner, Unteroffizier Poppelmeqer und Unter­offizier Schlein. 2. Oberleutnant Prinz zu Lippe, Unter­offizier Renette und 3. Oberleutnant Semrau, Unter­offizier Peter und Unteroffizier Vehrens. Oberfeldwebel Eildner errang in der letzten Nacht seinen 12. Nacht­jagdsieg."

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Bei Svllnm brachten deutsche Kampfwagen bei kraftvollen Gegenstößen am 17. Juni nach.erbittertem Kampf eine bri­tische Batterie znm Schweigen und brachen in die Feuer­stellungen dieser Batterie ein. Eine Anzahl Geschütze siel in ihre Hand. In der Schlacht zeichnete sich ein Bataillons- kvmmändeur des Infanterie-Regiments, dem die Verteidigung des Saliaya-Pasics anvertraut war. besonders aus. Er hielt unter schonungslosem persönlichem Einsatz mit den ihm unter­stellten deutschen und italienischen Truppen diese wichtige Stellung drei Tage lang in erbittertem Abwehrkampf gegen zahlreich« Angriffe einer erdrückenden Nebermacht, bis er mit seiner tapferen Besatzung durch den deutschen Gegenangriff entsetzt wurde. Die Verluste der britischen Panzerwasfe sind noch erheblich hvlwr als sich nach den bisherigen Feststellungen ergab. So wurden bei der Ausräumung des Schlachtfeldes zweihundert britische Panzerkampswagen vorgefunden, die durch deutfche und italienische Waiienwirkung teils vernichtet, teils bcwcgiingNmsähig geschossen waren, und von den Bri­ten auf ihrem Rückzug zurückgelassen werden mußten. Die Größe der britischen Niederlage läßt sich 'erst nach und nach in ihrem ganzen Umfang übersehen, Truppen des deutschen Afrikakorps haben jedenfalls außer den vernichteten und kampiunsähig geschossenen britisrl,en Panzcrknmpswagen reiche Beute an Kricgsgerät aller Art. darunter Feldgeschütz« und Pak, eingebracht. Eine deutsch« Flakabteilung vollbrachte «in«

einzigartige Waffentat. In heißem Abwehrkampf schoß die Batterie dieser Abteilung insgesamt 80 britische Panzerkamps­wagen zusammen. Die deutsche und italienisch- Lustwasse hat an dem Scheitern der großangelegten britischen Offensive gegen Libyen wesentlichen Anteil. In rücksichtslosen Anglisten schlu­gen deutsch« Jagdverbänd« starke Streitkräste des Gegners zurück und säuberten den Lustraum über dem Schlachtfeld von britischen Jägern. Die Lustsiege der dcutMn Jäger machten den deutsch-italienischen Kampfsliegcrverbänden den Weg frei, mit ihren wirkungsvollen Angriffen aus britische Truppenansammlungen in den Erdkamps einzugreifen und die in schwere Kämpsc verstrickten deutsck)en und italienischen Erdtruppen luhlbar zu entlasten. '

Ost itc>ltsril5clis V/sszrmoclikIosiicsit

R o.m, 19. Juni. Der italienische Wehrmachtsbcricht hat folgenden Wortlaut: „In Nordafrika hat die Luft­waffe die Bombardierung der .Reste der im Rückzug begriffenen britischen Truppen fortgesetzt. Die Säube­rung des Geländes und die Sammlung der Gefangenen und des vom Feind zurückgelassenen Materials ist im Gange. Die Zahl her außer Gefecht gesetzten feindlichen Panzerwagen beläuft sich auf etwa 266. In Lustkämpsen wurden weitere sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen, so bag die von den Achsenmächten der englischen Lust- waffe zugefügten Verluste in den vier Tagen der Schlacht von Sollum insgesamt 42 Flugzeuge betragen. Die Stel­lungen von Tobruk und die Versorgungslager von Marsa Matruk sind bombardiert worden. Britische Flugzeuge haben erneut Vengasi bombardiert. In Ost- airika ist die Lage im gesamten im Gebiet von Ealla und Sidamo unverändert. Artillerictätigkeit in der Um­gebung von Eondar."

Schließung der USfl-Konfulale und der USfl-Neisebüros in Deutschland

Berlin, 19. Juni.

Dem amerikanischen Geschäftsträger in Berlin wurde heute im Auswärtigen Amt eine Note übergeben, in welcher die Reichsregierung daraus hinweist, daß das Verhalten der amerikanischen Konsulbehörden und des amerikanischen Reisebüros „American Expreß Company« seit längerer Zeit zu schweren Beanstandungen Anlaß gibt und daß die Reichsregierung daher gezwungen ist, die amerikanische Regierung zn ersuchen, alle amerika­nischen Beamten und amerikanischen Angestellten der Konsulbehörden der Vereinigten Staaten im Deutschen Reich sowie in Norwegen, Holland, Belgien, Luxemburg, den besetzten Teilen Frankreichs, in Serbien und in den von deutschen Truppen besetzten Teilen Griechen­lands bis spätestens 15. Juli d. I. aus diesen Gebieten zurückzuziehen und die Konsularbchörden zn schließen. Gleichzeitig wird in der Note die Schließung der Nieder­lassung der „American Expreß Company« in den obcn- genanntcn Gebieten und die Entfernung der amerikani­schen Angestellten dieser Gesellschaft bis spätestens 15. Juli d. I. gefordert, da sich die „American Expreß Company« und ihre Angestellten in einer Weise ver­halten haben, die den Interessen des Deutschen Reiches zuwiderläuft.

Wie das deutsche Nachrichtenbüro dazu von zustän­diger Seite erfährt, liegt für die in der Note festge­stellten Vergehen der amerikanischen Vertretungen ein erdrückendes Material vor. Aus der Fülle des dem Auswärtigen Amt vorliegenden umfangreichen Mate­rials über die staatsabträglichen Machenschaften und den unerlaubten Nachrichtendienst der amerikanischen Konsulate werden nachstehend einige Fälle mitgeteilt: 1. Der Konsul in Frankfurt a. M.. Sidneq V. Redecker, hat im Herbst 1939 Unterlagen für deutschfeindliche Propagandavorträge geliefert, ferner hat er Informa­tionen über militärische geheimzuhaltende wehrwirt- schaftliche Fragen weitergeleitet. 2. Der Generalkonsul Orsen R. Nielsen und der Konsul Roy E. Vower in München haben sich im Laufe des Januar 1940 dadurch deutschfeindlich betätigt, daß sie gegenüber deutschen Persönlichkeiten abfällige Bemerkungen über Deutsch­land und die deutsche Regierung machten. 3. Der Ge- neralkonsul in Köln, Alfred W. L. Kliefoth hat im Herbst 1939 und im Frühjahr 19-tO Spionage gegen Deutschland getrieben unter Benutzung eines mit dem belgischen Generalkonsul in Köln vereinbarten Schlüssels von Stichworten für Meldungen, die sich auf den deut­schen Einmarsch in Belgien, Holland und Luxemburg beziehen sollten. 4. Der Vizekonsul Ralph E. Eetsinyer Leim amerikanischen Eeneralsonsulat in Hamburg hat im Frühjahr 1941 Spionage gegen das Deutsche Reich betrieben, indem er Skizzen des Bahnnetzes und der Haupizufahrtsstraßen der einzelnen Fernbahnen in Hamburg angefertigt sowie über militärische Anlagen rn der Umgebung von Hamburg einen Bericht verfaßt und dieses Material weiterzuleiten versucht hat. 5. Der frühere Angestellte des amerikanischen Eeneral- konsulats in Oslo, Iwan Jacobsen, hat Anfang Dezem­ber 1940 auf der Reise von Oslo nach Moskau, wie an der norwegisch-schwedischen Grenze festgestellt wurde, zahlreiche Schriftstücke bei sich geführt, in denen deutsche Besatznngsmaßnahmen in Norwegen dargestellt waren und die offenbar mitgenommen 'wurden,'um im Aus­land deutschfeindliche Propaganda zu treiben. Ferner befand sich unter seinen Schriftstücken ein Bericht über Transporte von deutschen Truppeneinheiten nach Nord­norwegen und sonstige deutsche militärische Matznah- men. Jacobsen hat zugegeben, diese Schriften von dem früheren Angestellten des amerikanischen Generalkonsu­lats in Oslo, Dr. Frank Nelson, erhalten zu haben, der die Schriften selbst verfaßt hat. 6. Der Konsul Cecil Croß und der Konsul Leigh W. Hunt haben im Laufe des Herbstes 1940 teils einzeln, teils gemein­sam den britischen Staatsangehörigen und Angestellten des früheren britischen Konsulats in Paris Sutton in ihrem Amtsgebände monatelana beherbergt, bis Sut- ton außerhalb des Gebäudes verhaftet wurde. Sutton hat wahrend des Aufenthaltes im amerikanischen Amts- gebaude Spionage gegen Deutschland getrieben und ist inzwischen zu längerer Freiheitsstrafe verurteilt wor­den. Ferner haben Croß' und Hunt veranlaßt, daß einem aus der Kriegsgefangenschaft entwichenen engli- A?" Unterstützung gewährt wurde.

Die Angestellte Mrs. Elisabeth Deegan hat diesem Offizier in die Ilnterstlltzungskartei eingetragen und den von ihm ausgefüllten Fragebogen entgegengenommen.

fluch in Italien ...

Rom, 19. Juni. Amtlich wird mitgeteilt: „Das italienische Außenministerium hat am Donnerstag der Botschaft der Der-, einigten Staaten von Amerika eine Rote zugestellt, in der unter Hinweis darauf, daß die Haltung und die Tätigkeit der amerikanischen Konsnlatsämtcr in Italien zu großen Be­anstandungen Anlaß gaben, mitgeteilt wird, daß die italienische Regierung von der Regierung der Vereinigten Staaten die Zurückziehung der amerikanischen Konsulats- beamten und -angestellten sowie die Schließung der Konsulate in Italien sowie den der italienischen Oberhoheit unter­stellten und von den italienischen Truppen besetzten Gebieten b-s zum 15. Juli verlangt. Die italienische Regierung hat sich vorbehalten, auch die Büros der American Expreß Eom- panh in Italien zu schließen."

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rnn s-indlichc Panzcrkampswagcn wurden aus dem Schlacht, seid von Sollum erledigt.

Alexandria wurde erneut bombardiert.

Deutsche Nachtjäger schassen im nordwcstdeutschcn Küsten­gebiet acht leindlichc Bomber ab.

Der Führer empfing Generalseldmarschall List.

Der deutsch-türkische Freundschastspakt hat in der ganzen Welt ein starkes Echo gefunden.

Zwischen dem Führer und dem türkischen Staatsoberhaupt ein in herzlichen Worten gehaltener Tcl-grainm- wcchscl statt.

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