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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmisblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadl Nremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verkündungsblatt des Neichsskatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 168 / 11. Jahrgang
Donnerstag, 19. Juni 1941
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Berlin» 18. Juni. Am Mittwoch um 21 Uhr wurde in Ankara von dem deutschen Botschafter von Papen im Auftrage der Reichsregierung und dem türkischen Autzenminister Saracoglu namens der türkischen Regierung ein Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und der Türkei unterzeichnet.
Der Vertrag hat folgenden Wortlaut: Das Deutsche Reich und die Türkische Republik, von dem Wunsche beseelt, die Beziehungen der beiden Länder auf eine Grundlage gegenseitigen Vertrauens und aufrichtiger Freundschaft zu stellen, sind unter Vorbehalt der gegenwärtigen Verpflichtungen beider Länder übereingekommen, einen Vertrag abzuschließen. Zu diesem Zweck haben zu ihren Bevollmächtigten ernannt der deutsche Reichskanzler Herrn Botschafter Franz von Papen, der Präsident der Türkischen Republik Herrn Minister des Reichern Saracoglu, die auf Grund der ihnen erteilten Vollmachten folgende Bestimmungen vereinbart haben:
Artikel 1. Deutschland und die Türkei verpflichten sich, gegenseitig die Integrität und Unverletzlichkeit ihres Staatsgebietes zu respektieren und keinerlei Maßnahmen zu ergreifen, die sich direkt oder indirekt gegen den anderen Vertragspartner richten.
Artikel 2. Deutschland und die Türkei verpflichten sich, künftig in allen ihre gemeinsamen Interessen berührenden Fragen freundschaftlich miteinander Fühlung zd nehmen, um über die Behandlung solcher Fragen eine Verständigung herbeizuführen.
Artikel 3. Der vorstehende Vertrag wird ratifiziert und die Ratifikationsurkunden sollen alsbald in Berlin ausgetauscht «erden.
Der Vertrag tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft und gilt von da ab sür eine Dauer von zehn Jahren. Die vertragschließenden Teile werden sich zu gegebener Zeit über die Frage einer Verlängerung des Vertrages verständigen.
Ausgefertigt in doppelter Urschrift, in deutscher und türkischer Sprache, in Ankara, am 18. Juni 1941.
Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Krenndschastsvertrages sand nachstehender . Notenwechsel zwischen der Neichsregiernng und der türkischen Regierung über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden ,Ländern statt. „Unter Hinweis auf den glücklichen Abschluß des deutsch-türkischen Vertrages vom heutigen Tage beehre ich mich E. E. zur Kenntnis zu bringen, daß meine Regierung bereit ist, soweit wie irgend möglich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei zu fördern unter Berücksichtigung der in der Wirtschastsstrnktnr der beiden Lander gegebenen Möglichkeiten und'unter Zugrundelegung der zum Nutzen der beiden Länder voneinander im Krieg gemachten Ersahrungen. Die beiden Regierungen werden alsbald in Verhandlungen eintreten, um sobald wie möglich die vertraglichen Grundlagen sür die Durchsührnng dieser Vereinbarung zu schassen." - ... . ,
Ferner wurde im Anschluß an den Unterzerchnnngi-akt folgende gemeinsame Erklärung über die Presse und den Rundfunk beider Länder abgegeben: Unter Hinweis aus den glücklichen Abschluß des Vertrages geben die beiderseitigen Bevollmächtigten dem Wunsche Ausdruck, daß die streue be der Länder wie der beiderseitig- Rundsnnk in ihren VerostcNt- lichungen und Sendungen stets dem Geiste der nireundschast und des gegenseitigen Vertrauens Rechnung tragen werden, der die deutsch-türkischen Beziehungen charakterisiert.
T^r deutsch-türkische Handelsverkehr hat im Rahmen der deutschen Außenhandelspolitik gegenüber dem Sudostraum nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus genau so wie die deutschen Handelsbeziehungen mit den anderen Sud- vststaaten einen schnellen Aufstieg zü Wahrend
im Jahre 1929 der Anteil des Großdeutschen Reiches (unter Einbeziehung des damaligen Oesterreich und Bohmen-Mahren) sich bei der türkischen Einsuhr aus 17 v. H. ""d in der Ausfuhr der Türkei aus 13,8 v. H, beließ waren diese Anteil- ziiiern'im Jahre i»3k bereits , aus 47 s v. H bzw 52,2 v H gestiegen. Die Türkei hat den bedeutenden Aufschwung ihres Wirtschaftslebens in den Jahren 1933 bis 1839 in sehr erheblichem Umfang ihrem ausgedehnten Handelsverkehr mit Deutschland zu verdanken, da sie für ihre wichtigsten Ausfuhrgüter dadurch einen absolut festen und schwanknngssreien Absatzmarkt gesunden hatte, der umgekehrt in der Lage war, ihren Einiiihrbedarf, der in der Hauptsache aus industrielle Fertigerzeugnisse abgestellt war, zu befriedigen.
Der für beide Partner ungemein vorteilhafte, weil auf gegenseitiger natürlicher Ergänzung beruhend« Warenaustausch erfuhr Mitte 1939 eine Unterbrechung, als die Türkei ihren Bündnispakt mit England unterzeichnete und im Zusammenhang damit auf eine Verlängerung und Erneuerung ihres Verrechnungsabkommens mit Deutschland verzichtete, wobei der Wunsch maßgebend- war, den Warenaustausch mit Deutschland zurückzudrängen, um regere Handelsbeziehungen mit England aufzubauen. Obwohl nun in der Folgezeit von türkischer Seite alle Anstrengungen gemacht wurden, um den Handelsverkehr mit England zu erweitern, zeigte es sich bald, daß alle derartigen Bestrebungen erfolglos blieben, zunächst einmal, weil- England die türkischen Erzeugnisse auf seinem Markt wegen anderer Qualitätswünsche und anberer Ver- sorgungsmöglichkeiten aus dem eigenen Empire nicht unterbringen konnte und weil es später, nach der Wandlung der Verhältnisse im Krieg«, über keine einigermaßen Verkehrs- unb Transportvevhältnisse nach der Türkei verfügte. Der Handelsverkehr Englands mit der Türkei war zu allen Zeiten künstlich und unbedeutend gewesen Im Jahre 193k be- lief sich der englische Anteil an der türkischen Gesamteinfuhr aus nur 6,6 v. H. und an der Gesamtausfnhr auf nur 5,4 v. H/ Es ist bezeichnend, daß sich dieser Anteil in den Jahren
1939/46 in beiden Richtungen nui/ zeitweise ckm ganz wenige Prozent erhöhen konnte und daß sich deutlich erwies, daß England nicht in d«r Lage ist, der Türkei den deutschen Handelspartner in der Ein- und Ausfuhr zu ersetzen.
Da England infolge seines bald in Erscheinung tretenden und sich dauernd verschärfenden Schifssrauinmangels diese in der Türkei aufgekausten Waren nicht mehr abbesördern konnte, füllten sich in der Türkei die Lagerhäuser mit diesen Erzeugnissen, sehr zum Schaden der einheimischen Wirtschasts- Ireise. Nach dem Kriegseintritt Italiens wap es bann den Engländern auch nicht mehr möglich, ihrerseits Waren durch das Mittelmeer nach der Türkei zu bringen, und es zeigte sich bald, daß allein schon der normale Postverkehr von der Türkei nach Großbritannien mehrere Monate in Anspruch nahm, während britische Warenlieferungen um das Kap durch die erhöhten Frachten und Versicherungskosten, so ungeheuer im Preise stiegen, daß sie sür die türkische Wirtschaft nur noch in besonders dringlick>en Ausnahmefällen erschwinglich waren. Die unausbleibliche Folge dieser Entwicklung war ein säst völliger Zusammenbruch des türkisch-britischen Handelsverkehrs, so daß seit Ende 1946 trotz des erheblich vermindcrtren Warenaustausches Deutschland ganz von selbst wieder an die erste Stelle der türkischen Handelspartner in der Ein- und Aussuhr gekommen ist.
Schlacht bei Sollum siegreich beendet
Ver sein- durch oegenangriff zum Nückzug gezwungen
Berlin, 18. Juni.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der unter stärkstem Einsatz von Panzerkrästen unternommene Versuch des Feindes, unsere Front an der ägyptischen Grenze zu durchbrechen und dadurch die Einschließung von Tobruk zu sprengen, ist unter außerordentlich schweren britische» Verlusten, besonders an Panzerkampswagen, gescheitert. Der Gegenangriff des deutschen Asrikakorps, verstärkt durch italienische Truppen, endete mit einem vollen Sieg der verbündeten Waffen. Der Feind ist geworfen und geht zurück. Führung und Truppe haben sich in diesen dreitägigen schweren Kämpfen in der Wüste hervorragend bewährt und Ungeheures geleistet. Die deutsche und italienische Luftwaffe trug wesentlich zum Erfolg bei. Im Laufe des 17. Juni wurden 14 britische Flugzeuge abgeschossen und der Feind durch rollende Angriffe von Kampsund Sturzkampfverbiinden an mehreren Stellen zum Weichen gezwungen. Unterseeboote versenkten im Nord- und Mittelatlantil sünf seindliche Handelsschisse mit zusammen 31 933 BRT. Deutsche Jäger errangen auch am gestrigen Tage Lei Lustkämpsen an der Kanalküste einen überzeugenden Sieg über die britische Lustwafse. Bei dem Versuch des Feindes, mit Kampfflugzeugen unter starkem Jagdschutz in die besetzten' Gebiete einzu- sliege», wurden 21 britische Jagdflugzeuge abgeschossen, und zwar 15 vom Muster Hnrricane, fünf vom Muster Spitsire und eins vom Muster Vrewster. Die Lustwafse bombardierte Flugplätze, Flakstellungen und Hafenanlagen im Osten und Slldosten der britischen Insel. Ostwärts Sunderland wurde ein großes Tankschifs in Brand geworfen. Der Feind wars in der letzten Rächt mit schwächeren Krästcn in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben, durch die mehrere Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Sachschäden entstanden lediglich in Wohnvierteln. Nachtjäger und Flakartillerie schössen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. Damit verlor der Feind am gestrigen Tage und in der letzten Nacht zusammen 37 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren."
Einen besonders starken Osfensivvorstotz, ja eine Erotz- ofsensive des Wüstenkrieges in Nordasrika unternahmen die Briten in der Schlacht bei Sollum, die am 15. Juni begann, und von der jetzt der deutsche OKW.-Bericht meldet, daß sie .vollständig gescheitert ist. Die Briten haben nicht nur keinerlei Einbruch erzielt, sondern sind in überlegener Manier nach härtesten Kämpfen trotz ununterbrochener Wiederholung der Angriffe aufgehalten und dann zurückgeworfen worden. Die deutsch- italienischen Truppen haben sich damit in der Defensive gegenüber den Briten, die sich außergewöhnlich viel auf ihre Wüstenkriegerfahrung einbildeten, überlegen gezeigt, trotz der zahlenmäßigen Nnterlegenheit gegen
über dem Angreifer. Insbesondere sind wir stolz auf das deutsche Afrikakorps unter General Rommel, das hier von neuem einen Sieg über die Briten davontrug, deren Presse nach der Landung unserer Truppen in Tripolis höhnisch schilderten, welch klägliche Figur, die vielleicht im europäischen Krieg erfahrenen Deutschen in der Hitze des Nordwüstengeländes machen würden. Bewährt hat sich in diesen schweren Abwehrkämpfen ferner die Zusammenarbeit der deutschen Wehrmachtteile, Heeres- und Luftwaffenverbände, bewährt hat sich auch das Zusammenwirken der verbündeten Streitkräfte, die hier Schulter an Schulter kämpften. Unsere Kampfstaffeln und Stukas der Luftwaffe haben in den schweren Zusammenstößen mit den starken feindlichen Panzerkräften ihre Leistungssähigkeit beim Eingreifen in den Erdkampf erneut bewiesen. Sie haben mitgeholfen, die Eroßoffensive der Briten in einen Abwehrsieg der Achsentruppen zu verwandeln. Das 200 Kilo- meter westlich liegende Tobruk, das fest umschlossen ist und dessen Versorgung für die Briten immer schwieriger und verzweifelter wird, liegt unentsetzt. Die Engländer werden diese Niederlage doppelt verspüren, weil sie Panzer in einer Zahl angesetzt haben, wie sie sie bisher in der Wüste noch nicht verwandt hatten. Den ganzen Umfang der Niederlage erkennt man. wenn man berücksichtigt, daß die Zahl der vernichteten englischen Panzer höher ist als die in der berühmt gewordenen größten Tankschlacht des Weltkrieges bei Cambrai. Die Briten mußten sich der überlegenen strategischen Führung der deutschen und italienischen Truppen ebenso beugen wie dem heroischen Widerstand der Truppen und dem Zusammenwirken von Heer und Luftwaffe. Daß die Engländer übrigens von vornherein ibrer Sache nicht sicher waren, zeigt die Tatsache, daß sie sehr zurückhaltend waren mit ihren ..Erfolgsmeldungen" und schließlich, als der Mißerfolg sich bereits deutlich abzeichnete, sogar dazu übergingen, stark zu unterstreichen, daß es sich bei Sollum nicht um eine Offensive im richtigen Sinne des Wortes handele, sondern um die „Wiedergewinnung der Initiative auf dem dortigen Kriegsschauplatz". Nun sie haben weder mit dem einen noch mit dem.anderen Erfolg gemacht. Drum lassen sie abschließend nach altem Brauch über amerikanische Meldungen aus London lanciert in die Welt kabeln, daß die Deutschen schwerste Verluste gehabt hätten. Seit den Niederlagen in Polen, im Westen, in Griechenland und Kreta ist dies Verfahren der sicherste Beweis, daß sie eine schwere Niederlage erlitten haben. Eine der bekannten Jllusionsargumente der Briten gegenüber dem siegreichen Vordringen der deutschen Wehrmacht auf allen Schlachtfeldern, auf denen sie die Briten faßt. gehört die Behauptung, daß wir uns mit jeder „neuen Front" verzettelten und unsere Kräfte zersplitterten. S. A.
USfl.-Kriegsgewinnler wünschen vier Jahre Krieg
Kriegsminister Stimson plaudert aus der Schule der profitlüsternen plutokraten
Ncwyork, 18. Juni. Wie Reuter meldet, gab der »SA.- Kriegsminister Stimson gestern vor dem ^kp^entantenhau,e das zur Zeit den Ausbau des St. Aorenz-stroincs ,ur d, Seeschissahrt bespricht, der Meinung Ausdruck, daß der Krieg Wohl über vier J-Hr dauern könne, "dem -r sagte „Bereiten Sie sich aus die Perspektive eines langen Kruges vor . Weiter erklärte Stimson, daß die Regulierung 7>es -.t. L^ rcnz-Stromes der Sicherung der Muniti»nsver,chis,ung nach England diene. Die Ausführung des Prouktes wurde vi Jahre in Anspruch nehmen. „Meiner Meinung nach, s lügtc Stimson hinzu, „ist es darum notwendig, ,ich a», einlange kritische Periode vorzubereiten. Es besteht "N« g « Wahrscheinlichkeit, daß jene lange genug dauert damit die U-A. aus dieser Lage ihre Vorteile ziehen können .
Es ist bekannt, daß das St.-Lorenz-Ttrom-Projekt das von
riengen Kapitalintcrcssen belauscht wird, schon Nil ^ > sehnten die Gemüter in USA. und Kanada delvegt. G 6 Konzerne hüben und drüben haben sich darum ßsilsbek P. - W^enu sich jetzt der Kriegssckrctär Stimm»
USA.-Kapitalistcn macht, um das Pro,-« vorwartsziltrci^n ihre Heaemoniebcltrebungen durchzusetzen, so z gr i.p;
künstlich geschaffen« Angstpsychose soll auch hier den Boden schallen, aus dem es den Finanzmagnatcn in den Vereinigten Staaten möglich ist. ihr Programm gegenüber Kanada, zusetzn. Da die Erfüllung dieser kapitalistischen Ziele, so das sonst über seine Unabhängigkeit sorglich wachte, dnrch- begründet Stimson sehr ansschlußreich das Projekt, ein Programm umfaßt, das sich über mindestens vier Jahre erstreckt, so muß der Krieg eben mindestens vier Jahre dauern, damit die USA., wie er wörtlich sagt aus dieser Lage ihre Vorteile ziehen können.
Es ist von jeher ein ungeschriebener Grundsatz der libera- listisch-demokratischen Politiker, darüber am wenigsten zu reden, woran sie am meisten denken. Daß diese These sür englisch« und amerikanische Politiker auch heute noch gilt. hat der amerikanische Kriegssckrctär Stimson jetzt ungewollt bestätigt. Während man bisher gewohnt war, aus dem Munde maßgebender aickcrikanischer Männer nur salbungsvolle Phrasen über Tamokratie und den Kampf iür die Freiheit zu hören, bequemte sich Stimson überraschenderweise einmal »>l dem' Eingeständnis, um was es den USA. in diesem Kriege wirklich geht. Stimsons Erklärung, die den Krieg als ein« „Einrichtung" und als eine merkantile Angelegenheit bezeichnet, kann als Beweis dafür gelten, mit welchem Zynismus die amerikanische Kricgspartei in dem Krieg in Europa «in großes KeschLst wittert.
Das rücksichtslose Ausdecken der wirklichen amerikanischen Kriegsinteressen überrascht uns nicht. Schon am 19. Juni 1946 hatte der Führer in seiner Rede daraus hingewiesen, daß die Kriegshetzer einen langen Krieg brauchten; „denn sie haben ja unterdessen ihre Kapitalien in Rüstungsaktien angelegt und benötigen die zeitliche Dorgusjetzung jür das Florieren ihrer Gejchäste und zur Amortisation ihrer Investierungen". Noch vor wenigen Wochen, am 4. Mai 1941, stellte der Führer dieselben Gedanken noch einmal mit überzeugender Klarheit heraus: „Denn die Männer, die den Krieg gewollt haben, handelten ja nicht aus irgendeinem idealen Beweggrund. Hinter ihnen stand als treibend« Kraft der jüdisch-demokratische Kapitalismus, dem sie verpflichtet und damit verfallen waren. Die von diesen Kriegstreiberir festgelegten und investierten Milliardenkapitalien aber schreien nach Verzinsung und Amortisation. Deshalb erschreckt sie auch nicht die lang« Dauer des Krieges, sondern sie ist ihnen erwünscht." Aus Westen Kosten die amerikanischen Kriegsverdienste diesmal gehen werden, ja bereits gegangen sind, wird aus der Feststellung eines Londoner Blattes klar. daß England zum ersten Male in seiner Geschichte zu einem Tchuldnerland geworden ist. Sein Hauptgläubiger heißt Amerika.
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S. II. Berlin. 18. Juni.
An dem Tage, da die Welt von der schweren militärischen Niederlage der Briten bei Sollum erfuhr, wurde ihr zugleich die große politische und diplomatische Niederlage der Briten im Nahen Osten kund, die in dem. Abschluß des deutsch-türkischen breundschaftsver- trages liegt. Denn die englische Politik hat mit ihrem System der Tyrannei auf dem Balkan und im Nahen Osten mit Garantie — und mit Paktverträgen nur immer das eine Ziel verfolgt, das ihr in einigen Fällen zum Schaden der fehlgeleiteten Staaten und Völker zu erreichen gelang; diese Völker zu Hilfstruppen zu stempeln, die ie nach Bedarf der Briten unter dem Einsatz der eigenen Existenz und der Hergäbe ihres Landes zum Kriegsschauplatz für da» Interesse der jüdisch-britischen Plutokratie eingreifen sollten. Auch die Türkei sollte in diesen Ring der britischen Empirepolitik eingefügt sein und bleiben und bis zuletzt haben die Briten den Versuch gemacht, die Türkei zu diesem Kriegsschauplatz werden zu lassen. Das hat auch in der türkischen Presse häufig Niederschlag gefunden in. einer Form, die von der deutschen Presse mit Schweigen Übergängen wurde, auch wenn sie von ihr schmerzlich empfunden worden ist, wie die sinnlosen Forderungen des Abgeordneten Palt- schien, dem allerdings in letzter Zeit die türkische Presse bereits weitgehend eine Absage erteilte.
Mit dem Abschluß des deutsch-türkischen Frenndschafts- vertrages sind die alten Freundschaftsbande zwischen den beiden Ländern und Völkern wieder aufgelebt, die im Grunde seit der Zeit Friedrichs des Großen bestanden haben, und die auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges, besonders in den heldenmütigen Kämpfen bei Eallipoli und in Palästina ihre Feuerprobe bestanden. Im Grunde ist dieses Gefühl der Kameradschaft zwischen den beiden Nationen nie erloschen, trotz der gelegentlichen Mißverständnisse, die aufgetreten sind. Der Schöpfer der modernen Türkei, der hervorragende Staatsmann und Soldat Atatürk, hat nach dem Weltkrieg die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei ausgebaut, und zwar soweit, daß das Reich praktisch zum Käufer fast der gesamten agrarischen Produkte und der Rohstoffe wurde. Kupfer, Wolle, Baumwolle, Feigen, Nüsse und weitere landwirtschaftliche Produkte wurden von Deutschland übernommen. Diese engen Beziehungen zu Deutschland sind nun von Präsident Jnönue, einem der engstest Mitarbeiter und Nachfolger Atatürks mit dem Abschluß des Vertracsss auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens wieder ausgenommen worden.
In allcrernstester Zeit schafft dieser Pakt klare und sichere Verhältnisse, die immer wieder zu trüben feindliche Elemente versucht haben. Das Reich hat in der Türkei ein stabiles Element der Ruhe und des Friedens im Nahen Osten erkannt, zu dem es Vertrauen haben kann, und die Türken haben im abgelaufenen Krieg auf dem Balkan erkannt, daß Deutschland keine territorialen Ansprüche im Nahen Osten besitzt.
Am 4. Mai hat der Führer in seiner letzten Rede vor dem Reichstag aus die Friedenspolitik der Türkei hingewiesen, die dank der realistischen Haltung ihrer Staatsführung sich die Unabhängigkeit des eigenen Entschlusses wahrte, und dabei zugleich auch auf Atatürk hingewiesen als wunderbares Vorbild für die Erhebung der damals vom Schicksal so geschlagenen Verbündeten des Weltkrieges. Zu dieser Anerkennung der Haltung der Türkei in diesem Krieg trat die Erklärung des Duce am 10. Juni, der hervorhob, wie die Türker den Weg des Friedens wahrte. Italien werde mit der Türkei gemeinsam eine Politik des Vertrauens und der Zusammenarbeit führen, wie sie sich nach dem Abkommen von 1928 ergibt. Die Türkei kann sich darauf verlassen, daß sie der alten Freundschaft des Reiches und Italiens sicher ist und auf sie in allen Notzeiten bauen kann.
Für den künftigen Weg der gegenseitigen Freundschaft der beiden Länder ist es von besonderer Bedeutung, daß auf der Grundlage des glücklichen Vertragsabschlusses Presse und Rundfunk alles vermeiden werden, was in der Bergangenheit wiederholt zum Mißverstehen hat führen können. Von der -gleichen Bedeutung ist der beiderseitige Entschluß, den kürzlich abgeschlossenen Wirtschaftsvertrag nun auch mit einem Inhalt zu erfüllen, der die stärkste Intensivierung der gegenseitigen Beziehungen bringt und der dabei insbesondere auf den in diesem Kriege gemachten Ersahrungen aufbaut. Was diese Wirtschaftsbeziehung zwischen den Ländern des Nahen Ostens und des Balkans einerseits und dem Reich andererseits bedeuten, hat der Führer in seiner Rede vom 4. Mai ebenfalls klar umrissen. Er erklärte hierzu u. a.: „Wenn Deutschland zum größten Handelspartner der Balkanstaaten wurde, so lag dies nicht nur im deutschen Interesse, sondern genau so im Interesse der Balkanvölker selbst. Es ist nur eine Behauptung der kapitalistisch orientierten Gehirne der jüdischen Demokratien, daß, wenn ein Staat dem anderen Maschinen
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In Ankara wurde ein deutsch-türkischer Frcundschasts- vertrag unterzeichnet.
Die Sollum-Schlacht ist für Deutschland siegreich beendet: der Feind mutzte unter schwersten Verlusten den Rückzug antreten.
Insgesamt wurden am Dienstag 37 seindliche Flugzeuge abgcschotzcn. - » »
Französische Truppen brachen in die britische Shricn-
Tie italienische Lustwafse bombardierte erneut Malta. USA.-Kricgsmiittstcr Stimson plauderte aus der Schule der prositgierigc» Kricgsgcwinnlcr.
Für die kommende Lcbcnsmittcl-Ziitcilungsperiodc sind wieder Sonderzuteilungen und Vereinfachungen des Markensystems vorgesehen.
Die Brcmen-Miiidcncr Schissahrt A-G. nimmt die Dividendenzahlung wieder auf.